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Wie hoch ist (im Mittel) Euer Nüchternblutzucker?
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am 16.02.2022 11:13:32 | IP (Hash): 1857442301
Mitglied schrieb:
Was spricht aus Deiner Sicht gegen eine langsamere Gewichtsreduktion mit z.B. 1.200 Kalorien und Sport? Was sollten wir anderes tun?
Aus meiner Sicht neigt Die Störung, die wir Typ 2 nennen, zur Fetteinlagerung in der Leber auch dann noch, wenn der betroffene Mensch langsam abnimmt.
Nur die drastische Verringerung der Kalorienzufuhr kann diese Neigung durchbrechen und die Leber praktisch zum Verbrauchen ihrer Einlagerungen zwingen, so wie nach Taylor und nach bariatrischen OPs und auch nach Worm, der's da abgeschrieben hat.
Wo Du keinen Typ 2 hast und keine Remission anstrebst, spricht nichts gegen Dein langsames Abnehmen ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.02.2022 11:57:52 | IP (Hash): 1515891051
Hier zum Thema Fettleber:
"Bei den meisten Menschen beruht eine Fettleber allerdings nicht auf einem vermehrten Alkoholkonsum. Daher spricht man in diesen Fällen auch von der nicht-alkoholinduzierten Fettlebererkrankung (NAFLD, non-alcoholic fatty liver disease). Hauptursache mit 70 bis 90 Prozent sind Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sowie der Diabetes-mellitus Typ 2. Besonders die zentrale Fettansammlung, auch bekannt unter der "Apfelform", scheint die Entwicklung einer Fettleber zu begünstigen."
(aus Apotheken-Umschau)
Die Ernährung hat ganz wesentlich mit Fettleber zu tun. Und gesündere Ernährung und Vermeidung von vielen Kohlehydraten helfen ganz eindeutig. Das Abnehmen sollte aber nicht ganz radikal basieren, weil man auch noch Kraft braucht.
Also, zur "hochwissenschaftlichen" und umständlichen Erklärungsversuchen, was Fettleber angeblich sei, ist das Fazit doch, einfach abzunehmen (und zwar langsam). Hilft dem Diabetes und der Fettleber.
Manchmal meine ich, dass diverse User hier eine Dissertation schreiben wollen ...
Gruß,
Biggi -
am 16.02.2022 12:03:53 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Mitglied schrieb:
Was spricht aus Deiner Sicht gegen eine langsamere Gewichtsreduktion mit z.B. 1.200 Kalorien und Sport? Was sollten wir anderes tun?
Aus meiner Sicht neigt Die Störung, die wir Typ 2 nennen, zur Fetteinlagerung in der Leber auch dann noch, wenn der betroffene Mensch langsam abnimmt.
Nur die drastische Verringerung der Kalorienzufuhr kann diese Neigung durchbrechen und die Leber praktisch zum Verbrauchen ihrer Einlagerungen zwingen, so wie nach Taylor und nach bariatrischen OPs und auch nach Worm, der's da abgeschrieben hat.
Wo Du keinen Typ 2 hast und keine Remission anstrebst, spricht nichts gegen Dein langsames Abnehmen ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Nicht auf eine Fettabnahme poche ich, sondern auf Muskelaufbau.
Dennoch erschließt sich mir nicht, warum eine langsame Abnahme mit jenen Vorgaben, wie ich sie oben als Beispiel genannt habe, den Teufelskreis (vermutlich meinst Du die Insulinresistenz als Ursache der "Umleitung", deren Existenz Du ja aber wiederum anzweifelst) nicht früher oder später durchbrechen soll, aber die Extremdiät á la N. Worm schon. Gerade unter Bedachtnahme, dass - auch wenn ich selbst von jener Behauptung nichts halte - eine rasche Gewichtsreduktion die Fettleber angeblich weiter verschlimmern kann, wenn's nach den (selbsternannten?) Doks geht, deren entsprechende Äußerungen dazu im Netz zu finden sind.
