Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Reicht der HBA1C?
-
Pia
Rang: Gastam 12.10.2007 09:15:58
Moin Green,
oje:-(( dass du völlig verunsichert bist, glaube ich, aber die Orientierung mit den 140/120/100 nach 1/2/3 ist wirklich der beste Anhaltspunkt. Was in der ersten Stunde nach dem Essen passiert, ignoriere bitte, denn der Wert ist nicht relevant.
Schmeiß erst mal eines der Messgeräte fix weit weg, sonst wirst du ja ganz kirre dabei..
Welche beiden Geräte hat du denn verwendet? Da können dir die Profis sicher empfehlen, welches du weit wegschmeißen sollst. Wenn du mal eine Woche so jeden Tag 5 Messungen machst und das dann brav in eine Tabelle einträgst, wirst du sehen, dass die Tagesverläufe mit BZ-Spitzen oder Tiefpunkten ähnlich sind.
Aber ich würde dir dennoch empfehlen, lass dir von deinem Diadoc mal eine schöne Schulung geben, das bringt dich sicher eher weiter. Auch neue Erkenntnisse über Lebensmittel erfährst du da. Und du wirst eteas sicherer werden. Schau, früher hatman gepredigt: Keine Butter,lieber Becel, KEIN Haushaltszucker, nur Süßstoff, als Obst eine halbe Grapefruit, Diabetikerprodukte usw. Das haben die alles über Bord geworfen.
Wenn du Becel isst, kannst du ebenso gut Butter essen, du darfst Zucker essen, für die halbe Grapefruit iss lieber einen schönen Appppel, und Hände weg von Diabetikerprodukten. Ich habe nur da gesessen und den Mund nicht wieder zubekommen. Habe Geduld beim Durchfitzen der Thematik. von Pia -
rudi
Rang: Gastam 12.10.2007 15:14:48
hallo green,
von einem im labor festgestellten nüchtern-
wert ausgehend, weichen die messgeräte
deutlich ab.
das heißt, wenn ich im labor einen nüchtern-
wert von 100 habe, zeigt mein messgerät
110 an, das andere 120.
es sind eben nur schätzgeräte.
daher sollte man immer nur ein gerät be-
nützen.
wenn dann der wert bei 160/140/120 liegt,
kommt das auch einem gleichmäßigen blut-
zuckerverlauf gleich. die messtolereanz kann
man doch berücksichtigen.
wichtig ist, daß der blutzuckerverlauf keine
extremen höhen und tiefen aufweist.
diese extremen schwankungen sind für die
gefäße und nerven schädlich. (folgeschäden).
also durch aufteilen der essensmenge einen
gleichmäßigen verlauf erzielen.
und sich nicht von unterschiedlichen
messergebnissen verrückt machen.
denn wo das chaos auf die ordnung trifft,
gewinnt meist das chaos,
weil es besser organisiert ist.
gruss rudi -
Green
Rang: Gastam 12.10.2007 16:27:39
Liebe Pia, lieber Rudi,
danke für Eure liebe Unterstützung! Man ist als Neuling ziemlich verschreckt und verunsichert und es gibt so viele verschiedene Meinungen und ich möchte für meine Gesundheit aktiv werden und möglichst "das Richtige" tun. :-(
Schwierig, schwierig.
Pia, Du fragst nach den Geräten: Also ich kann auch nur bestätigen, was ich auch schon öfters gelesen habe: gerade die beiden Geräte "Contour" und "Aviva" zeigen große Unterschiede an und das irritiert mich vollends. Dass sich die Geräte so enorm unterscheiden hatte ich auch nicht erwartet. Bei mir lag das "Contour" auch immer so 25 - 30% niedriger, also die Differenz bei höheren Werten um so höher. 110 zu 138, zum Beispiel, was soll ich davon halten? Ich habe dieses Phänomen aber im Internet nun schon öfter gelesen habe. Nun bin ich unsicher, für welches Gerät ich mich entscheiden soll?
