Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Diabetes oder nicht und welcher Typ

  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 14
    Mitglied seit: 20.07.2013
    am 08.08.2013 20:38:02
    das kann ich versuchen, mache ich ja auch schon

    unabhängig davon war ich ja heute nochmal beim Diabetes-Arzt und habe meine offenen Fragen gestellt

    unter anderem habe ich auch nochmal gefragt woher denn bei mir (wenn Typ 1 ausgeschlossen, mein C-Peptid und Insulin nicht auf Resitenzen hindeuten usw.) die morgentlichen 100 Blutzucker herkommen.

    Mir wurde gesagt, dass die morgentliche Blutzuckerregelung durch diverse Hormone beeinflusst werden.

    Als ich dann wieder unterwegs war hab ich mich geärgert das ich vergessen hab zu fragen, durch welche Hormone und ob man die nicht mal kontrollieren könnte ob damit alles stimmt.

    Oder wäre das nach eurer Meinung übertriebene Diagnostik die nichts bringt?

    Ich fände es toll herauszubekommen welches Hormon da vielleicht aus dem Rahmen fällt und (sofern möglich) irgendwas dagegen zu tun.

    Ja ich bohre da vielleicht etwas mehr als ich sollte, sorry dafür....
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 14
    Mitglied seit: 20.07.2013
    am 23.08.2013 20:50:20
    Hallo ich möchte mich nochmal melden da es Neuigkeiten und damit verbunden auch wieder ein paar brennende Fragen gibt, auf die hier vielleicht jemand Antworten weiß.

    Ich war heute zum OGTT beim erwähnten Diabetologen, dieser war ja beim Hausarzt aus der Fingerkuppe bestimmt und damit laut Diabetologe nicht qualitätsgesichert.

    Mit den 2 Stunden hat man es leider nicht so genau genommen, denn anstatt 120 Minuten waren es ca. 145, konnte ich anhand meines Handmessgerätes nachvollziehen, mit dem ich parallel gemessen habe.

    Auch wurden leider keine Insulinwerte mitbestimmt, mir war es aber auch zu blöd nachzubohren oder drauf zu bestehen, aber sicher wäre das gut gewesen in Bezug auf Insulinresitenz oder nicht oder?

    Aber der Arzt meinte ja beim letzten Gespräch, dass eine Insulinresistenz bei meinen Nüchternwerten für Insulin und C-Peptid nicht vorhanden ist (zur Erinnerung Insulin 5,5 µlU/ml und C-Peptid 1,6 ng/ml und HOMA-Index 1,4)

    Abgenommen wurde das Blut aus der Vene und mit einem Gerät gemessen das nach Laborstandard arbeiten soll. War so ein grauer Kasten mit Display.

    Also hier die (für mich recht niederschmetternden) Ergebnisse:

    Das Gerät vom Arzt sagt:
    nüchtern 109
    1h 192
    2h 152

    mein Gerät sagt:
    nüchtern 93
    1h 157
    2h 139

    Frage: Woher kommen die ordentlichen Unterschiede?

    Bisher dachte ich mein Gerät ist nah dran am Laborwert, denn Beispiel:

    16.07. mein Gerät 99 und Labor 101 (war im Labor abnehmen, war also keine lange Standzweit der Probe)

    Ich weiß es gibt bis zu 20 % Abweichungen, aber heißt das, wenn ich bisher Morgens 100 gemessen hab, waren es eigentlich 115 oder 120? Und warum hat dann das Labor bei den bisherigen drei Messungen (28.05., 19.06. und 16.07.) jedesmal ebenfalls 100 bzw. 101 ermittelt. Da entspricht ja auch dem was mir mein Gerät (+/- 5 Punkte) jeden Morgen anzeigt.

    Mein Querblick durch das Forum zeigt, das es meist so ist, dass die Handgerät mehr anzeigen als die Labor, aber hier ist es das ganz krasse Gegenteil.

