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Was passiert nach den ersten Veränderungen?

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    am 10.05.2015 16:42:21
    Hallo,
    nach 12 Jahren Diabetes Typ 1, davon ca. 7 Jahre mit HbA1C unter 7 und 5 Jahren zwischen 7 und 8,2 wurden letzten Herbst die ersten Veränderungen an einem Auge entdeckt. Ich war geschockt, es war immer alles gut gewesen bis dahin. Ich habe doch nie etwas schleifen lassen? Oder doch? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau. Ich habe mit dem Diabetes gelebt, aber er war nie der Mittelpunkt von meinem Leben. Ich habe immer gesagt, dass man in Deutschland heute gut damit leben kann, so lange es keine Risiken wegen Folgeerkrankungen gibt. Dass ich die irgendwann bekommen kann, daran habe ich versucht, nie zu denken. Ich mache mir jetzt Vorwürfe, dass ich nicht strikter auf alles geachtet habe. Vielleicht werde ich deshalb blind und hätte es verhindern oder zumindest verzögern können? Ich habe nur ein Leben. Ich habe Angst, blind zu werden.
    Als ich die ersten Veränderungen hatte, sollte ich jetzt jedes halbe Jahr zum Augenarzt zur Kontrolle. Bevor ich schwanger werden will, soll ich es auch abstimmen, weil es dann schlechter werden könnte, sagte die Ärztin. Ich habe danach aufgehört zu rauchen, ich war sehr oft beim Diabetesarzt und habe mich von den Diabetesberaterinnen beraten lassen. Innerhalb von 2 Monaten bekam ich meinen HbA1C von 7,0 auf 6,2 runter, obwohl ich davor 5 Jahre lang glaubte, das nicht zu schaffen. Kurz danach war der HbA1C auf 5,9 und dann 5,8 runter. Dann war ein halbes Jahr um und ich war wieder beim Augenarzt. Ich war mir so sicher, dass es besser geworden sein muss oder zumindest unverändert. Aber es ist schlechter geworden, es sind jetzt beide Augen betroffen und ich muss jetzt alle 3 Monate zur Kontrolle. Und dass diese 3 Monate um gehen, darauf warte ich jetzt. Ich habe Angst, was noch passiert, wenn das nach 12 Jahren anfing. Was passiert in den nächsten Jahren? Wie schnell geht das im Durchschnitt mit der Retinopathie, bis man schlechter sieht oder es behandelt werden muss? Was passiert, wenn ich Kinder bekommen will irgendwann? Riskiere ich damit meine Sehkraft? Dann will ich bestimmt keine. Was ist in weiteren 12 Jahren? 24 Jahren? 48 Jahren? Wie lange werde ich arbeiten können? Was ist dann? Ist das der finanzielle Ruin, muss dann das Haus weg, was ich bald bauen will? Berufsunfähigkeitsversicherungen habe ich schon früher vergeblich versucht, zu bekommen und wurde schon vor der Retinopathie immer abgelehnt. Ich sehe so gerne. Wie soll ich damit klar kommen, wenn das irgendwann vielleicht nicht mehr geht? Gibt es Wahrscheinlichkeiten? Kann mir irgendwer sagen, was alles kommen kann?
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    am 10.05.2015 16:54:10
    Achso: Im Herbst hatte ich so 5 - 6 kleine Punkte auf der Netzhaut, wo kleinste Blutgefäße geplatzt sind. Nach einem halben Jahr waren die weg, bis auf einer und der hat sich vergrößert, was wohl schlecht ist. Und auf dem anderen Auge waren jetzt auch 2 - 3 kleine Punkte.
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    am 10.05.2015 17:47:36
    Hallo Blub,

    es ist doch ganz toll, dass von den 6 Punkten nur noch einer übrig geblieben ist. Das ist bestimmt ein Erfolg von deiner guten BZ-Führung. Wenn du den BZ weiter so gut im Griff behältst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die diabetischen Retinopathie nicht weiter fortschreitet.

    Der eine Punkt kann gelasert werden und ist dann auch in Ordnung. Mit dem Lasern kommt man nur schnell an die Grenzen, wenn laufend neue Punkte dazu kommen. Dagegen hast du mit deiner guten BZ-Einstellung schon die beste Gegenmaßnahme ergriffen.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 10.05.2015 17:48:15. Grund: .
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    am 19.06.2015 22:27:50
    In 3 Wochen habe ich den nächsten Augenarzttermin. Ich habe furchtbare Angst, dass es schlechter geworden ist wie letztes mal schon.

