Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Low Carb Ernährung und glücklich

  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 21
    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 21.03.2015 20:20:24

    Hallo in die Runde

    Ich mache jetzt seid fast drei Wochen Low Carb und bin echt super zufrieden. Seit ich mich so ernähre, habe ich Top Werte. Mein Gewicht ist auch gesunken um drei Kilo. Ich nehme jetzt eine Tablettensorte weniger und fühl mich echt gut. Vielleicht wäre für manchen einen hier, diese Form der Ernährung auch was?

    Lg Andrea
    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Der Mensch kann nicht tausend Tage
    ununterbrochen gute Zeit haben,
    so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.
    Tseng-Kuang
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.03.2015 20:45:18
    Hallo Andrea,

    darf ich fragen, wieviele KH Du jetzt noch nimmst und mit was (Fett oder Eiweiß) Du diese ersetzt hast?

  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 21
    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 21.03.2015 21:10:28
    Also ganz ehrlich. Ich esse alles was unter 10 Kohlenhydrate auf 100 g ist. Fett und Eiweiß. Natürlich nehme ich jetzt nicht das fetteste Fett sondern achte schon ein wenig drauf, wo auch Light oder Balance drauf steht. Heute zum Beispiel habe ich eine leckere Low Carb Torte gemacht, die total Super war. Man kann eigentlich alles ersetzen. Man muss sich damit befassen und auseinandersetzen. Finde es total Easy :)

    Lg Andrea

    Der Mensch kann nicht tausend Tage
    ununterbrochen gute Zeit haben,
    so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.
    Tseng-Kuang
    Bearbeitet von User am 22.03.2015 09:02:17. Grund: Falscher Link
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.03.2015 22:43:48
    Hallo Andrea,

    wenn die diese Ernährungsform schmeckt und Du gut damit zurechtkommst, freut mich das für Dich und das meine ich ernst. Denn Du wirst beim Queerlesen in den diversen Threats wohl schon bemerkt haben, dass ich dieset Kostform eher kritisch gegenüberstehe. Aber das ist meine persönliche Meinung.
    Wenn Du gut damit zurechtkommst, ist das natürlich in Ordnung und ich will Dich auch in keiner Weise davon abbringen. Also bitte nicht falsch verstehen. Ich hatte nachgefragt, weil man ja nach der allgemeinen Ernährungsempfehlung seinen Energiebedarf zu 50% mit KH, zu 30% mit Fett und mit 20% aus Protein decken soll. Wenn Du die KH sagen wir mal auf 30% reduzierst, dann müssen die fehlenden 20% ja enweder aus Fett oder Protein ersetzt werden.
    Und Eiweis ist für Diabetiker nicht unbedingt das geeignetste, da es die Nieren belastet und Fett ist wegen seiner mehr als doppelt so hohen Energiedichte ebenfalls nicht besonders günstig, insbesondere, wenn man abnehmen muss.
    Aber ich denke, so wie Du schreibst, wirst Du schon die richtige Auswahl treffen. :-) Nur wenn es Dir auch schmeckt, wirst Du das durchhalten können.

    Viel Glück dabei.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8856
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.03.2015 23:48:07
    ferrato schrieb:
    Ich hatte nachgefragt, weil man ja nach der allgemeinen Ernährungsempfehlung seinen Energiebedarf zu 50% mit KH, zu 30% mit Fett und mit 20% aus Protein decken soll. Wenn Du die KH sagen wir mal auf 30% reduzierst, dann müssen die fehlenden 20% ja enweder aus Fett oder Protein ersetzt werden.
    Und Eiweis ist für Diabetiker nicht unbedingt das geeignetste, da es die Nieren belastet und Fett ist wegen seiner mehr als doppelt so hohen Energiedichte ebenfalls nicht besonders günstig, insbesondere, wenn man abnehmen muss.


    Wenn ich sachliche Argumente für die McGovern-Diät suchen würde, wäre ich von der Wiki zu LowCarb mächtig schockiert :(

    @Andrea
    Gratuliere zum Entschluß und Erfolg :)

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 22.03.2015 05:15:24
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wenn ich sachliche Argumente für die McGovern-Diät suchen würde, wäre ich von der Wiki zu LowCarb mächtig schockiert :(



    Hallo Andrea,

    es tut mit leid, dass Dein Thread von Jürgen schon wieder missbraucht wird, um wider besseren Wissens einen Grundsatzstreit vom Zaun zu brechen, wie er es in jedem Thread tut, in dem ich mich kritisch zu der auch von ihm vertretenen Kostform äußere. Naja, das nennt man wohl Altersstarrsinn.

