Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Blutzuckerkurve
-
am 13.11.2023 09:16:02 | IP (Hash): 2006570386
Liebe Forist*innen,
ich bin’s mal wieder, mein gut hörbares Kratzen am Prädiabetes treibt mich immer noch um.
Dank CGM, Forum, Internet, Büchern lerne ich immer mehr dazu und lerne auch meinen Körper besser kennen.
CGM nutze ich pro Monat 2 Wochen.
Mache jede Woche einen Hafertag, esse aber nur zwei der drei Portionen, weil ich erst ab 14:00 esse.
Gestern aß ich nachmittags etwas rohen Kohlrabi und die 75 g Haferflocken, die 2. Portion habe ich auf der Couch „verschlafen“ ;-)
Alles prima, feine Blutzuckerkurve
Aber nachts dann Abfall auf unter 50 (vermutlich noch tiefer weil der CGM die Kurven immer etwas abflacht).
Frage: war das vielleicht ein Fehler des Sensors oder der App? Ich war bisher noch nie im roten Bereich.
Kann der BZ ohne Medikamente überhaupt so tief fallen?
Das Essen in der richtigen Reihenfolge wirkt bei mir super. Da dürfen es zum Abschluss sogar 2 süße Datteln sein, der BZ bleibt friedlich.
Was ich noch nicht im Griff habe ist mein Nüchtern Blutzucker, dieser fällt erst ab mittags so richtig unter 100.
Ist da vielleicht die Leber zu aktiv.
Sorry, habe euch wieder zugetextet.
Anna
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.11.2023 10:30:12 | IP (Hash): 1960882582
-anna- schrieb:
Liebe Forist*innen,
Alles prima, feine Blutzuckerkurve
Aber nachts dann Abfall auf unter 50 (vermutlich noch tiefer weil der CGM die Kurven immer etwas abflacht).
Frage: war das vielleicht ein Fehler des Sensors oder der App?
Das könnte ein Fehler des Sensors gewesen sein, insbesondere wenn die Kurve aus stabiler Lage plötzlich steil nach unten geht und nach kurzer Zeit wieder ebenso steil in die zuvor gezeigte stabile Lage geht. Kann sein, dass du auf dem Sensor gelegen hast und damit die Gewebeflüssigkeit verdrängt hast die sich im Sensorbereich befindet.
Google mal "compression Lows cgm" (leider meist nur engl. Ergebnisse)
https://diabetesstories.com/2022/08/21/what-no-one-tells-you-about-cgms-compression-lows/#:~:text=Compression%20lows%20happen%20when%20pressure,so%20many%20of%20us%20do.
-anna- schrieb:
Liebe Forist*innen,
Was ich noch nicht im Griff habe ist mein Nüchtern Blutzucker, dieser fällt erst ab mittags so richtig unter 100.
Ist da vielleicht die Leber zu aktiv.
Kann sein dass die Leber zu aktiv ist, weil insulinresistent, oder-und weil die BSD es nicht schafft den erhöhten Insulinbedarf wegen der morgens normalerweise ansteigenden Hormone wie u.a. Kortison und Adrenalin zu decken.
Beim klassischen T2 geht man eher von Insuliresistenz aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dawn-Ph%C3%A4nomen
Hast du mal deinen Nüchtern C-Peptid Wert messen lassen? Ist der im oberen (oder darüber) Bereich, dann spricht das für Insulinresistenz, ist der im eher niedrigen Bereich, dann ist dein Problem eher ein Insulinmangel.
LG Suggardosis -
am 13.11.2023 10:53:31 | IP (Hash): 1660869816
-anna- schrieb:
Alles prima, feine Blutzuckerkurve
Aber nachts dann Abfall auf unter 50 (vermutlich noch tiefer weil der CGM die Kurven immer etwas abflacht).
Frage: war das vielleicht ein Fehler des Sensors oder der App? Ich war bisher noch nie im roten Bereich.
Kann der BZ ohne Medikamente überhaupt so tief fallen?
Hallo Anna,
ich vermute eher, dass der Sensor dir zu niedrige Werte anzeigt.
Aber auch wenn es der richtige Wert ist, brauchst du dir keine Gedanken zu machen, wenn es dir dabei nicht mies geht. Eine so schwere Hypo, bei der du nicht mehr aufwachst, ist bei dir ohne Medikamente ausgeschlossen.
Weiter so viel Erfolg, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 13.11.2023 10:53:51. Grund: BBCodes -
am 13.11.2023 11:30:54 | IP (Hash): 896979982
-anna- schrieb:
Mache jede Woche einen Hafertag, esse aber nur zwei der drei Portionen, weil ich erst ab 14:00 esse.
Was ich noch nicht im Griff habe ist mein Nüchtern Blutzucker, dieser fällt erst ab mittags so richtig unter 100.
Ist da vielleicht die Leber zu aktiv.
Ich würde mal sagen, das hängt ganz eng zusammen. Solange du nichts gegessen hast, schüttet deine Leber Glucose aus. Es ist ganz wichtig, morgens zumindest eine Kleinigkeit zu essen...erst dann stellt die Leber ihre nächtliche Glucoseausschüttung ein.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.11.2023 12:02:14 | IP (Hash): 2006570386
Suggardosis,
danke für deine ausführliche Antwort.
Bei mir im Bett schlief heute auch ein Buch, vielleicht lag ich darauf? Verbuche das als Sensorfehler.
schrieb:
Kann sein dass die Leber zu aktiv ist, weil insulinresistent, oder-und weil die BSD es nicht schafft den erhöhten Insulinbedarf wegen der morgens normalerweise ansteigenden Hormone wie u.a. Kortison und Adrenalin zu decken.
Beim klassischen T2 geht man eher von Insuliresistenz aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dawn-Ph%C3%A4nomen
Hast du mal deinen Nüchtern C-Peptid Wert messen lassen? Ist der im oberen (oder darüber) Bereich, dann spricht das für Insulinresistenz, ist der im eher niedrigen Bereich, dann ist dein Problem eher ein Insulinmangel.
LG Suggardosis
Meine Werte:
C-peptid 1,1
Insulin nüchtern 3,4
Homa Index 0,72
Leber habe ich untersuchen lassen, ist 100%ig keine Fettleber.
Falls sich jemand wundert, das zahle ich alles privat. Bin bei keinem Arzt in Behandlung ;-)
Ich habe wohl ein Insulinmangelproblem und keine Idee wie ich die Bauchspeicheldrüse dazu bringen kann mehr zu produzieren.
Mein Leben verläuft in ruhigen Bahnen, gefühlt kein Stress.
Habe etwas die Menopause in Verdacht, aber da ich keine künstlichen Hormone möchte kann ich da auch nicht herumexperimentieren.
Meine Werte bleiben vermutlich mit Hba1c von 5,6 nur deswegen an der Grenze weil ich mir täglich überlege was ich esse.
Gefühlt könnte ich gegen eine Insulinresistenz einfacher vorgehen.
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.11.2023 12:07:28 | IP (Hash): 2006570386
schrieb:
Hallo Anna,
ich vermute eher, dass der Sensor dir zu niedrige Werte anzeigt.
……
Weiter so viel Erfolg, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Danke Rainer!
Schön von dir zu lesen, ich hoffe dir geht es gut.
Im Besorgen von FreeStyle Libre bin ich jetzt schon Profi. -
am 13.11.2023 12:17:34 | IP (Hash): 2006570386
schrieb:
Ich würde mal sagen, das hängt ganz eng zusammen. Solange du nichts gegessen hast, schüttet deine Leber Glucose aus. Es ist ganz wichtig, morgens zumindest eine Kleinigkeit zu essen...erst dann stellt die Leber ihre nächtliche Glucoseausschüttung ein.
Hallo Zuckerle,
ich habe schon intermittierend gefastet als dieser Ausdruck für mich noch gar nicht existierte.
Seit sehr vielen Jahren.
Ich mag morgens nichts essen.
Habe aber den Test mit Frühstück (ohne KHs) schon gemacht …..
Zuckerkurve steigt dann kurz an, fällt wieder ab und pendelt sich zwischen 100 und 120 (120 wenn ich z.B.
wandere) wieder ein.
So ab ca. 11:00 fällt sie dann in leichten Wellen unter 100.
Ich esse um 14:00 und dann zwischen 18:00 und 20:00.
Da gibt es wenig Ausnahmen.
Vielleicht später am Abend nach einer Veranstaltung noch ein Glas Wein, dieses verändert den BZ nicht wirklich.
Intermittierend fasten wird doch bei Typ2 empfohlen.
Im Jänner werde ich Heilfasten, diesmal mit Sensor.
Da bin ich gespannt wie die Kurven aussehen werden wenn ich nur mehr Wasser und Tee trinke. -
am 13.11.2023 12:29:09 | IP (Hash): 1893807364
Hallo alle Mitleser,
Es ist hier in diesem Forum in den meisten Fällen leider unmöglich, eine entsprechenden Ratschlag oder Empfehlung zu erteilen, weil die oder der Fragenstellende nicht mitteilt, ob sie oder er vorbeugen möchte,
an Diabetes zu erkranken,
an Diabetes Typ-1 erkrankt ist,
an Diabetes Typ-2 erkrankt ist und nur mir Medikamenten behandelt wird,
an Diabetes Typ-2 insulinpflichtig erkrankt ist,
usw.....
Es gibt keine einheitliche Behandlung für alle an Diabetes erkrankte, zumal dann noch weitere Vorerkrankungen bestehen können.
Seht meinen Beitrag hier nicht als Neugierde, sondern als Hinweis für Ratsuchende und Raterteilende.
Grüße Zuckermann
----------------------------------------------------
Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM
Bearbeitet von User am 13.11.2023 12:34:25. Grund: Wort hinzugefügt -
am 13.11.2023 12:48:02 | IP (Hash): 1660869816
Zuckermann schrieb:
Es ist hier in diesem Forum in den meisten Fällen leider unmöglich, eine entsprechenden Ratschlag oder Empfehlung zu erteilen, weil die oder der Fragenstellende nicht mitteilt, ob sie oder er vorbeugen möchte, ...
Hallo Zuckermann,
im Prinzip hast du recht, aber hier passt dein Hinweis nicht gut hin.
Anna hat gleich im ersten Satz geschrieben: "..., mein gut hörbares Kratzen am Prädiabetes treibt mich immer noch um." Ich denke, dass man damit Anna ziemlich eindeutig als Nichtdiabetikerin erkannen kann, die eine Diabetesentwicklung verhindern möchte. Außerdem hat sie geschrieben, dass sie keine Diabetersmedikamente einnimmt. Was bräuchtest du noch für Informationen, um ihre Frage beantworten zu können?
Bearbeitet von User am 13.11.2023 13:03:04. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.11.2023 13:01:10 | IP (Hash): 2006570386
Hallo Zuckermann,
ich bin Prädiabetikerin (und nehme das sehr ernst).
Habe es jetzt auch in meinem Profil vermerkt.
-
am 14.11.2023 20:36:42 | IP (Hash): 54492218
Mal zum Bedenken:
Als ich vor acht Jahren zu meinem Leber-Experiment nach Taylor mit 600-800 kcal/Tag angesetzt habe, hatte ich eine kapitale Fettleber. Als die nach 1 Woche von einem Tag auf den anderen plötzlich ohne bis dahin deutlichen Morgenanstieg(!) wieder praktisch normal Glukose ausgegeben hat, war sie noch immer eine kapitale Fettleber.
Und bei allen Erfolgen mit bariatrischen OPs und allen Erfolgen mit der Newcastle Diet und im Rahmen der DiRECT Studie war und ist das ganz genau so: Der Blutzucker-Automatik-Teil der Leber funktioniert nach 1 Woche von einem Tag auf den anderen (also nicht jeden Tag ein bisschen besser!) wieder einwandfrei, obwohl das meiste vom als störend deklarierten Fett zu dem Zeitpunkt noch lange nicht abgebaut ist!
Mein Fazit:
Da wird schon Fett irgendwie stören, aber nicht einfach als Masse, sondern als Mitspieler im BZ-Regelprozess. Und die plötzlich auffällige Erleichterung dieses Mitspielers löst das Zurückkippen dieses Prozesses in seine gesunde normale Funktion aus.
Was, wenn für die Fehlfunktion zwar Fett “erforderlich” ist, aber in manchen Fällen auch schon in dem Rahmen, der normal als völlig gesund und kein bisschen verfettet gesehen wird? Und wenn du mit 7-8 Tagen 600-800 kcal/Tag einfach mal ausprobierst, ob du deinen Regelprozess nicht vielleicht auch damit gesund kippen kannst?
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 14.11.2023 22:27:44 | IP (Hash): 2006570386
hjt_Jürgen schrieb:
Was, wenn für die Fehlfunktion zwar Fett “erforderlich” ist, aber in manchen Fällen auch schon in dem Rahmen, der normal als völlig gesund und kein bisschen verfettet gesehen wird? Und wenn du mit 7-8 Tagen 600-800 kcal/Tag einfach mal ausprobierst, ob du deinen Regelprozess nicht vielleicht auch damit gesund kippen kannst?
Ich glaube du hast hier diese Vermutung schon mal erwähnt, auch die Bauchspeicheldrüse könnte „verfettet“ sein.
Habe mir das alles auch sehr gut durch den Kopf gehen lassen und stöbere ja auch viel im Netz herum.
Möglich wäre es dass da doch etwas störendere Fett in den Organen eingelagert ist, man sieht ja nicht rein.
Habe einen Fibroscan der Leber machen lassen, beste Werte. Habe mein viszerales Fett bestimmen lassen, sehr gute Werte.
Heute wieder Test mit Kohlrabi, Ei und 75 g Haferflocken.
BZ stieg auf 155 und ging dann relativ rasch runter auf 105.
Denke Insulin von der Bauchspeicheldrüse ist ja dann genug da. Denkfehler?
Ist meine Leber zu eifrig mit der Glukoneogenese?
BZ nach dem Essen ist nicht so das Problem, es ist der BZ ohne Essen der dann stundenlang im die 115 rumdümpelt.
Im Jänner werde ich Heilfasten, bedeutet mind. 7 Tage keine Kalorien.
Und diesmal nutze ich in dieser Zeit dem FreeStyle Libre, bin schon sehr gespannt und werde es euch wissen lassen.
Dann kann ich auch unter diese Vermutung ein Hakerl machen. Teste gerne alles aus.
Befürchte nur es wird nicht viel bringen weil ich ja jährlich mindestens einmal faste.
Vermutlich hätte ich längst einen nennenswerten Typ2 würde ich anders leben.
Möchte auch „off label use“ 500 mg Metformin am Morgen probieren, ob das was bewirken würde.
Metformin drosselt ja die Glukoseproduktion.
Es gibt durchaus Studien, dass es von Vorteil ist schon Prädiabetes zu behandeln.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.11.2023 22:49:18 | IP (Hash): 54492218
Twin Cycle, hat Taylor das Spiel genannt. Der eine Regelkreis ist der Ausgabe-Prozess in der Leber, der nach 1 Woche wieder gesund funktioniert. Damit bleibt der Nüchtern-BZ im gesunden Bereich.
Und der andere Regelkreis ist die Insulinproduktion und vor allem die spontane Ausgabe der Beta-Zellen des Pankreas auf die GLP-1 Anforderungen aus dem Dünndarm, wenn neu gegessene Glukose die Darmwand passiert. Und das funktioniert dann 8-10 Wochen weiter wieder gesund. Damit bleiben dann die Spitzen nach dem Essen wieder im gesunden Bereich.
