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Diabetes-Vorsorge ohne Symptome?

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    am 20.01.2017 18:58:19 | IP (Hash): 2136612553
    Liebste Purea,

    Du lebst Deinen Prä-Diabetes. Ist ja auch in Ordnung.
    Das heißt doch aber nicht, jeden Haushalt mit BZ-Schätzeisen auszurüsten und oGGT zuhause nachzustellen.

    Wie Früherkennung in Zukunft aussehen kann, gerade in Bezug auf T 1 wird gerade diskutiert.
    Das Problem: Extrem-Genießer und Totalverweigerer zu scannen. Ich kann mir kaum vorstellen, das 3-jährigen Belastungstests zugemutet werden - zumal T1 innerhalb Wochen diagnosereif werden kann.
    Prä-Diabetes muss erstmal definiert werden, auch die Behandlung.

    1 x im Jahr nach dem Essen testen reicht? Ich hab im laufe der Jahre etliche Neugierige nach dem Essen mal testen lassen... kein einziger ist trotz "auffälliger Werte" Diabetiker geworden. Und begeistert waren die Ärze auch nicht richtig - viele Praxen nehmen den HbA1c ab 35 Jahren.

    Wer jährlich den HbA1c checken lässt hat schon einen Vorsprung. Und die Messverfahren werden immer genauer, die Ergebnisse verschiedener Labore im besser vergleichbar.

    Die Köpfe verändern... Rauchen oder Ernährung sind ja nun sehr gute Beispiele, das es nicht funktioniert. Und das "Grundwissen" der breiten Masse kennen wir doch zur genüge... Du bist ja evtl. Kandidat für Typ 2a, das kennt kaum einer. Wobei Dein extrem rascher Anstieg schon auffällig ist. Haben hier schon einige als ungewöhnlich gesehen.

    Logik und Realität sind tatsächlich die Herausforderung. Breites und sicheres Scanning kostet Geld und muss überzeugende Argumente beinhalten!
    Diabetes und die 2 "Hauptgruppen" sind seit Jshren in California fester Bestandteil der Werbung und Aufklärung, TV, Radio und auch Werbetafeln, meist mit fitten Personen aus bürgerlichen Schichten. Und dennoch erreicht man die Risikogruppen kaum.
    Rate mal, warum man eine große Runde macht.
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  • Cracktros

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    am 20.01.2017 19:17:11 | IP (Hash): 1998567834
    hjt_Jürgen schrieb:
    Ich denke, dass es in Zukunft noch weniger darum gehen wird, wie der Diabetes heißt, und noch mehr darum, dass wir Betroffene mit möglichst wenig ärztlicher Behandlung und Medis und möglichst wenig Einschränkungen unseren Blutzucker in möglichst vielen von 24 Stunden im gesunden Bereich halten können.




    Für Erkrankte geht es auch heute schon darum, möglichst ohne Einschränkungen eine möglichst gesunde BZ-Führung zu erreichen . Deswegen -denke ich- dass dieser Ansatz durchaus zukunftsfähig ist. Aber, obwoh es einige Gemeinsamkeiten, In der Behandlung unterschiedlicher Diabetes Typen, gib, existieren auch große Unterschiede.

    Im Bereich der Prevention, gehe ich von einer noch größeren und noch feineren Differenzierung, der einzelnen Erkrankungen, aus.

    Die Impfung die vor der Entwicklung eines Typ-1-Diabetes schützt, schütz nicht gegen die Entwicklung eines Typ-3-Diabetes nach einer Pankreatitis.
    Also muss differenziert vorgegangen werderden.

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    am 20.01.2017 19:41:05 | IP (Hash): 591966982
    Noch einmal zurück auf Anfang:

    Die Begründung für die Öffnung der Diagnostik unter die bisherigen Diagnose-Grenzwerte und ohne das Setzen neuer ist sehr eindeutig, dass der gesunde Blutzucker allgemeines Ziel der Übung sein soll. Klar wird das dann auch manchen treffen, der mit Spitzen regelmäßig über 140 trotzdem nie einen Diabetes entwickeln würde. Genauso wie heute schon jeder mit mehr als 140 beim Blutdruck zum Abstellen beordert wird, auch wenn viele mit höheren Werten nie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden würden. Insgesamt werden mit dieser Regelung X% dieser unerwünschten Resultate vermieden. Und ähnlich wird die Statistik auch für die gedeckelte Obergrenze vom gesunden BZ sprechen.

