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Arzt schreibt kein GLP-1 auf (Ozempic etc.) - Hessen
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am 09.09.2024 14:15:25 | IP (Hash): 1975361461
Vor 8 Jahren habe ich nach 1 Woche Newcastle Diet - noch ohne jeden ernsthaft wiegbaren Gewichtsabbau - meinen Basalbedarf an Insulin von einem Tag auf den anderen von 40 auf 10 Einheiten verringert erlebt, inzwischen nur noch 6. Nach weiteren um 10 Wochen Newcastle hatte ich 25 kg abgebaut - ohne jede weitere Verringerung des Insulinbedarfs.
Natürlich habe ich dann mit dem Übergang von der Diät zum normalen Essen die neuen normalen Portionen am Insulinbedarf und an der Waage ausgerichtet. Gefühlt weniger als die Hälfte von vorher. Mehr Basal-Insulin hat mir schon vor der Waage gesagt, dass ich mir in den Tagen zuvor zuviel einverleibt hatte. Also entsprechend kleinere Portionen. Und statt 96 kg damals zeigt mir die Waage inzwischen recht konstant plusminus 1 die 66 kg :)
Aus meinem Erleben bedeutet die Newcastle Diet zwar vor allem in den ersten Tagen einen mentalen Kraftakt, aber das anschließende gesunde Auskommen mit sehr viel weniger bis keiner Medikation scheint mir diesen Einsatz wert. Und wenn mein T2D zu meinem Newcastle Versuch nicht schon gut 10 Jahre insulinpflichtig gewesen wäre, würde ich seitdem für meinen 24/7 gesunden BZ wahrscheinlich keinerlei Medi brauchen.
Ich schreib das hier deswegen noch mal so deutlich rein, weil ich es für ne super Alternative zu den Hype-Medis halte, die einstweilen immer schwerer bis gar nicht erschwinglich zu bekommen sind und lebenslang genommen werden müssten.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 09.09.2024 17:40:16 | IP (Hash): 1166588442
Chris70 schrieb:
Meine Hausärztin meint, dass ich ja noch gut eingestellt sei. Wenn sich die Lage verschlechtern würde, hätte man ja noch mit Trulicity (oder ähnlichem) ein Ass im Ärmel.
Aber meintest du nicht, dass die Kilos wieder steigen? Da wäre es doch angebracht, wieder auf Trulicity zu gehen...also ich würde das so sehen. Hm... -
am 09.09.2024 17:45:02 | IP (Hash): 1166588442
hjt_Jürgen schrieb:
Natürlich habe ich dann mit dem Übergang von der Diät zum normalen Essen die neuen normalen Portionen am Insulinbedarf und an der Waage ausgerichtet. Gefühlt weniger als die Hälfte von vorher. Mehr Basal-Insulin hat mir schon vor der Waage gesagt, dass ich mir in den Tagen zuvor zuviel einverleibt hatte. Also entsprechend kleinere Portionen. Und statt 96 kg damals zeigt mir die Waage inzwischen recht konstant plusminus 1 die 66 kg :)
Aus meinem Erleben bedeutet die Newcastle Diet zwar vor allem in den ersten Tagen einen mentalen Kraftakt, aber das anschließende gesunde Auskommen mit sehr viel weniger bis keiner Medikation scheint mir diesen Einsatz wert. Und wenn mein T2D zu meinem Newcastle Versuch nicht schon gut 10 Jahre insulinpflichtig gewesen wäre, würde ich seitdem für meinen 24/7 gesunden BZ wahrscheinlich keinerlei Medi brauchen.
Ich schreib das hier deswegen noch mal so deutlich rein, weil ich es für ne super Alternative zu den Hype-Medis halte, die einstweilen immer schwerer bis gar nicht erschwinglich zu bekommen sind und lebenslang genommen werden müssten.
)
Ich glaube Dir gerne, dass es für Dich funktioniert, aber für viele Menschen funktioniert es halt nicht. Ich denke gerade ein Diabetes-Forum ist voll von Menschen die schon unzählige Diäten mit allen Möglichen Namen ausprobiert haben. Wäre das anders, würde es GLP-1er gar nicht geben...die haben nämlich Milliarden in der Erforschung gekostet. Ich bin auch voll bei Dir, dass man idealerweise ohne Medis durchs Leben gehen sollte....aber das ist leider nicht immer möglich.
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am 09.09.2024 18:04:46 | IP (Hash): 343835826
Hallo und willkommen hier Graf Zahl,
ich schreibe Dir aus NRW. Habe über Jahre Trulicity bekommen, Dosis immer wieder gesteigert, zuletzt auf 4,5 mg und in der Zeit 20 kg abgenommen.
