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  • Meadows

    Rang: Gast
    am 19.09.2009 21:30:52
    Hallo zusammen.
    Ich ahbe zwei Aussagen gehört/gelesen. Einmal heißt es, dass Eiweiß den BZ hebt, das sagte eine Diabetologin. Dann aheb ich im Internet gelesen, dass Eiweßi den BZ nicht hebt (also dann wohl nur Kohlenhydrate).
    Was stimmt den nun, wer kann es mit größer Sicherheit sagen?
    Gruß
  • peter

    Rang: Gast
    am 19.09.2009 22:20:34
    dann hast du aber wenig gelesen im netz,
    zu dem thema gibt es viele aussagen.
    hier vor kurzem die schönste, cayenne pfeffer senkt.
    also was willst du hören?
    von peter
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 19.09.2009 22:54:58
    Hallo,
    ich bin Typ 1und muß immer zusätzlich meine FPE (Fett-Proteineinheit) berechnen, da Eiweiß nach ca.4-5 Std. meinen Bz deutlich hebt.
    Da gibt es ganz neue Erkenntnisse drüber, hab´ich auch in diesem Diabetiker-Ratgeber, den es in der Apotheke gibt gelesen.
    Generell soll es so sein, daß Eiweiß den BZ verzögert anhebt, aber nur wirklich bemerkt wird es bei Diabetikern, die sehr wenig IE brauchen.
    Man kann das auch ganz praktisch nutzen: ein eiweißreiches Abendessen bewahrt mich vor nächtlichen Unterzuckerungen.
    Aber jeder reagiert anders.
    mfg von Astrid
  • xyz

    Rang: Gast
    am 20.09.2009 08:35:37
    Hier liest man immer öfter so'n Müll ! Besonders das Geschreibsel von peter -schier unglaublicher Quatsch!!!
  • peter

    Rang: Gast
    am 20.09.2009 12:28:06
    aber anke , du kannst doch garnicht verstehen was du liest, konntest du noch nie. von peter
  • Medizin-Studentin

    Rang: Gast
    am 20.09.2009 19:32:34
    Hallo,

    beide Aussagen sind richtig.
    Die erste, Eiweiße heben nicht den BZ sondern Kohlenhydrate ist natürlich, wie wir als Diabetiker wissen, richtig - wenn wir uns NORMAL ernähren.

    Die zweite, dass Eiweiße den BZ heben, gilt nur,
    wenn Nahrungs-Karenz herscht,
    z.B. beim Fasten (oder bei einem zu lange ausgeführten Basalratentag/e).

    Eiweiße (Proteine) bestehen bekanntlich aus Aminosäuren.
    Wird dem Körper keine Nahrung zugeführt,
    dient das Kohlenstoffgerüst der Aminosäuren dem Körper als Grundlage für die Gluconeogenese,
    einem Stoffwechselprozess, bei dem
    der Körper Glucose selber selber herstellt
    (in vereinfachten Worten).
    Dies führt dann natürlich zum BZ-Anstieg.

    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen. von Medizin-Studentin
  • peter

    Rang: Gast
    am 20.09.2009 20:13:13
    hallo medizinstudentin,
    nicht nur teupe auch alle fortschritlichen diabetologen kennen inzwischen die fett/proteinabdeckung.
    und das nicht nur bei basalratentest, sondern bei verzehr , über der normalen/üblichen menge.
    ist inzwischen bei informierten lange bekannt daher , auch mein gemotze.
    also noch etwas studieren. von peter
  • Medizin-Studentin

    Rang: Gast
    am 20.09.2009 20:49:35
    Peter,
    du musst nicht solche impertinenten,
    unkonstruktiven Antworten geben,
    nur weil dir etwas nicht passt.
    Wie ich gesehen habe, sind einige Beiträge von dir in diesem gewissen Stil geschrieben.
    Statt andere Leute anzugreifen, rate ich Dir eine Auseinandersetzung mit
    deinen Problemen und natürlich auch mit Dir selber.

    Falls das nicht hilft, nimm bitte professionelle Hilfe in Anspruch.

    Mit freundlichen Grüßen




    von Medizin-Studentin
  • Joa_

    Rang: Gast
    am 20.09.2009 23:45:52
    Ja. Eiweiß und Fett werden auch insulinpflichtig verstoffwechsel.

    Als ich 87, in ambulanter Konsultation, Dr. Bergis, Chefarzt der Diabetes Klinik Bad Mergentheim auf meine diesbezüglichen Selbstbeobachtungen ansprach, sagte dieser: "das wissen wir, dass auch Fett und Eiweiß Insulin brauchen".

