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Blutzuckerkurve
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am 14.02.2024 07:52:12 | IP (Hash): 195713328
Ich frage mich aber wie ihr das intermittierende Fasten schafft? Ich habe es im letzten Jahr mal ausprobiert und es ging absolut nicht. Mir war permanent so schwindelig und ich war so schlapp. An der Arbeit bin ich häufig fast umgekippt so dass ich mich setzen musste. Ich habe es 4 Wochen durchgehalten und dann beendet. Jetzt esse ich wieder wie vorher und so wie meinen Ärzten es mir empfehlen: viele kleine Mahlzeiten mit jeweils niedrigem KH-Anteil. -
am 14.02.2024 08:09:04 | IP (Hash): 35154354
Nosweets schrieb:
Ich frage mich aber wie ihr das intermittierende Fasten schafft? Ich habe es im letzten Jahr mal ausprobiert und es ging absolut nicht. Mir war permanent so schwindelig und ich war so schlapp. An der Arbeit bin ich häufig fast umgekippt so dass ich mich setzen musste. Ich habe es 4 Wochen durchgehalten und dann beendet. Jetzt esse ich wieder wie vorher und so wie meinen Ärzten es mir empfehlen: viele kleine Mahlzeiten mit jeweils niedrigem KH-Anteil.
Das, was du da beschreibst: schwindelig und schlapp, kenne ich aus der ersten Zeit nach meiner Diabetes-Diagnose.
Damals hab ich einfach nur angefangen, "normal-gesund" zu essen.
Halte ich für Entwöhnungserscheinungen, nachdem der Körper über lange Zeit an zu viel BZ gewöhnt war...
______________________
ehemaliger Diabetiker -
am 14.02.2024 08:31:08 | IP (Hash): 2112195232
Nosweets schrieb:
Ich frage mich aber wie ihr das intermittierende Fasten schafft? Ich habe es im letzten Jahr mal ausprobiert und es ging absolut nicht. Mir war permanent so schwindelig und ich war so schlapp. An der Arbeit bin ich häufig fast umgekippt so dass ich mich setzen musste. Ich habe es 4 Wochen durchgehalten und dann beendet. Jetzt esse ich wieder wie vorher und so wie meinen Ärzten es mir empfehlen: viele kleine Mahlzeiten mit jeweils niedrigem KH-Anteil.
Ist eine Gewöhnungssache, die erste Zeit knurrt der Magen, man fühlt sich schlapp und man denkt permanent ans Frühstück.
Irgendwann gewöhnt man sich aber dran, vermisst da kaum noch etwas und so etwas wie "Hunger" hab ich eigentlich nur dann wenn auch das vorherige Abendessen ausfiel oder sehr spartanisch war.
In solchen Fällen nehme ich ein bisschen Flohsamenschalenpulver in Wasser, das macht für Stunden satt. Viel Trinken hilft auch immer.
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am 14.02.2024 12:17:02 | IP (Hash): 231992445
Der Krapfen und der (mein) Blutzucker :-)
Einen Krapfen, so richtig fett, süß und mit Sicherheit ungesund gibt es bei mir einmal im Jahr: am Faschingsdienstag
Neu in diesem Jahr, ich konnte mit Sensor beobachten, was er mit meinem Blutzucker macht.
Gegessen wurde er auf nüchternen Magen um 13:00.
Blutzuckerkurve schiesst von ca. 110 auf 150 und fällt dann ebenso steil wieder ab auf ca. 90 und eine weitere Stunde später auf ca. 70 und dann wieder auf 90 anzusteigen.
Sind 150 eine zu hohe Spitze ? und warum fällt der BZ dann so tief?
Wenn ich keinen Denkfehler habe könnte ich dann ja auch naschen?
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am 14.02.2024 12:59:21 | IP (Hash): 2112195232
-anna- schrieb:
Der Krapfen und der (mein) Blutzucker :-)
Einen Krapfen, so richtig fett, süß und mit Sicherheit ungesund gibt es bei mir einmal im Jahr: am Faschingsdienstag
Neu in diesem Jahr, ich konnte mit Sensor beobachten, was er mit meinem Blutzucker macht.
Gegessen wurde er auf nüchternen Magen um 13:00.
Blutzuckerkurve schiesst von ca. 110 auf 150 und fällt dann ebenso steil wieder ab auf ca. 90 und eine weitere Stunde später auf ca. 70 und dann wieder auf 90 anzusteigen.
Sind 150 eine zu hohe Spitze ? und warum fällt der BZ dann so tief?
Wenn ich keinen Denkfehler habe könnte ich dann ja auch naschen?
Hallo Anna,
ich liebe Krapfen ebenso.
Es gibt noch so alle paar Wochen mal einen, der letzte war nur ein halber Krapfen, den hab ich mir mit meiner Frau geteilt^^
150 ist meiner Meinung nach kein besorgniserregender Wert, ich war übrigens auch angenehm überrascht das der auch bei mir nicht so schlimm anschlug wie befürchtet.
Hab Krapfen letztes Jahr und dann noch einmal gegen Weihnachten 2 mal getestet. Der zweite war ein ziemlich grosser slowenischer Bauernkrapfen (ohne Füllung), da gab es interessanterweise nur einen ganz kleinen Peak.
So ein durchschnittlicher Krapfen wiegt 60 bis 120g, im Schnitt vielleicht 100g.
Da das Gewicht auch zu grossen Teilen vom Fett kommt bleiben vielleicht noch 30 oder 40g KH übrig.
