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Diabetes-Vorsorge ohne Symptome?

  • Cracktros

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    am 22.01.2017 14:09:03 | IP (Hash): 1512088553
    Im Gegensatz zu Geisteswissenschaftlern, sind Naturwissenschaftler gewohnt Begriffe wie wir nehmen es an, wir denken, wir wissen nicht und wir vermuten zu verwenden. Ich habe keine Ahnung von der Genese des Typ 2 Diabetes. Allgemein wird kolportiert, dass er im Zusammenhang mit zu wenig Bewegung und zu viel Essen steht. Wie gesichert sind diese populistischen Erkenntnisse?
    Bearbeitet von User am 22.01.2017 15:01:10. Grund: .
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    am 22.01.2017 15:40:33 | IP (Hash): 2136612553
    @purea

    Rauchen ist out?

    Ich führe ein Dienstleistungs-Unternehmen in der Unterhaltungsbranche. Jedes Wochenende sehe ich Raucher, in der Zahl genauso wie vor 20 Jahren! Was anders ist: Durch Rauchverbote in den Hallen stehen etliche Besucher in der Raucherbereichen, und wenn der Alkoholgehalt der Gäste (das ist mittlerweile ein heftiges Problem) "full" steht, dann wird indoor geraucht.
    Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Menschen in den letzten 20 Jahren schlanker wurden.

    Kann durchaus sein, dass Dein Umfeld gesundheitsbewusster ist.

    Mit der Zuckerampel ist es auch nicht getan! Was nutzt der Anteil Zucker, wenn es dann nur den Haushaltszucker ausdrückt?

    Und Diabetes hat in unserer Gesellschaft ein große Aufmerksamkeit. Mit sehr viel Halbwissen. Selbst Bio-Lehrer stellen es jeden Tag unter Beweis... Da sind manche Security-Firmen besser aufgestellt!

    Totalitäre Maßnahmen oder lasche Vorgaben - es kommt immer darauf wen man erreichen will oder muß.
    Gewiss ist Aufklärung in Sachen Diabetes wichtig - Kein Alkohol im Straßenverkehr ist es auch.
    Bloß: Saufen = nicht fahren ist leichter zu verstehen als Testwerte zu interpretieren.

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    am 22.01.2017 16:29:27 | IP (Hash): 88383476
    Cracktros schrieb:
    Im Gegensatz zu Geisteswissenschaftlern, sind Naturwissenschaftler gewohnt Begriffe wie wir nehmen es an, wir denken, wir wissen nicht und wir vermuten zu verwenden. Ich habe keine Ahnung von der Genese des Typ 2 Diabetes. Allgemein wird kolportiert, dass er im Zusammenhang mit zu wenig Bewegung und zu viel Essen steht. Wie gesichert sind diese populistischen Erkenntnisse?


    Noch unbestimmter/-gesicherter als die von der Genese vom Typ1. Wobei wir zuallererst einmal bedenken müssen, dass bis weit in die 80ger Jahre des vorigen Jahrhunderts der Blutzucker praktisch nur in den Labors der kranken Häuser bestimmt wurde. Die ersten Vorläufer unserer Taschentestgeräte begannen Mitte der 80ger Jahre zaghaft auf den Markt zu kommen, bis Anfang der 90ger erst noch vorwiegend bei den Ärzten und privat nur mit ärztlicher Verordnung.

    Erst ab Ende der 80ger Jahre können wir also von einer zunehmend umfassenderen Entdeckung von Typ2 ausgehen, die bis dahin weit überwiegend mehrheitlich mit ihren Folgekrankheiten behandelt und gestorben und abgelegt worden sind, ohne dass da ein höherer BZ aufgefallen wäre. Und dass vollautomatisch bei jedem Standard-Nüchternbluttest auch der Blutzucker bestimmt wird, gibt’s z.B. bei uns in D gerade mal um die 10 Jahre.

    Und Typ2 sind auch heute noch praktisch alle, die nicht jung mit Ketoazidose auffallen und mit anderen BZ-Senkern als Insulin im Rahmen einer guten Einstellung auskommen. Genauer überprüft wird normal lediglich, wenn so ein 2er schlanker und jünger ist oder wenn jemand dicker und älter ist und auf normale Typ2 Medis nur unzureichend anspricht.

    Weil die meisten 2er wenigstens bei ihrer Entdeckung eher dicker und selbstverständlich folglich befressener und älter und selbstverständlich folglich unbeweglicher waren, hat man halt messerscharf daraus geschlossen, dass Typ2 angefressen und angesessen ist, und wenn, dann nach Beweisen für diese Theorie gesucht. Und hat die natürlich massenweise gefunden. Und kommt erst sehr langsam runter von dem Trip, auch wenn die Logik schon von Anfang an hätte warnen müssen, dass so eine Krankheits-Entwicklung, die von ihrem Anfang im völlig gesunden Blutwerte-Bereich an über viele Jahre den Stoffwechsel zunehmend beeinflusst und in weit fortgeschrittenem Stadium mit Überschreiten willkürlich gesetzter Grenzwerte endlich ausgerufen wird, Zeit genug zum Verdicken der meisten ihrer Opfer gehabt haben könnte. - Seit neuestem also die noch immer sehr unbestimmte Fachansage, dass auch Typ2 die Folge einer Beta-Fehlfunktion sei - was immer das nun wieder bedeuten soll. Da ist noch sehr viel Luft für substanzielle Entdeckungen.

