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schockdiagnose diabetes typ 1
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am 14.03.2014 06:22:16
hallo,
wie es aussieht, habe ich die schockierende nachricht des typ 1 erhalten. es wurden pankreas antikörper gefunden, die grenzwertig sind. mehr hat man am telefon noch nicht gesagt, der ganze bericht wird dann dem hausarzt zugeschickt. ein glukosetoleranztest zeigte bereits auffälligkeiten. nach 2 stunden zwar wieder normwert, war der wert nach einer stunde über 200.
im moment wird also noch genug insulin produziert. die diagnose ist für mich absolut schrecklich und deshalb möchte ich fragen, ob solche laborergebnisse auch eine andere ursache haben können? oder ist bei finden von antikörpern der diabetes absolut sicher und es gibt praktisch keinen zweifel mehr?
ich kann mir kaum vorstellen, mich jeden tag viele male zu stechen und zu testen, mich zu spritzen, mich zu überwachen, mich so drastisch einzuschränken :( -
Gast
Rang: Gastam 14.03.2014 07:40:56
Nach fünf Jahren Typ 1 Diabetes kann ich sagen, dass es schlimmere Krankheiten gibt als Diabetes. Eine Umstellung war es schon, aber der Mensch gewöhnt sich an alles. -
Gast
Rang: Gastam 14.03.2014 09:07:09
dem kann ich nach 10j nur zustimmen.
und an purea, der hausdoc ist dafür der völlig ungeeignete arzt als diagnoseentscheider, für sowas geht man in eine diabetologische schwerpunktpraxis, denn auch nur dort bekommst du das rüstzeug (schulung).
und nein noch hast du die diagnose ja garnicht, denn nur ein facharzt kann dir sagen ob die gefundene ak menge für die diagnose ausreicht. dafür mußt du aber einen termin machen denn sp praxen sind meist recht ausgebucht, (auf jeden fall die guten) und dann muß unbedingt der laborbericht mitgenommen werden. - geringe mengen ak hat fast jeder,
also einfach in ruhe abwarten was der fa feststellt.
denn wie der poster oben schrieb es gibt wesentlich öfter wesentlich schlimmeres, -
am 14.03.2014 11:28:51
ok.
die werte stammen von einer umfassenden untersuchung aus einem unkinikum. hab gestern telefoniert mit denen und der bericht sagt (den ich noch nciht in den händen halte, weil er zugeschickt wird) eben, dass pankreas antikörper grenzwertig sind und weitere beobachtung erforderlich ist. das zusammen mit meinem schlecht verlaufenen glukosetoleranztest (größer 200 nach einer stunde, kleiner 120 nach 2 stunden plus die gefundenen antikörper ist wahrscheinlich eindeutig genug, oder sehe ich das etwa falsch -
am 14.03.2014 13:00:19
Hallo Purea,
du kannst dich erst mal wieder beruhigen. Es geht nicht um einen richtigen Typ1-Diabetes - wenn, dann geht es um LADA. Der entwickelt sich viel langsamer als der normale Typ1-Diabetes und verläuft auch sehr viel harmloser.
Regelmäßige Kontrollen sind in der Tat wichtig. Die würde ich aber nicht dem HA überlassen, sondern bei einem Diabetologen durchführen. Ansonsten kannst du selber mitbestimmen, wie lange dein LADA noch so harmlos bleibt. Wenn du deine Betazellen nicht zu stark belastest und aufpasst, dass der BZ nach den Mahlzeiten möglichst oft unter 140 bleibt, dann kann das noch sehr lange sein.
Wenn der LADA forschreitet, dann wirst du wahrscheinlich noch eine ganze Weile damit auskommen, dass du nur Basalinsulin spritzt. Lass dir aber keine Tabletten andrehen, greife möglichst frühzeitig zur Unterstützung mit Insulin. Alles andere ist für LADA nicht geeignet und verzögert die Entwicklung viel schlechter.