Und wenn man dann noch den Puderzucker abklopft oder abschabt und vielleicht auch die Füllung teilweise nicht mitisst, dann ist das gar nicht mehr so viel KH was man da konsumiert.
Der Bauernkrapfen sah zwar grösser aus, aber dürfte gewichtsmässig nicht viel anderes gewesen sein als die "normalen".
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am 14.02.2024 13:05:49 | IP (Hash): 664729015
-anna- schrieb:
Blutzuckerkurve schiesst von ca. 110 auf 150 und fällt dann ebenso steil wieder ab auf ca. 90 und eine weitere Stunde später auf ca. 70 und dann wieder auf 90 anzusteigen.
Sind 150 eine zu hohe Spitze ? und warum fällt der BZ dann so tief?
Wenn ich keinen Denkfehler habe könnte ich dann ja auch naschen?
Hallo Anna,
also das Naschen auf nüchternen Magen würde ich an deiner Stelle nur als Ausnahme zulassen. Mehr willst du bestimmt auch nicht.
150mg/dl sind nicht zu viel, aber die starke Schwankung von 150 zu 70 könnte eventuell problematisch sein. Probiere mal aus, wie sich dein BZ verhält, wenn du die Süßigkeit als Nachtisch nach einer gößeren Mahlzeit isst. Wenn dein BZ dabei dann flacher verläuft, könntest du dir mit Sicht auf die Diabetesprävention vielleicht sogar öfter erlauben.
Der starke Abfall zeigt erst mal, dass du noch genügend Insulin hast. Möglicherweise liegt die überschießende Reaktion nur daran, dass dein Körper diese große Menge an schnellen KH nicht erwartet hat, weil das in deiner Ernährung der letzten Tage nicht so war. Eventuell ist es aber auch eine kleine Störung in Richtung leicht verspätete und dann überschießende Insulinantwort.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 14.02.2024 13:57:08. Grund: BBCodes -
am 14.02.2024 18:54:44 | IP (Hash): 1709614673
Nosweets schrieb:
Ich frage mich aber wie ihr das intermittierende Fasten schafft? Ich habe es im letzten Jahr mal ausprobiert und es ging absolut nicht. Mir war permanent so schwindelig und ich war so schlapp. An der Arbeit bin ich häufig fast umgekippt so dass ich mich setzen musste. Ich habe es 4 Wochen durchgehalten und dann beendet. Jetzt esse ich wieder wie vorher und so wie meinen Ärzten es mir empfehlen: viele kleine Mahlzeiten mit jeweils niedrigem KH-Anteil.
Vielleicht legst du deine Latte zu hoch. Du musst ja nicht unbedingt jeden Tag intermittierend fasten. Fang doch mal klein an. Wenn du z.b. am Samstag Besorgungen machen musst, dann kannst du mal versuchen, ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen und danach Frühstück und Mittagessen zusammenzulegen. Versuche dir so mit schieben esspausen zu erarbeiten und finde für dich heraus, zu welchen uhrzeiten und Gelegenheiten das funktioniert. Oder versuche wenigstens einen langen Zeitraum ohne Kohlenhydrate und mach einzelne Mahlzeiten immer kleiner und andere größer. Spiel mit den Zutaten einer Mahlzeit. Ein Spiegelei oder eine geräucherte Bioforelle als spätes Frühstück macht gut satt. Versuche es mal mit einer Gemüsesuppe mit tofu als spätes Frühstück. Dazu joghurt mit Nüssen und Samen. Vielleicht solltest Du deine Portionen vergrößern, damit Du auch satt bist. Man kann am späten Vormittag auch wunderbar ein Stück biolachs und schönes Gemüse dazu essen (keine Kartoffeln). Huhn mit einem riesenteller Salat. Usw. -
am 17.02.2024 16:46:03 | IP (Hash): 1985868933
Hallo Zusammen,
mein Blutzucker ist gerade auf 76 (war 60 Minuten auf dem Laufband gehen - es regnet) und heute seit dem Morgen dauerhaft untern 100. Das behauptet zumindest der weiße Knopf im Oberarm und der muss es ja wissen :-)
Metformin 500 1-0-1 scheint jetzt doch zu wirken, der Hba1c Anfang April wird dann Gewissheit bringen.
Bei mir gibt es heute nur ein Abendessen (unter 500 kcal)
Fenchelgemüse gedünstet
Magertopfen (den essen ich einfach mit dem Löffel, natur pur)
Gestern fielen mir bunte Bio-Karotten um 50% zu weil sie am Vortag abgelaufen sind.
Habe sie im SlowCooker mit etwas Öl gedünstet und bissfest genossen.
Da Karotten süß schmecken und auch einiges an KHs haben, habe ich mit einem deutlichen Anstieg der BZ-Kurve gerechnet.
Und was ist passiert? NICHTS !?!?!?!?
Der BZ ging zu keinem Zeitpunkt über 110 und war nach einer Stunde auf 80.
Später gab es dann noch ein Schnittlauch-Vollkornbrot und ein Joghurt mit Beeren, Anstieg auf knapp 130.
Das mit den Karotten ist mir ein Rätsel, wenn der Sensor nicht total spinnt wäre das ja super. Ich liebe Karotten, esse sie nur wegen der KH immer seltener.
@Rainer
Der Krapfen ist die totale Ausnahme bei mir, ebenso die Uhrzeit.
Ich fange frühestens um 14:00 mit dem Essen an.
Am Faschingsdienstag also alles anders.