    Mein HbA1C war runter auf 5,5, bis ich verstanden habe, dass der HbA1C nicht sehr wichtig ist, sondern das Vermeiden der Schwankungen... 😨

    Ich hatte super viele Unterzuckerungen, seit ich versuche, meine Einstellung zu verbessern. Im Schnitt 2 pro Tag. Und auch 3 nachts so schlimm, dass ich mehrere Tage Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme hatte. Ich habe große Angst, dass ich dadurch meine Augen noch mehr kaputt gemacht habe. Mittlerweile versuche ich, die UZ besser zu vermeiden. Klappt aber auch nur bedingt und dafür gibt es wieder mehr Schwankungen nach oben.

    Und keiner versteht es. Viele sagen, ich hätte doch Erfahrung mit Diabetes, also quasi kann doch gar nichts passieren. Dabei ist es früher nur nicht passiert, da ich wohl noch nicht lange genug, Diabetes hatte, es war nur eine Frage der Zeit. Andere verstehen den Ernst der Lage nicht und reden im gleichen Atemzug darüber, dass sie wohl auch eine neue Brille brauchen. Und ihnen geht es allen ja so schlecht. Die haben echt keine Ahnung, was es bedeuten würde vom Sehenden zum Blinden zu werden in jungem Alter. Auch die von der Krankenkasse verstehen mich nicht und wollen mir kein CGM oder FGM bezahlen. Ich bin mit dem Problem total allein gelassen. Ich erzähle es deshalb kaum noch jemanden, weil es eh keinen interessiert. Und die, die es interessiert, die sind genauso hilflos wie ich und sagen, ich soll mir keine Gedanken machen, noch sehe ich ja normal. Aber ich will, dass es so bleibt. Wieso muss ich das an den Augen haben?
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    am 23.07.2015 23:07:45
    Falls es jemanden interessiert: Die Veränderungen an den Augen sind genau wie letztes Quartal, weder besser noch schlechter geworden. Aber, dass sie nicht schlechter sind, ist ja schon mal was. Ich muss weiter jedes Quartal zur Augenkontrolle. UZ habe ich mittlerweile nur noch im Schnitt 1 pro Tag statt 2. Ich soll sie aber versuchen, weiter zu reduzieren auf 3 pro Woche, ist aber schwer. Ich messe und messe und messe und kaufe mir bald eine kontinuierliche glukosemessung privat, um es noch besser hinzukriegen. Hba1c ist auch wieder etwas höher zum Glück. Bin dran, aber es beschäftigt mich auch fast den ganzen Tag, ständig messen und versuchen, es nicht zu vergessen.
  • ferrato

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    am 24.07.2015 10:40:22
    Ich konnte es jetzt auf die schnelle aus Deinen Beiträgen herauslesen, aber falls Du keine Pumpe hast, wären Deine Hypos die beste Begründung für eine Insulinpumpe. Dann könntest Du Deinen BZ Verlauf über die variablen Basalraten deutlich besser einstellen.
    Du musst Dir auch nicht unbedingt ein CGM kaufen, gerade bei häufigen HYPOS, vor allem nachts, bekommt man so ein Gerät auch mal für ca. 2 Wochen. Diese Messdaten können dann ausgewertet werden und bilden eine gute Grundlage für eine Therapieanpassung.
    Ich würde auch auf einen etwas höheren BZ Wert korrigieren, bei den vielen HYPOS verlierst Du sonst sehr schnell die Hypowahrnehmung. Dann wird es noch kritischer.

    Ich wünsche Dir aber auf jeden Fall viel Erfolg.
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    am 24.07.2015 11:18:33
    Deine Bemühungen und Deinen Erfolg bewundere ich. Zum optimalen weiteren Vorgehen hat ferrato schon alles geschrieben.

    Den mentalen Druck, dem Du dich aussetzt, könnte ich wahrscheinlich nicht dauerhaft aushalten. Deswegen mal die Nachfrage:
    Hat der Augenarzt bei der Untersuchung des Augenhintergrunds wirklich diabetisch bedingte Gefäß-Wucherungen auf der Netzhaut gesehen (nicht mit Brille ausgleichbar), und hat er etwas von Lasern gesagt, oder bist Du lediglich mehr oder weniger nah- oder weitsichtig (mit Brille einfach ausgleichbar)?


