Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Diagnose Diabetes
-
am 07.05.2016 13:12:35 | IP (Hash): 356259660
Hallo allerseits,
ich bin auf der Suche nach Informationen auf dieses Forum gestoßen.
Da geht man zum Arzt weil man massive Kopfschmerzen hat, ständig Durst hat und eigentlich den ganzen Tag nur schlafen könnte und kriegts mit dem Dampfhammer.
Nach der Blutuntersuchung kam raus ein nüchternwert von 389 und ein Langzeitwert von 12,5.
Der Arzt teilte mir dann mit das ich Diabetes habe und theoretisch wie auch ins Krankenhaus müsste, dieses verweigerte ich und bat uum eine Behandlung ausserhalb des Krankenhauses.
Der Hausarzt telefonierte und 1 Std später saß ich beim Diabetologen, es prasselten begriffe auf mich ein wie Metformin, Langzeitinsulin und arbeiten... mit den Werten No Go.
Knapp 10 Tage danach spritze ich täglich 10 einheiten ins bein 6 zu jeder mahlzeit und schluck brav 500mg Metformin. Beine Werte sind nun im 250 - 280er Bereich also einer Unterzuckerung weit entfernt.
Ich bin noch in der Probezeit ab wann kann ich wieder arbeiten? Sind die werte echt so schlimm?
-
am 07.05.2016 14:49:29 | IP (Hash): 625897860
Gesund ist der Blutzucker zwischen den Mahlzeiten zwischen 60 und 100mg/dl, in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einverleiben von vielen Kohlenhydraten=Glukose für ein paar Minuten zwischen 120 und 140, vielleicht auch mal bis an 160.
Unterzucker ist 50mg/dl und niedriger. Mit zuckersenkenden Medis sieht man den auch schon unter 70, und wer von so hoch wie Du kommt, hat auch schon um 120 oder 100 zitterige Knie usw. Muss sich also erst wieder an gesünderen Blutzucker gewöhnen.
Was Du jetzt tun kannst, ist z.B. jeweils nach dem Essen ne halbe Stunde intensiv bewegen. Damit steigt der Blutzucker vom Essen weniger hoch an. Und wenn er eben nach dem Essen nicht mehr so hoch ansteigt, verläuft er meistens auch zwischen den Mahlzeiten entsprechend niedriger.
Gibt noch ein paar Möglichkeiten, aber immer erst eine ausprobieren. Für was für ne Arbeit bist Du in der Probezeit?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.05.2016 19:22:24 | IP (Hash): 356259660
hi danke für deine Antwort.
Ich arbeite im Großraumbüro muss aber täglich ca 1 std hin mit Bus und Bahn und zurück 1 Std mit Bus und Bahn.
Mein diabetologe sagte mir das er mich mit so hohen werten definitiv nicht zur Arbeit lässt während ich eingestellt werde. -
am 07.05.2016 19:59:55 | IP (Hash): 625897860
Für nen HBA1c von 12,5 bist Du schon etliche Wochen mit so hohem Zucker rum gelaufen.
Trotzdem werden Deinen Dok ein gesünderer Blutzucker-Verlauf und ein lebendigerer Allgemeinzustand wohl eher überzeugen. Also nach JEDEM Essen ne halbe Strunde intensiv bewegen! Und jeweils etwa 1 Stunde nach dem Essen schauen, wie weit sich die Spitze mit der Bewegung senken lässt. Damendrück!
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2016 00:43:23 | IP (Hash): 1493137003
Auch auf die Gefahr hin, den gerade gefundenen Job wieder zu verlieren (wogegen du aber vorgehen könntest), ist in diesem Falle Deine Gesundheit wichtiger. Niemandem ist damit geholfen, wenn du krank zur Arbeit gehst und schlußendlich Dein Leben riskierst.
Du bleibst ja nicht zu Hause, weil du keine Lust auf Arbeit hast. Dies würde ich unter Umständen auch so dem Arbeitgeber darlegen. Denn du tust ja jetzt etwas dafür, dass Deine Arbeitskraft in den nächsten Jahren weiter erhalten bleibt. Dass dies etwas länger als bei einer Grippe dauern kann, war dir schließlich bei der Einstellung selbst noch nicht bekannt.
