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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 26.07.2020
    am 26.07.2020 13:48:08 | IP (Hash): 1508652475
    Hallo,
    habe eine Frage, die meinen Schwager betrifft. Er ist 57 Jahre alt und bei ihm wurde dieses Jahr Diabetes festgestellt. Nun ist er eine Person, die alleine den Umstand "Diabetes" nicht managen kann und vergisst Insulin zu spritzen, die Ernährung richtig einzustellen und auch den Alkohol nicht unterbindet. Kurzum: in meinen Augen ist es für ihn eine zu große Belastung, die große Folgen mit sich ziehen kann.

    Gibt es nicht Zentren oder andere Einrichtungen, wo solche Personen (er ist Single und komplett auf sich alleine gestellt) einen Anlaufpunkt finden können?

    Würde mich über Nachrichten freuen, da ich ihm gerne helfen und viele unangenehme Dinge ersparen möchte.

    Beantragt hat er aufgrund der Diabetes absolut gar nichts und bezieht seit mehreren Jahren Hartz IV und ist beruflich nicht richtig vermittelbar.

    Danke für eure Hilfe.

    Daniel
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 374
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 26.07.2020 21:14:49 | IP (Hash): 2076481817
    Hallo Daniel,

    ohne ihn zu kennen, ist das natürlich schwer zu beantworten.
    Viele Menschen sehen den Sinn einer Diabetes-Behandlung (Ernährung, Sport, Alkoholverzicht, etc.) nicht ein. Wirklich hilfsbedürftig sind diese jedoch nicht. Wenn jetzt dein Schwager keine geistige oder Lernbehinderung aufweist, wird er somit in keinem Zentrum umfassend betreut werden können.
    Für ein Seniorenheim wäre er sicher auch noch zu jung.

    Was geht, ist dass ein Pflegedienst dreimal am Ta, oder so vorbeikommt zu den Hauptmahlzeiten und den Blutzucker misst und das Insulin spritzt, sollte er dazu überhaupt nicht in der Lage sein. Wobei hier die Frage besteht, ob man den Pflegedienst dann selbst zahlen muss.
    Zudem muss man nicht zwangsläufig als Typ2er Insulin spritzen, je nach Werten kann das ganze auch mit Tabletten behandelt werden.

    Generell wäre vllt für deinen Schwager eine Reha sicher sinnvoll (sollte er diese aufgrund der Arbeitslosigkeit überhaupt genehmigt bekommen, da bin ich überfragt). Dort bleiben die Betroffenen in der Regel 3 Wochen und lernen, dass es wichtig ist, für ihre eigene Gesundheit sich an die Vorgaben zu halten. Lernen mit dem Diabetes umzugehen. Aber wenn er nicht will, kann ihn niemand dazu zwingen im Alltag auf seinen Diabetes zu achten. Es sei denn, wie oben geschrieben, er kann es aufgrund einer geistigen Einschränkung nicht, dann wäre es was anderes.
    Es gibt leider so viele Diabetiker, denen alles total egal ist. Für Außenstehende ist es schwer zu akzeptieren, aber da hilft leider nix. Wenn sie nicht wollen, es ist ihre Gesundheit..
    Ggf. könnt ihr ihn als Familie unterstützen.

    LG
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 3
    Mitglied seit: 26.07.2020
    am 31.07.2020 10:41:23 | IP (Hash): 1300985225
    Danke für die klaren Worte und den Erfahrungsschatz! Schwer zu verstehen, aber man befindet sich nicht in der jeweiligen Lage.

    Viele Grüße