Bei den BZ-Spitzen ist es auch so, dass ich nicht herausfinden kann, wann BEI MIR in der Regel die Spitze ist. Mal ist der BZ nach 30 Minuten am höchsten, mal nach 1 Stunde und mal ist es auch so, dass er nach 1 Stunde nur 110 hat und nach 2 Stunden dann 130. Ich dachte immer, die Spitze liegt so bei 30 bis 60 Minuten nach dem Essen. Was hat es denn zu bedeuten, wenn der Wert nach 2 Stunden höher ist als nach 1 Stunde?
Also, bei mir geht eben leider alles so durcheinander und ich dachte, ich messe jetzt mal einige Zeit, schreibe das auf und kann dann schön erkennen, was mir gut tut und wann ich BZ-Spitzen habe, etc.. Im Moment weiß ich gar nicht, wann ich eigentlich messen sollte. (Wenn ich denn messe.) Pia, Du schreibst auch, den 1-Stunden-Wert kann ich vernachlässigen, andere sagen: der ist oft die Spitze und daher die Regel 140/120/100, da gehört dann aber der 1 Stunden-Wert mit rein.
Ihr seht, im Moment stürzen Fragen und Unsicherheiten über mich herein und ich lade das alles hier bei Euch ab. Entschuldigt bitte! Ihr habt sicher oft mit solchen Neulings-Salven zu tun :-(
Leider ist der BZ nicht so träge wie andere Werte und das macht es mir noch schwerer, ihn "irgendwie zu fassen".
Ist das eigentlich sehr ungewöhnlich, dass jemand beim Messen so gar keinen roten Faden erkennen kann?
Danke Euch ganz, ganz herzlich für Eure Geduld und die liebe Unterstützung!!
Schöne Grüße
Green -
thomas2002
Rang: Gastam 13.10.2007 01:28:14
finde mit deinem messgerät jeraus, in welchem bereich dein unterzucker liegt. von dortaus ca 60-80 mg bzw 3,3-4,4 drüber ist dein bereich. die verschiedenen wirkungen deines inputes können liegen an einer stotternden bsd, an unterschiedlicher glykämischer last, an unterschiedlichen aktivitäten, an tageszeitabhängiger resistenz.
schonmal mit low carb versucht? von thomas2002 -
Franziska
Rang: Gastam 14.10.2007 01:07:16
Hallo Green,
kann Deine Aufregung gut verstehen, die unterschiedlichen Peaks bzw. die unterschiedlichen Zeiten der Peaks hängen von Tageszeit, Bewegung, Fettanteil, Essgeschwindigkeit und vielem mehr ab.
Habe mit einem HbA1c von 5,4 angefangen mich konsequent an Low Carb zu halten (siehe Tabelle bzw.Pyramide auf www.logi-methode.de) so dass Brot, Nudeln, Kartoffeln, Mais, Bananen, Kuchen, Schoko unter 80% Kakaoanteil tabu sind bzw. von mir eher wie ein Trüffel, also wie eine Delikatesse behandelt werden.
Stattdessen kiloweise Salat, Gemüse, Fleisch, Nüsse, Eier, Milchprodukte in Maßen. Auch mal Früchte, z.B. heute 5 Pflaumen und ein 100ml Becherchen Creme fraiche darüber (statt früher den leckeren Kuchen von Butter Lindner) und heute abend eine große Gänsekeule mit Spinatsalat und Walnüssen.
Hungern tu' ich nicht, auch sind die früheren Heißhungerattacken verschwunden und meine Nüchtern BZ sind meist unter 100, die postprandialen selten nach 2h über 120 und der HbA1c jetzt 5,0.
Habe festgestellt: Es gibt auch ein Leben mit wenig KH, und kein schlechtes...
Gruß
Franzsika von Franziska -
Haschi
Rang: Gastam 14.10.2007 13:31:46
.....und kein schlechtes,
mit kiloweise Fleisch ?
