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Arzt schreibt kein GLP-1 auf (Ozempic etc.) - Hessen
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am 06.09.2024 21:51:31 | IP (Hash): 1166588442
Hallo zusammen,
bin gespannt, ob Ihr mir weiter helfen könnt. Bin in Hessen ansässig und habe folgende Werte:
Alter: knapp unter 50 :-) // Mann // BMI: 36
Diagnose Typ 2 09/2023, Behandlung ab Mai 2024 bei diabetologischer Schwerpunktpraxis
HbA1C seit 2023 durch Sport und Ernährung von 7,2 auf 6,7 gesunken. Gewicht um ca. 6 KG reduziert.
Habe ca. 4 Wochen Metformin bekommen und nicht vertragen.
SGLT-2 Hemmer nehme ich aktuell und habe starken Harndrang, wirkt nur so mittel. HbA1C von 6,7 auf 6,6 gesunken.
Ich würde mir gerne GLP-1 verschreiben lassen, da ich auch eine starke Gewichtsreduktion anstrebe.
Allerdings verweigert mein Arzt mit der Aussage, dass in Hessen aktuell von Diabetologen wegen der Versorgungssituation keine Neueinstellungen auf GLP-1 mehr vorgenommen werden. Da wären sich alle einig. Auch auf Privatrezept gibts nichts.
Meine Frage: kennt jemand solche Aussagen von Ärzten? Vielleicht jemand aus Hessen?
Was kann ich tun? Ich denke, die Indikation ist ja gegeben, oder?
Grüße
GrafZahl
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am 07.09.2024 08:37:56 | IP (Hash): 248714830
Für dich sicher blöd, aber es wäre auch blöd, wenn immer mehr neue Patienten dazukommen und es noch weniger für die reicht, die es schon länger verwenden.
Und wäre doch auch echt blöd, damit anzufangen und dann wieder abbrechen zu müssen, weil es nichts mehr gibt.
Von daher finde ich es nachvollziehbar und richtig, dass das derzeit so gehandhabt wird.
Gab es vor ca einem Jahr auch mit einer Insulinpumpe. Das Verbrauchsmaterial hat nicht für mehr Patienten gereicht, also gab es auch keine weiteren Pumpen mehr. Da ging die Beschränkung vom Hersteller aus, der einfach keine Rezepte mehr angenommen hat.
_______________________________________________________
juveniler Typ 1 seit 1979; xdrip+ und AAPS im FCL mit Dana-i und Dexcom G6
Bearbeitet von User am 07.09.2024 08:38:28. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.09.2024 09:07:34 | IP (Hash): 1166588442
@Heike:
danke für deine Meinung. Allerdings ist mir zu Ohren gekommen, dass es durchaus noch Neueinstellungen gibt. Da stellt sich doch die Frage, ob hier mit zweierlei Maß gemessen wird bzw. was den Arzt dazu bewegt, es bei mir nicht zu tun?
Die Frage wäre also, wie kann ich sicher stellen, dass ich auf ein GLP-1 Analogon eingestellt werde?
Vielleicht noch zur Vorgeschichte: ich laviere seit Kindesbeinen mit Übergewicht herum, mal mehr, mal weniger, mit (mehreren) Abnehmphasen von 30 Kilo Minus, die sich dann langsam wieder hochgestottert haben. Auch Psychotherapie wurde für dieses Thema in Anspruch genommen. Ernährungsberatungsseitig bin ich umfassend informiert
D.h. es ist offensichtlich, dass sich mein Gewicht sich nicht konventionell auf "normal" einstellen lässt. Und Übergewicht ist nun mal DER Hauptgrund für nen DIA-2... daher nochmal die Frage:
Wie kann ich sicher stellen, dass ich (schnellstmöglich) auf ein GLP-1 Analogon eingestellt werde? Ich würde nämlich auch Langzeitfolgen gerne frühestmöglich vermeiden / bekämpfen! -
am 07.09.2024 10:34:42 | IP (Hash): 296412283
Ozempic & Co sind sehr teuer, und bei der Kostenentwicklung für die kranken Kassen schätze ich, dass die immer weniger Behandlungen damit übernehmen werden.
ABER wo Ozempic & Co helfen, geht stattdessen auch die Newcastle Diät: 3 mal täglich 200 kcal plus über den Tag verteilt max 200 kcal Salat und Gemüse. Nach 1 Woche völlig gesunder Nüchtern-BZ morgens völlig ohne Zucker Medikament, und nach 10-12 Wochen auch nach solchen KH-Portionen, mit denen du heute 200 mg/dl messen kannst, Spitzen kaum noch über 140.
Selbstverständlich bekommst du nach der Diät den alten Grafen zurück, wenn du dann wieder mehr einverleibst, als für den neu gewonnenen ausreicht. Wieviel wovon da für dich am besten passt, kann dir keine Ernährungsberatung sagen, sondern das kannst du nur systematisch für dich austesten, und auch, wie du dann am besten in der neuen Spur bleibst.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.09.2024 16:26:59 | IP (Hash): 1074342214
hjt_Jürgen schrieb:
Ozempic & Co sind sehr teuer, und bei der Kostenentwicklung für die kranken Kassen schätze ich, dass die immer weniger Behandlungen damit übernehmen werden.
Das ist Quatsch. Wenn der Arzt für einen Diabetiker Ozempic verschreibt, dann wird das von der KK auch übernommen. Der Graf hat ja auch berichtet, dass es sich um eine freiwillige Verpflichtung der Ärzte handelt, die damit einer weitere Verknappung des Medikaments entgegen wirken wollen.
@Graf, ich sehe für dich 2 Möglichkeiten:
Entweder du wartest ab, bis sich die Situation bei Ozempic wieder gebessert hat oder du versuchst es noch mal bei einem Diabetologen außerhalb von Hessen. Ich wünsche dir auf jeden Fall Erfolg und drück dir die Daumen.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 07.09.2024 16:30:01. Grund: BBCode1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.09.2024 20:49:41 | IP (Hash): 296412283
Rainer schrieb:
Das ist Quatsch.
Das Bundesministerium für Gesundheit:
Welche Medikamente dürfen nicht auf einem Kassenrezept verordnet werden?
Dazu gehören beispielsweise Arzneimittel, die zur Abmagerung, zur Zügelung des Appetits oder zur Regulierung des Körpergewichts dienen sowie Medikamente, die der Raucherentwöhnung, der Verbesserung des Haarwuchses, der Behandlung der erektilen Dysfunktion und der Steigerung der sexuellen Potenz dienen.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 07.09.2024 22:40:53 | IP (Hash): 1166588442
hjt_Jürgen schrieb:
Rainer schrieb:
Das ist Quatsch.
Das Bundesministerium für Gesundheit:
Welche Medikamente dürfen nicht auf einem Kassenrezept verordnet werden?
Dazu gehören beispielsweise Arzneimittel, die zur Abmagerung, zur Zügelung des Appetits oder zur Regulierung des Körpergewichts dienen sowie Medikamente, die der Raucherentwöhnung, der Verbesserung des Haarwuchses, der Behandlung der erektilen Dysfunktion und der Steigerung der sexuellen Potenz dienen.
