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Duerfen Diabetiker Kinder haben?
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Karl Klausen
Rang: Gastam 23.08.2004 15:58:53
Wenn ein Mann mit Typ 1 Diabetes ein Kind erzeugt, stehen die Chancen bei 7%, dass das Kind auch eines Tages Typ 1 Diabetiker werden wird. Fuer Frauen belaueft das Risiko auf 4%. Fuer mich heisst die Frage, darf man ein so enorm grosses Risiko, 50 Mal groesser als das normale Risiko, einer schrechklichen Krankheit , auf die eigenen, zukuenftigen Kinder, die man eigentlich vor Gefahr schuetzen soll, auferlegen, oder ist es unsere Pflicht, die Krankheit bei zukuenftigen Generationen zu bekaemfen, indem wir keine Kinder haben? von Karl Klausen -
Sandy
Rang: Gastam 23.08.2004 16:36:48
Hallo Herr Klausen,
ich habe Ihnen bereits zu Ihrer Frage "Diabetes geheim halten?" schon gesagt, wie ich über den Umgang mit der Krankeit denke.
Wenn ich jedoch Ihren erneuten Artikel lese, werde ich etwas ärgerlich. Sie sprechen immer von "einer schrecklichen Krankheit". Was bitte ist so schrecklich und macht Sie zu einem dem Leben gegenüber so negativ eingestellten Menschen? Ich werde sicherlich auch Kinder haben, obwohl ich einen DM Typ I habe.
Ich denke tatsächlich, dass Sie selbst ein Problem haben an Diabetes erkrankt zu sein. Aber ich frage mich, was es geben mag woran einen ein DM hindern mag? Woran lassen Sie sich hindern Herr Klausen?
Fangen Sie endlich an die Krankheit zu akzeptieren und damit umzugehen! Dann wird Ihnen manches leichter fallen und Sie werden beim Thema Kinder nicht an Ihren DM denken sondern daran, wie schön es sein wird mit der Partnerin die man liebt eine Familie zu gründen.
Viele liebe Grüße
Sandy -
Karl Klausen
Rang: Gastam 23.08.2004 21:55:54
Diabetes Typ 1 ist sicherlich eine Tragoedie fuer die Betroffenen. Auch abgesehen von der staendigen Arbeit mit Diaet, Spritzen, und Rechnen von Dosen, Zeit, und Kalorien, git es hypoglykaemische Faelle, die unheilbare Gehirnschaeden mit sich bringen koennen, und den Patienten in gewissen Faellen sogar toeten koennen. Fast jeder Typ 1 Diabetiker leidet nach 15 Jahren an Retinopathie, 40% werden eines Tages an Nierenkrankheit und Dialyse leiden, und noch dozu gibt es Nervenkrankheit, Gastroparese, Herzkrankheit, Verlust der Beinen, usw. Kurz gesagt, ich kann es einfach nicht verstehen, wenn Sie meinen, DM Typ 1 sei kein so schreckliches Problem!
SNur an meinen eigenen Spass, Kinder zu haben, zu konzentrieren, statt an die moeglichen Probleme von DM fuer zukuenftige Kinder zu denken, kommt mir schrecklich selbstsuechtig und verantwortunglos vor. von Karl Klausen -
Reiner
Rang: Gastam 23.08.2004 22:31:39
Hallo Karl,
du argumentiert mit einem ungesunden Halbwissen und hast Dir die Daten entsprechend deiner Stimmung: "Um Gottes willen keine Kinder" zurecht gelegt.
Unterzuckerungen, auch in suizialer Absicht hervorgerufen führen nicht zum Tod. Es gibt eine Studie aus England die diesen Sachverhalt untersucht. Von irreablen Hirnschäden, allein durch eine Unterzuckerung hervorgerufen habe ich bisher noch nichts gelesen.
In Punkto Folgeschäden arbeitet natürlich die Zeit gegen den Betroffenen, auch wenn die Zahlen die Du genannt hast so nicht stimmen, können bei vielen Diabetikern nach 15-20 Jahren Schäden nachgewiesen werden.
Willst Du allen diesen Betroffenen das Recht auf Reproduktion absprechen? Was zählt ist das Kind ohne Fehler und Tadel? Ich glaube das hatten wir schonmal in unserer Geschichte.
Die Therapie von DM 1 ist doch keine Arbeit, es sei denn Zähne putzen und anziehen werden auch als lästiges Beiwerk des Lebens empfunden.
Mit deiner Einstellung solltest Du dir niemals Kinder anschaffen.
Grüße von Reiner
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Sandy
Rang: Gastam 23.08.2004 23:36:30
Hallo Herr Klausen,
Ihr beinahe dramatische Schilderung ist bei weitem Übertrieben. Sehen Sie sich doch in diesem Forum einemal um: Hier finden Sie viele Diabetiker, die mit Ihrem DM (Typ I!) schon seit mehr als 25 Jahren leben und zwar OHNE Schäden. Ich selbst bin seit 10 Jahren dabei, und es sind keine Folgeschäden in Sicht. Ich denke, dass Sie hier (mit Verlaub) ein wenig zum dramatisieren neigen!
Aber um auf die Kinder zurückzukommen: natürlich ist es verantwortungsvoll, auch an die Kinder zu denken. Aber es gibt heutzutage schon die Möglichkeit, bei der Geburt des Kindes einen Teil der Nabelschnur einfrieren zu lassen. Diese Stammzellen werden dann beim Auftreten von diversen Krankheiten (u.a. Diabetes!) zur Herstellung neuer Körpereigner Zellen verwendet. Dieses "Einfrieren" ist für 18 Jahre und kostet ca. 2000 Euro. Vielleicht ist das ja eine Lösung für Sie? Allerdings weiß ich nicht genau, welche Krankenhäuser dies anbieten. Zumal es so ist, dass die Forschung in 10 Jahren die Forschung wieder wesentlich weiter...
Folgeschäden hat im übrigen jeder selbst in der Hand! Ich habe nicht vor, welche zu bekommen. Alles eine Sache von Wissen, und Anwendung. ;-) und je mehr man weiß desto besser klappts.