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    Der Austausch über Erfahrungen und Behandlungen mit Diabetes ist völlig normal in einem funktionierenden Diabetes-Forum. Also alles um BZ und HBA1c, Bewegen, Essen, Medikamente und Dosierungen und medizinische Hintergründe usw.
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    am 30.07.2015 21:13:33
    Hallo,
    danke für die Antworten. Ja, ich habe bereits seit 11 Jahren eine Insulinpumpe. Ich habe im letzten Jahr allerdings viele Sachen gelernt, die ich in 12 Jahren Diabetes vorher nicht wusste (dualer Bolus, Spritz-Ess-Abstände, nach dem Essen muss der Wert nicht unbedingt auf 200 steigen selbst bei Brötchen und Fast Food, Sport wirkt bis zu 15 Stunden nach, Aufsteh-Phänomen, HbA1C ist nicht so wichtig wie eine geringe Schwankungsbreite ...). Dabei dachte ich auch vor einem Jahr schon, ich wüsste alles über Diabetes und ich wäre gut eingestellt. Scheinbar war es nicht gut genug. Jetzt mache ich es zumindest besser. Ich messe aber jetzt auch durchschnittlich 12 x am Tag und kaufe mir bald das FGM, sobald ich dran bin (Warteliste). Durch das viele Messen, Dokumentieren und Dazulernen habe ich meine Werte auch schon wieder verbessert. Mein neuer UZ-freier Rekord liegt bei 6 Tagen :) Und meine längste Zeit unter 250 liegt auch bei 6 Tagen, unter 200 bei 4 Tagen :) Früher war ich jeden zweiten Tag mal kurz ü300 und das letzte Jahr hatte ich ja nur UZ, im Schnitt 2 pro Tag. Ist also schon wieder viel besser, habe einen Lauf. Aber natürlich sind immer wieder blöde Tage dazwischen, mit 1000en UZ oder mit einfach nicht runter zu kriegenden Werten.
    Nein, ein CGM bekomme ich leider nicht. Ich hatte schon vor Jahren ein Widerspruchsverfahren mit meiner Krankenkasse. Ich habe es auch bei anderen Kostenträgern versucht, bisher ohne Erfolg. Es ist leider so, dass Nicht-Diabetiker den medizinischen und auf lange Sicht auch den wirtschaftlichen Nutzen eines CGM für jeden Typ 1 Diabetiker nicht sehen (wollen).
    Nein an den Augen muss bisher gar nichts behandelt werden. Es sind sehr wenige kleine geplatzte Blutgefäße auf der Netzhaut, eins ein wenig größer. Noch kein Grund zur Sorge sagt meine Augenärztin. Ich muss nur alle 3 Monate zur Kontrolle. Aber da ich erst 13 Jahre Diabetes habe, erst 29 Jahre alt bin und gerne noch mindestens 60 Jahre leben will und das auch mit funktionierenden Augen, ist es für mich schon ein großer Grund zur Sorge, wenn nicht der einzige Grund zur Sorge in meinem Leben, der eine Daseinsberechtigung hat. Achso und schwanger werden sollte ich nicht ohne Rücksprache mit den Ärzten. Aber da die Augen durch eine Schwangerschaft sowieso schlechter werden könnten, lasse ich das vielleicht ganz.
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    am 31.07.2015 00:53:05
    Noch eine Ergänzung: Zur Zeit habe ich eigentlich keine Angst um meine Augen. Da es nicht schlechter wurde und ich es zur Zeit alles ziemlich gut im Griff habe, bin ich mir sehr sicher, dass es auch demnächst nicht schlechter wird. Vielleicht habe ich auch Glück und es wird besser. Zur Zeit habe ich nur Sorgen, dass ich irgendwann wieder die Motivation verliere, die ich aktuell habe. Motivation ist sehr wichtig bei Diabetes Typ 1. Aber leider geht die leicht verloren oder wird weniger, weil sich nichts schnell verändert und es viele andere wichtige Dinge im Leben gibt. Ich hoffe, dass ich trotzdem immer so motiviert bleibe, wie ich es aktuell bin. Dann kann nicht viel schief gehen.
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    am 19.08.2015 09:53:02
    dann drücke auch ich dir die daumen, bei mir sind noch drei punkte da, ist aber echt nervig
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    Mitglied seit: 10.05.2015
    am 31.08.2015 23:48:40
    Hallo Klausdia,

    seit wann hast du die Punkte? Was machst du dagegen?

    Ich messe immer noch ca 13x am Tag +-. Und trotzdem sind mir die Werte nicht gut genug. Ich vermeide zwar jetzt wieder besser die UZ, dadurch nehme ich auch nicht ständig weiter zu, was ich im letzten Jahr wegen den vielen UZ getan habe. Dafür habe ich wieder oft Werte um die 300... Das geht so schnell, auch wenn ich mir fast alle 1,5h einen Wecker tagsüber stelle zum Messen und oft 1- 2x in der Nacht, das reicht aber oft leider nicht. Und in letzter Zeit häufig Ketoazidosen, bei Werten um die 200, warum auch immer, ich finde den Fehler nicht. Ich denke, es liegt am Stress an der Arbeit. Und an Schlafmangel wegen der vielen Arbeit und zu wenig Ruhe.