Ich wünsche Dir viel Erfolg! Und schau als erstes auf Deine eigene Gesundheit!
Liebe Grüße
Silence
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2016 01:59:02 | IP (Hash): 356259660
mit meiner teamleiterin habe ich direkt am Donnerstag persönlich gesprochen.
Mittwochs wurde Diabetes diagnostiziert, Donnerstags wurde ich aufgrund der Nebenwirkungen von metformin Krankgeschrieben und Montags dann vom Diabetologen der das vergessen hatte bzw. dachte das ich noch eine AU vom Hausarzt hätte.
Ich habe ihr die sachlage erklärt und ihr auch meine werte im Accucheck mobile gezeigt so wie den insulinpen (Langzeitinsulin).
Sie nahm es erstaunlicherweise ganz gut auf, sagte mir aber das ich nach der Probezeit wahrscheinlich mit dieser Fehlquote nicht übernommen werde.
Nun habe ich natürlich schon gegoogelt, weil der Job mir echt spaß macht und las das man nicht gekündigt werden kann wenn die Fehlzeiten durch Diabetes verursacht wurden. Irgendwo stand, das die Arbeitsgerichte diese Kündigungen sofort einkassieren. Stimmt das?
auch bin ich am überlegen, einen Antrag auf einen Schwerbehindertenschein zu stellen.
Über die Nachteile bin ich mir selbstredend bewusst und mir sind auch die zusätzlichen Pausen und die Urlaubstage egal, das einzige was mich dabei tatsächlich interessiert, ist der Kündigungsschutz der wie ich las ab Antragstellung geltend gemacht werden kann. Oder habe ich da was falsch verstanden?
Ich messe zur Zeit ca 6 - 8 mal Blutzucker muss 4 mal am Tag Insulin spritzen (3mal Mahlzeit einmal Langzeit) und nehme noch 500mg Metformin abends (Einschleichung) desweiteren bin ich adipös, macht es da überhaubt sinn einen solchen Antrag zu stellen?
Uff viele Fragen und gedanken, ich hoffe ihr könnt die beantworten denn in meinem Umfeld kennt sich keiner damit aus.
Danke -
am 08.05.2016 09:11:49 | IP (Hash): 1234584159
Mir ist bewusst, dass Du in ner völlig verwirrenden Situation steckst, und jetzt treibe ich die Verwirrung noch ein Stück weiter mit diesem Artikel, schauma http://www.welt.de/print/wams/wissen/article154910443/Alles-auf-Zucker.html
Mit so einer Radikalkur würdest Du IN JEDEM FALL Deinen Blutzucker gewaltig verbessern. Und Du hättest eine 50% Chance, in 4-8 Wochen sogar mit völlig gesundem Blutzucker und völlig ohne Medikamente auszukommen, mit der für etwas gesünderes Gewicht passenden Auswahl und Menge an Futter wenigstens für ein paar Jahre und mit etwas Glück vielleicht sogar für immer.
Und super genial in Deiner aktuellen Situation:
Du bist JETZT recht sichtlich krank und niedergeschlagen und hast gerade mit ne Menge krankheitsbedingter Fehlzeiten angekündigt. Und wenn Du mit Deiner ersten Woche Radikalkur durch bist, bist Du munter und vital wie schon lange nicht mehr und brauchst wahrscheinlich dann schon kein Insulin mehr.
Und IN 4 WOCHEN wird jeder bei Dir auf der Arbeit wissen, dass Du bestimmt nicht mehr wegen Diabetes fehlen wirst und dafür auch keinen behinderten Ausweis brauchst.
Überzeugender kannst Du dich für Deine Übernahme kaum empfehlen! Also nutz den Tag heute und ring dich durch. Und morgen informierst Du Deinen Arzt und bittest ihn, Dich bei Deiner Radikalkur aufmerksam zu begleiten. Gaaanz feste Daumendrück!