Naschen findet bei mir kaum mehr statt, Eis im Sommer kann man an einer Hand abzählen.
Aus Kuchen, Torten, süßen Hauptspeisen mache ich mir zum Glück wenig.
Ich war nach dem Krapfen auch richtig müde, der Körper hatte da richtig zu tun mit der Verdauung, gesund kann das nicht sein, auch ohne BZ-Problematik nicht.
@Nosweets
Vielleicht langsam an das intermittierende Fasten herantasten.
Eine Stunde später Frühstück, eine Stunde früher Abendessen. Damit hättest du zwei Stunden Nahrungskarenz gewonnen.
Vielleicht eine der Randmahlzeiten low carb?
Und nichts zwischen den Mahlzeiten essen, das führt sonst leider immer wieder zu Spitzen.
Ich lerne mit dem CGM wirklich viel über meinen Körper und wie sich Essen auf den BZ auswirkt.
So ganz werden die Werte sicher nicht stimmen, ABER, die grobe Richtung, die stimmt auf jeden Fall.
@All
Um nicht bei jeder Hba1c-Messung aufs neue enttäuscht zu sein, weil der Wert trotz aller Bemühungen wieder nicht runter ging, sonder noch um eine Kommastelle hoch habe ich jetzt meine Strategie geändert.
Man hat immer die Wahl zwischen halbvoll und halbleer.
Mein Blutzucker schwimmt jetzt in einem halbvollen Glas Wasser :-) ich werde das ganze jetzt anders betrachten.
1. hatte ich Glück so früh auf Prädiabetes aufmerksam zu werden
2. habe ich dieses Forum gefunden und schon viel lernen dürfen
3. wegen der erhöhten BZ-Werten ernähre ich mich gesünder (auch Zucker zu verzichten kann nur gesund sein)
4. gibt es jetzt diese CGMs mit denen man viel über das eigene Körperverhalten betreffend BZ lernen kann
5. versuche ich mich täglich mindestens 30 Minuten zu bewegen, auch wenn es oft schwer fällt
6. unabhängig wie sich das alles mit dem BZ entwickeln wird, eine gesunde Lebensweise (Ernährung, Erholung, Sport) wird dazu in hohem Mass beitragen, schlimme Folgen fern zu halten
7. für den Rest sind Ärzte zuständig
Bearbeitet von User am 17.02.2024 17:36:16. Grund: Tippfehler ;-)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.02.2024 17:14:58 | IP (Hash): 1735270538
Mit dem Krapfen hast du meine Einschätzung in Richtung T1 LADA infolge deiner niedrigen Insulinwerte revidiert. Denn du hast eine typische Prä-/T2D Kurve produziert.
Deine aktuellen Wasserstandsmeldungen lesen sich gut. Daumendrück für weiterso :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 17.02.2024 17:45:48 | IP (Hash): 1985868933
hjt_Jürgen schrieb:
Mit dem Krapfen hast du meine Einschätzung in Richtung T1 LADA infolge deiner niedrigen Insulinwerte revidiert. Denn du hast eine typische Prä-/T2D Kurve produziert.
Prädiabetes mit dem Subtyp der wenig Insulin produziert vielleicht?
Die Ärztin meinte, mein Homa-Index schließt Insulinresistenz aus.
Aber was sagst du zum 500 Gramm Karotten-Experiment?
Auch typisch für Prä-/T2D? Oder schlichtweg ein Sensorfehler? :-)
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am 17.02.2024 19:54:37 | IP (Hash): 1735270538
Typisch für Prädiabetes und erste Jahre mit Typ 2 ist der mehr oder weniger höhere Anstieg nach dem Essen von KHs und das anschließend meistens etwas steilere Absinken unter die Höhe vor dem Essen, auf die dann meistens wieder angestiegen wird.
Damit könnte ich mir gut vorstellen, dass du nach ner Woche Fasten (hattest du auf März vertagt?) auch völlig ohne Metformin wieder mit nüchtern deutlich unter 100 mg/dl beginnst. Denn dann hast Du die T2D-Fehlfunktion deiner Leber ausgeschaltet.
Und ich könnte mir gut vorstellen, dass du 10-12 Wochen weiter in der Newcastle-Spur (3x200 kcal/Tag) nach so einem Krapfen in der Spitze nur noch 120-130 messen würdest und ein sanftes Auslaufen der Spitze wieder auf die Höhe von vor dem Essen. Denn dann hättest du auch die T2D-Fehlfunktion bei deinen Beta-Zellen ausgeschaltet.
Und damit würde dann höchstwahrscheinlich die Überprüfung auch wieder deutlich mehr C-Peptid ausweisen!
Aber du weißt natürlich, dass das die Einschätzung vom “Quatalsspinner” ist ;)
Ach ja, hast du eigentlich in dem Taylor-Buch irgendwo gefunden, dass die Muskelzellen einen direkten Einfluss auf die Blutzucker-Regelung direkt nach den Mahlzeiten haben?
Apropos Möhren? Da waren offenbar lange nicht so viele KHs im Topf wie im Krapfen :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 17.02.2024 22:53:54 | IP (Hash): 142410291
hjt_Jürgen schrieb:
Typisch für Prädiabetes und erste Jahre mit Typ 2 ist der mehr oder weniger höhere Anstieg nach dem Essen von KHs und das anschließend meistens etwas steilere Absinken unter die Höhe vor dem Essen.....