Viele liebe Grüße
Sandy -
Karl Klausen
Rang: Gastam 24.08.2004 04:21:38
Es ist nicht wahr, dass jeder Patient die Erscheinung von Folgeschaden "in der Hand hat," da sie treten oft bei der besten Blutzuckerkontrolle vor. Einige Patienten mit HbA1c Werte von 7% sterben frueh mit vielen sogenannten Spaetschaden, andere mit Werten um 13% leiden nie daran. Das Schicksal des Diabetikers hat viel mit der Genetik zu tun, da einige Koerper bauen schaedliche Nebenprodukte von hohen Zuckerwerten sehr viel besser als andere. Auf der histologischen, noch nicht klinisch sichtbaren Ebene, sind vaskulaere und neurologische Schaden schon wenigen Monaten nach der Diagnose mikroskopisch zu beobachten. Mit bezug auf Ihren Fall, Sie sollen wissen, dass fast keine Patienten an Folgeschaden frueher als 10 Jahren nach der Diagnose leiden; aber 25 Jahre danach, 40% sind tot oder so gut wie tot durch Nierenkrankheit.
Wissenschaftler schaetzen, dass Stammzellentherapie, wenn es ueberhaupt wirksam wird, erst nach 20 Jahren oder mehr klinische Anwendung als medizinische Therapie finden wird, und so bleibt das Risiko auch fuer Kinder von Diabetikern, die erst nun zur Welt kommen. von Karl Klausen -
Karl Klausen
Rang: Gastam 24.08.2004 04:55:12
Wenn Sie wirklich glauben, dass insulin-bedingte Hypoglykaemie unheilbare Gehirnschaeden mit sich nicht bringt, dann sollen Sie die Bemerkungen ueber neuronzellen Tod bei S. Singh, u.a., ,,Impact of Hypoglycemia," in Molecular and Cellular Biochemistry, May, 2004, B. 260, Seite 153-159 lesen. Wenn Sie auch glauben, dass insulinbedingte Hypoglykaemie doch nicht zum Tod fuehren kann, dann sollen Sie A. Bhansali, u.a., "Morality in Diabetes" in Diabetes Research and Clinical Practice, May, 2003, B. 60, Seite 119-124 lesen. Dr. Bhansali und seine Mitarbeiter haben festgestellt, dass 5,1% aller Todesfaelle unter Diabetikern in einem Krankenhaus durch Hypoglykaemie verursacht worden waren.
Da die heutige Gesellschaft es moralisch vertretbar findet, genetische Beratung und Amniozentesis zur Rate zu ziehen, um zu bestimmen, welche Foeten man abtreiben soll, damit keine Kinder das Leben als schwerkranke Menschen erleiden muessen, finde ich nichts falsches in der Vostellung, noch nicht existierende Kinder vor ein Leben als Diabetiker zu schuetzen.
von Karl Klausen -
Georg
Rang: Gastam 24.08.2004 09:20:10
Karl,
Du scheinst aber echt große Probleme zu haben, wenn ich mir Deine Beiträge so durchlese. Es gibt Psychotherapeuten, die sich auf solche Probleme bei Diabetikern eingestellt haben:
http://www.diabetes-psychologie.de/ptplz.htm
Weiterhin empfehle ich die Bücher von Dr. Axel Hirsch. von Georg -
Sandy
Rang: Gastam 24.08.2004 09:49:33
Herr Klausen,
wenn Sie scheinbar soooo viel wissen , warum Fragen Sie dann eigentlich das Forum?
Zumal Sie sich selbst widersprechen: Sie sagen, dass Spätschäden auch bei guten Werten oft vorkommen, begründen dies aber mit der besseren/schlechten Fähigkeit eines Körpers, Abbauprodukte von Hohem Zucker zu verarbeiten.... Bei guten Werten gibt es diese Abbauprodukte nicht.
Sie sollten das mit den Kindern wirklich lassen. Viel zu gefährlich, das arme Kind....
War es das, was Sie hören/lesen wollten? von Sandy -
Sandy
Rang: Gastam 24.08.2004 12:38:54
Wer Kinder abtreibt nur weil sie evtl. Diabetes haben könnten, der ist es nicht wert, dass man sich überhaupt noch mit ihm unterhält, Herr Klausen, denn das ist Mord!
Haben Sie schoneinmal ein Kind mit Diabetes kennengelernt? Es kommt mit der Krankheit besser zurecht als Sie es jemals werden.
Und damit verabschiede ich mich aus dieser Runde. von Sandy -
Frank Recker
Rang: Gastam 24.08.2004 14:05:02
Sehr geehrter Herr Klausen!
Ich muss in dieser Diskussion Sandy völlig Recht geben. Ich bin selbst über 20 Jahre Typ 1 mein Bruder über 30 Jahre und es gibt keine Folgeschäden!!!
Diese Art von Dramatisierung und Panikmache ist völlig am Thema vorbei und verunsichert insbesondere jüngere Typ 1 Kandidatinnen!!
Statistiken etc. kann man interpretieren wie man will, je nach eigenem Gusto. Daraus Verantwortungslosigkeit etc. abzuleiten halte ich für anmaßend!
Ich denke diese ARt von Diskussion sollten wir daher besser beenden und uns auf wesentlichere Dinge konzentrieren.
mfg
Frank Recker -
Karl Klausen
Rang: Gastam 24.08.2004 15:08:51
Da ich schon als Kind an Typ 1 DM gelitten hatte, weiss ich genau, was es bedeutet, wenn man schon als Kind mit dieser unheilbaren Krankheit leben muss.
Einige Menschen verstehen Abtreibung als Mord. Da Abtreibung aber in den meisten modernen Gesellschaften gesetzlich erlaubt ist, da genetische Berater nicht als Kriminelle betrachtet werden, und da Amniozentesis in der heutigen Medizin fuer ein ethisches Verfahren gehalten wird, sind klare Beweise dafuer, dass unsere Sitten es erlaubt, noch nicht geborene Kinder durch Abtreibung vor einem kranken Leben zu schuetzen. von Karl Klausen -
Reiner
Rang: Gastam 24.08.2004 15:28:26
Hallo Karl,
eine Hypo ist maximal 30 Minuten nach Todeseintritt nachzuweisen, da ansonsten auch nach dem Tod Glukose von der Körperzellen noch eine gewisse Zeit verbraucht wird.
