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Langzeitwert seltsam

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    am 22.07.2021 16:20:21 | IP (Hash): 675838766
    Hallo.
    Ich hätte mal eine Frage zum Hba1c. Mir kommen da nämlich einige Sachen spanisch vor.
    Aaalso... Nach dem Essen wird mir immer wieder mal etwas komisch im Kopf.
    Ich hab jetzt mal angefangen meinen Zucker zu messen.
    Nüchtern ist der so um die 100, und nach dem Essen geht der auch schon mal bis an die 200 rauf.
    Was ich irgwie viel fand.
    Ich hatte meinem Arzt dieses mitgeteilt vor Monaten.
    Da hatte er den Hba1c abgnommen, lt Laborblatt war dieser aber nicht feststellbar, da außerhalb des messbaren Bereiches. Wir haben dann nach einigen Wochen den Wert erneut bestimmt, wieder war der HbA1c nicht messbar.
    Anschließend haben wir den Wert immunologisch bestimmt meinte mein Arzt. Hatte jetzt mit ihm telefoniert, der meint alles in Ordnung, der Wert wäre bei 3,8 und ich seeeehr weit weg von einem Diabetes.
    Aber dieser Wert läßt mich total stutzen. Der ist doch auch nicht normal, da viel zu niedrig?
    Was ist denn das bloss? Eben hab ich mal meinen Zucker per Hand hier zu Hause gemessen. Der ist bei 167 nach dem Essen.
    Kann mir das jemand von euch erklären?
    Liebe Grüße
    Frank
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    am 22.07.2021 16:55:39 | IP (Hash): 1510428125
    Hallo Frank,

    wurde denn mal ein großes Blutbild gemacht?
    Der Wert ist in meinen Augen falsch niedrig. Jetzt wäre interessant wie die Erythrozyten und der Hb ist.

    In deinem Fall sagt der HbA1C gar nichts aus bzgl. Diabetes, vermutlich weil bei deinem Blutbestandteilen etwas nicht ganz "normal" ist. Vielleicht hattest du ja einen unbemerkten Blutverlust und deshalb eine Anämie, oder ähnliches. Das ist aber die große Ausnahme. Deshalb wäre in deinem Falle erstmal ein großes Blutbild, sollte das unauffällig sein, wäre ggf. der Gang zum Hämotologen eine Option (das ist der Facharzt, der sich mit allen Erkrankungen im Blut auskennt). Zwecks Diabetes wäre in deinem speziellen Falle ein OGTT deutlich besser geeignet. Wobei in meinen Augen erstmal die Ursache, für den niedrigen HbA1C gefunden werden sollte. Bestimmte Erkrankungen, Entzündungen, etc. bedeuten Stress für den Körper und können auch bei stoffwechselgesunden Menschen, die Blutzuckerwerte erhöhen.

    Alles Gute dir und mich würde es übrigens interessieren, woran der falsch niedrige HbA1C letztendlich bei dir gelegen hat

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    am 22.07.2021 17:01:00 | IP (Hash): 799798216
    Hallo Frank,

    für die HbA1c-Bestimmung gibt es in Ausnahmefällen Störgrößen, mit denen sich ein falsch zu hoher oder zu niedriger Wert ergibt. Schau mal hier in die Tabelle auf der 3. Seite, ob etwas davon mit Pfeil nach unten für dich zutreffen könnte:
    https://www.ksa.ch/sites/default/files/cms/edm/pocketguide/appendix/07_hba1c_fallstricke_timer_k_smf_2012.pdf