    Dabei wird es nach dem gegenwärtigen Stand nicht darum gehen, eine Krankheit im Sinne von Heilen zu behandeln, sondern nur darum, ihre negativen Auswirkungen zu verringern. Wenn ich mich mit dem Rolli bewege, behandele ich ja damit auch nicht die Krankheit meiner Beine, sondern ich gleiche damit den Nachteil ein Stück weit aus, dass ich damit nicht laufen kann. Würde ich einfach mal mit Insulin bei Diabetes gleichsetzen. Als meine Beine noch deutlich besser funktionierten, haben mir für meine Mobilität außerhalb der Wohnung noch 2 Krücken gereicht. Würde ich jetzt mal mit Diät gleichsetzen. Wie gesagt, beides eben zum jeweils passenden ausgleichenden Handeln.

    Wirtschaftlich gehe ich davon aus, dass mit dem Budget, das heute im Schnitt pro Jahr für einen Menschen mit Diabetes aufgewendet wird/zur Verfügung steht, in 10 Jahren 5-10 Menschen mit Diabetes werden auskommen müssen. Und da macht ne pro-aktive Vorsorge wie Pureas mit vielleicht lebenslangem gesundem Auskommen mit Diät und Bewegung im Vergleich zu mehr oder weniger aufwendiger ärztlicher und medikamentöser Behandlung schon recht respektablen Sinn.

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    am 20.01.2017 19:54:53 | IP (Hash): 2136612553
    Aktives Leben mit bewusster Ernährung und Dinge wie BMI und Fitnesskursen sind ja nichts neues.

    Man müsste schon am Büro-Arbeitsplatz ansetzen.

    Und Vorsorge = billiger als Behandlung sehen etliche Krankenkassen anders. Man rechnet auch verkürzte Lebenserwartung ein.

    Und nichts steht messfreier Bewegung und wenig schnellen KH bei ärztlichen Checks entgegen. Das Zahnarzt-Heftchen ist ja auch bekannt.
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    am 20.01.2017 20:19:35 | IP (Hash): 591966982
    Beim Blutdruck setzt auch niemand am Arbeitsplatz an, oder?

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    am 20.01.2017 20:47:21 | IP (Hash): 2136612553
    Ist aber fast die gleiche Baustelle, oder? ;)
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    am 20.01.2017 21:00:04 | IP (Hash): 591966982
    Hatte selbst über Jahre HBA1c über 10 und keinen hohen BD, und ich kenne reichlich Leute mit BD ohne Medis gern über 200 und völlig gesundem BZ. Ich denke, dass wir vor allem die Typ2 Seite vom Diabetes schlicht ein bisschen sehr stereotyp sehen.

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    am 20.01.2017 21:14:47 | IP (Hash): 2136612553
    Und dennoch bildet hoher BD und DM eine große Schnittmenge.

    Neben BZ-Tester gehört ein BD-Messgerät neben das Fieberthermometer? Ich kenne mehr Blutdruckmesser als BZ-Tester...

    Du hast völlig Recht, je besser der BZ kontrolliert wird umso besser. Inklusive Vorsorge. Dazu gehört aber eine vernünftige Grundlage und knowhow.
  • Cracktros

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    am 20.01.2017 21:27:43 | IP (Hash): 341248061
    hjt_Jürgen schrieb:
    Noch einmal zurück auf Anfang:


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    Am Anfang steht ein Artikel für den ich US$35.00 zahlen muss, und dann steht er mir 24 h zur Verfügung. Unter Zuhilfenahme von Abstract's und Sekundärliteratur gründlich, zum Thema, zu diskutieren erscheint mir unmöglich.
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    am 21.01.2017 00:34:27 | IP (Hash): 1700950233
    Noch einmal zurück auf Anfang:

    Ein BZ-Testgerät hat nur Sinn, wenn der Nutzer ausreichende Kompetenz zur Interpretation der Werte besitzt oder eine entsprechend kompetente Person an der Hand hat. Was ohne ausreichende Kompetenz passiert, kann man sehr gut an Purea sehen, die mit einem Testgerät zum Hypochinder geworden ist.

    Verschärft wird das Ganze noch, wenn man den Leuten besonders ungenaue billige Testgeräte in die Hand drücken will. Dafür bräuchte man noch zusätzlich die Kompetenz, falsche Werte zu erkennen und damit richtig umzugehen. Bei gelegentlichen Messungen ist so etwas nahezu unmöglich.
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