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Freistellung für Diabetesschulung?
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Manuela
Rang: Gastam 10.11.2009 15:47:15
Weiß zufällig jemand, ob der Arbeitgeber einem zur Diabetesschulung frei geben muss? Ich müsste mehrmals eine Stunde früher gehen, um hinzukommen und mein Arbeitgeber hat schon bei der kürzeren Blutdruckschulung gemotzt. von Manuela -
qwertz
Rang: Gastam 10.11.2009 19:01:11
Hi,
dein Arbeitgeber muss dir kein bezahlt frei geben, denn das meinst Du bestimmt.
Er wird dir vermutlich frei geben und dich die Stunden nacharbeiten lassen. Er muss dich nur für die Std. bezahlen die Du auch tatsächlich für ihn arbeitest.
Alles andere ist Verhandlungssache mit dem Arbeitgeber. von qwertz -
cvbcvb
Rang: Gastam 11.11.2009 00:07:39
Meiner Meinung nach gehört das zur sozialen Verantwortung der Arbeitgeber, dass die den Arbeitnehmern die Zeit für eine derartige Schulung gewähren. Wenn du krank bist, erhältst du den Lohn ja auch. Und die Schulung dient ja dem Zweck, dass du danach nicht ausfällst.
Aber meine Meinung muss sich nicht unbedingt mit der Rechtslage in der überreglementierten Bundesrepublik decken. -
x-man
Rang: Gastam 11.11.2009 08:14:15
Eine Diabetesschulung ist kein Grund für eine Freistellung.
Frage bei deinenem Betriebsrat nach oder evtl. bei der zuständigen Gewerkschaft/Arbeitnehmervertretung.
Deine Krankenkasse müßte eigentlich auch darüber Bescheid wissen.
Wenns hart auf hart geht nimm dir einen Anwalt f. Arbeitsrecht. -
kai4
Rang: Gastam 11.11.2009 11:37:28
So wie ich das verstehe, ist die Schulung nicht kontinuierlich, z.B. eine Woche lang in einer Einrichtung mit Übernachtung sondern zeitweise.
Ein z.B. einwöchiger ganzer Aufenthalt in einer Einrichtung(Klinik) könnte diese Dich von der Arbeit "befreien".
MfG
Kai -
Meinung
Rang: Gastam 11.11.2009 13:11:22
Die Schulungen sind doch meist am Nachmittag. Ob der Chef das billigt, ist eine Kulanzangelegenheit. Und, wenn es sich nur einige Male um 1h handelt, kann man die auch mal vor- oder nacharbeiten.
Man sollte solche "Ansprüche" nicht überziehen, man weiß nie, was mal noch kommt.
Wenn der Chef ganz streng ist, plant man an dem Tag noch andere Termine und nimmt einen Tag Urlaub.
Es kommt auch IMMER auf die Art der Bitte an, bietet man gleich während der Frage die Vor- oder Nacharbeit an, wird kaum ein Chef etwas einzuwenden haben.
von Meinung -
@Anke
Rang: Gastam 12.11.2009 10:39:19
Anwalt und Gewerkschaft wegen 5x 1h, die man vor oder nacharbeiten kann, du bist wirklich total bescheuert.
Stell dir vor, es folgt Jemand diesem bekloppten Rat, der ist bei der nächsten Personaleinsparung garantiert dabei. von @Anke -
Manuela
Rang: Gastam 12.11.2009 11:31:41
Ich habe mich entschieden dieses Jahr nicht mehr hinzugehen, weil mein Chef eh schon motzig drauf ist. Geh ich lieber nächstes Jahr. Das wird meinem Dia-Arzt sicher nicht gefallen :( Aber alles geht nun mal nicht. Habe im Internet keine gesetzliche Bestimmung hierzu gefunden. von Manuela -
zutzu
Rang: Gastam 13.11.2009 10:40:29
Musst halt abwägen. Gehts mit deinen Werten einigermassen, ists ja nicht dringend. Aber wenn du die Schulung dringend brauchst, weil die Werte willkürlich rumfliegen, gehts um deine Gesundheit und da sollte es dir egal sein, ob der Chef motzig drauf ist oder nicht. -
Tipp
Rang: Gastam 13.11.2009 13:19:27
Und wenn dein Diabetologe dir was schreibt für deinen Chef, dass es medizinisch zeitnah notwendig ist?
