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heute schon gesündigt?
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am 05.08.2021 06:22:45 | IP (Hash): 1704237245
Ihr wisst es ja alle. Wer Diabetes hat für den ist das süße Leben vorbei. Man verliert jede Lebensqualität und findet sein Leben als Diabetiker einfach nur noch schlecht.
Nichts darf man mehr, kein süßes Obst, Kuchen und Torte, Puddings u.s.w.
Nun ist es aber so das der Körper auch nach etwas süßes verlangt und man kann sich nicht nur immer die Schwarzwälder Torte in der Auslage ansehen, man muss sich das auch mal gönnen.
Heute habe ich Appetit auf schöne süße Bananen, das geht mir schon seit ich aufgestanden bin durch den Kopf. Also werde ich mir das heute gönnen.
Natürlich weiß ich das es meinen Zuckerspiegel erhöhen wird und deshalb werde ich vor dem Verzehr für jede Banane 2 Einheiten von dem Kurzzeit-Insulin spritzen. Das reicht für gewöhnlich aus.
Wie ist es bei Euch so? Wenn der Appetit auf etwas Süßes kommt, greift Ihr dann trotzdem zu und gönnt Euch zum Beispiel ein Eis und ähnliches? Und spritzt Ihr dann vor oder nach dem Verzehr?
Es wäre für mich mal interessant zu wissen wie andere Diabetiker damit umgehen.
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am 05.08.2021 07:32:16 | IP (Hash): 556556956
Erstens hat das überhaupt nichts mit sündigen zu tun, so mal ganz grundsätzlich...
Und ich esse das was ich will und dann, wann ich es will - ok, nicht wenn ich eh schon deutlich zu hoch bin....
Für viele, richtig schnelle Kohlenhydrate (z.B. Gummibärchen) gebe ich das Insulin meistens mit ausreichend SEA/DEA ab und splitte es machmal auch auf 2 Stellen.
Für Kuchen und Eis gebe ich 60% vorher ab, den Rest erledigt inzwischen die Loop... Früher habe ich das Insulin komplett vorher abgegeben und dann später evtl. korrigiert.
Obst finde ich überhaupt nicht problematisch, wird ganz normal insultiert. Ok, Bananen mag ich nicht, Weintrauben sind da eher wie Gummibärchen.
Edit: Bin Typ1 mit Pumpe und inzwischen Loop
Bearbeitet von User am 05.08.2021 07:32:52. Grund: Edit1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.08.2021 08:47:05 | IP (Hash): 347051150
Seltsamerweise hat sich mein Verlangen nach süßem extrem stark reduziert.
Wenn ich da an die Mengen von früher denke. Ne ganze Packung Gummibärchen war da nix. Oder ne große Flasche Limo fast auf ex.
Natürlich hat man trotzdem mal Lust auf was süßes, ich esse dann gern mal eine Rippe Schokolade mit 70.oder 80% mehr als eine Rippe geht da eh nicht im Gegensatz zu Vollmilch wo auch eine Tafel kein Problem wäre.
Gerne esse ich auch Nüsse als snack zwischendurch.
Manchmal gibt's aber eben auch ganz normale Süßigkeiten aber eben nur eine kleinen Menge ganz bewusst gegessen und nicht nebenher reingefuttert.
Bei Geburtstagen gibt's dann aber auch mal mein Stück Kuchen oder Torte aber eben nur ein schmales.
Da ich kein Insulin Spritze haben ich dadurch natürlich auch mal kleinere BZ spitzen danach, bei kleinen Mengen halten die sich aber in Grenzen und sind schnell wieder angebaut,. Vor allem am Nachmittag / frühen Abend scheint meint Körper damit noch halbwegs gut fertig zu werden. Am Morgen verkneifen ich es mir totel da die Auswirkung da deutlich stärker ist.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.08.2021 09:09:38 | IP (Hash): 1704237245
wenn Du kein Insulin spritzen musst, dann bist Du ja gut dran.