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2016 09:19:47 | IP (Hash): 633287515
Der besondere Kündigungsschutz für Schwerbehinderte beginnt erst nach 6 Monaten - also NACH der Probezeit.
Außerdem wirst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen GbB von 50 erhalten und bei einem GdB von 30 oder 40 brauchst Du zusätzlich die Gleichstellung von der Agentur für Arbeit.
Ich würde meinem Arbeitgeber eine Verlängerung der Probezeit vorschlagen...
Bearbeitet von User am 08.05.2016 09:26:15. Grund: Fehlerteufel1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2016 09:33:57 | IP (Hash): 356259660
Danke für die Informationen.
Ist es nicht so, das ich aufgrund von Fehlzeiten die auf Diabetes zurückzuführen sind, nicht gekündigt werden kann bzw darf?
Sorry das ich da so genau nachhake aber ich geh schon mit Magenschmerzen zum Briefkasten morgens und möchte natürlich gewappnet sein falls was käme.
Von meiner seite her habe ich alles getan um den Arbeitgeber zu informieren. Nach der Diagnose bin ich persönlich hingefahren nicht über Telefon und habe die Sachlage erklärt.
Danach dann nur noch über Telefon und per Post die AU zugesendet wie vorgeschrieben.
Danke
aaragorn -
am 08.05.2016 10:45:37 | IP (Hash): 633287515
Während der Probezeit kann dir ohne Angabe von Gründen jederzeit - ich glaube mit einer Frist von 2 Wochen - gekündigt werden...
Es hilft dir also nicht weiter, dich hinter gesetzlichen Regeln, die - wenn überhaupt - meiner Meinung nach erst nach 6 Monaten Beschäftigung greifen, zu verstecken.
Um deinen Arbeitsplatz zu erhalten, musst Du zeigen, dass der Diabetes dich in Zukunft nicht davon abhalten wird, deine Arbeit gut und zuverlässig zu erledigen.
Der erste Schritt in diese Richtung muss eine gute Einstellung sein - nur dann bist Du voll leistungsfähig.
Das sollte eigentlich in 2-3 Wochen hinzukriegen sein.
Sobald Du wieder arbeitest, wird sich sowieso nochmal alles verändern...
Während der Arbeit unbedingt regelmäßig messen, um Unterzuckerungen zu vermeiden.
Ach ja: Ob Du dich krankschreiben lässt, entscheidest ausschließlich Du. Wenn Du dich fit und sicher genug fühlst für die Arbeit und den Weg dahin, kann Dich keiner dran hindern, solange Du nicht in sicherheitsrelevanten Bereichen tätig bist. Du darfst aber aus versicherungstechischen Gründen nicht krankgeschrieben sein.
Ich bin aber kein Jurist und kann nur aus meiner langen Diabetes- und Berufserfahrung sprechen. Wenn Du es ganz genau wissen willst, wirst Du Dich an einen Arbeitsrechtler wenden müssen.
Bearbeitet von User am 08.05.2016 10:54:56. Grund: Fehlerteufel1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.05.2016 11:16:52 | IP (Hash): 2073707607
Moin, Moin Silence,
Du wie macht man das denn mit einem Job in dem man gerade angefangen ist, vermutlich in der Probezeit?
(wogegen du aber vorgehen könntest)
Bitte träume weiter. Lach!
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 08.05.2016 11:19:13 | IP (Hash): 2073707607
Moin, Moin aaragon,
in Togo mag das so sein aber die Beitragseinstellende lebt vermutlich in Deutschland und da darf gekündigt werden.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 08.05.2016 11:39:20 | IP (Hash): 1920323211
Hallo aaragon,
wache auf und werde tätig. Suche dir Unterstützung beim Betriebsrat oder bei der Gewerkschaft. Versuche mit dem Arbeitgeber zu verhandeln. Auf irgendwelche Rechte kannst du in der Probezeit nicht pochen. Das Arbeitsverhältnis kann während dieser Zeit von beiden Seiten ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. So wird es wenigstens normal verienbart. Es würde mich wundern, wenn in deinem Arbeitsvertrag etwas anderes steht.