LG Rainer -
am 14.03.2014 14:02:31
wäre es möglich, dass das ganze mit einem alkoholmissbrauch zusammenhängt?
ich bin zwar kein alkoholiker, aber es gab eine phase, in der ich längere zeit am wochenende extrem dosiert habe. weit über normalen dosen, da auch amphetamine im spiel waren, die die wirkung des alkohols stark vermindern und die dosis damit weit jenseits vom sog. komasaufen zulässt. -
am 14.03.2014 15:47:30
Es kann sein oder auch nicht - das kann dir niemand genauer sagen.
Die Ursachen für Diabetes Typ 1 liegen noch vollkommen im Dunkeln. -
Gast
Rang: Gastam 16.03.2014 15:20:26
Hallo Pure,
ich kann mich insofern nur anschließen, dass ich dir auch unbedingt einen Besuch beim Diabetologen anraten würde, nur wenige Hausärzte kennen sich ausreichend mit Diabetes Typ1 aus.
Vermutlich befindest du dich noch in einem relativ frühem Stadium mit einer ganzen Menge Restinsulin (auf dem Befundbericht mal auf den c-peptid-Wert schauen!).
Allerdings würde ich im Gegensatz zu Rainer empfehlen, zügig mit der ICT-Therapie zu beginnen, da du so deutlich länger Freude an deiner Restproduktion haben wirst!
Die Ärzte in der Klinik werden den Antikörpertest wohl aus gutem Grunde gemacht haben, denn das ist keine Standarduntersuchung. -
am 19.03.2014 21:21:49
hallo,
ich habe jetzt ein wenig mehr klarheit. nach weiterer rücksprache mit dem facharzt des krankenhauses wird nun der typ 1 nicht als ursache gesehen. die antikörper sind grenzwertig, aber in der zusammenschau geht man nun von einer veranlagung bzw. einer tendenz zum typ 2 aus.
ich habe morgen nun auch einen termin bei einem örtlichen diabetologen.
gehe ich nun recht in der annahme, dass ich vor allem durch umstellung der ernährung vorgehen kann und durchaus die aussicht habe, den DM selbst in den griff kriegen zu können mit "weichen" instrumenten?
ich bin übrigens recht sportlich unterwegs, trainiere mehrmals die woche, 173cm / 71kg. auf der anderen seite esse ich unmengen, sehr viel gesundes, und dazu auch sehr KH lastig, insbesondere reis und vollkornnudeln. zuckerattacken sind selten, dann aber heftig (zb. ein ganzer kuchen auf einmal).
ich würde sagen, dass ich nicht unbedingt zur risikogruppe typ 2 gehöre, nach allem was ich bisher so aufschnappte. man sieht also, dass es auch schlanke, sportliche, jüngere/mittlere treffen kann und nicht 150 kg wiegen muss. -
am 19.03.2014 22:58:55
Ja, es ist gut möglich, dass du deinen Diabetes mit einer diabetesgerechten Ernährung und deinem Sport gut im Griff behalten kannst. Mit deinen vielen KH dürfte das aber schwer oder gar unmöglich sein.
Lass dir vom Diabetologen ein BZ-Messgerät geben und bitte darum, dass er dir Teststreifen verschreibt. Die ersten 50 Stück dürften kein allzu großes Problem sein. Mehr wirst du auf Rezept aber wahrscheinlich nicht bekommen. Miss nach deinen Mahlzeiten, wie hoch der BZ bei den einzelnen Sachen ansteigt und versuche, nach 1 Stunde möglichst unter 140 und nach 2 Stunden unter 120 zu bleiben. Alles, was deinen BZ stärker antreibt, solltest du bis auf gelegentliche Ausnahmen von deinem Speiseplan streichen oder zmindest in der Menge reduzieren. Du wirst schnell feststellen, dass Eiweiß und Fett viel besser für einen guten BZ sind, als die KH. Eine gute Orientierung bietet die LOGI-Pyramide, es geht aber auch ohne sie.