    Deshalb hier nochmal zur Richtigstellung:

    Die von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) erstellte und von der DDG (Deutsche Diabetes Gesellschaft) übernommene Empfehlung zur gesunden vollwertigen Ernährung ist nun mal die Kostform, die von Ernährungsfachleuten auch zur Behandlung von TYP II Diabetes empfohlen wird. Selbst die Stiftung Warentest hat der LOGI Diät nur ein "Ausreichend" gegeben. Jürgen nennt diese empfohlene Kostform herabwürdigend McGovern-Diät.
    Und ich schreibe es hier nochmal: Wenn sich jemand in Kenntnis der Alternativen für LowCarb entscheidet, ist das völlig in Ordnung. Für mich ist wichtig, Er oder Sie kennt die Alternativen. Dann ist das eine persönliche Entscheidung, die ich und auch Jürgen zu akzeptieren haben.

    @Jürgen
    Deine persönlichen Anfeindungen mir gegenüber beruhen also lediglich darauf, dass ich den Hinweis auf die von Ernährungsfachleuten gegebene Empfehlungen hier schreibe und die Zufällig nicht Deiner Vorstellung entspricht. Du machst also genau das, von dem schon der Lateiner sagt:
    "Ne nuntium nuntiorum malorum necate" (Tötet nicht den Boten einer schlechten Botschaft)
    Denn nicht ich habe diese Empfehlungen aufgestellt, ich gebe sie nur weiter.



    Bearbeitet von User am 22.03.2015 05:19:16. Grund: Schreibfehler
  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 21
    Mitglied seit: 08.02.2015
    am 22.03.2015 09:07:15

    Alles in Ordnung. Jeder hat nun mal seine Meinung. Ich fahre sehr gut damit. Sonst hatte ich immer einen Morgen BZ von ca. 220-280 und jetzt z.b. heute morgen von 116 und über den Tag hinaus, bleiben die Werte auch so. Ich achte nicht nur auf die Kohlenhydrate sondern schaue auch nebenbei, dass ich nicht zu Fettlastig esse und auf viele Fettarme Sachen zurück greife. Und ich denke mal, das dass so in Ordnung ist.

    Schönen Sonntag wünsche ich Euch :) Lg Andrea
    Der Mensch kann nicht tausend Tage
    ununterbrochen gute Zeit haben,
    so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann.
    Tseng-Kuang
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 22.03.2015 09:25:08
    Glückwunsch und viel Erfolg auf deinem Weg. :=)

    LG Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8856
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 22.03.2015 20:05:17
    ferrato schrieb:
    @Jürgen
    Deine persönlichen Anfeindungen mir gegenüber beruhen also lediglich darauf, dass ich den Hinweis auf die von Ernährungsfachleuten gegebene Empfehlungen hier schreibe und die Zufällig nicht Deiner Vorstellung entspricht. Du machst also genau das, von dem schon der Lateiner sagt:
    "Ne nuntium nuntiorum malorum necate" (Tötet nicht den Boten einer schlechten Botschaft)
    Denn nicht ich habe diese Empfehlungen aufgestellt, ich gebe sie nur weiter.


    @ferrato
    "Dr. Riedl sprach davon, bei jeder Mahlzeit darauf zu achten, viel Eiweiß mitzubekommen, weil Eiweiße satt machen. Bei den Kohlenhydraten sollte man die Nahrungsmittel bevorzugen, deren Kohlenhydrate keinen schnellen Glukoseanstieg im Blut bewirken, was den Insulinspiegel rauf und runter jagt (Glyx-Index/Low Carb)."

    Der Fachmann, den Du mir im anderen Fred so freundlich um die Ohren gehauen hast ;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 29.03.2015 21:26:36
    Hallo Andrea,

    ich habe schon 2011 auf LOGI umgestellt und bin damit richtig gut gefahren. Gut - schwache Momente gibt es, das Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln bleibt natürlich und macht das Ganze nicht immer leicht.

    Richtig ist aber eben auch, dass man Nieren- und Leberfunktion unter ärztlicher Beobachtung stellen sollte - die Ernährungsform ist nicht für jeden geeignet. Wenn damit keine Beeinträchtigungen feststellbar sind, ist es aber wohl eine ganz gute Methode auch eben der Diabetes die Schranken zu weisen. ... bei mir gehts aktuell sogar ohne AntiDiabetika ganz gut.

    Beste Grüße,
    Ulf
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 10:25:12. Grund: Schreibfehler
  • Bild User
    Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 20
    Mitglied seit: 11.12.2014
    am 30.03.2015 02:50:37
    Ich mache seit 7 Monaten LowCarb und habe bis jetzt 28 Kilo abgenommen.