    ----------------------------------------------
    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Dibein

    Rang: Gast
    am 22.01.2017 17:40:34 | IP (Hash): 2055033526
    .
    Bearbeitet von User am 22.01.2017 17:42:59. Grund: Falscher Fred
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    am 22.01.2017 22:27:42 | IP (Hash): 1200138817
    @Typeinser

    Mit der Zuckerampel ist es nicht getan, deshalb habe ich gleich folgend noch den GI mit hineingeworfen. Das wäre eine sehr, sehr wertvolle Information auf Lebensmitteln. Dazu müsste nur die sowieso schon vorhandene Tabelle mit Nährwerten auf allen Lebensmitteln um eine Zeile erweitert werden.

    Dass die Raucher in der Veranstalterszene stärker vertreten sind, wundert natürlich nicht. Das könnte man auch mit noch härteren Drogen ganz bestimmt so feststellen. Auch in Künstlerkreisen gehört das Rauchen nach wie vor irgendwie dazu. Insgesamt aber sieht die Sache anders aus.

    Schau dir mal Bilder aus den 50er 60er und 70 Jahren an. Da sieht man echt immer diese typischen deutschen Bierbäuche. Ich habe schon das Gefühl, dass das weniger geworden ist :-)

    Aber es ist durchaus auch so, dass man in allen Bereichen eine Polarisierung erkennen kann. Der derzeitige Gesundheitswahn mit Bio, Vegan, Fitness, Tatoos, Solarium und echt krasser Frisur in Tateinheit mit einem ganz besonders individuellen Gesamtbild, um paradoxerweise genau dadurch in einem Massenphänomen aufzugehen, erreicht nicht alle. In den USA ist das besonders deutlich: size zero läuft dann im Walmart neben obesity.

    Hier noch die passende Raucherstatistik: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/222992/umfrage/entwicklung-des-raucheranteils-unter-jugendlichen-in-deutschland/
    Der Anteil der jugendlichen Raucher ist in den letzten Jahren um rund 70% zurückgegangen.
    Bearbeitet von User am 22.01.2017 22:41:16. Grund: .
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    am 22.01.2017 23:15:25 | IP (Hash): 2081595856
    purea schrieb:
    Mit der Zuckerampel ist es nicht getan, deshalb habe ich gleich folgend noch den GI mit hineingeworfen.

    Eine tolle Vorstellung - besonders bei Haushaltszucker. Da steht dann nach Pureas Vorschlag neben einer tiefroten Zuckerampel ein harmloser GI im mittleren Bereich von 68.

    Damit kann man bestimmt alle Verbraucher erreichen und umfassend informieren :lol:
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    am 22.01.2017 23:24:32 | IP (Hash): 1200138817
    Zucker steht auf knallrot in der glykämischen Last, du Spaßvogel. In einer modifizierten Nährwerttabelle wären natürlich BEIDE Werte, also GI und GL dargestellt. Genauso wie Nährwerte zu 100g und zu pro Portion bereits abgebildet werden.

    Das ausgerechnet dir das passiert :-)
    https://jumk.de/glyx/
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    am 22.01.2017 23:30:41 | IP (Hash): 2081595856
    Die glykämische Last GL ist nur der GI unter Beachtung der Menge.

    Man merkt, das du dich mit gesunder Ernährung genauso "gut" auskennst wie mit Diabetes. :lol:
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    am 22.01.2017 23:39:33 | IP (Hash): 1200138817
    Achwas, die GL ist der GI unter Beachtung der Menge :-)

    Die GL ist vor allem ein interessantes Maß für die reale Auswirkung auf den Blutzucker. Hier davon zu schwadronieren und zu suggerieren, Zucker sei ja nur moderat durchschlagend beim BZ, ist der blanke Hohn. Nach deiner seltsamen Logik müsste man bei einem Stück Wassermelone wohl mit akutem BZ Anstieg in die Notaufnahme. Denn Wassermelone hat ja einen echt krassen GI :-)

    Im Übrigen unterstellst du zum wiederholten Male den Verbrauchern eine grundsätzliche Unfähigkeit. Das ist ein wenig anmaßend. Die Angabe des GI in Verbindung mit dem GL als neues Merkmal innerhalb der Nährwerttabelle wäre keine höhere Mathematik. Als wenn die Verbraucher nicht verstehen würden, dass ein höherer Wert einen schnelleren BZ Anstieg bedeutet.
    Bearbeitet von User am 22.01.2017 23:49:28. Grund: .
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    am 23.01.2017 22:16:52 | IP (Hash): 2000274493
    Wow, was für ein msesserscharfer Verstand sich doch hinter Pureas Stirn verbirgt. :lol:

    Ein normal denkender Mensch würde aus der Tatsache, dass Hauhaltszucker einen relativ harmlosen GI von 68 hat, schließen, dass der GI alleine nicht besonders aussagekräftig ist. Purea schließt daraus, dass jeder, der diese Tatsache ausspricht, den Zucker verharmlosen will. Ich glaube dir gerne, dass du dem Zucker einen GI von 100 verpassen willst. So ist es aber nun mal nicht.

    Wenn die Glykämische Last GL tatsächlich außer vom GI und der Menge der KH noch von weiteren ominösen Parametern abhängen sollte, (was sie natürlich nicht tut,) dann bräuchstest du zur Menge der KH aber ganz schön viele zusätzliche Werte auf der Verpackung:
    - die Zuckerampel,
    - den GI und dazu noch
    - die GL.
    Um das ganze dann noch für den Duchschnittverbraucher verständlich zu gestalten, kannst du ja als vierten zusätzlichen Wert
    - eine Pureaempfehlung
    dazu nehmen. Damit wird es dann ganz bestimmt jedem gelingen, sich gesund zu ernähren.


    P.S.: Wasser hat übrigens einen GI von 0. Davon kannst du Unmengen zu dir nehmen, ohne eine GL zu erzeugen - das ist einfache Mathematik.