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Diagnose Diabetes
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am 07.05.2016 13:12:35 | IP (Hash): 356259660
Hallo allerseits,
ich bin auf der Suche nach Informationen auf dieses Forum gestoßen.
Da geht man zum Arzt weil man massive Kopfschmerzen hat, ständig Durst hat und eigentlich den ganzen Tag nur schlafen könnte und kriegts mit dem Dampfhammer.
Nach der Blutuntersuchung kam raus ein nüchternwert von 389 und ein Langzeitwert von 12,5.
Der Arzt teilte mir dann mit das ich Diabetes habe und theoretisch wie auch ins Krankenhaus müsste, dieses verweigerte ich und bat uum eine Behandlung ausserhalb des Krankenhauses.
Der Hausarzt telefonierte und 1 Std später saß ich beim Diabetologen, es prasselten begriffe auf mich ein wie Metformin, Langzeitinsulin und arbeiten... mit den Werten No Go.
Knapp 10 Tage danach spritze ich täglich 10 einheiten ins bein 6 zu jeder mahlzeit und schluck brav 500mg Metformin. Beine Werte sind nun im 250 - 280er Bereich also einer Unterzuckerung weit entfernt.
Ich bin noch in der Probezeit ab wann kann ich wieder arbeiten? Sind die werte echt so schlimm?
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am 07.05.2016 14:49:29 | IP (Hash): 625897860
Gesund ist der Blutzucker zwischen den Mahlzeiten zwischen 60 und 100mg/dl, in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einverleiben von vielen Kohlenhydraten=Glukose für ein paar Minuten zwischen 120 und 140, vielleicht auch mal bis an 160.
Unterzucker ist 50mg/dl und niedriger. Mit zuckersenkenden Medis sieht man den auch schon unter 70, und wer von so hoch wie Du kommt, hat auch schon um 120 oder 100 zitterige Knie usw. Muss sich also erst wieder an gesünderen Blutzucker gewöhnen.
Was Du jetzt tun kannst, ist z.B. jeweils nach dem Essen ne halbe Stunde intensiv bewegen. Damit steigt der Blutzucker vom Essen weniger hoch an. Und wenn er eben nach dem Essen nicht mehr so hoch ansteigt, verläuft er meistens auch zwischen den Mahlzeiten entsprechend niedriger.
Gibt noch ein paar Möglichkeiten, aber immer erst eine ausprobieren. Für was für ne Arbeit bist Du in der Probezeit?
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.05.2016 19:22:24 | IP (Hash): 356259660
hi danke für deine Antwort.
Ich arbeite im Großraumbüro muss aber täglich ca 1 std hin mit Bus und Bahn und zurück 1 Std mit Bus und Bahn.
Mein diabetologe sagte mir das er mich mit so hohen werten definitiv nicht zur Arbeit lässt während ich eingestellt werde. -
am 07.05.2016 19:59:55 | IP (Hash): 625897860
Für nen HBA1c von 12,5 bist Du schon etliche Wochen mit so hohem Zucker rum gelaufen.
Trotzdem werden Deinen Dok ein gesünderer Blutzucker-Verlauf und ein lebendigerer Allgemeinzustand wohl eher überzeugen. Also nach JEDEM Essen ne halbe Strunde intensiv bewegen! Und jeweils etwa 1 Stunde nach dem Essen schauen, wie weit sich die Spitze mit der Bewegung senken lässt. Damendrück!
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am 08.05.2016 00:43:23 | IP (Hash): 1493137003
Auch auf die Gefahr hin, den gerade gefundenen Job wieder zu verlieren (wogegen du aber vorgehen könntest), ist in diesem Falle Deine Gesundheit wichtiger. Niemandem ist damit geholfen, wenn du krank zur Arbeit gehst und schlußendlich Dein Leben riskierst.
Du bleibst ja nicht zu Hause, weil du keine Lust auf Arbeit hast. Dies würde ich unter Umständen auch so dem Arbeitgeber darlegen. Denn du tust ja jetzt etwas dafür, dass Deine Arbeitskraft in den nächsten Jahren weiter erhalten bleibt. Dass dies etwas länger als bei einer Grippe dauern kann, war dir schließlich bei der Einstellung selbst noch nicht bekannt.
Ich wünsche Dir viel Erfolg! Und schau als erstes auf Deine eigene Gesundheit!
Liebe Grüße
Silence
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am 08.05.2016 01:59:02 | IP (Hash): 356259660
mit meiner teamleiterin habe ich direkt am Donnerstag persönlich gesprochen.
Mittwochs wurde Diabetes diagnostiziert, Donnerstags wurde ich aufgrund der Nebenwirkungen von metformin Krankgeschrieben und Montags dann vom Diabetologen der das vergessen hatte bzw. dachte das ich noch eine AU vom Hausarzt hätte.
Ich habe ihr die sachlage erklärt und ihr auch meine werte im Accucheck mobile gezeigt so wie den insulinpen (Langzeitinsulin).
Sie nahm es erstaunlicherweise ganz gut auf, sagte mir aber das ich nach der Probezeit wahrscheinlich mit dieser Fehlquote nicht übernommen werde.
Nun habe ich natürlich schon gegoogelt, weil der Job mir echt spaß macht und las das man nicht gekündigt werden kann wenn die Fehlzeiten durch Diabetes verursacht wurden. Irgendwo stand, das die Arbeitsgerichte diese Kündigungen sofort einkassieren. Stimmt das?
auch bin ich am überlegen, einen Antrag auf einen Schwerbehindertenschein zu stellen.