    Ich ernähre mich nicht "streng" LowCarb, ich esse morgens trotzdem meine Scheibe Dinkelvollkornbrot und versuche einfach wo es geht, die KH in Form von Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot wegzulassen oder eben zu reduzieren.

    Dazu mache ich 4 x die Woche Sport und ich finde es bis jetzt ganz ok und nicht allzu schwierig.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 30.03.2015 10:41:55
    Die positive "Nebenwirkung" mit der Gewichtsabnahme kann ich ziemlich in identischem Ausmaß bestätigen - das ging gleich am Anfang sogar sehr rasant. Besonderen Sport betreibe ich dabei nicht - allerdings versuche ich zusätzlich täglich ca. 1 Stunde zu laufen (Spaziergang ...).

    Was (für mich) gar nicht funktioniert, ist tatsächlich fast jede Form von Brot - das zündet eigentlich immer sofort negativ durch, ebenso Nudeln, dafür weniger dramatisch aber (wenig) Kartoffeln.

    Schwierig - naja, witzigerweise ist das in der Rückschau bei mir so gewesen, dass das erste Jahr eigentlich eher leicht zu bewältigen war - danach gab es schon gewisse Verlangensphasen nach dem "Verbotenen", die man natürlich im Griff haben kann, aber viele Leute scheitern daran dann halt doch. Mir hat auch mein Arzt gesagt, dass er schon Leute kennt, die in etwa so ihre Ernährung umstellen wollten, es dann aber nicht durchgehalten haben.
    Problem ist halt schon, das wir a) tagtäglich mit ganz andere Dinge suggerierender Lebensmittelwerbung zugeballert werden, b) die Lebensmittelindustrie es einem so agierenden Diabetiker alles andere als leicht macht - schaut man mal, wo überall Zucker reingewurschtelt wird, wo man das eigentlich nicht brauchen würde und natürlich c) das persönliche Umfeld auch teilweise ungut reagiert und neben Unverständnis eben auch mal provozierende Maßnahmen ergreift wie "... schau mal was ich jetzt esse ..." oder "... komm jetzt, das eine Mal wird doch jetzt nicht so dramatisch sein ...".

    Diabetiker, mit denen ich gesprochen hatte, hatten dann schon meist mit dem Argument gekontert: "nee - ich möchte alles essen können, da spritze ich mir das lieber weg ..." oder "... auf meine Nudeln möchte ich keinesfalls verzichten und Frühstück ohne Brötchen geht nicht ...".

    Insofern:

    Einen starken Willen (plus z.B. einen Partner der da mitspielt und einen unterstützt) braucht man da schon und es ist trotzdem nicht immer leicht (und klappt auch medizinisch begründbar nicht bei Jedem - z.B. mit Nierenschwäche oder bestimmten Leberproblemen sollte man da vorsichtig sein und mind. unter genauer Beobachtung agieren).

    Beste Grüße,
    Ulf
    Bearbeitet von User am 30.03.2015 10:44:29. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1905
    Mitglied seit: 14.11.2014
    am 30.03.2015 11:06:38
    Ulf schrieb:

    Diabetiker, mit denen ich gesprochen hatte, hatten dann schon meist mit dem Argument gekontert: "nee - ich möchte alles essen können, da spritze ich mir das lieber weg ..." oder "... auf meine Nudeln möchte ich keinesfalls verzichten und Frühstück ohne Brötchen geht nicht ...".




    Hallo!

    Hier muss Du aber ein bisschen was auseinanderhalten...

    "Wegspritzen" ist nicht das richtige Wort.

    Typ 1er haben gar keine andere Chance, und das gespritze Insulin bewirkt nichts anderes als das von Menschen ohne Diabetes.

    Typ 2er sollten allerdings auf die Dosis achten. Tagesdosen um 300 Einheiten sind auch nicht gesund...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 30.03.2015 11:56:07
    TypEinser schrieb:
    Hallo!

    Hier muss Du aber ein bisschen was auseinanderhalten...

    "Wegspritzen" ist nicht das richtige Wort.

    Typ 1er haben gar keine andere Chance, und das gespritze Insulin bewirkt nichts anderes als das von Menschen ohne Diabetes.

    Typ 2er sollten allerdings auf die Dosis achten. Tagesdosen um 300 Einheiten sind auch nicht gesund...



    Klar - völlig richtig - ich wollte auch gar keine "pauschal richtige" Aussage liefern, sondern ausführen, was man tatsächlich so platt und vereinfacht mit genau der Wortwahl von manchem Diabetiker zu diesem Thema (leider) gesagt bekommt (das kommt nicht von mir und ich würde das auch nicht so sagen wollen).