Ich habe allerdings Diabetes und es ist ein Diabtesmedikament. Und Gewichtsreduktion ist ein wesentlicher Schlüssel zur nachhaltigen Therapie von Diabetes. -
am 07.09.2024 22:46:20 | IP (Hash): 1166588442
Rainer schrieb:
hjt_Jürgen schrieb:
Ozempic & Co sind sehr teuer, und bei der Kostenentwicklung für die kranken Kassen schätze ich, dass die immer weniger Behandlungen damit übernehmen werden.
Das ist Quatsch. Wenn der Arzt für einen Diabetiker Ozempic verschreibt, dann wird das von der KK auch übernommen. Der Graf hat ja auch berichtet, dass es sich um eine freiwillige Verpflichtung der Ärzte handelt, die damit einer weitere Verknappung des Medikaments entgegen wirken wollen.
@Graf, ich sehe für dich 2 Möglichkeiten:
Entweder du wartest ab, bis sich die Situation bei Ozempic wieder gebessert hat oder du versuchst es noch mal bei einem Diabetologen außerhalb von Hessen. Ich wünsche dir auf jeden Fall Erfolg und drück dir die Daumen.
@Rainer: danke dir, ja, da hatte ich drüber nachgedacht. Aber erstmal zeitnah nen Termin bekommen...ich habe auch schon bei Praxen gelesen, dass sie nur Menschen aus der direkten Umgebung nehmen! Eventuell ist dies aber wirklich der einzige Weg...regt mich ganz schön auf der Umstand. -
am 08.09.2024 09:37:30 | IP (Hash): 1102051549
GrafZahl schrieb:
Ich habe allerdings Diabetes und es ist ein Diabtesmedikament. Und Gewichtsreduktion ist ein wesentlicher Schlüssel zur nachhaltigen Therapie von Diabetes.
In der öffentlichen Wahrnehmung und in der allgemeinen Anwendung ist die Verbesserung des alltäglichen Blutzuckerverlaufs - Hauptwirkung bei einem Diabetes-Medikament - allerdings längst zwar positive aber Nebenwirkung. In der Hauptsache gelten diese Medis längst als geniale Abnehm-Mittel.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 08.09.2024 12:28:17 | IP (Hash): 595671796
Mounjaro würdest du sehr wahrscheinlich auf (privat-) Rezept bekommen - außer der Arzt ist generell dagegen.
Hast du das versucht?
Es ist leider noch teurer als Ozempic/ Wegovy aber auch effektiver.
Ich bekam Anfang des Jahres Ozempic auf Rezept, da es jedoch nach Monaten immer noch nicht lieferbar war, bekam ich Mounjaro verordnet.
Mounjaro ist absolut gut lieferbar!
Auch Wegovy kein Problem, nur Ozempic ist schwieriger (je nach Dosis)
Meine Werte haben sich verbessern und ich nahm etwas ab, ich bin nun unter BMI 30 und HbA1c unter 6,0.
Leider haben sich zwischenzeitlich die Empfehlungen / Budget für Mounjaro und Ozempic verändert. Bei meinen derzeitigen Werten erhalte ich es nur noch als Privatrezept.
Momentan (seit 1.8.) mache ich das so, was ich zukünftig mache, überlege ich noch.
Ende September werden nochmal neue Blutwerte erstellt, das wird evtl. Aufschlussreich.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.09.2024 13:08:37 | IP (Hash): 1166588442
Fränkin schrieb:
Mounjaro würdest du sehr wahrscheinlich auf (privat-) Rezept bekommen - außer der Arzt ist generell dagegen.
Hast du das versucht?
Es ist leider noch teurer als Ozempic/ Wegovy aber auch effektiver.
Ich bekam Anfang des Jahres Ozempic auf Rezept, da es jedoch nach Monaten immer noch nicht lieferbar war, bekam ich Mounjaro verordnet.
Mounjaro ist absolut gut lieferbar!
Auch Wegovy kein Problem, nur Ozempic ist schwieriger (je nach Dosis)
Meine Werte haben sich verbessern und ich nahm etwas ab, ich bin nun unter BMI 30 und HbA1c unter 6,0.
Leider haben sich zwischenzeitlich die Empfehlungen / Budget für Mounjaro und Ozempic verändert. Bei meinen derzeitigen Werten erhalte ich es nur noch als Privatrezept.
Momentan (seit 1.8.) mache ich das so, was ich zukünftig mache, überlege ich noch.
Ende September werden nochmal neue Blutwerte erstellt, das wird evtl. Aufschlussreich.
Hallo nach Franken erstmal, meiner alten Heimat,
das klingt ja spannend was du schreibst! Besonders interessant finde ich die Info, dass es bestimmte HbA1C Werte gibt, an die die Verschreibung (Erstattung) gekoppelt ist. Hast du da ne Liste / Webseite wo man diese Werte je Medikament einsehen kann?
Die nächste Frage wäre dann: ist es möglich, zunächst privat zu beziehen und dann wieder auf Kasse zu gehen? Machen die Kassen bzw. die Ärzte das mit???
Ob mein Arzt da generell nicht will weiß ich nicht. Es fühlt sich fast so an...wird sich wohl beim nächsten Termin zeigen, wenn ich Ihm Vorschläge mache...
Grüße
GrafZahl
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am 08.09.2024 15:05:15 | IP (Hash): 595671796
Keine Ahnung, das war nur die mündliche Auskunft meiner Diabetologin.
Als Grenzwert nannte sie mir "schlechter als HbA1C 6, 8."
Ed bleibt abzuwarten, ob / wann die gesetzlichen Krankenkassen Mounjaro als zugelassenes Medikament für Adipositas aufnehmen.
Lt Arzt stünden gute Chancen darauf, da man aufgrund der Verringerung des Übergewicht die Folgekosten aufgrund div. Folgeerkrankungen vermeidet.
Sie hat mir auch Wegovy empfohlen, aber ich wollte nicht wechseln, obwohl das etwas günstiger wäre. -
am 08.09.2024 17:05:39 | IP (Hash): 1166588442
Fränkin schrieb:
Keine Ahnung, das war nur die mündliche Auskunft meiner Diabetologin.
Als Grenzwert nannte sie mir "schlechter als HbA1C 6, 8."
Ed bleibt abzuwarten, ob / wann die gesetzlichen Krankenkassen Mounjaro als zugelassenes Medikament für Adipositas aufnehmen.
Lt Arzt stünden gute Chancen darauf, da man aufgrund der Verringerung des Übergewicht die Folgekosten aufgrund div. Folgeerkrankungen vermeidet.
Sie hat mir auch Wegovy empfohlen, aber ich wollte nicht wechseln, obwohl das etwas günstiger wäre.
Hm...das kommt mir sehr willkürlich vor...6,8...würde mich interessieren ob es da eine Richtlinie gibt, die das vorgibt.
Gibt es Erfahrungen mit der Umstellung von Privatrezept auf Kasse? -
am 08.09.2024 18:50:23 | IP (Hash): 1607516897
Hallo GrafZahl,
darf ich fragen, was Du bei Metformin nicht vertragen hast? Ich habe vielfach gehört, dass es bis zu 3 Monate dauern kann, bis sich die Nebenwirkungen endlich einpendeln.