Viel Erfolg, Rainer -
am 21.03.2014 00:03:00
hallo,
habe heute ein messgerät und 50 streifen bekommen.
heute nach einer brotzeit zum mittag hatte ich nach zwei großen brötchen, weiß, nach einer stunde 135. 2h habe ich nicht gemessen, war vermutlich unter 120.
heute abend hatte ich dann 3 scheiben vollkornbrot und 3 fischstäbchen. nach 1h 133 und nach 2h 114. der nüchternblutzucker beim arzt heute morgen war bei 102. scheint mir schon auffällig, oder?
das ist für meine verhältnisse aber sehr wenig essen. wenn ich mir vorstelle, dass ich wie üblich 300g (trockenmasse) nudeln gegessen hätte, dann wäre der blutzucker wohl sicherlich weit über 140 geschossen.
Bearbeitet von User am 21.03.2014 00:04:47. Grund: . -
Gast
Rang: Gast -
am 21.03.2014 08:06:19
am anfang vielleicht schon, damit ich ungefähr einschätzen kann, welche nahrungsmittel wie anschlagen bei mir. ich bin erst seit gestern dabei und habe deshalb keine praktischen erfahrungen. nachdem ich das ungefähr einschätzen kann, sollte das ständige messen überflüssig sein. dann kann ich ab und zu mal den NBZ messen zur kontrolle. NBZ heute morgen 97.
oder was meinst du?
Bearbeitet von User am 21.03.2014 08:07:37. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 21.03.2014 09:24:40
ganz einfach weil dein heutiger "wert" 100 denn 97 sind 100,
genauso 85 wie auch 115mg/dl sein kann, aber nur wenn dein gerät zu der ganz kleinen gruppe der "recht" zuverlässigen gehört, wobei die bandbreite durch vollblut/plasma geräte noch um rund 12% vergrößert wird. -
am 21.03.2014 11:57:27
es lässt zumindest qualitative aussagen zu. wenn ich weiß, dass ich nach einem bestimmten essen laut bayer contour next usb einen stark erhöhten blutzucker habe, dann kann ich meine ernährung entsprechend anpassen.
insbesondere auch durch viele messungen ist anzunehmen, dass die streuungen sich zunehmend ausgleichen, es sich durch weitere messungen immer mehr dem mittelwert nähert. es sei denn, das gerät misst immer falsch in genau eine richtung, das wäre natürlich nicht so schön :)
aber wie gesagt: wenn ich sehe, dass ein bestimmtes essen den wert explodieren lässt, dann sind das schon wichtige informationen für mich, auch bei außerachtlassung des quantitativen wertes.
Bearbeitet von User am 21.03.2014 11:58:20. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 21.03.2014 17:37:55
du hast mich wohl falsch verstanden, natürlich ist der bz test für dich sinnvoll um auswirkungen der versch lebensmittel auf deinen werteverlauf auszuprobieren.
mein post sollte nur davor warnen diese testwerte als diagnose zu betrachten.
nur deine meinung daß sich durch viele testwerte die streuung ausgleicht ist falsch (wahrscheinlichkeitsregel)
nimm einen schrotschuß, theoretisch müßte nach der wahrscheinlichkeit mal einer dabei sein wo alle kugeln in einem punkt auftreffen praktisch ist das aber nie der fall.
wobei das bayer next zu der kleinen gruppe relativ genauer geräte gehört, wie auch aviva roche , und otu lifescan., -
am 21.03.2014 19:43:41
Hi,
Spruch von meiner Diabetologin,
"wer viel misst,misst viel Mißt" -
Gast
Rang: Gastam 21.03.2014 19:51:31
auch diabetologen sind nur menschen -- die sagen mal was,
manchmal mehr manchmal weniger sinnvolles.
meistens noch von der warte des gesunden, da läßt sich gut sprüche kloppen.
hier in diesem fall muß jemand erst mal austesten was und wieviel gegessen werden kann ohne selbstgesetzte grenzen zu reißen.
zumal wir ja garnicht messen sondern testen, außer man hat ein hemocue. -
am 22.03.2014 01:51:48
genau so sehe ich das auch.
