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Sündigt ihr auch mal für euer soziales Leben?
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am 30.08.2023 00:03:27 | IP (Hash): 1177615933
@July.... Zur Zeit möchte ich meinen TIR von auch über 90% und HbA1c von 6,1% mal lieber noch nur mit Basalinsulin und dem Essen regeln.
Alles essen zu können und Ungünstiges einfach mal wegzuspritzen möchte ich eigentlich gar nicht. Ich könnte mein reduziertes Gewicht vermutlich nicht halten und der Diabetes würde zudem noch mehr Aufmerksamkeit erfordern. Ich will dieser Krankheit einfach so wenig Raum in meinem Leben geben wie möglich.
Meines Wissens kann man beim Lada durch mehr Medikation den Betazellenverlust ohnehin nicht aufhalten oder auch verlangsamen.
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LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?! -
am 30.08.2023 20:01:52 | IP (Hash): 753521889
July95 schrieb:
Und @Jürgen
Mein Sensor misst max. 10-15min verzögert, oft sogar überraschend entsprechend dem Blutzucker, auch bei Schwankungen und mein Insulin wirkt nach ca. 10min. Woher du deine Zeitangaben hast, entschließt sich mir absolut nicht.
Mal wieder ein bisschen Thread Kapern:
Zum Nachhinken vom CGM hinterm Fingerpieks:
https://www.blood-sugar-lounge.de/coaching/zwischen-blutglukose-und-sensorglukosewerten-sind-cgm-systeme-ungenau/
Mit zunehmendem AI-Anteil werden CGM Programme besser darin, aus der Analyse von immer mehr vergangenen Verläufen des Trägers immer zuverlässiger auf die Entwicklung des aktuellen Verlaufs zu schließen.
Zur Zeit zwischen dem Spritzen einer Dosis und deren Wirkung:
Wir spritzen ins Unterhautfettgewebe. Da bildet das Insulin eine kleine Blase, ein kleines Depot. Da wirkt es überhaupt nicht.
Von da gelangt es in den venösen Teil des Kreislaufs, also den Rücklauf zu den Versorgungszentren des Organismus. Darin wirkt es auch nicht.
Die Wirkung setzt erst ein, wenn es unseren zentralen Versorgungs-Hub erreicht, die Leber. Darin leistet es mehr als 2/3 seiner Wirkung, und davon sehen wir das Ergebnis im neu aufgeladenen Blut, das von da mit etwas Rest von der Dosis und ihrer Restwirkung in den Versorgungs-Umlauf durch den ganzen Körper geht. Wenn die Glukose im Fingerpieks weniger steil, als ohne Spritzen ansteigt, hat die Insulinwirkung eindeutig begonnen. Wenn der BZ nach dem großen Absinken nicht mehr weiter absinkt, ist die BZ-Wirkung zuende. Dieser Bogen vom Anfang bis zum Ende der messbaren BZ-Wirkung eines Bolus ist doch auch bei dir eher 2 als 1 Stunde lang mit der maximalen Wirkung ungefähr in der Mitte. Oder hat ein Bolus bei dir meistens schon nach 1 Stunde völlig ausgewirkt?
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 31.08.2023 09:47:45 | IP (Hash): 919329269
hjt_Jürgen schrieb:
Zur Zeit zwischen dem Spritzen einer Dosis und deren Wirkung:
Wir spritzen ins Unterhautfettgewebe. Da bildet das Insulin eine kleine Blase, ein kleines Depot. Da wirkt es überhaupt nicht. Von da gelangt es in den venösen Teil des Kreislaufs, also den Rücklauf zu den Versorgungszentren des Organismus. Darin wirkt es auch nicht.
Die Wirkung setzt erst ein, wenn es unseren zentralen Versorgungs-Hub erreicht, die Leber. Darin leistet es mehr als 2/3 seiner Wirkung, und davon sehen wir das Ergebnis im neu aufgeladenen Blut, das von da mit etwas Rest von der Dosis und ihrer Restwirkung in den Versorgungs-Umlauf durch den ganzen Körper geht.