2015 wurde übrigens Typ 2 zufällig bei mir festgestellt.
Meine Ärztin hat mir jetzt auf meine Nachfrage hin Mounjaro verordnet, seit Ende 06/24. Vertrage es gut mit nicht wirklichen Nebenwirkungen. Sie sagt selbst, dass die Einnahme eine Lebensaufgabe ist. Mein BZ ist besser geworden. Derzeit um 0,8 gesunken. Seit zwei Jahren muss ich auch Insulin spritzen.... Da waren die 20 kg weniger wieder zugenommen. Vorrangig geht es mir erst einmal um den Zuckerwert, dass dieser insgesamt besser wird - liegt noch bei 7,8- und ich das Kurzzeitinsulin weglassen kann. Aber eine Abnahme wäre auch sehr wünschenswert.
Diäten etc kenne ich natürlich auch, wie Du schon selbst geschrieben hast.
Mounjaro nimmt mir aber tatsächlich gut das Hungergefühl. Ich bin jetzt bei 10 mg, aber meine Diabetologin hat mir schon 12,5 mg verordnet (bereits im Kühlschrank).
Ich wünsche Dir viel Erfolg, dass Du doch noch ein Rezept erhalten wirst. Zu Anfang hat es mir auch noch meine Hausärztin verschrieben, hat aber aus Budgetgründen ein Wechsel stattgefunden.
Du bist nicht allein mit dem Wunsch abnehmen zu wollen. In meiner Jugend war ich noch ein Strich in der Landschaft. 😁 Jetzt ist mein BMI etwas höher als Deiner, bin 48.
LG Neytiri
PS nehme auch Metformin, zu Anfang noch Janumet zur Gewöhnung.
Libido - was ist das? 😂🫤 Total weg... Habe aber noch andere Baustellen, wofür ich Medis nehmen muss.
__________________________________________________________
Behandel Andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest ❤️
Bearbeitet von User am 09.09.2024 18:14:23. Grund: Zusatz1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.09.2024 18:24:25 | IP (Hash): 1975361461
GrafZahl schrieb:
Ich glaube Dir gerne, dass es für Dich funktioniert, aber für viele Menschen funktioniert es halt nicht. Ich denke gerade ein Diabetes-Forum ist voll von Menschen die schon unzählige Diäten mit allen Möglichen Namen ausprobiert haben. Wäre das anders, würde es GLP-1er gar nicht geben...die haben nämlich Milliarden in der Erforschung gekostet.
Du missverstehst die unerwartete Neben- für die angestrebte Hauptwirkung
Neu gegessene Glukose gelangt aus dem Magen in den Dünndarm. Die Dünndarmwand nimmt sie auf und gibt sie in den Portalkreislauf weiter, in den Kreislauf, der durch die Pfortader in die Leber führt. Beim Passieren der Glukose durch die Dünndarmwand bestellen die dort wohnenden Inkretine fortlaufend die jeweils passende Menge Insulin bei den Beta-Zellen im Pankreas. GLP-1 wurde entwickelt, um diese Bestellung zu verstärken und damit mehr Insulin zur neuen Glukose in die Leber zu bekommen mit dem Ziel, dass der Blutzucker nach dem Essen weniger hoch ansteigt. Am wichtigsten war/ist genau dieser Zusammenhang von neuer Glukose und Insulin, denn er stellt sicher, dass mit dem Medi nicht alleine mehr Insulin aktiviert wird und zu Unterzuckerung führen kann.
Die Möglichkeit des vergleichsweise gewaltigen Abnehmens damit war und ist eine unerwartete und bis heute nicht wirklich verstandene NEBENWIRKUNG.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 09.09.2024 21:51:56 | IP (Hash): 1166588442
[quote=Neytiri ;130503]Hallo und willkommen hier Graf Zahl,
ich schreibe Dir aus NRW. Habe über Jahre Trulicity bekommen, Dosis immer wieder gesteigert, zuletzt auf 4,5 mg und in der Zeit 20 kg abgenommen.
2015 wurde übrigens Typ 2 zufällig bei mir festgestellt.