    Und ich stehe seit einem halben Jahr auf der Warteliste für das FGM und es tut sich immer noch nichts... Ich warte und warte und weiß nicht, wann ich endlich dran komme :-(

    Überlege, mir stattdessen doch ein CGM selbst zu kaufen. Kostet ca 4.000 Euro im Jahr, aber wenn ich es schaffe, dass die Sensoren ca 2-3 Wochen dran bleiben, ist es gar nicht teurer als das FGM. Und ich hätte eine Warnfunktion vor schlechten Werten und automatische Insulin-Abschaltfunktion. Und ich könnte endlich die ständige Kontrolle lassen und aufhören, immer und immer wieder zu messen. Mich fragen schon meine Freunde, was das soll, ich hätte das doch früher auch nicht so oft gemacht. Ich habe jetzt halt voll Angst vor schlechten Werten und ärgere mich jedes Mal, wenn ich vergessen habe, zu messen und über 4-5 Stunden 200 oder 300 hatte.

    Trägt hier jemand ein CGM länger als die vorgegebene Trafedauer? Wie lange schaffen die, im Schnitt zu messen? Bzw hat das CGM jemand genehmigt bekommen, ohne schwanger oder ein Kind zu sein?

    Low Carb hatte ich auch mal kurz probiert. Aber nach einer Woche, in der ich nur eine Mahlzeit pro Tag Low Carb gegessen hatte, hing es mir schon zum Hals raus. Und nur teilweise Low Carb reicht nicht. Von einem Blumenkohl steigen die Werte auch auf über 200, wenn man noch keine Ketose hatte. Meine Diabetesberaterin hat mir auch davon abgeraten. Bei jungen Leuten wäre das nichts, weil die Energie, die man noch für die Arbeit und den Sport usw braucht, dann fehlen würde.
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    am 01.09.2015 14:40:12
    Wenn Du einen Wert misst und dazu sogar ne Tendenz angezeigt bekommst, weißt Du denn davon wirklich, was Dein BZ in der nächsten halben oder Stunde machen wird?

    Hast Du schon mal systematisch messreihenmäßig ausgetestet, wie Dein BZ verläuft, nachdem Du z.B. für 2 Scheiben Brot Deiner Hausmarke gespritzt und die dann gegessen hast? Also wie hoch der dann in welcher Zeit ansteigt? Und ob er mit dem Wirkauslauf auch wirklich wieder etwa in der Höhe vor dem Essen ankommt, womit die Dosis/Faktor ja dann gepasst hätte? Und wie lange das Insulin bei Dir bis zum Wirkauslauf braucht?

    Das wär ja die Voraussetzung dafür, dass Du beim Bolus für's Eis um 10 Uhr abschätzen kannst, ob und wie viel vom hohen BZ vom Frühstück wahrscheinlich noch mit dem noch wirkenden Rest vom Frühstücksbolus abgearbeitet wird oder ob Du mit den IEs für's Eis schon die eine oder andere nachreichst, die für's Frühstück gefehlt hatte.


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    am 02.10.2015 20:05:23
    Hallo Jürgen,

    natürlich teste ich, welches Essen wie zu welcher Uhrzeit wie reagiert. Das tue ich 24h am Tag seit jetzt über 13 Jahren.

    Aber bei Typ 1 ohne jegliches Eigeninsulin ist das nicht einfach. 5g Kohlenhydrate mehr oder weniger falsch berechnet und schon kann man bei 250 sein oder unterzuckert. Genauso wenn du mal eine kleine Luftblase im Schlauch hast, der Katheter in der Haut umknickt, sich eine Verhärtung in der Haut vom Insulin bildet, wo nichts durch geht, du vergisst, zu berücksichtigen, dass du gestern Sport gemacht hast oder Alkohol getrunken hast, für einen Caffe Latte vergisst zu spritzen, vergessen, dass du das Frühstück ausgelassen hast und das Mittagessen das erste Essen seit Stunden ist usw. Ganz zu schweigen von Krankheit oder Stress, dann kriegst du es noch weniger hin. Es ist echt nicht einfach, eine Balance zu halten, bei der es so auf kleinste Nuancen ankommt. Einen Tag, an dem die Werte komplett im Zielbereich (80 bis 180) bleiben, ist sehr selten, schon allein nach dem Frühstück unter den 180 zu bleiben trotz Spritz-Essabstand ist nicht leicht.

    Und ich bin noch einer von denen, die es ziemlich gut hin kriegen und sehr drauf achten. Schon immer. Es gibt Diabetiker, die es einfach aufgeben und dadurch sehr schleifen lassen. Man will schließlich nicht für eine Krankheit leben sondern mit ihr. Viele messen fast gar nicht und spritzen nur hier und da Insulin und laufen dadurch mit HbA1C von 11+ rum. Das tue ich nicht.