    Und auch wenn der 1h Wert laut DDG nicht zur Diagnose heran gezogen wird, ist es doch sicher nicht gut wenn er so nah an den 200 ist.

    Das Abschlussgespräch habe ich nicht mal mit dem Arzt sondern mit der Ernährungsberaterin führen müssen, die auch die meisten genaueren Fragen keine Antwort hatte und mich auf die Sprechstunde verwiesen hat.

    Und wenn es laut dem Arzt keinen Hinweis auf IR gibt, warum habe ich dann so grenzwertige bzw. graubereichige Werte?

    Auf meine Frage was ich noch tun kann außer das was ich schon tue (Ernährung, Sport) kam nur "mehr kann man nicht tun".

    Das Problem ist, das diese Maßnahmen bis jetzt keine Wirkung zeigen.

    Interessanterweise hat sich lediglich mein HBA1c von den jahrelangen 5,4 auf 5,1 (wurde beim letzten Mal direkt beim Diabetologen auch mit so einem Gerät bestimmt) verbessert.

    Meine Frage ob es etwas unterstützendes aus der Naturmedizin gibt kam nur "davon halten wir nichts"

    Ich habe auch nach dem ebenfalls eingenommenen L-Thyroxin 100 gefragt (Dosierung in 2011 von 50 auf 75 und dann 100 angepasst) und ob es Zusammenhänge gibt --> Verweis auf Sprechstunde, da keine Ahnung

    Es stimmt doch das L-Thyroxin die Insulinausschüttung (oder so) hemmt oder?

    Bin am überlegen was wohl die schlimmeren Folgen hätte, den auf mich zutrabenden Diabetes weiter zusehen oder mal einfach die Dosis von LT stückweise zu reduzieren?

    Was ratet ihr mir?

    und nochmal die anderen wichtigen Fragen zusammengefasst:

    Könnt ihr euch vorstellen warum man nicht das Insulin bei sowas mitbestimmt?

    Denkt ihr das ich eine Insulinresistenz trotz schlank habe?

    Kann ich mich auf mein Handgerät noch verlassen?

    Nach was für einem Schema testen diese Geräte die die Diabetol. üblicherweise vor Ort haben (Vollblut/Plasma/plasmakalibriert oder was auch immer)?

    Danke für jeden Rat
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8856
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 24.08.2013 08:56:52
    Moin Meister,

    du scheinst immer noch den Typ2 mit angefressen & angesessen gleich zu setzen und zu erwarten, dass wir den los werden, wenn wir weniger essen und uns mehr bewegen. Die Medizin unterstützt dieses Missverständnis großzügig dadurch, dass sie das Niemandsland zwischen gesunden und Diagnose-Grenzwerten gern als Insulinresistenz bezeichnet.

    Aber ein großer Teil aller Typ2 sind schlank und beweglich. Und auch wenn man als dicker Typ2 mit Abnehmen & Bewegen viel verbessern kann, bringen selbst die Erfolgreichsten, die anschließend ohne Medis wenigstens 1 Jahr mit nahezu gesunden Werten leben können (Nüchtern-BZ unter 100 und HBA1c unter 6), keinen wirklich unauffälligen OGTT, eher so wie deinen. Und länger in diesem Bereich bleiben auch mit abgeschnittenem Magen die wenigsten.

    Bedeutet, dass auch der Typ2 einen Teil hat, der mit Bewegung und Gewicht ursächlich nichts zu tun hat und der wohl auch bei uns selbst bei bester Führung zunehmen kann. Dabei kann ich nach mehr als 20 Dienstjahren als Typ2 und mehr als 10 als INSULINER mit gesunden BZ-Werten und ohne Diabetes-Folgen nur sehr entfernt nachvollziehen, warum so eine Perspektive so bedrohlich gesehen wird.

