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Prädiabetes T2 mit/ohne Metformin

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    am 30.07.2017 14:27:41 | IP (Hash): 1267217996
    R2D2
    Ich kenne diese Leitlinien und hatte mein Beispiel mit „ausnahmsweise“ bezeichnet.
    Man muss auch sehen, dass die Leitlinien mit einer gewissen Grosszügigkeit gemacht
    sind wo es eigentlich fliessende Übergänge hat welche man besser in statistischen
    Diagrammen darstellen kann als bei Zahlen oder Worte fassen.
    Der Mensch ist auch nicht gemäss irgendeiner ISO-Norm hergestellt, sondern
    hat individuelle Auslegungen wo nur die resultierenden physikalischen Symptome
    dann mehrheitlich die Gleichen sind.
    Damit ist erwähnt, dass wenn man an die Maximums der Zahlen geht, wie z.B.
    140mg/dl, dass von 141mg/dl an dann nicht die Welt untergeht und es nicht
    wie bei einem Lichtschalter ist wo entweder Licht an ist oder aus ist.
    Ich hatte das Ausnahmebespiel vom nie über 100 und nie weniger 70mg/dl
    genannt und dazu kann man auch das Ausnahmebeispiel von kurzen Spitzen
    bis sogar 200mg/dl nennen bei sehr wenigen, welche trotzdem normal
    Gesunde sind da deren HbA1c von bis heute noch 5,5% nicht überschritten
    wird ( HbA1c 5,5% entsprechen durchschnittlichen 100mg/dl, aber wir müssen
    damit rechnen, dass das noch auf 5,35% korrigiert wird innerhalb der nächsten
    Jahre mit dem Beginn von Diabetes auch auf 5,5% gesetzt wird. )

    Was Du vom DDG ausgelassen hast sind die HbA1c Werte als Durchschnitt des
    ganzen auf und ab. Gemäss DDG sind HbA1c Werte von über 5,7% diabetisch
    und weniger 5,7% als max. für Gesunde.
    Für den Diabetiker heisst das auch, dass nur weil Diabetiker ist, deshalb
    nicht unbedingt sich im Diabetischenbereich auf halten sollte, sondern durch
    die entsprechende Medikation sich dann wieder im Normalbereich für Gesunde
    befinden sollte wenn die Therapie gut ausgelegt ist, da nur so Er sich vor
    möglichen diabetischen Folgeerkrankungen sicher sein kann und deswegen
    für normal Gesunde der HbA1c von max. 5,5% noch gilt !

    Für normal Gesunde gibt es kein max. bis 160mg/dl wie Du beschrieben
    hast.
    Schaue Dir nochmal Abb.1 beim DDG Link an : https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_M%C3%BCller-Wieland_Definition__Klassifikation_und_Diagnostik_des_DM_Online-PDF.pdf

    .
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.08.2017 00:43:20 | IP (Hash): 1020391575
    r2d2 schrieb:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Blutzucker


    Hallo r2d2,
    solche vereinfachten Websites oder 1 h/ 2 h-BZ-Werte sind nur als oberflächige Infos zu lesen.

    Ernährungsgewohnheiten sind ganz verschieden.
    Verdaulichkeit und BZ-Erhöhung ist zu beachten.

    So ein Fruchtsaft ist schon nach 10 min auf Blutzuckererhöhung zu messen.
    Fleisch, Beilagen ... erst nach mehreren Stunden.

    Du solltest dich schon genauer mit Mahlzeiten und sinnvollen Messzeitpunkten auseinandersetzen.
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    am 01.08.2017 07:30:20 | IP (Hash): 1523010919
    Elfe schrieb:
    Du solltest dich schon genauer mit Mahlzeiten und sinnvollen Messzeitpunkten auseinandersetzen.

    Was glaubst du was ich hier die ganze Zeit mache?
    Aber irgendwelche Anhaltspunkte muß man ja nun zu Grunde legen!
    Und Aussagen wie
    Adhka schrieb:
    Beim Gesunden ... geht der Wert nie über 100mg/dl

    dürften ja wohl nicht so ganz richtig sein! Auch bei Gesunden steigt der BZ nach dem Essen bis auf 140mg/dl an.
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    am 01.08.2017 14:58:42 | IP (Hash): 269667521
    Bitte mal bedenken: Alle Leitlinien sind bislang ausschließlich am Typ1 orientiert auf den behandlungsmäßig alltäglich ausreichend praktikablen Kompromiss von Behandlungsaufwand und Behandlungsnutzen bezüglich des BZs und der mit einem höheren BZ zu erwartenden diabetischen Folgekrankheiten ausgerichtet.
    Dabei wurde bislang davon ausgegangen, dass der Typ2 auch bei guter Behandlung mit den Jahren fortschreite und schließlich in die Insulinpflicht mit immer größerem als dem Insulinbedarf vom Typ1 münde.