@jürgen, typisch für den T2 mit Insulinresiszenz ist, gerade in den Anfangsjahren ein deutlich höherer Insulinspiegel. Am Anfang des insulinresistenten Diabetes wird ja reichlich Insulin produziert mit dem die Resistens kompensiert wird.Und jain dem Punkt hast du recht: wenn für die Essensmenge mehr Insulin produziert wird als benötigt, dann sinkt der BZSpiegel tiefer sls vor dem Essen. Das mag mehrere Gründe haben, einige hat Reiner ja schon erwähnt.
Diese absackende Blutzuckerkurve alleine als "Beweis" für eine doch vorhandene Insulinresistenz herzunehemen empfinde ich als absurd. Dann wäre das ja ne Insulinresistenz die ausschließlich nach dem Essen auftritt. Und im Nüchtern Zustand komplett verschwindet, wie soll das denn gehen? Annas Nüchterninsulinwerte sind ja am unteren Grenzwert, was eine Insulinresistenz doch ausschließt.
_______________
genetisch vorbelasteter schlanker Bewegungsjunkie (w) /
Diagnose DMT2 2021 mit 57J - A1c 6,6% keine AK /
Blutdruck,Triglyceride und HDL :TOP / LDL: nur mit Medis gut ohne für Diabetes zu hoch
Medis : 2*1000 Metformin, 1* 10mg Forxiga // 2,5mg Rosuvastatin (LDL senker)
Ernährung moderat Low Carb
A1c derzeit 6,3
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am 18.02.2024 10:59:38 | IP (Hash): 426457895
Suggardosis schrieb:
Diese absackende Blutzuckerkurve alleine als "Beweis" für eine doch vorhandene Insulinresistenz herzunehemen empfinde ich als absurd.
Nach dem Insulinresistenz-Mythos ist hauptsächlich die Glukoseaufnahme der Muskelzellen für die BZ-Regulierung nach dem Essen zuständig. Demnach müsste bei Menschen ohne Diabetes die größte Füllung immer in den 2 Stunden nach dem Essen zu messen sein und nicht erst 3-5 Stunden danach mit der jeweiligen Tagesspitze am Abend.
Zudem ist das Speicher-Volumen der Muskelzellen begrenzt und kann auch mit noch so viel Insulin nicht erweitert werden.
Das Sinken der postprandialen BZ-Kurve unter die Höhe vor dem Essen schreibe ich mit keiner Silbe einer IR zu, sondern das zeigt doch, dass ganz offensichtlich noch mehr Insulin aktiviert werden kann, als gebraucht wird. Es kann offenbar nur nicht ausreichend spontan als erste Antwort auf die Bestellung durch die Inkretine beim Durchgang der Glukose durch die Dünndarmwand aktiviert werden.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 18.02.2024 16:13:10 | IP (Hash): 1985868933
hjt_Jürgen schrieb:
Damit könnte ich mir gut vorstellen, dass du nach ner Woche Fasten (hattest du auf März vertagt?) auch völlig ohne Metformin wieder mit nüchtern deutlich unter 100 mg/dl beginnst. Denn dann hast Du die T2D-Fehlfunktion deiner Leber ausgeschaltet.
Und ich könnte mir gut vorstellen, dass du 10-12 Wochen weiter in der Newcastle-Spur (3x200 kcal/Tag) nach so einem Krapfen in der Spitze nur noch 120-130 messen würdest und ein sanftes Auslaufen der Spitze wieder auf die Höhe von vor dem Essen. Denn dann hättest du auch die T2D-Fehlfunktion bei deinen Beta-Zellen ausgeschaltet.
Und damit würde dann höchstwahrscheinlich die Überprüfung auch wieder deutlich mehr C-Peptid ausweisen!
Aber du weißt natürlich, dass das die Einschätzung vom “Quatalsspinner” ist ;)
Taylor bekommt seine Chance :-)
Ich habe eine passable Lücke für eine Fastenwoche gefunden und starte am Mittwoch damit.
Metformin lasse ich weg.
Newcastle dann ab ca. Mitte März, es kommt mir ein Geburtstag in die Quere :-) und eine kurze Reise.
Werde Newcastle für mich aber auf einmal pro Tag 400Kcal abwandeln, dazu Fastenbrühe (die hat so gut wie keine Kcal) und extra Balaststoffe (sind auch Drinks mit ca. 100 Kcal).
Wenn der Blutzucker sich auch mit "Taylor-Experimenten" nicht nach unten korrigieren lässt, dann hab ich's probiert und nehme Metformin.
Am liebsten wäre mir, es wäre eine Insulinresistenz, denn dann könnte ich gegensteuern. Ich müsste mein Gewicht in dem Bereich halten, dass sich der BZ im "grünen Bereich" bewegt.
Versuch macht klug.
Gestern hatte ich einen perfekten Blutzuckerverlauf, die Kurve bewegt sich den ganzen Tag zwischen 70 und 120. Die drucke ich aus, so schön :-)
Bearbeitet von User am 18.02.2024 16:27:12. Grund: Ergänzung -
am 18.02.2024 16:41:01 | IP (Hash): 426457895
-anna- schrieb:
Am liebsten wäre mir, es wäre eine Insulinresistenz, denn dann könnte ich gegensteuern.
In welchem Zusammenhang hast du eigentlich im Taylor Buch was von Insulinresistenz gelesen?