Ich bin jetzt seit knapp 3 Wochen auf Metformin und leide nach wie vor unter Durchfall. Aber wenn ich 2-3 E geschroteten Leinsamen täglich esse, habe ich das Problem nicht mehr.
Keine Ahnung, ob Du ähnliche Nebenwirkungen hattest. Aber wenn ja, wäre das evtl auch ein Lösungsansatz. Metformin wirkt ebenfalls als Appetitzügler und könnte daher auch eine gute Option für Dich sein.
Mit Ozempic haben die Ärzte sämtliche Patienten ins Aus geschossen, weil es jeder verschrieben bekommen hat, ganz unabhängig der Diagnose Diabetes. Nachdem es von Celebrities & Co in den sozialen Medien so "gehyped" wurde, konnten die Diabetes Patienten Ihre Rezepte nicht mehr einlösen, was für viele Patienten ein absoluter Albtraum gewesen ist. Eine gute Freundin von mir arbeitet in der Apotheke und ich hab daher viel mitbekommen, was das Thema angeht. Es macht absolut Sinn, dass das jetzt etwas anders gehandhabt wird, ansonsten beginnt der ganze Zirkus für alle diagnostizierten Diabetiker wieder von vorne. Und die Nebenwirkungen sind nicht ohne, so dass ein Wechsel für viele einer kleinen Katastrophe glich.
Hier ein Artikel, der vielleicht die Vorgehensweise Deines Arztes gut erklärt: https://www.kbv.de/html/1150_65745.php
Liebe Grüße,
CoCo
------------------------------------------------------------------------------------------------:-)
Mitte Aug 24 mit DT2 diagnostiziert und einem Wert von stolzen 9,4 mmol/l.
Medikation.: Mounjaro, 2x850mg Metformin, Forxiga 10mg
Meine persönlichen Medis: Vit D3, K2, Taurin, Sangokoralle, Ceylon Zimt
Bearbeitet von User am 08.09.2024 22:59:55. Grund: . -
am 08.09.2024 22:23:23 | IP (Hash): 965490056
Ich nehme seit über einem Jahr nicht Ozempic sondern Trulicity. Es ist derzeit in regelmäßigen Abständen In meiner bevorzugten Apotheke zu bekommen.
Im 12er Pack hat man erst mal ein ganzen Quartal Ruhe.
Ich vertrage das sehr gut. Mein Krankenkasse hat bisher noch nie Probleme bei mir als Diabetiker gemacht.
Warum der eine das und der andere das Medikament verschrieben bekommt, ist mir nicht so ganz klar. -
am 09.09.2024 08:34:15 | IP (Hash): 1166588442
CoCoHatFragen schrieb:
Hallo GrafZahl,
darf ich fragen, was Du bei Metformin nicht vertragen hast? Ich habe vielfach gehört, dass es bis zu 3 Monate dauern kann, bis sich die Nebenwirkungen endlich einpendeln.
Ich bin jetzt seit knapp 3 Wochen auf Metformin und leide nach wie vor unter Durchfall. Aber wenn ich 2-3 E geschroteten Leinsamen täglich esse, habe ich das Problem nicht mehr.
Keine Ahnung, ob Du ähnliche Nebenwirkungen hattest. Aber wenn ja, wäre das evtl auch ein Lösungsansatz. Metformin wirkt ebenfalls als Appetitzügler und könnte daher auch eine gute Option für Dich sein.
Mit Ozempic haben die Ärzte sämtliche Patienten ins Aus geschossen, weil es jeder verschrieben bekommen hat, ganz unabhängig der Diagnose Diabetes. Nachdem es von Celebrities & Co in den sozialen Medien so "gehyped" wurde, konnten die Diabetes Patienten Ihre Rezepte nicht mehr einlösen, was für viele Patienten ein absoluter Albtraum gewesen ist. Eine gute Freundin von mir arbeitet in der Apotheke und ich hab daher viel mitbekommen, was das Thema angeht. Es macht absolut Sinn, dass das jetzt etwas anders gehandhabt wird, ansonsten beginnt der ganze Zirkus für alle diagnostizierten Diabetiker wieder von vorne. Und die Nebenwirkungen sind nicht ohne, so dass ein Wechsel für viele einer kleinen Katastrophe glich.
Hier ein Artikel, der vielleicht die Vorgehensweise Deines Arztes gut erklärt: https://www.kbv.de/html/1150_65745.php
Liebe Grüße,
CoCo
------------------------------------------------------------------------------------------------:-)
Mitte Aug 24 mit DT2 diagnostiziert und einem Wert von stolzen 9,4 mmol/l.
Medikation.: Mounjaro, 2x850mg Metformin, Forxiga 10mg
Meine persönlichen Medis: Vit D3, K2, Taurin, Sangokoralle, Ceylon Zimt
Hallo Coco,
Metformin: ja, darfst du. Libido ist maximal in den Keller gegangen, bei vorher völlig guter Libido. Außerdem ein dauerhaftes, seltsames Körpergefühl, also ob man einen leichten Kater hätte.
Im Übrigen bin ich kein Celebritiy, sondern ebenfalls diagnostizierter Diabetespatient :-)
Danke für deinen Link, der erklärt aber nur, warum es Off-Label nicht mehr verschrieben werden darf / soll.
Das ich eine Gewichtsreduktion anstrebe, ist übrigens bei einem BMI von 36 und Diabetes Typ II absolut legitim.
Grüße
GrafZahl
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am 09.09.2024 08:36:31 | IP (Hash): 1166588442
opa38 schrieb:
Ich nehme seit über einem Jahr nicht Ozempic sondern Trulicity. Es ist derzeit in regelmäßigen Abständen In meiner bevorzugten Apotheke zu bekommen.
Im 12er Pack hat man erst mal ein ganzen Quartal Ruhe.
Ich vertrage das sehr gut. Mein Krankenkasse hat bisher noch nie Probleme bei mir als Diabetiker gemacht.
Warum der eine das und der andere das Medikament verschrieben bekommt, ist mir nicht so ganz klar.
Danke für den Hinweis!!!
Kannst du mir noch sagen, was dein Gewicht / BMI und dein HbA1C vor der Einstellung waren?
Hast du Begleiterkrankungen? (Herz o.ä.?)
Ich vermute du wohnst nicht in Hessen?
Grüße
GrafZahl
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am 09.09.2024 11:41:34 | IP (Hash): 1041657954
Hallo Graf Zahl,
ich wohne in Hessen und habe Trulicity bis vor zwei Jahren verschrieben bekommen (Dosierung 1,5 mg).
Ich habe damit gut abgenommen, dann wurde es abgesetzt, da sich die Werte stark verbessert hatten
(ich nehme jetzt noch Metformin und Januvia).
Da mittlerweile der Zeiger der Waage bei jedem Wiegen mehr anzeigt, wünsche ich mir das Medikament zurück. Leider ist es schlecht verfügbar. Meine Tochter arbeitet in einer Apotheke, sie meint, dass es sehr schlecht verfügbar sei, vor allem die Stärken über 1,5 mg.