Da klatschen die Nierchen bei jahrelangem Diabetes sicher nicht mehr unaufhörlich in die Hände.*ggg* von Haschi -
Franziska
Rang: Gastam 14.10.2007 15:02:40
Hi Haschi,
wie kommt es denn, dass z.B. die Eskimos keine Probleme mit den Nierchen haben?? Und dafür die westlichen Ländern mit ihrer KH-Ernährung um so mehr??
Gruß
Franziska -
Green
Rang: Gastam 15.10.2007 04:45:39
Hallo Franziska,
erst mal danke ich Dir für Deine Hilfe und Tipps! Habe mir am Samstag aus der Bücherei einiges zu LowCarb geholt. Das Blöde ist wirklich, dass der BZ so schnell wechselt........... :-(
Du schreibst, Du hast mit 5,4 HBA1c angefangen. Ist das denn ein schlechter Wert?? Ich dachte der wäre ganz gut. Die meisten Ärzte und Apotheker sagen, unter 6 wäre völlig ok.
Was haben denn z.B. ganz Gesunde Menschen? Liegen die unter 5?
Danke Dir und
schöne Grüße
Green -
Franziska
Rang: Gastam 15.10.2007 14:16:17
Hi Green,
uner Low Carb kann der BZ nicht mehr sehr schwanken... das einzige, was ihn dann bei mir nur noch nach unten bewegt, ist ein Waldlauf. Dann geht er auch mal auf 80 runter, sonst eher 95-105. Insofern ist mein Nüchternwert immer noch über dem was richtig gesund wäre. Richtig Gesunde haben einen HbA1c von 4,5-4,9. Natürlich ist 5 auch noch ok, aber darüber beginnt schon so allmählich die Glucoseintoleranz. Es gilt beim BZ schon: Je nedriger je besser, da manche Menschen schon Gefäßschäden bekommen, obwohl sie unter der gängigen 6,0-Marke liegen. Sicher spielen auch Co-Faktoren (Gewicht, Cholesterin, hs-CRP, Blutdruck usw.) eine Rolle. Aber wenn Du denn BZ schön runterbekommst, dann ist das schon mal gut.
Du wirst sehen: Mit Low Carb tut sich in einigen Wochen was. Wichtig ist auch, die Glykämische Last zu begucken, weniger den Glyx. Dann kannst Du nämlich schon das eine oder andere an KH essen (z.B. Melone, da ist neben den KH auch viel Wasser drin), da es auch noch etwas auf di e'verpackung' der KH und die aufgenommene Gesamtmenge ankommt.
Wenn Du misst, notiere Dir doch auch mal die Gesamtmenge an KH (je mehr, desto überproportional steigt der BZ), der Anteil Fett (=>verzögert die Resorption), die Art des KH (Fructose und Lactose haben nur die Hälfte an BZ-steigernden KH), die glykämische Last (siehe auch unter www.index-essen.de, da kann man die LM auch schon sortieren, je nach Kriterium), die Essgeschwindigkeit, die Bewegung kurz vor oder kurz nach dem Essen, die Tageszeit. Mit der Zeit kriegst Du raus, was für Faktoren wie wirken. Und wenn Du ganz viel Geld über hast, miss zweimal... jeder Messwert kann bis zu 20% Abweichung haben...
Aber wie auch schon gesagt: Nicht zu sehr verrückt machen!
LG
Franziska -
Pia
Rang: Gastam 15.10.2007 14:36:13
Hi green,
mit BZ - Spitzen meinte ich die BZ-Werte ohne Essen. Bei mir ist der BZ z.B. zwischen 13 und 14 Uhr am niedrigsten, das heißt, ich weiß, ich sollte in der Zeit möglichst etwas essen oder lieber davor, denn dort rutscht er sonst in die Unterzuckerung. Morgens ist er höher, also esse ich hier nur ganz wenig, aber ich esse, denn ohne Essen würde er trotzdem oder gerade deswegen ansteigen,. von Pia