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Sündigt ihr auch mal für euer soziales Leben?

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    am 25.08.2023 11:02:27 | IP (Hash): 1177615933
    Bin gerade mit meiner Frau im Urlaub... Da kommen dann schon öfter mal die Situationen, wie Eis essen, Kaffe & Kuchen, eine Pizza oder Nudeln beim Lieblings-Italiener...
    Immer nur zu entgegnen:"Schatz, Du weißt ja, dass geht nicht...!", bring' ich weder für sie, noch für mich selbst "übers Herz". Ich würde das Leben so kaum ertragen können, wenn ich mich IMMER zu 100% an alle Regeln müsste...
    Wie handhabt ihr das so? Werden da Sünden, gerade im Urlaub, zugelassen?

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    LADA Typ I... (Medikation: morgens 12,5 mg Jardiance+15 IE Toujeo, abends 16 IE Toujeo)
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
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    am 25.08.2023 13:08:58 | IP (Hash): 1888025064
    Bin am SO zum Geburtstagsessen eingeladen und werde da zu dem, was ich in der Gesellschaft genießen werde, möglichst passend spritzen. Die Möglichkeit könntest du längst genauso nutzen, und vielleicht verhelfen dir ja die höheren Urlaubsspitzen zu Einsicht und Umsetzung ;)

    Genießt den Urlaub !

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 25.08.2023 13:48:24 | IP (Hash): 1206602279
    Ich erwähne ein weiteres Mal: Ein Typ1er, der gelernt hat, mit Insulin umzugehen, kann und darf im Allgemeinen alles essen, muss nur RICHTIG Insulin abgeben/spritzen. Das Wort "sündigen" finde ich in Bezug auf die Diabetes-Therapie völlig unpassend!

    "Gesellschaftliche Zwänge" würden mich aber niemals dazu bringen, etwas zu essen oder zu trinken, auf das ich aus persönlichen Überzeugungen verzichte. Das wäre eine "Sünde" gegen meine Überzeugungen oder die Umwelt/Natur!
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    am 25.08.2023 13:57:58 | IP (Hash): 1888025064
    Genießen kann ich nur das, was ich mag und will. Und diesen mentalen Rückfall in die Sünde als Machen, was man nicht darf, wirst du aus den Gedankengängen hier nicht raus kriegen ;)

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    am 25.08.2023 14:17:10 | IP (Hash): 804131777
    Ja das mache ich auch. Vor allem geniesse ich es dann auch. Gerade das Frühstück in Hotels im Urlaub ist für mich immer ein Highlight. Ja, es führt dann zu höheren Werten, wird aber (etwas) durch die „Glücksgefühle“ ausgeglichen. Happy Holidays!
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    am 25.08.2023 14:43:35 | IP (Hash): 1885019837
    Im Zusammenhang mit einem Diabetes Typ 1 verstehe ich das Wort "Sünde" nicht. Ich bin, wie Hunderttausende anderer Typ1er gut eingeschult, Basis- und Bolusinsulin richtig zu dosieren, ich überwache mehrmals täglich meinen Blutzucker und sonst merke ich nichts vom Diabetes, kann keinen Unterschied zum Leben der Nichtdiabetiker erkennen, weder beim Essen, noch beim Trinken und auch nicht bei Parties, Reisen oder Sport.

    LG Geri
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    am 25.08.2023 16:40:49 | IP (Hash): 1888025064
    Sorry, aber du bist mehr als gut eingeschult. Du spritzt passend zu deinen Einverleibungen und zu dem, was du daran anschließend wie ausgiebig und intensiv machst.
    Und wenn dieser versammelte Input ausgewirkt hat, schaust du, wie gut deine Dosis dafür gepasst hat. Nach meiner Einschätzung wirst du da in den seltensten Fällen noch nachbessern müssen.