    In selbiger Klinik fragte ich die Stationsärztin 15 Jahre später danach, leicht verwundert, dass der Sachverhalt dort ansonsten unerwähnt blieb.

    Sie war auch nicht so recht orientiert, kam aber zwei Tage drauf mit einem diabetologischen Wälzer zur Visite.
    Leider habe ich nicht drauf geachtet, welcher das war.

    Jedenfalls fand sich darin die Angabe, dass für 100 kcal aus Fett oder Eiweiß eine Insulinmenge zwischen 0,3% und 0,5% der individuellen Insulinmenge für eine BE /KE.

    Dr. Teupe unterrichtet diesbezüglich, seit langer, langer Zeit, den Bedarf von grundsätzlich 0,5 BE/IE.

    Ausgehend von 200 kcal aus FPE (Fett-Protein-Einheiten) landet er dann bei der "Exzess-BE".

    Also 200 kcal FPE benötigen genausoviel Insulin, wie eine BE.

    Exzess heißt "Überschreitung".
    Denn dieser Insulinbedarf wird nur erforderlich, wenn der normale Ernährungsstil des Diabetikers durch die Kalorien aus Fett und Eiweiß überschritten wird. Daher die Bezeichung "Exzess-BE" bei Teupe.

    Der Insulinbedarf für die Fett und Eiweiß findet sich ansonsten, ohne dass er als solcher überhaupt auffallen muss, sowohl im Bolus, als auch in die Basalversorgung eingerechnet wieder.

    In beidem, weil die Verstoffwechselung von Fett und Eiweiß diesen Insulinbedarf recht linear verteilt über 8-9 Stunden braucht.

    Bei Curry- Brat- und Grillwürsten schieben Diabetiker und rückständige Ärzte auch heute noch gerne diesen eigenen Insulinbedarf für FPE's auf irgendwelche in den Würsten enthaltenen Zuckerstoffe zum Würzen. :-)

    Bei selbstgewürzten Kammsteaks wird das schon schwieriger. :-)))

    Aber seit Frau Dr. Kodonouri zu Frau Prof. Dr. wurde, und das Thema auf DDG-Kongressen vorträgt, scheint man es auch im Diabetiker-Ratgeber zu erwähnen?

    @ Astrid:
    In welchem Ratgeber hast Du was dazu gelesen?

    @ Medizinstudentin:
    Ich würde Dir gerne nahelegen, dass Du Dir mal eine Schulung bei Dr. Teupe, Diabetes Dorf Althausen, gönnst. ;-)

    Als Diabetikerin und auch als Medizinstudentin, wäre das sicher äußerst interessant für Dich.

    Gruß
    Joa von Joa_
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 21.09.2009 15:17:44
    Hallo Joa,

    das Din A5-Heftchen heißt "Diabetiker-Ratgeber", erscheint einmal im Monat und ist wie die "Apotheken-Umschau" kostenfrei in Apotheken erhältlich.
    Ich glaube es war die Juni-Ausgabe, in der dieser Artikel erschien und er hatte diegleiche Berechnungsformel, wie du geschrieben hast.

    Drauf gebracht hat mich hier im Forum Jürgen, denn ich hatte jeden Tag ca. 4-5 Std. nach dem Mittagessen immer einen richtig hohen, unerklärlichen Wert.
    Es stellte sich raus, daß es vom "Mittagessen-Eiweiß" kam, war ja leicht auszuprobieren. Und ich ernähre mich völlig normal, sicher nicht mit zuviel Fett und Eiweiß, bin nämlich Vegetarier und beziehe mein Eiweiß nur aus Soja, Quark oder Käse.
    Da ich ja ein schnelles Analog-Insulin als Bolus spritze, kann es den BZ-Anstieg vom Eiweiß Stunden später natürlich nicht fangen. Inzwischen hab´ich das so geregelt, daß die Wirkspitze meines Basal-Insulins ( spritze mittags und nachts Levemir) diesen eiweißbedingten BZ-Anstieg fängt und alles ist gut. Habe inzwischen Hba1C von 5,9 ohne mehr IE zu verbrauchen, alles eine Sache der Einteilung.

    mfg von Astrid
  • peter

    Rang: Gast
    am 21.09.2009 20:08:19
    kleine info für medizinstudenten,
    Neue Rechenarbeit für Diabetiker

    Auch Fett und Eiweiß können den Blutzucker erheblich beeinflussen.