Daumendrück, dass du dann im Januar an Fastentag 7 oder 8 (vielleicht gibst du wie ich einen Tag mehr) mit um 80 mg/dl aufwachst :)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 15.11.2023 20:24:05 | IP (Hash): 2006570386
Also, mein BZ überrascht mich immer wieder.
(Ich esse derzeit nur einmal am Abend.)
Heute grosse, bunte Salatschüssel + 1 Ei + Olivenöl + Algenöl
Linsen, Erbsen, Tomaten, Champignon als Eintopf
frische Himbeeren mit Sojajoghurt
etwas Hartkäse + Walnüsse
BZ ging kurz auf 110 hoch und bewegt sich jetzt wieder um ~ 100 ….. ich versteh‘s nicht.
Mein ganzes Essen hat KEINEN!!! Anstieg verursacht.
Werde morgen das gleiche Essen.
Wenn sich der BZ ähnlich verhält wäre es ein perfektes Essen für mich welches auch gut schmeckt und pappsatt macht.
*Twin Cycle*
Mag sein, jeder Körper ist anders.
Wäre es das bei mir (Fasten wird klüger machen), dann könnte ich immer wieder an dem Rädchen drehen.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.11.2023 20:34:42 | IP (Hash): 914335064
Glückwunsch, das klingt doch gut.
Das Essen ist eigentlich auch ziemlich perfekt, da darf eigentlich auch nicht viel passieren mit diesem Menü.
Was gibt denn dein CGM für einen Durchschnittswert über ein paar Tage an wenn ich fragen darf?
Wenn die Haferflocken mal eine Spitze produzieren ist das glaube ich völlig normal, vor allem bei 75g.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 15.11.2023 20:52:13 | IP (Hash): 1479413650
Selbst mit nachgemessenem twin cycle ist das immer noch ein Spiel, in dem Beobachten und Interpretieren (=das passende Narrativ entwickeln und umsetzen) die wesentlichen Spieler sind.
Was gemessen(!) gegen die angestrebte Richtung wirkt, wird weggelassen. Was gemessen(!) in der angestrebten Richtung funktioniert, wird verstärkt genutzt - und plausibel zu erklären versucht.
Und in dem Bereich, in dem sich dein Blutzucker bewegt, ist das Spiel völlig gesund. Das heißt, es macht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine negativen Folgen. Da kann dich eigentlich nichts mit dem Spiel an deinen Rädchen aus der Ruhe bringen :)
Immer toll, wenn man eine "Futterzusammenstellung" finde, die man/frau mag und die den BZ friedlich lässt ;)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 15.11.2023 21:10:37 | IP (Hash): 2006570386
Durchschnitt von heute bisher 110
Durchschnitt die letzten 7 Tage 106
Durchschnitt der letzten 14 Tage 108
Allerdings mit BZ-kompatiblen Ernährung und intermittierend Fasten. Würde ich mich anders ernähren, wäre es sicher schlechter.
Wird dann über Weihnachten spannend, mit Keks und Co.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 15.11.2023 21:24:00 | IP (Hash): 2044059789
Ja über Weihnachten wird spannend. So ganz ohne Lebkuchen und Kekse, das könnte da einen Sündenfall mal geben-:)
Ich hab festgestellt das ich ein paar Tage ohne das intermittierende Fasten zwar meine Werte niedriger halten kann aber dann irgendwann steigen die Werte wieder etwas an und es ist dann wieder Zeit zum Fasten zurückzukehren.
Allerdings habe ich während der Fasterei höhere und kürzere Spitzen nach KHs mit niedrigeren Durchschnittswerten, der Körper reagiert da auf jedes bisschen KH empfindlich,
Wenn ohne Fasten der allgemeine BZ Spiegel dann wieder höher ist dann fallen zwar die Spitzen flacher aus, das steigt gar nicht mehr wirklich an, aber hält dafür um so länger an. Und der Durchschnittswert steigt dann auch wieder allgemein an.
So ganz zufrieden bin ich mit beiden Versionen noch nicht.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 501 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.11.2023 21:25:55 | IP (Hash): 2006570386
hjt_Jürgen schrieb:
Was gemessen(!) gegen die angestrebte Richtung wirkt, wird weggelassen. Was gemessen(!) in der angestrebten Richtung funktioniert, wird verstärkt genutzt - und plausibel zu erklären versucht.
Und in dem Bereich, in dem sich dein Blutzucker bewegt, ist das Spiel völlig gesund.
Das macht CGM möglich
Die sind zum Lernen und experimentieren wirklich hilfreich.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 15.11.2023 21:37:26 | IP (Hash): 2006570386
@Gunter21
Weihnachten ist Weihnachten ….. Kokosbusserl, Vanillekipferl, ZiMTSterne, Glühwein, Maroni, gebrannte Mandeln ….. Nusstorte …..
Muss man auch mal testen, da haben die CGMs viel zu tun.
Du experimentierst auch viel. Interessante Erfahrungen hast du da gemacht.
Denke aber intermittierend Fasten tut gut und ist gut, nicht nur für Typ2.
Müsste nicht gerade mit Metformin interm. Fasten gut wirken? Ohne Essen produziert die Leber weniger Glukose, der Nüchtern-BZ ist somit niedriger?
Vielleicht auch Menüs finden die den BZ wenig ansteigen lassen + interm. Fasten?
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 15.11.2023 21:42:43. Grund: Ergänzung -
am 15.11.2023 21:42:07 | IP (Hash): 2044059789
Das finde ich auch, die CGMs sind unglaublich hilfreich. Man lernt so einges, unter anderem die Erkenntnis das blutiges Messen absolut kein vollständiges Bild ergibt, ausser man misst jede Stunde.
Was preislich aber dann auch schnell den Sensor überbietet.
Werde mit Sicherheit in Zukunft ab und zu mal einen Sensor laufen lassen, das ist sehr spannend und man kann sich ganz gut selber kontrollieren.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 501 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.11.2023 21:47:25 | IP (Hash): 1479413650
Gunter21 schrieb:
Ja über Weihnachten wird spannend. So ganz ohne Lebkuchen und Kekse, das könnte da einen Sündenfall mal geben-:)
Tatsächlich hatte ich die Herausforderung bei meinem Taylor-Spiel. Und das ist dann sehr viel erträglicher gelaufen, als ich das befürchtet hatte. Tatsächlich habe ich das so empfunden, wie Tyler das beschreibt: wenn man nach drei Tagen in der 600-800 kcal Spur ist, dann ist da kein besonderes Hungergefühl mehr, und da ist dann auch keine besondere Herausforderung mehr auf den anderen Tellern, sondern dann isst man das, was man geplant hat, und fertig. Und die anderen dürfen alle essen, was sie essen wollen :)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 15.11.2023 21:52:01 | IP (Hash): 2006570386
Ich besorge mir die Sensoren die Privatpersonen günstiger verkaufen. Hatte gerade Glück und bekam 5 um 200.
Müssen für mich ja nicht die neuesten sein.
100% richtig werden die alle nicht sein.
Und ich habe jetzt runde Pflaster die tagelang halten, mit denen kann ich auch mit Sensor lange in der Badewanne liegen oder schwimmen.
Hoffentlich ist bald eine Uhr fähig den Blutzucker zu messen.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 15.11.2023 22:04:43 | IP (Hash): 2044059789
hjt_Jürgen schrieb:
Tatsächlich hatte ich die Herausforderung bei meinem Taylor-Spiel. Und das ist dann sehr viel erträglicher gelaufen, als ich das befürchtet hatte. Tatsächlich habe ich das so empfunden, wie Tyler das beschreibt: wenn man nach drei Tagen in der 600-800 kcal Spur ist, dann ist da kein besonderes Hungergefühl mehr, und da ist dann auch keine besondere Herausforderung mehr auf den anderen Tellern, sondern dann isst man das, was man geplant hat, und fertig. Und die anderen dürfen alle essen, was sie essen wollen :)
Das stimmt und die grösste Schwierigkeit war eher anderesrum - aus der Nummer mit den extrem niedrigen Kalorien wieder rauszukommen und wieder auf normele Tageskalorien hochzufahren, nur halt dann ohne schnelle KHs.
Das ist mir immer noch nicht ganz gelungen, ich muss faktisch jeden Tag immer ein wenig mit Gewalt über das hinaus essen was ich eigentlich brauch und will. Weil sonst fehlen Kalorien - wie heute, mal wieder. Keinen Hunger mehr aber locker 600 kalorien unter Tagessoll.
Muss mir wohl doch irgendein hochkalorisches Zeug besorgen, ohne Zucker.
Leider findet man in den Drogerien nur so Drinks für das gegenteil, zum Abnehmen geeignet. Oder es hat so viel Zukcer das ich auch gleich eine Tafel Schokolade essen kann.
-
am 15.11.2023 22:10:01 | IP (Hash): 1893807364
Gunter21 schrieb:
Das finde ich auch, die CGMs sind unglaublich hilfreich. Man lernt so einges, unter anderem die Erkenntnis das blutiges Messen absolut kein vollständiges Bild ergibt, ausser man misst jede Stunde.
Hallo Gunter21,
sei vorsichtig und lasse dich nicht verrückt machen mit den Messungen. Bedenke dabei immer, dass Unterschiede zwischen Blut- und Gewebezuckermessungen ohnehin bestehen und du ggf. infolge unterschiedlicher Messergebnisse falsche Schlussfolgerungen ziehen könntest.
Ich habe schon sehr hohe Messabweichungen bei mir gemessen. Bei Gewebezucker Messungen über 200 mg/dl bis zu 100 zu hoch und im unteren Bereich (um 100) bis zu 50 mg/dl zu hoch gegenüber Blut-Kontrollmessungen.
Grüße Zuckermann
----------------------------------------------------
Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM -
am 15.11.2023 22:25:57 | IP (Hash): 1479413650
Gunter21 schrieb:
Keinen Hunger mehr aber locker 600 kalorien unter Tagessoll.
Was sollte ich als Tagessoll verstehen?
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 15.11.2023 22:37:02 | IP (Hash): 914335064
Tagessoll sind Ruheenergieverbrauch plus Aktivitätsenergieverbrauch.
Bei mir mindestens 2200 kcal, an manchen Tagen auch locker 2500 kcal (wenn überdurchschnittliche Bewegung )
Unter Tagessoll heisst Abnehmen
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 15.11.2023 22:41:35 | IP (Hash): 1479413650
Gunter21 schrieb:
Unter Tagessoll heisst Abnehmen
Gewogen oder vermutet?
UND wärst du dann nur leichter, als du sein willst? Oder wirklich leichter, als noch mit um 20 Jahren?
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 16.11.2023 07:54:05 | IP (Hash): 2112195232
hjt_Jürgen schrieb:
Gewogen oder vermutet?
UND wärst du dann nur leichter, als du sein willst? Oder wirklich leichter, als noch mit um 20 Jahren?
Gewogen natürlich (und die aufgenommenen KHs so präzise erfasst wie möglich).
Das "Wohlfühlgewicht" habe ich erreicht - nun muss und will ich das halten, nicht weiter unterschreiten. Und mir selbst beweissen das ich auch mal 2 oder 3 Kilo zulegen kann wenn ich das will oder es mal erforderlich sein könnte. Ich hab da gerne die Kontrolle über solche Dinge und will das (genau so wie den BZ) ein wenig steuern können bei Bedarf.
-
am 16.11.2023 09:04:50 | IP (Hash): 1314405190
@Zuckermann
Ich denke auch, dass die CGMs nicht 100% richtig sind, aber sind das die blutigen Messungen?
Mein HBA1c stimmt mit dem von der FreeStyle Libre App ziemlich überein. In der App ist er etwas niedriger, aber ich gebe auch (viel) mehr acht beim Essen, wenn ich gerade einen CGM trage.
Dieser „erzieht“ (mich) schon sehr gut.
@Gunter21
Wie wäre es mit Nüssen? Gesund und einiges an kcal.
Oder beim Kochen mehr gesunde Öle verwenden?
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 16.11.2023 09:06:52. Grund: . -
am 16.11.2023 09:55:31 | IP (Hash): 2112195232
Nüsse und Öl sind schon reichlich dabei, ich giesse den Salat schon so gut ich kann mit Öl bis es fast zuviel ist^^
Das Problem ist eher das "Timing". Wenn ich das Frühstück auslasse und auf Snacks zwischendurch grösstenteils verzichte und auch Abends eher nur leicht und moderat esse - dann müsste ich Mittags praktisch mindestens 1800 kalorien essen. Und das schaffe ich gar nicht mehr, zumindest nicht mit halbwegs diabetestauglicher Ernährung.
Abends voll zuschlagen ist nicht gut hab ich festgestellt, selbst relativ KH armes wirkt sich da nicht gut auf den BZ aus, der Spiegel ist dann bis in den nächsten Tag hinein immer unruhig und zu hoch.
Also bleibt nur Mittag so viel ich schaffe, Abends wenig bis moderat und ein paar Nüsse zwischendurch und ab und an mal Obst am Nachmittag oder als Nachtisch.
Und das ist in der Summe oft zu wenig.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 16.11.2023 10:49:04 | IP (Hash): 1893807364
-anna- schrieb:
@Zuckermann
Ich denke auch, dass die CGMs nicht 100% richtig sind, aber sind das die blutigen Messungen?
Hallo anna,
ich habe schon sehr viele Vergleichsmessungen Blut- zu Gewebezucker durchgeführt, Messreihen protokolliert, usw.... um sowohl meinem Arzt als auch den Hersteller der CGM-Geräte bei über sehr hohen Abweichungen bei Vergleichsmessungen auf die Problematik hinzuweisen.
Der Arzt hält sich ausschließlich an den HbA1c, der auf der Grundlage der Blutuntersuchung bestimmt wird und ab und zu macht er eine Kontrollmessung mit einem Blutzucker-Messgerät.
Der Hersteller der des Gewebezucker-Messgerätes beruft sich auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben für die Herstellung der Gewebezucker-Messgeräte. Also können die Blut- und Gewebemessungen niemals gleiche Messwerte liefern und wir können auch nicht anhand unserer Gewebemessergebnisse direkt auf einen durch die Blutuntersuchung ermittelten HbA1c Rückschlüsse ziehen.
Was wir als Patienten machen können ist unsere Ernährung so zu bemessen, dass wir immer unseren Zielwert vor den Mahlzeiten erreichen und 2 Stunden nach der Mahlzeit im Zielbereich, annähernd des Zielwertes, uns wieder befinden.
Diese Steuerungsmöglichkeit haben wir alle, die nach ICT behandelt werden. Alle nur mit Medikamenten behandelten können das nicht steuern und haben nur die Möglichkeit, durch die Gewebezuckermessung den jeweiligen Messwert zu ermitteln um daraus ihre Rückschlüsse zu ziehen.
Trotz dieser unterschiedlichen Messergebnisse zwischen Blut- und Gewebezucker möchte ich die Gewebezuckermessung nicht missen. Ich selbst habe meine beiden Insulindosierungen so angepasst, dass die Bedingungen, Zielbereich und Zielwert, erfüllt sind und ich so wenig wie möglich Messspitzen, die den Zielbereich nach oben oder unten verlassen, habe.
Entscheidend ist für mich, wie aufgrund meiner Insulineinstellung und der jeweiligen Messwerte mein nächster HbA1C-Wert ist. Daraus resultierend kann ich dann meine Einstellungen jeweils „schwächer oder schärfer“ einstellen und habe dadurch immer aktuelle Werte.