Ich bin froh das ich es jetzt nach einiger Umstellung mit der Ernährung auf 1 x spritzen am Tage geschafft habe, aber das Langzeit für die Nacht muss auch immer noch sein.
Ich habe hier auch gerade eine Packung Weingummi liegen und esse davon immer nur ein Stück.
Dann später ein weiteres Stück und wie ich feststelle hat es kaum eine Auswirkung auf den BZ-Wert.
Übrigens habe ich irgendwo gelesen das schwarze Schokolade den Wert sogar senken soll.
Da muss ich erst mal schauen wo ich die kaufen kann. Möchte ich aber mal ausprobieren. -
am 05.08.2021 09:52:38 | IP (Hash): 347051150
Dunkle Schokolade bekommst du heute ja eigentlich überall. Musst halt probieren was dir noch schmeckt, 80% oder 85% ist schon heftig 70% noch ganz ok.
Ich mag die 70% von Lidl, da ist dir tafel auch in 4 Portionen einzeln verpackt sehr praktisch.
Generell habe ich aber schon gemerkt das verzichten am Ende oft einfacher ist als sich zu viele kleine Sünden zu erlauben das werden dann nämlich langsam immer mehr und mehr. -
am 05.08.2021 10:41:03 | IP (Hash): 19222042
Mit immer Verboten kommt man nicht weiter.
Ich persönlich esse kein strenges Low Carb. Dank Insulin habe ich es gut geschafft, dennoch meinen BZ in gute Bahnen zu lenken.
Obst gehört bei mir täglich auf dem Speiseplan. Meist auch etwas mehr. Gestern gab es insg. 4 KE Obst (Heidelbeeren mit Honigmelone). Dazu Joghurt mit etwas Folhsamenschalen für die Versauung. Der SEA hat so gut gepasst, dass ich unter 140 geblieben bin.
Generell sollte man selbst austesten, welches Obst für einen geeignet ist. Heidelbeeren sind bei mir bspw. schwieriger als Erdbeeren, Himbeeren, Honigmelone oder Pfirsiche. Dabei heißt es Heidelbeeren sind bei Diabetes gut, Honigmelone schlecht..
Bei mir gibt es auch regelmäßig einen Teller Nudeln mit 8 KE. Es hat ein wenig gedauert, bis ich den gut insulinisieren konnte. Aber jetzt bekomme ich es i.d.R. gut hin. -
am 05.08.2021 10:41:38 | IP (Hash): 295483452
Wie Heike kann ich mit Sündigen im Zusammenhang mit meinem Diabetes nix anfangen. Das ist Sache der Religion. Und wie Heike esse ich wann und was ich will, allerdings mit 2 Einschränkungen: Es muss mir schmecken, und es muss in meinen Gewichtsrahmen passen, und der setzt meine engsten Schranken. Denn heute mit 74 habe ich zwar viel mehr Zeit zum Essen, als mit z.B. 44, als mein Typ 2 diagnostiziert wurde, aber für’s Halten von meinem einigermaßen erträglichen Gewicht darf ich wenigstens gefühlt nicht mal mehr die Hälfte essen. Und da fallen halt Süßigkeiten bei mir deswegen zum größten Teil raus, weil ich mich damit nicht ausreichend bremsen kann. Dabei hat auch zu den Zeiten, als ich noch 20 kgs mehr mit mir rumgeschleppt hab, mein enger gesunder BZ-Rahmen nicht geholfen. Denn für das Mehr an Süßigkeiten konnte ich prima passend spritzen :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
specki
Rang: Gastam 05.08.2021 11:54:37 | IP (Hash): 1487376100
Warum machen die meisten Diabetiker ihre Lebensqualität an Lebensmitteln fest?
Diese Lebensmittel haben uns krank gemacht, warum weiterhin selbige essen wollen?
Laut deiner Behauptung müßten sich alle Menschen in ärmeren Ländern
vor den Zug werfen, da diese ja überhaupt keine Lebensqualität haben.