Zu guter Letzt bleibt die Frage, ob sich eine "alternativlose" Extremdiät mit 600 bis 800 Kalorien bei täglicher oder zumindest sehr regelmäßig durchgeführter sportlicher Betätigung, die selbst wiederum Kalorien verbrennt und die Insulinsensitivität/-resistenz verbessern soll, durchführen lässt; das vor allem im Hinblick auf etwaige Leistungseinbußen, deren Eintreten unter Berücksichtigung der zumindest vorübergehenden stark hypokalorischen Ernährung nicht unwahrscheinlich erscheinen. -
am 16.02.2022 12:04:17 | IP (Hash): 240542329
Hallo Mitglied!
Deine Antworten immer stets Super, bin Deiner Meinung langsames Abnehmen+Sport mehr
kann ich nicht tuen. Noch mehr dann rücken wir, in Richtung Professionell vor. Dann wäre meine
Richtlinie nicht mehr haltbar, dann würde ich sofort aufhören. Abnehmen soll Freude und Spass
erzeugen und keinen Zwang.
Andreas
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am 16.02.2022 12:08:24 | IP (Hash): 1515891051
Bei mir ist das Abnehmen ganz automatisch und ohne Anstrenung vor sich gegangen, einfach durch die Ernährungsumstellung. Und vor allem habe ich mich dabei wohl gefühlt und nichts von meiner Leistungsfähigkeit verloren. Das ist mir Beweis genug.
Gruß,
Biggi -
am 16.02.2022 12:30:49 | IP (Hash): 72970431
biggi119 schrieb:
Hier zum Thema Fettleber:
"Bei den meisten Menschen beruht eine Fettleber allerdings nicht auf einem vermehrten Alkoholkonsum. Daher spricht man in diesen Fällen auch von der nicht-alkoholinduzierten Fettlebererkrankung (NAFLD, non-alcoholic fatty liver disease). Hauptursache mit 70 bis 90 Prozent sind Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) sowie der Diabetes-mellitus Typ 2. Besonders die zentrale Fettansammlung, auch bekannt unter der "Apfelform", scheint die Entwicklung einer Fettleber zu begünstigen."
(aus Apotheken-Umschau)
Die Ernährung hat ganz wesentlich mit Fettleber zu tun. Und gesündere Ernährung und Vermeidung von vielen Kohlehydraten helfen ganz eindeutig. Das Abnehmen sollte aber nicht ganz radikal basieren, weil man auch noch Kraft braucht.
Also, zur "hochwissenschaftlichen" und umständlichen Erklärungsversuchen, was Fettleber angeblich sei, ist das Fazit doch, einfach abzunehmen (und zwar langsam). Hilft dem Diabetes und der Fettleber.
Manchmal meine ich, dass diverse User hier eine Dissertation schreiben wollen ...
Gruß,
Biggi
Im Netz lesen wir bezüglich der Wahl der Höhe des kcal-Defizits, damit der Wahl der Abnehmgeschwindigkeit, immer wieder die Empfehlung, langsam abzunehmen, weil eine Gewichtsreduktion, die mehr als ca. 1,5 bis 2 kg pro Woche beträgt, die Leber weiter verfetten soll.
Von dieser Behauptung halte ich vor allem im Hinblick auf die entsprechenden systematischen Übersichtsarbeiten, die dazu in den letzten Jahren postuliert worden sind und unter Berücksichtigung der Empfehlungen darauf spezialisierter "Größen" (darunter auch ein bekannter und sehr renommierter bariatrischer Chirurg aus Texas, der seine schwerstgewichtigen Patienten, die nicht selten mehr als 250 kg auf die Waage bringen, zu 800 bis 1.200 Kalorien-Diäten "zwingt") erst einmal nichts.
Bezüglich die Entstehung einer NAFLD (= Non-alcoholic Fatty Liver Disease, zu dt. Nicht-alkoholische Fettlebererkrankung) postuliert unter anderem Fettleber-Experte Nicolai Worm, unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der New-Castle-Studie von Prof. Taylor, seit Jahren die drei entscheidenden Quellen, die im ursächlichen Zusammenhang mit der Verfettung unseres wichtigsten Stoffwechselorgans stehen.