    Kohlenhydrate sind der Nahrungsbestandteil, an den Diabetiker die Do- sis ihrer Medikamente, besonders das Insulin, anpassen müssen. Fett und Eiweiß, so wird es noch in den Schulungen gelehrt, hätten kaum Einfluss auf den Blut- zucker. Tatsächlich werden auch Fett und Eiweiß im Körper in Zucker umgewandelt, wenn auch nur langsam und nur zum Teil.

    "Oft ist das der Grund, warum der Blutzucker- spiegel 3-5 Stunden nach einem fett- und eiweißreichen Essen steigt", erklärt Prof. Olga Kordonouri vom Kinderkrankenhaus auf dem Bult in Hannover. Sie schult die jungen Patienten und ihre Eltern seit einiger Zeit darin, zusätzlich zu den Kohlenhydraten auch Fett und Eiweiß in ihrer Wirkung auf den Insu- linbedarf zu berechnen.

    Die 30 bisher geschul- ten Kinder haben seit- her deutlich stabilere Werte. Kordonouri vermutet, dass viele Typ-1-Diabetiker dieses Problem haben und rät ihnen, dies mit ihrem Arzt zu besprechen.

    Quelle: "Diabetiker Ratgeber" 4/2009
    nur zum verständnis, mediziner sind keine halbgötter in weiß, sind schon garnicht allwissend, und vergessen zu gerne daß sie von uns leben, also dienstleister sind, weiter nix.
    und wenn ein doc das nicht begreift, braucht er hilfe.
    von peter
  • Joa

    Rang: Gast
    am 21.09.2009 20:34:34
    Hallo Astrid,

    > Astrid schrieb:

    > das Din A5-Heftchen heißt
    > "Diabetiker-Ratgeber",

    > Ich glaube es war die Juni-Ausgabe,
    > in der dieser Artikel erschien und er
    > hatte diegleiche Berechnungsformel,
    > wie du geschrieben hast.

    Danke für den Hinweis. Habe mir noch in der Apo die Ausgaben ab Juni besorgen können. Leider war da nichts entsprechendes drin zu finden.

    Allerdings in der Juli 09 Ausgabe auf Seite 15 ein Hinweis auf Fett und Eiweiß im Zusammenhang hoher Morgenwerte:

    "Ein fett- und eiweißreiches Abendessen kann den Blutzucker nachts steigen lassen. Denn Fett und Eiweiß werden zum Teil in Zucker umgewandelt."

    Auf der Internetseite des Diabetiker-Ratgebers findet man dann aber doch noch was näheres, möglicherweise den von Dir erinnerten Artikel betreffend?

    http://www.diabetiker-ratgeber.de/
    Diabetes-Typ-1/Rechenarbeit-Insulin-
    auch-fuer-Fett-A090526MEMAQ114136.html

    Da wird über Kodonouris Fett- und Eiweißeinheiten, FPE, geschrieben. Allerdings ohne brauchbare Angaben zum Insulinbedarf.

    Die hatte ich ja oben erwähnt.

    Kodonouris Insulinierungsvorschläge schwächeln auch, da sie nur einen verzögerten Bolus (CSII) oder Normalinsulin (ICT) andenkt.

    Unter ICT ist es praxisorientiert erprobt, den FPE Anteil der Nahrung, der den normalen individuellen Ernährungsstil überschreitet, oder der zusätzlich pur verspeist wird, mit einem intermediären Verzögerungsinsulin abzudecken. Dazu eignet sich ein NPH-verzögertes Insulin bei niedriger Dosierung gut, sollte aber nicht zusammen mit einer evtl. zeitgleichen Basaldosis zusammen gespritzt werden, sondern als eigene, kleine Dosis an einem weiteren Injektionsort.

    Natürlich ist auch Deine Lösung mit den zeitlichen Anpassungen der Basalgaben für die Regelmahlzeiten eine sehr elegante Methode! *thumb_up*

    2 FPE (Kodonouri) oder eine Exzess-BE (Teupe) brauchen nicht zusätzlich insuliniert zu werden. Das schafft eine "wohlformulierte", also eine funktional angemessene Basalversorgung in aller Regel auch selber zu bereinigen, Dabei erinnern wir die o.a. Rechengröße von 200 kcal aus Fett und Eiweiß.

    Weiß man das und berücksichtigt es ggf. auch einigermaßen, erfährt man einmal mehr, dass solche noch durchaus verbreitete Diabetologen-Weisheit wie:

    "Der Blutzucker macht eben manchmal was er will"

    oft nur einen Ausdruck fehlender Kenntnis darstellen.