Der Hersteller würde wohl die Produktionsstätten ausweiten, das würde aber noch dauern.
Viele Grüße -
am 09.09.2024 12:49:39 | IP (Hash): 1166588442
Chris70 schrieb:
Hallo Graf Zahl,
ich wohne in Hessen und habe Trulicity bis vor zwei Jahren verschrieben bekommen (Dosierung 1,5 mg).
Ich habe damit gut abgenommen, dann wurde es abgesetzt, da sich die Werte stark verbessert hatten
(ich nehme jetzt noch Metformin und Januvia).
Da mittlerweile der Zeiger der Waage bei jedem Wiegen mehr anzeigt, wünsche ich mir das Medikament zurück. Leider ist es schlecht verfügbar. Meine Tochter arbeitet in einer Apotheke, sie meint, dass es sehr schlecht verfügbar sei, vor allem die Stärken über 1,5 mg.
Der Hersteller würde wohl die Produktionsstätten ausweiten, das würde aber noch dauern.
Viele Grüße
Danke für deinen Beitrag, sehr aufschlussreich!
Also, ich will ja nicht zu emotional werden, aber da frage ich mich doch echt: haben Sie den Ärzten (Diabetologen) in Hessen ins Hirn geschissen?!? Es ist doch bekannt, dass man nach dem Absetzen von den GLP-1ern wieder zulegt und dass es eine lebenslange Medikation bedeutet. Ich habe mich da jetzt schon in einige Fachzeitschriften eingelesen, überall das Gleiche: muss quasi bis in alle Ewigkeit genommen werden....sorry, aber da kann ich echt nur den Kopf schütteln wenn ich sowas lese hier.
Ich meine bei mir ist es doch das Gleiche: ich versuche seit Dekaden, das Gewicht in den Griff zu bekommen. Offensichtlich klappt es trotz intensiver Bemühungen nicht. Warum soll das plötzlich klappen, wenn ich ein paar Kilos abgenommen habe? Bin ja auch nicht mit 100+ Kilos auf die Welt gekommen...d.h. wenn es klappen würde mit 90 Kilos hätte ich es ja schon immer dort halten können.
Was sagt dein Arzt, wenn du Ihn fragst, ob er es wieder aufschreibt?
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am 09.09.2024 13:25:41 | IP (Hash): 1041657954
Meine Hausärztin meint, dass ich ja noch gut eingestellt sei. Wenn sich die Lage verschlechtern würde, hätte man ja noch mit Trulicity (oder ähnlichem) ein Ass im Ärmel. -
am 09.09.2024 14:15:25 | IP (Hash): 1975361461
Vor 8 Jahren habe ich nach 1 Woche Newcastle Diet - noch ohne jeden ernsthaft wiegbaren Gewichtsabbau - meinen Basalbedarf an Insulin von einem Tag auf den anderen von 40 auf 10 Einheiten verringert erlebt, inzwischen nur noch 6. Nach weiteren um 10 Wochen Newcastle hatte ich 25 kg abgebaut - ohne jede weitere Verringerung des Insulinbedarfs.
Natürlich habe ich dann mit dem Übergang von der Diät zum normalen Essen die neuen normalen Portionen am Insulinbedarf und an der Waage ausgerichtet. Gefühlt weniger als die Hälfte von vorher. Mehr Basal-Insulin hat mir schon vor der Waage gesagt, dass ich mir in den Tagen zuvor zuviel einverleibt hatte. Also entsprechend kleinere Portionen. Und statt 96 kg damals zeigt mir die Waage inzwischen recht konstant plusminus 1 die 66 kg :)
Aus meinem Erleben bedeutet die Newcastle Diet zwar vor allem in den ersten Tagen einen mentalen Kraftakt, aber das anschließende gesunde Auskommen mit sehr viel weniger bis keiner Medikation scheint mir diesen Einsatz wert. Und wenn mein T2D zu meinem Newcastle Versuch nicht schon gut 10 Jahre insulinpflichtig gewesen wäre, würde ich seitdem für meinen 24/7 gesunden BZ wahrscheinlich keinerlei Medi brauchen.
Ich schreib das hier deswegen noch mal so deutlich rein, weil ich es für ne super Alternative zu den Hype-Medis halte, die einstweilen immer schwerer bis gar nicht erschwinglich zu bekommen sind und lebenslang genommen werden müssten.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 09.09.2024 17:40:16 | IP (Hash): 1166588442
Chris70 schrieb:
Meine Hausärztin meint, dass ich ja noch gut eingestellt sei. Wenn sich die Lage verschlechtern würde, hätte man ja noch mit Trulicity (oder ähnlichem) ein Ass im Ärmel.
Aber meintest du nicht, dass die Kilos wieder steigen? Da wäre es doch angebracht, wieder auf Trulicity zu gehen...also ich würde das so sehen. Hm... -
am 09.09.2024 17:45:02 | IP (Hash): 1166588442
hjt_Jürgen schrieb:
Natürlich habe ich dann mit dem Übergang von der Diät zum normalen Essen die neuen normalen Portionen am Insulinbedarf und an der Waage ausgerichtet. Gefühlt weniger als die Hälfte von vorher. Mehr Basal-Insulin hat mir schon vor der Waage gesagt, dass ich mir in den Tagen zuvor zuviel einverleibt hatte. Also entsprechend kleinere Portionen. Und statt 96 kg damals zeigt mir die Waage inzwischen recht konstant plusminus 1 die 66 kg :)
Aus meinem Erleben bedeutet die Newcastle Diet zwar vor allem in den ersten Tagen einen mentalen Kraftakt, aber das anschließende gesunde Auskommen mit sehr viel weniger bis keiner Medikation scheint mir diesen Einsatz wert. Und wenn mein T2D zu meinem Newcastle Versuch nicht schon gut 10 Jahre insulinpflichtig gewesen wäre, würde ich seitdem für meinen 24/7 gesunden BZ wahrscheinlich keinerlei Medi brauchen.
Ich schreib das hier deswegen noch mal so deutlich rein, weil ich es für ne super Alternative zu den Hype-Medis halte, die einstweilen immer schwerer bis gar nicht erschwinglich zu bekommen sind und lebenslang genommen werden müssten.
)
Ich glaube Dir gerne, dass es für Dich funktioniert, aber für viele Menschen funktioniert es halt nicht. Ich denke gerade ein Diabetes-Forum ist voll von Menschen die schon unzählige Diäten mit allen Möglichen Namen ausprobiert haben. Wäre das anders, würde es GLP-1er gar nicht geben...die haben nämlich Milliarden in der Erforschung gekostet. Ich bin auch voll bei Dir, dass man idealerweise ohne Medis durchs Leben gehen sollte....aber das ist leider nicht immer möglich.
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am 09.09.2024 18:04:46 | IP (Hash): 343835826
Hallo und willkommen hier Graf Zahl,
ich schreibe Dir aus NRW. Habe über Jahre Trulicity bekommen, Dosis immer wieder gesteigert, zuletzt auf 4,5 mg und in der Zeit 20 kg abgenommen.