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    am 26.08.2023 11:21:20 | IP (Hash): 1177615933
    Also ich glaub' schon, dass man auch als Typ I "sündigen" kann. Bei entsprechendem Essen geht auch der Typ I erstmal senkrecht nach oben, auch wenn er vorher gespritzt hat.
    Nicht zuletzt fällt es vermehrt bzw. eher Typ I'er schwer, gute HbA1c-Werte zu erreichen, weil die Spritzerei eben nicht punktgenau das Stück Kuchen, die Schlüssel Spaghetti oder das Eis "abfangen" kann!
    Es wird ja zudem auch oft beschrieben, dass eher die starken Schwankungen im BZ schädlich seien, weswegen ich für solche "Ausrutscher" bewußt das Wort Sünde verwendet habe.

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    Bearbeitet von User am 26.08.2023 11:23:57. Grund: .
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    am 26.08.2023 12:56:12 | IP (Hash): 1885019837
    Bei deiner Art der Diabetes-Therapie gebe ich dir recht, da gibt es die Sünde. Wenn man sich nur auf Basalinsulin beschränkt, ist eine flexible Lebensführung nicht möglich. Ich kenne diese Art der Diabetes-Therapie aber nur noch aus den Entwicklungsländern, wo man froh ist, irgendein Insulin zur Verfügung zu haben.
    Es gibt nicht viele gute Diabeteszentren, aber es gibt sie. Dort kannst du eine umfangreiche Einschulung für den Typ 1 bekommen (BZ-Kontrolle, Hypertonieschulung, Lipidämie-Schulung), möglicherweise musst dafür ein paar Tage Urlaub nehmen. Aber es zahlt sich aus, danach ist ein völlig unbeschwertes Leben mit Diabetes möglich. Manche dieser Zentren bieten auch jährliche Updates (Wochenendseminare) an, um die Leute auf dem neuesten Stand der Wissenschaft halten. Diese sind natürlich optional.

    Noch einen schönen Urlaub
    Geri
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    am 26.08.2023 13:38:35 | IP (Hash): 73970622
    Den Ausdruck "sündigen" in diesem Kontext habe ich bei der Erst-Schulung 1989 das letzte Mal gehört.
    Aussage des Arztes (kurzgefasst): es gibt kein "sündigen", nur zu wenig Wissen über KH/BE, glykämischen Index und Insulinwirkung.

    Deshalb ist das "Sündigen" bei mir die Regel, d.h. ich esse, wann und was ich will. Mal brauche ich mehr Insulin, mal auch weniger.

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    am 27.08.2023 09:45:22 | IP (Hash): 55982570
    Als (Noch)-NichtINSULINER fällt mir eine Low-carb Ernährung leicht. Jedenfalls leichter als regelmäßige sportliche Betätigung, oder eine Körpergewichtssenkung.
    Einzige "Sünde" in letzter Zeit: 400 g Ravioli. Da wußte ich aber, dass ich danach 30 Minuten (Erledigungen in der Fußgängerzone) flott gehen werde.

    Lg
    Hape
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    am 27.08.2023 17:31:57 | IP (Hash): 1177615933
    @Geri... Beim LADA habe ich noch eine Restfunktion, die mich zunächst noch vom Bolus befreit.
    Das kann noch eine Weile so gutgehn, kann aber auch in den nächsten Tagen und Wochen erledigt sein...
    Also keine Township-Medikation, sondern durchaus üblich beim Lada-Typ I.


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    am 27.08.2023 19:31:34 | IP (Hash): 1876433036
    Nach meiner Kenntnis setzt aktuell zeitgemäße Behandlung von begonnenem LADA auf die möglichst weitgehende Schonung der abnehmenden Betas mit den meisten von 24 Stunden nach Möglichkeit deutlich unter 100 mg/dl.

    Das ist der Bereich, in dem die gesunde Menge Betas munter vor sich hin auf ihre Speicher produziert, um daraus dann ohne Stress größere Anforderungen nach dem Einfüllen von größeren Futtermengen zu bedienen.
    In diesem Bereich verbleiben die jeweils noch verbliebenen Betas praktisch so lange in optimaler Funktion, bis auch bei der letzten das LIcht ausgeht. Je mehr von 24 Stunden über 100, umso mehr Stress für die verbliebenen Betas und umso eher geht auch bei der letzten das Licht aus.