Meine Ärztin hat mir jetzt auf meine Nachfrage hin Mounjaro verordnet, seit Ende 06/24. Vertrage es gut mit nicht wirklichen Nebenwirkungen. Sie sagt selbst, dass die Einnahme eine Lebensaufgabe ist. Mein BZ ist besser geworden. Derzeit um 0,8 gesunken. Seit zwei Jahren muss ich auch Insulin spritzen.... Da waren die 20 kg weniger wieder zugenommen. Vorrangig geht es mir erst einmal um den Zuckerwert, dass dieser insgesamt besser wird - liegt noch bei 7,8- und ich das Kurzzeitinsulin weglassen kann. Aber eine Abnahme wäre auch sehr wünschenswert.
Diäten etc kenne ich natürlich auch, wie Du schon selbst geschrieben hast.
Mounjaro nimmt mir aber tatsächlich gut das Hungergefühl. Ich bin jetzt bei 10 mg, aber meine Diabetologin hat mir schon 12,5 mg verordnet (bereits im Kühlschrank).
Ich wünsche Dir viel Erfolg, dass Du doch noch ein Rezept erhalten wirst. Zu Anfang hat es mir auch noch meine Hausärztin verschrieben, hat aber aus Budgetgründen ein Wechsel stattgefunden.
Du bist nicht allein mit dem Wunsch abnehmen zu wollen. In meiner Jugend war ich noch ein Strich in der Landschaft. 😁 Jetzt ist mein BMI etwas höher als Deiner, bin 48.
LG Neytiri
PS nehme auch Metformin, zu Anfang noch Janumet zur Gewöhnung.
Libido - was ist das? 😂🫤 Total weg... Habe aber noch andere Baustellen, wofür ich Medis nehmen muss.
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Hi Neytiri,
ich vermute bei dem Nick bist du ein Weibchen? :-)
Wie kam es, dass du gewechselt hast von Trulicity auf Mounjaro?
Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
Umso mehr wundert es mich, das die Ärzte sich so zieren beim Verschrieben (mal abgesehen vom realen Mangel an Dosen). In NRW scheint ihr da ja mehr Glück zu haben. Und ja, deine Ärztin bestätigt, was ich auch überall lese: Lebenslange Einnahme, bis auf Ausnahmefälle, ist sehr wahrscheinlich.
Mir scheint es echt so, als hätte ich mir für die Diagnose für DT2 einen richtig schlechten Zeitpunkt "rausgesucht"... :-(
"Strich in der Landschaft" war ich nie, aber ich hatte durchaus sehr schlanke, bzw. normalgewichtige Phasen. Leider immer mit Tendenz nach oben.
Was mich besonders geärgert hat, bei der Diagnose war, dass ich seit mindestens 15 Jahren regelmäßig den Nüchternzucker beim Doc hab machen lassen im Rahmen des Checkups und Dieser nie auffällig war. Nur um mir dann vom Diabetologen erzählen zu lassen: "Joa, den können sie in die Tonne kloppen, ist völlig sinnfrei, da sich die Werte total absenken, bis die Probe im Labor ist". Da kratzt man sich schon am Kopf und denkt sich "WTF?!?!?"
Hast du zufällig Erfahrung, wie es ist, von einer Privatrezept Verschreibung auf Kasse zu wechseln? (also wenn man quasi schon eingestellt ist)
Grüße
GrafZahl
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am 09.09.2024 22:53:33 | IP (Hash): 1975361461
GrafZahl schrieb:
Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
Ok, die meisten von uns mit T2D haben Übergewicht, ABER die meisten Menschen mit Übergewicht haben und kriegen keinen T2D, nicht einmal die meisten von denen mit BMI 40 und mehr.
Es gibt keinen allgemeinen kausalen Zusammenhang zwischen Körpergewicht und sogenannter Insulinresistenz und T2D.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 09.09.2024 22:54:31 | IP (Hash): 1325242092
GrafZahl schrieb:
Vielleicht noch zur Vorgeschichte: ich laviere seit Kindesbeinen mit Übergewicht herum, mal mehr, mal weniger, mit (mehreren) Abnehmphasen von 30 Kilo Minus, die sich dann langsam wieder hochgestottert haben. Auch Psychotherapie wurde für dieses Thema in Anspruch genommen. Ernährungsberatungsseitig bin ich umfassend informiert
D.h. es ist offensichtlich, dass sich mein Gewicht sich nicht konventionell auf "normal" einstellen lässt. Und Übergewicht ist nun mal DER Hauptgrund für nen DIA-2...
Das ist so nicht ganz richtig. Nicht das Übergewicht macht Diabetes, sondern der hohe Insulinspiegel macht Übergewicht.
Hoher Insulinspiegel verhindert Fettabbau, mehr noch, Insulin erst ermöglicht die Einlagerung von Fett. Das passiert schon lange bevor ein zu hoher BZ gemessen werden kann.
