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  • Daniela

    Rang: Gast
    am 22.09.2010 16:31:02
    Hallo Fragender,

    da stimme ich Dir prinzipiell zu - wenn die lieben Diabetologen i.v. Insulin bei hohen Werten gäben, nur anstatt den BZ zu senken, sitzt der arme Kunde mit dem hohen BZ stundenlang rum.

    Hohe BZ-Werte über Stunden können eine funktionierende Therapie umwerfen, das sollte jedem klar sein.
    Wer nicht weiß, dass dann möglicherweise Schema B anzuwenden ist, der hängt in einer wiederkehrenden, bzw. nicht bearbeiteten Lipolyse - Toller Zustand!

    LG, Daniela
  • Korrektur

    Rang: Gast
    am 23.09.2010 16:06:43
    hab mich verschrieben, meinte, es bedarf KEINER Notwendigkeit. von Korrektur
  • nicol

    Rang: Gast
    am 23.09.2010 22:06:08
    Die ´Geschichte´ mit der Grippeimpfung ist keine Ente. Leider habe ich die Zeitung
    nicht mehr. Aber es wurde versehentlich Insulin anstatt Grippeschutzmittel gespritzt.
    Auch ein Artz kann sich mal vergucken, keiner behauptet das es gespritzt wurde von
    Plegepersonal.
    In die meisten Krankenhauser gibt es Protocolle das Medicamenten die ähnliche
    Namen haben, aber völlig verschiedene Wirkung haben, nicht nebenaneinder gelagert
    werden.

    Nur so ein paar Gedanken (Ich bin Laie, kein Artz);
    -Warum werden Grippeschutzmittel vom Artz
    gespritzt? Weil es i.v.-gespritzt wird?
    -Wenn man durch schwere Unterzuckerung ins
    Koma fàllt, wass sind dan eventuell
    die Folgen von Energie- und Sauerstoffmangel
    für das Gehirn und Herz?
    Wenn ich sterbe infolge Herzversagen
    macht es mir dann wass aus, ob ich zuvor
    zuviel Insulin gespritzt habe?
    -Ab welche BZ-Werten wird eigentlich i.v.
    Gespritzt? Und wieviel iE?

  • nicol

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 18:37:07
    Liebe 87.185.53.138,

    danke fúr deine Antwort.
    Ich liebe das Leben!!!
    Meine Absicht war mit meine Fragen, zu unterstreichen Hypo's zu vermeiden, da die weit
    acut gefährlicher sind als Hypers.

    I.v.-korrekturen sind meiner Meinung nach,
    nur unter Ärtzliche Kontrolle vor zu nehmen
    bei Ausnahmezuständen.

  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 20:24:52
    "Meine Absicht war mit meine Fragen, zu unterstreichen Hypo's zu vermeiden, da die weit
    acut gefährlicher sind als Hypers."

    Ist das wirklich so?
    Ich frage Dich, stirbt man eher an Hypo als an Hyper (-->Keto)?
    Welche Schäden treten durch Unterzuckerungen auf und welche durch Überzuckerungen (bitte auch die Langzeitschäden beachten)?

    LG, Daniela
  • nicol

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 20:58:48
    Hallo Daniela,

    "Meine Absicht war mit meine Fragen, zu unterstreichen Hypo's zu vermeiden, da die weit ACUT gefährlicher sind als Hypers."

    Ein Hypo sollte doch ACUT behandelt werden, oder meinst du nicht. Die folgen einer
    schweren Hypo, lässt nicht lang auf sich warten, mann verliert den Bewustsein, fällt ins Koma und wenn nicht gleich Gegenmassnahmen vorgenommen werden, sind die Folgen nicht zu übersehen.
    Hypers sind auch nicht gesund. Die Langzeitschäden sind ebenso ernst.

    Nur...
    Ein Hypo ensteht häufig durch zuviel Insulin im Körper, bei Diabetiker wurde dann
    zuviel gespritzt. Korrigiere mir bitte wenn ich dass nicht richtig verstanden habe.
    Ein Hyper entsteht dann durch zuwenig Insulin.
    Leider kann mann Insulin, einmal gespritzt nicht wieder einfach wegsaugen.
    Wenn mann bemerkt dass zuwenig Insulin zugeführt wurde, kann nochmal ´nachgespritzt´werden. Eine versalzene Suppe ist lästiger als eine Suppe mit zu wenig Salz.