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 18.02.2024 16:50:36 | IP (Hash): 1416118709
-anna- schrieb:
Der Krapfen und der (mein) Blutzucker :-)
Einen Krapfen, so richtig fett, süß und mit Sicherheit ungesund gibt es bei mir einmal im Jahr: am Faschingsdienstag
Neu in diesem Jahr, ich konnte mit Sensor beobachten, was er mit meinem Blutzucker macht.
Gegessen wurde er auf nüchternen Magen um 13:00.
Blutzuckerkurve schiesst von ca. 110 auf 150 und fällt dann ebenso steil wieder ab auf ca. 90 und eine weitere Stunde später auf ca. 70 und dann wieder auf 90 anzusteigen.
Sind 150 eine zu hohe Spitze ? und warum fällt der BZ dann so tief?
Wenn ich keinen Denkfehler habe könnte ich dann ja auch naschen?
Hallo Anna,
ich denke mal, du hast deinen Gewebezucker gemessen, da du schreibst, dass du mit dem Sensor gemessen hast. Was ich hier schreibe gilt nur für Libre 3, wenn du den hast. Normalerweise dürfte dein gemessener Gewebezucker, es sei denn, du hast dazu noch Beigaben mit Kohlenhydrate gegessen, nur unwesentlich ansteigen.
Das Libre 3 System hat ein sehr eigenartiges Messverhalten. Darüber war hier schon so einiges zu lesen.
Du kannst das aber auch sehr einfach austesten. Wenn du beim nächsten mal einen zweifelhaften Messwert erhälst, speicher den ab und mache zur gleichen Zeit eine Blutzucker-Kontrollmessung. Ab besten zeitgleich im Maximum und Minimum (Gewebezucker-Wiederholungsmessungen nach einer Minute). Dann hast du gleichzeitig Beweismaterial für die Abbot-Hotline. Dort erhältst du erfahrungsgemäß die Aussage, das es am Sensor liege (diese Antworten habe ich immer wieder erhalten).
Ich habe da schon die abenteuerlichsten Abweichungen bei mir gemessen. Am gefährlichsten sind diese Abweichungen bei Insulinpflichtigen im UNTEREN Bereich (Gewebezuckeralarm kleiner70 mg/dl und Blutzucker-Kontrollmessung zur gleichen Zeit kleiner 50 mg/dl gemessen).
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Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten. -
am 18.02.2024 17:28:06 | IP (Hash): 426457895
Zuckermann schrieb:
Du kannst das aber auch sehr einfach austesten. Wenn du beim nächsten mal einen zweifelhaften Messwert erhälst, speicher den ab und mache zur gleichen Zeit eine Blutzucker-Kontrollmessung. Ab besten zeitgleich im Maximum und Minimum (Gewebezucker-Wiederholungsmessungen nach einer Minute). Dann hast du gleichzeitig Beweismaterial für die Abbot-Hotline. Dort erhältst du erfahrungsgemäß die Aussage, das es am Sensor liege (diese Antworten habe ich immer wieder erhalten).
Bitte berücksichtige, dass der Gewebezucker meistens um 15-20 Minuten hinter dem Fingerpieks herläuft. Bei starkem Ansteigen und starkem Sinken MÜSSEN da deutliche und z.T. auch gewaltige Unterschiede auftreten, auch wenn beide Anzeigen völlig übereinstimmen und bei längerem waaferechtem BZ-Verlauf völlig gleiche Werte zeigen.
https://www.blood-sugar-lounge.de/coaching/auswirkung-einer-hohen-glukosedynamik-auf-die-messung-mit-dem-cgm/
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 18.02.2024 18:25:27 | IP (Hash): 1416118709
hjt_Jürgen schrieb:
Bitte berücksichtige, dass der Gewebezucker meistens um 15-20 Minuten hinter dem Fingerpieks herläuft.
Wie kann es dann passieren, dass der Blutzucker im hier diskutierten Fall dem Gewebezucker "hinterherläuft"?
Gemessen zwei Stunden nach dem Essen Gewebezucker: 250 mg/dl und Blutzucker: 160 mg/dl (derartige Höhen habe ich schon mehrmals mit Libre 3 gemessen !!!).
Würde ich als Insulinpflichtiger das Messverhalten von Libre 3 nicht kennen, müsste ich jetzt bei horizontalenm Pfeil Korrektur spritzen (vieleicht habe ich vor dem Essen auch vergessen zu spritzen?). Dann würde ich beim Korrekturspritzen gewaltig in die Unterzuckerung kommen!
Deine Empfehlung ist mal wieder sehr gefährlich und hoffentlich fallen eventuelle "Neulinge" nicht darauf rein. Es wäre besser, du hälts dich zurück anstelle immer wieder irgend etwas gelesenes sofort und dann falsch zu kommentieren!
Der hier beschriebene Fall betrifft nur Insulinpflichtige, die CGM anwenden!!
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Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Toujeo und Fiasp, sowie mehrere Tabletten.
Bearbeitet von User am 18.02.2024 22:00:50. Grund: . -
am 18.02.2024 22:47:57 | IP (Hash): 142410291
hjt_Jürgen schrieb:
Suggardosis schrieb:
Diese absackende Blutzuckerkurve alleine als "Beweis" für eine doch vorhandene Insulinresistenz herzunehemen empfinde ich als absurd.
Nach dem Insulinresistenz-Mythos ist hauptsächlich die Glukoseaufnahme der Muskelzellen für die BZ-Regulierung nach dem Essen zuständig. Demnach müsste bei Menschen ohne Diabetes die größte Füllung immer in den 2 Stunden nach dem Essen zu messen sein und nicht erst 3-5 Stunden danach mit der jeweiligen Tagesspitze am Abend.