    Vorteil für die Betroffenen bei der 24/7 Erhaltung eines möglichst gesunden BZ-Verlaufs mit eben möglichst vielen von 24 Stunden unter 100: allmähliches Eingewöhnen in die passende Bolus-Dosierung, weil die verbliebenen Betas ja dabei noch super mithelfen. Dazu die hilfreiche Verlängerung eben dieser Phase eben durch weniger Druck auf die verbliebenen Betas.

    Und in dem Rahmen gibt es keine Essensportionen, die den BZ nennenswert über den gesunden Rahmen hinaus antreiben könnten. Denn dafür hat man ja das Bolus-Insulin und allmählich gelernt, es passend zur Futterart und -menge zu dosieren :)

    Weiter genüsslichen Urlaub !

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
    Bearbeitet von User am 27.08.2023 19:34:17. Grund: .
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    am 27.08.2023 20:32:15 | IP (Hash): 1177615933
    @Jürgen... Kannste fast überall nachlesen, Du kannst den Zellverlust auch durch massiven Insulineinsatz leider nicht verlangsamen oder gar aufhalten.
    Dieser Prozeß ist wohl durch nichts aufhaltbar...

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    am 27.08.2023 21:38:41 | IP (Hash): 1876433036
    Dazu gibt es jede Menge verschiedene Beobachtungen und Bewertungen. Meine kennst du.
    Aber völlig unabhängig davon könntest du in der Zeit bis zum nahe vollständigen Abnibbeln einfacher als gegen Schluss dann relativ plötzlich den gezielt passenden Umgang mit Bolus lernen und kämst wahrscheinlich nicht mal auf die Idee, nach Sündenfällen zu fragen.

    Du erinnerst mich an einen längst abgelebten Typ 2 Opa - um die 25 Jahre her. Auf einen meiner ersten Posts in einem damals sehr eifrig besuchten Forum (damals noch Newsgroup), in dem ich nach gesundem BZ gefragt hab, hat der mich voll abhǵekanzelt. In short: "Wenn ich gesunden BZ hätte, wäre ich gesund! Aber ich bin Diabetiker! Also habe ich höher als gesunden Blutzucker!"

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    am 28.08.2023 08:25:12 | IP (Hash): 804131777
    Ich stehe als offiziell Typ 2er auch gerade an der Schwelle. Ich bekomme manche Spitzen einfach nicht weg und meine Überlegung ist nun: wenn ich genau weiß, ich werde gleich Pizza oder 2 Brötchen essen, kann ich dann nicht auf eine Bolusgabe zurückgreifen, weil, meine Tabletten wirken dann nicht mehr. Das muss ja nicht immer sein, aber eben dann, wann es nötig ist. Waren zB beim Essen eingeladen, da gab es drei verschiedene Pastasorten und Bruschetta vorweg… gegessen hab ich fast nix, obwohl ich mega Hunger hatte. Genau für solche Situationen würde mir doch ein Kurzfristinsulin helfen oder? Wenn es nur Salat gegen hätte, würde ich eben nichts spritzen und auf die Tabletten zurückgreifen. Wäre eine solche Mix Therapie möglich?
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    am 28.08.2023 09:14:04 | IP (Hash): 1177615933
    @Jürgen.... Da muss ich jetzt schmunzeln. Genau das Argument von dem forschen Opa geht mir auch öfter mal im Kopf herum und so irgendwie finde ich es auch logisch.
    Wie soll man als Diabetiker ständig gesunde Werte bekommen/halten???
    Auch überall nachlesbar... Die Spritzerei ist, auch Bolus, nie bzw. kann niemals die sehr schnelle Reaktion einer gesunden Bauchspeicheldrüse ersetzen, somit kommt es beim Diabetiker doch nahezu immer zu überschießenden Werten nach einem entsprechenden Essen?!
    Ich weiß nicht, ob es möglich und sinnvoll ist, den Rest seines Diabetikerlebens diesen Phantom(-werten) hinterher zu hetzen?
    Daher die Frage nach dem Umgang mit "ungünstigem" Essen...