    Um hier alle Folgeschäden von Hypo´s und Hypers auf zu listen, scheint mir nicht sinnvoll. Als Erfahrungsexperte weisst du diese bestimmt.
    von nicol
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 21:19:17
    Du stellst eine Behauptung auf, Daniela bittet dich, doch mal die Folgeschäden speziell einer Hypo aufzulisten und du schreibst, dass sie die ja besser kenne - geile Logik!! Es ist ganz nebenbei wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen, dass Hypos bei weitem nicht so schädlich (wenn überhaupt) sind, wie Hypers. Kann ich übrigens selbst bestätigen. Habe genug Hypos gehabt und dadurch hat sich nichts geändert (ausser mein Verhalten bzgl. Kontrolle). »sind die Folgen nicht zu übersehen.« Nenn doch bitte mal einige! Einer Hyper willst du durch Nachspritzen entgegnen. Wie willst du das denn tun, wenn du keinen BZ misst? Und wenn du ihn misst, weshalb kannst du dann durch Zufuhr von KH einer Hypo nicht zuvorkommen? Kommt mir etwas wie Pippi Langstrumpf vor: "ich mach mir die Welt ... wie sie mir gefällt." Im Übrigen kannst du, anstatt Hypers akut zu behandeln, auch warten bis sich die Spätschäden einstellen und dann das Jammern anfangen... von Rudi
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 21:39:12
    Hallo Nicol,

    nun, man fällt nicht einfach in die Bewusstlosigkeit, es gibt sogar Diabetiker, die das niemals tun werden (also bei normalen Insulindosen). Selbst wenn man bewusstlos wird, man wacht auch wieder auf.
    Die Panikmache um Unterzuckerungen ist definitiv fehl am Platz, da daraus Missmanagement betrieben werden kann und höhere Hba1c-Werte toleriert werden.
    Der Schaden durch zu hohe Hba1c-Werte ist enorm!
    Auch ist es nicht richtig die Unterzuckerung zu verharmlosen - das gesunde Mittelmaß ist angebracht.

    Ich empfinde Unterzuckerungen auch als ekligen Zustand, aber es kommt halt vor und ich verfalle nicht in Panik, ziehe die Unterzuckerung sogar der Hyper vor - wenn ich die Situation um mich herum einschätzen kann!
    Es gibt immer Lebenssituationen, bei denen die Hyper der Euglykämie vorzuziehen ist, aber bitte, wenn ich zuhause vor dem TV sitze, dann kann ich doch mal eben was essen, bzw. meine Hypo-BE trinken, es passiert doch nichts.

    Der Körper hat bei Hypoglykämie Regulationsmechanismen, hier meine ich speziell die Alphazellen des Pankreas, in denen Glukagon produziert wird. Die Ausschüttung von Glukagon geschieht bereits bei Werten unter 70 mg/dl - wenn ich mich recht erinnere. Gulakon führt zu dann Leberzuckerausschüttung und der BZ steigt an.
    Die Diabetiker, denen diese Gegenregulation fehlt, fahren am besten wenn sie ihren BZ nicht unter 70 mg/dl fallen lassen, sich die Warnsymptome erhalten.

    "Hypers sind auch nicht gesund. Die Langzeitschäden sind ebenso ernst."

    Hypers machen noch mehr als nur Langzeitschäden, stehen Werte zulange hoch entsteht eine Fettsäureresistenz, das Insulin kann nicht mehr richtig wirken, es kommt vermehrt zu Leberzuckerausschüttung, der BZ steigt exponentiell an - im schlimmsten Fall kommt es dann zur Ketoazidose.

    "... wegsaugen."

    Wegsaugen nicht, aber man kann sich behelfen (schnelle BE Essen, ein wenig Glukagen s.c. spritzen - bitte nicht die ganze Ampulle, da man sonst kotzen muss).

    ".. kann nochmal ´nachgespritzt´werden."