2015 wurde übrigens Typ 2 zufällig bei mir festgestellt.
Meine Ärztin hat mir jetzt auf meine Nachfrage hin Mounjaro verordnet, seit Ende 06/24. Vertrage es gut mit nicht wirklichen Nebenwirkungen. Sie sagt selbst, dass die Einnahme eine Lebensaufgabe ist. Mein BZ ist besser geworden. Derzeit um 0,8 gesunken. Seit zwei Jahren muss ich auch Insulin spritzen.... Da waren die 20 kg weniger wieder zugenommen. Vorrangig geht es mir erst einmal um den Zuckerwert, dass dieser insgesamt besser wird - liegt noch bei 7,8- und ich das Kurzzeitinsulin weglassen kann. Aber eine Abnahme wäre auch sehr wünschenswert.
Diäten etc kenne ich natürlich auch, wie Du schon selbst geschrieben hast.
Mounjaro nimmt mir aber tatsächlich gut das Hungergefühl. Ich bin jetzt bei 10 mg, aber meine Diabetologin hat mir schon 12,5 mg verordnet (bereits im Kühlschrank).
Ich wünsche Dir viel Erfolg, dass Du doch noch ein Rezept erhalten wirst. Zu Anfang hat es mir auch noch meine Hausärztin verschrieben, hat aber aus Budgetgründen ein Wechsel stattgefunden.
Du bist nicht allein mit dem Wunsch abnehmen zu wollen. In meiner Jugend war ich noch ein Strich in der Landschaft. 😁 Jetzt ist mein BMI etwas höher als Deiner, bin 48.
LG Neytiri
PS nehme auch Metformin, zu Anfang noch Janumet zur Gewöhnung.
Libido - was ist das? 😂🫤 Total weg... Habe aber noch andere Baustellen, wofür ich Medis nehmen muss.
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Behandel Andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest ❤️
Bearbeitet von User am 09.09.2024 18:14:23. Grund: Zusatz1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.09.2024 18:24:25 | IP (Hash): 1975361461
GrafZahl schrieb:
Ich glaube Dir gerne, dass es für Dich funktioniert, aber für viele Menschen funktioniert es halt nicht. Ich denke gerade ein Diabetes-Forum ist voll von Menschen die schon unzählige Diäten mit allen Möglichen Namen ausprobiert haben. Wäre das anders, würde es GLP-1er gar nicht geben...die haben nämlich Milliarden in der Erforschung gekostet.
Du missverstehst die unerwartete Neben- für die angestrebte Hauptwirkung
Neu gegessene Glukose gelangt aus dem Magen in den Dünndarm. Die Dünndarmwand nimmt sie auf und gibt sie in den Portalkreislauf weiter, in den Kreislauf, der durch die Pfortader in die Leber führt. Beim Passieren der Glukose durch die Dünndarmwand bestellen die dort wohnenden Inkretine fortlaufend die jeweils passende Menge Insulin bei den Beta-Zellen im Pankreas. GLP-1 wurde entwickelt, um diese Bestellung zu verstärken und damit mehr Insulin zur neuen Glukose in die Leber zu bekommen mit dem Ziel, dass der Blutzucker nach dem Essen weniger hoch ansteigt. Am wichtigsten war/ist genau dieser Zusammenhang von neuer Glukose und Insulin, denn er stellt sicher, dass mit dem Medi nicht alleine mehr Insulin aktiviert wird und zu Unterzuckerung führen kann.
Die Möglichkeit des vergleichsweise gewaltigen Abnehmens damit war und ist eine unerwartete und bis heute nicht wirklich verstandene NEBENWIRKUNG.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 09.09.2024 21:51:56 | IP (Hash): 1166588442
[quote=Neytiri ;130503]Hallo und willkommen hier Graf Zahl,
ich schreibe Dir aus NRW. Habe über Jahre Trulicity bekommen, Dosis immer wieder gesteigert, zuletzt auf 4,5 mg und in der Zeit 20 kg abgenommen.
2015 wurde übrigens Typ 2 zufällig bei mir festgestellt.
Meine Ärztin hat mir jetzt auf meine Nachfrage hin Mounjaro verordnet, seit Ende 06/24. Vertrage es gut mit nicht wirklichen Nebenwirkungen. Sie sagt selbst, dass die Einnahme eine Lebensaufgabe ist. Mein BZ ist besser geworden. Derzeit um 0,8 gesunken. Seit zwei Jahren muss ich auch Insulin spritzen.... Da waren die 20 kg weniger wieder zugenommen. Vorrangig geht es mir erst einmal um den Zuckerwert, dass dieser insgesamt besser wird - liegt noch bei 7,8- und ich das Kurzzeitinsulin weglassen kann. Aber eine Abnahme wäre auch sehr wünschenswert.
Diäten etc kenne ich natürlich auch, wie Du schon selbst geschrieben hast.
Mounjaro nimmt mir aber tatsächlich gut das Hungergefühl. Ich bin jetzt bei 10 mg, aber meine Diabetologin hat mir schon 12,5 mg verordnet (bereits im Kühlschrank).
Ich wünsche Dir viel Erfolg, dass Du doch noch ein Rezept erhalten wirst. Zu Anfang hat es mir auch noch meine Hausärztin verschrieben, hat aber aus Budgetgründen ein Wechsel stattgefunden.
Du bist nicht allein mit dem Wunsch abnehmen zu wollen. In meiner Jugend war ich noch ein Strich in der Landschaft. 😁 Jetzt ist mein BMI etwas höher als Deiner, bin 48.
LG Neytiri
PS nehme auch Metformin, zu Anfang noch Janumet zur Gewöhnung.
Libido - was ist das? 😂🫤 Total weg... Habe aber noch andere Baustellen, wofür ich Medis nehmen muss.
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Behandel Andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest ❤️[/quote]
Hi Neytiri,
ich vermute bei dem Nick bist du ein Weibchen? :-)
Wie kam es, dass du gewechselt hast von Trulicity auf Mounjaro?
Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
Umso mehr wundert es mich, das die Ärzte sich so zieren beim Verschrieben (mal abgesehen vom realen Mangel an Dosen). In NRW scheint ihr da ja mehr Glück zu haben. Und ja, deine Ärztin bestätigt, was ich auch überall lese: Lebenslange Einnahme, bis auf Ausnahmefälle, ist sehr wahrscheinlich.
Mir scheint es echt so, als hätte ich mir für die Diagnose für DT2 einen richtig schlechten Zeitpunkt "rausgesucht"... :-(
"Strich in der Landschaft" war ich nie, aber ich hatte durchaus sehr schlanke, bzw. normalgewichtige Phasen. Leider immer mit Tendenz nach oben.
Was mich besonders geärgert hat, bei der Diagnose war, dass ich seit mindestens 15 Jahren regelmäßig den Nüchternzucker beim Doc hab machen lassen im Rahmen des Checkups und Dieser nie auffällig war. Nur um mir dann vom Diabetologen erzählen zu lassen: "Joa, den können sie in die Tonne kloppen, ist völlig sinnfrei, da sich die Werte total absenken, bis die Probe im Labor ist". Da kratzt man sich schon am Kopf und denkt sich "WTF?!?!?"