    Mit KEINER dieser Leitlinien wird bis heute auch nur ansatzweise berücksichtigt, dass offenbar für weit über die Hälfte aller Typ2 wenigstens in den ersten Jahren nach Erreichen ihrer Diagnosereife die Möglichkeit besteht, ihren Diabetes wieder bis in den BZ-gesunden Bereich zurück zu drehen und darin mit sehr wenig bis völlig ohne alle Medikation für Jahre und vielleicht sogar für immer zu halten.
    Mit dem passenden persönlichen vor allem Ess- und Bewegungs-Verhalten, versteht sich, aber für viele Betroffene wäre die damit erreichbare Sicherheit vor diabetischen Folgekrankheiten völlig ausreichender Antrieb.

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 01.08.2017 18:42:23 | IP (Hash): 1020391575
    r2d2 schrieb:
    Elfe schrieb:
    Du solltest dich schon genauer mit Mahlzeiten und sinnvollen Messzeitpunkten auseinandersetzen.

    Was glaubst du was ich hier die ganze Zeit mache?
    Aber irgendwelche Anhaltspunkte muß man ja nun zu Grunde legen!


    Bitte dich um Entschuldigung, r2d2, wollte dich nicht verärgern.

    Hier mal ein Ausflug in INSULINER-Belange* (FPE), wobei für dich eher die Verdaulichkeit bzw. Übergang der Kohlenhydrate in den Blutkreislauf interessant ist.
    https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/was_ist_diabetes_/diabetes_lexikon/fett-protein-einheit-fpe
    Je höher der Fett- und Eiweiß-Anteil der Mahlzeit, desto langsamer ist der Blutzuckeranstieg des Kohlenhydrat-Anteils.
    Wenn du also Kohlenhydrate nicht pur, sondern mit Fett und/oder Eiweiß kombinierst, auch Ballaststoffe (Pflanzenfasern in Vollkorn, Salate z.B.) sind da hilfreich, steigen die BZ-Werte nur langsam an und du vermeidest Blutzuckerspitzen.
    Messzeitpunkt wäre dann so nach ca. 2 - 3 h sinnvoll.
    (*Kurzzeitinsulin hat eine Wirkungsdauer von 3 - 4 h, entwickelt für normale Mahlzeiten. Je nachdem ist die Wirkung allerdings zu kurz, FPEs nötig.)

    Gruß Elfe

    @Jürgen: Selbstverständlich sind Ernährung und Bewegung erste Wahl bei der Behandlung von 2ern - siehe Tab. 1 auf Seite 2, Ernährungstherapie Seite 7 und Bewegung Seite 8
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/Redakteur/Leitlinien/Praxisleitlinien/2016/dus_2016_S2_Supplement_Praxisempfehlungen_Landgraf_Therapie_des_Typ-2-Diabetes_Online-PDF.pdf

    Bearbeitet von User am 01.08.2017 18:43:09. Grund: Format
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    am 01.08.2017 19:35:45 | IP (Hash): 269667521
    Und wo hast Du da was von gesunden BZ-Werten oder Remission (ohne Medis 1 Jahr lang HBA1c 6 und besser und Nüchternwert unter 100mg/dl) gelesen?

    ----------------------------------------------
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  • Elfe

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    am 02.08.2017 00:51:16 | IP (Hash): 1020391575
    Hallo Jürgen,
    warum 'lesen', mal wieder einen Link erwartest du ?

    Habe einen großen 2er Verwandten- und Bekanntenkreis.
    Da gibt es sone und solche.
    Einige kommen super zurecht mit alleiniger Ernährungsanpassung.
    Wenn HbA1c-Wert dann mal höher ausfällt, wissen diese dann auch warum - mal was mehr gegönnt beispielsweise über Feiertage. Die gehen eher entspannt mit dem Thema um, BZ wird da selbst gar nicht gemessen.
    Klappt nicht immer, manchmal schon noch Tabletten und sogar Insulin notwendig.

    Arzt/Patienten-Gespräche und persönliche Erfahrungen werden nicht veröffentlicht und sind daher nicht zu googeln.