Zudem ist das Speicher-Volumen der Muskelzellen begrenzt und kann auch mit noch so viel Insulin nicht erweitert werden.
Das Sinken der postprandialen BZ-Kurve unter die Höhe vor dem Essen schreibe ich mit keiner Silbe einer IR zu, sondern das zeigt doch, dass ganz offensichtlich noch mehr Insulin aktiviert werden kann, als gebraucht wird. Es kann offenbar nur nicht ausreichend spontan als erste Antwort auf die Bestellung durch die Inkretine beim Durchgang der Glukose durch die Dünndarmwand aktiviert werden.
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Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
So wie ich die Insulinresistenz-Theorie immer verstanden habe ist es nicht nur ein Problem der Glukoseaufnahme in die Muskelzellen sondern vorallem auch ein Problem der Leber, die wegen Verfettung nicht adäquat auf Insulin reagiert, und die Glucoseproduktion nicht richtig reguliert.
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genetisch vorbelasteter schlanker Bewegungsjunkie (w) /
Diagnose DMT2 2021 mit 57J - A1c 6,6% keine AK /
Blutdruck,Triglyceride und HDL :TOP / LDL: nur mit Medis TOP, ohne für Diabetes zu hoch
Medis : 2*1000 Metformin, 1* 10mg Forxiga // 2,5mg Rosuvastatin (LDL senker)
Ernährung moderat Low Carb
A1c derzeit 6,3
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am 18.02.2024 23:22:06 | IP (Hash): 142410291
hjt_Jürgen schrieb:
-anna- schrieb:
Am liebsten wäre mir, es wäre eine Insulinresistenz, denn dann könnte ich gegensteuern.
In welchem Zusammenhang hast du eigentlich im Taylor Buch was von Insulinresistenz gelesen?
@jürgen: Ich zitiere aus taylors Buch:
"An extra mouthful of food daily over a long period of time causes fat in the liver to build up. This makes the liver unable to respond properly to insulin. Blood glucose starts to creep up and this causes higher background levels of insulin. This insulin then oils the wheels for glucose to be turned into liver fat."
...Das tägliche Extra Häppchen Futter über lange Zeit, macht, dass die Leber nicht mehr adäquat auf Insulin reagiert. Der Blutzucker steigt langsam, was einen höheren Insulingrundspiegel bewirkt.
Also auch wenn Taylor hier die Insulinresistenz noch nicht erwähnt, so beschreibt Taylor doch den Mechanismus der Insulinresistenz.
Und was Taylor beschriebene passt bei Anna nicht, denn ihr Insulingrundspiegel ist noch immer niedrig.
und hier ein weiteresTaylor Zitat, in dem du was von insulinresistenz lesen kannst.
--------Equally exciting was the fact that, within seven days, the insulin resistance of the liver had also vanished, as fat levels fell. We used special tests to measure that directly, and the background insulin levels dropped at the same time. The dramatic change in liver fat during the eight weeks of the study is shown in figure 5.4."
Und ja die Insulinresistenz ist weg, der Insulingrundspiegel ist gefallen.
Annas Insulinspiegel ist schon niedrig.... wohin soll der noch fallen?
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Ernährung moderat Low Carb
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am 19.02.2024 09:01:42 | IP (Hash): 2077167362
Suggardosis schrieb:
So wie ich die Insulinresistenz-Theorie immer verstanden habe ist es nicht nur ein Problem der Glukoseaufnahme in die Muskelzellen sondern vorallem auch ein Problem der Leber, die wegen Verfettung nicht adäquat auf Insulin reagiert, und die Glucoseproduktion nicht richtig reguliert.
Wie ich’s verstehe, brauchen die meisten Lebern völlig unabhängig von ihrem Verfettungsgrad lediglich ausreichend spontan ausreichend viel Insulin für ihre gesunde Regelung des Blutzuckers. Dafür brauchen die einen wenig und die anderen 100 mal soviel Insulin. Bei denen, die viel brauchen, kann man dann von einer Insulinresistenz der Leber sprechen. Aber das ist für normal funktionierende Bauchspeicheldrüsen kein Problem. Denn die sind im Normalbetrieb wie alle unsere Organe lange nicht ausgelastet und liefern dann einfach für so kurze Zeiten sehr zuverlässig entsprechend mehr.
Das T2D Problem entsteht nur dann, wenn so ein Pankreas eine T2D Fettschwelle geerbt hat und die zunehmend überschritten wird. Damit wird die T2D Störung in diesem Pankreas eingeschaltet. Dann reagieren immer mehr Beta-Zellen immer weniger schnell und immer weniger und schließlich überhaupt nicht mehr auf Insulinanforderungen.
Immer-weniger-schnell betrifft vor allem die Insulinanforderung der Inkretine, wenn Glukose aus dem Dünndarm in den Portalkreislauf gegeben wird. Die angeforderte Menge ist weit mehr als 10 mal größer, als in allen sonstigen Fällen und hat vor allem die Aufgabe, die Glukoneogenese auszuschalten. Also die um 10 Gramm Glukose, die die Leber fortlaufend stündlich aus Protein produziert.
Damit kommt zur neu gelieferten Glukose zum einen nicht die dafür normal übliche Menge an Insulin und zum anderen zusätzlich auch noch die Glukose aus der eigenen Produktion. Damit kann die Leber nur erheblich mehr als normal üblich an Glukose in den Kreislauf geben, und indem von diesem deutlichen Mehr am Glukose aus dem Kreislauf zurück durch den Pankreas kommt, löst die Glukose darin selbst die Insulinlieferung aus.
