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  • Green

    Rang: Gast
    am 10.10.2007 03:11:43
    Hallo,

    mein Problem: Glucosetoleranzstörung. Habe hier schon einige ähnliche Fälle gelesen. Noch nicht diagnosereif, trotzdem aber auch nicht mehr ganz ok und daher möchte ich auch für mich handeln. Arzt (Diabetologe!) sieht noch keinen Handlungsbedarf. Der übliche Spruch: ein bißchen aufpassen.

    Nun stelle ich mein Essen darauf ab, etc... Habe auch schon mal verschiedene Lebensmittel ausgetestet, um herauszufinden, wann der BZ besonders ungünstig reagiert. Leider finde ich da keinen roten Faden. :-(
    Es ist immer anders, je nach Tagesform, Uhrzeit, Reihenfolge von Essen, Stress, Urlaub, u.s.w. Ich komme da auf keinen grünen Zweig. Ist das kompliziert!!!!!!! Da denke ich, 1/2 Banane geht gut und am nächsten Tag wieder nicht. Nudeln mit Tomatensoße (kleine Portion) super am Abend, nicht so gut am Mittag, aber 1 Woche später reagiere ich wieder ganz anders. Ich kriege es nicht in den Griff, finde nicht heraus, wie ich am besten esse, um mein BZ-System zu schonen. Da mir diese Testphase nicht den gewünschten Durchblick bringt (trotz Tagebuchaufzeichnung) muss ich das Messen jetzt erst mal einstellen, denn ich habe schon einige 100 EUR investiert.

    Nun zur meiner Frage: reicht es in einem Fall wie meinem nicht aus, z.B. alle 6 - 8 Wochen den HBA1C bestimmen zu lassen und wenn der gut ist, lag ich mit Ernährung, Bewegung, etc.. richtig, wenn nicht, muss ich etwas ändern und nach 6 - 8 Wochen wieder messen. Kann ich einen guten Wert halten, ist es ok. Was haltet Ihr davon??

    Und kennt jemand im Netz eine Liste mit sog. Diabetiker-Apotheken, die auch den HBA1C messen? Ich weiß nicht, wie man diese Apotheken finden könnte, ich kann ja nicht alle der Reihe nach abtelefonieren und fragen. Es gibt aber Apotheken, die den messen. Kenne 2 in Hamburg, die liegen aber für mich eine "Tagesreise" entfernt. Es gibt bestimmt noch andere. Möglicherweise kann man da über Diabetikerseiten oder Selbsthilfegruppen Tipps bekommen. Habt Ihr da eine Info für mich?

    Vielen Dank!
    Green
  • Pia

    Rang: Gast
    am 10.10.2007 09:52:53
    Moin Green,

    kompliziert und auch wieder nicht. Leider schreibst Du nicht einen einzigen BZ-Wert. Den HBA1C-Wert mehr als 1 mal im Quartal zu messen, ist nicht sinnvoll. Was hast du denn bisher gemessen so am Tage oder nachts?
    Als erstes solltest du wissen, was dein BZ so am Tag und in der Nacht verhält. Wann ist er am höchsten, wann gibt es niedrige Phasen.
    Dann solltest du wissen, dass der BZ nicht nur allein von der Nahrung beeinflusst wird.
    Gerade Stress, ich unterscheide negativen und postiven, also negativer Stress wirkt sich negativ auf den BZ-Wert aus, also: Stress abbauen.
    Urlaub, Krankheit, auch die gesamte psychische Verfassung beeinflusst den BZ.
    Diabetikerprodukte unbedingt meiden, die sind meist nur einfach Schrott. Eine ausgewogene Ernährung und ausgewogen Ernährung.
    Mit der Messerei nicht übertreiben. Wenn du eine Woche mal gemessen hast, hast du einen Überblick, was der BZ so tut. Und wenn du die Werte schön in eine Ecxel-Tabelle schreibst, wirst du sich fast wiederholende BZ-Verläufe feststellen.
    Ansonsten, probieren. von Pia
  • Rolf

    Rang: Gast
    am 10.10.2007 16:35:53
    Hallo, Green,

    da gilt eines: Probieren geht über studieren, also damit meine ich:

    Ernährung gezielt auf Produkte umstellen, die keine Weiß- sondern Vollkornmehle enthalten ( gilt auch für Nudeln ), der Körper hat länger damit zu tun als mit den Auszugsmehlen ( z. B. Pizza ). Daher Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot Milch und Milchprodukte kontrolliert verwenden, Obst essen / messen ( wie wirkt das ? ) Light-Produkte, Diabetiker-Produkte kann man vergessen, sie helfen dem Hersteller, Obstsäfte und Obstkonserven, die zusätzlich gezuckert sind, weglassen, lieber Gemüse ( Achtung, Gemüsemais, Zuckererbsen ), Salate und ähnliches essen.