(allerdings haben die auch seltener Diabetis "finde den Fehler")
Da ich nur Fleisch,Milchprodukte(in maßen), Wasser und Kaffee zu mir nehme
und mein BZ IMMER zwischen 95-105 ist habe ich nie das Bedürfniss
mir etwas gönnen zu MÜSSEN.
Wenn man den lieben langen Tag den BZ hochjagt-runter-hoch -runter
dies dann mit Medikamenten und oder Insulin kompensieren MUSS!
Wo bleibt da bitte schön die "Lebensqualität"?
Wo ist die hier viel gepriesene "Lebensqualität" wenn es zu Diabetisfolge Erkrankungen
geht?
Ein zu hoher BZ hat negative Auswirkungen auf JEDE Funktion in unserem Körper.
Was passiert im Normalfall bei einem Neudiabtiker Typ2
(kann man hier ganz toll lesen)
Selbiger Neudiabtiker bekommt die Diagnose Hb1Ac 8++ bekommt gesagt er möge sich
doch bitte "gesünder" ernähren, abnehmen, Sport machen und bekommt Metformin!
Selbiger Neudiabtiker meldet sich hier im Forum an(weil er die Hosen voll hat)
holt sich die informationen die er für seinen Lebensstil braucht
(wieviel Kuchen,Schokolade,Alkohol etc.etc. etc)
Dieser Neudiabetiker hält sich dann auch eine weile daran, nach 3 Monaten
ist der Hb1Ac dann vielleicht auch nur noch zwischen 6-7(is doch supiiii)
Arzt klopft ihm auf die Schultern und Neudiabetiker macht noch eine Weile so weiter
das hält im Normalfall aber nicht lange an weiiiiiiiiiiiil "man muß sich ja was GÖNNEN können"
(wegen Lebensqualität und so)
Metformin hilft dann auch eine weile ,vielleicht auch jahre bis es dann nicht mehr hilft
dann mehr Medikament und irgendwann Insulin!
Wo bleibt die "Lebensqualität" wenn man sich 3 mal am Tag spritzen MUSS
und überlegen muss wie viel esse ich, wieviel muß ich spritzen etc. etc.
immer Pen, Messgerät, Traubenzucker mit ruMTRagen MUSS!
Wo ist da die "lebensqualität"?
Man müßte vielleicht mal so langsam überdenken was Lebensqualität wirklich ist?
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.08.2021 13:24:21 | IP (Hash): 556556956
Da du mal wieder nicht differenzierst...
specki schrieb:
Warum machen die meisten Diabetiker ihre Lebensqualität an Lebensmitteln fest?
Diese Lebensmittel haben uns krank gemacht, warum weiterhin selbige essen wollen?
Nö, dass war mein Immunsystem...
specki schrieb:
Laut deiner Behauptung müßten sich alle Menschen in ärmeren Ländern
vor den Zug werfen, da diese ja überhaupt keine Lebensqualität haben.
(allerdings haben die auch seltener Diabetis "finde den Fehler")
Ich habe erst vor kurzem eine Reportage gesehen, dass in vielen Entwicklungsländern die Zahl der Typ2-Diabetiker gerade stark ansteigt... weiß leider nicht mehr, wo das war.
Die Typ1er sterben einfach, oft ohne Diagnose. Und auch der Typ2 auch aufgrund der schlechteren medizinischen Versorgung seltener dignostiziert.
specki schrieb:
Da ich nur Fleisch,Milchprodukte(in maßen), Wasser und Kaffee zu mir nehme
und mein BZ IMMER zwischen 95-105 ist habe ich nie das Bedürfniss
mir etwas gönnen zu MÜSSEN.
Das halte ich weder für gesund noch ethisch vertretbar - und ich meine damit nicht Wasser oder Kaffee - ...nur auf die Werte zu gucken, ist nicht alles...
Ich bin mir sicher, dass bei dir irgendwann Mangelerscheinungen auftreten werden...
specki schrieb:
Wenn man den lieben langen Tag den BZ hochjagt-runter-hoch -runter
dies dann mit Medikamenten und oder Insulin kompensieren MUSS!
