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Duerfen Diabetiker Kinder haben?

  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 23.08.2004 15:58:53
    Wenn ein Mann mit Typ 1 Diabetes ein Kind erzeugt, stehen die Chancen bei 7%, dass das Kind auch eines Tages Typ 1 Diabetiker werden wird. Fuer Frauen belaueft das Risiko auf 4%. Fuer mich heisst die Frage, darf man ein so enorm grosses Risiko, 50 Mal groesser als das normale Risiko, einer schrechklichen Krankheit , auf die eigenen, zukuenftigen Kinder, die man eigentlich vor Gefahr schuetzen soll, auferlegen, oder ist es unsere Pflicht, die Krankheit bei zukuenftigen Generationen zu bekaemfen, indem wir keine Kinder haben? von Karl Klausen
  • Sandy

    Rang: Gast
    am 23.08.2004 16:36:48
    Hallo Herr Klausen,

    ich habe Ihnen bereits zu Ihrer Frage "Diabetes geheim halten?" schon gesagt, wie ich über den Umgang mit der Krankeit denke.

    Wenn ich jedoch Ihren erneuten Artikel lese, werde ich etwas ärgerlich. Sie sprechen immer von "einer schrecklichen Krankheit". Was bitte ist so schrecklich und macht Sie zu einem dem Leben gegenüber so negativ eingestellten Menschen? Ich werde sicherlich auch Kinder haben, obwohl ich einen DM Typ I habe.

    Ich denke tatsächlich, dass Sie selbst ein Problem haben an Diabetes erkrankt zu sein. Aber ich frage mich, was es geben mag woran einen ein DM hindern mag? Woran lassen Sie sich hindern Herr Klausen?

    Fangen Sie endlich an die Krankheit zu akzeptieren und damit umzugehen! Dann wird Ihnen manches leichter fallen und Sie werden beim Thema Kinder nicht an Ihren DM denken sondern daran, wie schön es sein wird mit der Partnerin die man liebt eine Familie zu gründen.

    Viele liebe Grüße
    Sandy
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 23.08.2004 21:55:54
    Diabetes Typ 1 ist sicherlich eine Tragoedie fuer die Betroffenen. Auch abgesehen von der staendigen Arbeit mit Diaet, Spritzen, und Rechnen von Dosen, Zeit, und Kalorien, git es hypoglykaemische Faelle, die unheilbare Gehirnschaeden mit sich bringen koennen, und den Patienten in gewissen Faellen sogar toeten koennen. Fast jeder Typ 1 Diabetiker leidet nach 15 Jahren an Retinopathie, 40% werden eines Tages an Nierenkrankheit und Dialyse leiden, und noch dozu gibt es Nervenkrankheit, Gastroparese, Herzkrankheit, Verlust der Beinen, usw. Kurz gesagt, ich kann es einfach nicht verstehen, wenn Sie meinen, DM Typ 1 sei kein so schreckliches Problem!

    SNur an meinen eigenen Spass, Kinder zu haben, zu konzentrieren, statt an die moeglichen Probleme von DM fuer zukuenftige Kinder zu denken, kommt mir schrecklich selbstsuechtig und verantwortunglos vor. von Karl Klausen
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 23.08.2004 22:31:39
    Hallo Karl,

    du argumentiert mit einem ungesunden Halbwissen und hast Dir die Daten entsprechend deiner Stimmung: "Um Gottes willen keine Kinder" zurecht gelegt.

    Unterzuckerungen, auch in suizialer Absicht hervorgerufen führen nicht zum Tod. Es gibt eine Studie aus England die diesen Sachverhalt untersucht. Von irreablen Hirnschäden, allein durch eine Unterzuckerung hervorgerufen habe ich bisher noch nichts gelesen.

    In Punkto Folgeschäden arbeitet natürlich die Zeit gegen den Betroffenen, auch wenn die Zahlen die Du genannt hast so nicht stimmen, können bei vielen Diabetikern nach 15-20 Jahren Schäden nachgewiesen werden.

    Willst Du allen diesen Betroffenen das Recht auf Reproduktion absprechen? Was zählt ist das Kind ohne Fehler und Tadel? Ich glaube das hatten wir schonmal in unserer Geschichte.

    Die Therapie von DM 1 ist doch keine Arbeit, es sei denn Zähne putzen und anziehen werden auch als lästiges Beiwerk des Lebens empfunden.