    Bisdann, Jürgen
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 14
    Mitglied seit: 20.07.2013
    am 24.08.2013 18:10:07
    Und was meinst du (oder wer auch immer) zu den Werten vom Diabetologen? Was sind da eure Erfahrungen? Sind die Werte mit den Handgeräten bei auch eher höher oder tiefer als die Schnellmess-Laborgeräte?

    Und ja ich weiß, dass die Handgeräte nicht zur Diagnose geeignet sind und nur zum Schätzen taugen. Aber sind bei euch die Werte drüber oder drunte?
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 930
    Beiträge: 367
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 24.08.2013 20:08:39
    hallo maisto,
    also nach meinen Messungen ergibt sich folgendes Bild:

    Wenn ich für den vom Labor bestimmten HbA1c den durchschnittlichen BZ aus der Tabelle bzw. der Formel nehme dann liegt dieser mindestens 25% über meinem selbst gemessenen Durchschnittswert.

    Messungen mit 2 Contour Geräten: Abweichungen < +- 15%. Das wäre okay.

    Mesungen mit 1 ContourXT und 1 Contour: Das XT zeigt deutlich höhere Werte an. +20 bis +40%
    So gesehen läge das XT besser am Laborwert.

    Wenn ich noch 2 Geräte dazu nehmen würde dann gäbe es wohl noch mehr unterschiedliche Ergebnisse.
    Deshalb benutze ich immer das gleiche Gerät um zumindest die Langzeitentwicklung einigermassen sicher verfolgen zu können.

    Achja, der "gefühlte Wert passt recht gut zum benutzten Gerät ;-)

    Grüße Havier

    --- wer misst misst mist ---
    Bearbeitet von User am 24.08.2013 20:09:42. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 24.08.2013 22:43:07
    hallo h4,
    du hast gerade genau das bestätigt was tatsache ist -->
    das normale contour(alte nicht mehr hergestellte) gibt den "vollblutwert" an
    das xt --> gibt den plasmawert an.
    das laborgerät --> gibt den plasmawert an.
    da bei der plasmaangabe die festen bestandteile im blut fehlen ist das ergebnis natürlich höher. (dazu gibt es von der fa. wellion eine prima infokarte, auf der rückseite die grenzwerte für die 20% meßwertabweichung)
    accu chek hat bei der umstellung vollblut/plasma, die streifen geändert, bayer die geräte.
    nach mm hat bayer die bessere methode gewählt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 930
    Beiträge: 367
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 25.08.2013 00:59:57
    hallo Gast#16
    und ich dachte das XT wäre Ausschussware.

    Laut Bayer sind beide Plasmakalibriert. Anscheinend hab ich den Begriff "Plasmakalibriert" bisher überhaupt nicht hinterfragt.

    Wenn ich das/dich richtig verstanden habe dann wird eigentlich ein "grob" ermittelter Zuckerwert aus meinem Finger (Kapillar) im einen Gerät zum erwarteten Messergebnis bei Vollblutmessung hochgerechnet (extrapoliert) und beim anderen zum Ergebnis welches das Labor aus dem Plasma erhalten würde.

    Ein weiterer Punkt der mir noch unklar ist:
    Dass die Werte im Plasma höher sind als im Kapiblut ist eigentlich klar, aber wieso sind lt. Diabetes-Lexikon:
    Zitat:
    "Insbesondere nach dem Essen kann die Konzentration von Glukose im Kapillarblut um bis zu 20 mg/dl höher liegen als im Blut aus der Armvene"
    ?

