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Prädiabetes T2 mit/ohne Metformin
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am 26.07.2017 11:02:32 | IP (Hash): 1119726392
hjt_Jürgen schrieb:
Ob man zu denen gehört, bei denen die Remission gelingt, kann man nur selbst ausprobieren.
Ja und sollte man das dann mit oder ohne Mefformin ausprobieren?
Wenn ich jetzt z.B. ein Jahr lang mit Metformin die Werte erreiche und dann das Medikament absetze, dann schnellen doch die Werte wieder hoch und die Remission ist futsch?
Oder wie habe ich das zu verstehen? -
am 26.07.2017 15:55:58 | IP (Hash): 89289318
r2d2 schrieb:
Wenn ich das richtig verstanden habe, "betäubt" Metformin die Leber und bremst so die Glukoseausgabe.
Aber läßt die "Betäubung" nicht irgendwann nach bzw. wird schwächer, so daß man mit weiteren/anderen Mitteln gegensteuern muß?
Nein, Metformin "betäubt" die Leber nicht, es reduziert die bei Typ2-Diabetikern fehlerhaft hohe Glukoseausgabe. Dass die Wirkung nach langer Einnahmedauer nachlässt, ist nicht bekannt und wird von den Fachleuten auch nicht vermutet. -
Elfe
Rang: Gastam 27.07.2017 00:49:55 | IP (Hash): 261854363
r2d2 schrieb:
Oder mal anhand von Beispielzahlen ausgedrückt:
Ohne Metformin nüchtern Ø 120, 2h nach dem Essen Ø 170
Mit Metformin nüchtern Ø 100, 2h nach dem Essen Ø 150
Ist es da ratsam bei so "geringen" Unterschieden Metformin weiterhin zu nehmen?
Hallo r2d2,
könnte sein, daß dein Selbstversuch nicht so die Werte widerspiegeln, wie du meinst.
Um wirklich ohne Metformin einschätzen zu können, braucht es eine längere Pause.
Da reicht es nicht, nur mal einen Tag auszusetzen.
Im Umkehrschluss zur
"Pharmakokinetik
Der blutglucosesenkende Effekt setzt etwa nach zwei Wochen Therapie ein, wenn eine maximale Plasmasättigung erreicht ist."
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm1_12_2000
Wie auch immer, zeigt dein Test ein gutes Ansprechen auf Metformin an.
20 mg/dl Senkung ist schon was !
Warum/wieso/weshalb du Metformin nehmen sollst, wird dir dein Arzt erklärt haben.
Auf diesen solltest du hören.
Vielleicht kannst du mit ärztlicher Zustimmung das Metformin mal absetzen.
Die Bandbreite bei Typ 2ern ist ziemlich groß -
bei vielen reicht schon Gewichtsabnahme bis zum Normalgewicht und Ernährungsanpassung.
Was BZ-Werte angeht, ist meine Obergrenze nach essen 180 mg/dl = Nierenschwelle.
Ab da wird Zucker in den Urin abgegeben und belastet die Nieren.
Ich selber bin allerdings eine späte Typ 1erin mit Insulin, aber eben auch im Typ 2er-Umfeld mit ganz unterschiedlichen Varianten in der Behandlung - ohne Medikamente, mit Tabletten, oder auch sogar Insulin.
Was wann nötig ist, wird dir dein Arzt sagen, nach Verlauf deiner Laborwerte.
BZ-Werte zu senken, ist eine rein symptombezogene Vorsorgemaßnahme zu Folgeerkrankungen.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 27.07.2017 01:38:59. Grund: Text -
Adcb
Rang: Gastam 27.07.2017 01:41:41 | IP (Hash): 1717552335
Hallo r2d2
Die Nüchternwerte sollten unter 100mg/dl sein das ist klar.
Aber wenn ich Du wäre so würde ich zuerst einmal mit täglich 3x 500mg Met.
probieren und sehen wie die Werte sind.
Wenn dann irgendwann im Tag die Werte 3 Std. nach Essen über 100mg/dl sind
dann kannst Du in diesem Bereich immer noch auf 1000mg Met. steigern und sehen
wie es tut und so wärst Du dann gezielter auf der täglich max. mögliche Dosis.
Als Beispiel :
Am Morgen nüchtern unter 100mg/dl = OK ( davon ausgehen dass es passen wird. )
Am Mittag 3 Std. n. Essen unter 100mg/dl = OK, wenn nicht die Mittagsdosis erhöhen.