Möglich, dass du Recht bekommen würdest, wenn der Arbeitgeber dir wegen dem Diabetes kündigt. Das wird er aber nicht tun, so dumm sind die in der Personalabteilung nicht. Wenn kein Grund angegeben werden muss, dann werden die auch keinen angeben.
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du da heil rauskommst und nach der Probezeit fest angestellt wirst - aber nur abzuwarten bringt dir nichts.
Alles Gute, Rainer -
am 08.05.2016 20:42:28 | IP (Hash): 1493137003
Ich habe gerade noch dazu diese Seite gefunden: http://www.diabetes-und-recht.de/arbeitsrecht/
Da sind einige grundlegende Dinge recht gut beschrieben.
Wie ich das herausgelesen habe, ist es vermutlich keine Arbeit in Sicherheitsrelevanten Bereichen, die da ausgeübt wird. Sobald DU dich in der Lage fühlst, den arbeitstechnischen Verpflichtungen nachkommen zu können, solltest du mit Deinem Arzt über eine eventuelle Folge-AU noch einmal sprechen, ob dies wirklich zwingend notwendig ist.
Bezüglich der Müdigkeit: Warst du lange nicht im Berufsleben, haut dich der neue Tagesablauf und die *andere* Belastung schon ohne Diabetes aus den Latschen und man hat das Gefühl die ersten 4 Wochen gar nicht mehr aus dem Bett zu kommen. Das durfte ich selbst nach 2jähriger Krankheit erfahren. Und zu dem Zeitpunkt war ich selbst noch nicht an Diabetes erkrankt, sondern eigentlich recht gesund wieder... Von munter konnte ich nach einer ungefähr vierwöchigen Eingewöhnungsphase erst wieder reden :D In den vier Wochen bestand mein Tagesablauf aus Arbeiten, Schlafen, Arbeiten ... :D
@hjt_Jürgen: Wo kann man sich dazu anmelden? Wenn so der Diabetes wieder *heilbar* sein könnte, würde ich dies wagen wollen, wenn sich denn der Diabetes Typ 2 bestätigt. Ich glaub Typ 1 wird nicht heilbar sein, denn mein Vater (Typ1-Diabetiker seit über 40 Jahren) würde diese Diät wohl ins Grab bringen. Er ist froh, wenn er sein weniges Gewicht immer noch halten kann. Er schrammt immer so an der untersten Grenze zum Normalgewicht und teilweise auch drunter entlang und war nie übergewichtig.
@lighthouse: Ich weiß, dass es Träumerei ist, eine Kündigung in einer normal geregelten Probezeit anzufechten. Ohne Angabe von Gründen.. Es ist schon wieder was länger her, wo ich selbst in der Probezeit war. Ich bitte das Versehen zu entschuldigen...
Viele Grüße
Bearbeitet von User am 08.05.2016 21:09:51. Grund: . -
am 08.05.2016 21:50:44 | IP (Hash): 356259660
Ich habe vorher bei einem großen Mobilfunkanbieter gearbeitet und bin ohne Pause dann zu einem großen PayTV Anbieter gewechselt. Also an der Umstellung von Arbeitssuchend zum Berufsalltag kann die Müdigkeit nicht liegen.
Noch bin ich trotz 10 Einheiten Langzeitinsulin, 6 Einheiten Mahlzeiteninsulin und 500mg Metformin im oberen 200er BZ Bereich. Ich denke das ich Dienstag wieder höhere Dosen verordnet bekomme war bisher steigende Tendenz erst 4 dann 6 dann 10 mit Mahlzeiteninsulin in 10 Tagen.
Vom unterzuckern bin ich also noch soweit entfernt wie der VFB Stuttgart von der Meisterschaft :-)
Das ich in der Probezeit ohne Angaben von Gründen gekündigt werden kann und dies dann schwer nachzuweisen ist das es aufgrund der Fehltage erfolgte das weiß ich.
Deshalb werde ich mich in den nächsten Tagen ob AU oder nicht mit dem Betriebsrat und der Schwerbehindertenvertretung in Verbindung setzen um zu schauen was theoretisch wie praktisch machbar und möglich ist den Job zu behalten.