----------------------------------------------------
Seit 2010 Insulinpflichtig TYP-2, ICT und rtCGM -
am 16.11.2023 11:13:57 | IP (Hash): 109092734
Gunter21 schrieb:
... Und das schaffe ich gar nicht mehr, zumindest nicht mit halbwegs diabetestauglicher Ernährung.
Abends voll zuschlagen ist nicht gut hab ich festgestellt, selbst relativ KH armes wirkt sich da nicht gut auf den BZ aus, der Spiegel ist dann bis in den nächsten Tag hinein immer unruhig und zu hoch.
Wenn dein BZ morgens nüchtern trotz Metformin gern über 90-100 spielt, hält deine Leber noch zuviel Fett gespeichert für ihre gesunde Glukoseausgabe.
Und wenn die Spitzen nach dem Essen von LC-normalen KH-Portionen locker über 140 mg/dl ansteigen und sich länger Zeit mit dem Sinken lassen, halten deine Betas noch zuviel Fett gespeichert für ihre spontan gesunde Insulin-Antwort auf die Bestellung der Inkretine bei Übergabe neuer Glukose aus dem Dünndarm auf den Weg in die Leber.
Und mit der schwachen Antwort wird sie auch ihre eigenen Glukoseproduktion nicht stoppen für die Aufnahme der neuen aus dem Darm.
“Entfetten ohne Gewichtsverlust” müsste eigentlich voll in deine Wunschvorstellung passen. Damit wirbt Die Studienambulanz der Charite in Berlin gerade für MOCA. Ich habe eben die Info bekommen, dass 3-Wochen Vorstudien mit deren Programm schon um die Hälfte vom Leberfett haben abschmelzen lassen, ohne allgemeinen Gewichtsverlust! An deine Stelle würde ich doch mal probieren, was da geht, oder?
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 16.11.2023 22:15:30 | IP (Hash): 2044059789
Die Studie ist tatsächlich ganz interessant, leider in Berlin und damit sehr weit weg.
Möglicherweise kann man diesen Ernährungsplan aber selber nachstellen, vielleicht gibt es demnächst ja auch Infos aus was sich der Speiseplan da so zusammensetzt. Da wird die Hauptnahrung sehr proteinhaltig sein, das kann man ja zwischen den Zeilen lesen. Vermutlich ergänzt durch Balaststoffe, Gemüse und vielleicht auch ein paar Vitamine, SpurenElemente, etc.. Die Frage wieviel Fett da enthalten ist, KHs sind sicher tabu. Und dann interessiert die tagesdosis, wievele Kalorien.
Wenn das funktionieren würde wäre das auf alle Fälle hilfreich weil leichter anzuwenden als die harte Taylor kur.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 16.11.2023 22:29:12 | IP (Hash): 1305516082
Gunter21 schrieb:
Die Studie ist tatsächlich ganz interessant, leider in Berlin und damit sehr weit weg.
Du hättest sowieso keine Chance, bei der Studie mitzumachen. Die suchen:
"Männer u. Frauen mit Übergewicht (Nichtraucher)
..."
(siehe hier: https://endokrinologie.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc13/endokrinologie/sonstiges/MOCA-Studie-6s_CBF_final.pdf )
Das passt ja wohl kaum für dich.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 16.11.2023 22:32:26. Grund: BBCodes -
am 17.11.2023 09:41:44 | IP (Hash): 1815442054
Wie ich die Studie verstehe, will sie zeigen, wie man ohne Gewichtsverlust die Leber entfetten kann. Das geht natürlich am einfachsten mit Dicken, bei denen heute eine Fettleber als völlig normal gilt. Aber mit normalgewichtigen T2D Betroffenen kann man zeigen, dass die Leber auch dann zu fett sein kann, wenn gar keine richtige Fettleber vorliegt.
Und dann kann man auch zeigen, wie das Entfetten der Leber bei diesem normalgewichtigen Menschen auch zu einem gesunden Normalergebnis führen kann.
Deswegen ist ein normalgewichtiger Mensch in diesem Studienzusammenhang aus meiner Sicht ein Gewinn, und vielleicht kann Gunter die Studienmacher ja davon überzeugen. Mich würden an seiner Stelle schon die gründlichen Untersuchungen interessieren, an die man ja normal überhaupt nicht dran kommt. Und meistens werden die anfallenden persönlichen Unkosten zusätzlich zur Aufwandsentschädigung von der Studie abgedeckt.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 17.11.2023 12:04:53 | IP (Hash): 2006570386
Das Essen hat sich gestern so verhalten wie am Vortag, BZ stieg nicht mal auf 130.
Bedeutet, Hülsenfrüchte vertragen sich gut mit meinem BZ. Schreibe mir das jetzt alles auf. Die FreeStyle Libre App bietet da leider zu wenig Möglichkeiten.
Heute teste ich einer Nuller (= Tag ohne Essen) weil ich abends bei einer Veranstaltung bin.
Heute habe ich neue Fragen an das Forum-Schwarmwissen
1. Thema Kaffee
Kann Kaffee schwarz den BZ in die Höhe treiben?
Er ist ja immer bis mittags zwischen 110 und 120.
Nach 11:00 trinke ich selten Kaffee, aber bis 11:00 sind es meist 3.
2. Thema Metformin
Ich habe mich dazu entschieden, einen „off label use“ mit 500 mg zu Testzwecken (der nächste CGM) zu versuchen.
Meine Überlegung, ich nehme Metformin um 22:00 vor dem Schlafen gehen und erhoffe mir eine BZ-Senkung in der Früh und am Vormittag.
Oder Tablette teilen (geht das bei Metformin)?
Oder besser gleich beim Aufstehen (05:30) weil Metformin nach 2,5 Stunden die höchste Wirkung hat?
3. MOCA
Ich finde die MOCA- Studie auch interessant.
Einen Selbstversuch wäre das wert.
Ob die Nahrungspläne weitergeben würden wenn man sie anschreibt?
@Gunter21
Ich hatte mit der „Zuckertante“ (du hast sie in einem Thread erwähnt) einen kurzen und ausgesprochen netten Mailkontakt und darf kommendes Jahr zu ihr in die Ordination kommen und sie weiß, dass ich „nur“ Prädiabetes habe.
Das Gute, ich finanziere das aus eigener Tasche und belaste kein Gesundheitssystem, brauche somit auch keine Skrupel haben.
Ich freue mich, da kann ich in Ruhe meine diversen Überlegungen besprechen.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 17.11.2023 13:28:26. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 17.11.2023 13:53:10 | IP (Hash): 1444338442
zu 1.) sicher nein
zu 2.) ich würde da aber auf alle Fälle mal den Arzt fragen...ist ja ein Medikament, sei vorsichtig. Teilen ist eigentlich nicht vorgesehen aber meine Diabetologin meinte mal das könnte man schon machen , ist aber eher unüblich. Mein Metformin baut es ja einen Spiegel auf, das braucht ein paar Tage bis das erledigt ist und funktioniert. Wenn man den erst mal hat, dann dürfte es egal sein ob du die früh oder abends nimmst. Oder jeweils die Hälfte. Du könntest sie sogar einmal (als Ausnahme) vergessen zu nehmen, die Wirksamkeit des Spiegels wird da nicht ernsthaft beeinträchtigt. Aber auf alle Fälle aber immer zum Essen oder danach, nicht so gut auf nüchternen Magen.
MOCA, ja. Interessant ist die Studie schon aber dafür muss man wohl nach Berlin, das ist 700 km weit weg. Ob ich überhaupt eine Fettleber habe ist auch nicht so ganz sicher. Laut Arzt ist sie weg und meine Leberwerte sind super geworden.
Wenn ich da npch mal was tue ich diese Richtung, dann würde ich das in Eigenregie machen. Den Speiseplan finden wir schon irgendwie raus-:)
Viel Spass mit der Zuckertante!
Das ist die einzigste Ärztin, die es schafft eine Praxishomepage so zu gestalten das man Lust hat die Praxis mal zu besuchen-:)
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 17.11.2023 14:15:30 | IP (Hash): 2006570386
Danke Gunter21
Vielleicht erhöht Kaffee den Stress und wirkt sich somit indirekt auf den BZ aus.
Ich bin so Kaffee-süchtig, deswegen noch nicht probiert.
Danke, mit Metformin hast du mir schon sehr geholfen.
Spiegelaufbau ist prima, dann nehme ich es zum Abendessen. Funktioniert dann ähnlich wie Statine, da ist einmal vergessen auch keine Tragödie.
Bin da auf mich angewiesen, ohne Arzt.
Die niedrigste Dosierung wird mir nicht gleich schaden. Trinke keinen Alkohol, Nierenwerte sind super, nehme nur Statine und die vertragen sich mit Metformin.
Fettleber ja oder nein kann man gut untersuchen lassen, ist leider nicht ganz günstig.
Ich habe sicher keine und trotzdem produziert sie zu viel Glukose. Fett in der Leber ist vielleicht gar nicht der einzige Grund?
Das stimmt, ich empfinde die Zuckertante auch überhaupt nicht als Arztbesuch.
Eher als mein Coach in Sachen Blutzucker.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 17.11.2023 14:55:14 | IP (Hash): 1483979271
Hallo anna,
Metrformin ist teilbar. Manche Tabletten, z.B. Metfromin von Hexal, haben sogar eine Bruchkerbe. Metformin kostet zwar nicht viel. aber wenn du die 1000er kaufst und teilst, kommst du noch ein bisschen billiger weg.
Ich halte allerdings 500mg pro Tag für eine homöopatische Dosis, von der du keine Erkenntnisse erwarten kannst. Ich würde den Versuch nach einer kurzen Einschleichphase mit 2 * 500mg durchführen. Falls es etwas bringt, dann kannst du ja später auch mal auf 500mg runter gehen. Du musst bei deinen Versuchen immer bedenken, dass Metformin einige Tage braucht, ehe es voll wirkt und dann auch noch einige Tage nachwirkt. Änderungen solltest du deshalb immer 1 Woche Zeit geben.
Viel Erfolg bei deinen Versuchen, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.11.2023 14:55:41. Grund: BBCodes -
am 17.11.2023 15:04:18 | IP (Hash): 1815442054
-anna- schrieb:
Fettleber ja oder nein kann man gut untersuchen lassen, ist leider nicht ganz günstig.
Ich habe sicher keine und trotzdem produziert sie zu viel Glukose. Fett in der Leber ist vielleicht gar nicht der einzige Grund?
Vorsicht Missverständnis!
Der völlig individuelle Fettgehalt, mit dessen Überschreiten die gesunde Ausgabeautomatik der Leber diabetisch gestört wird, lässt sich nicht in üblichen Untersuchungswerten der Leber fassen und auch nicht an einem allgemeinen Verfettungsgrad festmachen!
Das ist ein genetisch bedingter, völlig individueller Schwellenwert, der auch dann deutlich überschritten sein kann, wenn die eingehende Leberuntersuchung einen völlig gesunden Fettanteil in der Leber ausweist.
Einzig mögliche Probe aufs Exempel: 7-8 Tage 600-800 kcal/Tag. Wenn dann ab Tag 7 oder 8 der morgendliche Nüchternwert statt deutlich über 100 auf deutlich unter 100 steht, war’s die persönliche Leberschwelle.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
Bearbeitet von User am 17.11.2023 15:05:01. Grund: . -
am 17.11.2023 15:15:52 | IP (Hash): 2006570386
Hallo Rainer!
Ich bekomme nächste Woche 120 Stück mit 500 mg.
Ist nicht so einfach in Eigenregie weil rezeptpflichtig.
Nehme dann 3 Tage 500mg nur am Abend und steige ab Tag 4 auf 2mal 500mg um.
Danke für deine Hinweise!
10 Tage Spiegel aufbauen
2 Wochen CGM zum Testen
10 Tage ausschleichen
Fasten (da möchte ich kein Metformin im Körper haben).
Ich finde immer mehr Artikel, dass Prädiabetes auch nicht so „ohne“ ist. Vor allem, wenn man noch jünger ist. HBA1c darf maximal 5,4 sein damit ich zufrieden bin.
Bin gespannt ob und was sich ändert.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 17.11.2023 16:00:02 | IP (Hash): 2006570386
@hjt_jürgen
Das ist schon alles sehr kompliziert.
Aber das würde Sinn machen, als ich noch Nüchtern-BZ um die 80 hatte, hatte ich auch BMI 20.
Ich bin mit BMI 22 nicht dick (wäre für mich auch OK) nur für meinen BZ bin ich das?
Weil es bei mir genetisch einfach so festgeschrieben ist?
Verstehe ich das richtig?
Deine Theorie lässt sich dann wirklich mit Fasten testen.
Das ist wirklich alles kompliziert.
Vielleicht plage ich mich auch so mit Gewicht halten weil’s mit dem Blutzucker nicht wirklich passt.
Mein OGTT war ja auch an der obersten Grenze.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 17.11.2023 16:01:11. Grund: . -
am 17.11.2023 19:00:31 | IP (Hash): 1483979271
-anna- schrieb:
10 Tage ausschleichen
Hallo anna,
Metformin brauchst du nicht auszuschleichen, du kannst es einfach absetzen. Es wirkt dann noch etwa 3 Tage nach und dann müsste wieder alles wie vorher laufen.
Ich drück dir die Daumen, dass du gute Erkenntnisse gewinnst, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 17.11.2023 19:00:57. Grund: BBCodes -
am 17.11.2023 20:23:24 | IP (Hash): 1815442054
-anna- schrieb:
Ich bin mit BMI 22 nicht dick (wäre für mich auch OK) nur für meinen BZ bin ich das?
Weil es bei mir genetisch einfach so festgeschrieben ist?
Verstehe ich das richtig?
Genauso erklärt Prof. Taylor das, und ich denke, dass es noch einen Tick komplizierter ist, vor allem dann, wenn es anschließend darum geht, möglichst ohne Ende in der Remissions-Spur zu bleiben. Denn der eingebaute Hang zum höheren Verlauf besteht ja, wie deine Erfahrung zeigt. Und wenn die Waage nach Wochen bis Monaten oder noch länger wieder Zuwachs anzeigt, fängt der BZ ja nicht erst an zu steigen, sondern dann ist er schon seit Wochen mehr oder weniger munter dabei.
Als erstes Anzeichen, das auffallen kann, für wieder ansatzweise zu viel Fett irgendwo in den Regelkreisen der Blutzucker-Automatik sehe ich die zunehmend höher ansteigenden Spitzen nach dem Essen. Damit die auffallen können, muss man die messen, und zwar nach vergleichbaren Essen. Und dafür braucht man eine turnusmäßige Routine.
Und wenn über Spur-normal ansteigende Spitzen auffallen, muss man halt wieder für ein paar Tage auf das strikte Einhalten der persönlichen Obergrenzen achten, bis die gesunde automatische Normalität wiederhergestellt ist.
Bei DiRECT gibt es gar keine persönliche Blutzucker-Beobachtung - und 2 Jahre nach der Remission nur noch 20-30% in ner sehr großzügig bemessenen gesunden Spur. Unser Muster-Typ 2, Hans Lauber (Messen, Essen, Laufen), hat seinen Blutzucker entsprechend seiner Maxime bis vor um 2 oder 3 Jahren ausreichend beobachtet. Dann hat er wohl geglaubt, seinem Diabetes weit genug weggelaufen zu sein - und sich unversehens mit nem HbA1c um 7 wiedergefunden, und wieder mehr Grund zum regelmäßigen Laufen nach dem Essen ;)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 18.11.2023 08:37:53 | IP (Hash): 2006570386
Guten Morgen!