Am Abend 3 Std. n. Essen unter 100mg/dl = OK, wenn nicht die Abenddosis erhöhen.
( Wenn das so geht, dann wärst Du täglich zwischen 1500 – 2500mg Metformin )
Glucophage Metformin Für Erwachsene :
Die Höchstdosis beträgt 3000 mg pro Tag, aufgeteilt in drei Einnahmen.
https://medikamio.com/de-de/medikamente/glucophage-500-mg/pil
Der folgende Link des ©1999 GOVI-Verlag beinhaltet viele Falschinformationen
über Metformin welche NIH.Gov der Welt Medizinreferenz längst korrigiert sind,
dass es so peinlich ist, aber für gewisses DE Laborpersonal immer noch genügt :
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=pharm1_12_2000
.
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am 27.07.2017 10:17:27 | IP (Hash): 1523010919
Wenn ich euch also richtig verstehe sollte ich, solange meine Werte nicht beständig im "grünen" Bereich liegen, die "Höchstdosis" an Metformin (2000-3000mg) nehmen.
Also nicht nach Leitlinie der DDG handeln und auch wenn die dort angegebenen "Zielbereiche" erreicht sind weiterhin Mefformin nehmen?
In den Leitlinien steht ja, daß erst wenn der Zielbereich nicht erreicht wird Medikamente eingenommen werden sollen.
Also stimmt das alles nicht, was die Leitlinien der DDG angeht? -
am 27.07.2017 10:38:43 | IP (Hash): 2108455638
r2d2 schrieb:
In den Leitlinien steht ja, daß erst wenn der Zielbereich nicht erreicht wird Medikamente eingenommen werden sollen.
Also stimmt das alles nicht, was die Leitlinien der DDG angeht?
Das ist so nicht richtig!
Demnach müsste ich ja dann bei perfekten Werten unter Insulin mal die Insulingabe einstellen?
Den Zielbereich erreichst Du ja nun MIT den Medikamenten. Wenn Du den Zielbereich mit noch angepassterer Ernährung und noch mehr Sport halten kannst/willst geht das natürlich auch ohne Metformin.
Falls Du Dich auf den Schwachsinn vom axxx (oder sonstwie, der Typ meldet sich ja nun dauernd neu an) beziehst: Vergiss den Quatsch einfach.
Bei Diabetes und selbstständigem Mitdenken gilt: Gute Zuckerwerte vor Sparmaßnahmen des Arztes!
Keiner gibt dir die Funktionen zurück, die Dir Folgeschäden wegen schlechterer Blutzuckerwerte und mangelhafter Therapie nimmt. Und die vielen Amputationen, Erblindungen und Dialyse-Patienten müssten nicht sein, würde sich der Patient mit dem Arzt zusammen vernünftige Ziele setzen. -
am 27.07.2017 10:55:22 | IP (Hash): 1523010919
TypEinser schrieb:
Keiner gibt dir die Funktionen zurück, die Dir Folgeschäden wegen schlechterer Blutzuckerwerte und mangelhafter Therapie nimmt.
Ja aber was sind bitte "schlechte" Werte?
Die Leitlinie der DDG sagt aus, daß ein nüchterner Wert von 100-125 mg/dl und ein Wert ein bis zwei Stunden nach der Mahlzeit von 140-199 mg/dl angestebt werden soll bzw. der HbA1c Wert bei 6,5% liegen sollte.
Demnach währen das die Grenzen, bei denen dann keine Folgeschäden auftreten? -
am 27.07.2017 11:17:23 | IP (Hash): 2108455638
Der HbA1c von 6,5 sollte für Diabetiker angestrebt werden.
Jetzt schreibst Du ja was von Prädiabetes T2 – da würde ich das Metformin in passender Dosis weiternehmen, um den Status Vollwert-T2-Diabtiker solange wie möglich rauszuzögern.
Es steht Dir natürlich frei, Medikamente zu nehmen um Deinen Blutzucker im Zaume zu halten.
Was sagt denn der Arzt zu den Inputs aus dem Forum? Du hast ja nicht zum Spaß hier gefragt....
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DO NOT FEED THE TROLL!!!
http://www.diabetes-online.de/a/die-wichtigsten-werte-ein-ueberblick-1776718 -
am 27.07.2017 11:50:37 | IP (Hash): 1523010919
Meinen nächsten Termin habe ich erst in 2 Monaten.