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    am 28.08.2023 09:15:33 | IP (Hash): 1177615933
    .

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    Bearbeitet von User am 28.08.2023 10:45:39. Grund: Fehlerbeseitigung
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    am 28.08.2023 09:25:06 | IP (Hash): 1500380962
    Helge schrieb:
    Genau für solche Situationen würde mir doch ein Kurzfristinsulin helfen oder? Wenn es nur Salat gegen hätte, würde ich eben nichts spritzen und auf die Tabletten zurückgreifen. Wäre eine solche Mix Therapie möglich?

    Klar wäre so ein Therapie möglich.

    Allerdings wirst du kaum einen Arzt finden, der dir für so eine Therapie die erforderlichen Rezepte (Mahlzeitinsulin, Teststreifen, Schulungen) ausstellt. Also müsstet du das sehr wahrscheinlich alles selbst zahlen - ansonsten wäre so ein Mix möglich und gut.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 28.08.2023 09:29:54. Grund: BBCodes
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    am 28.08.2023 09:33:54 | IP (Hash): 299485179
    @Helge
    Mit T2D sieht unsere Schwelle deutlich anders aus, als die beim Thomas. In deinem Stadium wird mehr als genug Insulin ausgegeben, allerdings zeitlich nicht so ganz passend zum jeweiligen Bedarf. Es fehlt also nicht wirklich welches.
    Deine Leber gibt nur infolge ihrer defekten Regelung mehr Glukose aus, als verbraucht wird. Mit gezielter Leberentfettung könntest du das zurückdrehen.
    Und deine Betas reagieren infolge ihrer defekten Regelung nicht mehr direkt genug auf Insulinanforderungen. Mit der Verlängerung der Entfettung mit der Newcastle Diet könntest du das zurückdrehen.

    Selbstverständlich ließen sich Futter-Herausforderungen, wie du sie beschreibst, auch mit passenden Dosen an Bolus BZ-mäßig super meistern. Als ich noch an das sogenannte Sekundärversagen geglaubt habe, habe ich auch vehement dafür plädiert. Und wenn die Betas tatsächlich auch mit T2D über kurz oder lang eingehen würden, wie mit der Theorie vom Sekundärversagen gedacht, wäre das noch immer ein überzeugend logischer Ansatz.

    Ohne dieses Sekundärversagen könntest du mit dem Bolus zwar den BZ gesund ausgleichen, würdest aber die Fettbelastung vergrößern, die bei dir/uns die Regelungsdefekte macht, die unseren BZ zu immer höheren ungesunden Verläufen antreiben wollen. Denn Insulin ist nun mal in seiner Hauptrolle Fettspeicherer und Fettmanager.

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    am 28.08.2023 10:57:22 | IP (Hash): 804131777
    Danke an Alle. @Rainer: Fettleber? Hm, bin weder übergewichtig (auch nie gewesen), habe nie Alkohol getrunken, Blutdruck normal. Cholesterin allerdings genetisch bedingt zu hoch. Insofern könnte höchstens eine Fettleber auch genetisch bedingt sein. Werde das mal prüfen lassen.
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    am 28.08.2023 14:52:52 | IP (Hash): 403301769
    ThomaS1968 schrieb:
    @Jürgen.... Da muss ich jetzt schmunzeln. Genau das Argument von dem forschen Opa geht mir auch öfter mal im Kopf herum und so irgendwie finde ich es auch logisch.
    Wie soll man als Diabetiker ständig gesunde Werte bekommen/halten???
    Auch überall nachlesbar... Die Spritzerei ist, auch Bolus, nie bzw. kann niemals die sehr schnelle Reaktion einer gesunden Bauchspeicheldrüse ersetzen, somit kommt es beim Diabetiker doch nahezu immer zu überschießenden Werten nach einem entsprechenden Essen?!
    Ich weiß nicht, ob es möglich und sinnvoll ist, den Rest seines Diabetikerlebens diesen Phantom(-werten) hinterher zu hetzen?
    Daher die Frage nach dem Umgang mit "ungünstigem" Essen...