    Den HBA1C einmal im Quartal festellen lassen, ansonsten reicht das aus, was Pia schon gesagt hat, Werte aufschreiben, auch mal aufschreiben, was gegessen wurde und auch nach dem Essen ( 2 Std ) messen, um die Reaktionen auf die verschiedenen Lebensmittel erkennen zu können. Als Hinweis: obwohl ein Milchprodukt, ist Käse bei der KE-Bestimmung nicht anzusetzen und es gibt davon bestimmt 400 Sorten.

    Nicht aufgeben, die äußeren Einflüsse wie Streß etc. sind in ihrer Auswirkung auf den BZ nicht zu unerschätzen.

    und: Bewegung :-)))))


    LG

    Rolf
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 10.10.2007 17:06:38
    Hallo,

    bei bekannter Glukoseintoleranz oder abnormer Nüchternglukose ist Ernährungsanpassung wichtig.

    Die quartalsmäßige HbA1c-Bestimmung
    ist ausreichend. Empfehlenswert: Regelmäßige Kontrolle des Körpergewichts. Gelegentliche Blutzuckertagesprofile. von Haschi
  • Green

    Rang: Gast
    am 10.10.2007 20:12:51
    Hallo,

    ich denke Euch allen für Eure netten Antworten und die Hilfe. Vielleicht aber habe ich mich nicht so verständlich ausgedrückt, denn es ist ja gerade mein Problem, dass ich keinen roten Faden erkennen kann, wann mein BZ hoch oder niedrig, auf welches Essen er mäßig oder viel ansteigt, da es sich jedes Mal, jeden Tag wieder anders verhält. Ich habe ein Tagebuch geführt und viele Lebensmittel und Gerichte zu verschiedenen Tageszeiten getestet (mit Vermerk, ob Stress war oder sonstiges). Es ist keine Linie zu erkennen. Mal geht eine Portion Nudeln gut (1 Std. später 110), das nächste Mal treibt die gleiche Portion den BZ in die Höhe (1 Std. später 180). Ich finde da keine hilfreiche Richtlinie. Wozu also das teure Messen? Da das Messen mich schon einige hundert EUR gekostet hat und ich dadurch nur weiß, dass mein BZ in seiner Reaktion absolut unberechenbar ist, ist meine Frage, ob ich nicht auch eine Sicherheit habe, wenn ich eben "nur " den HBA1C messen lasse. Der zeigt mir doch dann, ob meine Bemühungen mit Essen und Bewegung erfolgreich waren, oder nicht?

    Heute war er 5,5. Ist nach dem Urlaub etwas schlechter geworden. (Weniger aufs Essen geachtet.) Vor 3 Monaten hatte ich 5,2.

    Was meint Ihr? Kann ich das Austesten mittels Teststäbchen lassen und nur den HBA1C als Gradmesser nehmen, wie sich meine BZ-Situation entwickelt?

    Green
  • rudi

    Rang: Gast
    am 10.10.2007 23:40:30
    hallo green,

    das erstellen von blutzucker- tagesprofilen
    ist durchaus sinnvoll und aussagefähig.

    werte max. 140/120/100 mg/dl 1/2/3 stunden
    nach jedem essen sollten nicht überschritten
    werden.
    der ausschluß eines diabetes ist keinesfalls nur durch das hb-a1c möglich.

    gruss rudi
  • Green

    Rang: Gast
    am 11.10.2007 02:00:41
    Hallo Rudi,

    danke für Deine Antwort. Das ist doch eine klare Aussage. Könntest Du mir noch sagen, warum das so ist? Wie könnte jemand, der einen HBA1C von z.B. 5,1 hat, trotzdem Diabetes haben?? (Mal vorausgesetzt, dass er keine Medikamente einnimmt und auch nicht spritzt.)