Ich stelle mir halt generell die Frage, ob es (für mich) besser ist den aktuellen Status (Werte nicht im "grünen Bereich" aber unter den Vorgaben der Leitlinie) ohne Medikamente zu halten oder mit Metformin die Werte weiter nach unten zu schrauben?
Ok, je niedriger der BZ, je besser. Aber dafür Tabeltten schlucken? Was ist da das kleinere Übel? Leicht erhöhte BZ Werte (im Rahmen der Leitlinie) oder Tabletten schlucken?
Deshalb ja meine weiter oben gestellt Frage:
Ist es auf Lange Sicht besser so lange wie möglich erst einmal ohne Meformin klar zu kommen oder sollte man (auch wenn die Werte im Rahmen sind) dennoch so früh wie möglich (mit der Höchstdosis) anfangen? -
am 27.07.2017 12:45:18 | IP (Hash): 22233144
Mal ein bisschen Hintergrund Update für Deine Entscheidung:
Traditionell gilt, dass beim Typ1 der BZ krankhaft ansteigt, weil sein Pankreas kein Insulin mehr produziert. Und dass beim Typ2 der BZ krankhaft ansteigt, weil Insulin bei ihm immer schlechter wirkt (Insulinresistenz der Verbraucherzellen) und die Insulin produzierenden Zellen nach und nach infolge chronischer Überlastung eingehen.
Höher ansteigender und höher verlaufender BZ macht mit zunehmender Höhe und zunehmender Dauer zunehmend mehr der gefürchteten diabetischen Folgekrankheiten. Um sie zu vermeiden, wird der BZ behandlungsmäßig begrenzt. Der Grad der Begrenzung und seine Bewertung richtet sich in erster Linie nach den Möglichkeiten bei 3mal täglicher Behandlung. Damit gilt ein Behandlungsergebnis mit BZ-Höhe und -Schwankungen im Bereich der Diagnose-Grenzwerte als gut für alle Diabetes Typen, etwas darunter als scharf und noch weiter Richtung gesund als unmöglich.
Die Idee, den viel niedrigeren und viel enger begrenzten völlig gesunden BZ-Verlauf für uns Typ2 als Behandlungsziel zu sehen mit der erstaunlich realistischen Möglichkeit, den dann mit optimalem Gelingen und passendem Verhalten völlig ohne Medis über Jahre und vielleicht sogar für immer halten zu können, ist noch sehr neu. Sie ist mit den vielen bariatrischen Operationen - Magenverkleinerungen und -umgehungen - bei immer mehr besonders Dicken unter uns gekommen. Denn schon im Zeitrahmen einer Woche nach den Operationen zeigte sich bei weit über der Hälfte von ihnen völlig ohne Medis (zu OPs praktisch immer abgesetzt) ein völlig gesunder BZ-Verlauf. Und wer von denen sich dann in den Folgemonaten und -jahren passend ernährt und bewegt hat, hat für die Dauer dieses Verhaltens seine gesunden BZ häufig ohne Zuckermedis erhalten können.
Dann hat Prof. R. Taylor http://www.ncl.ac.uk/magres/research/diabetes/reversal/#overview in Newcastle die OP ohne Skalpell mit einigen Freiwilligen nachgebaut, indem sie sich schlagartig nur einverleiben durften, was sich auch nach so ner OP einverleiben lässt, und sie zeigten mehrheitlich das selbe Gelingen. Und zwar nicht nur beim BZ, sondern auch bei Glukose und Insulin, die ja bei uns Typ2 unsichtbar im Hintergrund so lange immer höher ablaufen (bislang als Insulinresistenz gedeutet), bis sie sich nicht mehr ausgleichen und der BZ messbar ansteigt. Und auch hier wieder die Möglichkeit des Erhaltens dieses Erfolgs, wenn anschließend auf den gesunden BZ ausgerichtet passend bewegt und gegessen wurde/wird.
Aktuell läuft in GB ein Großversuch mit mehreren tausend Typ2 Neudiagnosen auf 2 Gruppen aufgeteilt, einmal die Versuchgruppe nach Taylor und die anderen mit der Standard-Anfangsbehandlung. Irgendwann um 2020 rum wird’s die offizielle Auswertung geben.
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Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.