überblick verschaffen, gefühl entwickeln, schätzen lernen.
habe vor einer stunde 80g vollkornnudeln (trockenmasse) verputzt mit gemüse und käse. wert 127.
100g wir dann wohl meine portion sein, bei der ich sicher sein kann.
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wie oft benutzt ihr eigentlich eure lanzetten?
eine frage habe ich noch zu den antikörpern, die bei mir gefunden wurden. die endikrinologin sagte, dass pankreas antikörper grenzwertig waren aber keine relevanten konzentrationen ereicht haben (bericht mit allen quantitativen werten steht noch aus).
als laie würde ich nun denken: es sind antikörper da, dann ist es auch ein problem. oder es sind keine da, dann ist es auch kein problem. selbst wenn also wenige gefunden werden, dann wird die bauchspeicheldrüse angegriffen. deutet das möglicherweise nicht doch auf den typ 1 hin? bzw. ist das der beginn eines typ 1, oder bereits ein echter LADA?
weiter oben schrieb jemand, dass fast jeder pankreas antikörper hätte.
Bearbeitet von User am 22.03.2014 05:45:25. Grund: . -
am 22.03.2014 07:00:03
Hallo Purea,
was du machst, ist vollkommen richtig: messen und aus den Werten etwas lernen. Und wenn du dann genug gelernt hast, dann brauchst du nur noch gelegentlich zur Kontrolle zu messen. Es gibt wirklich genügend Leute, die nur messen und dann den Wert fein säuberlich in eine Tabelle eintragen oder mit einer App ins Handy eingeben. Das bringt natürlich nichts, da stimmt der Ausspruch, dass sie sich damit nur verrückt machen.
Die Lanzetten kannst du öfter verwenden. Ich wechsle die meistens bei einer neuen Packung Teststreifen, manchmal auch erst nach der zweiten. Wenn du empfindlicher bist, dann musst du die Lanzetten vielleicht öfter erneuern.
Die Antikörper sind leider nicht so eindeutig, wie man sich das wünscht. Bei manchen LADAs sind keine vorhanden und bei anderen kann auch ohne Diabetes eine geringe Menge da sein. Deshalb kannst man bei dir nichts daraus schließen.
Hier noch eine Buchempfehlung. Wenn du Lust hast, dann kannst du ja dort mal reinschauen.
LG Rainer
Bearbeitet von User am 22.03.2014 07:01:12. Grund: . -
am 22.03.2014 12:36:06
moin rainer,
bei den lanzetten war ich etwas verwirrt, weil der hersteller (natürlich) angibt, man solle vor jedem stich wechseln. hatte sie jetzt nach 2 tagen gewechselt. so ganz bin ich mit dem stechen noch nicht angefreundet, wollte es daher so schmerzfrei wie möglich halten.
zu den antikörpern: wie würdest du weiter vorgehen? soll ich die antikörper in ein paar monaten nochmal bestimmen lassen und im auge behalten oder kann ich die diagnose abhaken und mich voll auf den typ 2 einstellen ohne weitere typ1 überprüfung?
logi kannte ich schon vorher. hatte auch mal dann und wann tage, an denen ich es ansatzweise probierte. allerdings ist die motivation jetzt eine ganz andere und so habe ich fast richtig lust drauf.
Bearbeitet von User am 22.03.2014 12:41:05. Grund: . -
am 22.03.2014 12:58:50
Hallo Purea,
du hast bei deinen Werten noch keinen Diabetes, du hast nur erst mal eine schön zeitig entdeckte Störung in der BZ-Automatik. Wenn du jetzt deine Ernährung umstellst und weiter regelmäßig Sport treibst, dann hast du gute Chancen, dass die Störung so harmlos bleibt und du nie Diabetes bekommst.