    Danke.
    Green
  • Pia

    Rang: Gast
    am 11.10.2007 12:16:29
    Hallo Green,

    DU musst gar nicht smessen. Weshalb bist du denn überhaupt zum Diabetologen überwiesen worden, wenn ich mal fragen darf. Warum misst du überhaupt, wenn dein Diabetologe sagt, es besteht noch kein Handlungsbedarf bei 5,1%? Wenn du mit der Aussage deines Diabetologen: Nur bissel aufpassen. nichts anfangen kannst, weshalb hast du denn nicht nachgefragt? Du kannst dich sicher trotzdem für eine Schulung anmelden, um überhaupt die Zusammenhänge zu verstehen. Dort werden auch die Lebensmittel besprochen.
    Die Messungen und der Kauf der Teststreifen sind doch DEINE Entscheidung gewesen.
    Bitte jammere also nicht über das Geld, das du für die Teststreifen ausgegeben hast. Insulinpflichtige Diabetiker bekommen die auf Rezept. So, wie ich das verstanden habe, solltest du einfach dich informieren, welche Lebensmittel sich günstig auf den BZ auswirken und dann den nächsten HBA1C-Wert abwarten. Ich glaube, du tust im Moment mehr als nötig ist. Punkt und Ende.
    von Pia
  • rudi

    Rang: Gast
    am 11.10.2007 13:13:38
    hallo green,

    warum ist das so?
    bei mir wurde durch zufall im kh ein nüchtern-
    wert von 160 mg/dl festgestellt.
    bin zum hausarzt, der hba1c war bei 5,8,
    trotzdem diabetes typ 2.
    nach dem essen stieg der wert auf bis zu
    200 mg/dl, nach einer std. war er bei 140 und
    nach 2 std. bei wieder bei 100.
    die bauchspeicheldrüse produziert insulin
    wie verrückt, es verpufft bevor es richtig wirkt.
    ergebnis fehlende erstantwort. insulinresistenz.

    die dabei entstehenden spitzen gehen nicht
    in den hba1c wert ein.
    erst wenn es das system stoffwechsel nicht
    mehr schafft, die werte nach 2 stunden zu
    normalisieren, steigt die anzahl der glykierten
    roten blutkörperchen. die werden dann als
    hba1c wert messbar.

    mein hba1c wert stieg dadurch bis auf 7.
    nach einigen ess-und behandlungsfehlern
    bin ich jetzt wieder bei 5,8. nach sieben
    jahren!
    nur durch ernährungsumstellung in verbindung
    mit viel bewegung und der erkenntnis, nur
    soviel zu essen wie ich verbrauchen kann.
    habe mir immer wieder verinnerlicht, dass
    werte über 160 mg/dl schädlich sind. nur ein
    gleichmäßiger blutzuckerverlauf vor spätschäden bewahrt.

    heute messe ich zur kontrolle ab und zu.
    messorgien verunsichern nur.
    jeder muss selbst herausfinden, was er
    vertägt, wie es wirkt und mit seinem arzt eine
    erfolgreiche therapie entwickeln und auch
    umsetzen.
    möglichst früh damit anfangen auf be-
    ginnende störungen zu reagieren.
    bei den meisten diabetikern entsteht die
    stoffwechselstörung jahre vor der
    diagnose schleichend.
    dann wird die behandlung um so schwerer.

    gruss rudi
  • Green

    Rang: Gast
    am 12.10.2007 05:21:48
    Hallo Pia,

    erst mal zu Deiner Aussage:

    " Die Messungen und der Kauf der Teststreifen sind doch DEINE Entscheidung gewesen. Bitte jammere also nicht über das Geld, das du für die Teststreifen ausgegeben hast."