    Wichtig erscheint mir auch:

    Natürlich spielt immer auch die Befindlichkeiten des Einzelnen eine große Rolle - ich würde niemanden zwanghaft überreden wollen, so vorzugehen, wie ich das tue, wenn derjenige dann hinterher todunglücklich ist und "alles Schöne im Leben" schwinden sieht.
    Manche Leute können das und schaffen das - andere nicht ... Letzteres ist für den Einzelnen ja auch kein Weltuntergang und die Wahl auf verschiedene Optionen haben wir zum Glück ja allesamt.

    Beste Grüße,
    Ulf
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 30.03.2015 12:39:41
    Ulf schrieb:

    Klar - völlig richtig - ich wollte auch gar keine "pauschal richtige" Aussage liefern, sondern ausführen, was man tatsächlich so platt und vereinfacht mit genau der Wortwahl von manchem Diabetiker zu diesem Thema (leider) gesagt bekommt (das kommt nicht von mir und ich würde das auch nicht so sagen wollen).
    Wichtig erscheint mir auch:
    Natürlich spielt immer auch die Befindlichkeiten des Einzelnen eine große Rolle - ich würde niemanden zwanghaft überreden wollen, so vorzugehen, wie ich das tue, wenn derjenige dann hinterher todunglücklich ist und "alles Schöne im Leben" schwinden sieht.
    Manche Leute können das und schaffen das - andere nicht ... Letzteres ist für den Einzelnen ja auch kein Weltuntergang und die Wahl auf verschiedene Optionen haben wir zum Glück ja allesamt.




    Hallo Ulf,

    ich würde das jetzt nicht allgemein als platte und vereinfachte Aussage abtun wollen, sondern ich denke mal, damit ist einfach gemeint, dass man aufgrund der heute möglichen Behandlungsformen (ICB/Pumpe) einfach wieder freier entscheiden kann, wann ich was esse. ganz im Gegensatz zu früheren Behandlungsformen mit festen Spritz- und Esszeiten. Ich glaube nicht, dass damit die Menge gemeint ist.
    Und ja, ich gebe es zu, ich würde genau so argumentieren :-)
    Warum sollte ich die Freiheit, die sich durch die heutigen Behandlungsmöglichkeiten ergeben, nicht auch nutzen? Solange die täglichen BZ Verläufe nicht komplett aus dem Ruder laufen und der HBA1C gut ist, hab ich, denke ich, alles richtig gemacht.

    Zugegebenermaßen ist das bei einer Behandlung mit Tabletten nicht ganz so einfach.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 30.03.2015 13:50:35
    ferrato schrieb:
    Hallo Ulf,

    ich würde das jetzt nicht allgemein als platte und vereinfachte Aussage abtun wollen, sondern ich denke mal, damit ist einfach gemeint, dass man aufgrund der heute möglichen Behandlungsformen (ICB/Pumpe) einfach wieder freier entscheiden kann, wann ich was esse. ganz im Gegensatz zu früheren Behandlungsformen mit festen Spritz- und Esszeiten. Ich glaube nicht, dass damit die Menge gemeint ist.
    Und ja, ich gebe es zu, ich würde genau so argumentieren :-)
    Warum sollte ich die Freiheit, die sich durch die heutigen Behandlungsmöglichkeiten ergeben, nicht auch nutzen? Solange die täglichen BZ Verläufe nicht komplett aus dem Ruder laufen und der HBA1C gut ist, hab ich, denke ich, alles richtig gemacht.

    Zugegebenermaßen ist das bei einer Behandlung mit Tabletten nicht ganz so einfach.



    Ich denke, diejenigen, die das seinerzeit so ausgeführt haben, hatten das tatsächlich "so platt" gemeint und es war wenig Überlegung dahinter. Es gab auch mal einen Arzt, der zu mir sagte - unter dem Motto: "kann man eh nicht durchalten" - warum ich mir denn erst diese Mühe machen wolle, schließlich (gleiches Argument ...) würde es heutzutage ja alle Möglichkeiten geben, unbeschwert und sehr frei mit Hilfe der Medizin zu leben.

    Klar - gar kein unbedingter Einspruch ...

    Für mich selbst habe ich eigentlich immer den Grundsatz, wo auch immer möglich und nicht nur durch extreme Verrenkungen und Einschränkungen möglich - zu versuchen, weitestgehend zunächst mal ohne Medikamente auszukommen - das Leben ist FÜR MICH damit unbeschwerter. Ob das in jedem Fall und immer so durchzuhalten ist, steht auch für mich nicht fest / ist nicht in Stein gemeiselt und es mag bestimmt Situationen geben oder Zeitpunkte kommen, wo es dann wirklich nicht mehr anders geht.