Wo bleibt da bitte schön die "Lebensqualität"?
Die Alternative zu Insulin ist der Tod und der ist mit dem Leben nicht vereinbar...
specki schrieb:
Wo ist die hier viel gepriesene "Lebensqualität" wenn es zu Diabetisfolge Erkrankungen
geht?
Ein zu hoher BZ hat negative Auswirkungen auf JEDE Funktion in unserem Körper.
Deshalb ja Insulin in der richtigen Menge zur richtigen Zeit...
specki schrieb:
Was passiert im Normalfall bei einem Neudiabtiker Typ2
(kann man hier ganz toll lesen)
Selbiger Neudiabtiker bekommt die Diagnose Hb1Ac 8++ bekommt gesagt er möge sich
doch bitte "gesünder" ernähren, abnehmen, Sport machen und bekommt Metformin!
Selbiger Neudiabtiker meldet sich hier im Forum an(weil er die Hosen voll hat)
holt sich die informationen die er für seinen Lebensstil braucht
(wieviel Kuchen,Schokolade,Alkohol etc.etc. etc)
Hier hat das Differenzieren sogar mal geklappt. Wäre sonst auch lächerlich geworden...
specki schrieb:
Wo bleibt die "Lebensqualität" wenn man sich 3 mal am Tag spritzen MUSS
und überlegen muss wie viel esse ich, wieviel muß ich spritzen etc. etc.
immer Pen, Messgerät, Traubenzucker mit ruMTRagen MUSS!
Wo ist da die "lebensqualität"?
Man müßte vielleicht mal so langsam überdenken was Lebensqualität wirklich ist?
Das ist Voraussetzung für Leben... für mich seit über 40 Jahren das selbstverständlichste von der Welt. Indem ich das mache und das Insulin und die Hilfsmittel richtig einsetze, ist mein Diabetes nur eine lästige Nebensache, und es erlaubt mir genau das Leben, dass ich führen möchte!
DAS IST LEBENQUALITÄT!
Bearbeitet von User am 05.08.2021 13:31:36. Grund: Formatierung -
am 05.08.2021 13:47:28 | IP (Hash): 465019658
Lebensqualität definiert halt jeder anders für sich.
Wenn man eh spritzen muss macht es ja keinen großen Unterschied ob man nun etwas mehr oder weniger Insulin spritzt.
Mir persönlich schmeckt meine neue low carb Ernährung und ich fühle mich gut damit.
Also keine großen Einschränkungen.
Wenn sich jemand aber stark eingeschränkt fühlt und dann lieber spritzt als auf die Ermährung zu achten ist das eben seine individuelle Entscheidung.
In vielen armen Ländern nimmt Diabetes zu weil auch dort immer mehr industriell verarbeitete Lebensmittel billig auf den Markt geworfen werden und da ist eben oft viel billiger Zucker drin.
Ich persönlich glaube schon das die Ermährung da einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Typ 2 hat. Heißt nicht das es jeder bekommt der sich falsch es bekommt aber wenn man die Veranlagung hat kann es eben dadurch ausgelöst werden.
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
specki
Rang: Gastam 05.08.2021 14:37:48 | IP (Hash): 1487376100
Wir als"Wohlstands" Gesellschaft machen uns krank
und da ärmere Länder unserem Lebensstil hinterhecheln und die Lebensmittelindustrie dies unterstützt zwangsläufig gleich mit
(dauert noch eine weile bis die aufholen, dann sind die genauso krank)
Natürlich kann jeder für sich entscheiden ob er irgendwann mal Insulin spritzen möchte.
Mit schwillt nur der Kamm, wenn hier geschrieben wird "sich was gönnen"
da könnte ich schreien.
Gerade bei den Neudiabetikern Typ2, die das einfach so hinnehmen.
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am 05.08.2021 15:43:55 | IP (Hash): 465019658
Das gleiche kannst du jedem Raucher erzählen oder bei jedem der Alkohol trinkt.