Ein wichtiger Autor ist Tattersall, R.B.Tattersall, R.B. & Gale, E.A.M., Mortality, post-mortem diagnosis, crude estimates of hypoglycaemia mortality from retrospective surveys, etc.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde kein Fall mt tödlichem Ausgang dokumentiert.
Grüßevon Reiner
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Sandy
Rang: Gastam 24.08.2004 15:37:48
Es hat eigentlich keinen sinn noch was dazu zu sagen, aber meinen sie ich habe den DM nciht als Kind bekommen??? Das ist meist so beim Typ I.
Sie sind halt dann einfach viel schlimmer dran wie alle anderen Diabetiker. (oder einfach viel wehleidiger) von Sandy -
Karl Klausen
Rang: Gastam 25.08.2004 09:46:30
Hypoglykaemie ist in der Tat die hauefigste Todesursache unter Typ I Diabetikern bis dem 25. Lebensjahr. Es bleibt eine wichtige Todesursache auch nach diesem Alter, aber andere Ursachen werden mit der Zeit wichtiger. Oft bei sehr jungen Diabetiker kommt ein Hirnschlag bei Hypoglykaemie vor, der das Kind toetet oder laehmt.
Das Werk, das Sie erwaehnen, hat mit forensischer Bestimmung der Todesursache bei unbekannten Patienten zu tun. Wenn man den Patienten aber im Krankenhaus oder in der Notstation klinisch beobachtet und sieht, wie die Hypoglykaemie doch nicht schnell genug behandelt werden kann, um den Patienten zu retten, dann ist es gar kein wissenschaftliches Geheimnis, was den Tod verursacht hatte. von Karl Klausen -
Karl Klausen
Rang: Gastam 25.08.2004 09:58:24
Die grosse DCCT Studie vor einigen Jahren hat erwiesen, dass Diabetiker sehr unterschiedliche Erlebnisse mit Spaetschaden auch bei identischen Blutzuckerwerten haben. Das liegt daran, dass die entscheidene Ursache von Spaetschaden nicht die Blutzuckerwerte selbst sind, sondern die Art und Weise wie jeder Koerper den Ueberfluss an Blutzucker abbaut, denn es sind die Abbauprodukte, nicht der Blutzucker selbst, die den Nerven und Gefaessen schaedlich sind. Dieser Abbauvorgang haengt von metabolischen Eigenschaften ab, die jedem Koerper eigen sind, und wahrscheinlich von den Genen bestimmt sind. von Karl Klausen -
Karl Klausen
Rang: Gastam 25.08.2004 10:19:53
Vielleicht darf ich Ihnen die Werke von dem beruehmten Psychologen Heinz Kohut (1913-1981) vorschlagen? Er war der Meinung, man solle den Mut haben, die Wirklichkeit so wie es ist zu konfrontieren, auch wenn sie schlecht ist, um diese Schwierigkeiten wissenschaftlich und philosophisch zu diskutieren, ohne sie falschlich als die Produkte von psychologsichen Problemen bei anderen darzustellen, damit die Wirklichkeit und die damit verbundenen harten Fragen verschoben werden koennen. von Karl Klausen -
Reiner
Rang: Gastam 26.08.2004 02:28:52
Hallo Karl,
deine Argumentation kann ich nicht mehr nachvollziehen. Die Todesursache kann doch nur forensisch geklärt werden. Im Falle eines Todes durch eine Unterzuckerung müsste dann im Gewebeschnitt des Gehirns eine Entmarkung der Zellenstruktur festgestellt werden.
Übrigens hat DCCT nie im Studiendesign die Fragestellung warum Spätschäden sich unterschiedlich bei Diabetikern entwickeln.
DCCT hat zwei unterschiedliche Formen der Therapie verglichen und festgestellt, dass Folgeschäden zu einem hohen Prozentsatz beeinflussbar sind.
Ich glaube insgesamt aber, dass es dir nicht um Objektivität geht, sondern um Durchsetzung deiner Gedankenwelt. von Reiner -
Karl Klausen
Rang: Gastam 26.08.2004 16:54:59
'Forensische' Bestimmung der Todesursache bedeutet normalerweise nur, die Bestimmung des Todes eines Patienten, der gleich vor dem Tod nicht unter klinischer Beobachtung war, wie z.B. bei einem Mord. Wenn der Patient in die Notstation mit einem Blutzuckerwert von 1,8 ankommt und dann stirbt, braucht man nicht unbedingt die pathologische Anatomie des Gehirns mikroskopisch zu untersuchen, um zu bestimmen, woran der Patient gestorben ist. Aber egal wie man Ausdruecke benutzt, kann jeder die Statistiken ueber Tod durch Unterzuckerung in den schon genannten Studien fuer sich selbst lesen.
Was die DCCT Studie klar feststellte, war dass einige Patienten mit einem typischen Blutzuckerwert von 7% trotzdem frueh an vaskulaeren Folgen sterben, waehrend andere mit Werten um 12% ohne solche Folgen gesund weiterleben. Der Grund davon hat mit der unterschiedlichen Art und Weise wie jeder Koerper den Ueberfluss an Blutzucker abbaut, d.h., mit der unterschiedlichen Herstellung von 'Advanced Glycation Endproducts,' die die Schaden eigentlich verursachen -- nicht mit dem Blutzuckerwert selbst. Man sieht diseen Unterschied auch wenn man die Durchschnittliche Blutzuckerwerte des Patienten misst und diesen Wert mit dem HbA1c Wert vergleicht. Diese Werte weichen oft sehr von einander ab, weil die Glykolisieren der roten Blutkoerperzellen dem eigentlichen Blutzuckerwert nicht entspricht. von Karl Klausen -
Karl Klausen
Rang: Gastam 26.08.2004 17:11:16
Ich habe nur Ihre Frage, ob ich je ein diabetisches Kind kennengelernt haette, mit der Bemerkung beantwortet, dass ich selbst so ein Kind war. von Karl Klausen -
Karl Klausen
Rang: Gastam 26.08.2004 17:13:34
Anekdotische Fallberichte machen doch keine Wissenschaft aus. Was wichtig sind, sind Durchschnittsergebnisse. von Karl Klausen -
Lars
Rang: Gastam 05.09.2004 00:44:17
Ich bin nur verdammt froh, daß meine Eltern sich TROTZ der Diabetes FÜR MICH entschieden haben. Jetzt nach wiederholter Malaria hats meine Einspritzanlage ebenfalls zerlegt. Meine bösen, verantwortungslosen Eltern, vielleicht hätten se mich besser weggemacht! Na so eine psycho-Diskussion - ich kotz gleich. Ohne Gruß! von Lars -
Phobnator
Rang: Gastam 14.09.2004 16:46:38
Ich könnte nicht damit klarkommen, falls mein Sohn an Diabetes erkranken würde. Ich habe gerade in dem kritischen Alter zwischen 12 - 18 meine schlimmsten Erfahrungen mit dem Diabetes gemacht.