    Ich vermute mal, dass dein HbA1c-Wert falsch zu niedrig ist. Um deinen Diabetesstatus zu überprüfen, sollte dein Arzt am besten einen oGTT machen. Deine selbst gemessenen Werte sehen allerdings eher nicht nach Diabetes aus. Für eine Diagnose kommt es (siehe oGTT) auf den 2-Stunden-Wert (ab 200) und den Nüchternwert (über 125) an. Prädiabetes könnte allerdings bei dir vorliegen. Das ist leider nichts, was der Arzt behandelt - da musst du schon selbst aktiv werden.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 22.07.2021 17:02:30. Grund: BBCodes
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    am 22.07.2021 18:08:40 | IP (Hash): 675838766
    Hmmmm okay. Danke ihr 2 schonmal.
    Also HB und Erythrozyten sind im Normalbereich. Kein B12 Mangel, kein Eisenmangel, o. ä.
    Also zerfallen meine roten Blutkörperchen zu schnell, verstehe ich das richtig? Und deswegen ist der Wert so niedrig? Für meinen Arzt ist alles in bester Ordnung, 3,8nist weit weg von einem Diabetes. Das dieser Wert fast nicht sein kann, sieht er nicht.
    Gruß u Danke
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    am 22.07.2021 20:52:10 | IP (Hash): 511088734
    Wo Du schon Dein BZ-Messer hast, miss doch mal 2 und 3 und 4 Stunden nach einer Mahlzeit. Vielleicht verläuft Dein BZ ja in den postabsorptiven Zeiten besonders niedrig. Und das sind ja genau die Zeiten, die das meiste am HBA1c ausmachen, also Verläufe, die 3 und mehr Stunden zusammenhängend in etwa einer Höhe verlaufen. Und ich hab mal gelernt, dass der HBA1c bei Gesunden von 3,5-5.5 reicht.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 22.07.2021 20:56:18. Grund: Ergänzung
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    am 22.07.2021 21:08:03 | IP (Hash): 385273895
    Jürgen, die Ärztin heute hat mir gesagt, dass Gesunde einen HbA1c-Wert von 5,0 bis 5,5 haben.

    Gruß,
    Biggi
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    am 22.07.2021 21:40:23 | IP (Hash): 511088734
    "Gesunde Menschen ohne Diabetes haben in der Regel einen HbA1c-Wert zwischen etwa vier und sechs Prozent (20 und 40 mmol/mol)." Sagt Google als Fazit aus 85.000 Beiträgen zum Thema "HBA1c-Wert bei Gesunden". Und ich denke, dass Deine Ärztin gemeint hat, dass die meisten Nichtdiabetiker, die sie kennt, 5-5,5 haben, und nicht, dass die gesunde Untergrenze bei 5 wäre.

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    am 22.07.2021 22:31:34 | IP (Hash): 675838766
    Also ich denk ja hier stimmt was nicht. Fühl mich auch sonst total bescheiden.
    Das muss jetzt nicht zwingend Diabetes sein, aber dieser 3,8er Wert ist definitiv nicht korrekt. Wie gesagt, ich hatte mal vor ca nem Jahr nen 5,9er und vor 2 bis 3 Jahren immer um die 5,1 bis 5,3, also völlig normal.
    Warum der jetzt mehrfach nicht messbar und jetzt auf einmal in diesem mini Bereich ist keine Ahnung. Mein Arzt meint super Wert und geht da nicht richtig auf meine Bedenken ein. Der meint alles unter 6,5 ist super. Und je weiter drunter umso besser.
    LG
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    am 22.07.2021 23:30:11 | IP (Hash): 511088734
    Wenn Dein Miesfühlen von für Dich zu niedrigem BZ kommt, musst Du in diesen Miesfühlzeiten wenigstens jeweils zu Anfang davon seeehr niedrigen BZ messen können. Der BZ schwankt übrigens über den Tag gesund in dem hier schön übersichtlich dargestellten Rahmen https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar .

    Wo der HBA1c Wert sich praktisch aus den alltäglichen Verläufen in der Lebenszeit eines roten Blutkörperchens zusammensetzt, kann der nichts anderes sein, als eben ein Blutzucker-Wert. Wenn Du keine auffällig niedrigen BZs im direkten Zusammenhang mit Deinem Miesfühlen hast, wäre wohl klug, beim nächsten Dok gar nciht erst vom niedrigen HBA1c zu erzählen, am besten gar nix vom Zucker. Einfach von den Beschwerden, die Du hast, und da möchte er bitte rausfinden, wie Du die abstellen kannst. - Daumendrück!

