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Diabetes-eine Erkrankung der sozial Benachteiligten ?

  • Christian

    Rang: Gast
    am 23.07.2007 22:34:35
    Um eines vorne weg zu nehmen, Diabetes ist für mich keine Krankheit.

    Ich las einen Artikel in einer bekannten Diabeteszeitschrift, der mich nachdenklich gemacht hat.

    Danach soll Diabetes eine Erkrankung der sozial Benachteiligten sein.Diabetes hat mit Bildung und Familie zu tun. Stand in der Zeitschrift.

    Als ich vor 20 Jahren Diabetes bekommen habe wurde die "Krankheit" als Wohlstandskrankheit ausgegeben.
    Eben WEIL es den Menschen besser ging, sie am Aufschwung verdient haben und die Eltern sich mehr leisten konnten. So auch, ihren Kindern Sükram zu gönnen und die Läden haben das Sortiment immer mehr erweitert.

    Wieviel Geschwätz von hochbezahlten Typen verträgt die Menschheit eigentlich noch?
    Das Traurige ist, das Geld wird nicht sinnvoll in die Forschung gesteckt, sondern eher in die Taschen derer, die dann jammern, sie hätten soviel Steuern abzugeben. Da wird es mir eher schlecht, als von zu viel Süßem
  • EH

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 01:07:26
    Glaubst du alles, was in der Zeitung steht?
    Und warum ist Diabetes für dich keine Krankheit? von EH
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 10:07:02
    Diabetes - mal davon abgesehen - daß es zwei ganz verschiedene Krankheiten sind - kann jeden treffen. Wenn man allerdings sieht, daß im sog. Prekariat schon Kinder fett sind, weil die Eltern keine Ahnung von gesunder Ernährung und auch keine Lust zum Kochen haben, stattdessen Pommes und McDonalds den Vorzug geben, ist der genannte Beitrag nicht ganz von der Hand zu weisen. von ANONYM
  • Pia

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 10:58:12
    Ich habe eine kleine Bitte. Könntet Ihr Euch bitte mit Namen melden? Muss ja nicht der echte sein, es redet sich besser.
    EH, ich stimme dir voll zu. Mein Eindruck ist es, dass solche Debatten ins Volk "gekippt" werden, um sie einfach zu beschäftigen und von den eigentlichen Probleme im Lande abzulenken. Ebenso, wie Sommerpausen mit Themen wie BrustOPs und Hilfe ich bin dick! überbrückt werden. Und die Medien sind dabei bezahlte hilfreiche Marionetten.
    Und am Ende tun die Medien das, was in den Redaktionen die Parteigenossen anweisen, denn die Medien sind überwiegend in den Händen von Parteien.. von Pia
  • Nora

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 11:18:17
    Also erstmal sollte man wirklich nicht alles glauben, was in irgendwelchen Zeitschriften steht!!
    Jetzt zum Thema: Du solltest hier erstmal differenzieren: ich bin Typ 1 und mich nervt es tierisch, wenn Typ 1 und 2 meistens als eine Krankheit dargestellt werden. Im Fernsehen und in eben solchen Zeitschriften kommen solche und andere "Meldungen" (z.B. Übergewicht verursacht Diabetes, als Standard) und daher kommt es, dass Leute mich fragen, ob ich denn zuviele Süßigkeiten gegessen hätte oder warum ich Diabetes hab, wenn ich doch garnicht übergewichtig bin. Sorry, aber ich kann das bald nicht mehr hören!
    Naja, also zumindest auch hier die gleiche Geschichte: Typ 1kommt erwiesenerweise verstärkt in höheren sozialen Schichten vor und eben nicht bei sozial Benachteiligten. Wahrscheinlich war es den Artikelschreibern und dem Beitragschreiber hier egal, dass es auch Tpy1er gibt, aber das sollte mal gesagt werden.
    Dass Typ 2 eine Krankheit der sozial Benachteiligten ist, halte ich allerdings auch für nicht richtig. Typ 2 wird zum Einen vererbt, es gibt auch schlanke Typ 2 er und dieses Klischee von dem extrem dicken Diabetiker ist denke ich auch überholt.
    Naja, das musste ich jetzt mal loswerden.
    Gruß, Nora
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 11:40:20
    Pia schreibt:

    "EH, ich stimme dir voll zu. Mein Eindruck ist es, dass solche Debatten ins Volk "gekippt" werden, um sie einfach zu beschäftigen und von den eigentlichen Probleme im Lande abzulenken. ....Und die Medien sind dabei bezahlte hilfreiche Marionetten.....
    Und am Ende tun die Medien das, was in den Redaktionen die Parteigenossen anweisen, denn die Medien sind überwiegend in den Händen von Parteien.. "

    Pia, das ist -mit Verlaub- der totale Unsinn. So hättet Ihr es gerne, nicht war? Die große Weltverschwörung, gegen den "der kleine Mann" nichts machen kann. Das eigene Scheitern, das Verharren, die eigene Verantwortung nur weit genug weg schieben und auf die bösen Strippenzieher zeigen. Uuuund? Was sind denn "die wirklichen Probleme im Land"???