Hast du zufällig Erfahrung, wie es ist, von einer Privatrezept Verschreibung auf Kasse zu wechseln? (also wenn man quasi schon eingestellt ist)
Grüße
GrafZahl
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am 09.09.2024 22:53:33 | IP (Hash): 1975361461
GrafZahl schrieb:
Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
Ok, die meisten von uns mit T2D haben Übergewicht, ABER die meisten Menschen mit Übergewicht haben und kriegen keinen T2D, nicht einmal die meisten von denen mit BMI 40 und mehr.
Es gibt keinen allgemeinen kausalen Zusammenhang zwischen Körpergewicht und sogenannter Insulinresistenz und T2D.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :) -
am 09.09.2024 22:54:31 | IP (Hash): 1325242092
GrafZahl schrieb:
Vielleicht noch zur Vorgeschichte: ich laviere seit Kindesbeinen mit Übergewicht herum, mal mehr, mal weniger, mit (mehreren) Abnehmphasen von 30 Kilo Minus, die sich dann langsam wieder hochgestottert haben. Auch Psychotherapie wurde für dieses Thema in Anspruch genommen. Ernährungsberatungsseitig bin ich umfassend informiert
D.h. es ist offensichtlich, dass sich mein Gewicht sich nicht konventionell auf "normal" einstellen lässt. Und Übergewicht ist nun mal DER Hauptgrund für nen DIA-2...
Das ist so nicht ganz richtig. Nicht das Übergewicht macht Diabetes, sondern der hohe Insulinspiegel macht Übergewicht.
Hoher Insulinspiegel verhindert Fettabbau, mehr noch, Insulin erst ermöglicht die Einlagerung von Fett. Das passiert schon lange bevor ein zu hoher BZ gemessen werden kann.
Und Insulin macht hungrig. Das forciert eine häufige und zu hohe Nahrungsaufnahme, die wiederum zu hohem Blutzucker führt, was wiederum einen Haufen Insulin erforderlich macht, um den Blutzucker in einen für das Leben notwendigen Bereich zu bringen. Überschüssiges von dem Zuviel wird dann wieder als Fett abspeichert. Durch den hohen Insulinspiegel kann das auch kaum mehr abgebaut werden.
Ein ewiger Kreislauf.
Sich mit Diäten das Gewicht runterzuhungern, hilft nur kurzfristig und geht nicht an die Ursache.
Durchbrechen kann man diesen Kreislauf, indem man Essen zu sich nimmt, das keine Insulinantwort erfordert = Fett und Protein. Keine KH!
Sieht man ja am postprandialen BZ, wenn man Kohlenhydrate zu sich nimmt, steigt der BZ an, isst man keine, steigt der BZ nicht oder kaum an. Ziemlich unabhängig von der Menge, die man futtert, zumindest wenn man nicht mehr als bis zur guten Sättigung isst und nicht pausenlos nachschiebt.
Kein hoher BZ = keine große mahlzeitenabhängige Insulinausschüttung.
Kein hoher Insulinspiegel, keine Fetteinlagerung, kein übermäßiger Hunger.
Die BSD kann sich erholen, der gesamte Körper profitiert davon.
GrafZahl schrieb:
]Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
"Manche hier" haben es genau damit geschafft, den BZ runterzukriegen, dabei Fett abzubauen, Blutdruck, Triglyceride zu senken, Gelenke wieder schmerzfrei zu kriegen und vieles mehr. Hängt ja alles zusammen.
Und dabei lecker und ausreichend zu essen. Ohne hungern. Mit einem HbA1c kleiner 5,7%.
Ich genieße gerne eine Schweinshaxe mit Sauerkraut oder (Hack)Steak mit Salat oder ein fettes Lachsfilet mit Gemüse und danach Quark mit Erdbeeren und ich gesunde immer mehr, andere haben andere Vorlieben und Ernährungsstrategien, aber hungern muß niemand bei einer diabetesfreundlichen Ernährung. Nur die Nudeln, die Knödel, Brot, Kartoffeln und Zucker in jeder Form weglassen - eben die KH stark zu beschränken.
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DM2 in Remission ohne Medikamente2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.09.2024 09:03:51 | IP (Hash): 1166588442
Henrie schrieb:
Das ist so nicht ganz richtig. Nicht das Übergewicht macht Diabetes, sondern der hohe Insulinspiegel macht Übergewicht.
Hoher Insulinspiegel verhindert Fettabbau, mehr noch, Insulin erst ermöglicht die Einlagerung von Fett. Das passiert schon lange bevor ein zu hoher BZ gemessen werden kann.
Und Insulin macht hungrig. Das forciert eine häufige und zu hohe Nahrungsaufnahme, die wiederum zu hohem Blutzucker führt, was wiederum einen Haufen Insulin erforderlich macht, um den Blutzucker in einen für das Leben notwendigen Bereich zu bringen. Überschüssiges von dem Zuviel wird dann wieder als Fett abspeichert. Durch den hohen Insulinspiegel kann das auch kaum mehr abgebaut werden.
Ein ewiger Kreislauf.
Sich mit Diäten das Gewicht runterzuhungern, hilft nur kurzfristig und geht nicht an die Ursache.
Durchbrechen kann man diesen Kreislauf, indem man Essen zu sich nimmt, das keine Insulinantwort erfordert = Fett und Protein. Keine KH!
Sieht man ja am postprandialen BZ, wenn man Kohlenhydrate zu sich nimmt, steigt der BZ an, isst man keine, steigt der BZ nicht oder kaum an. Ziemlich unabhängig von der Menge, die man futtert, zumindest wenn man nicht mehr als bis zur guten Sättigung isst und nicht pausenlos nachschiebt.
Kein hoher BZ = keine große mahlzeitenabhängige Insulinausschüttung.
Kein hoher Insulinspiegel, keine Fetteinlagerung, kein übermäßiger Hunger.
Die BSD kann sich erholen, der gesamte Körper profitiert davon.
GrafZahl schrieb:
]Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
"Manche hier" haben es genau damit geschafft, den BZ runterzukriegen, dabei Fett abzubauen, Blutdruck, Triglyceride zu senken, Gelenke wieder schmerzfrei zu kriegen und vieles mehr. Hängt ja alles zusammen.
Und dabei lecker und ausreichend zu essen. Ohne hungern. Mit einem HbA1c kleiner 5,7%.
Ich genieße gerne eine Schweinshaxe mit Sauerkraut oder (Hack)Steak mit Salat oder ein fettes Lachsfilet mit Gemüse und danach Quark mit Erdbeeren und ich gesunde immer mehr, andere haben andere Vorlieben und Ernährungsstrategien, aber hungern muß niemand bei einer diabetesfreundlichen Ernährung. Nur die Nudeln, die Knödel, Brot, Kartoffeln und Zucker in jeder Form weglassen - eben die KH stark zu beschränken.
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DM2 in Remission ohne Medikamente
Hallo Henrie,
Ich Zitiere Wikipedia nur ungern, aber bitte:
"Die genauen Mechanismen, welche zur Insulinresistenz führen, sind deshalb in intensiver Erforschung..."