    Ich jammere nicht über die Kosten für die Messtäbchen, sondern weil mir das Messen trotz Tabelle keine Aufschlüsse bringt!! Der BZ ist mal so, mal so und ich finde keinen roten Faden. Ich messe, weil ich herausfinden möchte, welches Essen bei mir den BZ nicht hoch treibt und das gelingt mir nicht. Er reagiert jeden Tag anders. Mein Arzt findet es nicht schlimm, wenn der BZ nach dem Essen schon mal auf 180 geht, Hauptsache er ist nach 2 Stunden wieder ok. Aber was ich hier gelesen habe, soll man das aber auf keinen Fall ignorieren! Das Messen wollte ich nicht beibehalten, sondern mal für einige Zeit praktizieren, um meine Reaktionen auf verschiedene Lebensmittel kennenzulernen. Aber diese sind zu unberechenbar. Es bringt mir einfach keine Erkenntnisse, das habe ich ja eingangs erläutert. Daher meine Frage, ob der HBA1c nicht auch einen Anhaltspunkt über die Situation gibt.

    Hallo Rudi,

    danke für Deinen interessanten Bericht!! Und die Erklärungen, warum Du den HBA1c alleine nicht für ausreichend hältst.

    Du schreibst auch, man soll 140/120/100 nicht überschreiten, allerdings habe ich gestern auch noch etliche Berichte über die unterschiedlichen Messergebnisse der einzelnen Geräte gelesen und das verunsichert mich zusätzlich. Einige hier sagen auch, das Gerät hat einen Trend und wenn man den kennt, ist es ja gut. Aber ich kann denen auch zustimmen, die das kritischer sehen: WIE soll ich denn 140/120/100 kontrollieren, wenn z.B. nach 2 Stunden ein Gerät 110 und das andere 140 zeigt???????? (aus demselben Blutstropfen). Auf der einen Seite heisst es ganz streng "nicht über 140", aber auf der anderen Seite, wenn die verschiedenen Messgeräte deutlich von einander abweichen, dann heisst es: "nicht so schlimm, die Tendenz ist wichtig". Also ich habe mich jetzt fast durch das ganze Forum gelesen und für mich vieles noch sehr unklar.

    Schöne Grüße
    Green
  • Pia

    Rang: Gast
    am 12.10.2007 09:15:58
    Moin Green,

    oje:-(( dass du völlig verunsichert bist, glaube ich, aber die Orientierung mit den 140/120/100 nach 1/2/3 ist wirklich der beste Anhaltspunkt. Was in der ersten Stunde nach dem Essen passiert, ignoriere bitte, denn der Wert ist nicht relevant.
    Schmeiß erst mal eines der Messgeräte fix weit weg, sonst wirst du ja ganz kirre dabei..
    Welche beiden Geräte hat du denn verwendet? Da können dir die Profis sicher empfehlen, welches du weit wegschmeißen sollst. Wenn du mal eine Woche so jeden Tag 5 Messungen machst und das dann brav in eine Tabelle einträgst, wirst du sehen, dass die Tagesverläufe mit BZ-Spitzen oder Tiefpunkten ähnlich sind.
    Aber ich würde dir dennoch empfehlen, lass dir von deinem Diadoc mal eine schöne Schulung geben, das bringt dich sicher eher weiter. Auch neue Erkenntnisse über Lebensmittel erfährst du da. Und du wirst eteas sicherer werden. Schau, früher hatman gepredigt: Keine Butter,lieber Becel, KEIN Haushaltszucker, nur Süßstoff, als Obst eine halbe Grapefruit, Diabetikerprodukte usw. Das haben die alles über Bord geworfen.
    Wenn du Becel isst, kannst du ebenso gut Butter essen, du darfst Zucker essen, für die halbe Grapefruit iss lieber einen schönen Appppel, und Hände weg von Diabetikerprodukten. Ich habe nur da gesessen und den Mund nicht wieder zubekommen. Habe Geduld beim Durchfitzen der Thematik. von Pia
  • rudi

    Rang: Gast
    am 12.10.2007 15:14:48
    hallo green,

    von einem im labor festgestellten nüchtern-
    wert ausgehend, weichen die messgeräte
    deutlich ab.
    das heißt, wenn ich im labor einen nüchtern-
    wert von 100 habe, zeigt mein messgerät
    110 an, das andere 120.
    es sind eben nur schätzgeräte.
    daher sollte man immer nur ein gerät be-
    nützen.
    wenn dann der wert bei 160/140/120 liegt,
    kommt das auch einem gleichmäßigen blut-
    zuckerverlauf gleich. die messtolereanz kann
    man doch berücksichtigen.
    wichtig ist, daß der blutzuckerverlauf keine
    extremen höhen und tiefen aufweist.
    diese extremen schwankungen sind für die
    gefäße und nerven schädlich. (folgeschäden).
    also durch aufteilen der essensmenge einen
    gleichmäßigen verlauf erzielen.
    und sich nicht von unterschiedlichen
    messergebnissen verrückt machen.
    denn wo das chaos auf die ordnung trifft,
    gewinnt meist das chaos,
    weil es besser organisiert ist.