Über die Nachteile bin ich mir selbstredend bewusst und mir sind auch die zusätzlichen Pausen und die Urlaubstage egal, das einzige was mich dabei tatsächlich interessiert, ist der Kündigungsschutz der wie ich las ab Antragstellung geltend gemacht werden kann. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Ich messe zur Zeit ca 6 - 8 mal Blutzucker muss 4 mal am Tag Insulin spritzen (3mal Mahlzeit einmal Langzeit) und nehme noch 500mg Metformin abends (Einschleichung) desweiteren bin ich adipös, macht es da überhaubt sinn einen solchen Antrag zu stellen?
Uff viele Fragen und gedanken, ich hoffe ihr könnt die beantworten denn in meinem Umfeld kennt sich keiner damit aus.
Danke -
am 08.05.2016 09:11:49 | IP (Hash): 1234584159
Mir ist bewusst, dass Du in ner völlig verwirrenden Situation steckst, und jetzt treibe ich die Verwirrung noch ein Stück weiter mit diesem Artikel, schauma http://www.welt.de/print/wams/wissen/article154910443/Alles-auf-Zucker.html
Mit so einer Radikalkur würdest Du IN JEDEM FALL Deinen Blutzucker gewaltig verbessern. Und Du hättest eine 50% Chance, in 4-8 Wochen sogar mit völlig gesundem Blutzucker und völlig ohne Medikamente auszukommen, mit der für etwas gesünderes Gewicht passenden Auswahl und Menge an Futter wenigstens für ein paar Jahre und mit etwas Glück vielleicht sogar für immer.
Und super genial in Deiner aktuellen Situation:
Du bist JETZT recht sichtlich krank und niedergeschlagen und hast gerade mit ne Menge krankheitsbedingter Fehlzeiten angekündigt. Und wenn Du mit Deiner ersten Woche Radikalkur durch bist, bist Du munter und vital wie schon lange nicht mehr und brauchst wahrscheinlich dann schon kein Insulin mehr.
Und IN 4 WOCHEN wird jeder bei Dir auf der Arbeit wissen, dass Du bestimmt nicht mehr wegen Diabetes fehlen wirst und dafür auch keinen behinderten Ausweis brauchst.
Überzeugender kannst Du dich für Deine Übernahme kaum empfehlen! Also nutz den Tag heute und ring dich durch. Und morgen informierst Du Deinen Arzt und bittest ihn, Dich bei Deiner Radikalkur aufmerksam zu begleiten. Gaaanz feste Daumendrück!
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am 08.05.2016 09:19:47 | IP (Hash): 633287515
Der besondere Kündigungsschutz für Schwerbehinderte beginnt erst nach 6 Monaten - also NACH der Probezeit.
Außerdem wirst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen GbB von 50 erhalten und bei einem GdB von 30 oder 40 brauchst Du zusätzlich die Gleichstellung von der Agentur für Arbeit.
Ich würde meinem Arbeitgeber eine Verlängerung der Probezeit vorschlagen...
Bearbeitet von User am 08.05.2016 09:26:15. Grund: Fehlerteufel1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2016 09:33:57 | IP (Hash): 356259660
Danke für die Informationen.
Ist es nicht so, das ich aufgrund von Fehlzeiten die auf Diabetes zurückzuführen sind, nicht gekündigt werden kann bzw darf?
Sorry das ich da so genau nachhake aber ich geh schon mit Magenschmerzen zum Briefkasten morgens und möchte natürlich gewappnet sein falls was käme.
Von meiner seite her habe ich alles getan um den Arbeitgeber zu informieren. Nach der Diagnose bin ich persönlich hingefahren nicht über Telefon und habe die Sachlage erklärt.
Danach dann nur noch über Telefon und per Post die AU zugesendet wie vorgeschrieben.
Danke
aaragorn -
am 08.05.2016 10:45:37 | IP (Hash): 633287515
Während der Probezeit kann dir ohne Angabe von Gründen jederzeit - ich glaube mit einer Frist von 2 Wochen - gekündigt werden...
Es hilft dir also nicht weiter, dich hinter gesetzlichen Regeln, die - wenn überhaupt - meiner Meinung nach erst nach 6 Monaten Beschäftigung greifen, zu verstecken.
Um deinen Arbeitsplatz zu erhalten, musst Du zeigen, dass der Diabetes dich in Zukunft nicht davon abhalten wird, deine Arbeit gut und zuverlässig zu erledigen.
Der erste Schritt in diese Richtung muss eine gute Einstellung sein - nur dann bist Du voll leistungsfähig.
Das sollte eigentlich in 2-3 Wochen hinzukriegen sein.
Sobald Du wieder arbeitest, wird sich sowieso nochmal alles verändern...
Während der Arbeit unbedingt regelmäßig messen, um Unterzuckerungen zu vermeiden.
Ach ja: Ob Du dich krankschreiben lässt, entscheidest ausschließlich Du. Wenn Du dich fit und sicher genug fühlst für die Arbeit und den Weg dahin, kann Dich keiner dran hindern, solange Du nicht in sicherheitsrelevanten Bereichen tätig bist. Du darfst aber aus versicherungstechischen Gründen nicht krankgeschrieben sein.
Ich bin aber kein Jurist und kann nur aus meiner langen Diabetes- und Berufserfahrung sprechen. Wenn Du es ganz genau wissen willst, wirst Du Dich an einen Arbeitsrechtler wenden müssen.
Bearbeitet von User am 08.05.2016 10:54:56. Grund: Fehlerteufel1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.