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    am 23.07.2021 00:21:47 | IP (Hash): 1369008467
    Ohwei, das wird ein schwieriges Unterfangen.
    Ich bin mir seit Jahren diverse Auffälligkeiten am zusammen suchen und werd ständig von a nach b geschickt.
    Einfach mal zum Arzt und sag hier guck mal ist nicht. Dafür ist das Ganze einiges komplexer, leider.
    Das hier ist jetzt zb wieder etwas was irgwie auffällig ist und ich dort eig weiter ansetzen möchte.
    Ich bräuchte halt nen fitten Arzt, der diese ganzen Puzzleteile hier alle zusammen setzt. Doch derjenige bräuchte ne Menge Zeit.
    Zeit und Engagement. Was es schwierig macht.
    Lg
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    am 23.07.2021 10:32:12 | IP (Hash): 1903015071
    FrankMu schrieb:
    Ohwei, das wird ein schwieriges Unterfangen.
    Ich bin mir seit Jahren diverse Auffälligkeiten am zusammen suchen und


    Machst Du hoffentlich systematisch mit umfassender Buchführung, also wann wieviel von was gegessen oder gemacht und wann anschließend gut oder mies gefühlt?
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    am 23.07.2021 13:09:52 | IP (Hash): 1369008467
    Hi Jürgen.
    Neee nicht direkt. Also es geht garnicht mal so in erster Linie um Essen etc.
    Hab seit Jahren etliche Sachen die sich so anhäufen und mir eben niemand wirklich löst.
    Und das hier ist nur eine weitere Auffälligkeit, die sich munter einreiht. Vielleicht aber auch ein Hinweis in ne bestimmte Richtung. Wer weiss...
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    am 23.07.2021 13:28:37 | IP (Hash): 1983084200
    FrankMu schrieb:
    Aaalso... Nach dem Essen wird mir immer wieder mal etwas komisch im Kopf.

    Sorry , aber wenn du dich immer nach dem Essen mies fühlst, dann hat das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch etwas mit dem Essen zu tun.

    Dein oberstes Ziel muss sein, dass du dich nicht mehr komisch fühlst. Dazu musst du systematisch alle möglichen Speisekombinationen ausprobieren um heraus zu finden, mit was für Speisen du am wenigsten Probleme hast. Als Vorschläge kann ich dir bieten: KH-reich mit schnell ins Blut gehenden KH, KH-reich mit viel Ballaststoffen (Vollkorn), KH-arm mit viel Eiweiß, KH-Arm mit viel Fett, ...

    wenn du dann außerdem noch erreichst, dass du die Ursache findest und gezielt etwas dagegen unternehmen kannst, dann wäre das natürlich noch besser. Aber wenn du dich nicht mehr nach jedem Essen komisch fühlst, dann hast du schon sehr viel erreicht - Lebensqualität.

    Viel Erfolg bei deiner Suche, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 23.07.2021 13:28:59. Grund: BBCodes
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    am 23.07.2021 14:44:40 | IP (Hash): 2013958420
    Nur etwa en Drittel der Gesunden haben einen HBA1c von 5,0-5,5%. Die Hälfte aller Gesunden haben einen HBA1c von 5,0 oder weniger. Auch ein HBA1c-Wert von 3,8% ist bei Gesunden möglich, allerdings selten. Nur 1,1% (1 aus 90) der Gesunden haben einen HBA1c-Wert von 3,8% oder noch weniger. Alle Zahlen auf Basis eines Referenzbereiches von 4-6%, ansonsten minimale Abweichungen.

    LG Geri
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    am 23.07.2021 18:07:34 | IP (Hash): 1360924088
    Es will hier aber niemand hören, dass ein Wert von über 5,2 schon auffällig ist. Sind halt hier ein wenig festgefahren
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    am 23.07.2021 18:24:32 | IP (Hash): 649380832
    Ein Hba1c Wert von 3,8 ist in meinem Fall völligst ausgeschlossen, auch wenn es in seltensten Fällen möglich sein sollte.
    Bei Zufallsmessungen nüchtern, tagsüber, direkt nachm Essen, einige Stunden nachn Essen ist kein Wert unter 90 bei. Die meisten bewegen sich um die 115 120 140 105 sowas eben... Wie soll denn dann ein Langzeitwert von 3,8 entstehen?
    Ausserdem schrieb ich ja das ich vor ca nem Jahr nen Wert von 5,9 hatte und davor immer um die 5,1.
    Da war er halt einfach noch messbar.
    Mich macht das eben stutzig das er 3x nicht ermittwlbar war und jetzt, wo er es nach Ewigkeiten ist, ich einen 3,8er Wert haben soll und mein Arzt den super findet und ihm nicht mal was spanisch vorkommt,das da Was nicht stimmen kann.
    LG
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    am 23.07.2021 20:10:20 | IP (Hash): 1903015071
    Standartmesspunkte für den Blutzucker sind die unmittelbar vor den 3 Haupt-Mahlzeiten. Wenn Du einen Arzt dazu bewegen willst, dass der Dein HBA1c-Ergebnis neu hinterfragt, gelingt Dir das am ehesten, wenn Du wenigstens 4 Wochen konsequent tagtäglich zu diesen Punkten misst und dazu aufschreibst, wieviel Du von was dann jeweils zu den Mahlzeiten gegessen hast und wieviel von was wann dazwischen. Alles, was durch die Futterluke geht, muss auch ins Protokoll! Dazu am besten auch noch, und zwar mit konkreten Zeitangaben, wann Du dich besonders mies gefühlt hast.