    Man muß dazu auch wirklich sagen, dass ich das Glück habe, dass diese Behandlungsform bei mir gut funktioniert und ich damit die Diabetes im Griff habe. Es gibt damit einfach keinen vernünftigen Grund (für mich), unnötigerweise auf Insulin oder eben orale AntiDiabetika zurückzugreifen. Letztere habe ich bis vor einiger Zeit ja auch gehabt, um dann festzustellen, dass es auch ohne bestens funktioniert - das FGM gibt mir dazu auch die nötige (Selbst-)Kontrolle und Sicherheit.
    Die erzielten Ergebnisse sprechen bei mir ja auch eine deutliche - außerordentlich gute Sprache - mich erinnern eigentlich wirklich nur Situationen, wo ich meine doch mal am Brot abzubeissen oder aus irgendeinem Grund etwas mit mehr KH zu essen (deutlich) daran, das ich eindeutig Diabetes habe und die auch nicht verschwunden ist.

    Und: ganz klar ... es ist gut, dass es alle Optionen gibt und ich bin gegebenenfalls auch froh, wenn man aus irgendeinem Grund nur noch auf diese Lösung zurückgreifen kann. Weder das Eine noch das Andere würde ich als DIE Lösung ansehen oder das jeweils Andere als falschen Weg darstellen wollen.

    Aber es ist sicher auch wichtig, dass man die verschiedenen Optionen kennt ... z.B. hatte mir die Erstberatung in Sachen Diabetes von LOGI gar nichts erzählt - die allgemeine (deutsche) Sprachregelung geht da ja den bekannten, gegensätzlichen Weg.

    Nach jetzt ein paar Jahren LOGI-Weg scheint sich das für meinen Fall sehr positiv zu bestätigen, von daher steht mir der Sinn aktuell nach nichts Anderem :) ... aber das auch andere Optionen offen bleiben, finde ich auch gut.

    Beste Grüße,
    Ulf
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 30.03.2015 22:16:29
    Hallo Ulf,

    Bei Ernährungsberatungen in Sachen Diabetes wird auf die Ernährungsempfehlungen der DGE und der DDG zurückgegriffen, weil dies die Ernährungsform mit den geringsten Risiken ist. Du hast ja selbst korrekterweise auf die Risiken von LOGI hingewiesen, was Dich übrigens positiv von anderen hier im Forum unterscheidet, die zwar permanent für LOGI oder LCHF werben, ohne aber deren Risiken zu erwähnen und auf Richtigstellungen extrem gereizt reagieren.
    Danke dafür :-)
    Und wie Du richtig sagst, ist es letztlich eine Frage auch des Durchhaltewillens. Dieser ist umso größer, je näher diese Ernährungsform an den eigenen Gewohnheiten ist,
    Denn die Studien der DGE haben mit der höchsten Evidenzstufe "überzeugend" ergeben, dass der (Gesamt) Kohlenhydratanteil der Nahrung und dem Risiko Diabetes TYP 2 kein Zusammenhang besteht.
    Es spricht also rein pragmatisch aus Diabetischer Sicht nichts gegen diese Ernährungsform. Wenn man aber persönlich eine andere Kostform, eben z.B. LOGI bevorzugt und hat Erfolg damit, ist das natürlich auch in Ordnung.

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.03.2015 22:39:55
    ferrato schrieb:
    Denn die Studien der DGE haben mit der höchsten Evidenzstufe "überzeugend" ergeben, dass der (Gesamt) Kohlenhydratanteil der Nahrung und dem Risiko Diabetes TYP 2 kein Zusammenhang besteht.

    Wie immer - Ferrato-mäßig äußerst krumm gedacht. :lol:

    Es geht weder bei Ulf noch bei den Diabetikern hier im Forum um das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Deshalb sind die Studien der DGE dazu für uns völlig ohne Bedeutung und müssen schon mit einem sehr krummen Gedankengang ind die Diskussion reingebracht werden. Den Diabetes haben wir und werden ihn auch nicht mehr los. Es geht darum eine geeignete Ernährung zu finden, mit der wir unseren Diabetes am besten im Griff behalten können.


    @Ulf,
    meinen herzliche Glückwunsch zu deinen Erfolgen. :=)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 30.03.2015 22:49:20
    Rainer schrieb:
    @Ulf,
    meinen herzliche Glückwunsch zu deinen Erfolgen. :=)



    Danke - allerdings muß man das sogar ein bisschen mehr an meine Frau weiterreichen, die da überhaupt erst darauf gekommen ist und das sehr hilfreich unterstützt.