    Mit deiner Einstellung solltest Du dir niemals Kinder anschaffen.


    Grüße von Reiner



  • Sandy

    Rang: Gast
    am 23.08.2004 23:36:30
    Hallo Herr Klausen,

    Ihr beinahe dramatische Schilderung ist bei weitem Übertrieben. Sehen Sie sich doch in diesem Forum einemal um: Hier finden Sie viele Diabetiker, die mit Ihrem DM (Typ I!) schon seit mehr als 25 Jahren leben und zwar OHNE Schäden. Ich selbst bin seit 10 Jahren dabei, und es sind keine Folgeschäden in Sicht. Ich denke, dass Sie hier (mit Verlaub) ein wenig zum dramatisieren neigen!

    Aber um auf die Kinder zurückzukommen: natürlich ist es verantwortungsvoll, auch an die Kinder zu denken. Aber es gibt heutzutage schon die Möglichkeit, bei der Geburt des Kindes einen Teil der Nabelschnur einfrieren zu lassen. Diese Stammzellen werden dann beim Auftreten von diversen Krankheiten (u.a. Diabetes!) zur Herstellung neuer Körpereigner Zellen verwendet. Dieses "Einfrieren" ist für 18 Jahre und kostet ca. 2000 Euro. Vielleicht ist das ja eine Lösung für Sie? Allerdings weiß ich nicht genau, welche Krankenhäuser dies anbieten. Zumal es so ist, dass die Forschung in 10 Jahren die Forschung wieder wesentlich weiter...

    Folgeschäden hat im übrigen jeder selbst in der Hand! Ich habe nicht vor, welche zu bekommen. Alles eine Sache von Wissen, und Anwendung. ;-) und je mehr man weiß desto besser klappts.

    Viele liebe Grüße
    Sandy
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 04:21:38
    Es ist nicht wahr, dass jeder Patient die Erscheinung von Folgeschaden "in der Hand hat," da sie treten oft bei der besten Blutzuckerkontrolle vor. Einige Patienten mit HbA1c Werte von 7% sterben frueh mit vielen sogenannten Spaetschaden, andere mit Werten um 13% leiden nie daran. Das Schicksal des Diabetikers hat viel mit der Genetik zu tun, da einige Koerper bauen schaedliche Nebenprodukte von hohen Zuckerwerten sehr viel besser als andere. Auf der histologischen, noch nicht klinisch sichtbaren Ebene, sind vaskulaere und neurologische Schaden schon wenigen Monaten nach der Diagnose mikroskopisch zu beobachten. Mit bezug auf Ihren Fall, Sie sollen wissen, dass fast keine Patienten an Folgeschaden frueher als 10 Jahren nach der Diagnose leiden; aber 25 Jahre danach, 40% sind tot oder so gut wie tot durch Nierenkrankheit.

    Wissenschaftler schaetzen, dass Stammzellentherapie, wenn es ueberhaupt wirksam wird, erst nach 20 Jahren oder mehr klinische Anwendung als medizinische Therapie finden wird, und so bleibt das Risiko auch fuer Kinder von Diabetikern, die erst nun zur Welt kommen. von Karl Klausen
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 04:55:12
    Wenn Sie wirklich glauben, dass insulin-bedingte Hypoglykaemie unheilbare Gehirnschaeden mit sich nicht bringt, dann sollen Sie die Bemerkungen ueber neuronzellen Tod bei S. Singh, u.a., ,,Impact of Hypoglycemia," in Molecular and Cellular Biochemistry, May, 2004, B. 260, Seite 153-159 lesen. Wenn Sie auch glauben, dass insulinbedingte Hypoglykaemie doch nicht zum Tod fuehren kann, dann sollen Sie A. Bhansali, u.a., "Morality in Diabetes" in Diabetes Research and Clinical Practice, May, 2003, B. 60, Seite 119-124 lesen. Dr. Bhansali und seine Mitarbeiter haben festgestellt, dass 5,1% aller Todesfaelle unter Diabetikern in einem Krankenhaus durch Hypoglykaemie verursacht worden waren.