    gruss rudi
  • Green

    Rang: Gast
    am 12.10.2007 16:27:39
    Liebe Pia, lieber Rudi,

    danke für Eure liebe Unterstützung! Man ist als Neuling ziemlich verschreckt und verunsichert und es gibt so viele verschiedene Meinungen und ich möchte für meine Gesundheit aktiv werden und möglichst "das Richtige" tun. :-(

    Schwierig, schwierig.

    Pia, Du fragst nach den Geräten: Also ich kann auch nur bestätigen, was ich auch schon öfters gelesen habe: gerade die beiden Geräte "Contour" und "Aviva" zeigen große Unterschiede an und das irritiert mich vollends. Dass sich die Geräte so enorm unterscheiden hatte ich auch nicht erwartet. Bei mir lag das "Contour" auch immer so 25 - 30% niedriger, also die Differenz bei höheren Werten um so höher. 110 zu 138, zum Beispiel, was soll ich davon halten? Ich habe dieses Phänomen aber im Internet nun schon öfter gelesen habe. Nun bin ich unsicher, für welches Gerät ich mich entscheiden soll?

    Bei den BZ-Spitzen ist es auch so, dass ich nicht herausfinden kann, wann BEI MIR in der Regel die Spitze ist. Mal ist der BZ nach 30 Minuten am höchsten, mal nach 1 Stunde und mal ist es auch so, dass er nach 1 Stunde nur 110 hat und nach 2 Stunden dann 130. Ich dachte immer, die Spitze liegt so bei 30 bis 60 Minuten nach dem Essen. Was hat es denn zu bedeuten, wenn der Wert nach 2 Stunden höher ist als nach 1 Stunde?

    Also, bei mir geht eben leider alles so durcheinander und ich dachte, ich messe jetzt mal einige Zeit, schreibe das auf und kann dann schön erkennen, was mir gut tut und wann ich BZ-Spitzen habe, etc.. Im Moment weiß ich gar nicht, wann ich eigentlich messen sollte. (Wenn ich denn messe.) Pia, Du schreibst auch, den 1-Stunden-Wert kann ich vernachlässigen, andere sagen: der ist oft die Spitze und daher die Regel 140/120/100, da gehört dann aber der 1 Stunden-Wert mit rein.

    Ihr seht, im Moment stürzen Fragen und Unsicherheiten über mich herein und ich lade das alles hier bei Euch ab. Entschuldigt bitte! Ihr habt sicher oft mit solchen Neulings-Salven zu tun :-(

    Leider ist der BZ nicht so träge wie andere Werte und das macht es mir noch schwerer, ihn "irgendwie zu fassen".

    Ist das eigentlich sehr ungewöhnlich, dass jemand beim Messen so gar keinen roten Faden erkennen kann?

    Danke Euch ganz, ganz herzlich für Eure Geduld und die liebe Unterstützung!!

    Schöne Grüße
    Green
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 13.10.2007 01:28:14
    finde mit deinem messgerät jeraus, in welchem bereich dein unterzucker liegt. von dortaus ca 60-80 mg bzw 3,3-4,4 drüber ist dein bereich. die verschiedenen wirkungen deines inputes können liegen an einer stotternden bsd, an unterschiedlicher glykämischer last, an unterschiedlichen aktivitäten, an tageszeitabhängiger resistenz.

    schonmal mit low carb versucht? von thomas2002
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 14.10.2007 01:07:16
    Hallo Green,

    kann Deine Aufregung gut verstehen, die unterschiedlichen Peaks bzw. die unterschiedlichen Zeiten der Peaks hängen von Tageszeit, Bewegung, Fettanteil, Essgeschwindigkeit und vielem mehr ab.