    Ich denke im Übrigen in dem Zusammenhang, dass es gerade in einer Partnerschaft dann eben auch ganz wichtig ist, da jemand an der Seite zu haben, der mitzieht, sonst könnte das schon schwierig werden.
    Was manchen Nicht-Hobby-Koch dann gegebenenfalls ja nicht "glücklich" macht, ist die Tatsache, dass das Ganze ja durchaus mehr Arbeit macht, als das, was man sich sonst so aus dem Supermarktregal angeln würde ... das ist natürlich zugegebenermassen neben den sonstigen Verlockungen ein Punkt, der den Einen oder Anderen sicher schwanken lässt.

    Beste Grüße,
    Ulf
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8856
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.03.2015 23:33:44
    Mit den heutigen medikamentösen und technischen Möglichkeiten ist für uns mit dem Diabetes ein gutes Stück mehr als noch vor 20 oder gar 30 Jahren möglich geworden, BEs und FPEs im persönlich gewählten BZ-Rahmen auszugleichen.
    Allerdings können alle noch so fortschrittlichen Möglichkeiten auch größere individuelle Verschiedenheiten heute noch immer nicht ausgleichen. So hatte ich mein letztes großes Stück Apfelkuchen zusammen mit Kurt, einem Typ1 mit einem gleichen Stück. Wie bei solchen Gelegenheiten zwischen uns üblich galt unser alter Wettstreit um den Wirkauslauf vom Bolus möglichst nahe am Ausgangs-BZ vor dem Spritzen und Essen.

    Erste Verschiedenheit:
    Kurt spritzte etwa ein Drittel von meinen Apidra-Einheiten.
    Zweite Verschiedenheit:
    Kurts Stundenwert (die angenommene Spitze) lag mit um 180 deutlich niedriger, als meiner mit an 250mg/dl. Wobei er mit 100 gestartet war und ich mit 80.
    Dritte Verschiedenheit:
    Kurts Wirkauslauf nach etwa 3 Stunden mit 110 und meiner nach etwa 5 Stunden mit um 70(bei mir noch voll der Wohlfühlbereich!).

    Verläufe wie bei Kurt finden sich häufiger(nicht immer!) bei Menschen mit dem Diabetes Typ1, und Verläufe wie bei mir finden sich häufiger(nicht immer!) bei Menschen mit dem Diabetes Typ2. Um mit Kurts Verlauf einigermaßen gleich zu ziehen, hätte ich mich mit etwa nem Drittel von dem Stück Apfelkuchen begnügen müssen.
    Ein einfaches Beispiel dafür, warum ich nur noch sehr selten größere Stücken Apfelkuchen esse und warum ich überhaupt nur noch wenigere und kleinere Portionen Stärke-KHs esse: Ich will kleinere BZ-Schwankungen mit möglichst kleinem Insulin-Bedarf. Und natürlich finde ich andere gut, die’s ähnlich machen. Und vor allem, wenn sie’s so frühzeitig in der Entwicklung ihrer Typ2-Defekte anfangen und durchhalten, dass sie womöglich über Jahre keine Medis dafür brauchen, dass ihr Blutzucker im gesunden Rahmen bleibt :)

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 31.03.2015 07:32:38
    Rainer schrieb:


    Es geht weder bei Ulf noch bei den Diabetikern hier im Forum um das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Deshalb sind die Studien der DGE dazu für uns völlig ohne Bedeutung und müssen schon mit einem sehr krummen Gedankengang ind die Diskussion reingebracht werden. Den Diabetes haben wir und werden ihn auch nicht mehr los. Es geht darum eine geeignete Ernährung zu finden, mit der wir unseren Diabetes am besten im Griff behalten können.



    Hallo Ulf,
    siehst Du, was ich meinte? :-)
    Rainer weiß genau, dass die Ernährungsempfehlungen für Diabetiker der DDG sich eben an die der DGE anlehnen. Weil es ihm nicht in den Kram passt, ignoriert er es einfach und versucht, mit Beleidigungen, wie ein getroffener Hund, um sich zu beißen.
    Aber wenn man sich in einem öffentlichen und noch dazu unmoderierten Forum bewegt, muss man halt auch mit solchen Typen rechnen.
    Ich schreibe es daher nochmal:
    Jeder kann sich mit der Kostform ernähren, mit der er will. Wenn jedoch jemand eine Kostform wählt, die von allen Ernährungsfachleuten als Kritisch für Diabetiker eingestuft wird, dann darf er nicht permanent für diese Kostform werben und die Risiken verschweigen. Dies hast Du vorbildlich gemacht, Reiner macht das nie!!!