    Tatsächlich ist es in deiner Situation, wenn du mal etwas mehr KH essen möchtest, sinnvoll als T1 Lada zusätzlich Bolusinsulin zu spritzen, um deine Betazellen zu unterstützen. Und ich würde da definitiv nicht von sündigen sprechen.

    Ansonsten muss man bei Bolusinsulin viel ausprobieren. Und da gibt es auch T1er, die fast 100% in der TIR 70-180mg/dl liegen. Das bedeutet auch, dass keine massiven BZ Spitzen entstehen müssen.

    Bei mir ist es z.T. tages/zyklusabhängig. Mal schaffe ich es auch bei 60gr KH komplett unter 160mg/dl (manchmal sogar unter 140mg/dl) zu bleiben, dann wieder geht der BZ kurz auf 180 (oder 200) hoch.



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    am 28.08.2023 17:57:41 | IP (Hash): 1630089779
    Hallo Thomas,
    es gibt inzwischen wirklich schnelle Insuline. So schnell, dass ich seit 5 Monaten im Full-Closed-Loop laufe, also meine Software erst bei ansteigendem Blutzucker Insulin abgibt, und trotzdem habe ich eine TIR von über 90% bei nem HbA1c von aktuelle 5,2%.
    Lediglich, wenn der Startwert schon nicht optimal ist oder viele Kohlenhydrate abgedeckt werden wollen, gebe ich etwas Insulin vorher ab (Eating-soon).

    Aber auch unter ICT mit langsamen Insulin kann man hohe Spitzen nahezu vollständig vermeiden. Vor inzwischen 29 Jahren hatte ich mit Actrapid und Monotard (so ähnlich wie Protaphane) eine HbA1c von 5 bei kaum Werten über 140mg/dl - allerdings mit einen an Wahnsinn grenzenden Aufwand: 10-12 Messungen und häufige Korrekturen in beide Richtungen. Sowas macht man nicht dauerhaft.

    Heute gibt es Sensoren und schnelle Insuline... auch damit klappt nicht immer alles, aber es ist wirklich machbar, wenn man sich darauf einlässt und aus Erfahrungen lernt.

    Du bist jetzt in einer Phase, wo es vielleicht noch etwas einfacher ist, langsam mit Bolusinsulin anzufangen.

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    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.08.2023 17:59:41 | IP (Hash): 1177615933
    Für mich ist "Diabetes-Life-Balance" echt ein überlegenswertes Thema...
    Sicherlich könnte ich (man) mit zusätzlich Bolus und entsprechend konsequenter kulinarischer Enthaltsamkeit hypergeile TIR's von nahe 100% und einen HbA1c kleiner 6% erreichen, aber mal ehrlich liebe Leute... Was soll das???

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    am 28.08.2023 18:10:26 | IP (Hash): 1630089779
    ThomaS1968 schrieb:
    konsequenter kulinarischer Enthaltsamkeit


    Wer redet denn hier von Enthaltsamkeit? Ich bestimmt nicht ;)
    Und mit keine hohen Peaks vom "falschen" Essen hast du doch angefangen...

    Ich lasse mein System meist einfach machen und kuck nur mal kurz drauf, wenn es rummeckert. Die passenden Parameter muss man aber erstmal ermitteln und auch immer mal wieder anpassen. Diabetestherapie ist ein andauernder Lernprozess.
    Bearbeitet von User am 28.08.2023 18:13:26. Grund: Ergänzung