Aufgepasst liebe Kinder,
euer Märchenonkel ist wieder da und hat euch einige von seinen schönen neuen Geschichten mitgebracht, die er für euch erfunden hat. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Märchenstunde und lacht auch recht kräftig. :lol:
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 31.08.2023 09:50:19. Grund: BBCodes -
am 31.08.2023 10:27:24 | IP (Hash): 2087864459
Rainer schrieb:
Aufgepasst liebe Kinder,
euer Märchenonkel ist wieder da und hat euch einige von seinen schönen neuen Geschichten mitgebracht, die er für euch erfunden hat. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Märchenstunde und lacht auch recht kräftig. :lol:
Physiologischere Insulinwirkung
Insulin Lyumjev kommt laut Lilly „der physiologischen Insulinwirkung stoffwechselgesunder Menschen noch näher“. Denn das Problem aller Subkutan applizierten Insuline im Vergleich zur endogenen Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse ist: Bei Gesunden wird das Insulin nach einer Mahlzeit vor allem in den Portalkreislauf freigesetzt, das Insulin flutet dadurch besonders schnell in der Leber an. Bei subkutan gespritztem Insulin hingegen dauert es länger, bis das Insulin aus dem peripheren subkutanen Depot in die Leber gelangt.
In der Tat ist Lyumjev hier schnell und Studien zufolge schneller als andere Insuline.
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/09/10/was-ist-das-besondere-an-insulin-lispro-lyumjev
Die Vorstellung fällt mir schwer, dass du den völlig nomalen Wirkweg bisher nicht gekannt haben solltes.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
Bearbeitet von User am 31.08.2023 10:30:16. Grund: Nachtrag -
am 01.09.2023 10:49:47 | IP (Hash): 1885019840
Hallo Thomas,
Es macht natürlich Sinn, bei der alten konventionellen Therapie (CT) zu bleiben, wenn es dir um Gewichtsreduktion geht. Bei dir ist es während der Remission möglich, sich auf Basal zu beschränken. Ich kenne etliche, die bei der CT bleiben, um ihr gutes Gewicht zu halten. Diese haben aber alle eine gute Diabetes-Einschulung hinter sich und können im Bedarfsfall jederzeit zwischen den Therapie-Formen switchen, zB. in deinem Fall mit dem Eis im Urlaub. Jeder von uns, der flexibel leben will, muss oftmals switchen. Das ist nicht nur essenstechnisch wichtig. Wenn ich einen Tag mit zwei Tauchgängen habe, brauche ich eine andere Therapie als wenn ich bei einer Marathon-Veranstaltung teilnehme, wieder anders wenn ich klettern gehe oder den Jakobsweg wandere. Die Schulung hilft dir, für jede Lebenssituation die richtige Insulinmenge parat zu haben, und sie hilft dir auch, die anderen Aspekte der Diabetes-Therapie (Blutdruck, Cholesterin) zu durchschauen.
LG Geri -
am 01.09.2023 12:07:47 | IP (Hash): 187044789
Sorry, aber ich weiß hier in D von KEINER Schulung, auch nur annähernd vermittelt, was du da aufzählst.
Das meiste davon muss man sich hier selbst anknobeln, und damit wird der Diabetes tatsächlich wenigstens für einige Wochen und Monate zum zentralen Freizeitthema, was der Thomas nun mal nicht will.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :) -
am 01.09.2023 15:20:55 | IP (Hash): 815176917
hjt_Jürgen schrieb:
Sorry, aber ich weiß hier in D von KEINER Schulung, auch nur annähernd vermittelt, was du da aufzählst.
Aber klar gibt/gab(?) es solche Schulungen, zumindest für Typ1er in den größeren Zentren.
Natürlich wird nicht jede mögliche Situation separat betrachtet und es wird auch nicht alles durchgespielt, aber eine allgemeine Anleitung für unterschiedliche sportliche Belastungen, Krankheit, schnelle, langsame oder auch extrem viele Kohlenhydrate, Schichtarbeit, Nachtarbeit, Hormone, Kinderwunsch, Schwangerschaft, Alkohol (weiß nicht, ob es betreutes Trinken für junge Erwachsene noch gibt)... gibt es da durchaus.
Natürlich muss jeder das für sich passende auswählen und anpassen. Kochrezepte kann es da ja gar nicht geben...
An wie vielen Typ1-Schulungen hast du teilgenommen?