ich bin/war ein eher lockerer Typ, der Spass haben wollte und darunter verstehe ich nunmal "abschalten/gehen lassen(+alkohol)".Oft bei Kollegen übern8tet und einfach durchgefeiert, was für einen Nicht-Diabetiker wohl eine Selbstverständlichkeit ist. Das geht aber als Diabetiker nicht so einfach. -> Hohen Zucker (dachte ich mir Scheiss auf die Spätfolgen).
Diese Krankheit muss ausgerottet werden, jeder der diese Krankheit absichtlich an andere weitergibt mindert die Lebensqualität der nachkommen massiv. Was wäre wenn mein Kind dann zum Suicidfall wird ? ich könnte nicht damit leben. Diabetikern ist es möglich sich absolut schmerzfrei umzubringen und das inerhalb von 10-20 Minuten. ich selbst habe nicht nur einmal daran gedacht... von Phobnator -
Inka
Rang: Gastam 15.09.2004 00:34:38
n`Abend,
ich bin neu in diesem Forum und weiß seit 3 Wochen, daß ich Diabetes Typ 1 habe.
Da ich seit 3 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen bin, möchte ich mich nun umfassend über diese "Krankheit" (mein Doc nennt es "Zustand") informieren.
Ich lese hier die Beiträge und sie machen mir Angst; sind wirklich 40% aller Typ 1er nach 25 Jahren tot? Oh je...für mich ist es absoluter Horror...ich habe eine kleine Tochter, für die ich noch gaaanz lange da sein möchte! Natürlich möchte ich auch für mich lange und glücklich und gesund leben.
Wo kann man sich umfassend informieren? Ich habe so viele Fragen...
Na ja, ich gehe jetzt erstmal in`s Bett und versuche positiv zu denken :-)
P.S.: Die Beiträge von Sandy haben mir Mut gemacht; Danke dafür!
LG inka von Inka -
Phobnator
Rang: Gastam 15.09.2004 02:34:05
Sorry für meine "harten" Beiträge, aber gerade als männlicher Teenager ist es wirklich schwer in dieser Realität zurechtzukommen. Ich habe auch auf keinen Fall den Willen am Leben verloren, nur manchmal ist man einfach deprimiert und denkt über die seltsamsten Dinge nach. Ich kann es auch nicht genau beschreiben, aber am meisten quält mich wohl der Neid auf meine Freunde, die mir immer wieder vor Augen halten, wie schön das Leben doch ist und meist ihrer Gesundheit gar keinen Dank schenken. von Phobnator -
Rosatulpe
Rang: Gastam 20.09.2004 16:35:25
Also ich habe vor 25 Jahre Diabetes bekommen nach der 3 Schwangerschaft, ich habe viel gelernt bei Ärzten, in Selbsthilfegruppen, bei Diabetikertagen und Betroffenen, habe mich immer um gute Tage und eine gute Einstellung bemüht, trage seit 12 Jahren eine Pumpe, habe keine Spätschäden oder -komplikationen, treibe Sport, bin gesund, arbeite vollzeit, spiele klarinette und Saxophon, lerne italienisch und spanisch, gehe im Atlas-Gebirge wandern, esse alles, wiege 72 kg bei 172 cm , ich bin jetzt 56 j.und mir geht es richtig gut. Meine Kinder haben keinen Diabetes, ruinieren sich ihre Gesundheit mit Zigaretten und sind aber nur halb-so-gut drauf wie ich. also nur Mut, es ist ein täglicher Eiertanz, aber man kann damit auch unbeschwert leben.
grüsse von Rosatulpe -
Inka
Rang: Gastam 20.09.2004 16:52:21
Hallo Rosatulpe,
Danke für Dein posting! Das macht Mut!
Ich schrieb schon im Forum "Diskussion", daß ich Pech mit meinem Diabetologen habe, der mich nach 5 min. im Behandlungszimmer mit noch 50 offenen Fragen alleine ließ. Das war der eigentliche Grund, weswegen ich hier auf die Seite ging um mir meine Fragen selbst zu beantworten ;-)
Anfang nächsten Monats - also im nächsten Quartal - gehe ich zu einem anderen Diabetes Doc, der mir vielleicht sagen kann, ob ich auch jetzt noch, mit über 30 und "Zucker", Kinder bekommen kann?! Aber eins nach dem anderen :-)
Daß Du so aktiv bist und Dein Leben glücklich händelst, find ich ganz große Klasse! Und Danke, daß Du Dir die Zeit nahmst, hier zu schreiben!
LG inka von Inka -
Rosatulpe
Rang: Gastam 21.09.2004 16:10:31
Hallo Inka, danke für Deinen Kommentar.
Ich hatte Glück an Ärzte zu geraten, die , vielleicht aus eigener Betroffenheit, sehr interessiert, feinfühlig, kompetent, koperativ und liebevoll, eben authentisch sind. Diese gibt es tatsächlich, und da gibt es auch immer wieder neue Wege. Lies die Zeitschrift INSULINER,( auch im Internet zu finden), stell Deine Fragen immer wieder neu. Es ist ein Weg von vielen und er führt weiter. Viel Glück
Rosatulpe -
Shaila
Rang: Gastam 22.09.2004 23:44:46
HALLO!