    Du willst den Dok neugierig machen! Der muss aus Deinem übersichtlichen und umfassen Aufschrieb selbst zu dem Ergebnis kommen, dass da ganz offensichtlich was nicht zu den irgendwie zusammengestoppelten 3,8 passt! Dein super Infomaterial wird wenigstens einen von zwei Ärzten zum weiteren Nachforschen bewegen. - Daumendrück!

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    Bearbeitet von User am 23.07.2021 20:11:27. Grund: Ergänzung
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    am 24.07.2021 10:58:26 | IP (Hash): 410055321
    Geri schrieb:
    Nur etwa ein Drittel der Gesunden haben einen HBA1c von 5,0-5,5%. Die Hälfte aller Gesunden haben einen HBA1c von 5,0 oder weniger. Auch ein HBA1c-Wert von 3,8% ist bei Gesunden möglich, allerdings selten. Nur 1,1% (1 aus 90) der Gesunden haben einen HBA1c-Wert von 3,8% oder noch weniger. Alle Zahlen auf Basis eines Referenzbereiches von 4-6%, ansonsten minimale Abweichungen.

    Hallo Geri,

    das klingt glaubhaft. Es wäre toll, wenn du dazu eine Quelle liefern könntest.

    Die wäre dringend nötig, um den unbewiesenen und unbeweißbaren DanielaW-Aussagen etwas entgegen setzen zu können.
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    am 24.07.2021 12:37:01 | IP (Hash): 1360924088
    Rainer schrieb:
    Geri schrieb:
    Nur etwa ein Drittel der Gesunden haben einen HBA1c von 5,0-5,5%. Die Hälfte aller Gesunden haben einen HBA1c von 5,0 oder weniger. Auch ein HBA1c-Wert von 3,8% ist bei Gesunden möglich, allerdings selten. Nur 1,1% (1 aus 90) der Gesunden haben einen HBA1c-Wert von 3,8% oder noch weniger. Alle Zahlen auf Basis eines Referenzbereiches von 4-6%, ansonsten minimale Abweichungen.

    Hallo Geri,

    das klingt glaubhaft. Es wäre toll, wenn du dazu eine Quelle liefern könntest.

    Die wäre dringend nötig, um den unbewiesenen und unbeweißbaren DanielaW-Aussagen etwas entgegen setzen zu können.




    Interessant hierbei ist, dass ich häufiger schon von purea oder Tatjana hier gelesen habe, dass gesunde meist Werte unter 5,0 haben und nur wenige darüber. Die Personen wurden dann von den Altheiligen Jürgen und Hausmeister Rainer niedergemacht.
    Was hast du nur so dir Gerry, dass Du hier Zustimmung findest :)
    Ich gratuliere Dir
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    am 26.07.2021 08:29:18 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:


    das klingt glaubhaft. Es wäre toll, wenn du dazu eine Quelle liefern könntest.




    Das würde mich auch interessieren.
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    am 27.07.2021 22:59:41 | IP (Hash): 772661072
    Mit der Quelle ist es einfach: jedes Schulbuch für Mathematik, das auch einen Statistik-Teil enthält.

    Sobald ich den Referenzbereich eines Laborwertes kenne, kann ich und wahrscheinlich jeder von uns, die genannten Werte-Verteilungen der HBA1c-Intervalle selbst berechnen - mit Hilfe der leicht abrufbaren Tabellen zur Standardabweichung kann man dies sogar ohne Taschenrechner bewerkstelligen.