Das klappt aber leider nicht bei LADA. Bei dem würde die Autoimmunreaktion weiter fortschreiten und du irgendwann beim Diabetes landen. Die Maßnahmen in Ernährung und Bewegung wären aber auch bei LADA nicht umsonst, sie können die Entwicklung stark verlangsamen. Wenn sich dein Diabetes trotz aller Bemühungen weiter verschärft, dann wäre LADA wahrscheinlich. Wenn das irgendwann, vielleicht in 10 Jahren, so weit kommt, dann solltest du erneut die Antikörper testen lassen. Ein regelmäßiger Antikörpertest ohne diagnostizierten Diabetes macht aus meiner Sicht keinen Sinn.
Gehe bis zum Beweis des Gegenteils einfach mal davon aus, dass du keinen Typ 1 und keinen LADA, sondern Typ 2 oder MODY oder ähnliches hast. Das ist sehr viel wahrscheinlicher und damit kannst du ruhiger leben.
LG Rainer -
Gast
Rang: Gastam 22.03.2014 17:07:23
@Rainer: Warum sollte purea einen Typ2 Diabetes oder gar Mody haben, wenn doch Autoantikörper gefunden wurden? Das verstehe ich nicht so ganz.
@purea: Klar, wenn du deine Ernährung jetzt Richtung LOGI umstellst, werden die BZ Werte sicher besser sein. Wenn ich aber mal auf dein Eingangspost zurückschaue, fällt mir auf, dass du Angst ´vor den Einschränkungen durch Diabetes Typ1 hast.Also, ich kann nur für mich sprechen, aber ich habe mit dieser Krankheit nur sehr wenige Einschränkungen. Eine Ernährung nach LOGI wäre für mich allerdings eine ziemliche Einschränkung, ohne KH hätte ich arge Probleme ausreichend Kalorien zu essen, esse wenig Fleisch, schon gar kein fettes, da bliebe dann nur noch Quark und Gemüse, das finde ich schon ganz schön schwierig! -
Gast
Rang: Gastam 22.03.2014 19:56:04
der anteil der t1er ohne ak nachweis liegt bei ca 30%, trotzdem sind es t1 , auch ladas sind t1, bei ladas im mittleren stadium kommt es vor daß ohne fremdinsulin die ak konzentration steigt, und bei fremdinsulin wieder auf normalniveau nachweisgrenze +-x. abfällt.
was rauskommt weiß niemand , also abwarten, trauen tue ich der sache nicht wenn ein arzt von pankreas-ak redet, denn ak sind spezifiziert, und können auch nur spezifiziert nachgewieden werden,
"den" pankreas-ak nachweis gibt es nicht.
ja und als t1er kann man genauso essen wie jeder normale mensch, wobei eine kh reduktion günstig.
-alles in maßen- -
am 22.03.2014 20:51:24
hallo,
vielen dank für eure informationen, die ich gerne aufsauge.
ich denke auch, dass es sinn macht, zum jetzigen zeitpunkt die diagnose der fachärztin anzunehmen und ich erstmal nicht von typ1 ausgehe.
aber wie gast es auch schon sagte, so ganz traue ich der sache eben nicht, wenn bereits antikörper gefunden wurden. ich hatte leider vergessen, diese frage der diabetologin zu stellen. was es also bedeuten kann, dass antikörper gefunden wurden, diese aber keine relevanten konzentrationen erreicht hätten.
wie anderer gast richtig erkannt hat, habe ich vor einer diagnose typ1 wirklich großen respekt. ich bewundere eure gelassenheit und lebensmut.