ALSO ICH MUSS SAGEN IST SCHON ZIEHMLICH HÄFTIG WAS ICH GELESEN HABE,NUN JA ! ICH HABE 5 KINDER,UND MEINE KINDER SIND GESUND, ICH HABE IN MEINER LETZTEN SCHWANGERSCHAFT EINE DIABETES GEHABT,DAS IST JETZT 2 JAHRE HER, UND WAR IM GLAUBEN SIE KOMMT NICHT MEHR ZURÜCK , FALSCH GEDACHT ICH WEISS SEIT 14 TAGEN DAS WIEDER EINE DIABETES HABE, DAS WAR EHRLICH GEDACHT EIN SCHOCK FÜR MICH,DA ICH DACHTE ICH BIN GESUND!
BEI MEINER SCHWESTER WAR ES GENAUSO ERST IN DER SCHWANGERSCHAFT UND 2 JAHRE SPÄTER WIEDER,SIE HAT ABER AUCH SCHON FOLGEN EINER DIABETES LEBER UND NIEREN ARBEITEN LEIDER NICHT SO WIE ES SEIN SOLLTE,BEI MIR IST ZUM GLÜCK NOCH ALLES IM TAKT,HOFFE AUCH ES BLEIBT SO!WAS ICH EIGENDLICH SAGEN WOLLTE WENN JEMAND GUT EINGESTELLT IST KANN ER AUCH EIN KIND BEKOMMEN,ICH HABE 5 KIDS ICH WERDE WOHL KEINE MEHR BEKOMMEN ABER ANDERE IN DIESER SITUATION KÖNNEN DOCH KINDER BEKOMMEN? DAS GIBT DOCH LEBENSMUT,ODER???
GRUSS SHAILA von Shaila -
Thomas2002
Rang: Gastam 23.09.2004 18:43:21
1. Bitte nicht in dieser Lautstärke
2. Nach einer Schwangerschaftsdiabetes besteht ein erhötes Risiko.
3. Wenn man nur die relativen Zahlen und nicht die dahinterstehenden Skalare sieht, ist man selbst schuld.
4. ist die Masse der T1er gut eingestellt.
von Thomas2002 -
ANONYMOUS
Rang: Gastam 26.09.2004 00:11:53
Hi, erst einmal sollte ich vorausschicken, dass ich selbst mal genauso gedacht habe. Das mag dem einen oder anderen falsch vorkommen, aber jeder hat so seine eigenen Moralvorstellungen.
Der Grund dafür, daß ich nun nicht mehr so denke ist ganz einfach in einer Frage zu finden: Wer bin ich, dass ich so etwas entscheiden könnte ?
Natürlich ist Diabetes zweifelsohne ein Risikofaktor und denjenigen, die sich für Kinder entscheiden wünsche ich das Beste. Mein T2 Diabetes wurde nur festgestellt, weil ich meine Lebensgewohnheiten grundlegend ändern wollte und ganz brav zum Arzt ging, bevor ich mit dem Sport anfing. Wäre ich nicht so 'vernünfitig' gewesen würde die Krankheit für meine Lebensplanung gar keine Rolle spielen. Das Risiko wäre trotzdem da. Von diesem Risiko zu wissen bringt einen aber auch nicht weiter. Ab wieviel % sollte man sich gegen Kinder entscheiden ? Sollte dies nur für Diabetes gelten ? Schliesslich gibt es auch eine genetische Disposition für Übergewicht ? Das sind nur einige ethische Aspekte hierzu.
Aber auch zum technischen Aspekt (also der genetischen 'Stärke' eines Menschen) gibt es Einiges zu sagen. Diabetes ist keine Krankheit, die es erst seit jüngster Zeit gibt und die Menschheit ist daran nicht zu Grunde gegangen (das wird sie auch nicht). Wenn man fordert, dass Menschen in ihrer genetischen Vielfalt eingeschränkt werden (genau das wäre die Folge), würde man dem Kernprinzip der Evolution (Diversifikationsprinzip) widersprechen. Du selbst hattest geschrieben, das einige Diabetiker mit den schädlichen Abbauprodukten besser klarkommen als Andere. Die würden dann auch aus dem genetischen Pool verschwinden.
Auch wenn die Gefahr besteht, daß die Nachkommen darunter leiden könnten gibt es mehrere Punkte dabei zu bedenken: Der technologische Fortschritt sorgt hier für immer mehr Möglichkeiten zur Linderung und Korrektur von Schäden. Gesunde Eltern sind noch keine Garantie für gesunde Kinder und wer weiss schon was die Zukunft bringt ? Das klinkt lapidar und einfach aber so ist es eben.
Das Einzige was man Eltern vorwerfen könnte, wäre wenn sie keine entsprechende Vorsorge träfen um potentielle Schäden abzuwenden. Allerdings glaube ich nicht, dass auch nur ein einziger Diabetiker so rücksichtslos wäre.
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Tobi
Rang: Gastam 26.09.2004 16:20:04
Im Großen und Ganzen kann ich dir zustimmen, aber der Forschung würde ich nur kaum Hoffnung schenken. Wie bereits in einem Forum erwähnt wird durch diese Krankheit ein Milliardenumsatz gemacht (Konzerne wie auch die Apotheken).
Ob meine generation eine wirksame Heilung des Diabetes miterleben wird ist eher unwarscheinlich. von Tobi -
Jan
Rang: Gastam 06.10.2004 12:11:25
Ich könnte nicht damit klarkommen, falls mein Sohn an Diabetes erkranken würde. Ich habe gerade in dem kritischen Alter zwischen 12 - 18 meine schlimmsten Erfahrungen mit dem Diabetes gemacht.
Mmmh. Meine Eltern kommen gut damit klar, daß ich Diabetiker bin.
ich bin/war ein eher lockerer Typ, der Spass haben wollte und darunter verstehe ich nunmal "abschalten/gehen lassen(+alkohol)".Oft bei Kollegen übern8tet und einfach durchgefeiert, was für einen Nicht-Diabetiker wohl eine Selbstverständlichkeit ist. Das geht aber als Diabetiker nicht so einfach. -> Hohen Zucker (dachte ich mir Scheiss auf die Spätfolgen).
Ich hab den Zucker erst recht spät bekommen, habe aber einige Typ1er in der Familie. Ist alles eine Frage der Organisation. Ich kann nicht bestätigen, daß auch nur einer Probleme damit gehabt hätte. Ich auch nicht. Party geht - man muß nur wissen wie. Ich mache den Zucker nicht dafür verantwortlich, wenn ich nicht damit umgehen kann.