Und Insulin macht hungrig. Das forciert eine häufige und zu hohe Nahrungsaufnahme, die wiederum zu hohem Blutzucker führt, was wiederum einen Haufen Insulin erforderlich macht, um den Blutzucker in einen für das Leben notwendigen Bereich zu bringen. Überschüssiges von dem Zuviel wird dann wieder als Fett abspeichert. Durch den hohen Insulinspiegel kann das auch kaum mehr abgebaut werden.
Ein ewiger Kreislauf.
Sich mit Diäten das Gewicht runterzuhungern, hilft nur kurzfristig und geht nicht an die Ursache.
Durchbrechen kann man diesen Kreislauf, indem man Essen zu sich nimmt, das keine Insulinantwort erfordert = Fett und Protein. Keine KH!
Sieht man ja am postprandialen BZ, wenn man Kohlenhydrate zu sich nimmt, steigt der BZ an, isst man keine, steigt der BZ nicht oder kaum an. Ziemlich unabhängig von der Menge, die man futtert, zumindest wenn man nicht mehr als bis zur guten Sättigung isst und nicht pausenlos nachschiebt.
Kein hoher BZ = keine große mahlzeitenabhängige Insulinausschüttung.
Kein hoher Insulinspiegel, keine Fetteinlagerung, kein übermäßiger Hunger.
Die BSD kann sich erholen, der gesamte Körper profitiert davon.
GrafZahl schrieb:
]Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
"Manche hier" haben es genau damit geschafft, den BZ runterzukriegen, dabei Fett abzubauen, Blutdruck, Triglyceride zu senken, Gelenke wieder schmerzfrei zu kriegen und vieles mehr. Hängt ja alles zusammen.
Und dabei lecker und ausreichend zu essen. Ohne hungern. Mit einem HbA1c kleiner 5,7%.
Ich genieße gerne eine Schweinshaxe mit Sauerkraut oder (Hack)Steak mit Salat oder ein fettes Lachsfilet mit Gemüse und danach Quark mit Erdbeeren und ich gesunde immer mehr, andere haben andere Vorlieben und Ernährungsstrategien, aber hungern muß niemand bei einer diabetesfreundlichen Ernährung. Nur die Nudeln, die Knödel, Brot, Kartoffeln und Zucker in jeder Form weglassen - eben die KH stark zu beschränken.
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DM2 in Remission ohne Medikamente2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.09.2024 09:03:51 | IP (Hash): 1166588442
Henrie schrieb:
Das ist so nicht ganz richtig. Nicht das Übergewicht macht Diabetes, sondern der hohe Insulinspiegel macht Übergewicht.
Hoher Insulinspiegel verhindert Fettabbau, mehr noch, Insulin erst ermöglicht die Einlagerung von Fett. Das passiert schon lange bevor ein zu hoher BZ gemessen werden kann.
Und Insulin macht hungrig. Das forciert eine häufige und zu hohe Nahrungsaufnahme, die wiederum zu hohem Blutzucker führt, was wiederum einen Haufen Insulin erforderlich macht, um den Blutzucker in einen für das Leben notwendigen Bereich zu bringen. Überschüssiges von dem Zuviel wird dann wieder als Fett abspeichert. Durch den hohen Insulinspiegel kann das auch kaum mehr abgebaut werden.
Ein ewiger Kreislauf.
Sich mit Diäten das Gewicht runterzuhungern, hilft nur kurzfristig und geht nicht an die Ursache.
Durchbrechen kann man diesen Kreislauf, indem man Essen zu sich nimmt, das keine Insulinantwort erfordert = Fett und Protein. Keine KH!
Sieht man ja am postprandialen BZ, wenn man Kohlenhydrate zu sich nimmt, steigt der BZ an, isst man keine, steigt der BZ nicht oder kaum an. Ziemlich unabhängig von der Menge, die man futtert, zumindest wenn man nicht mehr als bis zur guten Sättigung isst und nicht pausenlos nachschiebt.
Kein hoher BZ = keine große mahlzeitenabhängige Insulinausschüttung.
Kein hoher Insulinspiegel, keine Fetteinlagerung, kein übermäßiger Hunger.
Die BSD kann sich erholen, der gesamte Körper profitiert davon.
GrafZahl schrieb:
]Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
"Manche hier" haben es genau damit geschafft, den BZ runterzukriegen, dabei Fett abzubauen, Blutdruck, Triglyceride zu senken, Gelenke wieder schmerzfrei zu kriegen und vieles mehr. Hängt ja alles zusammen.