Als Wurzel des Übels beschreibt er die Insulinresistenz, also einen "wertvollen" Schutzmechanismus des Körpers, der bei mangelnder Aufnahmefähigkeit von Insulin in die Zellen eintritt, bei welcher Körper versucht, sich gegen Überernährung zu wehren. Werden wir immer dicker, leitet der Körper das Fett irgendwann um und lagert die Reserven in Organen ein, die nicht für die Fettspeicherung vorgesehen sind, darunter eben auch die Leber. Das Fett, das in der Leber landet - so postuliert es die besagte Referenz - stammt zu ca. 60 % aus den eigenen Fettzellen, welche die überschüssige Energie dann eben in die Leber zur "Speicherung" schickt. Von den drei Makronährstoffen (Kohlenhydrate, Fett und Protein), die zusammen (!) mit einer positiven Kalorienbilanz zu den Fetteinlagerungen führen, kommt den Kohlenhydraten in Zusammenhang mit der Fettleber-Entstehung die entscheidenste Bedeutung zu (ca. 25 %), während das Nahrungsfett lediglich 15 % ausmacht.
Insofern erscheint es logisch, dass zuerst einmal der Teufelskreis der Insulinresistenz durchbrochen werden muss, bevor unser Körper die Reserven von der Leber fegt.
Dennoch bleibe ich erst einmal bei meinem Zweifel, dass das nur das oben angesprochene Leberfasten und ähnliche Konzepte schaffen. -
am 16.02.2022 12:51:26 | IP (Hash): 72970431
cebuaner schrieb:
Hallo Mitglied!
Deine Antworten immer stets Super, bin Deiner Meinung langsames Abnehmen+Sport mehr
kann ich nicht tuen. Noch mehr dann rücken wir, in Richtung Professionell vor. Dann wäre meine
Richtlinie nicht mehr haltbar, dann würde ich sofort aufhören. Abnehmen soll Freude und Spass
erzeugen und keinen Zwang.
Andreas
Hallo Andreas!
Ich danke Dir für Dein Lob! :-)
Da ich aber noch "am Lernen" bin, zeige ich mich - wenn auch nicht öffentlich, außer mit diesem Beitrag - durchaus dankbar, wenn ich von anderen mithilfe konstruktiv formulierter Korrekturen meiner Schreiben, die da falsch sein sollen, korrigiert werde. Denn wie besagt ein asiatisches (?) Sprichwort: "Ein dummer Mensch lehnt Kritik ab, ein weiser Mensch nimmt sie an".
Ich bin bezüglich dem Thema Abnehmen weder für das eine noch das andere Extrem noch für die Mitte. Entscheidend ist immer, was für "mich" auf Dauer und gesund funktioniert; in diesem Fall zur Fettabnahme führt. Mich hätte kein Arzt der Welt mit 145 kg, die ich vor drei Jahren noch gewogen habe, dazu bewegen können - so schrieb' ich es ja bereits - meinen Lebensstil so radikal zu ändern, dass ich ab sofort auf alles verzichten muss, was mir schmeckt und "Freude" bereitet, auch wenn die Ernährungsempfehlungen häufig darauf hinauszulaufen scheinen, alles "ungesunde" vom Speiseplan zu streichen, zumindest dass ab einem gewissen Punkt, ab einem bestimmten BMI, damit das abnehmen läuft. Natürlich ist das Unsinn.
Und wie gesagt, stelle ich es mir schwer vor, Sport, der ja abgesehen von vielen weiteren positiven Effekten auf die Gesundheit auch die Insulinwirkung verbessern soll, so sind sich die Experten einig, im Rahmen einer so strengen Diät - auch wenn nur kurz durchgeführt - zu absolvieren. Vor ein paar Monaten hatte ich einmal ein, zwei Tage wenig gegessen, dabei vor allem wenig Kohlenhydrate. Ergebnis: Leistungseinbußen beim Kraft- und Ausdauertraining. Das leiste ich mir als Nicht-Diabetiker mit geringerem Körperfettanteil jedenfalls nicht mehr.