Der Mensch hat nun mal die Angewohnheit sich schädliche Angewohnheiten als Genuss zu empfinden.
Aufregen bringt da auch nicht viel. -
specki
Rang: Gastam 05.08.2021 15:57:15 | IP (Hash): 1487376100
Räusper hust hust :-)
Das mit dem rauchen mußt du mir nicht erzählen lol
allerdings in dem Fall ist es eine Sucht(die werd ich als nächstes los"doppelschwör")
unter "Genuss" fällt das bei mir zumindestens nicht.
Kenne einen Alkoholiker,der "geniest" das glaube ich auch nicht.
Eine sucht kann man nicht wirklich damit vergleichen. -
am 05.08.2021 17:12:49 | IP (Hash): 295483452
Turbotobi schrieb:
Ich persönlich glaube schon das die Ermährung da einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Typ 2 hat.
Wenn jemand mit völlig normal gesunder Ernährung und Bewegung Typ 2 hätte, hat er vollkommen gesunden BZ, wenn er körperlich aktiv ist/sein muss und 24/7 mit wenigen Ausnahmen im Quartal Kohldampf schiebt. Das ist die Situation vieler Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern dieser Welt. Was sie auch hier in D während des Kriegs und danach, also in Zeiten, in denen es nach den medizinischen Märchenerzählern keinen Typ 2 gab. Und in dem Maße, in dem sie alltäglich satt zu essen haben, steigt dann der BZ sich selbst verstärkend immer höher an und kann als Diabetes diagnostiziert werden, wenn der Anstieg bemerkt wird.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 05.08.2021 19:00:42 | IP (Hash): 1704237245
kommen wir wieder zurück zum eigentlichen Thema.
Niemand kann mir erzählen, wenn sich jemand in einer Gruppe befindet und alle um ihn herum am Eis essen sind, er keinen Appetit auf ein Eis bekommt.
Wer dieser Versuchung widerstehen kann besitzt schon eine gewisse Selbstdisziplin, die mir dabei aber auch manchmal abhanden kommt.
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am 05.08.2021 19:34:38 | IP (Hash): 295483452
Wenn ich mit ner Gruppe zum Eisessen rolle, nehm ich selbstverständlich auch eins. Das wird keine Riesenportion, weil ich sooo viel davon wirklich nicht mag. Dafür spritz ich passend und dann lass ich’s mir schmecken.
Ich hab auch schon mal gut 2 Jahre ketogen gelebt mit max um 40 g KHs am Tag. Da war kein Eis und keine Süßigkeit drin, auch wenn um mich rum eifrig davon gegessen wurde. Hatte meinen Start damals übrigens in einer Vorweihnachtszeit und war selbstverständlich dabei, wenn meine Frau und die Kinder und Enkel sich z.T. mit süßen Leckerlis gestopft haben. Aber das war halt nicht meins. Punkt.
Die Tür zu den KHs hatte ich geschlossen, und Du willst mir jetzt nicht einreden, dass normal gewesen wäre, wenn ich die ganzen 2 Jahre davor gesessen und geheult hätte, oder?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
specki
Rang: Gastam 05.08.2021 20:06:24 | IP (Hash): 1487376100
Ich könnte in einer Gruppe Eis essen gehen
hat in meinem Fall aber nix mit Selbstdisziplin zutun(hab ich nämlich keine)
Seit ich meinen Kohlehydrateknopf auf "aus" habe und mein BZ nicht wirklich schwankt
interessiert es mich nicht mehr was andere essen.
Ich kann auch wie neulich zum Grillen gehen und den anderen beim Nudelsalat
und Baquett essen zusehen und hinterher gabs beim kartenspielen noch Plätzchen
solange ich reichlich Fleisch hatte und satt bin,ist mir das egal
und selbst wenn es für mich an diesem Abend nix gegeben hätte
hätte ich trotzdem nicht angefangen zu sabbern beim Anblick vonEisbecher
Nudelsalat etc.