"Die Insulinresistenz betrifft sowohl schlanke als auch übergewichtige Typ-2-Diabetiker, allerdings ist Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor."
Oder um es mal in eigenen Worten zu sagen: es gibt wesentlich mehr übergewichtige Diabetiker (DT2), als schlanke und die Mechanismen sind nicht eindeutig geklärt.
Außerdem gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Menschen: genetisch, Sozialisation, Lebensumstände, psychische Verfassung. Betrachtet man die Gesamtheit dieser Faktoren UND die Tatsache wie viele fette Menschen (so wie mich), es auf dem Planeten gibt, willst du wirklich sagen, dass die alle nur brav KH-arm essen müssten und alles wird gut?
Wie ich ja schon erwähnte, haben Viele davon zig Diäten hinter sich (die schon für sich genommen nicht gut für den Körper sind) und/oder sind nicht in der Lage, eine Ernährungsumstellung langfristig durchzuhalten. Was sagst du Diesen Menschen? Try harder? Pecht gehabt?
Das hätte man eventuell VOR den GLP-1ern sagen können / müssen. Jetzt gibt es diese Medis. Ein Vorenthalten sehe ich daher höchst kritisch.
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am 10.09.2024 10:43:31 | IP (Hash): 1836543751
GrafZahl schrieb:
"Die genauen Mechanismen, welche zur Insulinresistenz führen, sind deshalb in intensiver Erforschung..."
"Die Insulinresistenz betrifft sowohl schlanke als auch übergewichtige Typ-2-Diabetiker, allerdings ist Übergewicht ein wesentlicher Risikofaktor."
Inzwischen können wir besser, als die Spekulation um den Risikofaktor Gewicht. Seit der Banting Lecture in 2012 von Prof. Roy Taylor, Newcastle, zur Twin Cycle Theorie weiß alle Welt, dass wir mit Typ 2 anders als alle übrigen Menschen 2 Speichergrenzen geerbt haben und vererben.
Unter diesen Speichergrenzen funktioniert unser Glukosestoffwechsel völlig gesund, darüber zunehmend diabetisch.
Der eine begrenzte Regelkreis ist der in der Leber. Mit überschreiten der persönlichen (hat nichts mit der üblichen Bemessung von BMI oder Fettleber zu tun!) Grenze vom Fettvolumen in der Leber gibt die zunehmend mehr Glukose in den Kreislauf, als darin jeweils aktuell verbraucht wird.
Mit dem ausreichenden Abbau vom Fett in der Leber gibt die nach 1 Woche (bis Taylor über viele Jahre unerklärtes Phänomen nach Magenverkleinerungen usw.) wieder völlig normalen Nüchternzucker aus.
Der andere Regelkreis betrifft Beta-Zellen und Inkretine. Die Inkretine bestellen für die neue Glukose, die bei ihnen durch die Dünndarmwand kommt, die passende Menge an Insulin. Erste Aufgabe vom Insulin ist dann das vorübergehende Ausschalten der Glukoneogenese (wenigstens 10 g neue Glukose/Stunde) in der Leber. Mit dem Überschreiten der persönlichen Fettgrenze der Betas antworten die zunächst immer weniger spontan und mit den Jahren immer weniger bis gar nicht mehr auf Insulinanforderungen.
Mit der rechtzeitigen (zu viele Jahre ausgeschaltet sterben sie einfach ab) ausreichenden Entfettung der Beta-Zellen geben die wieder völlig normal Insulin aus, und der Glukosestoffwechsel funktioniert völlig gesund.
Die unerwartet appetitzügelnde Funktion von Ozempic & Co reicht offenbar nicht bis unter die Speichergrenzen zum Ausschalten des T2D. D.h., der T2D wird zwar deutlich eingedämmt, aber “auf kleiner Flamme” weiter gepflegt.
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Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.09.2024 11:43:31 | IP (Hash): 1166588442
Ich möchte noch was ganz Generelles los werden hier:
Ich bestreite ausdrücklich NICHT, dass man medikamentenfrei mit einer 1000 Kcal LowcarbDiat den DT2 quasi verschwinden lassen kann. Das ist ja auch nur logisch, weil sich ja alles ums Insulin (und die Resistenz) dreht. Und wo nix (sehr wenig) ausgeschüttet wird, passiert auch nicht viel. Dazu gibt es ja auch viele Berichte und Erfolgsmeldungen.
ABER, der Mensch ist nun mal ein Mensch, mit allen Schwächen, und ich bezweifle, dass selbst bei optimaler Aufklärung, eine wirklich große Bevölkerungsgruppe in der Lage sein wird, sich nach so einer Diät auf eine 1500-2000 Kcal Lowcarbernährung einzupendeln. Daher denke ich, dass dafür GLP-1 sehr sinnvoll ist.
So, das wollte ich nur mal klarstellen :-) -
am 10.09.2024 12:44:59 | IP (Hash): 343835826
GrafZahl schrieb:
Hi Neytiri,
ich vermute bei dem Nick bist du ein Weibchen? :-)
Wie kam es, dass du gewechselt hast von Trulicity auf Mounjaro?
Natürlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Diabetes Typ 2, gerade weil die Fettzellen die Insulinresistenz fördern. Manche hier scheinen das nicht so sehen zu wollen oder reden das etwas klein :-)
Umso mehr wundert es mich, das die Ärzte sich so zieren beim Verschrieben (mal abgesehen vom realen Mangel an Dosen). In NRW scheint ihr da ja mehr Glück zu haben. Und ja, deine Ärztin bestätigt, was ich auch überall lese: Lebenslange Einnahme, bis auf Ausnahmefälle, ist sehr wahrscheinlich.
Hallo Graf Zahl,
Ja, ich bin weiblich. 😁 Mounjaro hatte ich beim googlen entdeckt und dann mit meiner Ärztin besprochen. Ich verspreche mir davon eine Verbesserung des Diabetes und Abnahme wäre auch sehr gut. Andere haben damit schon sehr gut an Gewicht verloren, wie ich im Internet gelesen habe.
Ich hoffe auch, dass mir das Mittel immer weiter verschrieben wird, auch wenn der Hba1c-Wert dann besser geworden ist. Denn auch wenn ich hoffentlich noch zusätzlich damit abnehmen werde, habe ich noch genug Hüftgold. Überlege irgendwann in eine Adipositas - Klinik zu gehen, jedoch nicht für eine OP. Aber um doch wieder zu alten Zeiten etwas näher zurück zu kommen.
Ansonsten versuche ich mich auch immer mehr ohne Kh zu ernähren.
Was einen Rezeptwechsel angeht, würde ich an Deiner Stelle erst gar nicht damit anfangen. Vielleicht bekommst Du es dann wirklich nicht mehr verordnet.
Liebe Grüsse, viel Erfolg und alles Gute!
Neytiri
PS ich habe auch den FreeStyle Libre 3 Sensor seit dem ich Insulin spritzen muss. Komme damit sehr gut zurecht und das Lesegerät hat mich schon öfter, gerade nachts, vor Hypos gewarnt.