In diesem Sinne: Jeder ist seiner eigenen (Stoffwechsel)Gesundheit Schmied ;-) -
am 16.02.2022 12:58:18 | IP (Hash): 1857442301
Mitglied schrieb:
Dennoch erschließt sich mir nicht, warum eine langsame Abnahme mit jenen Vorgaben, wie ich sie oben als Beispiel genannt habe, den Teufelskreis (vermutlich meinst Du die Insulinresistenz als Ursache der "Umleitung", deren Existenz Du ja aber wiederum anzweifelst) nicht früher oder später durchbrechen soll, aber die Extremdiät á la N. Worm schon.
Das WARUM ist einstweilen noch ein weites Feld der Spekulation. Das WIE hat Prof Taylor sehr eingehend nachgemessen und in seiner Banting Lecture in 2012 weltweit gefeiert veröffentlicht.
Und wenn ne Woche nach ner bariatrischen OP oder nach ner Woche mit der sehr unterkalorischen Ernährung eben nach Taylor und in der Folge Worm der Blutzucker nicht nach und nach, sondern von einem Tag auf den anderen von diabetisch auf gesund umschaltet, kann die "vielgeliebte" Insulinresistenz nicht für den diabetischen verantwortlich gewesen sein. Denn in der Woche hat noch niemand nennenswert abgenommen, was doch notwendig sein soll für's Verringern oder gar Durchbrechen der IR.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 16.02.2022 13:00:52 | IP (Hash): 72970431
Das kann ich Dir aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen, @Biggi.
Ich hatte auch mit nur 1.000 Kalorien am Tag und reichlich Bewegung keinerlei Leistungseinbußen.
Wie gesagt, frage ich mich aber, wie sich 'ne derartige Extremvariante dieser hypokalorischen Ernährungsweise bei schwergewichtigen Leuten mit 'nem Grundumsatz von z.B. 2.300 Kalorien UND Sport auf deren Leistung im Rahmen körperlicher Betätigung auswirkt, denn wir sollten nicht außer 8 lassen, dass die wenigsten der 600 - 800 Kalorien auf die Energiegewinnung durch Kohlenhydrate zurückzuführen ist.
Wie gesagt, ich hab's nicht versucht. Daher wäre es interessant zu wissen, welche Erfahrungen andere damit haben oder hatten. -
am 16.02.2022 13:15:45 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Das WARUM ist einstweilen noch ein weites Feld der Spekulation. Das WIE hat Prof Taylor sehr eingehend nachgemessen und in seiner Banting Lecture in 2012 weltweit gefeiert veröffentlicht.
Und wenn ne Woche nach ner bariatrischen OP oder nach ner Woche mit der sehr unterkalorischen Ernährung eben nach Taylor und in der Folge Worm der Blutzucker nicht nach und nach, sondern von einem Tag auf den anderen von diabetisch auf gesund umschaltet, kann die "vielgeliebte" Insulinresistenz nicht für den diabetischen verantwortlich gewesen sein. Denn in der Woche hat noch niemand nennenswert abgenommen, was doch notwendig sein soll für's Verringern oder gar Durchbrechen der IR.
Dass wir im Rahmen der Änderung unserer Gewohnheiten und dem Abbau von Körperfett, was ich jetzt mal schöngeistig als "Gesundungskur" bezeichne bzw. zusammenfasse, nicht selten zuerst an den inneren Organen Fett verlieren, könnte ein Grund sein, warum sich die Leber säubert und unsere BSD wieder ihren Normalbetrieb einstellt, selbst dann wenn wir noch nicht viel Gewicht verloren haben.
Deine Schreibe ist jedenfalls ein Argument FÜR die stark hypokalorische Ernährungsweise, die Worm da im Rahmen seines eigenen Konzepts als Leberfasten bezeichnet.
Obgleich Deine Ausführungen als begründetes "Pro" die persönliche Entscheidung betreffend die Wahl des eigenen Vorhabens Fett zu verlieren, für viele Hochmotivierte vereinfachen, ist mir immer noch nicht ganz klar, warum denn ein niedrigeres Defizit mit der gleichen Ernährungs- und Bewegungsweise nicht zum gleichen Ergebnis, das eben länger auf sich warten lässt, führen soll.
Bearbeitet von User am 16.02.2022 13:18:33. Grund: .