Gestern nur Wasser getrunken und BZ-Durchschnitt 109 (im „Gesunden“ bewegt sich das nicht).
Derzeit zwischen 100 und 110, das sind um 10 weniger als sonst.
Wenn die Lösung darin liegt, abzunehmen und das Gewicht dann zu halten, denke das bekomme ich hin wenn die Motivation Blutzucker im gesunden Bereich ist.
Es ist mir bewusst, dass mit jedem Kilo mehr das Problem dann wieder da wäre oder sich sogar immer weiter verschlimmert.
Vermutlich ist es nicht nur das Gewicht, im Alter werden die Muskeln weniger und der Körperfettanteil leider mehr. Bauchumfang ist definitiv mehr als vor 10 Jahren.
Meine Hausärztin meint zwar immer sie hätte gerne meine Blutwerte und ich soll mir wegen Diabetes keinen Kopf machen, ich wäre überhaupt nicht der Typ dafür. Eh nett, was soll sie mit mir jetzt auch tun.
Ich sehe das selbst anders, wenn ich JETZT nicht gegensteuere werden sich die Werte von Jahr zu Jahr verschlechtern. Und das Abnehmen wird mit steigendem BZ auch nicht einfacher.
Was du über die Routine schreibst, das denke ich auch.
Ein CGM im Monat ist mir meine Gesundheit wert.
Früher habe ich nachmittags einen Apfel gegessen, das war Routine.
Reinste Katastrophe für den BZ, die Kurve geht steil nach oben und fällt tief runter und dann kam der Hunger auf Kohlenhydrate. Und ich dachte immer ich tu meiner Gesundheit mit dem Apfel etwas Gutes.
Banane habe ich oft bei Stress gegessen. Die probiere ich jetzt gar nicht, da kommt nichts besseres als beim Apfel heraus.
Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich vor ~ 6 Jahren Vegetarierin wurde. Ich koche zwar fast ausschließlich selbst, aber gefühlt habe ich dann doch mehr Kohlenhydrate gegessen. Bzw. Tierisches mit Kohlenhydraten ersetzt.
Ich mache jetzt täglich von der CGM Kurve ein Foto und schreibe auf was an dem Tag war.
Essen, Sport …..
Ein persönliches Nachschlagewerk, ich vergesse sonst vieles wieder sehr rasch.
Ich vermute einige von euch halten mich für ziemlich crazy und etwas crazy bin ich vermutlich auch.
Schönes Wochenende euch allen!
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 18.11.2023 17:16:07 | IP (Hash): 1815476558
Apropos crazy: Reframing heißt das wohl, was ich mit meinem T2D seit der Jahrtausendwende mache. Ich behandle ihn nicht mehr nach DDG Standard mit entsprechend krankem Blutzucker als Krankheit, die zunehmende Lebensqualität und Leben abfrisst. Sondern ich nutze ihn als sehr exakten Wegweiser für meinen alltäglich gesunden Blutzucker, also praktisch als meinen besten persönlichen Gesundheits-Coach.
So habe ich mit dem alltäglichen Maximum an möglichst passendem Essen und Bewegen und dem dann noch notwendigen Minimum an Insulin für den gesunden Blutzucker bislang keine Spur von irgendeiner diabetischen Folge und zusätzlich zum gesunden Blutzucker auch gesunde Blutfette und gesunden Blutdruck. Jedes Abweichen von der gesunden Spur zeigt mir mein Coach sofort mit ner höher als erwarteten BZ-Spitze und entsprechend höher als erwartetem Insulinbedarf, und ich kann sofort korrigieren.
In der Art machen wir das nun schon seit gut 20 Jahren, und wenn ich so alltäglich wie möglich (heute z.B. nicht wg Regen) 4-6 km munter allein mit Hand-Antrieb an den Greifringen spazieren und zum Einkaufen rollen kann (Rollstuhl infolge Polio), dann sehe ich das als super Ergebnis dieses tollen Coachings. Und es sieht so aus, als wenn du auf nem recht ähnlichen Weg wärst :)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
Bearbeitet von User am 18.11.2023 17:21:05. Grund: , -
am 19.11.2023 10:27:33 | IP (Hash): 2112195232
-anna- schrieb:
Ich vermute einige von euch halten mich für ziemlich crazy und etwas crazy bin ich vermutlich auch.
Vielleicht, aber da bist du gewiss nicht die einzige hier-:)
Ja, DM ist ein guter Lifestylecoach wenn man etwas am DM ändern bzw. verbessern will.
Zumal alle Änderungen und Ergänzungen im Lifestyle die man vordergründig wegen DMT2 vornimmt (und das ist ja weit mehr als nur eine angepasste Nahrung) ja nicht nur Einfluss auf den DMT2 haben sondern sich nebenbei auf sämtliche Bereiche des Metabolismus, der allgemeinen körperlichen und geistigen Liestungsfähigkeit, Ausdauer, Fitness und in einem allgemein besseren Wohlbefinden niederschlagen können.
Und dieser Lifestyle Coach wird auch immer daran erinnern das das so bleibt (wenn man ab und zu mal die Blutwerte anschaut).
Bearbeitet von User am 19.11.2023 10:30:48. Grund: Änderung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 19.11.2023 16:08:01 | IP (Hash): 2006570386
hjt_Jürgen
Du kannst mit deinem BZ sehr gut umgehen und hast sicher auch viel ausprobiert, bis es soweit war.
Bewegung ist sicher eine der wichtigen Säulen der Selbstbehandlung.
Wie lange konntest du deinen T2D mit Tabletten behandeln bis Insulin dazu kam?
Stimmt es, wie man öfter im Netz hört und liest, dass jeder mit T2D früher oder später Insulin braucht?
Jeder Mensch ist anders und jeder Körper reagiert anders.
Die Krankenkassen sollten jedem mit T2D zumindest einmal im Quartal ein CGM zur Verfügung stellen.
Sieht man die Kurven, die Auswirkungen von Essen hat das eine viel stärker „erziehende Kraft“ als hat man nur wenige Messungen und den HBA1c.
Ich möchte sehr gerne wissen WARUM die Werte erhöht sind und was ich aktiv machen kann.
Abwarten wie „es“ sich entwickelt, das kann ich nicht.
Dass ein Kassenarzt dafür keine Zeit hat ist mir klar, es sollte aber vielleicht Ärzte geben die sich auf die Prädiabetiker spezialisieren.
Ich bin sicher, da gibt es auch sehr unterschiedliche Gründe und Verläufe.
Die Medizin schreitet voran und in einigen Jahren, mit Hilfe von AI, weiß man da sicher mehr.
Es gibt ja jetzt schon 6 Typen von Prädiabetes.
Und weil so viele Menschen von Diabetes betroffen sind gibt es auch sehr viele Studien und Daten.
AI lernt rasant schnell dazu und wird aus den vielen Daten vielleicht neue Schlüsse ziehen können und vielleicht ergeben sich dadurch ganz neue Behandlungsansätze.
Solange es aber keine Heilung durch medizinische Behandlung gibt muss man der eigene Coach sein.
Gunter21, für dich und sicher viele andere auch ist das ja auch Thema.
Nur wie siehst du das, ist das nicht erst durch CGMs so richtig möglich? Da sieht man unmittelbar die Auswirkungen.
Wir haben heute allerdings auch das Glück viele Informationen zusammentragen zu können und dadurch immer besser entscheiden und mehr lernen zu können.
Habe seit heute Morgen keinen CGM mehr und er fehlt mir :)
Ich suche derzeit viel über Metformin und fand das:
„trend of off-label usage of Metformin for longevity“ https://montecitoconciergemedicine.com/is-it-safe-to-take-metformin-to-fight-aging/
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 19.11.2023 16:26:34. Grund: . -
am 19.11.2023 16:26:53 | IP (Hash): 2112195232
das Problem ist das Prädiabetes zwar von vielen Ärzten sehr wohl als Warnsignal wahrgenommen wird - aber es ist eben keine Krankheit. Die Ärzte müssen tatsächlich warten bis es ein richtiger Diabetes ist, dann kann behandelt werden.
Und wenn es keine offizielle Krankheit ist dann kann der Arzt 0,0 € damit abrechnen und darf streggenommen nicht einmal Bluttests durchführen.
Die Kassen werden das nicht bezahlen.
Wenn er trotzdem testet dann ist es eher im Rahmen eines anderen Checkups oder nebenbei zu einer anderen Ursache (z.B. Nierenprobleme oder chronische Kranbkheiten).
Übrigens haben alle Ärzte bisher sehr begeistert die Daten des CGM angenommen - obwohl sie nicht mal Teststreifen auf Rezept ausgeben....die wissen das sehr wohl zu schätzen und die sind sich durchaus darüber im Klaren das der HbA1c nur ein Parameter ist und es da noch sehr viel mehr gibt....
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 19.11.2023 17:15:37 | IP (Hash): 511101796
-anna- schrieb:
Wie lange konntest du deinen T2D mit Tabletten behandeln bis Insulin dazu kam?
Stimmt es, wie man öfter im Netz hört und liest, dass jeder mit T2D früher oder später Insulin braucht?
Meinen T2D habe ich im Januar 1991 mit HbA1c über 15 und über 400 mg/dl morgens nüchtern kennengelernt. Euglucon habe ich damals als Medi bekommen. Für die Dauer der Wirkung treibt jede Tablette die Betazellen zu noch mehr Insulinausgabe, die noch welches ausgeben können. Quetscht die praktisch aus. Aber wo die Betas sowieso nach 8-10 Jahren mit dem Sekundäversagen ihre Löffel abgeben, so die damals offizielle Lesart, sollte man sie halt bis dahin quetschen, so gut das noch ging.
Mit Essen nach dem Messwert vor jedem nächsten Essen bei um 80-100 mg/dl (hatte ich als gesund, ich meine, aus einer Veröffentlichung von Doc Bernstein) hatte ich im Sommer 91 wieder HbA1c deutlich unter 6, inzwischen ohne Tabletten, und im Herbst an die 5,5. Und da haben mich Hausarzt, Diabetologe und Nephrologe tierisch bearbeitet, dass das zwar gesund für Gesunde sei, aber gewaltig gefährlich für Menschen mit diagnostiziertem T2D.
Die Gefahr hab ich zwar bis heute nicht verstanden, aber wo ich keine Ahnung hatte, hab ich mich dem “qualifiziert übergeordneten Wissen” gebeugt und bis Anfang 92 gehorsam aufgefressen, was ich heute als tolle komplette Remission sehen würde. Ich schreibe bewusst aufgefressen, obwohl der Ausdruck hier schon öfter bemängelt worden ist, denn die Mengen, die ich mir für HbA1c wieder bei verordneten um 7 im ersten Quartal 92 zum Ende 91 habe einverleiben müssen, waren definitiv kein Genuss.
In Erinnerung ist mir noch, dass vieles da in Oktober und November 91 den BZ beim besten Willen nicht über um 140 mg/dl antreiben wollte, womit er in Februar und März noch locker an 300 ausgeflogen war. Daraus schließe ich heute, dass wenigstens die erste Remission noch mit einer super funktionierenden Blutzucker-Automatik belohnt werden kann. Und da gibt es keinen organischen Grund für irgendeine zeitliche Begrenzung.
Mit den Tabletten dann noch bis 98 bis zum Anstieg vom 1c gegen 8, dann der Umstieg auf Insulin.
Aus meinen Erfahrungen sehe ich den T2D im BZ-mäßig ordentlichen Behandlungsrahmen nach DDG als progrediente Behandlungs-Krankheit.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
Bearbeitet von User am 19.11.2023 17:17:50. Grund: . -
am 20.11.2023 09:35:15 | IP (Hash): 2006570386
Derzeit ist Prädiabetes für die Mediziner noch keine (behandlungswürdige) Krankheit.
Mein höchster Nüchternwert im 06/2022 war 121, ab 126 hätte ich T2D.
Vielleicht ist es in 10 Jahren ab 110 bereits T2D, weil man einfach schon mehr Erkenntnisse hat.
Oder behandelt man diese Grauzone (noch) nicht, weil sonst noch viel mehr Menschen die Arztpraxen mit T2D besuchen würden?
Fakt ist ich habe ein Diabetes-Problem.
Ich habe mich sehr viele Jahre an meinen LDL-Werten abgearbeitet (Diät, Sport, NEMs .....).
Erst sehr ein sehr bemühter Arzt in einer Lipid-Ambulanz und ein Gentest brachten mich auf den Boden der nackten Tatsachen, dass da nur Medikamente helfen und ich mit der Ernährung und dergleichen nichts mehr verbessern kann.
Dort werde ich auch mit meinen Blutzuckerwerten ernst genommen und habe da bei jeder Lipid-Kontrolle auch ein offenes Ohr. Es gibt nur laut Leitlinien noch keine Behandlung für mich und andere mit Prädiabetes. Dort interessiert man sich auch für meine Daten vom CGM.
Das einzige was er mir geben könnte wäre eine Ernährungsberatung auf Krankenkassen, er denkt allerdings auch dass mich das nicht weiter bringen wird.
Ich spüre schon, dass man ernst genommen wird wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, es ist einfach eine blöde Situation für alle mit diesem Prädiabetes.
@Gunter21, was da in deinen Zeilen durchklingt, das denke ich auch.
Man muss sich einiges leisten können um gesund zu bleiben, bzw. nicht kränker zu werden.
Private bezahlte Blutuntersuchungen, Messstreifen, CGMs, privater Arzttermin, Bücher, NEMs ..... so ein Prädiabetes kostet mehr als ein Haustier ;)
Nicht ganz ernst lesen, ich schreibe das schon mit einem Schmunzeln.
Mein Metformin wurde gerade geliefert :)
Ein Medikament aus Italien, habe nachgesehen, ist dort zugelassen.
Sind runde Tabletten die vermutlich etwas mühsam zum Teilen wären, werde deswegen mit 500 zum Abendessen beginnen.
Ab dem Wochenende verwende ich dann wieder ein CGM, bin gespannt was sich an meinen Werten ändert.
@hjt_Jürgen
Was dir mit deinen anfangs schlechten Werten gelungen ist macht Mut, dass es auch bei Fortschreiben von T2D immer noch wenigen Weg in einer gesündere Richtung geben kann.
Und so viele Jahre ohne Spätfolgen zeigen ja, dass du sehr vieles/alles richtig machst.
Du hast dich aber auch nie nur auf Ärzte verlassen ....
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Bearbeitet von User am 20.11.2023 10:26:04. Grund: . -
am 20.11.2023 19:25:39 | IP (Hash): 283892467
-anna- schrieb:
@Gunter21, was da in deinen Zeilen durchklingt, das denke ich auch.
Man muss sich einiges leisten können um gesund zu bleiben, bzw. nicht kränker zu werden.
Private bezahlte Blutuntersuchungen, Messstreifen, CGMs, privater Arzttermin, Bücher, NEMs ..... so ein Prädiabetes kostet mehr als ein Haustier ;)
Nicht ganz ernst lesen, ich schreibe das schon mit einem Schmunzeln.
ja, ist traurig, nicht?
Wenn man so wirklich gar kein Geld hat, kleine Rente oder so und jeder Euro wehtut, dann wird das nicht so einfach.
Das ist unter Umständen recht kostenintensiv und zu den Problemen mit Lebensumstellung, Ernährungsumstellung und der Krankheit an sich kommt dann auch noch das Problem der Finanzierung dazu.
Auch die optimale Ernährung kostet leider viel, so eine Familienpackung Spaghetti mit einer Flasche Ketchup oder ein bisschen Fastfood aus der TK ist eben nun mal viel billiger als der Einkauf im Bioladen, Hofladen oder Reformhaus.
