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DM Typ 1 und das ohne Insulin ?
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Jürgen
Rang: Gastam 26.12.2009 17:38:37
Moin Joa,
> In den Angaben der Studien
> zu den diversen Medikamenten
> finden sich immer auch Angaben
> zur Auswirkung auf die
> Proinsulinsekretion.
Und was weiß wohl der Dok davon?
Und was erkärt er dazu wohl seinen
Patienten?
Und wo findet sich davon was in den DDG
Praxisleitlinien?
Ach ja, und als per Byetta/Victoza mehr oder weniger wiederhergestellten Inkretin-Effekt hab ich mir von einem relativ jungen Diabetologen mit großer Praxis und eifrigen DDG-Aktivitäten kürzlich in der Hauptsache einen niedrigeren Nüchtern-BZ erklären lassen.
Schönen Rest vom Fest, Jürgen -
markus nerger
Rang: Gastam 26.12.2009 20:36:55
Habe heute mal getestet was der BZ bei BE input macht. Nichts macht er. Nach 1 h war er wieder bei um die 70. VK Brot und Joghurt und Nudeln.... Nun ich bleib dran und wenn der Mond vorbei ist, wird halt wieder gepritzt... von markus nerger -
markus nerger
Rang: Gast -
Joa
Rang: Gastam 27.12.2009 12:09:46
> Jürgen schrieb:
> Ach ja, und als per Byetta/Victoza
> mehr oder weniger wiederher-
> gestellten Inkretin-Effekt hab ich
> mir von einem relativ jungen
> Diabetologen mit großer Praxis und
> eifrigen DDG-Aktivitäten kürzlich in der
> Hauptsache einen niedrigeren
> Nüchtern-BZ erklären lassen.
Das liest sich, als sei die Aussage suspekt?
Man sollte sie aber wohl durchaus ernsthaft betrachten, da sie vermutlich der praktischen Erfahrung enstammen wird.
Byetta & Co sind halt keine Heilmittel. Neue Betazellen züchtet diese Medikamentenklasse auch nicht heran. Unter Byetta ist der Betazellabbau weiter progredient. Vermutlich auch unter Victoza.
Ab einem gewissen Stadium wird Byetta ggf. noch die Nachtwerte ein Stück zäumen helfen. Für prandiale Insulinleistung feht es trotzdem an verbliebener Betazellkapazität.
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 27.12.2009 12:50:41
Moin Joa,
das liest sich nicht nur suspekt, sondern das ist mehr als das. Denn die prandiale Insulinleistung kommt bei den Ärzten, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe, bei diesen Mitteln definitiv nicht vor. "Dafür haben wir doch Mittel wie Glimepirid!"
Und so lange solche Ausgabeverstärker einen messbaren Nutzen haben, können Byetta und Victoza ohne deren medikamentöse Dauerüberlastung sehr wohl viel von der notwendigen prandialen Insulinleistung abrufen und dabei die übermäßige Glukagonausgabe der Alphas und damit die Typ2-spezifische beständig übermäßige Ausgabe an Glukose aus der Leber wenigstens zeitweise unterbinden, während etwa Metformin da nur ein bisschen dran bremst. Mit etwas Verstand wären Byetta & Co sehr viel nützlicher einzusetzen, als sie derzeit werden.
Und noch eins, worüber ich herzhaft lachen würd, wenn es nicht so traurig wäre: ich kenne als einzigen tatsächlich nur einen Krankenhausarzt, der bis vor 2 Jahren bei den Diabetikern unter seinen Patienten eine postprandiale Messung am Tag und den Versuch als Standard hatte, die jeweiligen Einstellungen auf der Basis der postprandialen Werte zu optimieren. Die ist aber dann schnell dem Verwaltungsrotstift zum Opfer gefallen, denn nach dem Essen Messen gehört nicht zur ordentlichen Standardroutine.
Schönen Restsonntag! Jürgen -
Barbara
Rang: Gastam 27.12.2009 13:32:01
hallo Jürgen, das kann ich nicht bestätigen.
In Bad Lauterberg wird i9mmer 2 Std. nach dem Essen im Labor gemessen.
Mfg. Barbara -
rudi
Rang: Gastam 27.12.2009 13:34:41
hallo jürgen,
exakte beschreibung, welche sich mit meinen erfahrungen
voll deckt.
mein arzt würde von sich aus keine umstellung zu byetta & co
seinen patienten anbieten.
erst wenn ausgabeverstärker nicht mehr wirken, kommt insulin ins spiel.
dass ich überhaupt janumet bekam, war mein wunsch.
wende es seit über einem jahr mit erfolg an.
gruss rudi -
Joa
Rang: Gastam 27.12.2009 13:53:58
Um mal wieder on topic zu sein:
Ein, besser wohl das Hauptroblem des Typ 2 ist die Insulinresistenz. Diese erhöht sich zwangsläufig parallel zu der Menge der Insulinsekretion der Betazellen, insbesondere, wenn diese überlastet sind.
Als Mittler/Ursache der Down-Regulation werden sowohl die Insulinspiegel, als auch ein erhöhtes Interleukin-1 beta (IL-1b) gesehen.
Da überforderte Betas nicht nur viel Insulin. sondern auch das IL-1 verstärkt freisetzten, trifft es die in Zellnachbarschaft angesiedelten Alphazellen sicher besonders hart.
Wenn der Betroffene es schafft die Down-Regulation der IR (Insulinrezeptoren) umzukehren, also eine Up-Regulation einleitet, zeigen sich ggf, höchst beeindruckende Erfolge,
Ich denke, dass wir den tollen Erfolg von Markus auch in solchem Zusammenhang verstehen dürfen,
6 BE ohne postprandiale Blutzuckerspitze ist einfach nur *s p i t z e".
Offenkundig hat Markus alle verfügbaren Register der Up-Regulation gezogen. :-)))
Gruß
Joa -
ss
Rang: Gastam 28.12.2009 10:35:05
Stimmt @Joa:
Das Hauptproblem bei Typ2 ist die Insulinresistenz, die ein hiesiger Möchtegern-Mediziner an anderer Stelle gerne als Müühtos in Abrede stellt.
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markus nerger
Rang: Gastam 28.12.2009 10:44:48
Ich kann bestätigen, dass bei meiner Einstellung (wenn man das so nennen kann) NIE nach dem Input gemessen wurde. Immer nur vor dem Essen. Nur mein Diabetologe sagte mir, dass die Werte nach dem Essen wichtiger oder genau so wichtig sind, wie die vor dem Essen. bei manchem Diabetiker kommt dann das böse erwachen, wenn 2 h nach Input die Werte in den Wolken sind. von markus nerger