Diese Krankheit muss ausgerottet werden, jeder der diese Krankheit absichtlich an andere weitergibt mindert die Lebensqualität der nachkommen massiv.
Lol. Also ich bin ganz froh, da zu sein. Wäre zwar schöner ohne, aber das hört sich für mich nach Euthanasie an.
Was wäre wenn mein Kind dann zum Suicidfall wird ? ich könnte nicht damit leben. Diabetikern ist es möglich sich absolut schmerzfrei umzubringen und das inerhalb von 10-20 Minuten. ich selbst habe nicht nur einmal daran gedacht...
Das möchte ich sehen. Wenn man jemanden das ganze Leben jammernd und elend vorführt, wie schlimm eine Krankheit ist, die gut zu beherrschen ist, dann würde ich mir auch das Leben nehmen. Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht - in meiner Familie ist das nichts Schlimmes und auch nach über 30 Jahren ist nichts von Spätfolgen zu sehen. Und zum Thema umbringen. Der vorletzte Satz beweist leider, daß Du keine Ahnung hast. In 10-20 Minuten schmerzfrei umbringen? Mit ner Überdosis Insulin nicht möglich, sorry. Und in 10 Minuten hunderte BE futtern, naja ... Ich frag mich immer, was man Leuten wie Dir in seinem Leben angetan hat, daß man solche Aussagen treffen muß. Sehr bedauerlich. Ich lebe ganz gern - lieber ohne, aber im Zweifel auch mit Diabetes. Could have been better, but could have been worse, too.
so long
Jan
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Sonni
Rang: Gastam 24.11.2004 15:52:04
Hallo, insbesondere Monsieur Klausen,
ob der Großteil der Forumteilnehmer wohl nichts anderes als Diabetes im Kopf hat? ? ?
Ich selbst bin jung verheiratet, PLANE KINDER, mein Mann ist auch Diabetiker, also schon doppelt so hohes Risiko, ujujuj.
Daneben bin ich aber auch Krankenschwester, kann Ihnen sagen, dass Diabetes bei weitem nicht das Schlimmste ist, was Ihren Kindern zustoßen könnte.
Ich wäre h e i l f r o h wenn's bloß Diabetes ist, den mein Kind erbt. Das ist zwar keine Garantie dass es keine Leukämie, Mukoviszidose oder sonst etwas bekommt, aber es stellt doch den Diabetes erheblich in den Schatten.
Liebe zukünftige Mütter, viel Spaß und lasst es euch nicht verderben.
Gruß Sonni -
Lovely
Rang: Gastam 01.12.2004 18:22:21
<<< Ich wäre h e i l f r o h wenn's bloß Diabetes ist, den mein Kind erbt. Das ist zwar keine Garantie dass es keine Leukämie, Mukoviszidose oder sonst etwas bekommt, aber es stellt doch den Diabetes erheblich in den Schatten. >>>
Dem kann ich nur zustimmen.
Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, dann gibt es doch den "perfekten" Menschen, also ohne Krankheit, ohne Hässlichkeit und ohne Dummheit sowieso nicht.
JEDER hat irgendetwas!!!
Jemand der (körperlich) völlig gesund ist, ist vielleicht stattdessen depressiv.
Jemand der wunderschön aussieht, hat vielleicht Diabetes.
Jemand der besonders schlau ist, hat vielleicht sonst noch etwas anders.
Es gibt keinen perfekten Menschen.
Warum also aufgrund Diabetes keine Kinder bekommen, sodenn man wirklich eins haben möchte? Das ist die eigentliche Frage!! Wer wirklich ein Kind möchte, der bekommt es auch, wenn das Risiko für Diabetes ein paar Prozente höher liegt als bei Gesunden.
Ich selbst habe mich als Kind immer gefragt:
"Warum ich?" (Anfang der 70er Jahre war es noch nicht so einfach wie heute.)
Mein Cousin dagegen, der sehr viel Schwierigkeiten beim Lernen und mit seiner gesamten Motorik hatte (leichte Behinderung) fragte dagegen immer:
"Warum kann ich nicht auch einfach nur Diabetes haben?"
Gruß,
Lovely
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Nicole
Rang: Gastam 14.12.2004 19:46:04
Sehr geehrter Herr Klausen,
Mit Erstaunen und einem Zustand den ich vielleicht sogar als Schock bezeichnen würde, habe ich ihren oben genannten Beitrag im Diabetes Forum gelesen. Zum ersten sollten Sie sich die Verwendung des Wortes "dürfen" unter allen Umständen verkneifen, denn ich bezweifele, dass sie sich selbst als eine vorzeigbare, würdige Entscheidungsinstanz hier hingehend bezeichnen dürfen (zumindest außerhalb ihres eigenen Lebens- und Verantwortungsbereiches).
Ein Forum ist ja nun mal dazu gedacht, die eigene Meinung kund zu tun und diese möchte ich, auch wenn sie nicht meine ist, gerne akzeptieren. Dennoch lasse ich mir weder von Ihnen noch dem Rest der Welt die moralische Verpflichtung auferlegen mein ungeborenes Kind (für das Sie sich ehrlich gesagt einen feuchten Kehricht interessieren) sowie den Rest der Menschheit vor der Konfrontation mit Diabetes zu schützen. Diese Welt wird nicht besser (nicht das dies jedermanns hehres Ziel sein sollte) indem Menschen wie Sie ihre perfide Meinung anderen Menschen im Zuge der "Pflicht", Diabetes auszurotten, aufdoktrinieren. Wenn Sie ihren dahingehenden Drang, den Sie ja scheinbar mit der Studie etlicher Bücher über Diabetes belegen können, ausleben wollen, würde ich Ihnen vorschlagen, ein eigenes Buch zu schreiben. Haben Sie doch bitte den Mut, ein Buch auf den Markt zu bringen, das öffentlich und laut Menschen mit Diabetes auffordert sich nicht zu vermehren - um ihrer selbst willen, um ihrer ungeborenen Kinder willen und - last but definetly not least - um die Menschheit vor den monetären und ethischen Verpflichtungen, die die Konfrontation mit einer Erkrankung mit sich bringt, zu entbinden. Hieran würde ich gerne messen was die Gesellschaft aus der Geschichte gelernt hat!