    Habe mit einem HbA1c von 5,4 angefangen mich konsequent an Low Carb zu halten (siehe Tabelle bzw.Pyramide auf www.logi-methode.de) so dass Brot, Nudeln, Kartoffeln, Mais, Bananen, Kuchen, Schoko unter 80% Kakaoanteil tabu sind bzw. von mir eher wie ein Trüffel, also wie eine Delikatesse behandelt werden.
    Stattdessen kiloweise Salat, Gemüse, Fleisch, Nüsse, Eier, Milchprodukte in Maßen. Auch mal Früchte, z.B. heute 5 Pflaumen und ein 100ml Becherchen Creme fraiche darüber (statt früher den leckeren Kuchen von Butter Lindner) und heute abend eine große Gänsekeule mit Spinatsalat und Walnüssen.
    Hungern tu' ich nicht, auch sind die früheren Heißhungerattacken verschwunden und meine Nüchtern BZ sind meist unter 100, die postprandialen selten nach 2h über 120 und der HbA1c jetzt 5,0.

    Habe festgestellt: Es gibt auch ein Leben mit wenig KH, und kein schlechtes...

    Gruß

    Franzsika von Franziska
  • Haschi

    Rang: Gast
    am 14.10.2007 13:31:46
    .....und kein schlechtes,

    mit kiloweise Fleisch ?
    Da klatschen die Nierchen bei jahrelangem Diabetes sicher nicht mehr unaufhörlich in die Hände.*ggg* von Haschi
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 14.10.2007 15:02:40
    Hi Haschi,

    wie kommt es denn, dass z.B. die Eskimos keine Probleme mit den Nierchen haben?? Und dafür die westlichen Ländern mit ihrer KH-Ernährung um so mehr??

    Gruß

    Franziska
  • Green

    Rang: Gast
    am 15.10.2007 04:45:39
    Hallo Franziska,

    erst mal danke ich Dir für Deine Hilfe und Tipps! Habe mir am Samstag aus der Bücherei einiges zu LowCarb geholt. Das Blöde ist wirklich, dass der BZ so schnell wechselt........... :-(

    Du schreibst, Du hast mit 5,4 HBA1c angefangen. Ist das denn ein schlechter Wert?? Ich dachte der wäre ganz gut. Die meisten Ärzte und Apotheker sagen, unter 6 wäre völlig ok.

    Was haben denn z.B. ganz Gesunde Menschen? Liegen die unter 5?

    Danke Dir und
    schöne Grüße
    Green
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 15.10.2007 14:16:17
    Hi Green,

    uner Low Carb kann der BZ nicht mehr sehr schwanken... das einzige, was ihn dann bei mir nur noch nach unten bewegt, ist ein Waldlauf. Dann geht er auch mal auf 80 runter, sonst eher 95-105. Insofern ist mein Nüchternwert immer noch über dem was richtig gesund wäre. Richtig Gesunde haben einen HbA1c von 4,5-4,9. Natürlich ist 5 auch noch ok, aber darüber beginnt schon so allmählich die Glucoseintoleranz. Es gilt beim BZ schon: Je nedriger je besser, da manche Menschen schon Gefäßschäden bekommen, obwohl sie unter der gängigen 6,0-Marke liegen. Sicher spielen auch Co-Faktoren (Gewicht, Cholesterin, hs-CRP, Blutdruck usw.) eine Rolle. Aber wenn Du denn BZ schön runterbekommst, dann ist das schon mal gut.

    Du wirst sehen: Mit Low Carb tut sich in einigen Wochen was. Wichtig ist auch, die Glykämische Last zu begucken, weniger den Glyx. Dann kannst Du nämlich schon das eine oder andere an KH essen (z.B. Melone, da ist neben den KH auch viel Wasser drin), da es auch noch etwas auf di e'verpackung' der KH und die aufgenommene Gesamtmenge ankommt.