Ich kann mir gut vorstellen das viele das genau wegen solchen Hürden das dann auch einfach treiben lassen, den DM nicht weiter beachten und ignorieren und genau so weiterleben wie gewohnt.
Ich hoffe das eines Tages die CGMs günstiger werden, massentauglich und die Kassen das ab Prädiabetes sozusagen schon präventiv bezahlen, als Vorsorge sozusagen.
-
am 20.11.2023 20:27:20 | IP (Hash): 1405621184
Gunter21 schrieb:
...Auch die optimale Ernährung kostet leider viel,...
Aus meiner heutigen Sicht erschwert noch sehr viel mehr als nur der reine Kostenfaktor das gesunde Auskommen mit wenig Geld. Denn mit meinem Frühstück mit um 200 g geschredderte rohe Möhren für 25 Ct und 40 ct für 60 g Käse und 5 ct für nen EL Haferkleie kann ich den Pott Kaffee gleich noch mit in die eine Eurone packen, die das kostet, wenn es viel kostet.
ABER würde ich damit seit Jahren und heute auch noch so zufrieden auskommen mögen, wenn ich nur die eine Eurone für’s Frühstück einsetzen könnte?
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 20.11.2023 21:02:23 | IP (Hash): 283892467
jetzt schweifen wir aber völlig vom Thema ab-:)
aber ich kenne genügend in meinem Umfeld die noch nicht mal eine Möhre unfallfrei shreddern können (wenn sie denn wollen würden) aber sämtliche Apps aller Fastfood Ketten und Lieferdienste mit verbundenen Augen bedienen können und keinen meter zu Fuss gehen-:)
Ist halt auch eine Änderung der modernen Gesellschaft an sich, die komischerweise mit der Zunahme des DM Hand in Hand geht.
Wenn ich mich an meine Jugend erinnere, so ohne ganz ohne Auto aber dafür alles mit Fahrrad oder zu Fuss. Reich waren wir wirklich nicht ,aber wir hatten einen grossen Garten und der Garten bestimmte vollkommen den Speiseplan was es Mittags gab. Handy und Internat gabs auch nicht, dafür viel Bewegung drausen beim Fussball oder am See.....ich hab Diabetes für eine Krankheit gehalten die nur ab 80 im Altenheim eine Rolle spielt, das war tatsächlich einfach überhaupt kein Thema ringsum.
Ich will die Uhr absolut nicht zurückdrehen, aber ein paar kleine Anleihen an damals kann man nehmen, kann ja nicht komplett verkehrt gewesen sein.
Zum Beispiel selber kochen und mehr bewegen, wir sind oft zu bequem geworden.
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 20.11.2023 21:44:45 | IP (Hash): 1405621184
Sooo weit ab finde ich das Abschweifen gar nicht. Anna will doch ihren Blutzucker möglichst weit in den gesunden Bereich zurückdrehen. Und dabei kann jede Möglichkeit hilfreich sein, die dem einen oder der anderen von uns schon mal zum guten Gelingen verholfen hat.
Ok, wenn die genetische T2D-Voraussetzung das Überschreiten individueller Fettschwellen in Leber und Pankreas ist, wird die natürlich mit der allgemeinen Gewichtszunahme eben zunehmend (no pun intended, but welcome ;) erfüllt.
Einen besonders schlagenden Beweis dafür sieht die Diabetologie in Kuba, wo die Zunahme bis zum wirtschaftlichen Zusammenbruch im Trend lag, bis die alten Autos plötzlich keine neuen Nachfolger mehr kriegten und immer ältere immer weiter fahren mussten.
Ein wichtiger Punkt wird bei der populären Diabetes-Bewertung allerdings immer übersehen: T2D macht praktisch keine Symptome, und wo zu wenig Geld für normales Leben ist, ist garantiert keins, das man dann auch noch zum Arzt tragen könnte. Wenn da also von 100 möglichen Neudiagnosen 1 wirklich bezahlt und gestellt wurde, ist das sicher viel. Und klar war vielleicht 1 von 100 schon vorher diagnostizierten Kranken weiter in diabetologischer Behandlung. Nicht weil die übrigen 99 plötzlich gesund waren, sondern weil ihnen die Kohle für die weitere Behandlung fehlte. Aber wer nicht auftaucht, hilft natürlich der schön gefärbten Statistik.
Trotzdem bleibt selbstverständlich jeder T2D in seiner Remission, dessen Fettschwellen mangels Geld für Essen nicht überschritten werden.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 21.11.2023 07:20:04 | IP (Hash): 2006570386
Guten Morgen!
Ich empfinde es auch nicht als Abschweifen.
Bei vielen (vermutlich auch bei mir) ist T2D ja kein Schicksal, T2D ist ja doch sehr oft selbst „gemacht“.
Deswegen treibt mich das Thema so um weil ich sicher bin, doch einiges noch selbst in der Hand zu haben.
Armut kostet viele Lebensjahre, ca. 10 wenn ich das richtig im Kopf habe, Männer etwas mehr.
Bei vielen werden (chronische) Krankheiten viel zu spät entdeckt.
Würde ich mich „durchschnittlich ungesund“ ernähren würde 1. mein Gewicht kontinuierlich steigen (ich habe da sicher eine Veranlagung) und ich hätte vielleicht schon einen diagnostizierten T2D.
Gesunde Ernährung ist für mich schon lange ein wichtiges Thema, dann wurde ich vor Jahren Vegetarierin.
Kaufe (fast) nur regional und Bio und man kann da auch preisbewusst leben.
Wenn meine Kolleg*innen im Office mittags essen gehen sind rasch 10 Euro und mehr weg, soviel brauche ich für einen ganzen Tag Ernährung nicht.
Sollte ein Schulfach sein, kostenbewusste und gesunde Ernährung und am besten nicht nur Schikurse sondern auch Kochwochen.
Schaut man im Supermarkt in die Einkaufswägen ….. da wird (sehr) viel Geld für Mist ausgegeben.
Und es wird immer noch so viel Nahrung weggeworfen.
Das wäre ein tagefüllendes Thema.
Fakt ist, wenn man sich finanziell etwas bewegen kann, dann kann man sich auch um seine Gesundheit besser kümmern.
Es muss sich allerdings auch jeder die Frage stellen, was einem Gesundheit und gesund bleiben „wert“ ist.
Das kommende Jahr werde ich mich sicher noch stark mit dem Thema T2D auseinandersetzen und bin auch bereit, dafür Geld auszugeben (verzichte lieber auf einen Urlaub - kann auch wandern gehen …..).
Wenn das Auto „kränkelt“ fahren auch viele damit in die Werkstatt, mit dem eigenen Körper geht man sorgloser um?
Habe gestern Abend meine erste Metformin 500mg genommen (sind runde Tabletten ohne Kerbe) und doch gleich wieder einen Sensor gesetzt (die Neugierde) und bin jetzt gerade um die ~ 90
Wow!
Können die Werte so rasch sinken oder braucht vielleicht der Sensor noch ein wenig (ich habe immer wieder das Gefühl er zeigt am ersten Tag zu wenig an).
Vielleicht doch mit Stechen kontrollieren, Teststäbchen laufen sonst eh ab.
Wann kontrolliert man blutig nach dem Essen? Nach 2 Stunden?
Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 21.11.2023 08:21:13 | IP (Hash): 384062462
-anna- schrieb:
Habe gestern Abend meine erste Metformin 500mg genommen (sind runde Tabletten ohne Kerbe) und doch gleich wieder einen Sensor gesetzt (die Neugierde) und bin jetzt gerade um die ~ 90
Wow!
Können die Werte so rasch sinken oder braucht vielleicht der Sensor noch ein wenig (ich habe immer wieder das Gefühl er zeigt am ersten Tag zu wenig an).
Vielleicht doch mit Stechen kontrollieren, Teststäbchen laufen sonst eh ab.
Wann kontrolliert man blutig nach dem Essen? Nach 2 Stunden?
Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung*
Sensoren können zu Beginn falsch messen sowohl zu hoch wie auch zu tief, kann auch bis zu 2 Tage dauern, bis sie sich einpendeln. Zudem können Sensoren auch generell Abweichungen haben, dauerhaft 20mg/dl zu wenig oder zu hoch. Und sogar mehr Abweichungen sind möglich.
Deshalb sollte man sich nicht blind auf die Sensoren verlassen, sondern dennoch blutig mal gegenmessen, wie gut jeweils der aktuelle Sensor misst.
Hierbei muss man schauen, dass man gegenmisst, wenn der Blutzucker längere Zeit stabil ist. Min. 30min wären gut. Also nicht kurz nach einer Mahlzeit, Sport oder nach dem Aufstehen.
Zwecks Metformin solltest du deinen behandelnden Arzt fragen. Der kann dir ganz genau sagen, was in deinem konkreten Fall mit Alkohol zu beachten ist.
Und noch ein Tipp generell: deine Diagnose ist noch frisch, klar bist du jetzt motiviert und willst dich möglichst gut informieren. Schau aber, dass es nicht zu viel wird. Die Blutzuckerproblematik wird dich dein Leben lang begleiten, deshalb brauchst du Durchhaltevermögen. Diabetes ist ein Marathon, kein Sprint. Schau auf dich und deine Bedürfnisse außerhalb deines Diabetes. Menschen mit Diabetes neigen häufiger zu Depressionen. -
am 21.11.2023 08:27:55 | IP (Hash): 1107542867
-anna- schrieb:
Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?
Ja, du darfst dich nur nicht kräftig besaufen. Allerdings dürfte bei deinen 500mg auch dabei kaum etwas passieren.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 21.11.2023 08:29:01. Grund: BBCodes -
am 21.11.2023 08:54:56 | IP (Hash): 2006570386
Hallo July,
danke für deine Zeilen, dann täuscht mich das nicht mit den Sensoren die ersten ein, zwei Tage. Werte waren anfangs bisher eigentlich immer „auffällig“.
So frisch ist das bei mir leider gar nicht mehr, erhöhte Werte sind ist mir seit zwei, drei Jahren bewusst. Packe das Thema jetzt einfach nochmals richtig an, von selbst verschwindet das nicht mehr.
Aber du hast schon recht, ich bin vom Wesen her in vielen Bereichen „gewissenhaft“ ;) und wenn ich von etwas überzeugt bin, dann halte ich auch durch und nach einigen Monaten wird ohnedies vieles normal wie:
- kein Fleisch essen
- kein „Süsskram“ zu Hause
- intermittierend Fasten
Ich denke man muss von etwas überzeugt sein, dann wird es eine neue (Essens)Gewohnheit.
Z.B. beeinflusst keto meinen BZ positiv, ich bin allerdings nicht überzeugt, dass das (dauerhaft) die Lösung meine BZ-Problematik sein kann. Wäre ich überzeugt, dann würde es meine neue Ernährungsform und würde nach einigen Monaten ganz normal.
Da tickt vermutlich jeder anders.
Beim Metformin bin ich ganz auf mich gestellt, habe keinen betreuenden Arzt. Ist ein auf max. vier Wochen begrenzter Versuch.
Jetzt gehe ich wandern, senkt zwar bei mir auch nicht den BZ, tut aber gut :)
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 21.11.2023 09:00:19 | IP (Hash): 2006570386
Rainer schrieb:
-anna- schrieb:
Habe gelesen, dass sich Alkohol nicht mit Metformin verträgt. Ich trinke zwar kaum Alkohol, bin aber die kommenden Wochen bei zwei Geburtstagsfeiern.
Wäre ein Sekt oder ein Glas Wein vertretbar?
Ja, du darfst dich nur nicht kräftig besaufen. Allerdings dürfte bei deinen 500mg auch dabei kaum etwas passieren.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
da besteht keine Gefahr, die Zeiten sind schon lange vorbei :)
-
am 21.11.2023 14:57:48 | IP (Hash): 577796030
July95 schrieb:
Sensoren können zu Beginn falsch messen sowohl zu hoch wie auch zu tief, kann auch bis zu 2 Tage dauern, bis sie sich einpendeln. Zudem können Sensoren auch generell Abweichungen haben, dauerhaft 20mg/dl zu wenig oder zu hoch. Und sogar mehr Abweichungen sind möglich.
Würde es denn Sinn machen den Sensor zu setzen und z.b. erst enach 1-2 Tagen später zu aktivieren?
Beginnt die "Einpendelphase" wenn der Sensor in der Haut sitzt oder beginnt er erst mit dem eingendeln wenn er aktiviert ist?
DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 21.11.2023 15:19:45 | IP (Hash): 734868939
Gunter21 schrieb:
July95 schrieb:
Sensoren können zu Beginn falsch messen sowohl zu hoch wie auch zu tief, kann auch bis zu 2 Tage dauern, bis sie sich einpendeln. Zudem können Sensoren auch generell Abweichungen haben, dauerhaft 20mg/dl zu wenig oder zu hoch. Und sogar mehr Abweichungen sind möglich.
Würde es denn Sinn machen den Sensor zu setzen und z.b. erst enach 1-2 Tagen später zu aktivieren?
Beginnt die "Einpendelphase" wenn der Sensor in der Haut sitzt oder beginnt er erst mit dem eingendeln wenn er aktiviert ist?
Ich habe beim Libre 1 und 2 damals 8-12 Std. vorher gesetzt und hatte damit bessere Ergebnisse. Beim Dexcom setze ich nicht vorab.
Bei manchen funktioniert es mit vorab setzen gut, bei anderen gar nicht. Bei manchen messen die Sensoren schon ab Beginn gut. Bei einigen erst nach einigen Stunden bis wenigen Tagen. Bei wieder anderen messen die Sensoren gegen Ende schlechter... es bleibt nur auszutesten, wie es bei einem persönlich ist und halt besonders am Anfang bei einem Sensorsystemwechsel viel blutig gegenmessen, um zu schauen, wie der neue Sensor bei einem persönlich läuft. -
am 22.11.2023 13:25:43 | IP (Hash): 2040582085
@July95
Danke mit dem Tipp den Sensor erst etwas später zu aktivieren.
Diesmal war ich die ersten 24 Stunden oft im roten Bereich (sehr niedriger Blutzucker), das hat so sicher nicht gestimmt.
Jetzt hat sich der Sensor irgendwie wieder "eingekriegt" und die Werte sind wieder plausibel.
Gibt es zwischen Libre 1 und 2 einen Unterschied?
Ich kaufe beide wenn ich sie günstig bekomme.
Ist der Libre 3 besser/genauer? -
am 22.11.2023 14:29:35 | IP (Hash): 422506600
-anna- schrieb:
@July95
Danke mit dem Tipp den Sensor erst etwas später zu aktivieren.
Diesmal war ich die ersten 24 Stunden oft im roten Bereich (sehr niedriger Blutzucker), das hat so sicher nicht gestimmt.
Jetzt hat sich der Sensor irgendwie wieder "eingekriegt" und die Werte sind wieder plausibel.
Gibt es zwischen Libre 1 und 2 einen Unterschied?
Ich kaufe beide wenn ich sie günstig bekomme.
Ist der Libre 3 besser/genauer?
Libre 1 hat nur NFC Scanfunktion und keine Alarme. Für dauerhafte Kurven muss man min. alle 8 Std. den Sensor scannen.
Libre 2 hat NFC Scanfunktion und über Bluetooth Alarme. Heißt beim Unter- oder Überschreiten der festgelegten Alarmgrenze kommt die Meldung Blutzucker hoch bzw. niedrig. Es werden aber keine Werte angezeigt, sondern das Scannen wie beim Libre 1 ist weiterhin notwendig.