    In Althausen hört man da noch von vielen weiteren Beispielen, so dass Schulungsteilnehmer oft mit dem Gefühl nach Hause fahren, ihren Diabetes völlig neu gelernt zu haben.
    Nur ein paar Stichworte: Rezeptorregulation, Gastroparese, Insulinbedarf für Cortison, Aufstehinsulin.

    Alles Sachen die erst langsam und mit teilweise jahrzehntelangen Verzögerungen von der dominierenden Diabetologie als Basiswissen adaptiert werden.
    Frau Prof. Kodonuri macht da einen begrüßenswerten Schritt dazu.
    Ist doch schon was anderes, wenn eine Frau Prof. was sagt, als wenn es nur irgendsoein "popliger" Dr. "behauptet'?

    Ach ja, die FPE-Sache ist von Typ 2 Diabetikern mit noch relevanter eigener Insulinleistung sehr vorsichtig anzugehen, und ggf. nur bei sehr extremen Mengen zusätzlich verdrückter FPE sinnvoll.

    Und ein paar Fallstricke gibt es auch noch für Typ 1 er. Aber das würde wohl jetzt den Rahmen sprengen?

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 21.09.2009 21:53:41
    Moin Joa,

    Typ2 hat das Eiweiß-Spiel gewissermaßen von Anfang an eingebaut, denn mit dem verstärkten Umbau von Eiweiß zu Glucose=Gluconeogenese sorgt die fehlgesteuerte Leber für den pathologisch belasteten BZ-Nüchtern-Spiegel sowohl morgens wie auch zwischen den Mahlzeiten und macht mächtig Sekretionsdruck auf die restlichen Betas. Im Verhältnis dazu sind normale Fleisch- und Wurst- und Käseportionen eher Piehnatts.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 21.09.2009 22:52:14
    Hallo Jürgen,

    > Jürgen schrieb:

    > Typ2 hat das Eiweiß-Spiel
    > gewissermaßen von Anfang an
    > eingebaut

    Ja schon. Durch unzureichende Insulinwirkung werden Glukoneogenese und Glykogenolyse in den Leberzellen nicht angemessen genug gehemmt.

    Tut hier allerdings nicht allzuviel zur Sache, denn die aus der Verstoffwechselung von Fett und Eiweiß angelieferten Substrate für beide Abläufe satteln dann nochmal einen BZ-Anstieg oben auf.

    Ein inslinpflichtiger Typ 2, der seinen BZ ansonsten im Zaum halten kann, wird ggf. dann auch einen zusätzlichen Insulinbedarf dafür berücksichtigen dürfen?

    Ist jedenfalls meines Wissens nach beim "Doppeldiabetiker" (übrigens von Dr. Teupe als faktische Gegebenheit entdeckt) also Typ 1 mit den zusätzlich vorhandenen, genetisch bedingten Typ 2 Komponenten, durchaus der Fall.

    Somit scheint mir Dein Hinweis durchaus interessant, hier aber weniger zielführend.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 22.09.2009 09:02:33
    Moin Joa,

    mein Ziel ist, meinen BZ möglichst viele von 24 Stunden möglichst nahe am bis im undiabtisch gesunden Bereich zu steuern. Und als zielführend verstehe ich dabei alle Theorie/Erklärungen, die mir dabei helfen.
    Wenn ein Typ2-INSULINER sein Insulin mit Berücksichtigung von Fett und Eiweiß passender dosieren kann, ist das für ihn selbstverständlich super zielführend.

    Zur Info: Typ2-spezifisch ist die Glukoseausgabe der Leber gegenüber der gesunden verdreifacht. Das könnte mit Sicherheit manches Schnitzel bequem aufwiegen. Und die Überproduktion läuft schon zu einer Zeit, zu der der BZ noch nicht bis wenig auffällt, zu der also noch ausreichend Insulin ausgegeben wird. Und sie läuft im basalen Regelkreis, der gesund durch ein fein abwechselndes Zusammenspiel von Alpha- und Beta-Zellen mit mal etwas mehr Glucagon und mal etwas mehr Insulin gekennzeichnet ist, in dem also keine größeren Insulinschübe die Glucagon-Ausgabe abschalten.

    Bisdann, Jürgen
  • Hawkeye

    Rang: Gast
    am 22.09.2009 10:42:51
    Ich hab schnell gemerkt das ich mit meinem Sonntagsfrühstücksei anders spritzen muß als unter der Woche ohne Eier.Für mich heißt das bei zwei Eier am Sonntagmorgen 3I.E mehr.Bei mir klappt das ganz gut.Ich bin auch nicht umbedingt ein Meßfreak mir reicht es zu den Mahlzeiten zu messen. von Hawkeye