Da diese Art Auslösung normal nicht vorkommt, überreagiert sie, solange noch ausreichend Betas auf diesen direkten Trigger vom BZ ansprechen.
Weil die im geschilderten Fall offenbar auf den Krapfen noch überreagieren konnten, denke ich, dass da viele Betas einfach nur mehr oder weniger ausgeschaltet sind und vielleicht einige auch schon komplett. Aber wahrscheinlich lassen sich alle wieder freischalten, wenn der Fettabbau gelingt, der ihre normale Funktion verhindert.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 19.02.2024 15:57:44 | IP (Hash): 229843331
hjt_Jürgen schrieb:
Sorry, aber die Ärztin hat den Schuss nicht gehört. Es gibt keinen t2d mit schon zu Anfang zu wenig Insulin!
Auch wenn ich das Weltbild einiger Forenten hier erschüttern muss:
Beim Diabetes Typ 2 besteht entweder eine Insulinresistenz oder die Bauchspeichdrüse produziert nicht oder nicht mehr genügend Insulin. Aber es liegt keine Autoimmunerkrankung vor, wie beim Diabetes Typ 1.
Die Inselzellen können schlichtweg erschöpfen. Das hat man in den 60er und 70er Jahren insbesondere häufig bei sehr alten Menschen beobachtet. Deswegen wurde auch vom Altersdiabetes gesprochen. Über die Gründe kann man trefflich spekulieren. Es könnte durchaus sein, dass in vielen Fällen auch eine Fehlernährung maßgeblich war. Denkbar ist aber auch, dass die Inselzellen durch Alterungsprozesse erschöpfen. Wenn solche Patienten dann auch noch normalgewichtig sind und sich regelmäßig bewegen, dann wird früher oder später das Zuführen von Insulin notwendig werden.
Die häufigeren Fälle liegen regelmäßig anders. Da bin ich eine gute Blaupause. Ich habe mich über Jahrzehnte falsch ernährt. Dazu zu wenig bewegt. Ich habe zugenommen und bin zu meiner besten Zeit auf einen BMI von fast 40 gekommen. Das ist allerdings schon einige Jahre her. Als bei mir der Diabetes im November letzten Jahres diagnostiziert wurde, lag mein BMI bei knapp 34 und inzwischen bin ich bei 30,2 angekommen. Ziel ist es, noch 10 KG abzuspecken; dann würde ich bei 27,4 liegen. Damit könnte ich leben.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.02.2024 17:29:42 | IP (Hash): 1985868933
Hallo @Zuckermann
Ich nutze einen Libre 2 Sensor (bei Abott reklamieren könnte ich nicht, ich besorge die auf Willhaben)
Der aktuelle hat die ersten zwei Tage Werte im unteren roten Bereich so um die 50 angezeigt.
Das ist unglaubwürdig, kann bei mir nicht sein.
Für mich sind die Tendenzen wichtig. Zusätzlich noch mit Stäbchen messen, neeeee ;-) (au weh)
In diesem Thread dreht sich alles um Prädiabetes, da sind die Werte noch nicht so wichtig weil nichts passieren kann.
@Jürgen
bei Taylor gibt es den Begriff Insulinresistenz nicht zu lesen. Das war mein Wording :-)
Vielleicht hat der BZ auf den Krapfen so reagiert, weil ich sowas normalerweise gar nicht esse?
Vor einem OGTT sollte man ja auch drei Tage KHs essen.
Gründe für Prädiabetes gibt es ja diverse und vielleicht ist es manchmal nicht nur EIN Grund, sondern ein Aufeinander treffen von MEHREREN Gründen.
zu viel Fett in der Leber
zu viel Fett in der Bauchspeicheldrüse
zu viel Fett im Bauch, Bauchumfang zu hoch
Betas aus anderen Gründen müde
genetische Disposition
Stress
Entzündungen
Viren
Die 6 Subtypen Prädiabetes
Ich sehe mich in den Gruppen 2 oder 3 und einige der Damen die hier mitschreiben sehe ich in der Gruppe 2.
Meine Intima-Media-Dicke in der A. carotis ist leicht erhöht, das würde zur Gruppe 3 passen.
Zum Nachlesen für alle
Subtyp 1: niedriges Risiko
Die Probanden des Clusters 1 waren mit einem BMI von durchschnittlich 26,82 kg/m2 übergewichtig, jedoch gesund. Das Diabetes-Risiko ist niedrig.
Subtyp 2: niedriges Risiko
Der Subtyp 2 unterscheidet sich vom Subtyp 1 durch den BMI, welcher beim Subtyp 2 im Normalbereich liegt (durchschnittlich 23,45 kg/m2). Dieser Subtyp zeichnet sich durch das besonders niedrige Risiko aus, an Diabetes und seinen Komplikationen zu erkranken.
Subtyp 3: hohes Risiko
Mit einem BMI von durchschnittlich 29,15 kg/m2 waren die Probanden des Clusters 3 übergewichtig bis adipös. Das genetische Diabetes-Risiko sowie jenes für diesen Subtyp sind hoch. Bei Personen, die dem Subtyp 3 angehören, produzieren die Betazellen nicht mehr genügend Insulin, um den Blutzuckerspiegel im Normalbereich zu halten. Eine Erklärung für die unzureichende Insulinsekretion stellen Fettablagerungen im Bauchbereich und im Pankreas dar. Es besteht das Risiko einer Nephropathie und das kardiovaskuläre Risiko ist als hoch einzustufen – eine erhöhte Intima-Media-Dicke in der A. carotis ließ sich feststellen. Bei Patienten mit einem Prädiabetes vom Subtyp 3 sollte angestrebt werden, den Diabetes durch einen Abbau des viszeralen Fettgewebes mithilfe von Ausdauersport und einer Kalorienreduktion zu verhindern.