    Beispiel: Wenn von einem Labor ein Referenzbereich von 4-6% für den HBA1c angegeben wird (meist ist das so oder aber mit geringen Abweichungen), sagt mir dies, dass der arithmetische Mittelwert in der Mitte des Intervalls liegt, also bei 5,0%. Der Referenzbereich umfasst das Intervall von Mittelwert minus zweifacher Standardabweichung bis Mittelwert plus zweifacher Standardabweichung. In diesem Intervall liegen 95,45% der Werte der Gesunden. Das gilt für alle Laborwerte mit geschlossenem Referenzintervall. In unserem 4-6%-Intervall: etwa 8% der Gesunden haben exakt einen HBA1c von 5,0, ca. 46% einen HBA1c von unter 5, und 46% einen HBA1c von über 5%. Etwa 2,9% (1 aus 35) der Gesunden haben einen HBA1c von 6,0 oder mehr (ebenso viele haben einen HBA1c von 4% oder weniger).

    Innerhalb des Referenzintervalls gibt es keinen Hinweis, dass ein HBA1c von 4,5% besser als einer von 5,5% sei. Es scheint eher so, dass sportliche Menschen mit gesundem Lebensstil einen etwa 0,5% höheren HBA1c haben als Couch Potatoes, das diesbezügliche Datenmaterial (Quelle) ist aber dürftig.

    LG Geri
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    am 28.07.2021 08:09:41 | IP (Hash): 72970431
    Erst einmal Danke, dass Du Dir die Mühe machst, uns die wundervolle Welt der Mathematik anhand dieses Beispiels näher zu bringen ;-)

    Meine Frage bezog sich darauf, ob es verlässliche medizinische Quellen bzw. Studien zu Deiner Aussage "Nur etwa ein Drittel der Gesunden haben einen HBA1c von 5,0-5,5%. Die Hälfte aller Gesunden haben einen HBA1c von 5,0 oder weniger." gibt. Aus der von Dir kalkulierten Wahrscheinlichkeitsrechnung kann man bestenfalls ableiten, dass in diesem Referenzbereich lediglich statistisch gesehen mehr als die Hälfte der Gesunden einen Hba1c-Wert von 5% oder mehr haben *müsste*. Das Vorliegen wissenschaftlicher Erkenntnisse aus diesbezüglichen Studien wären ein Clou, andernfalls verbuche ich ein solches Statement wie Deines in meinem grauen Logbuch als "unbegründete Behauptung ;-)

    Geri schrieb:


    Es scheint eher so, dass sportliche Menschen mit gesundem Lebensstil einen etwa 0,5% höheren HBA1c haben als Couch Potatoes, das diesbezügliche Datenmaterial (Quelle) ist aber dürftig.




    Kannst Du für diese Aussage eine, und zwar wirklich auch nur eine, seriöse Quelle nennen? :-)
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    am 21.08.2021 12:00:42 | IP (Hash): 890917685
    Vielleicht sollten wir zuerst erörtern, wie ein Referenzbereich zustande kommt. Wir benötigen ihn ja nicht nur für den HBA1c, auch für alle anderen Laborwerte, sofern die Referenzwerte ein geschlossenes, nach oben und unten begrenztes Intervall aufweisen.

    Es werden Zehntausende/Hunderttausende HBA1c-Werte von Gesunden erfasst. Aus dieser riesigen Datenmenge wird der Mittelwert und die Standardabweichung errechnet. Damit weiß ich, wie die Datenmenge aussieht und wie sie verteilt ist. Der Referenzbereich lässt sich erst nach Verarbeitung der konkreten HBA1c-Werte erstellen. Aus Mittelwert und Standardabweichung kann jeder Maturant/Abiturient die Verteilung der tatsächlichen Daten zurückverfolgen. Bei derart großen Datenmengen ist die Abweichung zur Wirklichkeit praktisch null. Die von mir genannten Verteilungen halten jeder wissenschaftlichen Überprüfung stand. Interpretiert habe ich diese Verteilungen nicht, das sollen andere machen.