    Warum ich trotz relativ guter Werte durchgehend die Augenveränderungen habe, hängt vielleicht einfach mit Veranlagung zusammen, vielleicht habe ich da einfach Pech.

    Ich kaufe mir mittlerweile das FGM auf dem Schwarzmarkt für 120 Euro pro Monat, da 14* Pieksen am Tag einfach anstrengend ist und auch an den Fingern weh tut. Seitdem habe ich gefühlt noch weniger Unterzuckerungen, weil ich ohne Probleme 30 * am Tag meine Werte schnell und unspektakulär scannen kann und vieles früher entdecke. Über 300er Werte habe ich schon viel weniger, seit ich so oft den Blutzucker gemessen habe, habe es noch so 1* pro Woche kurz. Blutzucker messe jetzt ich noch im Schnitt 2* am Tag. Plus minus. Es gibt jetzt auch Tage nach so vielen Jahren, indem ich ein oder zwei Tage nicht einmal in den Finger piekse. Wegen dem FGM ist nicht mehr nötig.

    Für meinem CGM-Antrag habe ich jetzt einen Anwalt eingeschaltet. Wenn er es nicht hin kriegt, dann werde ich es alleine eh nicht hin kriegen. Kostet zwar viel Geld, aber das CGM würde auf Dauer viel mehr kosten.

    Nächste Woche muss ich wieder zum Augenarzt zur Kontrolle. Ich hoffe, es ist besser geworden und auf keinen Fall schlechter.
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    Mitglied seit: 10.05.2015
    am 09.10.2015 22:15:13
    Ich war wieder beim Augenarzt. Links sind die kleinen Punkte weg gegangen. Juhu.

    Rechts ist es unverändert, eine etwas größere Blutung, wie beim letzten Termin. Alles gut, sagt die Augenärztin, ich bräuchte nicht jedes mal Panik machen. Es kann so bleiben, es kann besser werden, es kann schlechter werden, das kann sie nicht sagen. Was ich wegen Diabetes machen soll, kann sie mir auch nicht sagen, dafür ist sie nicht der richtige Arzt, damit kennt sie sich nicht aus. Ich fühle mich etwas unverstanden. Sie sagt, nach 20 Jahren hat das fast jeder Diabetiker. Bei mir sind es aber 12 Jahre gewesen. Ich muss jetzt erst in 4 Monaten statt 3 Monaten wieder kommen.

    Heute habe ich einen unscharfen Punkt in der Mitte im Blickfeld. Nur mit dem rechten Auge. Links ist alles scharf. Ich hatte das schon mal. Dann ist es mir nicht mehr aufgefallen, keine Ahnung, ob es weg oder da war, ich hatte es vergessen. Jetzt ist es wieder da und ich habe wieder Panik. Aber die Augenärztin sagt ja, ich hätte nichts, was jetzt behandelt werden müsste. Ich weiß nicht, ob ich den unscharfen Punkt schon hatte, als ich bei ihr war. Wenn ich jetzt wieder komme, schickt sie mich doch bestimmt weg und sagt, ich spinne oder bilde mir das ein oder so. Aber ich bilde mir das nicht ein. Ist das gefährlich? Ich weiß nicht, was ich machen soll. Einen anderen Augenarzt suchen, dauert bei uns in der Gegend ein halbes Jahr mindestens, bis man einen Termin bekommt. Augenklinik? Oder halten die mich dann wie die Ärztin für verrückt und nehmen meine Angst nicht ernst? Ich habe auch viel Arbeit zur Zeit und eig keine Zeit, mir einen Tag frei zu nehmen, um mich ins Wartezimmer zu setzen. In 1,5 Monaten habe ich eh Urlaub und könnte hin gehen. So schnell passiert doch nichts dramatisches? Oder doch? Ich will zu der Augenärztin ungern nochmal wieder gehen. Ich fühle mich nicht gut beraten oder verstanden bei ihr. Ich bin außer Diabetes kern gesund gewesen bisher, mein Leben lang nichts gehabt. Und sie sagt, ich soll es nicht schlimm finden, dass ich dann plötzlich mit 28 Jahren Netzhautschäden bekomme???? Ich will einen Arzt, der alles tut, damit das wieder weg geht oder nicht schlimmer wird und der mir sagt, was ich tun soll. Oder wie es wahrscheinlich weiter geht. Irgendwas.
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    Mitglied seit: 10.05.2015
    am 22.11.2015 23:15:47 | IP (Hash): 153081631
    Im Urlaub habe ich es jetzt geschafft, wieder zum Augenarzt zu gehen wegen dem unscharfen Punkt. Zum Glück war ich bei der Vertretung, die war viel netter. Ich sehe an dem Punkt schlecht, weil meine Netzhaut geschwollen ist in der Nähe des Punkt des schärfsten Sehens. Wegen der Retinopathie. Sie sagt, es sieht noch sehr trocken aus, weswegen sie noch nicht spritzen oder lasern würde, da es sich noch verbessern kann. Ggf beim nächsten Termin im Februar dann behandeln. Und das nächste mal soll ich sofort kommen, wenn ich schlechter sehe. Wenn ich aber gelasert werde, wird dieser Punkt nie wieder scharf, dann sehe ich dauerhaft schlechter.