    Bearbeitet von User am 31.03.2015 07:36:35. Grund: Korrektur
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 31.03.2015 12:36:44
    ferrato schrieb:
    Hallo Ulf,
    siehst Du, was ich meinte? :-)
    Rainer weiß genau, dass die Ernährungsempfehlungen für Diabetiker der DDG sich eben an die der DGE anlehnen. Weil es ihm nicht in den Kram passt, ignoriert er es einfach und versucht, mit Beleidigungen, wie ein getroffener Hund, um sich zu beißen.
    Aber wenn man sich in einem öffentlichen und noch dazu unmoderierten Forum bewegt, muss man halt auch mit solchen Typen rechnen.
    Ich schreibe es daher nochmal:
    Jeder kann sich mit der Kostform ernähren, mit der er will. Wenn jedoch jemand eine Kostform wählt, die von allen Ernährungsfachleuten als Kritisch für Diabetiker eingestuft wird, dann darf er nicht permanent für diese Kostform werben und die Risiken verschweigen. Dies hast Du vorbildlich gemacht, Reiner macht das nie!!!



    Ich glaube aber, das gilt für alle Seiten. Weder die eine Herangehensweise ist im Zweifelsfall absolut ohne Risiken, noch die Andere. Im Grunde kommt es doch immer auf die richtige medizinische Begleitung und den Willen, sich auch selbst ein wenig fachlich mit dem Thema zu beschäftigen, an.

    Nimm mal das Beispiel Metformin, als sehr wirksames und schnell verschriebenes Medikament. Es hilft aber ist eben nicht nebenwirkungsfrei - kann in bestimmten Fällen sogar problematisch sein. Verschrieben wird es trotzdem manchmal sicher vorschnell. Kläre ich Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel die Schilddrüsenfunktion oder auch die der Leber nicht ab und konzentrieren mich bei Diabetes nur starr auf die Bauchspeicheldrüse, kann der Schuss auch gewaltig nach hinten losgehen und mindest mal "komische" Behandlungs"erfolge" liefern.
    Exakt das Gleiche gilt richtigerweise auch für Ernährungsformen - hier halte ich den Begriff "Diät" bei LOGI im Übrigen auch eher für falsch - das ist nur eine andere / mögliche Ernährungsform (im Übrigen ja NICHT wie manchmal dargestellt mit dem totalen Verzicht auf KH). Wie ich schon sagte gilt doch immer: bei Kranken (womit auch immer), sollte eine fachliche Beratung (Arzt) an der Seite stehen und ganz sicher ist es keine gute Idee, ungeprüft einfach irgendwas zu starten (weder in die eine oder andere Richtung).

    Man sollte offen sein, für alle Wege - manchmal mag der Eine optimal sein, dann der Andere oder eben auch eine Kombination aus verschiedenen Ansätzen.

    Hier ärgert mich eigentlich das typisch deutsche Festlegen auf einen - meist bürokratisch festgelegten - Lösungsansatz. Auch hierzulande halten namhafte Institute wider (weltweit) längst anderen Ansätzen an überholtem Kram fest - der teilweise leicht zu widerlegen wäre.
    Sorry, dass ich das so sagen muß - aber so manches mal beschleicht mich schon der Verdacht, das so mancher Lobbyist aus der Pharma- oder Lebensmittelindustrie zumindest sehr deutlich unterstellbar kein Interesse an anderen Erkenntnissen platziert. Anders ist jedenfalls manches nicht zu erklären - und gerade Typ2-Diabetiker kann man nicht nur wegen ihres "Lebenswandels" anklagen - da sind dann schon auch noch die Blicke auf die Zutatenliste der "normalen" Lebensmittel erlaubt, die nur so von z.B. völlig unnötigen Zuckerbeigaben zur simplen "Geschmacksverbesserung" strotzen und Gesunde erst zu letztlich Kranken (und Diabetiken) macht.

    Das zusätzlich Überzeugungen auch bei "Fachleuten" auseinander gehen, kommt hinzu - für mich gilt dann immer: selbst Risiken abschätzen, sich kundig machen, nachfragen und gegebenenfalls fachlich betreut testen (zumindest bei Ernährungsformen kann dann auch weniger schief gehen).

    Ich verstehe schon aber auch, dass einige Leute sich schon ärgern, wie sehr in unserer Gesellschaft Alternativen weggedrückt werden und man lieber sehr starr an Bekanntem festhält - sorry (ich darfs sagen, bin selber Deutscher) ... aber da ist sie wieder, die sehr typisch deutsche Eigenschaft.
    Und ich muß manchem "fachlich versierten" Kritiker schon deutlich widersprechen, wenn teilweise überhöht Risiken herausgearbeitet werden, wo nicht ZWANGSLÄUFIG welche sind. Größer als beim falschen Einsatz der angepriesenen Medizin können die Probleme dann auch nicht ausfallen.