    Der Referenzbereich ist nun der sogenannte 95%-Wert, dh. in diesem Intervall befinden sich 95% der Werte der Gesunden. Dazu ist es notwendig das Intervall derart zu definieren, dass die Untergrenze Mittelwert minus 1,96 mal Standardabweichung beträgt, die Obergrenze Mittelwert plus 1,96 mal Standardabweichung. Warum das so ist, kann ich zwar erklären, das würde aber schon recht aufwendig werden.

    Es gibt verschiedene Labormethoden zur Bestimmung des HBA1c, deshalb auch geringfügig verschiedene Referenzbereiche. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sich das Verteilungsbild nicht wirklich ändert.

    Bezüglich meiner Behauptung, höherer HBA1c bei Sportlern, habe ich bereits geschrieben, dass das Datenmaterial dürftig ist. Es gibt zwar jede Menge Case Reports, die alle in die gleiche Richtung deuten, es wurde das vorhandene Datenmaterial aber noch zu keiner wissenschaftlichen Studie genutzt. Das heißt, die von mir behauptete Bemerkung bzgl. Sportlern fußt auf sehr spärlichem Datenmaterial, das zu keiner wissenschaftlichen Aussage berechtigt.

    LG Geri
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    am 02.09.2021 12:39:58 | IP (Hash): 1592642904
    Also.
    Es wurde nochmalig versucht ein HBA1c zu nehmen. Wieder mal Auswertung v Labor nicht möglich. So werd ich dann mal wieder vom Doc entlassen. Davor hatte ich ja mal den 3,8 Wert, der ja nicjt sein kann meiner Meinung nach
    Gestern hab ich nach dem Essen allerdings, nen Wert von 208 mit dem Handmesser messen können. Ist der nicht viel zu hoch? Werte nach dem Essen sollten 140 nicht überschreiten hab ich mal gelesen, egal zu welchem Zeitpunkt.
    Was mach ich nun? Bitte Einschätzung, danke🍀
    Gruß Frank
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    am 02.09.2021 15:58:19 | IP (Hash): 1157145209
    Hallo Frank,

    die 208mg/dl nach dem Essen deuten definitv auf eine Störung hin. Es könnte allerdings auch eine Fehlmessung gewesen sein. Wenn du mehrfach nach dem Essen solche hohen Werte angezeigt bekommst, dann kannst du Fehlmessungen als Ursache ausschließen und musst nur noch die Toleranz von bis zu +/-15% berücksichtigen..

    Ich würde an deiner Stelle einen oGTT mit dem Handmessgerät nachbauen und diese Werte, falls sie bedenklich sind, meinem Arzt vorlegen. Mit den selbst gemessenen Werten bekommst du zwar keine Diagnose, du kannst aber vielleicht deinen Arzt (oder auch einen anderen Arzt) dazu bringen, dass er einen echten oGTT veranlasst.

    Für den Test brauchst du 75g Traubenzucker, Haushaltszucker geht nicht. Den löst du in einem Glas Wasser auf und trinkst das zügig aus. Deinen BZ misst du davor und nach 1 und 2 Stunden. Wenn der 2-Stunden-Wert über 200 liegt, dann wäre das mit einer Labormessung Diabetes.

    Beste Grüße, Rainer
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    am 02.09.2021 22:22:28 | IP (Hash): 1500161483
    FrankMu schrieb:
    Also.
    Es wurde nochmalig versucht ein HBA1c zu nehmen. Wieder mal Auswertung v Labor nicht möglich. So werd ich dann mal wieder vom Doc entlassen. Davor hatte ich ja mal den 3,8 Wert, der ja nicjt sein kann meiner Meinung nach
    Gestern hab ich nach dem Essen allerdings, nen Wert von 208 mit dem Handmesser messen können. Ist der nicht viel zu hoch? Werte nach dem Essen sollten 140 nicht überschreiten hab ich mal gelesen, egal zu welchem Zeitpunkt.
    Was mach ich nun? Bitte Einschätzung, danke🍀
    Gruß Frank



    Wie wir dir bereits auf der ersten Seite geschrieben haben, ist bei dir - warum auch immer - der HbA1c nicht aussagekräftig. Daher müssen dann bei dir die anderen Diagnosemöglichkeiten (Nüchtern-BZ und OGTT) für eine (Prä-)Diabetes-Diagnose verwendet werden.