    Da die heutige Gesellschaft es moralisch vertretbar findet, genetische Beratung und Amniozentesis zur Rate zu ziehen, um zu bestimmen, welche Foeten man abtreiben soll, damit keine Kinder das Leben als schwerkranke Menschen erleiden muessen, finde ich nichts falsches in der Vostellung, noch nicht existierende Kinder vor ein Leben als Diabetiker zu schuetzen.
    von Karl Klausen
  • Georg

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 09:20:10
    Karl,

    Du scheinst aber echt große Probleme zu haben, wenn ich mir Deine Beiträge so durchlese. Es gibt Psychotherapeuten, die sich auf solche Probleme bei Diabetikern eingestellt haben:

    http://www.diabetes-psychologie.de/ptplz.htm

    Weiterhin empfehle ich die Bücher von Dr. Axel Hirsch. von Georg
  • Sandy

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 09:49:33
    Herr Klausen,

    wenn Sie scheinbar soooo viel wissen , warum Fragen Sie dann eigentlich das Forum?

    Zumal Sie sich selbst widersprechen: Sie sagen, dass Spätschäden auch bei guten Werten oft vorkommen, begründen dies aber mit der besseren/schlechten Fähigkeit eines Körpers, Abbauprodukte von Hohem Zucker zu verarbeiten.... Bei guten Werten gibt es diese Abbauprodukte nicht.

    Sie sollten das mit den Kindern wirklich lassen. Viel zu gefährlich, das arme Kind....

    War es das, was Sie hören/lesen wollten? von Sandy
  • Sandy

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 12:38:54
    Wer Kinder abtreibt nur weil sie evtl. Diabetes haben könnten, der ist es nicht wert, dass man sich überhaupt noch mit ihm unterhält, Herr Klausen, denn das ist Mord!

    Haben Sie schoneinmal ein Kind mit Diabetes kennengelernt? Es kommt mit der Krankheit besser zurecht als Sie es jemals werden.

    Und damit verabschiede ich mich aus dieser Runde. von Sandy
  • Frank Recker

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 14:05:02
    Sehr geehrter Herr Klausen!

    Ich muss in dieser Diskussion Sandy völlig Recht geben. Ich bin selbst über 20 Jahre Typ 1 mein Bruder über 30 Jahre und es gibt keine Folgeschäden!!!

    Diese Art von Dramatisierung und Panikmache ist völlig am Thema vorbei und verunsichert insbesondere jüngere Typ 1 Kandidatinnen!!

    Statistiken etc. kann man interpretieren wie man will, je nach eigenem Gusto. Daraus Verantwortungslosigkeit etc. abzuleiten halte ich für anmaßend!

    Ich denke diese ARt von Diskussion sollten wir daher besser beenden und uns auf wesentlichere Dinge konzentrieren.

    mfg
    Frank Recker
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 15:08:51
    Da ich schon als Kind an Typ 1 DM gelitten hatte, weiss ich genau, was es bedeutet, wenn man schon als Kind mit dieser unheilbaren Krankheit leben muss.

    Einige Menschen verstehen Abtreibung als Mord. Da Abtreibung aber in den meisten modernen Gesellschaften gesetzlich erlaubt ist, da genetische Berater nicht als Kriminelle betrachtet werden, und da Amniozentesis in der heutigen Medizin fuer ein ethisches Verfahren gehalten wird, sind klare Beweise dafuer, dass unsere Sitten es erlaubt, noch nicht geborene Kinder durch Abtreibung vor einem kranken Leben zu schuetzen. von Karl Klausen
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 15:28:26
    Hallo Karl,

    eine Hypo ist maximal 30 Minuten nach Todeseintritt nachzuweisen, da ansonsten auch nach dem Tod Glukose von der Körperzellen noch eine gewisse Zeit verbraucht wird.

    Ein wichtiger Autor ist Tattersall, R.B.Tattersall, R.B. & Gale, E.A.M., Mortality, post-mortem diagnosis, crude estimates of hypoglycaemia mortality from retrospective surveys, etc.

    Im Rahmen dieser Arbeit wurde kein Fall mt tödlichem Ausgang dokumentiert.

    Grüßevon Reiner
  • Sandy

    Rang: Gast
    am 24.08.2004 15:37:48
    Es hat eigentlich keinen sinn noch was dazu zu sagen, aber meinen sie ich habe den DM nciht als Kind bekommen??? Das ist meist so beim Typ I.