Da wie bereits erwähnt mein BZ ziemlich gleichbleibend ist kann ich damit
entspannt umgehen.
Was für MICH mehr Lebensqualität ist
Was ich gerade beschlossen habe mir zu "GÖNNEN" ist eine Pediküre
(die können das einfach besser) :-) -
am 05.08.2021 20:12:52 | IP (Hash): 1432752510
Ich kenne mich
und das heißt, wenn etwas da ist wird es „gefressen“.
Daher kaufe ich nichts und es ist außer Bitterschokolade nichts im Haus.
Sollte es mich doch mal überkommen kann ich mich mittlerweile so weit bremsen
das es nicht ausartet.
Selbst ein angebotenes Mini-Magnum oder ein Stück Kuchen kann ich ablehnen.
Nicht immer, aber ich werde nur noch selten schwach.
Wenn ich bedenke, das ich früher einen Milchreis mit ZimtZucker und Birnen
einem Rumpsteak vorgezogen habe …
Ich bin ein Sättigungsbeilagenesser
Das ändert sich aber immer mehr.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.08.2021 00:59:52 | IP (Hash): 122967409
Ich verzichte auf gekauftes Brot/Brötchen, Pizza und Alkohol.
Ein kleines Stück Kuchen im Urlaub oder wenn ich eingeladen bin, erlaube ich mir einfach.
Süßigkeiten esse ich sehr selten und wenn, dann nur ein Stück gleich nach einer Hauptmahlzeit.
Auf Obst jedoch kann ich einfach nicht verzichten. Ich habe meinen Obst/Gemüsegarten vor meiner Diabeteserkrankung angelegt. Jetzt wächst alles vor meiner Tür... Äpfel, Birnen, Weintrauben, Pflaumen... gerade werden die ersten Pfirsiche reif. Ein vollreifer Pfirsich direkt vom Baum (nicht die Dinger aus dem Geschäft, mit denen man Fensterscheiben einschmeißen kann) schmeckt einfach herrlich. Darauf werde ich nicht verzichten, esse aber nicht mehr so viel wie früher davon.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.08.2021 12:17:53 | IP (Hash): 890917685
Ich kann diese Ablehnung einer Insulintherapie nicht nachvollziehen, besonders bei den etwas Jüngeren. OK, bei mir geht es nicht anders, ich habe seit knapp 40 Jahren Diabetes Typ 1. Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir das Insulin ein völlig freies Leben ermöglicht hat und weiß, dass auch Typ2er dies für ein unbeschwertes Leben gerne nutzen. Das Wort "Sünde" ist mir völlig fremd. Nach einer Zeit der Diät hatte ich eine sehr gute Einschulung. Danach hat mich nichts mehr an den Diabetes erinnert außer das Spritzen und BZ-messen.
Ich habe nach der Einschulung nie etwas nicht gegessen/getrunken wegen des Diabetes, ich habe nie Reisepläne oder sportliche Betätigung ändern müssen wegen des Diabetes, nie eine Party deswegen ausgelassen. Klar gilt bei vielen Typ2ern, dass ihr bisheriger Lebensstil den Diabetes begünstigt hat und hier sind natürlich Korrekturen nötig. Mit Insulin kann man aber sein Leben unbeschwert planen und ist nicht davon abhängig, sein Leben in ein enges Korsett zu drücken.
LG Geri -
am 21.08.2021 13:03:32 | IP (Hash): 420980370
Ich hatte diese Woche seit 1,5 Jahren die besten Blutwerte, obwohl ich nach einer stärker disziplinierten Essensphase die letzten 2 Monate eher wieder in ein entspannteres Essen übergegangen bin. Dafür habe ich mein Bewegungsniveau gesteigert.
Mein Eindruck ist, obwohl ich mit vom Essensgefühl in gewisser Weise besser fühle - satter, befriedigter - meine Stimmung dadurch stärker schwankt und ich weniger das Gefühl habe, Kontrolle über mein Essverhalten zu haben. Von daher versuche ich aktuell wieder einen besseren Weg für mich zu finden.