Libre 3 zeigt die Werte ohne Scannen per Bluetooth an. Und er ist deutlich kleiner.
Zu Genauigkeit kann ich nur sagen, der Libre 1 hat bei mir recht gut gemessen, der Libre 2 häufig 20mg/dl zu niedrig, später plötzlich deutliche Abweichungen plus ungenügende Hypo-Alarme, so dass ich dann zum Dexcom gewechselt bin. Mit meinem Dexcom bin ich so zufrieden, dass ich den Libre 3 nicht ausprobiert habe, weil dieses ebenfalls eine für mich viel zu unzureichende Alarmfunktion hat. -
am 22.11.2023 16:27:19 | IP (Hash): 2006570386
Danke Juli95
Jetzt bin ich im Bilde mit den Libre Sensoren
Libre 3 hatte ich noch nie, bzw. die bekomme ich nicht günstig ;)
Dexcom ist leider noch teurer.
Diesmal habe ich einen Sensor der „sprunghaft“ ist (bzw. meine Kurven sind sprunghaft), habe leider nicht darauf geachtet ob 1 oder 2.
Sitzt vielleicht etwas zu hoch oben diesmal.
Du hast Typ1 oder?
Da sind die Warnungen ja wirklich wichtig und geben Sicherheit.
Du bist sicher froh, dass es die CGMs gibt.
Ich hatte früher eine Kollegin mit Typ 1, habe das viele Messen von ihr noch in Erinnerung. Da gab es noch keine CGMs.
*Prädiabetes wird zu meiner Dauerbeschäftigung* -
am 23.11.2023 15:07:23 | IP (Hash): 2006570386
Habe gestern das Buch *Endlich Schluss mit Diabetes* fertig gelesen.
Und es ist das -für mich- interessanteste Diabetes-Buch welches ich bisher gelesen habe.
Ich bin jetzt noch viel motivierter ab Jänner zuerst zu Fasten und dann so lange mit ca. 600 bis 800 Kcal weiter zu machen bis das Zielgewicht erreicht ist.
Es ist im Buch sehr deutlich beschrieben mit: „Für eine langfristige Gesundheit sollten wir wieder die Hosen tragen können, die uns mit 21 Jahren passten.“
Kann ich drehen und wenden wie ich will, davon bin ich weit entfernt (ohne übergewichtig zu sein).
Eine sehr wichtige Botschaft nehme ich noch mit, Typ 2 entwickelt sich ca. 10 Jahre sehr moderat um dann rasant anzusteigen, soweit möchte ich es nicht kommen lassen.
Wenn meine persönliche Fettschwelle zu hoch ist, dann kann und muss ich etwas ändern. Gelingt das nicht, dann habe ich vermutlich ein anderes Problem.
Mein Metformin-Versuch :)
Metformin 500mg am Abend wirkt sehr gut.
Gestern durchschnittlich 94, bedeutend weniger als ohne Metformin.
Schaue mir das noch 2 Wochen an, dann beende ich den Versuch wieder.
-
am 27.11.2023 16:59:02 | IP (Hash): 2006570386
Thema Remission
„Streitpunkt Remission bei Typ-2-Diabetes – ist sie auch in der echten Welt erreichbar und dauerhaft zu halten?“
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4912986
Und hier noch meine Thematik, da fühle ich mich angesprochen.
„Diät für Schlanke – führt zur Remission: Warum Typ-2-Diabetiker mit normalem BMI vom Abnehmen profitieren können“
https://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4910431
Habe mir eine tolle, neue Waage gegönnt, als Begleitung für das intensive Abnehmen ab Jänner.
Da sehe ich auch die Muskel- und Fettverteilung (bei mir recht gut, auch wenig viszerales Fett). -
am 27.11.2023 20:24:37 | IP (Hash): 1473148509
Interessant ist ja, dass die beiden Widerstreiter im ersten Link aus demselben Gesundheitssystem kommen. Da sind sie praktisch recht vergleichbar und argumentieren von ihren verschiedenen Standpunkten aus.
Die Ergebnisse der bariatrischen OPs zeigen eindeutig, dass Remission auch über mehr als 10 Jahre durchaus möglich ist und physiologische Vorteile macht. Natürlich haben die Operierten sehr viel weniger Chancen, ihre Ernährung über Gebühr zu erhöhen, als Menschen ohne OP, die sich aktiv für den “Rest” ihres Lebens mit dem Essen einschränken müssen, wenn sie ihr Remissionsgewicht halten wollen.
Dass das nicht ginge, halte ich für absurd. X Nummern Menschen ohne Typ 2 machen das jeden Tag. Besonders absurd ist dabei natürlich, die Betroffenen zuerst medizinisch in diese missliche Lage hinein zu begleiten und dann dazu zwingen zu wollen, sich da selbst wieder raus zu hungern.
“Der Blutzucker ist zwar zu hoch, aber noch laaange kein Diabetes. Aber das müssen wir natürlich engmaschiger beobachten,” ist die Auskunft, die X Nummern Betroffene allein hier in D jeden Tag bekommen. Vielleicht noch die mehr oder weniger dringende Empfehlung zum Abnehmen.
ABER KEINERLEI INFO, wie zuviel in Leber und Betazellen gespeichertes Fett die Blutzucker-Automatik zunehmend behindert! Und keinerlei Anleitung dazu, wie sie das jeden Tag mit nem Fingerpieks selbst sehen können, OBWOHL X Nummern Studien die heilsame Wirkung von Selbsttests seit Jahrzehnten belegen. Und natürlich KEINERLEI Info dazu, dass der Abbau dieser Speicher wieder zu 24/7 völlig gesundem BZ führt.
Allerdings müsste man damit praktisch anerkennen, dass der gesunde BZ für das gesunde Leben mit T2D Elementar ist und dass die bisherige fachoffiziell richtige Behandlung im T1D Rahmen erst dazu führt, dass der T2D progredient verläuft und zunehmend Lebensqualität und Lebensjahre abfrisst :(
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 27.11.2023 20:32:57 | IP (Hash): 684823597
Vermutlich ist es einfach leichter mit kurzzeitigem Diabetes eine Remission zu erreichen als mit 10 Jahre unbehandeltem. Unmöglich ist vermutlich gar nichts.
Wobei ich mir nicht ganz erklären kann wie es sein kann das Diabetes 10 Jahre unentdeckt bleibt, muss man doch gefühlte 10x pro Jahr in einen Becher Pipi machn oder Blut abgeben....müsste bei jeder urologischen oder gynäkologischen Routineunterstuchung eigentlich auffallen. Das kann doch kaum mehrere Jahre unter der Nierenschwelle bleiben, oder doch?
-
am 27.11.2023 20:57:44 | IP (Hash): 684823597
-anna- schrieb:
Habe mir eine tolle, neue Waage gegönnt, als Begleitung für das intensive Abnehmen ab Jänner.
Da sehe ich auch die Muskel- und Fettverteilung (bei mir recht gut, auch wenig viszerales Fett).
hab ich auch schon drüber nachgedacht mir so was zuzulegen.....
Funktioniert das, gibt das denn realistische Werte aus?
Was für Modell hast du? -
am 27.11.2023 21:20:38 | IP (Hash): 1473148509
Gunter21 schrieb:
Vermutlich ist es einfach leichter mit kurzzeitigem Diabetes eine Remission zu erreichen als mit 10 Jahre unbehandeltem. Unmöglich ist vermutlich gar nichts.
Die Herausforderung ist ein bisschen komplizierter, denn sie fängt schon Jahre vor der Nierenschwelle an und wird spätestens sichtbar, wenn der Nüchtern-BZ die 90 mg/dl überschreitet, aber in der normalen ärztlichen Routine noch für wenigstens 10 weitere mg/dl als völlig normal durch geht.
Zum Hintergrund: Ein Diabetes Typ 1 fällt auf, wenn etwa 80% der Beta-Zellen zerstört sind. Mit etwas Insulin-Hilfe und LC produziert er für einige Tage bis Wochen den sogenannten Honeymoon = völlig gesunden BZ völlig ohne Medis. Ok, die recht zügige Zerstörung weiterer Betas beendet diese Art der Remission ziemlich schnell.
Das Beispiel sagt uns allerdings, dass für den langsam auffällig ansteigenden BZ mit dem Prädiabetes das Ausschalten der Betas nicht erst anfängt, sondern längst mehr als 2 Drittel überschritten hat. Und wer dann noch bis zur Diagnosereife wartet, kommt bestimmt locker auf 4 Fünftel.
Davon lassen sich mit der Entfettung mit etwas Glück die Hälfte wieder aktivieren = re-differenzieren, aber die andere Hälfte is längst hin. Im genetisch zu großen Fettspeicher zur Untätigkeit begrabene de-differenzierte sind dann einfach hin.
Wenigstens beim ersten Mal lassen sich die “Hinnen” noch verschmerzen, weil wir von Geburt aus für alle lebenswichtigen Funktionen unseres Organismus mit Überfluss ausgerüstet sind. Aber mit jedem Abbau dieses Überflusses wird’s natürlich enger.
Und so brauche ich halt mit meiner “bedingten Remission” sehr viel weniger Insulin aus dem Pen, als vergleichbare Menschen mit T2D (wie z.B. Zuckermann), aber mit dem seit bald 10 Jahren wiederhergestellten Leber-Regelkreis (einem von den beiden - “Twin-Cycle”) immer noch in der Größenordnung vom T1D.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 27.11.2023 22:11:31 | IP (Hash): 684823597
Also du meinst, je länger das Stadium der Prädiabetes bzw Diabetes andauert umso grösser sind die Verluste an Betas und um so schwerer bzw. unvollkommener ist die Remission ?
Da drängt sich natürlich bei mir gleich die Frage auf wie lange ich überhaupt so ein prädiabetisches oder diabetisches Stadium hatte bis das entdeckt wurde, das ist gar nicht so leicht herauszufinden da der HbA1c ohne triftigen Gund oder privaten Wunsch ja nicht gemessen wird.
Ich habe bei mir eigentlich nur allgemeine Blutbildwerte und Leberwerte aus vergangenen Jahren (ohne BZ Langzeitwerte), da waren die Leberwerte schon grenzwertig schlecht, die Glukose leicht erhöht. Der Urologe hatte aber nie etwas gefunden. Gehe aber mal davon aus, das zumindest die Leber schon etwas verfettet war, vermutlich schon viel längere Zeit.
Die Blutbilder die ja eigentlich immer mal genommen werden sind leider sehr unvollständig, da fehlen wichtige Parameter. Wenigstens im Rahmen des allgemeinen Check Ups sollte automatisch auch mal der BZ bestimmt werden.
-
am 27.11.2023 22:23:27 | IP (Hash): 1473148509
Gunter21 schrieb:
Also du meinst, je länger das Stadium der Prädiabetes bzw Diabetes andauert umso grösser sind die Verluste an Betas und um so schwerer bzw. unvollkommener ist die Remission ?
Da drängt sich natürlich bei mir gleich die Frage auf wie lange ich überhaupt so ein prädiabetisches oder diabetisches Stadium hatte bis das entdeckt wurde, das ist gar nicht so leicht herauszufinden da der HbA1c ohne triftigen Gund oder privaten Wunsch ja nicht gemessen wird.
Genau das meine ich. Und mir drängt sich nicht die Frage auf, was wir Betroffene daraus ableiten sollten, sondern was die Diabetologie daraus seit über 10 Jahren hätte ableiten MÜSSEN zu unseren Gunsten! Und was sie aber nicht gemacht hat!
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 28.11.2023 08:07:06 | IP (Hash): 877782216
@Gunter21
Waage
Ich bin seit Jahren ein Fan der Withings-Familie und nutze da auch fast alles (Uhr, Blutdruck, Waage, Thermo).
Und jetzt habe ich mir die Body Scan gegönnt :) findest du auf withings.com
Gewicht, Puls, EKG ..... ist sicher exakt (das EKG der Body Scan hat sogar schon 6 Ableitungen), die Verteilung von Fett, Muskeln, Wasser würde ich ähnlich genau einstufen wie den Libre-Sensor ;)
Was aber für mich (wie auch beim Sensor) zählt, das sind die persönlichen Kurven und diese schätze ich als sehr glaubwürdig ein.
Ich habe zum Vergleich eine BMI-Messung vom Sommer auf Kur und eine vom Herbst in einem Institut. Die sind alle sehr ähnlich.
Diese Waage ist auch als medizinisches Produkt eingestuft (wie auch der Blutdruckmesser) und da durchläuft sie sicher einige Prüfungen. Wenn der Preis nicht zu abschreckend ist, dann ist das sicher ein sehr gutes Gerät.
Wenn ich 10 bis 15% von meinem derzeitigen Körpergewicht abnehmen möchte, dann wird das mit Sicherheit eine Plagerei (ich kenne meinen Körper) und dann in Folge ein lebenslanges Projekt.
Dabei darf mich eine der derzeit besten Waagen auf dem Markt begleiten.
@all
Wie hier schon geschrieben wurde, es begleitet und berät einem bei Prädiabetes niemand, es weist auch niemand auf die Gefahr hin, dass sich daraus ein handfester T2D entwickeln kann.
Ja, die Ärzte haben alle keine Zeit, denen mache ich überhaupt keinen Vorwurf.
ABER, würde man anfangs mehr Prädiabetiker richtig betreuen und beraten dann würde sich das doch auf lange Sicht lohnen, wenn es vielleicht doch einige schaffen dauerhaft in Remission zu gehen.
Ich sehe es an mir selbst, man ist auf sich gestellt mit Werten in der Grauzone.
Dabei habe ich sogar noch das Glück, dass mir meine Ärzte zumindest zuhören, aber ihnen sind ja auch die Hände gebunden. Was sollen sie tun wenn die Leitlinien nichts vorsehen.
Meine Werte passen seit 2 bis 3 Jahren nicht und wenn die Theorie mit dem persönlichen Körpergewicht stimmt (kann ich mir sehr gut vorstellen), dann sind die letzten Jahre auf dem Weg zu meinen auffälligen Werten hin sicher schon diverse Betas abgestorben.
Und von meiner Logik her richtet jetzt jedes Jahr "zuwarten" noch mehr Schaden an.
Also eisern abnehmen und schauen und hoffen was passiert. Passiert nichts, dann bleiben ohnedies irgendwann nur Medikamente, aber dann habe ich zumindest alles probiert.
Klar kann man sich im Internet und aus Büchern informieren und sich immer mehr Wissen aneignen, aber das tun vermutlich die wenigsten, vor allem dann nicht, wenn ihre Ärzte bei auffälligen Werten sogar noch beruhigen.
Würde man bei jeder Vorsorgeuntersuchung den HOMA-Index bestimmen, dann könnte man schon viele mit Insulinresisdenz rausfischen, die Blutuntersuchungen kosten kein Vermögen und ich denke, mit der richtigen Aufklärung könnte man schon einige dazu bewegen am Lebensstil etwas zu ändern.
Mehr als der NüchternBZ wird aber nicht bestimmt.
Ich bin zwar nicht privat versichert, aber durchaus bereit, auch für einen Privatarzt zu bezahlen.
Das ist ja auch nicht möglich, weil für Prädiabetes einfach nichts vorgesehen ist.
Bei dem allgemeinen Ärztemangel muss man sich da ja wirklich zurück halten.
In meinem Labor ist der NüchternBZ bis 106 "normal", was er ja mit diesen Werten längst nicht mehr ist.