    Eben nicht, nachspritzen reicht manchmal einfach nicht mehr aus um die Fettsäureresistenz loszuwerden, s.hierzu Schema B von www.Chrostek.de

    Der Typ 1-Diabetiker hat reale Probleme wenn Insulin fehlt, ein basaler Insulinmangel für 4 - 5 h (Normalinsulin) kann eine Ketoazidose auslösen!
    Bei schnellwirksamen Analoga in der Insulinpumpe dürfte der Zeitraum des Insulinmangels kürzer sein.

    Ich frage aber nochmal, warum kommt es denn zu Unterzuckerungen, kann man diese nicht vermeiden, bzw. weiß man nicht wann man sie haben könnte?
    Wieviel Insulin brauche ich um mich in eine Hypo zu befördern, aus der ich nicht wieder aufwache?

    LG, Daniela

  • Nachtrag v. Daniela

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 22:02:59
    Zitat:
    "Coma diabeticum
    U. Preiß
    Die diabetische Ketoazidose (DKA) ist ein lebensbedrohlicher Zustand. Obwohl der Diabetes
    Typ 1 im Kindesalter immer häufiger vor der Entwicklung einer schweren Ketoazidose
    diagnostiziert wird, erfolgt die stationäre Einweisung bei etwa 25 % der Manifestationen erst
    nach Ausprägung der Ketoazidose-Symptome. Im Verlauf der Therapie versterben 1-2 % der
    Patienten."

    Quelle: http://www.anpisa.de/pdf/abstracts_badSuderode00.pdf
    von Nachtrag v. Daniela
  • Nicol

    Rang: Gast
    am 24.09.2010 23:17:09
    Bester Daniela,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Es ist halt alles noch ziemlich neu für mich. Bin juni 2009 mit ein keto-azidotisch Koma ins KH aufgenommen und drei Tage später aufgewacht. Da erzählten mir die Ärzte ich habe LADA und musste vier mal täglich Insulin spritzen.
    Mein BZ bei Aufnahme war 900, Hba1C 12.2.
    Meine BZ-Werte sind seit November 2009 zwischen 90 und 150, Hba1c 5,7 (in November 2009, Februar 2010, Mai 2010, Augustus 2010).
    Keine BZ-werte über 180 mehr gehabt, insgesamt 4 Hypo´s, drei davon nach verkehrt berechnete KH.
    Jetzt messe ich vor jede (Zwischen-)Mahlazeit und berechne den Insulin die ich brauche mit der KH/Insulin-ratio. Spritz 5 iE Lantus und 18-22 iE Novorapid am Tag und halte mich an ungefähr 60 KH am Tag. Ausgenommen wenn ich mal Lust habe
    auf Currywurst mit Pommes oder ein Stuck Schwarzwalderkirschtorte. Spritz halt ein wenig mehr.

    "Ich frage aber nochmal, warum kommt es denn zu Unterzuckerungen, kann man diese nicht vermeiden, bzw. weiß man nicht wann man sie haben könnte?
    Wieviel Insulin brauche ich um mich in eine Hypo zu befördern, aus der ich nicht wieder aufwache?"

    Das möchte ich auch gerne wissen. Ich meine das
    sowohl regelmässige Hypo's UND Hyper's zu vermeiden sein.
    Bei mir gelingt das bis jetzt gut.

    Aber jeder Mensch ist anders, deshalb würde ich gerne wissen, wie das bei Andere so geht. Vor allem bei diejenige die schon länger DM haben.

    Aber einige Sachen sind mir nicht geheuer, zb.
    das herunterspielen von den konsequenzen von einen Hypo. Oder i.v.-korrekturen ohne ärtzliche Aufsicht.
    Je mehr ich lese, und ich lese sehr viel über DM,
    je mehr ich zu dem Schluss komme dass das Ganze
    nicht so einfach ist und mann eine gute Unterstützung
    eines Diabetes-team braucht und gute Schulung, weil
    ein Diabetiker es in der täglichen Praxis sein Diabetes selbst unter Kontrolle haben muss.

    Gruss Nicol.

    ps. Ich wollte dir nicht beleidigen.
    (Du stellst eine Behauptung auf, Daniela bittet
    dich, doch mal die Folgeschäden speziell einer
    Hypo aufzulisten und du schreibst, dass sie die
    ja besser kenne - geile Logik!!)