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Behandel Andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest ❤️
Bearbeitet von User am 10.09.2024 12:53:43. Grund: Zusatz1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.09.2024 14:09:46 | IP (Hash): 1836543751
Neytiri schrieb:
PS ich habe auch den FreeStyle Libre 3 Sensor seit dem ich Insulin spritzen muss. Komme damit sehr gut zurecht und das Lesegerät hat mich schon öfter, gerade nachts, vor Hypos gewarnt.
Hast du dann schon mal überprüft, ob die Warnung überhaupt begründet war? Viefach wird nämlich von solchen Warnungen berichtet, wenn der BZ bei 80-100 und sogar noch mehr mg/dl liegt, und wenn man die Warnung ungeprüft akzeptiert und isst, befördert das das Hüftgold.
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Bearbeitet von User am 10.09.2024 14:12:24. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 10.09.2024 16:37:58 | IP (Hash): 1836543751
GrafZahl schrieb:
ABER, der Mensch ist nun mal ein Mensch, mit allen Schwächen, und ich bezweifle, dass selbst bei optimaler Aufklärung, eine wirklich große Bevölkerungsgruppe in der Lage sein wird, sich nach so einer Diät auf eine 1500-2000 Kcal Lowcarbernährung einzupendeln. Daher denke ich, dass dafür GLP-1 sehr sinnvoll ist.
Medizin, die viel hilft, hat in aller Regel auch einiges an Nebenwirkungen, die man nicht haben will. Als das damals neu war, galt Cortison als super Entzündungshemmer. Mit 2 größeren Injektionen kam ich damit nahezu pollenbeschwerdefrei über den Sommer. Das ist völlig ungefährlich, hieß es damals. Schließlich macht der Körper das doch auch selbst. - Du weißt, wie sich die Medizinwelt inzwischen weitergedreht hat. Und ich bin mir recht sicher, dass mit den Jahren auch bei Ozempic & Co irgendwas auftreten wird, was wir nicht gedacht hätten und so aber nicht gewollt haben.
Und genauso ist das mit dem Insulin. Inzwischen ist auch beim letzten Hausarzt angekommen, dass mit Insulinresistenz so lange viel(!) mehr(!) an eigenem Insulin ausgegeben wird, als bei Menschen ohne Resistenz, so lange der Blutzucker noch mit anderen Mitteln als fremdem Insulin ausreichend gesenkt werden kann. Und wenn du bedenkst, dass ein Insulinmolekül nach knapp 5 Minuten im Blut nur noch als halbes und nach weiteren 5 Minuten nur noch als Viertel usw. gemessen werden kann, kannst du ahnen, auf welch vollen Touren die Betas dafür 24/7 laufen müssen.
Und je mehr Insulin, auch vom eigenen, desto mehr Hüft- und sonstiges Gold. Das ist mit der fachoffiziell richtigen Insulin-Einstellung für HbA1c um 7 der normale Lauf der Dinge. Damit spritzen alle 11 mit T2D, die mit mir in 98 mit Insulin angefangen haben, inzwischen einen täglichen Bedarf von über 200 Einheiten und über 150 kg Sofagewicht :(
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am 10.09.2024 19:34:37 | IP (Hash): 1166588442
@Jürgen: absolut, klar. Das Risiko ist mir bewusst. Es gibt ja durchaus Kritiker, die sich fragen, ob es gut ist, dass das Gastrin durch GLP-1 dann jahrelang um den Faktor 1000 erhöht sein kann, ohne dass es zu ernsten Folgen kommt.
Allerdings ist die die momentane Lage die, das sämtliche schwere unerwünschten Ereignisse (wie man Nebenwirkungen in Studien nennt), bisher in Folgestudien widerlegt werden konnten:
- keine erhöhte Suizidgefahr
- keine Probleme mit der Bauchspeicheldrüse
Einzig wird aktuell eine spontane Erblindung durch Sehnerventzündung diskutiert. Aber auch das ist nicht gesichert und eher selten.
Es gibt durchaus hochwirksame Medis, bei denen die Nebenwirkungen überschaubar sind. Aber ganz ohne ist in der Tat unwahrscheinlich.
Und die Benefits von Gewichtsverlust, den man sonst nicht hinkriegt, sind enorm...
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am 10.09.2024 19:46:35 | IP (Hash): 1836543751
In jedem Falle Daumendrück für dein weiteres gutes Gelingen :)
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am 10.09.2024 20:20:13 | IP (Hash): 343835826
hjt_Jürgen schrieb:
Neytiri schrieb:
PS ich habe auch den FreeStyle Libre 3 Sensor seit dem ich Insulin spritzen muss. Komme damit sehr gut zurecht und das Lesegerät hat mich schon öfter, gerade nachts, vor Hypos gewarnt.
Hast du dann schon mal überprüft, ob die Warnung überhaupt begründet war? Viefach wird nämlich von solchen Warnungen berichtet, wenn der BZ bei 80-100 und sogar noch mehr mg/dl liegt, und wenn man die Warnung ungeprüft akzeptiert und isst, befördert das das Hüftgold.
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Ja, habe ich, Jürgen. Der Wert lag bei mindestens 69 oder darunter, vorher warnt das Lesegerät auch nicht. Ich habe blutig nachgemessen, als es einmal auch tagsüber zur Hypo kam, da lag der BZ bei 54.
Ich nehme nachts dann auch nur Dextro und schlafe weiter. Aber mittlerweile hat es sich gut eingespielt mit Mounjaro und ABASAGLAR am Abend. Nehme nur noch 10 IE.
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am 20.09.2024 10:50:13 | IP (Hash): 1166588442
Abschließend zu dem Thema, mein Ratschlag:
Für alle die glasklar diagnostizierten DB-T2 haben, unter anderem gekennzeichnet durch:
- HbA1C über 6,5 (ggf. mehrfach gemessen)
in Kombination mit einen BMI von 30+ und
Beides nicht gesenkt kriegen durch Metformin und SGLT-2-Hemmer sowie Sport und Ernährung
und der Doc weigert sich trotzdem ein GLP-1 zu verordnen:
SUCH EUCH EINEN ANDEREN ARZT
Das werde ich zumindest tun. Es ist allein Eure Entscheidung, wie Ihr euch "behandeln" lasst.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.09.2024 15:15:29 | IP (Hash): 1166588442
So, habe nun einen anderen Arzt. Werde nicht verraten wer es ist, aber es ist einer der führenden Diabetologen in DE, mit unzähligen Publikationen, international anerkannt.
Sein klares Urteil: "Selbstverständlich schreibe ich Ihnen (auf Kassenrezept) Mounjaro auf, wenn es einen Paradepatienten gibt der das nun braucht, dann Sie. Unverständlich, warum die Kollegen das nicht verordnet haben"
Ich werte das mal als schallende Ohrfeige für die anderen beiden Ärzte, die es verweigert haben.
Freue mich natürlich wie Bolle, rege mich aber auch über unser dümmliches System auf.
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am 23.09.2024 16:44:42 | IP (Hash): 33628158
Gratuliere zu Erfolg #1 = Verordnung. Bin gespannt auf Erfplg #2 = Wirkung?
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