Ich stelle leider immer mehr fest, passt etwas nicht mit der eigenen Gesundheit, dann ist man fast gezwungen sich mit der Thematik zu beschäftigen.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.11.2023 11:47:25 | IP (Hash): 1713787651
Mit beginnendem Prädiabetes sind die Möglichkeiten mit der Remission natürlich am größten.
Aber die Verringerung meines Bedarfs an Basal-Insulin auf 25% zeigt, dass sich da sogar noch mit insulinpflichtigem Typ 2 ein erhebliches Potenzial erschließen lässt. Und zwar super passend für weniger Kilos!
Denn weniger Insulin-Umsatz macht vollautomatisch weniger Gewichts-Ansatz! Und das trifft auf jedes Stadium des Typ 2 Diabetes zu!
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 28.11.2023 14:05:57 | IP (Hash): 684823597
Das Problem ist eben das die meisten gar nicht wissen das sie Prädiabetiker sind. Bei mir war es so das ich zwar sehr wohl Warmungen bekommen habe aber in einer Form das ich sie gar nicht als ernste Warnung wahrgenommen habe. Mir wurde da nur gesagt, die Werte sind ein bisschen zu hoch, nicht so viel Süssigkeiten und abnehmen und in einem Jahr schauen wir uns das wieder an. Das klang überhaupt nicht ernst oder bedrohlich....
Leider ist es so das man oft erst einen Tritt in den Allerwertsten braucht um was zu ändern und bei mir war es der Beinahe-Kollaps des ganzen Stoffwechselsystems mit üblen Symptomen mit der Diabetes Diagnose.
War heute morgen beim Diabetologen, die sind sehr begeistert. Alles Top, Remission gelungen in Rekordzeit und nun gilt es das Ergebnis zu verteidigen und halten. Augenarzt war danach dran, auch zufrieden. Alles in allem Glück gehabt. Die harte Diät im Juni/Juli hat sich durchaus gelohnt.
Hab nun meine Medi dosis halbiert bekommen und hab deswegen nun wieder für mich selber einen guten Grund wieder genauer hinzuschauen und eine gewisse Nachlässigkeit die sich hier und da schon wieder leicht eingeschlichen hat zu vertreiben.
Weil ich will nicht in 3 Monaten mit schlechten Werten wieder die Pillen verdoppelt bekommen, ich will nun wissen, ob die guten Werte auch mit weniger Medis gehalten werden können - das ist das "Projekt "bis Februar.
Das alles mit dem "Handicap" das Weihnachten ernährungstechnisch suboptimal laufen könnte und das miese Wetter zwangsläufig meine Bewegungen draussen deutlich reduziert.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 501 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.11.2023 14:21:15 | IP (Hash): 684823597
-anna- schrieb:
Wenn ich 10 bis 15% von meinem derzeitigen Körpergewicht abnehmen möchte, dann wird das mit Sicherheit eine Plagerei (ich kenne meinen Körper) und dann in Folge ein lebenslanges Projekt.
Dabei darf mich eine der derzeit besten Waagen auf dem Markt begleiten.
Da hast du dir auch echt den Rolls Royce unter den Körperfettwaagen ausgesucht-:))
Ja, die Whitings sind in jedem Testbereicht immer vorn dabei.
-
am 28.11.2023 15:40:33 | IP (Hash): 847357006
-anna- schrieb:
Wie hier schon geschrieben wurde, es begleitet und berät einem bei Prädiabetes niemand, es weist auch niemand auf die Gefahr hin, dass sich daraus ein handfester T2D entwickeln kann.
Hallo anna,
vielleicht hilft dir eine differenzierte Betrachtungsweise etwas weiter, um deine Prädiabetes und die bestehenden Risiken richtig einzuordnen. Den Versuch, die Risiken für verschiedene Subtypen wissenschaftlich zu bewerten, findest du hier:
"Nicht jeder Mensch mit erhöhten Blutzuckerwerten entwickelt sofort einen Typ-2-Diabetes. In einer Langzeitstudie schritt die Stoffwechselstörung nur bei 3 von 6 Subtypen rasch zum manifesten Diabetes voran. Bei einem Subtyp kam es trotz normaler Blutzuckerwerte frühzeitig zu Spätkomplikationen der Erkrankung, ..."
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119886/Praediabetes-Studie-findet-6-Subtypen-mit-unterschiedlichem-Gefaehrdungspotenzial
Hier hast du es noch mal ein bisschen übersichtlicher dargestellt. Versuche mal, deinen Prädiabetes hier einzuordnen, um das Risiko für Diabetes und weitere Probleme besser abschätzen zu können.
https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/subtypen-bei-vorstufe-des-diabetes-entdeckt-13378.php
Vielleicht nimmt dich dein Arzt mit diesem Hintergrund auch etwas ernster. Die engspurige Betrachtungsweise, die hjt_Jürgen hier als "einzig wahre" proklamiert, stößt bei dir eventuell schnell an ihre Grenzen.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 28.11.2023 16:41:21. Grund: BBCodes -
am 28.11.2023 16:25:42 | IP (Hash): 1600373183
Rainer schrieb:
vielleicht hilft dir eine differenzierte Betrachtungsweise etwas weiter, um deine Prädiabetes und die bestehenden Risiken richtig einzuordnen. Den Versuch, die Risiken für verschiedene Subtypen wissenschaftlich zu bewerten, ...
Welche Cluster unter welchen Umständen in welchem Zeitrahmen zur Diagnosereife führen und dann mit welchen Folgerisiken behaftet sind, ist aus meiner Sicht völlig nachrangig.
In erster Linie geht es für uns Betroffene bei der Remission ganz einfach darum, dass unsere Blutzucker-Automatik völlig ohne Medis wieder ihren gesunden Job macht!
Und aus dem Bereich des Prädiabetes kann das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr viel “einfacher” gelingen, als aus dem des diagnose- oder noch reiferen Typ 2.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 29.11.2023 13:50:59 | IP (Hash): 2006570386
@Gunter21
Möchte ich kommendes Jahr 6 bis 10 kg abnehmen, dann amortisiert sich die Waage sicher innerhalb von einem halben Jahr ;)
Nix Rolls Royce sondern eher Rettungswagen :-)
Gratuliere zu deinen tollen Werten, da hast du schon sehr viel geschafft.
Ich wünsche dir dass du deine guten Werte auch mit weniger Medikamenten halten kannst und idealerweise irgendwann ganz darauf verzichten darfst. Soweit man das im Netz lesen kann ist das möglich solange man noch kein Insulin braucht.
Die Leber kann sich sehr gut regenerieren (ich nehme Mariendistel für die Leber um sie zu stärken, vielleicht dankt sie es mir und produziert weniger Glukose) und die Bauchspeicheldrüse nimmt sich daran hoffentlich ein Beispiel.
Wie lange waren denn dein Nüchtern-BZ schon erhöht bevor er dann zum T2D wurde?
Bei mir wurde rasch der HBA1c bestimmt und auch ein OGTT gemacht. Alles laut Labor-Grenzwerten im Bereich von Prädiabetes.
Nüchtern Insulin und C-Peptid war dann schon mein Privatvergnügen.
@Rainer
Danke für die beiden Links, die kannte ich schon und habe mir dazu auch schon sehr viele Gedanken gemacht und viel dazu im Netz gesucht, leider finde ich da nichts woran letztlich diese 6 Subtypen exakt festgemacht werden (Blutwerte usw.). Auch die beiden Informationsquellen stellen die 6 Subtypen etwas unterschiedlich dar.
Beim Link vom Ärzteblatt sehe ich mich am ehesten in der Gruppe 2 und 3.
Vom Gewicht her passe ich da zwar nur in die Gruppe 2, aber ich befürchte, so einfach ist es nicht.
Ich glaube nach wie vor, dass meine Bauchspeicheldrüse auch "insulinproduktionsmüde" ist.
Auf Insulinresistenz deutet bei meinen Blutwerten nichts hin. Auch eine spezielle Untersuchung auf Fettleber ergab keine solche, die Werte sind da schon sehr aussagekräftig.
Im 2. Link von dir ist der Subtyp 3 besser beschrieben, das könnte schon passen. Menschen mit Subtyp 3 bilden zu wenig Insulin und haben ein hohes Diabetes Risiko.
Die Cluster 1, 4, 5 und 6 halte ich für mich für eher unwahrscheinlich.
Ich denke beim Subtyp 2 kann ich mit Abnehmen und Ernährung etwas bewirken, beim Subtyp 3 vermutlich nicht.
Habe Ende Jänner einen Termin bei der Zuckertante (ich darf zu ihr obwohl ich "nur" Prädiabetes habe) , da habe ich dann etwas Raum für meine Fragen, die ich bis dahin noch für mich konkretisieren möchte. Diese Subtypen gehören auf jeden Fall dazu.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.11.2023 18:57:48 | IP (Hash): 699695787
Mir imponiert diese Art Online-Ordination, die die Zuckertante sich aufgebaut hat. Die finde ich einfach toll!
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 29.11.2023 19:50:47 | IP (Hash): 1092331921
Hallo Anna,
Bin sehr gespannt was du zur Zuckertante erzählen wirst. Wäre ich nicht so weit weg würde ich diese Ordination auch mal besuchen, rein schon aus Neugier.
Eine Waage werde ich mir auch zulegen, wird aber 2 Nummern kleiner. Body smart reicht gewiss für mich schon, mich interessiert hauptsächlich das viszerale Fett und die Verteilung.
Seit wann das bei mir schon erhöht war kann ich nur schätzen, hat ewig nie einer gemessen. Vermutlich schon ein paar Jahre lang hat sich das entwickelt.
Ich war zwar öfters beim Arzt, das letzte Jahr gehörte dem Blutdruck einstellen. Auch bei den Gesundheitschecks gehört der BZ leider nicht zum Programm. Und solange man unter dem Radar bleibt mit den Werten ist da nichts und es achtet keiner darauf. Und ich hatte keine Ahnung.
Aufgefallen ist es letztenendes beim Urologen bei der Routineuntersuchung.
Danach wurde dann geschaut und ich hatte dann schon nüchtern 300 bis 400 und HbA1c 11,5. OGTT wurde nie durchgeführt, die Sache war eh klar.
Ein Jahr davor war beim Urologen noch alles ok, zumindest die Urinwerte. Das muss dann wohl schnell eskaliert sein.
Leberwerte, Triglyceride und Cholesterin waren ebenfalls richtig katastrophal geworden. Und mir ging es dann tatsächlich monatelang auch schon richtig besch...
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 29.11.2023 22:46:59 | IP (Hash): 699695787
@anna - nein, Prof Taylor hat das nicht für dich geschrieben, aber durchaus passend zu deinem beabsichtigten Fasten:
Deduction
It went like this: the people in the bariatric surgery study were of course very heavy. That is why they were having the operation. It was simple to work out approximately how many calories they would need every 24 hours just to stay alive. They would require at least 2,700 calories every day, just lying in bed all day, not moving a muscle. That is more than the average person eats even when they are moving around. Before a surgeon operates on the stomach, of course, no eating is allowed for at least 12 hours. The usual food intake for these people had suddenly dropped, from a very considerable amount to zero on the evening before surgery, when the nurse hung a sign on their bed: "nil by mouth." The body must stay alive and would still need 2,700 calories to do so every day. Over the seven days following the operation, seven times this amount would need to be found a total of 19,000 calories. A small number would be provided by supporting fluids given into a vein, but the vast majority would have to be found elsewhere.
Fortunately for all of us, our bodies are built for survival, with stores for a rainy day. And just look at that available fuel, sitting there in the liver poised for action. The heavier a person, the more likely they are to have large amounts of fat inside the liver. We knew that this particular store of fat is used first. It is far easier for the body to mobilize energy from the central organ of metabolism than to retrieve fat from the long- term storage depot under the skin. So it seemed likely that in those bariatric patients the liver fat levels might have dropped rapidly. Supposing that had caused the insulin resistance of the liver to decrease equally rapidly? In turn, the sudden return of a normal response to insulin would surely switch off the previous outpouring of glucose. Very suddenly. According to this reasoning, the rapid change in blood glucose could be a simple consequence of using up excess liver fat and nothing to do with the beta cell.
So maybe the rapid normalization of blood glucose was not due to the surgeon's undoubted and fantastic skill but just reflected that sign hanging on the bed
-nil by mouth? Of course, people can eat again a week or so after undergoing that particular type of surgery, but their stomachs will have been cut down to a fraction of the original size (to approximately the size of your thumb). They continue to be very limited regarding how much food they can consume. Therefore the sudden improvement in blood glucose would surely be maintained.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck.
Bearbeitet von User am 29.11.2023 22:49:13. Grund: . -
am 30.11.2023 11:47:10 | IP (Hash): 2006570386
Hallo @Gunter21
Die Zuckertante könntest du auch online "besuchen", da ist jetzt schon viel möglich (Befunde usw. werden vorher gemailt, einzig körperliche Untersuchungen sind nicht möglich).
Da ich in Wien lebe möchte ich sie gerne persönlich kennen lernen.
Der Kontakt per E-Mail war schon sehr positiv, ich habe ein richtig gutes Bauchgefühl.
Die Body Smart ist sicherlich auch sehr gut und wird dir eine treue Begleiterin sein.
Wie Withings auch schreibt, eines der Geheimnisse um dauerhaft abzunehmen ist, sich regelmäßig zu wiegen.
Wiege ich mich einige Wochen nicht, dann hat das IMMER (außer Urlaub) einen Grund und der lautet bei mir "schlechtes Gewissen" ;)
Deine Werte waren wirklich sehr erschreckend, toll wie viel du seither schon geschafft hast. Die Ärzte und die Medikamente sind wichtig, wir sind selbst aber auch eine wichtige Säule.
Und ja, da erübrigen sich dann andere Werte wie OGTT, da müssen die Ärzte sicher gleich einmal mit Medikamenten behandeln.
Habe ich jetzt auch schon öfter gelesen, dass es nach jahrelangem Prädiabetes dann oft sehr schnell gehen kann mit T2D. Deswegen sind für mich erhöhte Werte auch so bedenklich.
Weil du von Blutdruck schreibst, den Blutdruckmesser von Withings finde ich auch sehr gut.
Vor allem weil alle Werte in EINER App gesammelt und gespeichert werden und man diese dann gut aufbereitet auch den Ärzten zur Verfügung stellen kann.
Geht es dir heute körperlich wieder besser bzw. gut?
Hallo @hjt_Jürgen
Nach den Feiertagen (vorher die schlechteste Zeit des Jahres dafür) mache ich mich daran, meine persönliche Fettschwelle auszutesten. Wasserfasten dann Leberfasten dann ketogene Phase und dann bist Ostern weiter stark pflanzlich basierte Abnehmphase.
Anders geht das nicht, mein Körper trennt sich jetzt schon ungern von jedem Kilo.
Es bleiben allerdings Zweifel (was mich betrifft!), ob es daran liegt. Auch Taylor hat keine 100%igen Erfolge. Es ist EINE Möglichkeit, aber eben nicht die einzige.
Ich bleibe da gedanklich in alle Richtungen offen bis ich des Rätsels Lösung (= den Auslöser) habe.
Es wird auch schon zur Remission von Prädiabetes geforscht, die Gewichtsreduktion alleine ist es wohl nicht.
https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/pressemeldungen/meldung/596
Hallo @Rainer
Hier ist der Subtyp 3 so beschrieben, dass er für mich vorstellbar sein kann.
https://www.ddg.info/diabetes-zeitung/neue-risikophaenotypen-differenzierter-bewerten
Nüchtern Insulin und C-Peptid sind bei mir recht niedrig, auch der Homa-Index.