    sehr ausführliche Info fand ich auch hier


    --- Frage; Wie hoch ist der Zuckerwert im Kaipiblut ;-) ---
    Bearbeitet von User am 25.08.2013 01:01:22. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 25.08.2013 09:19:20
    @h4,
    kapillarblut ist vollblut, das mögliche nachinken des kapilliar-bz wertes kurz nach dem essen ist der etwas geringeren blutaustauschmenge durch die unterschiedlichen aderdurchmesser geschuldet.
    zur meßmethode.
    "alle" (außer eins su) labor und handgeräte (auch die älteren die vollblut angezeigt haben,)
    haben vor der "meßkammer" eine membrane um farb und feststoffe abzuhalten(rote bk zb ua) also "messen" alle labor wie auch handgeräte den bz wert im plasma !
    bei laborgeräten die auf photometrischer basis abbeiten würden feststoffe (wie bk)
    die messung behindern.
    bei den handgeräten die elektrisch messen auch, es wird ein winziger strom erhalten, der dann einfach in einen wert umgerechnet wird. das geht beliebig, (vollblut - plasma - mg/dl -mmol/l )
    nur ein gerät ! mißt wirklich vollblut -hemocue- gibts zb in dk, dort wird da blut mit hilfe von saponin "entfärbt" dann wird enzymatisch / photometrisch gemessen. mit fast laborqualität.
    (da hier nichts entfernt wird ergibt es auch einen echten vollblutwert)
    dieser "kann" genauer als ein laborwert sein, da ja die feststoffmenge von mensch zu mensch schwankt.(wenn den vollblutwert rechnen würde)
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 14
    Mitglied seit: 20.07.2013
    am 25.08.2013 10:55:58
    ich habe heut morgen mal folgendes gemacht:

    nüchtern gemessen mit FreeStyle Freedom Lite: 103
    dann Accuchek Aviva: 102

    unabhängig davon hat meine Frau heut morgen mal mit dem AccuChek gemessen und hatte 101

    sie hat kürzlich (neben ein paar anderen Laborroutinewerten) den Nüchternblutzucker im Labor bestimmen lassen und der lag bei 98 (ok war ein anderer Tag aber zeigt den Trend)

    Wenn ich jetzt den Trend mit dem Gerät vom Diabetologen betracht müssten wir also beide "in Wirklichkeit" einen Laborwert von um die 120 haben (venös mit dem Gerät vom Diab.)

    Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen

    Zudem meine Frau einen HBA1c von 4,6 hat

    Nur mal so blind geschätzt und ohne jemanden drauf festnageln zu wollen:

    Denkt ihr auch, dass das Gerät vom Diabetol. hier irgendwie aus einem Grund falsch hohe Werte anzeigt?

    Anwendungsfehler durch Arzthelferin? (schien eher nicht so routiniert)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 25.08.2013 16:56:33
    Gast schrieb:
    kurz nach dem essen ist der etwas geringeren blutaustauschmenge durch die unterschiedlichen aderdurchmesser geschuldet.

    Hallo Gast#18,

    danke für die einleuchtende Erklärung. Daraus kann man schließen, dass die Differenzen Diabetikern nicht so groß werden können, weil der BZ bei uns nicht so schnell sinkt - zumindest nicht bei einer guten und flachen BZ-Führung.


    @maisto,

    wenn du deinen BZ schon so intensiv mit mehreren Geräten gemessen und verglichen hast, dann kannst du deinen Ergebnissen wahrscheinlich einigermaßen vertrauen.

    Für dich geht es nun darum, nicht so viel Glukose, Zucker oder Stärke reinzuhauen, dass dein BZ so einen 1-Stunden-Wert wie bei der extremen Belastung im oGTT erreicht. Das dürfte relativ leicht zu machen sein, selbst noch bei den höheren 192 mg/dl von deinem Doc.

    Insulinresistenz dürfte bei diesem Nüchterninsulin und dem HOMA-Index von 1,4 wirklich unwahrscheinlich sein. Insofern hätte es keinen großen Sinn gemacht, das Insulin auch bei 1 und 2 Stunden zu bestimmen. Hat einer von deinen Eltern Diabetes oder Prädiabetes? Wenn ja, dann ist es ja vielleicht eine von den MODY-Formen.

    Beste Grüße, Rainer