    Wenn Du misst, notiere Dir doch auch mal die Gesamtmenge an KH (je mehr, desto überproportional steigt der BZ), der Anteil Fett (=>verzögert die Resorption), die Art des KH (Fructose und Lactose haben nur die Hälfte an BZ-steigernden KH), die glykämische Last (siehe auch unter www.index-essen.de, da kann man die LM auch schon sortieren, je nach Kriterium), die Essgeschwindigkeit, die Bewegung kurz vor oder kurz nach dem Essen, die Tageszeit. Mit der Zeit kriegst Du raus, was für Faktoren wie wirken. Und wenn Du ganz viel Geld über hast, miss zweimal... jeder Messwert kann bis zu 20% Abweichung haben...

    Aber wie auch schon gesagt: Nicht zu sehr verrückt machen!

    LG

    Franziska
  • Pia

    Rang: Gast
    am 15.10.2007 14:36:13
    Hi green,

    mit BZ - Spitzen meinte ich die BZ-Werte ohne Essen. Bei mir ist der BZ z.B. zwischen 13 und 14 Uhr am niedrigsten, das heißt, ich weiß, ich sollte in der Zeit möglichst etwas essen oder lieber davor, denn dort rutscht er sonst in die Unterzuckerung. Morgens ist er höher, also esse ich hier nur ganz wenig, aber ich esse, denn ohne Essen würde er trotzdem oder gerade deswegen ansteigen,. von Pia
  • Green

    Rang: Gast
    am 15.10.2007 16:33:44
    Hallo Franziska, hallo Pia,

    oh, das hört sich ja erst mal hart an:

    "Richtig Gesunde haben einen HbA1c von 4,5-4,9. Natürlich ist 5 auch noch ok, aber darüber beginnt schon so allmählich die Glucoseintoleranz."

    Der Apotheker und auch der Arzt sagten, 5,5 und einmal hatte ich 5,2 wäre SUPER, alles unter 6 wäre "normal". Dass ein wirklich gesunder Mensch UNTER 5 liegt, wusste ich nicht. :-(

    Das Low-Carb-Thema ist wirklich sehr interessant. Habe schon viel gelesen und heute auch angefangen. Danke!

    Allerdings: ich habe das Aviva "entsorgt". Beim Arzt hatte ich Nüchtern Laborwert (Plasma) 85 und Aviva sagte 110 (Vollblut)und Contour sagte 82 (Vollblut).
    In der Apotheke: 2 Stunden nach einem Essen: das Laborgerät der Apotheke (Plasma, habe extra gefragt) sagte 140, Aviva 181 und Contour 142! Das deckt sich mit den Erfahrungen anderer. Das hat mich nämlich zusätzlich verunsichert! Wie soll ich dieses 140/120/100 beurteilen können. 140 bei Aviva oder 140 bei Contour?? :-((
    Diese beiden Geräte scheinen extrem auseinander zu liegen.

    Zu meiner Eingangsfrage noch: Wisst Ihr, wo man eine Liste mit Diabetiker-Apotheken findet, die auch den HBA1c messen?

    Danke Euch SEHR für die liebe Unterstützung!!! Das hilft wirklich weiter!

    Herzliche Grüße
    Green

  • Green (2)

    Rang: Gast
    am 15.10.2007 16:44:38
    P.S.:

    Wollte noch fragen, wie Ihr einigermaßen übersichtlich eine Tabelle macht, in der sowohl die Werte als auch das, was man und wann gegessen hat, steht? Meine bisherigen Versuche sind nicht so übersichtlich wie ich es gerne hätte.

    Green von Green (2)
  • Franziska

    Rang: Gast
    am 15.10.2007 17:33:22
    Hi Green,

    als Tabelle habe ich nur eine einfache Exceltabelle gemacht: Datum, Uhrzeit, mg/dl und unter Bemerkungen was gegessen etc.

    Ansonsten zu den 6% und drüber: Die Ärzte handeln erst drüber, vermutlich um Kosten zu sparen, doch wäre es für unser Gesundheitssystem viel besser, alle würden so denken wie Du und schon handeln BEVOR das Kind in den Brunnen gefallen ist...


    guckst Du hier:

    http://www.phlaunt.com/diabetes/16535158.php

    Denke die ganzen Seiten sind interessant für Dich!

    Gruß
    Franziska

  • Pia

    Rang: Gast
    am 16.10.2007 14:25:55
    Hi green, guck mal oben im menü unter Adressen, da steht dann noch extra: Apotheken, dort solltest du nach deiner Stadt was finden. von Pia