Ich wünsche Ihnen genauso viel Spaß dabei, als Sie ohnehin am Leben zu haben scheinen.
Mit freundlichen Grüßen
Nicole Driesen
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Isis
Rang: Gastam 08.02.2005 15:35:24
Ich gebe zu, ich habe schon wieter oben nicht mehr weiter gelesen. Die Argument sind ja nahezu an den haaren herbei gezogen. Ich kenne viele Fälle bei den auch relativ spät alles gut geklappt hat, d.h. weder Mutter noch Kinder haben irgendwelche Schäden.
Eine Schwangerschaft mit Diabetes stellt nat. ein paar mehr Risiken, als bei einer normalen Schwangerschaft.
Ich selbst habe Diabetes mit 9 Jahren bekommen und es war nicht einfach, da es noch die Zeit des Zwangs war, heute wird eine Therapie doch schon viel lockerer gesehen. Und auch habe die Pubertät mit der nötigen Stärke überstanden. ;o)
Ich kenne bisher nur Diabetiker, die die ersten in der Familie waren. Sicherlich ist die Chance, dass ein Kind aus diabetischen Verhältnissen eher an Diabetes erkrankt etwas höher. Aber genauso könnte man bei Kindern gesunder Eltern andere Risiken feststellen.
Und es gibt nun wirklich wichtigere Krankheiten, die man ausrotten sollte. Aber doch nicht den Diabetes, für den es immer bessere Möglichkeiten des schönen Lebens gibt.
LG von Isis -
Mäxchen
Rang: Gastam 12.02.2005 15:58:24
Hoppla , mir ist beim Lesen ganz anders geworden ! Ich habe jetzt seit 45 Jahren DM und bin noch immer quitschfidel . Ich habe allerdings keine Kinder ,zu meiner Zeit war es üblich ,den Kinderwunsch unbedingt auszureden. Heute ,mit der Pumpe , gibt es Diabetikerinnen mit mehreren Kindern . Ich habe noch von keiner diabet. Mutter gehört , die ihre Kinder nach der Geburt in den Müll geworfen hat oder sie verhungern ließen. Ich glaube eher , daß Diabetiker durch die ihnen auferlegte Disziplin und Selbstzucht sich im Durchschnitt sehr engagiert und verantwortungsvoll verhalten. Gruß Mäxchen -
Marion
Rang: Gastam 26.03.2005 09:47:14
@ herr Klausen
also wenn ich mit so einer Einstellung lebe mit Diabetes würde ich ja vor Selbstmitleid vergehen.Ich will aber troz Diabets mein leben genießen und tue es.
Diabets ist nur eine Art anders zu leben.
Klar es gibt Risiken dadurch aber haben die andere nicht auch.Wenn man auf sich und den Körper gut aufpasst Kann man sogar durch den ausgebrochen Diabete eine bessere Lebensqualität haben weil man sich gesünder ernährt ,abnimmt und Sport anfängt .
@ Iris wenn dein Diabets gut eingestellt ist kann ste auch mit über 30 gesunde Kinder haben. Habe selber mit 33 meine Tochter volkommen gesund zur Welt gebracht welche eine super Apgar Test hatte und eher Zierlich als zu Groß und unreif wie die meisten sagen.Und auch alle Stoffwechseltest waren super sowie ist sie nie nach ihrer Geburt unterzuckert obwohl es sehr genau überprüft wurde.
Also es ist möglich
liebe ostergrüße
Marion -
Barbara Vorhoff
Rang: Gastam 03.04.2005 21:43:14
Meine Zeit. Was ist den hier los. Bin hier zufällig hereingerutscht.
Also meine Tochter war 2 1/2, als man bei ihr den Diabetes feststellte. Nach einem halben Jahr kam eine Zöliakie dazu, die echt nervig ist. Meine Tochter ist entwicklungsverzögert und geht jetzt das erste Jahr zu einer Körperbehinderten Schule. Wenn man dort die anderen Kinder sieht, die sowohl geistig als auch körperbehindert sind, teils durch Geburtsfehler. Unser Kind ist im Vergleich dazu " gesund ".
Mein Mann und ich sind beide nicht vorbelastet und trotzdem war das entsprechende Gen defekt.
Wer weiß, was andere für Gendefekte in sich tragen und an ihre Kinder weitergeben.
Jeder hat sein Päckchen zu tragen und nimmt sein Kind so an wie es ist. Es bedeutet Mut und man muß seinen Egoismus für einige Jahre zurückfahren. Kann nicht schaden. Wenn man aber das Schwarze vom Himmel herunterbetet, wird es wohl bald keine Kinder mehr geben.
Und ich bin fest davon überzeugt, das in ein paar Jahren die Forschung soweit sein wird, Inselzellen zu verpflanzen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mit freundlichen Gruß
Barbara von Barbara Vorhoff -
Richard
Rang: Gastam 06.04.2005 01:51:05
Also ich muss sagen das ich das ganze Überhaupt net versteh, ich habe jetzt seit 5 Jahren DM und in meiner Familie bin ich der erste der an DM erkrankt ist (drei Generationen vor mir nichts). Ich bin jetzt 17 und lebe genauso wie alle anderen, na klar man muss etwas zurückhaltender leben und kann sich nicht ins koma saufen ( wer will das schon ).
aber ich denke grade bei den medizinischen vortschritten die gemacht werden, sollte man nicht ans "ausrotten" denken sondern an behandlung und wie gesagt bei mir ist es nicht erblich.
wenn man überlegt wie weit schon die medizin ist, grade bei DM, sollte wir alle das beste auf unseren Leben machen und nicht an DM denke denn es gibt viel schlimmere Krankheiten als DM -
Daniela
Rang: Gastam 29.06.2005 16:25:10
Hm, die Frage ist nicht unberechtigt, möchte aber dazu weitere Fragen anmerken:
- Dürfen Dumme Kinder haben?
- Dürfen Sozialhilfeempfänger Kinder haben?
- Wie siehts mit Kindern bei anderen Erkrankungen aus?