    Es ist zum kotzen. Ich könnte heulen. Die Blutzuckerwerte werden bei mir immer schlechter, weil ich so viel Stress habe. Hauptsächlich wegen der Arbeit, manchmal befürchte ich, dass ich ein Burnout bekomme. Ich habe dann plötzlich mal Ketoazidoesen aus heiterem Himmel. Manchmal brauche ich plötzlich viel weniger Insulin und kriege viele Unterzuckerungen. Manchmal steigen die Werte vom Aufstehen (ohne Essen, reines Aufstehphänomen) auf 340. Einen anderen Tag steigen die Werte vom Aufstehen gar nicht. Meine CGM-Anträge sind jetzt alle abgelehnt, ich hatte es bei verschiedenen Kostenträgern probiert dieses Mal. Es ist sehr sehr ärgerlich. Ich habe Angst, blind oder sehbehindert zu werden, fühle mich aber nicht in der Lage, es wirklich verhindern zu können. Ich glaube, ich versuche mal eine stationäre Schulung oder Kur zu bekommen, damit ich mal vom Arbeitsstress weg komme und mich besser auf eine Verbesserung meiner Werte konzentrierten kann. Ich frage mal meinen Doc, wenn ich das nächste mal da bin.
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    Mitglied seit: 08.12.2015
    am 08.12.2015 17:09:00 | IP (Hash): 1874500869

    Die ersten eigentlichen Veränderungen bei mir konnte ich vor Jahren feststellen. Ich bin ein Regelmäßiger Zeitschriften Lese ( Überwiegend Linux Magazine/Zeitschriften und die Zeitschrift C´t). Ich fahre regelmäßig mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arbeitsplatz.Die ersten Veränderungen haben sich seinerzeit bemerkbar gemacht das ich auf einmal ohne "Lesehilfe2 die Zeilen in der Zeitschrift nicht mehr Lesen konnte. Das geschah von einem Tag auf den anderen. Ich habe dies nicht sonderlich beachtet .Hab einen Optiker aufgesucht und mir eine Brille anfertigen lassen. Damals auf beiden Augen +1,25 ,also nicht sonderlich schlimm. Mit den Jahren wurde das immer schlimmer . Meine Vorletzte Brille hatte auf beiden Augen +3,5 die neue die diese Woche ich mir holen muss schon +4,0 . Dies hat sich im Zeitraum ca 15 Jahren so verändert. Der Optiker sagte mir damals das es auch mit dem alter zusammenhängen würde. Ich hab damals auch so gedacht und machte mir darüber keine sorgen. Bis auch von mir im November diesen Jahres Diabetes diagnostiziert wurde. In der 1 Wöchigen Schulung im Diabetes Zentrum wurde uns auch Mitgeteilt das eine veränderte Sehschwäche mitunter auch Anzeichen einer Diabetes sein kann. Weitere Faktoren die auch eine Sehveränderung hervorrufen können sind Bluthochdruck ,Genetische Faktoren,Stress und starke Beanspruchung der Augen.
    Leute in der Metallbranche die z.B. viel Schweißen können mitunter auch sich die Augen "Verblitzen" durch den häufigen Sichtkontakt mit dem Funkenbogen vom Schweißgerät.
    Ebenso sagte man uns auch das sich das durch schlecht eingestellte Zuckerwerte ,danach durch verbesserte Zuckerwerte langsam etwas verbessern kann. Man sprach von einen Zeitraum von 6-8 Wochen. Ich habe nach der Diabetes Schulung ein wenig die Verbesserung meines Sehens gemerkt ,aber es nutzt nichts an der Tatsache das meine neue Brille ich dann weiter nutzen muss um was zu sehen. Nicht umsonst sagt man auch das der Stille Killer Nr.1 Bluthochdruck ist.