    Sie sind halt dann einfach viel schlimmer dran wie alle anderen Diabetiker. (oder einfach viel wehleidiger) von Sandy
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 25.08.2004 09:46:30
    Hypoglykaemie ist in der Tat die hauefigste Todesursache unter Typ I Diabetikern bis dem 25. Lebensjahr. Es bleibt eine wichtige Todesursache auch nach diesem Alter, aber andere Ursachen werden mit der Zeit wichtiger. Oft bei sehr jungen Diabetiker kommt ein Hirnschlag bei Hypoglykaemie vor, der das Kind toetet oder laehmt.

    Das Werk, das Sie erwaehnen, hat mit forensischer Bestimmung der Todesursache bei unbekannten Patienten zu tun. Wenn man den Patienten aber im Krankenhaus oder in der Notstation klinisch beobachtet und sieht, wie die Hypoglykaemie doch nicht schnell genug behandelt werden kann, um den Patienten zu retten, dann ist es gar kein wissenschaftliches Geheimnis, was den Tod verursacht hatte. von Karl Klausen
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 25.08.2004 09:58:24
    Die grosse DCCT Studie vor einigen Jahren hat erwiesen, dass Diabetiker sehr unterschiedliche Erlebnisse mit Spaetschaden auch bei identischen Blutzuckerwerten haben. Das liegt daran, dass die entscheidene Ursache von Spaetschaden nicht die Blutzuckerwerte selbst sind, sondern die Art und Weise wie jeder Koerper den Ueberfluss an Blutzucker abbaut, denn es sind die Abbauprodukte, nicht der Blutzucker selbst, die den Nerven und Gefaessen schaedlich sind. Dieser Abbauvorgang haengt von metabolischen Eigenschaften ab, die jedem Koerper eigen sind, und wahrscheinlich von den Genen bestimmt sind. von Karl Klausen
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 25.08.2004 10:19:53
    Vielleicht darf ich Ihnen die Werke von dem beruehmten Psychologen Heinz Kohut (1913-1981) vorschlagen? Er war der Meinung, man solle den Mut haben, die Wirklichkeit so wie es ist zu konfrontieren, auch wenn sie schlecht ist, um diese Schwierigkeiten wissenschaftlich und philosophisch zu diskutieren, ohne sie falschlich als die Produkte von psychologsichen Problemen bei anderen darzustellen, damit die Wirklichkeit und die damit verbundenen harten Fragen verschoben werden koennen. von Karl Klausen
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 26.08.2004 02:28:52
    Hallo Karl,

    deine Argumentation kann ich nicht mehr nachvollziehen. Die Todesursache kann doch nur forensisch geklärt werden. Im Falle eines Todes durch eine Unterzuckerung müsste dann im Gewebeschnitt des Gehirns eine Entmarkung der Zellenstruktur festgestellt werden.

    Übrigens hat DCCT nie im Studiendesign die Fragestellung warum Spätschäden sich unterschiedlich bei Diabetikern entwickeln.

    DCCT hat zwei unterschiedliche Formen der Therapie verglichen und festgestellt, dass Folgeschäden zu einem hohen Prozentsatz beeinflussbar sind.

    Ich glaube insgesamt aber, dass es dir nicht um Objektivität geht, sondern um Durchsetzung deiner Gedankenwelt. von Reiner
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 26.08.2004 16:54:59
    'Forensische' Bestimmung der Todesursache bedeutet normalerweise nur, die Bestimmung des Todes eines Patienten, der gleich vor dem Tod nicht unter klinischer Beobachtung war, wie z.B. bei einem Mord. Wenn der Patient in die Notstation mit einem Blutzuckerwert von 1,8 ankommt und dann stirbt, braucht man nicht unbedingt die pathologische Anatomie des Gehirns mikroskopisch zu untersuchen, um zu bestimmen, woran der Patient gestorben ist. Aber egal wie man Ausdruecke benutzt, kann jeder die Statistiken ueber Tod durch Unterzuckerung in den schon genannten Studien fuer sich selbst lesen.