Bearbeitet von User am 01.09.2023 15:47:32. Grund: Ergänzung -
am 01.09.2023 20:04:43 | IP (Hash): 187044789
Im Rahmen meiner SHG-Organisation hab ich Mitte der 90er als großen Fortschritt das selbständige Anpassen der Faktoren bei Schulungen für die ersten Pumpis kennengelernt. Allerdings ausschließlich für die und nur in der entsprechenden Abteilung in einer der Kliniken im 50-60 km Umkreis. Zu den guten Laufzeiten der SHG bis so an 2010 habe ich aus diesem Umkreis hier regelmäßig Diabetologen und darunter auch einen Professor für D zu Vorträgen eingeladen. Die selbständige Anpassung der Faktoren war da nie dabei. Da wurde für Sport nicht weniger gespritzt, sondern eben zusätzlich Sport-BEs einverleibt. - Sorry, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sich daran irgendwas in den paar Jahren seitdem so grundsätzlich geändert hätte - außer dass heute eher in KEs statt in BEs geschätzt und gerechnet wird.
Den FIT-Ansatz nach Kinga-Howorka, den Geri gelernt hat und mit seinem Hinweis auf Schulungen auch eher meint, habe ich schon im SHG Anfang als sehr viel selbständig-aktiver kennengelernt. Schätzenlernen kam nach meinem Umstieg aufs Insulin und da auch erst nach der Jahrtausendwende mit meiner eigenmächtigen Umstellung auf möglichst 24/7 gesunden BZ.
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Bearbeitet von User am 01.09.2023 20:08:55. Grund: Nachtrag -
am 02.09.2023 09:01:54 | IP (Hash): 557854224
Meine ersten "richtigen" Schulungen waren zwischen 1994 und 2002 im St. Joseph-Stift in Celle (ICT) und bei Prof Janisch (CSII) in Erlangen. Da wurden am Anfang gefragt, was für die Teilnehmer am interessantesten ist, und diese Themen wurden dann auch beackert. Und die selbständige Anpassung der Faktoren wurde da eher als selbstverständlich vorausgesetzt...
Und in meiner Praxis in Nürnberg lagen früher im Schulungsraum auch immer diverse Schätzobjekte rum und aus den Tafelinhalten konnte man auf selbstständige Dosisanpassungen schließen...
Die PRIMAS-Schulungen für Typ1er zielt genau darauf ab:
schrieb:
Problemlösefertigkeiten
Das Ziel von PRIMAS ist weniger die Vermittlung von Wissensinhalten zum Typ-1-Diabetes und zu dessen Behandlung, sondern die Entwicklung von generalisierbaren Problemlösefertigkeiten, die es dem Patienten in seinem Alltag ermöglichen, kompetent und flexibel mit den unterschiedlichen Therapieanforderungen umzugehen.
In PRIMAS wird in einem ersten Schritt Wissen vermittelt bzw. gemeinsam erarbeitet. In einem zweiten Schritt soll dieses neu erworbene Wissen mit Hilfe von Fallbeispielen oder Übungen auf die persönliche Ebene des Patienten transformiert werden, so dass dieser das Wissen auf seine konkrete Situation übertragen kann. In einem weiteren Schritt sollen mit Hilfe unterschiedlicher Beispiele diese Fertigkeiten geübt werden, so dass diese Problemlösefertigkeiten auf unterschiedlichste Behandlungssituationen übertragen werden können (z. B. unterschiedliche Fallbeispiele bei körperlicher Bewegung, Insulinanpassung). Dies ist ganz im Sinne des Selbstmanagement- bzw. Empowerment-Ansatzes: Die Teilnehmer sollen zum selbstverantwortlichen und selbstbestimmten Handeln befähigt werden.
@July: Wie läuft denn das in Bad Mergentheim?
Edit: Noch eine Liste der von der DDG anerkannten Schulungsprogramme:
https://www.ddg.info/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/02_Zertifizierung/6_Schulungsprogramme/20200120_Liste_anerkannter_Schulungs-_und_Behandlungsprogramme_DDG_2019_2.pdf
Bearbeitet von User am 02.09.2023 12:00:45. Grund: Link -
am 02.09.2023 17:27:50 | IP (Hash): 788752248
https://www.aerzteblatt.de/archiv/6543/Mein-Buch-ueber-den-Diabetes-mellitus preist eines der Lehrmittel im DDG-Rahmen an, den du da oben verlinkt hast. In dem alten Ding kommt garantiert nicht vor, dass eine 2KE-Portion einer Sorte bei den einen wirken kann wie 1KE und bei den anderen wie 3KE. Danach wärst du NIE auf zu deinem praktisch gesunden BZ gekommen.
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Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)