    - Der PC rechnet mit allem, nur nicht mit seinem Benutzer.
    -Zum Glück haben Computerspiele nicht wirklich Einfluss auf die Jugend, sonst würden wir dank Pac-Man heute alle magische Pillen fressen und sich ständig wiederholende Musik hören.
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    Mitglied seit: 10.05.2015
    am 27.04.2016 18:28:11 | IP (Hash): 950099786
    Hallo,

    ich wollte mal updaten. Ich finanziere mir jetzt seit einem halben Jahr das FGM selbst. Ich habe meine Netzhautveränderungen alle weg gekriegt durch die verbesserten Werte. Kann natürlich wieder schlechter werden, bin immer noch vierteljährlich beim Augenarzt zur Kontrolle, das nächste mal im Mai. Bin aber erst mal wieder zuversichtlich. Ich war auch nochmal bei einem anderen Augenarzt, weil ich meiner Ärztin ja etwas misstraut hatte. Habe mir die Ärztin mit bester Bewertung raus gesucht. War ja eine nette, alte Dame, die sich viel Zeit für mich genommen hat. Aber als sie anfing, mich mit Diabetes belehren zu müssen (nach dem Motto Typ 1er dürfen kein Eis essen, weil dann die Werte hoch gehen), bin ich doch wieder gerne zu meiner früheren Augenärztin zurück gekehrt und bleibe da jetzt gerne :-)
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    Mitglied seit: 10.05.2015
    am 29.12.2018 00:26:39 | IP (Hash): 967061659
    Update....

    Jahre nichts geschrieben... So ging es weiter:

    Ich hatte mir eine Zweitmeinung geholt und die Augenärztin hatte gar keine Mikroaneurismen gesehen... Sehr merkwürdig, denn seit ich wieder zu meiner alten (jungen) Ärztin gehe, sieht sie sie nach wie vor. Die Zweitmeinungsärztin hatte scheinbar selbst schlechte Augen.

    Also ich war in den letzten 4 Jahren regelmäßig zur Augenkontrolle, immer zwischen 3 und 6 Monaten, je nachdem wie ich kommen sollte. Die Mikroanorismen waren Mal ein paar mehr, Mal ein paar weniger, aber immer sehr wenige, ca 2-8. Also eigentlich ein sehr stabiler Zustand. Ich sehe immer noch 100%.

    Seit ca 3 Jahren trage ich kontinuierlich ein CGM. Zuerst als Selbstzahler, aber zum Glück gab es 2016 eine Gesetzesänderung und seit 2 Jahren bekomme ich es von der Krankenkasse deshalb. Seit einem halben Jahr trage ich einen selbstgebauten Closed Loop. Dem Diabetes geht es mehr oder weniger ganz gut, bin jetzt seit 16,5 Jahren dabei. Hba1c ist 6,1. Für mein Gefühl sind immer noch zu viele Schwankungen drin, aber ich esse halt auch gerne.

    Es ärgert mich immer noch wahnsinnig, dass ich 12 Jahre lang nie einen Spritz-ess-abstand geschult bekommen habe. Nach jedem Essen hatte ich vermutlich mega Schwankungen. Über 12 Jahre hinweg. Und der hba1c ist dann trotzdem gut. Und die Werte vor dem Essen auch. Keiner was gemerkt ohne cgm. Und nur weil Pharmakonzerne Ende der 90er und Anfang der 2000er mit angeblichen Turboinsulinen geworben haben. Klar wirken die analogen insuline schneller als andere. Aber auch sie sind langsamer als das meiste Essen im Blut und brauchen einen SEA und wirken auch nach hinten raus locker 5 Stunden... Einfach schlecht, wenn man das nicht von Anfang an so schult. Ich denke, dass ist einer der Hauptgründe, warum das mit meinen Augen so früh anfing.

    Naja, warum ich jetzt update ... Meine Augen sind jetzt schlechter geworden. Es scheint, als ob es ein bisschen ins Auge blutet aus den Mikroaneurismen und sich ein bisschen Fette ablagern im Auge. Und die Netzhaut ist links an einer Stelle leicht geschwollen. Ist aber noch unklar, ob es jetzt doch nur minimal schlechter ist und es nicht weiter ins Auge rein blutet oder ob es rein blutet und ich Spritzen brauche. Ich muss andere Untersuchungen machen. Hatte die eine auch schon kurz vor Weihnachten, aber wegen der Feiertage muss ich bis nächstes Jahr auf das Ergebnis warten. Was ich am schlimmsten finde ist, dass man bei den Spritzen und 3 Monate danach nicht schwanger werden darf. Und wie viele Monate gespritzt wird, ist auch nicht ganz klar. Mein Kinderwunsch wird schon immer größer... Ich hoffe, dass ich nochmal ganz drum herum komme ums spritzen und zwar so lange, bis ich auch ein Kind habe.... Diese Medikamente fürs Auge kommen aus der Krebstherapie und verhindern Zellwachstum, deshalb nicht bei Schwangerschaft. Sie sollen die Gefäße im Auge wieder abdichten und dafür sorgen, dass sich keine neuen Blutgefäße dort bilden. Die wären schlecht, weil sie zur Netzhautablösung führen können