    Ein Hausarzt kennt sich übrigens nur sehr grob mit Diabetes aus. Er muss halt viele Krankheiten behandeln, u.a. auch Diabetes. Daher wird er solche seltenen Fällen wie zu niedriger HbA1c etc. einfach nicht kennen. Da wäre ein Diabetologe oder Endokrinologe besser. Bei manchen Praxen braucht man auch keine Überweisung, sollte der Hausarzt sich weigern, eine Überweisung auszustellen. War bei mir damals genauso. Wobei bei mir die Ausgangssituation doch nochmal etwas anderes war.

    208 nach dem Essen ist auf den ersten Blick ein wenig hoch. Allerdings wird in Schulungen immer wieder erwähnt, dass auch Stoffwechselgesunde manchmal kurzfristige Spitzen bis 160-180 mg/dl haben können. Da die Handmessgeräte auch noch ein wenig Toleranz haben, könnte es auch noch normal sein. Hast du dir denn vor dem Messen die Hände gewaschen? Spuren von Nahrungsreste an den Fingern können den Blutzucker deutlich nach oben treiben. Hast du die letzten Tage ggf. auffällig kohlenhydratarm ernährt und jetzt viele Kohlenhydrate? Das könnte auch mal den Blutzucker stark ansteigen lassen.
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    am 04.10.2021 15:48:29 | IP (Hash): 2116472342
    Nun, ich bins nochmal.
    Also. Ich war jetzt bei einer Diabetologin. Hab ihr kurz erzählt, das es mir seltsam vorkam, das der Hba1c erst 3x nicht messbar war und dann beim 4. Mal 3,8 Betrug.
    Sie fand das auch komisch und schüttelte den Kopf. Sie hat ihn dann nochmal bestimmt.
    Nun kam 4,6 heraus, meiner Meinung nach immer noch zu niedrig und nicht passend, aber die Diabetologin hat das abgetan und mich mit den Worten "super Wert" entlassen. Nun wollt ich ihr auch nicht widersprechen, aber was mach ich nun damit?
    So stehen lassen? Ich finds ja nach wie vor merkwürdig
    Hinter dem Wert auf dem Laborblatt steht noch "immun-turbidimetrie" und Referenz eben alles unter 5,7 ist grüner Bereich.
    Wie schätzt ihr das ein?
    Danke u lg
    Frank

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    am 05.10.2021 15:59:14 | IP (Hash): 847365710
    Hallo Frank,

    was erwartest du eigentlich von den Ärzten? Mit den von dir berichteten BZ-Werten wird es sehr wahrscheinlich auch mit allen anderen Diagnosekriterien nicht zum Diabetes reichen, allenfalls vielleicht zu Prädiabetes. Um einen Prädiabetes kümmert sich aber, zumindest bei uns gesetzlich versicherten, kein Arzt. Du kannst dir dann allenfalls ein paar allgemeine Ratschläge zur Ernährung und Bewegung abholen, die du dir alleine bestimmt besser erarbeiten kannst.

    Pack es an und hilf dir selbst. Solange deine BZ-Werte nur leicht erhöht sind, kannst du viel dagegen machen.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 05.10.2021 15:59:35. Grund: BBCodes
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    am 06.10.2021 13:25:38 | IP (Hash): 757869632
    Hi Rainer?
    Was ich von den Ärzten erwarte?
    Zumindest keine Diabetes Diagnose.
    Das weiss ich auch.
    Aber ich erwarte, daß sie mir sagen können warum dieser Wert erst 3x nicht messbar und dann 2x falsch negativ, da viel zu niedrig, ausgefallen ist.
    Vielleicht hat das nen Grund? Ich mein, das muss ja irgne Ursache haben.
    Vielleicht ist es DER Grund warum ich mich so bescheiden fühle? Vielleicht wäre es ein Ansatz dem ich nachgehen könnte?
    Vielleicht, vielleicht...
    Gruß
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    am 06.10.2021 13:45:55 | IP (Hash): 506489455
    An Deiner Stelle würde ich den Ärzten keine so einfache Vorlage liefern und meine miese Befindlichkeit ohne Hinweis auf irgendwelche BZ Werte zur Diskussion stellen. Wenn Du was von Zucker sagst, messen die keinen Diabetes und schließen daraus, dass Du spinnst.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.