vorhin war ich übrigens beim sport. die kh-reduktion der letzten tage habe ich doch recht heftig zu spüren bekommen. da werde ich mich noch besser einpendeln. -
Gast
Rang: Gastam 25.03.2014 09:10:05
hallo purea
du brauchst vor der diagnose typ1 keine angst zu haben, dass leben ist damit gut in den griff zu bekommen, bei mir waren die werte ähnlich wie bei dir, der langzeitwert lag auch noch in deinem bereich und der nüchternblutzucker auch; ich war ende 20 und schlank und in dem alter ist es dann meistens ein typ1 der sich entwickelt; die Typ 2er haben da den Vorteil dass ihr hba1c schon meißt hoch ist bei der diagnose und sie so leicht entdeckt werden. Mit viel Übung ist es aber kein Problem als 1er ein ganz normales Leben zu führen. Es gibt schlimmere Krankheiten.
Gruß -
am 25.03.2014 13:47:48
hallo gast,
deine geschichte interessiert mich.
wie schnell ging es bei dir nach der diagnose, dass du spritzen musstest?
wurden bei dir etwa auch antikörper gefunden mit der aussage, dass diese aber keine relevanten konzentrationen erreicht hätten? bei mir wird ja typ1 deshalb mittlerweile ausgeschlossen (somit typ2).
wie kam man überhaupt auf die idee diabetes, wenn deine werte noch so waren wie meine und damit auch ohne symptome?
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Gast
Rang: Gastam 25.03.2014 18:07:25
hi purea
bei mir wurde zunächst auch typ1 ausgeschlossen, dann wurde mir erzählt es sei ein zwischending zwischen 1er und 2er bis dann irgendwann gesagt wurde das es ein 1er ist. Ich hatte zu Beginn auch solche Werte wie du, nüchtern auch mal 90 aber auch 100. Zunächst hatte ich einen hba1c von 5,2 im Krankenhaus sogar 5,0 und dann stieg er doch recht zügig höher über 5,6 innerhalb 6 Wochen. Ich hatte keine Sympthome aber einen Hausarzt der mal den OGTT machen wollte der dann so ähnlich wie Deiner war, wobei ich nach 2 Stunden wieder auf 100 war. aber die Spitze nach 1h war um die 200.....viele Bekannte die ich dann kennen gelernt habe haben mir einen ähnlichen Verlauf geschildert und wenn Du in der Literatur nachschaust ist es halt häufig bei 1ern dass der hba1c Wert noch im Rahmen ist, dies wurde damals auch als Hinweis gedeutet für einen sich schnell entwickelnden 1er da sonst bei einem 2er mein hba1c Wert hätte höher sein müssen. Dann bin ich noch schlank und unter 40, was auch Hinweise gegeben hat. Trotzdem wurde zunächst Typ 1 erstmal ausgeschlossen (wahrscheinlich zur Beruhigung). Du brauchst aber keine Angst davor zu haben, wie gesagt es gibt schlimmere Krankheiten nur ist mit der Ernährung nicht viel zu machen, so dass man dann schnell zur Spritze greifen muss; aber mit ein wenig Übung geht dass dann ganz gut. WEs gibt auch ne Menge Selbsthilfegruppen die einem zur Seite stehen und ich habe das Glück eine Familie zu haben die hinter mir steht. Ich wünsch Dir alles gute
Gruß -
am 25.03.2014 18:21:38
hallo gast, du beschreibst sehr genau meine geschichte :(
es ist quasi identisch, außer mit der familie, da ich ledig bin.