- Sollte man in diese Welt überhaupt noch Kinder setzen?
.... von Daniela -
Birgit
Rang: Gastam 21.07.2005 17:55:27
Wow, das war klasse.
Ich bin selber Diabetikerin und muss jetzt gleich mein kerngesundes, 3-jähriges Mädchen vom Kindergarten abholen, das ich mit 41 (!!!!) Jahren und nach über zwanzig Jahren als Diabetikerin bekommen habe. Ein kleines Wunder, sicher, aber das war das Risiko und einige Mühe wert!
Ich frage mich, ob Herr Klausen hier wirklich seine eigene Meinung vertritt oder einfach nur Spaß daran hat, ein paar Diabetiker "aufzumischen" - die Kommentare sind ja teils sehr heftig und werden vielleicht für eine "Studie" gebraucht? Oder kann man wirklich so verbohrt sein?
Ein Gruß an alle Protestierenden: lasst Euch nicht ärgern - oder vielleicht ins Bockshorn jagen...
Birgit.
-
Sabine
Rang: Gastam 02.09.2005 15:44:07
Also, Herr Klausen, ich bin seit 1982 Diabetiker - also seit über 15 Jahren - und habe noch ÜBERHAUPT KEINE SPÄTFOLGEN!!!!!!!!!
Selbstverständlich dürfen auch Diabetikerinnen Kinder bekommen - denn sonst dürften zB auch Raucher keine Kinder bekommen, denn auch da ist das Risiko einer Fehlbildung sehr groß. -
Merle
Rang: Gastam 21.10.2005 20:30:03
Ach ist das schön! Ich erfreue mich zu lesen, dass man mit 56 noch sooo fit ist und das trotz Diabetes ;-). Ich bin seit 26 Jahren Diabetikerin, hatte eine sehr schlampige Einstellung in der Teenagerphase, bin nun Mutter 2 gesunder Töchter, habe keine Folgeschäden und glaube daran, dass ich auch mit der chronischen Erkrankung alt werde. Ich laufe Halbmarathon und das trotz Diabetes und möchte in den folgenden Jahren gerne noch einen Marathon laufen. Ich trage seit 8 Jahren die Insulinpumpe und bin glücklich, dass es so etwas gibt! Jeder nimmt sicher seine Krankheiten anders an. Ich habe mich mit Diabetes zurechtgefunden,. sicher habe ich auch mal meine kleinen Tiefs, aber die liegen eher darin, dass mit Unterzuckerungen lähmen nicht schnell genug zu laufen oder ich sie im Schlaf nicht mehr spüre, dennoch gibt es immer Auswege! Dank Insulinpumpe und viele wichtigen Infos von Diabetologen. Ich finde, dass jeder Diabetiker unbedingt Kinder haben sollte! Sie machen das Leben noch viel lebenswerter und mit guter mediziniscger Betreuung und etwas Selbstdiziplin ist alles zu schaffen! Im übrigen haben meine Freundin alle keine Kinder ( es sind keine Diabetiker!!!) sie sagen sich, dass sie ihr Geld für sich haben wollen und keine Zeiteinschränkung. Diese Einstellung finde ich fast noch trauriger!
Es grüsst die trotz 26 Jahre Diabetes gesunde Merle -
Jenny
Rang: Gastam 02.06.2006 12:43:00
Die Krankheit kann man doch nicht ausrotten... So ein Quatsch!
Mein Mann und ich wollen in ca. 2 Jahren mit der Familienplanung anfangen, dass er seit 13 Jahren Diabetiker ist, hält uns nun wirklich nicht davon ab!
Wenn man ein Kind bekommt, kann es immer sein, dass es irgendwas bekommt.
Die Eltern meines Mannes haben kein Diabetes, bei den Großeltern gab es nur mal einen Typ 2 - Diabetiker. Woher er es hat, weiß KEINER! von Jenny -
delano
Rang: Gastam 05.06.2006 15:47:32
Hallo!
Ich bin 26 Jahre alt und selber nicht Diabetiker.
In der Schwangerschaft mit mir sind bei meiner Mutter ersmals hohe Zuckerwerte aufgetreten die danach aber wieder vergingen. Erst einige Jahre danach ist bei ihr Diabetes festgestellt worden.
Sie geht damit hervorragend um und hat HbA1c immer etwa um 6. An ihr sehe ich, daß das Leben mit DM keim Problem ist. So bin ich auch der Meinung, daß Diabetes kein Hindernis beim Kinderwunsch sein sollte.
Nun ist es so daß ich seit einiger Zeit mit mit einem Mädchen (22) zusammen bin, die seit etwa 9 Jahren Diabetes hat. Bei ihr ist es so, daß sie nie es nie wirklich... (ich behaute mal akzeptiet hat)
Sie spritzt ehre nach Gefühl und hat so öffters einen Hypo aber meist sind die Werte VIEL zu hoch.
In Bezug auf Kinder, stellen sich bei mir neben dem Risiko des Diabetes des Kindes auch noch die Fragen:
1)Wie wahrscheinlich ist es eurer Meinung nach, daß dadurch der Kinderwunsch unerfüllt bleibt?
2) Wie warscheinlich und stark ist dadurch eine weitere Beeinträchtigung\Behinderung des Kindes?
von delano -
Maria
Rang: Gastam 01.07.2008 17:18:52
also ich weiss das die beiträge hier schon etwas älter sind aber ich möchte trotzdem etwas dazu schreiben und hoffe, dass dies auch gelesen wird.!
Also ich hab seit meinem 12ten lebensjahr DM typ 1 das sind jetzt 13 jahre und ich hatte auch meine höhen und tiefen aber ich habe nun seid 2 jahren eine völlig gesunde und quitsch lebendige tochter.!!!!!!
Sie hat nichts davon, das wurde früher mal erzählt ,dass das risiko zu hoch sei und es besser sei, keine kinder zu bekommen, da entweder das kind oder die mutter dabei sterben würde, so wurde es mir jedenfalls damals erzählt.
Ich kann nur sagen, wenn man gut eingestellt ist und in der schwangerschaft regelmäßig betreut wird vom Diabetologen, was die krankenkasse bezahlt, dann kann da überhaubt nichts schief gehen.
lg maria