Ich hab mir die scheiße die ich habe ja nicht ausgesucht und versuche natürlich um meinen Job zu kämpfen und ein paar Asse aus dem Ärmel zu schütteln bzw ein paar geschickte schachzüge zu machen. -
am 08.05.2016 22:23:19 | IP (Hash): 1234584159
Aaragorn schrieb:
Ich hab mir die scheiße die ich habe ja nicht ausgesucht und versuche natürlich um meinen Job zu kämpfen und ein paar Asse aus dem Ärmel zu schütteln bzw ein paar geschickte schachzüge zu machen.
Nein, ausgesucht hast Du dir Deinen Diabetes nicht. Aber Du bist gerade dabei, dir statt einiger bis vieler Jahre mit gesundem Blutzucker ohne Medikamente = Remission die Sch... möglichst bequem zu kultivieren und mit Assen aus dem Ärmel zu dekorieren. Dann man viel Spaß dabei ;)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 09.05.2016 17:54:09 | IP (Hash): 918231471
Aaragorn schrieb:
I
Vom unterzuckern bin ich also noch soweit entfernt wie der VFB Stuttgart von der Meisterschaft :-)
Du hast ja keine Ahnung wie schnell das plötzlich gehen kann...
-
am 10.05.2016 15:44:09 | IP (Hash): 1507262118
HeikeOV schrieb:
Aaragorn schrieb:
I
Vom unterzuckern bin ich also noch soweit entfernt wie der VFB Stuttgart von der Meisterschaft :-)
Du hast ja keine Ahnung wie schnell das plötzlich gehen kann...
schreibst Du mal ein schnelles Beispiel?
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 10.05.2016 17:45:20 | IP (Hash): 1217616667
Es kommt der Punkt, wo durch ausreichend Insulin die Resistenz geknackt ist.
Dann stehst Du morgens noch mit ´nem Wert von über 200 auf, spritzt ganz normal - was jetzt ohne Resistenz zu viel ist - und begibst Dich auf den Weg ins Büro. Un zack stehen nur noch 60 auf der Uhr.
Und `nen Newbie wie Aaragorn kann das schon umhauen...
Oder im Büro wird`s richtig stressig. Da bin ich in einer halben Stunde von 100 auf 300. Und wenn die Korrektur länger wirkt, als der Stress anhält, genauso schnell auf unter 50... Ich kenne aber auch Typ 1er, die stürzen dann direkt ab...
Auch immer wieder gerne gesehen: Wert vorm Mittagessen zu hoch. Also SEA und Korrektur. Und dann kommt irgendwas, das länger dauert als geplant...
Oder die einfachste aller Möglichkeiten: Bewegung, z.B. Shoppen, Fahrradfahren, Gartenarbeit, Hausputz ...
Ich muss allerdings zugeben, dass ich nicht genau weiß, wie die Dynamik da bei Typ 2 Diabetikern ist...
Ich bin mir aber auch nicht ganz sicher, ob Aragorn wirklich Typ 2 ist oder das Metformin nur zusätzlich zur Gewichtsreduktion bekommt und damit das Insulin besser wirkt. Und dann gibt es ja noch die vielen LADA, die zumindest erstmal als Typ 2 behandelt werden...
Dazu hat er - glaube ich - nichts geschrieben.
Bearbeitet von User am 10.05.2016 20:35:38. Grund: . -
am 10.05.2016 20:49:59 | IP (Hash): 1217616667
Und er spritzt ja im Moment noch eine feste Dosis Mahlzeiteninsulin. Wenn dann das Essen mal deutlich weniger KH enthält als vorgegeben/gedacht, oder sehr fettig ist und deshalb das Insulin schneller ist als das Essen, gibt es die nächste Chance für eine Unterzuckerung...
Und dann gibt es noch die Variante des verpeilten Diabetikers - mein Spezialgebiet: zweimal kurz hintereinander `nen Bolus, weil ich mich an den ersten Bolus nicht mehr erinnert habe...
