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Prädiabetes T2 mit/ohne Metformin

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    am 02.08.2017 16:11:12 | IP (Hash): 58828378
    Und warum von Euch nur Entrüstung ob "meines Problems" mit Typ1 und kein Wort dazu, dass die Fachmedizin die Möglichkeit der Remission/des Zurückdrehens vom Typ2 zwar seit Jahren kennt, aber bis heute nicht nur in keiner Weise dazu anleitet, sondern nicht einmal auf die Möglichkeit hin weist?

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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Elfe

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    am 02.08.2017 17:47:33 | IP (Hash): 1020391575
    hjt_Jürgen schrieb:
    Und warum von Euch nur Entrüstung ob "meines Problems" mit Typ1 und kein Wort dazu, dass die Fachmedizin die Möglichkeit der Remission/des Zurückdrehens vom Typ2 zwar seit Jahren kennt, aber bis heute nicht nur in keiner Weise dazu anleitet, sondern nicht einmal auf die Möglichkeit hin weist?


    Ein Zurückdrehen des Typ 2 ist so gut wie nicht möglich.
    Siehe dazu
    http://www.allgemeinarzt-online.de/a/wie-viel-bringt-die-intensive-lebensstilaenderung-wirklich-1588795
    http://www.ernaehrung.de/blog/typ-2-diabetes-bleibt-haeufig-eine-einbahnstrasse/
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    am 02.08.2017 19:47:35 | IP (Hash): 58828378
    Wenn Du berücksichtigst, dass die in den beiden Studien verzeichneten auf den ersten Blick wenigen Remissionen KEINERLEI FACHOFFIZIELLE ANLEITUNG UND UNTERSTÜTZUNG hatten, steht da nicht, was eh nicht funzt, sondern ein Wahnsinnsergebnis!

    Dazu ist zu bedenken, dass fachoffiziell schon bei der Verordnung von Metformin sehr eindringlich vor Unterzuckerungen gewarnt und auf die sichere Seite von 100mg/dl und mehr hingewiesen werden muss. Und mit nüchtern 100 und mehr ist schon eine partielle Remission ein gewaltiges Kunststück für Kenner und für Typ2, die den Blutzucker praktisch nur in so einschüchternden Warnungen und als ansonsten was ganz komplziertes kennenlernen, praktisch reiner Glücksspiel-Gewinn.


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  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.08.2017 01:25:46 | IP (Hash): 1020391575
    0,irgendwas Prozent als Studienergebnis ist jedenfalls Gegenteil einer Unterstützung zur Remisson-These.

    Partielle Remission und Verschiebung zur 2er Diagnose in höheres Lebensalter ist dokumentiert und durchaus zu beachten.
    Bearbeitet von User am 03.08.2017 01:29:25. Grund: .
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    am 03.08.2017 11:00:52 | IP (Hash): 1963798719
    Sorry, aber wenn flächendeckend fachoffiziell nicht zu Remission informiert und angeleitet und schon vor dem Unterschreiten des BZs im remissionsmäßig oberen Bereich eindringlich gewarnt wird, ist die Vorführung von winzigen Remissionszahlen in solchen Studien reine Verarsche und Deine abwertender Bezug darauf schlimmer als sinnbefreit.

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    am 03.08.2017 14:30:34 | IP (Hash): 1615550220
    r2d2:
    Nüchternwerte von 120 auf 100 mit Metformin klingt vielleicht nicht viel, aber wenn man bedenkt das die Nüchternwerte ja übere lange Zeit bestehen (zB über Nacht) ist das schon etwas wert.
    Vielleicht erstmal so weiter machen bis zum nächsten Arzttermin, dann hast du genug Messwerte um richtig zu vergleichen. Da wird dann wahrscheinlich nochmal ein hba1c bestimmt, so das man den auch noch vergleichen kann. Wenn du jetzt zwischendrin etwas änderst hat das alles weniger Aussagekraft.

    Ich finde man sollte auch weniger überlegen "Wie hoch dürfen die Werte sein?" sondern eher "Wie nah an gesunde Werte kann ich rankommen? Ohne dabei Nebenwirkungen/Unterzuckerungen/starke Einschränkungen zu haben."

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    "...dass die Fachmedizin die Möglichkeit der Remission/des Zurückdrehens vom Typ2 zwar seit Jahren kennt, aber bis heute nicht nur in keiner Weise dazu anleitet, sondern nicht einmal auf die Möglichkeit hin weist?"

    Diesen Eindruck habe ich überhaupt nicht.
    Eher im Gegenteil: Bei DT2 geht es eigentlich immer um Aufklärung über Ernährung, Lebenstil, Anregung zur Gewichtsreduktion usw. Es wird immer betont wie viel man ggf ohne Medikamente erreichen kann bzw dass es nicht damit getan ist ein paar Tabletten zu nehmen.

    Im verlinkten Therapie_des_Typ-2-Diabetes_Online-PDF.pdf steht auch:

    -- "Lebensstilmodifizierende, nicht medikamentöse Therapie-maßnahmen stellen auf jeder Therapiestufe die Basistherapiedar, sind aber häufig allein nicht ausreichend." --

    Es steht auch drin unter welchen Umständen 'strengere' Ziele wie zB hba1c von unter 6,5 angestrebt werden können.
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    am 03.08.2017 15:33:02 | IP (Hash): 1963798719
    Pelzlöffel schrieb:
    Ich finde man sollte auch weniger überlegen "Wie hoch dürfen die Werte sein?" sondern eher "Wie nah an gesunde Werte kann ich rankommen? Ohne dabei Nebenwirkungen/Unterzuckerungen/starke Einschränkungen zu haben."