Bei einer Insulinresistenz würden diese Werte anders aussehen.
Es bleibt kompliziert :)
Bearbeitet von User am 30.11.2023 12:51:05. Grund: ergänzt -
am 30.11.2023 17:43:08 | IP (Hash): 2077172684
An deiner Stelle würde mich auch tierisch reizen zu entdecken, was meine Blutzucker-Automatik an ihrer gesunden Funktion hindert. Und das mit der beruhigenden Gewissheit, dass ich ja in A jede Möglichkeit hätte, sie medikamentös bis in den Bereich zu unterstützen, in dem du deinen BZ-Verlauf alltäglich haben willst :)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 01.12.2023 07:41:08 | IP (Hash): 1851100681
hjt_Jürgen schrieb:
An deiner Stelle würde mich auch tierisch reizen zu entdecken, was meine Blutzucker-Automatik an ihrer gesunden Funktion hindert. Und das mit der beruhigenden Gewissheit, dass ich ja in A jede Möglichkeit hätte, sie medikamentös bis in den Bereich zu unterstützen, in dem du deinen BZ-Verlauf alltäglich haben willst :)
Meinst du mit "A" Österreich und falls ja, was ist in Österreich anders im Vergleich zu Deutschland? -
am 01.12.2023 09:11:15 | IP (Hash): 656563956
Sorry, ist mir so "eingewachsen", seit eine Tochter mal ein paar Jahre in Wien gearbeitet hat und mir aufgefallen ist, dass in den Umfeldern damals wert darauf gelegt wurde, dass A nicht gleich D ist. Ich kenne mich mit der Krankenversicherung in A nicht aus, hab aber bisher noch nirgendwo auf mögliche nennenswerte Unterschiede Hinweise gefunden.
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 01.12.2023 10:38:56 | IP (Hash): 1127651198
Die Versicherungen sind leistungsmässig recht ähnlich, aber seit ich wieder in D bin zahle ich doppelt so viel-:)
Paar kleine Unterschiede gibt es natürlich aber eher zu Gunsten Österreichs.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 01.12.2023 12:07:15 | IP (Hash): 362996832
-anna- schrieb:
Auch Taylor hat keine 100%igen Erfolge. Es ist EINE Möglichkeit, aber eben nicht die einzige.
Hallo anna,
genauso ist es - dazu passt diese Veröffentlichung über die Langzeitergebnisse nahc 5 Jahren:
https://www.diabetes.org.uk/about_us/news/weight-loss-can-put-type-2-diabetes-remission-least-five-years-reveal-latest-findings
Auch wenn der Bericht die Ergebnisse sehr positiv formuliert, bleibt das bescheidene Ergebnis, dass nach 2 Jahren nur noch 36% und nach 5 Jahren lediglich noch 23% von 36% = 8%, also gerade mal jeder 12. die Remission halten konnte.
Hjt_Jürgen wird sofort los brüllen und behaupten, dass die anderen 11 selber dran Schuld waren.. Für ein paar davon könnte das vielleicht zutreffen, aber ganz bestimmt nicht für alle - so einfach ist das für vernünftig denkende Menschen leider nicht.
Ich drück dir die Daumen, dass du zusammen mit der Diabetologin in die Einordnung in die Subtypen weiter kommst. Gerade der Unterschied zwischen Subtyp 2 und 3 würde bedeuten, dass du dich entweder entspannen kannst und nur beoachten musst, dass sich die Werte nicht weiter verschlechern oder ob du aktiv mit der geeigneten Therapie, z.B. mit frühzeitiger Unterstützung mit Basalinsulin, deine Werte unbedingt verbessern musst.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 01.12.2023 19:32:49. Grund: BBCodes -
am 01.12.2023 15:16:19 | IP (Hash): 656563956
Rainer schrieb:
Hjt_Jürgen wird sofort los brüllen und behaupten, dass die anderen 11 selber dran Schuld waren.. Für ein paar davon könnte das vielleicht zutreffen, aber ganz bestimmt nicht für alle - so einfach ist das für vernünftig denkende Menschen leider nicht.
Mit nem näheren Blick auf die Studiendaten würdest wahrscheinlich auch du zusammen mit mir jeden 12. bewundern, der nach 5 Jahren noch die weit gefassten Remissionskriterien erfüllt. Anna wäre demnach noch nie außerhalb der Remission gewesen ;)
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 01.12.2023 19:19:11 | IP (Hash): 362996832
hjt_Jürgen schrieb:
Mit nem näheren Blick auf die Studiendaten würdest wahrscheinlich auch du zusammen mit mir jeden 12. bewundern, der nach 5 Jahren noch die weit gefassten Remissionskriterien erfüllt.
Wenn du "jeder 12." bewundernswert findest - warum erzählst du (an mehreren anderen Stellen) dann, dass 8 von 10 Diabetikern mit Taylors Rezept geheilt werden?
Du bist halt ein Spinner. Das solltest du vielleicht mal einsehen und dir etwas mehr Mühe geben, deine teilweise sehr wirren Gedanken in richtige Bahnen zu lenken. Gerade bei Taylor sind die Ergebnisse auch so noch sehr gut - auch wenn man sie nicht durch maßlose Übertreibung "verschönert".
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 01.12.2023 19:19:41. Grund: BBCodes -
am 01.12.2023 20:25:43 | IP (Hash): 656563956
Rainer schrieb:
Wenn du "jeder 12." bewundernswert findest - warum erzählst du (an mehreren anderen Stellen) dann, dass 8 von 10 Diabetikern mit Taylors Rezept geheilt werden?
Die Antwort vom Spinner:
Bei 8 von 10 funktioniert die Remission. Wenn statt Remission Heilung (von der ich meines Wissens in dem Zusammenhang nicht schreibe), könnten sie sich anschließend beliebig dick und rund fressen und bekämen den Typ 2 nicht zurück - wie mit "nur" Remission schon lange vor dick und rund. Ganz schön spinnert, oder?
----------------------------------------------
Schon im völlig normalen Behandlungsbereich mit HbA1c 6.5-7 haben die meisten von uns mit T2D keine akuten Diabetes Symptome und wenig Folgekrankheiten-Risiko.
Alternativ ist in den ersten Jahren mit Typ 2 meistens eine Remission möglich. Damit wird meistens gesunder Blutzucker ohne Diabetes-Medikation erreicht, und dazu kommen häufig in der Folge auch völlig gesunde Blutfette und Blutdruck. -
am 04.12.2023 20:48:34 | IP (Hash): 2006570386
Hallo zusammen,
alles gut, ich bilde mir immer meine Meinung immer anhand vieler Informationen und hinterfrage gerne (auch manchmal die Ärzte).
Bei meinen erhöhten Werten kann ich derzeit außer experimentieren ohnedies nicht viel machen, aber auch nicht viel verkehrt machen.
Was ist schon gesund?
Sich gesund zu fühlen bedeutet nicht gesund zu sein.
Ich werde nie mehr einen gesunden Zuckerstoffwechsel haben und vielleicht ist das schon viele Jahre so.
Diese Erfahrung musste ich mit dem erhöhten Cholesterin machen, diese genetische Schwäche habe ich ja vermutlich schon immer und heute bin ich sogar froh, dass es da gute Medikamente gibt.
Weil das so ein langer, schwerer Weg der Akzeptanz war bleibe ich jetzt beim T2D in allen Richtungen offen = (selbst)behandlungsflexibel.
Ab heute sonsorfreie Zeit.
2 Geburtstagsfeiern, 2 Weihnachtsfeiern und Weihnachten :)
https://register.awmf.org/assets/guidelines/nvl-001l_S3_Typ-2-Diabetes_2023-05.pdf
Prädiabetes findet auf Seite 44 (eigentlich ab Seite 41) in den Leitlinien Erwähnung und es wird festgehalten, dass sich frühe Intervention (Sport und Ernährung) positiv auswirkt.
Bearbeitet von User am 05.12.2023 13:36:46. Grund: . -
am 06.02.2024 19:41:01 | IP (Hash): 1985868933
Kurzes Update, ich war länger nicht online.
Fasten musste ich aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen auf März verschieben, das konnte ich noch nicht näher mit Sensor testen.
War bei der „Zuckertante“ und habe mich bei ihr sehr(!) gut aufgehoben gefühlt und ich werde mit meinem Prä-Diabetes ernst genommen.
Insulinresistenz schließt sie aus, bei mir produziert die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin.
Wir probieren off label Metformin 500 2mal täglich und Anfang April Kontrolle Hba1c
Ernährung und Bewegung, da bleibe ich dran, aber in wirklich gesunde BZ-Bereiche werde ich damit nicht mehr kommen können.
Aber wenigstens verstummen die Selbstvorwürfe.
-
am 06.02.2024 20:13:16 | IP (Hash): 1280866937
-anna- schrieb:
Ernährung und Bewegung, da bleibe ich dran, aber in wirklich gesunde BZ-Bereiche werde ich damit nicht mehr kommen können.
Aber wenigstens verstummen die Selbstvorwürfe.
Danke für’s informative Feedback! Mit zu wenig Insulin ist es kein beginnender T2D. Und bei der Zucker-Tante bist du bestimmt ärztlich sehr gut aufgehoben :)
Für Selbstvorwürfe, nicht nur diese, empfiehlt der Zucker-Opa diese Mindset-Oma:
Mindset - Updated Edition: Changing The Way You think To Fulfil Your Potential https://amzn.eu/d/9Gx19ms
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 07.02.2024 15:35:55 | IP (Hash): 1985868933
hjt_Jürgen schrieb:
Mit zu wenig Insulin ist es kein beginnender T2D.
Für Selbstvorwürfe, nicht nur diese, empfiehlt der Zucker-Opa diese Mindset-Oma:
Mindset - Updated Edition: Changing The Way You think To Fulfil Your Potential https://amzn.eu/d/9Gx19ms
Hallo Jürgen,
T2D ist es ja trotzdem, egal wo das Problem liegt? Oder?
Eine Insulinresistenz könnte ich vermutlich besser selbst beeinflussen.
Ich kann die Bauchspeicheldrüse bitten mehr Insulin zu produzieren, aber ob sie meiner Bitte nachkommen wird :-), wahrscheinlicher ist dass sie immer weniger produzieren wird.
Danke für die Buchempfehlung, ist leider auf englisch, wird daher nicht "mein Buch" :-)
Die Ärztin meinte das mit dem "schlechten Gewissen" nimmt überhand, weil man leider überall liest, "wie einfach es wäre wenn man nur richtig lebt". Nur so einfach ist es doch bei vielen Menschen nicht, vieles ist letztlich ja trotzdem Veranlagung/genetisch sonst hätten viel mehr Menschen T2D.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 07.02.2024 16:01:20 | IP (Hash): 59103406
Sorry, aber die Ärztin hat den Schuss nicht gehört. Es gibt keinen t2d mit schon zu Anfang zu wenig Insulin!
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 08.02.2024 11:38:32 | IP (Hash): 1960882582
hjt_Jürgen schrieb:
Sorry, aber die Ärztin hat den Schuss nicht gehört. Es gibt keinen t2d mit schon zu Anfang zu wenig Insulin!
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
Welchen Schuss hat denn die Ärztin nicht gehört?
Es gibt nicht DIE einzige Ursache für DMT2 : Insulinresistenz und Fettleber.
Schau mal hier bei Jenny Ruhl https://www.bloodsugar101.com/the-real-causes-of-type-2-diabetes
Sie beschreibt da was es alles für Gründe gibt einen DMT2 Diabetes zu entwickeln.
Es gibt eine Vielzahl an genetischen Veränderungen die alle auf vielfältige(!!) Weisen dazu beitragen den Zuckerstoffwechsel zu beeinträchtigen.
Ich war mein Lebtag lang sehr sportlich (sowohl Kraft- als auch Ausdauersport) und sehr schlank, aber genetisch vorbelastet. Mit 58 bekam ich die Diagnose DMT2 HBa1c 6,6%, C-Peptid 0,9 Keine Antikörper. Vom Life-Style hätte ich mich besser kaum verhalten können. lange Phasen mit Dauerstress oder Entzündungen sind mir nicht bekannt.
-anna- schrieb:
Kurzes Update, ich war länger nicht online.
Vielen vielen Dank @anna fürs Teilen deiner Geschichte und für dein Update. Dein (prä)DMTSubtyp scheint meinem zu ähneln.
Und ich habe auch ne Weile gebraucht um mir keine Vorwürfe mehr zu machen, und um zu verstehen, dass ich da nicht viel zurückdrehen kann.
Vorwürfe wofür für eigentlich? - da findet man mit dem passenden mindset schon was ...
Ich bin jetzt froh, dass es Tabletten gibt, und wenn es denn soweit ist, dann gibts halt Insulin dazu.
Wir können keine tolle Erfolgsstory posten wie wir mit LifStyle changes unseren Diabetes besiegt haben. Unser Subtyp ist für die Medien von Apotherkerumschau bis Youtube einfach ungeeignet.
Da gehen nur noch ein par Nachkomme a1c %Punkte durch LC Ernährung.
Diese Viedeo von der Zuckertante passt auch zum Thema:
https://www.zuckertante.at/diabetes-warum-gerade-ich/
@anna lass mal wieder von dir hören wie das Metformin bei dir wirkt... gern auch per PN
2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 08.02.2024 12:51:34 | IP (Hash): 914677591
Sorry für die saloppe Formulierung mit dem Schuss.
Aus meiner Sicht aus allen Veröffentlichungen, die ich kenne, ergibt sich folgende Definitionslage:
Diabetes Typ 1 hat im einfachsten Fall innerhalb weniger Wochen und in komplizierteren über Jahre zu wenig und immer weniger eigenes Insulin.
Die Krankheit ist gekennzeichnet durch einen Insulinmangel.
Diabetes Typ 2 hat in den ersten Jahren immer wenigstens so viel Insulin, wie gesunde Menschen unter den gleichen Umständen. Erst nach vielen Jahren entwickelt sich auch damit nach und nach ein Insulinmangel.
Die Krankheit ist gekennzeichnet durch eine defekte Regelung von Blutzucker und Insulin.
Anna hat von zuwenig Insulin geschrieben, also von einem Insulinmangel.
Dass der häufig zunächst als Typ 2 missverstanden und manchmal erst nach vielen Jahren als LADA = Typ 1 behandelt wird, ist allgemein bekannt und völlig normal.
Die Vorstellung, dass man sich mit Typ 2 Vorwürfe machen muss, weil man seine Speichergrenzen überschritten hat, mit deren Überschreiten die defekte Regelung einsetzt, halte ich für fragwürdig.
Denn auch wenn diese Grenzen seit über 10 Jahren in der Fachmedizin bekannt und bestätigt sind, sind sie nicht einmal bei der Mehrzahl der Fachärzte auf dem Schirm. Das bedeutet, dass sie nicht einmal von Fachärzten angesprochen werden.
Und diese Grenzen sind völlig individuell und lassen sich nicht einfach aus Fettleber oder/und Übergewicht erschließen. Einem großen Teil der Teilnehmer an der ersten großen Typ 2 Studie mit über 5000 Peoples hätte Normalgewicht keinen gesunden BZ gemacht, denn ihr völlig normales Gewicht im Normalgewichtsbereich hatten sie schon ihr Leben lang.
Also wofür Selbstvorwürfe? Für das blöde Gerede und Geschreibe vom dicken, dummen Diabetes?
----------------------------------------------
Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)