vielen dank für deine mutmachenden worte. ich mag den gedanken trotzdem nicht. -
Gast
Rang: Gastam 25.03.2014 18:31:25
hi purea
eine bekannte von mir ist an krebs gestorben, dies sind wirklich schlimme dinge die passieren, natürlich schockt die diagnose diabetes, aber hey, das ist alles in den griff zu kriegen, du kannst dein leben genauso weiterführen wie vorher, fühl dich gedrückt -
Gast
Rang: Gastam 10.04.2014 14:07:05
hi purea
sorry das ich dir jetzt erst schreibe, hab jetzt erst wieder reingesehen tja die sache die dort mit den anderen ausdiskutierst ist halt auch so eine typische sache von uns 1 ern im anfangsstadium und wie schon beschrieben sind meine werte genauso wie deine verlaufen, habe es dann auch mit diät probiert wobei die nüchternwerte dann auch auf bis zu 70 runtergegangen sind. Damals sagte mir der arzt aber schon dass dies mit dem niedrigen hba1c und dem erhöhten blutzucker nicht zusammen passt; er hat es so wie jürgen es dem anderen nutzer erklärt hat auch mir beschrieben, nämlich das bei werten unter 5,7 der blutzuckerverlauf bei 98% der patienten in ordnung ist wenn sie keine medikamente nehmen, die 2 % die dann überbleiben haben eine andere Krankheit(Hämoglobinvarianten etc.) oder eben einen sich schnell entwickelnden diabetes so wie ich ihn bekommen habe; ansonsten sagte der arzt schliesst ein hba1c unter 5,7 den diabetes mit höheren wahrscheinlichkeiten aus (wenn er passt) als glucosewerrte.
Ich denke du hast noch zeit mit insulin wegen deiner frage neulich aber wenn es, wovon ich ausgehe der 1 er ist (da deine werte sind wie meine, dannwarte nicht zu lange)
Du kannst dich gerne melden wenn du fragen hast.
gruß -
Gast
Rang: Gastam 10.04.2014 15:02:53
Hi gast
bei mir war es vor 10 jahren genauso, ich meine der beginn, erst hieß es kein 1er sondern 2er aber dann war schnell klar, auch aus den parametern dass es in meiner familie keinen diabetes gibt, ich erst um die 30 war und schlank, dass vieles auf einen Typ 1 hindeutet. Mein ogTT war nach einer Stunde über 200, und nach 1 Stunde wieder im Normalwert wobei mein hba1c damals auch niedrig war. Die Diabetologin erklärte das mit dem Langzeitwert ähnlich wie dein arzt, das bei 2er diabetes der wert meisst schon erhöht sei und es aber immer mal sonderfälle gibt. Wie geht es dir mit Deinem Diabetes, schränkt er Dich ein, was spritzt Du?
Gruß Michaela -
am 11.04.2014 06:23:57
moin,
wie schnell ging das denn bei euch?
also erst diagnose typ2. wie rasch haben sich die werte dann verschlechtert, so dass ihr bzw. der arzt gemerkt habt, dass es nicht 2 sein kann?
naja, im moment kann ich nichts weiter machen, als mich an die diagnose (t2) zu halten und weiter zu beobachten. eine verschlechterung der werte meine ich aber in den letzten 1,5 monaten schon erkennen zu können. also die gleiche zugeführte menge an kh hat im bz ausschlag eine tendenz nach oben. zb. heute 100g vollkornnudeln ergaben 145/1h (132/2h). das war vor 4 wochen noch knapp unter 140.
aber naja, wie rainer oben gut gesagt hat, kann ich mich jetzt erstmal nur an die derzeitige faktenlage halten....und daumen drücken.
Bearbeitet von User am 11.04.2014 07:05:10. Grund: . -
Gast
Rang: Gastam 11.04.2014 06:55:45
Ja da hat Rainer recht
Wie gesagt dass mit dem niedrigen hba1c ist schon wie es bei mir war und es war halt damals genau der anfang, es ist bei jedem unterschiedlich wie lange es dauert daher würde es dir nichts bringen wenn ich dir sage dass es bei mir ca. 1,5 jahre gedauert hat, man kann aber damit leben. Der Arzt hatte von Anfang an die Tendenz dazu, wegen keiner familiären Disposition, recht jung, schlank, hba1c.
Gruß