Bearbeitet von User am 10.05.2016 20:52:50. Grund: . -
am 10.05.2016 22:23:30 | IP (Hash): 1507262118
Nüchtern 389mg/dl und HBA1c 12,5 passen eher nicht zu Typ1. Klar gibt es auch da vielleicht die eine oder andere Ausnahme, aber in aller Regel fällt ein Typ1 mit Ketoazidose auf, lange bevor so ein HBA1c bestimmt werden kann.
Bei uns Typ2 findest Du Jahre lange nüchtern um die 400 und HBA1c 12 und mehr und mit der Behandlung eher keine plötzlichen großen BZ-Senkungen mit für uns vergleichsweise kleinen Dosis-Erhöhungen (mehr Einheiten oderund weniger KHs oderund mehr Bewegung…)
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 10.05.2016 23:11:14 | IP (Hash): 356259660
So nun komme ich vom Arzttermin und von der Diabetesberatung.
Erstmal der Holzhammer vom Arzt: Werte zu hoch die Dosen werden erhöht. Arbeiten? Mach mal die augen zu dann weisst du was du die nächsten 14 Tage machen darfst.
Okayyyy also 14 Tage AU Teamleiter wird Luftsprünge machen und Lambada Tanzen.
Nächster Holzhammer Diabetesberatung:
Die Dosen sind zu niedrig ich habe dir ja schon Materialien mitgegeben zum BE berechnen und das darfst du ab heute machen, wir teilen aber durch 10.
Hallooooo ich hatte in Mathe ne 5 gibts da nicht was simples für Mathe- und Kochlegastheniker?
Nein gibts nicht, also Brav zugehört und mit angelesenem Wissen überrascht.
Ich bräuchte dann evtl noch Insulin... Klar Rezepte gibts auch 10 Pens pro Rezept.....Da dacht ich noch das ist eine Jahresration.....
Dann kam ich heim, hmm schon spät ok gibt nudeln mit Ricottasoße... wie war da nochmal... ahhh KH Rechnen, Nudeln wiegen,,, dann geteilt durch 100 * KH / 10 WTF 20IE?????
5 Mal nachgerechnet... stimmt... JETZT weiß ich warum 10 Pens -
am 11.05.2016 08:06:47 | IP (Hash): 58820789
Gut möglich, dass Deine Dosen noch ein Stückchen steigen. Bei mir hat’s damals nach einigen Wochen immer noch ein bisschen mehr schließlich mit 60 Einheiten Lantus und 5 Einheiten pro BE, also 10 für ne Scheibe Brot, zu passen angefangen. Hab mehrere Jahre so zwischen 120 und 160 Einheiten Insulin pro Tag gebraucht.
Hab vor 3 Jahren die Möglichkeit zur Remission ausprobiert, die ich seitdem empfehle, und damit geschafft, meinen Insulin-Bedarf bei praktisch völlig gesundem Blutzucker auf täglich um die 30 Einheiten zu verringern. Wenn ich diese Möglichkeit schon 1991 bei meiner Diagnose gekannt und genutzt hätte, bräuchte ich vielleicht heute noch kein Medikament für meinen gesunden Blutzucker.
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung. -
am 11.05.2016 22:20:35 | IP (Hash): 1493137003
hjt_Jürgen schrieb:
Hab vor 3 Jahren die Möglichkeit zur Remission ausprobiert, die ich seitdem empfehle, und damit geschafft, meinen Insulin-Bedarf bei praktisch völlig gesundem Blutzucker auf täglich um die 30 Einheiten zu verringern. Wenn ich diese Möglichkeit schon 1991 bei meiner Diagnose gekannt und genutzt hätte, bräuchte ich vielleicht heute noch kein Medikament für meinen gesunden Blutzucker.
Wie nennt sich diese Möglichkeit?
Silent -
am 11.05.2016 22:44:42 | IP (Hash): 58820789
hab ich hier im Fred am am 08.05.2016 09:11:49 | IP (Hash): 1234584159 beigetragen, schauma http://www.welt.de/print/wams/wissen/article154910443/Alles-auf-Zucker.html
----------------------------------------------
Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.