Subtyp 4: niedriges Risiko
Die Gruppe des Subtyps 4 wies keine Störungen des Glukosestoffwechsels auf, das Diabetes-Risiko ist niedrig. Zwar ist der Subtyp 4 mit einem mittleren BMI von 31,54 kg/m2 adipös, jedoch befanden sich die Fettablagerungen überwiegend im Subkutanen Gewebe und nicht im Bauchbereich. Bezeichnet wird dieser Zustand auch als „metabolisch gesunde Adipositas“ .
Subtyp 5: hohes Risiko
Beim Subtyp 5 sind das Diabetes-, das Nephropathie- und das kardiovaskuläre Risiko am größten. Die Betroffenen sind adipös (BMI im Durchschnitt bei 34,45 kg/m2), der Fettgehalt ihrer Leber ist sehr hoch und sie weisen eine ausgeprägte Insulinresistenz auf. Subtyp 5 geht mit einer höheren Mortalität einher.
Aufgrund des unmittelbaren Risikos, einen Diabetes zu entwickeln, ist eine frühzeitige Intervention ratsam. Betroffene können von Lebensstiladaptionen und/oder einer strengen Diät profitieren. Jene Maßnahmen sollten auf eine Gewichtsabnahme und eine Reduktion des Leberfetts abzielen.
Subtyp 6: hohes Risiko
Subtyp 6 wird dadurch charakterisiert, dass sich bereits Folgeschäden an den Nieren nachweisen lassen, bevor sich der Typ-2-Diabetes manifestiert hat. Kennzeichnend ist eine ausgeprägte viszerale Adipositas (bei einem durchschnittlichen BMI von 34,94 kg/m2). Eine Fettleber kommt selten vor, Betroffene weisen jedoch ein hohes renales Sinusfett auf. Bei einem relativ niedrigen Diabetes-Risiko bestehen dennoch ein hohes Nephropathie-Risiko und eine besonders hohe Mortalität. Die Insulinproduktion der Betazellen war beim Subtyp 6 deutlich gesteigert, aber ausreichend, um die Insulinresistenz zu kompensieren. Neben Fettablagerungen in den Organen könnte jene Hyperinsulinämie für die Nierenschäden (angezeigt durch eine Mikroalbuminurie) verantwortlich sein. Trotz des fehlenden Anstiegs des Blutzuckers sind frühzeitige therapeutische Maßnahmen angezeigt.
Quelle: https://issuu.com/hausarzt/docs/ha_01_21_web/s/11596173
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am 19.02.2024 18:14:15 | IP (Hash): 2077167362
-anna- schrieb:
@Jürgen
bei Taylor gibt es den Begriff Insulinresistenz nicht zu lesen. Das war mein Wording :-)
Vielleicht hat der BZ auf den Krapfen so reagiert, weil ich sowas normalerweise gar nicht esse?
Vor einem OGTT sollte man ja auch drei Tage KHs essen.
Natürlich hat dein Wanst überreagiert. Das ist gar keine Frage. Und gerade deswegen ist ja das Absinken des BZ unter den Wert vor dem Essen so interessant. Denn dafür braucht es deutlich mehr Insulin, als zum Aufrechterhalten eines konstanten Wertes, und das können deine Betas ganz offensichtlich noch liefern!
Und doch, auch bei Taylor gibt es die Schreibe von der Insulinresistenz, z.B. in der Leber, und die kann jeder ausschalten, der davon betroffen ist. Das ist die, die 7-8 Tage nach bariatrischen OPs mit und ohne Skalpell von einem Tag auf den anderen ausschaltet.
Und mit dem Ausschalten gibt die Leber wieder völlig normal Glukose aus. Sogar bei sonem alten Typ 2 wie meinem, wo ich plötzlich nur noch 1 Viertel meines bis dahin notwendigen Basal-Insulins gebraucht habe und seitdem brauche :)
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 19.02.2024 19:14:17 | IP (Hash): 1985868933
@hjt_Jürgen
Ich vertraue da jetzt meiner Ärztin, die nach gründlicher Durchsicht aller Befunde und Blutzuckerkurven sowohl Leberverfettung als auch Insulinresistenz bei mir ausschließt.
Ich bin ein geduldiger Mensch, aber irgendwie beginnt es jetzt zu viel zu werden.
Zu viel von Taylor, zu viel von fetten Lebern (ich bin Vegetarierin, mich ekelt es schon beim Wort Leber), zu viel von bariatrischen OPs von denen die meisten Prädiabetiker*innen die hier mitschreiben NIE!!!!!!! auch nur ansatzweise betroffen sein werden weil sie Normalgewicht haben.
hjt_Jürgen schrieb:
Natürlich hat dein Wanst überreagiert. Das ist gar keine Frage.
Btw., das Wort Wanst wird in Österreich sehr abfällig verwendet.
Da bist du bei mir jetzt wirklich über das Ziel hinaus geschossen, so redet (schreibt) man nicht mit Menschen, auch nicht anonym.
Bearbeitet von User am 19.02.2024 19:21:18. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.