    Erfahrungsaustausch JA - bedingungslosen Kampf und Krampf eher nicht ... :)

    Beste Grüße,
    Ulf
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1002
    Mitglied seit: 22.09.2014
    am 31.03.2015 13:34:21
    Oha, "die Deutschen" und die böse Pharma hat Schuld. Woran bitte? Helfen Verschwörungstheorien wirklich weiter?
    Zufällig weiß ich, wie in den USA mit Diabetikern, die nicht Hunderte von Dollars ausgeben können, umgegangen wird. Ich kann nur sagen, daß ich glücklich bin in Deutschland zu leben.

    Wie du jahrzehntelang mit Diabetes leben konntest ohne es zu merken, hast du mir leider nicht beantwortet. Dabei würde es mich wirklich interessieren.
    Bearbeitet von User am 31.03.2015 13:41:59. Grund: Berichtigung
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8856
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 31.03.2015 14:32:13
    Ulf schrieb:
    Nimm mal das Beispiel Metformin, als sehr wirksames und schnell verschriebenes Medikament. Es hilft aber ist eben nicht nebenwirkungsfrei - kann in bestimmten Fällen sogar problematisch sein. Verschrieben wird es trotzdem manchmal sicher vorschnell. Kläre ich Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel die Schilddrüsenfunktion oder auch die der Leber nicht ab und konzentrieren mich bei Diabetes nur starr auf die Bauchspeicheldrüse, kann der Schuss auch gewaltig nach hinten losgehen und mindest mal "komische" Behandlungs"erfolge" liefern.


    Und auch komische Theorien ;)

    Denn Metformin macht gar nix an der Bauchspeicheldrüse. Es bremst vielmehr die Glukose-Ausgabe der Leber. Die dient eigentlich dem Nachfüllen für Glukose, die das Blut auf seinem Umlauf ausgeliefert hat und hört bei Gesunden immer dann auf, wenn die persönliche gesunde Soll-Höhe erreicht ist. Bei uns mit Typ2 macht sie stattdessen eben diabetisch fehlgesteuert munter weiter. Übrigens häufig besonders viel gerade dann, wenn sie gesund praktisch stoppen würde, wenn nämlich neu gegessene Glukose aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben wird. Bei der Glukose-Ausgabe der Leber und nirgendwo anders setzt Metformin bremsend an.

    Natürlich hat das auch Auswirkungen auf die Bauchspeicheldrüse. Denn für die wenigere Glukose aus der Leber kann die dann auch weniger Insulin ausgeben und der überfordernde Druck auf die Betas nimmt ein Stück weit ab :)

    ------------------------------------------
    Die Freiheit der eigenen Meinung setzt zwingend die Achtung und den Respekt vor jeder anderen Meinung voraus. - Wer's auch so sieht, sagt's bitte einfach weiter.
    Bearbeitet von User am 31.03.2015 14:33:53. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 56
    Mitglied seit: 29.03.2015
    am 31.03.2015 16:00:04
    Man sollte lesen können, was andere schreiben. Ich habe nicht geschrieben, das Metformin negative Auswirkungen auf die Bauchspeicheldrüse hat - ich habe nur davon gesprochen, dass es eben auch Nebenwirkungen hat und man sich beim Thema BZ m.E. oftmals zu sehr auf EIN Organ konzentriert. Der Satz war anscheinend zu lang um das korrekt auseinander zu halten :)
    "Leber" ist z.B. ein guter Stichpunkt, resultierende Probleme mit Harnsäure, oder z.B. bei mir nachweisbar unglaublichen Kopfschmerzen (die weg sind, wenn ich das nicht mehr nehme), eben auch. Wir müssen das auch gar nicht zerpflücken - der Hersteller schreibts ja selbst im Beipackzettel (was sein KANN / nicht MUSS).

    Also: nichts mit "komischen Theorien" - vielleicht darf ich um etwas Sachlichkeit bitten!

    Verschwörungstheorien? Ach was für ein Quatsch - es wird ja auch gerade hier von einigen eindrucksvoll starr und unbeweglich belegt.
    Ich habe gar nichts gegen die Pharmaindustrie und bin auch durchaus dankbar, dass man dort weiterhilft und das es viele hilfreiche Entwicklungen gibt. Allerdings weiß jeder normale Mensch, dass es dort eben auch vordergründig zunächst mal ums Geld verdienen geht und teilweise die Interessenlage ein wenig abdriftet. Das muß nicht schlimm sein, aber man sollte es wissen, bevor man allzu leichtgläubig alles für DIE Lösung ansieht.

    Verschwörungstheorien im Lebensmittelbereich? Lange nicht so gelacht - ein Blick auf die Inhaltsstoffe vieler Lebensmittel spricht doch Bände und bisher konnte niemand sinnvoll begründen, warum das so sein muß.

    Beste Grüße,
    Ulf