Und dabei lecker und ausreichend zu essen. Ohne hungern. Mit einem HbA1c kleiner 5,7%.
Ich genieße gerne eine Schweinshaxe mit Sauerkraut oder (Hack)Steak mit Salat oder ein fettes Lachsfilet mit Gemüse und danach Quark mit Erdbeeren und ich gesunde immer mehr, andere haben andere Vorlieben und Ernährungsstrategien, aber hungern muß niemand bei einer diabetesfreundlichen Ernährung. Nur die Nudeln, die Knödel, Brot, Kartoffeln und Zucker in jeder Form weglassen - eben die KH stark zu beschränken.
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DM2 in Remission ohne Medikamente
Hallo Henrie,
Ich Zitiere Wikipedia nur ungern, aber bitte:
"Die genauen Mechanismen, welche zur Insulinresistenz führen, sind deshalb in intensiver Erforschung..."
"Die Insulinresistenz betrifft sowohl schlanke als auch übergewichtige Typ-2-Diabetiker, allerdings ist Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor."
Oder um es mal in eigenen Worten zu sagen: es gibt wesentlich mehr übergewichtige Diabetiker (DT2), als schlanke und die Mechanismen sind nicht eindeutig geklärt.
Außerdem gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Menschen: genetisch, Sozialisation, Lebensumstände, psychische Verfassung. Betrachtet man die Gesamtheit dieser Faktoren UND die Tatsache wie viele fette Menschen (so wie mich), es auf dem Planeten gibt, willst du wirklich sagen, dass die alle nur brav KH-arm essen müssten und alles wird gut?
Wie ich ja schon erwähnte, haben Viele davon zig Diäten hinter sich (die schon für sich genommen nicht gut für den Körper sind) und/oder sind nicht in der Lage, eine Ernährungsumstellung langfristig durchzuhalten. Was sagst du Diesen Menschen? Try harder? Pecht gehabt?
Das hätte man eventuell VOR den GLP-1ern sagen können / müssen. Jetzt gibt es diese Medis. Ein Vorenthalten sehe ich daher höchst kritisch.
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am 10.09.2024 10:43:31 | IP (Hash): 1836543751
GrafZahl schrieb:
"Die genauen Mechanismen, welche zur Insulinresistenz führen, sind deshalb in intensiver Erforschung..."
"Die Insulinresistenz betrifft sowohl schlanke als auch übergewichtige Typ-2-Diabetiker, allerdings ist Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor."
Inzwischen können wir besser, als die Spekulation um den Risikofaktor Gewicht. Seit der Banting Lecture in 2012 von Prof. Roy Taylor, Newcastle, zur Twin Cycle Theorie weiß alle Welt, dass wir mit Typ 2 anders als alle übrigen Menschen 2 Speichergrenzen geerbt haben und vererben.
Unter diesen Speichergrenzen funktioniert unser Glukosestoffwechsel völlig gesund, darüber zunehmend diabetisch.
Der eine begrenzte Regelkreis ist der in der Leber. Mit überschreiten der persönlichen (hat nichts mit der üblichen Bemessung von BMI oder Fettleber zu tun!) Grenze vom Fettvolumen in der Leber gibt die zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als darin jeweils aktuell verbraucht wird.
Mit dem ausreichenden Abbau vom Fett in der Leber gibt die nach 1 Woche (bis Taylor über viele Jahre unerklärtes Phänomen nach Magenverkleinerungen usw.) wieder völlig normalen Nüchternzucker aus.
Der andere Regelkreis betrifft Beta-Zellen und Inkretine. Die Inkretine bestellen für die neue Glukose, die bei ihnen durch die Dünndarmwand kommt, die passende Menge an Insulin. Erste Aufgabe vom Insulin ist dann das vorübergehende Ausschalten der Glukoneogenese (wenigstens 10 g neue Glukose/Stunde) in der Leber. Mit dem Überschreiten der persönlichen Fettgrenze der Betas antworten die zunächst immer weniger spontan und mit den Jahren immer weniger bis gar nicht mehr auf Insulinanforderungen.
Mit der rechtzeitigen (zu viele Jahre ausgeschaltet sterben sie einfach ab) ausreichenden Entfettung der Beta-Zellen geben die wieder völlig normal Insulin aus, und der Glukosestoffwechsel funktioniert völlig gesund.
Die unerwartet appetitzügelnde Funktion von Ozempic & Co reicht offenbar nicht bis unter die Speichergrenzen zum Ausschalten des T2D. D.h., der T2D wird zwar deutlich eingedämmt, aber “auf kleiner Flamme” weiter gepflegt.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.