Sich etwas zu gönnen oder nicht zu gönnen hat immer Folgen, die man für sich einschätzen muss. Essen ist letztendlich auch eine sehr emotionale Sache. Rational könnte das alles sehr einfach sein.
Da ich Typ 2 ohne Insulin bin, ist die Situation aber auch anders. Ich denke mit Insulin kann man das deutlich anders handhaben. Bei Typ 2 muss mein Körper damit erstmal zurecht kommen.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 21.08.2021 22:39:49 | IP (Hash): 874357703
Geri schrieb:
Ich kann diese Ablehnung einer Insulintherapie nicht nachvollziehen, besonders bei den etwas Jüngeren. ...
Mit Insulin kann man aber sein Leben unbeschwert planen und ist nicht davon abhängig, sein Leben in ein enges Korsett zu drücken.
Dir mit Typ 1 fehlt Insulin, und Du kannst es mit super Anleitung (um Welten zielführender als die bei uns übliche fachoffizielle Schulung nach DDG) und Übung passend aus dem Pen ersetzen.
Uns mit Typ 2 fehlt nicht nur kein Insulin, sondern wir haben selbst dann noch viel mehr als ein gesunder Mensch unter gleichen Umständen davon in Umlauf, wenn keine anderen Mittel mehr zur erträglichen Begrenzung des BZ reichen und wir anfangen müssen, zusätzlich Insulin zu spritzen.
Wo mit Typ 1 eine IE passt, brauchen wir mit Typ 2 deren zwei oder 3 oder noch mehr, und zwar auch dann, wenn wir nur noch für ein fachoffiziell gesundes Gewicht fachoffiziell gesund essen und uns fachoffiziell alltäglich gesund bewegen.
Bitte berücksichtige: Insulin ist ein Wachstumshormon mit jeder Menge weiterer Funktionen neben der der BZ regulierenden!
In Deiner oben zitierten lockeren Art erinnerst Du mich an meinen vorletzten alten Hausdok, der mir ab Ende der 70ger des vorigen Jahrhunderts jeden Frühsommer ne gute Dröhnung Cortison zur Linderung meiner Pollenallergie verabreichte. Sehr viel wirksamer, als die Tabletten, die ich bis dahin genommen hatte und mit denen ich im Hauptberuf müde gewesen war.
Auf welche Nebenwirkungen ich mich denn mit dem tollen neue Mittel wohl einstellen müsste, hab ich ihn damals gefragt. Auf keine, hat er mir damals sehr ernsthaft geantwortet. Das sei nichts als das Hormon, das der Körper eh selbst herstelle, auch meiner.
Wenn ich’s recht erinnere, hat er die allgemeine Umbewertung der Anwendung damals nicht mehr erlebt.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 01.09.2021 20:08:43 | IP (Hash): 1497254426
heute hatte ich mal wieder so einen Tag wo mich der ganze Zuckerkram sonst was kann.
Obst-Jogurt, Weintrauben und Kuchen verdrückt.
Um 19:00 Uhr BZ gemessen mit 300 ml. Da hilft nur noch 16 Einheiten Langzeitinsulin spritzen.
Mal abwarten wie morgen früh der BZ ist.
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am 02.09.2021 09:21:19 | IP (Hash): 1629956718
Und um ne Stunde nach den jeweiligen Einverleibungen hättest Du bestimmt auch an die 400 messen können. Du willst also tatsächlich ausprobieren, wie das Leben ohne vernünftige BZ Steuerung so weitergeht. Ok, Daumendrück!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 02.09.2021 09:37:31 | IP (Hash): 857750268
naja, es geht bestimmt auch anderen so das man irgendwann einen Heißhunger auf bestimmte Sachen bekommt. Muss man auf alles verzichten?
Der BZ um 07:45 war nur 130 hoch. Viel erstaunlicher aber war das ich diese Nacht ca. 5 Stunden durchgeschlafen habe. Das hatte ich schon lange nicht mehr.
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