    Gruß Elfe
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    am 02.08.2017 11:02:43 | IP (Hash): 58828378
    Mit lesen hatte ich eigentlich Deinen Link gemeint. Da steht nix drin von gesundem BZ und Remission, vielleicht sogar lebenslanger. Doch ja, das steht was drin von weniger Essen und mehr Bewegen, ganz in der Typ1 Tradition, die den Typ2 nach wie vor als angefressen und angesessen sieht.

    Von den 2ern, die mit mir vor mehr als 20 Jahren angefangen und ihren BZ nach Doktors Anweisungen im diabetologisch ordentlichen Rahmen von HBA1c 6,5-7,5 so leicht genommen haben, wie Du schreibst, brauchen die wenigen noch überlebenden um die 200 Einheiten und mehr an Insulin am Tag für nen HBA1c um 8 und darüber hinaus jede Menge Tabletten für Blutdruck und -fette und...Und sie haben jede Menge PNP und Gewichts- und Augen- und Nieren- und weitere Probleme.

    Dabei würden die meisten von ihnen wahrscheinlich heute noch völlig munter leben und viele von ihnen noch immer überhaupt keine Medis für ihren völlig gesunden BZ brauchen und dazu keine Tabletten für weniger Blutdruck und Blutfette und …: Wenn sie ihren BZ zeitnah zu ihrer Diagnose gezielt mit Essen und Bewegen voll gesund eingewöhnt und sich bis heute dran gehalten hätten.
    Und wenn ich das von damals an gemacht hätte, müsste ich mich für dieses Dranhalten sehr viel weniger einschränken als heute für ein ähnlich gesundes Ergebnis mit nem zusätzlichen vergleichsweise riesigen Medi-Aufwand.

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    am 02.08.2017 11:25:22 | IP (Hash): 975638313
    hjt_Jürgen schrieb:
    Da steht nix drin von gesundem BZ und Remission, vielleicht sogar lebenslanger. Doch ja, das steht was drin von weniger Essen und mehr Bewegen, ganz in der Typ1 Tradition, die den Typ2 nach wie vor als angefressen und angesessen sieht.


    Welches Problem hat hjt_jürgen mit Typ1-Diabetikern? Die Haltung des „angefressen und angesessen“ Typ2-Diabetes entspricht einer weitgehend unzutreffenden Volksmeinung und hat nichts mit Diabetes Typ1 zu tun.

    hjt_Jürgen schrieb:
    Von den 2ern, die mit mir vor mehr als 20 Jahren angefangen und ihren BZ nach Doktors Anweisungen im diabetologisch ordentlichen Rahmen von HBA1c 6,5-7,5 so leicht genommen haben, wie Du schreibst, brauchen die wenigen noch überlebenden um die 200 Einheiten und mehr an Insulin am Tag für nen HBA1c um 8 und darüber hinaus jede Menge Tabletten für Blutdruck und -fette und...Und sie haben jede Menge PNP und Gewichts- und Augen- und Nieren- und weitere Probleme.


    Doch eher etwas dramatisch dargestellt. Es gibt sehr zahlreiche Typ2-Diabetiker, welche mit „ihrem BZ nach Doktors Anweisungen im diabetologisch ordentlichen Rahmen von HBA1c 6,5-7,5“ weit über 20 Jahren mit grosser Lebensfreude und ohne Folgeschäden sehr gut leben.
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    am 02.08.2017 12:03:19 | IP (Hash): 2108455638
    Beobachter schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    Da steht nix drin von gesundem BZ und Remission, vielleicht sogar lebenslanger. Doch ja, das steht was drin von weniger Essen und mehr Bewegen, ganz in der Typ1 Tradition, die den Typ2 nach wie vor als angefressen und angesessen sieht.


    Welches Problem hat hjt_jürgen mit Typ1-Diabetikern? Die Haltung des „angefressen und angesessen“ Typ2-Diabetes entspricht einer weitgehend unzutreffenden Volksmeinung und hat nichts mit Diabetes Typ1 zu tun.





    Wobei man hierzu ergänzen kann/sollte, dass T1 spätestens im Erwachsenenalter unzutreffenderweise vom Volke den Typ 2er zugerechnet wird – mit dem Vermerkt "Schon so schlimm"? Und wehe der Kandidat hat ein paar Kilo zuviel auf den Rippen...

    Wobei T1 tatsächlich gerne mal T2ern... wohl wegen – siehe oben – .