    Was die DCCT Studie klar feststellte, war dass einige Patienten mit einem typischen Blutzuckerwert von 7% trotzdem frueh an vaskulaeren Folgen sterben, waehrend andere mit Werten um 12% ohne solche Folgen gesund weiterleben. Der Grund davon hat mit der unterschiedlichen Art und Weise wie jeder Koerper den Ueberfluss an Blutzucker abbaut, d.h., mit der unterschiedlichen Herstellung von 'Advanced Glycation Endproducts,' die die Schaden eigentlich verursachen -- nicht mit dem Blutzuckerwert selbst. Man sieht diseen Unterschied auch wenn man die Durchschnittliche Blutzuckerwerte des Patienten misst und diesen Wert mit dem HbA1c Wert vergleicht. Diese Werte weichen oft sehr von einander ab, weil die Glykolisieren der roten Blutkoerperzellen dem eigentlichen Blutzuckerwert nicht entspricht. von Karl Klausen
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 26.08.2004 17:11:16
    Ich habe nur Ihre Frage, ob ich je ein diabetisches Kind kennengelernt haette, mit der Bemerkung beantwortet, dass ich selbst so ein Kind war. von Karl Klausen
  • Karl Klausen

    Rang: Gast
    am 26.08.2004 17:13:34
    Anekdotische Fallberichte machen doch keine Wissenschaft aus. Was wichtig sind, sind Durchschnittsergebnisse. von Karl Klausen
  • Lars

    Rang: Gast
    am 05.09.2004 00:44:17
    Ich bin nur verdammt froh, daß meine Eltern sich TROTZ der Diabetes FÜR MICH entschieden haben. Jetzt nach wiederholter Malaria hats meine Einspritzanlage ebenfalls zerlegt. Meine bösen, verantwortungslosen Eltern, vielleicht hätten se mich besser weggemacht! Na so eine psycho-Diskussion - ich kotz gleich. Ohne Gruß! von Lars
  • Phobnator

    Rang: Gast
    am 14.09.2004 16:46:38
    Ich könnte nicht damit klarkommen, falls mein Sohn an Diabetes erkranken würde. Ich habe gerade in dem kritischen Alter zwischen 12 - 18 meine schlimmsten Erfahrungen mit dem Diabetes gemacht.
    ich bin/war ein eher lockerer Typ, der Spass haben wollte und darunter verstehe ich nunmal "abschalten/gehen lassen(+alkohol)".Oft bei Kollegen übern8tet und einfach durchgefeiert, was für einen Nicht-Diabetiker wohl eine Selbstverständlichkeit ist. Das geht aber als Diabetiker nicht so einfach. -> Hohen Zucker (dachte ich mir Scheiss auf die Spätfolgen).

    Diese Krankheit muss ausgerottet werden, jeder der diese Krankheit absichtlich an andere weitergibt mindert die Lebensqualität der nachkommen massiv. Was wäre wenn mein Kind dann zum Suicidfall wird ? ich könnte nicht damit leben. Diabetikern ist es möglich sich absolut schmerzfrei umzubringen und das inerhalb von 10-20 Minuten. ich selbst habe nicht nur einmal daran gedacht... von Phobnator
  • Inka

    Rang: Gast
    am 15.09.2004 00:34:38
    n`Abend,

    ich bin neu in diesem Forum und weiß seit 3 Wochen, daß ich Diabetes Typ 1 habe.
    Da ich seit 3 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen bin, möchte ich mich nun umfassend über diese "Krankheit" (mein Doc nennt es "Zustand") informieren.
    Ich lese hier die Beiträge und sie machen mir Angst; sind wirklich 40% aller Typ 1er nach 25 Jahren tot? Oh je...für mich ist es absoluter Horror...ich habe eine kleine Tochter, für die ich noch gaaanz lange da sein möchte! Natürlich möchte ich auch für mich lange und glücklich und gesund leben.
    Wo kann man sich umfassend informieren? Ich habe so viele Fragen...
    Na ja, ich gehe jetzt erstmal in`s Bett und versuche positiv zu denken :-)

    P.S.: Die Beiträge von Sandy haben mir Mut gemacht; Danke dafür!

    LG inka von Inka
  • Phobnator

    Rang: Gast
    am 15.09.2004 02:34:05
    Sorry für meine "harten" Beiträge, aber gerade als männlicher Teenager ist es wirklich schwer in dieser Realität zurechtzukommen. Ich habe auch auf keinen Fall den Willen am Leben verloren, nur manchmal ist man einfach deprimiert und denkt über die seltsamsten Dinge nach. Ich kann es auch nicht genau beschreiben, aber am meisten quält mich wohl der Neid auf meine Freunde, die mir immer wieder vor Augen halten, wie schön das Leben doch ist und meist ihrer Gesundheit gar keinen Dank schenken. von Phobnator