Dann bist DU abgesichert und dein Chef kann auch nicht motzen. von Tipp -
ursula
Rang: Gastam 15.11.2009 19:44:07
Ich an deiner stelle würde gehen, wenn der der Arbeitgeber nicht mitmacht dann bringe ihm vielleicht doch ein artest. Und wenn nicht dann gehst Du eben in eine Klinik. Ich mache die Kurse immer nur in der Klinik, da sie einfach mehr bringen,und alle 2 Jahre darfst Du sie wieder machen.
Gruss Ursula von ursula -
Manuela
Rang: Gastam 16.11.2009 11:25:20
Die Anmeldefrist ist eh abgelaufen. Ja, meine Werte spielen gerade verrückt. Aber leider ist mir das ziemlich egal. Hab Depressionen und bekomme eh nichts auf die Reihe im Moment. Mal sehen, vielleicht wird es nächstes Jahr besser, wenn ich die Therapie starte.
Danke, für Eure Antworten. von Manuela -
fuchs
Rang: Gastam 16.11.2009 14:16:26
Unbekannt schreibt:
"Aber meine Meinung muss sich nicht unbedingt mit der Rechtslage in der überreglementierten Bundesrepublik decken."
Was für ein Kappes. Erst mal hat das gar nix mit der Frage zu tun - und hast Du überhaupt eine Ahnung, wie es in den allermeisten Ländern aussieht? Sozial- und krankenversicherung sind wirklich nicht weltweiter Standard, woanders verrecken Kranke auf den Straßen.
Fuchs von fuchs -
sdfsdf
Rang: Gastam 17.11.2009 17:28:28
Ich hab das nur geschrieben, weil ich feststelle, dass Deutsche immer ein Riesending um "Was darf ich, was muss ich, wie soll ich" machen. Dabei sollte für alle klar sein, sobalds die Gesundheit betrifft, muss man für sich selbst die beste Lösung finden. Und das haben Chefs zu akzeptieren. Sie haben auch ein Interesse daran, dass der Mitarbeiter nicht irgendwann vom Stuhl kippt und ganz wegfällt.
Dass "wir" hier eine gute Krankenversorgung haben, hab ich weder infrage gestellt noch irgendwie erwähnt. So zum Thema "hat nichts mit dem Thema zu tun". Mir gings um den Arbeitnehmerschutz. -
hfjgutzr
Rang: Gastam 17.11.2009 18:33:42
>>Und das haben Chefs zu akzeptieren<<
Ach so, du meinst also bei über 4 Millionen Arbeitslosen finden die Chefs keinen "Gesunden", der deinen Job übernimmt? Träum' weiter... -
peter
Rang: Gastam 17.11.2009 19:01:10
und das hat der chef zu akzeptieren ???
wenn es dafür keine grundlage gibt, muß der chef überhaupt nichts akzeptieren.
und das ist in d ja das gute, viele sachen sind geregelt.
woanders ist nichts geregelt , da bekommst du einen tritt, und das wars. -
ghfghf
Rang: Gastam 18.11.2009 10:36:12
Der Grund ist gegeben: Die Person hat gesundheitliche Probleme. Werte, die nicht in Ordnung sind. Auf Dauer ist das nicht so toll.
Man lässt Sabbaticals zu, Elternurlaube, kriegt frei für Hochzeiten und Umzüge. (Was ich im Übrigen auch absolut richtig finde.) Aber wenn jemand Hilfe braucht, seine Gesundheit zu verbessern, muss man betteln und wird ggf. abgewiesen?
Vielleicht ist das so, ja. Aber ich bin in diesem Fall umso glücklicher, dass ich das anders erlebt habe und erlebe. Für meine Begriffe ist die Indikation gegeben und es soll jedem Diabetiker ermöglicht werden, eine Schulung zu besuchen, wenn diese notwendig ist.
Falls ich das falsch sehe und man mehr Härte zeigen sollte gegenüber chronisch kranken Menschen, dann tuts mir leid, dass ich ein solcher Weichbecher bin und entschuldige mich vielmals.