    Stoffwechselgesunde Menschen haben ihren BZ nüchtern und zwischen den Mahlzeiten im Bereich von 60-90mg/dl plusminus vielleicht 10%. Schwangerschafts-Grenzwerte entsprechend den normalen Gesundwerten, in der Spitze nach dem Einfüllen von viiiielen KHs vielleicht an um 140 für ein paar Minuten. Dass beim Zuckerwassertest der 2Stundenwert als gesund gilt, ist ein Zopf aus dem diabetologischen Mittelalter.
    Und Metformin bremnst nur den steigenden BZ. Es kann den BZ nicht senken/runter ziehen, auch nicht in eine Unterzuckerung ziehen. Sonst müssten ja Frauen mit völlig gesundem BZ, die Metformin wg PCO nehmen, dauernd unterzuckern.
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    Bearbeitet von User am 03.08.2017 15:41:05. Grund: Ergänzung
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    am 03.08.2017 15:46:45 | IP (Hash): 1963798719
    Pelzlöffel schrieb:
    -- "Lebensstilmodifizierende, nicht medikamentöse Therapie-maßnahmen stellen auf jeder Therapiestufe die Basistherapiedar, sind aber häufig allein nicht ausreichend." --


    Aber NIRGENDWO steht da die Remission konkret mit 1 Jahr unter HBA1c6 und morgens nüchtern unter 100mg/dl benannt. Und wie soll jemand eine Adresse in sein Navi eingeben, die er nicht kennt?

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    am 03.08.2017 16:48:57 | IP (Hash): 1615550220
    hjt_Jürgen schrieb:
    Aber NIRGENDWO steht da die Remission konkret mit 1 Jahr unter HBA1c6 und morgens nüchtern unter 100mg/dl benannt. Und wie soll jemand eine Adresse in sein Navi eingeben, die er nicht kennt?

    Weiss nicht ob man so "konkrekt" sagen wann ein T2 sich zurückbildet, es macht im Rahmen des Behandlungsschema aber auch keinen Sinn.
    Die erste Stufe (ohne Medikamente) ist erstmal Anpassung der Ernährung, Bewegung usw.
    Wenn sich bei der nächsten Untersuchung hba1c usw unter die Schwellenwerte verbessert haben, wird die zweite Stufe (Medikamente) gar nicht erreicht. Quasi 'Bitte so weitermachen!'

    Irgendwelche Blut-Zielwerte sind für den Patienten in dieser Stufe viel zu abstrakt und ohne Bedeutung für den Alltag. Um beim Navi-vergleich zu bleiben: Da bekommt man bei genauer Eingabe der Zieladresse eine genaue Wegführung. Aber bei den Blutwerten ist das nicht so.
    Niemand kann genau sagen ob er nun beispielsweise jede Woche drei-mal oder fünf-mal Sport machen müsste um solche Nüchternwerte zu erreichen. Ziel ist hier erstmal nicht das genaue anfahren einer Zieladressen sondern eher 'möglichst weit in diese Himmelsrichtung, mal gucken wie weit man kommt.'
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    am 03.08.2017 20:07:07 | IP (Hash): 1963798719
    Von der Diagnosereife zurückdrehen bis in den Stand der vollständigen Remission bedeutet nicht Heilen, sondern mit dem beständigen persönlich exakt angepassten und darauf ausgerichteten alltäglichen Ess- und Trink- und Bewegungs-Verhalten den gesunden BZ-Rahmen ohne Medis stabil halten bei HBA1c unter 6 und Nüchtern-BZ unter 100mg/dl.

    Wer das schafft und dann auf entsprechend fachoffiziell gesundes Verhalten gemäß DGE und DDG umschaltet, hat seinen Diabetes innerhalb weniger Wochen zurück. Bedeutet umgekehrt, dass die vollständige Remission mit dem fachoffiziellen Standard-Behandlungs-Schema allenfalls zufällig erreichbar ist.

    Hier hast Du vor der Skizze der auf beständige Eskalation angelegten Standard-Behandlung den neuen auf volle Deeskalation angelegten Remissions-Ansatz http://www.ncl.ac.uk/media/wwwnclacuk/newcastlemagneticresonancecentre/files/banting-memorial-lecture.pdf
    Hab mein Ding vor 4 Jahren gemacht, mit nem über 20 Jahre alten und über 10 Jahre insulinpflichtigen Diabetes, da schon seit Jahren im völlig gesunden Bereich mit HBA1c 5,5 und besser, und durfte mein Basal nach ner Woche VLCD von einem Tag auf den anderen von 40 auf 10 Einheiten reduzieren. Hat mich gewaltig auf meinem Weg bestätigt. Und ich bin mir sicher, dass die meisten Betroffenen um die Diagnosereife rum eine ähnlich tolle Bestätigung empfinden würden, wenn sie schon im Zeitrahmen 1 Woche ihren Nüchtern-BZ von 130 auf 70-90mg/dl absinken sehen könnten.

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    Bearbeitet von User am 03.08.2017 20:08:26. Grund: Ergänzung