    Wo ich aber jetzt nach Jahren wieder meine Beiträge gelesen habe... Ich hatte völlig vergessen, dass ich scheinbar vor 3 Jahren rechts auch schon eine kleine Netzhautschwellung hatte. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, aber ich habe es ja geschrieben. Und die ist von alleine weg gegangen. Und jetzt kann ich das auch zuordnen, dass ich vor einiger Zeit links einen kleinen Fleck in der Mitte des Sehfelds verschwommen gesehen habe. Mein Freund meinte, das wäre nichts. Aber genau das gleiche hatte ich ja vor 3 Jahren rechts Mal. Scheinbar ist das diese Mini Netzhautschwellung. Jetzt sehe ich aber wieder alles scharf, kein verschwommener Punkt. Das beruhigt mich irgendwie, dass es vor 3 Jahren wohl auch harmlos war. Ich hoffe so, ich muss dieses Medikament nicht ins Auge bekommen, bevor ich irgendwann Mami bin...
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    Mitglied seit: 23.01.2019
    am 23.01.2019 10:34:21 | IP (Hash): 2017916970
    blub schrieb:
    Hallo,
    nach 12 Jahren Diabetes Typ 1, davon ca. 7 Jahre mit HbA1C unter 7 und 5 Jahren zwischen 7 und 8,2 wurden letzten Herbst die ersten Veränderungen an einem Auge entdeckt. Ich war geschockt, es war immer alles gut gewesen bis dahin. Ich habe doch nie etwas schleifen lassen? Oder doch? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr genau. Ich habe mit dem Diabetes gelebt, aber er war nie der Mittelpunkt von meinem Leben. Ich habe immer gesagt, dass man in Deutschland heute gut damit leben kann, so lange es keine Risiken wegen Folgeerkrankungen gibt. Dass ich die irgendwann bekommen kann, daran habe ich versucht, nie zu denken. Ich mache mir jetzt Vorwürfe, dass ich nicht strikter auf alles geachtet habe. Vielleicht werde ich deshalb blind und hätte es verhindern oder zumindest verzögern können? Ich habe nur ein Leben. Ich habe Angst, blind zu werden.
    Als ich die ersten Veränderungen hatte, sollte ich jetzt jedes halbe Jahr zum Augenarzt zur Kontrolle. Bevor ich schwanger werden will, soll ich es auch abstimmen, weil es dann schlechter werden könnte, sagte die Ärztin. Ich habe danach aufgehört zu rauchen, ich war sehr oft beim Diabetesarzt und habe mich von den Diabetesberaterinnen beraten lassen. Innerhalb von 2 Monaten bekam ich meinen HbA1C von 7,0 auf 6,2 runter, obwohl ich davor 5 Jahre lang glaubte, das nicht zu schaffen. Kurz danach war der HbA1C auf 5,9 und dann 5,8 runter. Dann war ein halbes Jahr um und ich war wieder beim Augenarzt. Ich war mir so sicher, dass es besser geworden sein muss oder zumindest unverändert. Aber es ist schlechter geworden, es sind jetzt beide Augen betroffen und ich muss jetzt alle 3 Monate zur Kontrolle. Und dass diese 3 Monate um gehen, darauf warte ich jetzt. Ich habe Angst, was noch passiert, wenn das nach 12 Jahren anfing. Was passiert in den nächsten Jahren? Wie schnell geht das im Durchschnitt mit der Retinopathie, bis man schlechter sieht oder es behandelt werden muss? Was passiert, wenn ich Kinder bekommen will irgendwann? Riskiere ich damit meine Sehkraft? Dann will ich bestimmt keine. Was ist in weiteren 12 Jahren? 24 Jahren? 48 Jahren? Wie lange werde ich arbeiten können? Was ist dann? Ist das der finanzielle Ruin, muss dann das Haus weg, was ich bald bauen will? Berufsunfähigkeitsversicherungen habe ich schon früher vergeblich versucht, zu bekommen und wurde schon vor der Retinopathie immer abgelehnt. Ich sehe so gerne. Wie soll ich damit klar kommen, wenn das irgendwann vielleicht nicht mehr geht? Gibt es Wahrscheinlichkeiten? Kann mir irgendwer sagen, was alles kommen kann?

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    am 09.10.2019 09:54:17 | IP (Hash): 791620228
    Ich halte es für das Beste wenn du dich mit diesen Fragen an einen Arzt wenden würdest. Der könnte dir am Besten erklären was nach den ersten Veränderungen auf dich zukommen würde.