    Das gerade der Typ 2 Diabetes -gerade in jungen Jahren- immer mehr ein Dumm-Fett-Träge-Diabetes ist, kann wohl nicht von der Hand gewiesen werden.

    Wenn ich mir nur eine heutige typische Grundschulklasse anschaue, dann sehe ich sofort: Wo früher, also vor 25, 30 Jahren, gerade mal ein oder zwei Kinder pummelig waren, sind es heute eine ganze Reihe. Richtig Sport in der Freizeit macht da kaum noch jemand, und draussen stehen die Muttis mit Ihren Geländewagen, damit die lieben Kleinen nur nicht laufen müssen oder gar böse nass werden. Zuhause gibt es dann Nudeln mit Ketchup, dazu Cola - wenn es denn überhaupt etwas gibt.

    Die Wahrheit ist doch: Wir werden insgesamt dicker und träger, daher nehmen die Diabeteszahlen auch so zu.

    Fuchs



  • Barbara

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 12:23:32
    das hat nichts mit unteren oder oberen Schichten zu tun. Die sogenannten " oberen Schichten " haben genauso Diabetes ,die sprechen da nur nicht drüber
    gehen privat und in Privatkliniken. Ich kenne selber solche. Das Problem geht durch alle Schichten. Diese Leute findet man natürlich nicht in einem Forum.
    Einen guten Tag
    Barbara
  • Pia

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 12:29:49
    Hi Fuchs,

    ich glaube nicht , dass die Diabeteszahlen zunehmen, weil es mehr Diabetiker gibt, sondern weil mehr bzw. öfter Diabetes erkannt wird. Vor 20 Jahren sind Leute an Folgen des Diabetes ebenso gestorben wie heute, nur wurde es nicht als das diagnostiziert.
    Ich war VOR dem Shit-DM sehr schlank, durch das Insulin habe ich zugenommen.
    Ich kann Dir ebenso viele sportliche schlanke Kinder zeigen, die gern draußen spielen, Sport macheb und gesund essen und nicht nur bei Mc Doof rumsitzen.
    Du willst widerlegen, dass Medien nicht parteipolitisch gesteuert sind? Mach mal bitte, ich bin gespannt. Ich kann Dir exakt sagen, welche Partei hinter welchem Printmedium sitzt und welche Partei hinter ARD und ZDF.
    Ich glaube, an der Stelle bist du ein klein wenig naiv.
    Das beste Beispiel für Beschäftigung des Volkes ist die Klimadebatte oder die tolle Nikotindiskussion, während Alkoholwerbung immer agressiver werden darf. Dies sind nur 2 Beispiele für die Beschäftigung und Verdummung des Volkes. von Pia
  • xPia

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 12:35:28
    Nachtrag@Fuchs:
    Zitat:Das eigene Scheitern, das Verharren, die eigene Verantwortung nur weit genug weg schieben und auf die bösen Strippenzieher zeigen....Zitatende.
    Davon war überhaupt nicht die Rede, ich gebe dir Brief und Siegel, dass sich viele Menschen ihrer eigenen Verantwortung bewusst sein, aber man sollte kritisch sein dürfen gegen Medienschrott, egal ob TV oder Print. von xPia
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 24.07.2007 13:29:43
    Pia,

    soso, ich bin "naiv".

    Natürlich ist mir bewusst, dass die allermeisten Medienunternehmen endweder politische oder wirtschaftlich orientierte Interessentendenzen aufweisen. Das ist wohl auch in einer funktionierenden Demokratie normal und besser als ein zentral gesteuerter Medienapparat wie z.B. in Russland. Immerhin gibt es hier bei uns konservative, liberale, linke und sonstwas für Medien, alle können sich äußern und am am Ende gleicht sich das schon aus. Geh doch mal raus in die Welt und schau Dich mal um, wie es woanders aussieht. Da haben wir in Deutschland paradisische Zustände. Und jetzt noch Blogs und Podcasts ohne Ende - nie gab es mehr Meinungsvielfalt für alle. Nie.

    Klar, wer morgens die Blöd-Zeitung liest, Mittags Vera guckt und abends die RTL2-"Nachrichten" verfolgt, der wird wohl ein etwas verzerrtes Bild von der Wirklichkeit erhalten.

    Dein Gerede über das fremdbestimmte Dumpfvolk und diese diffusen Verschwörungstheorien ist doch an den Haaren herbeigezogen - genauso wie die pauschalen und i.ü. auch falschen Behauptung der angeblich immer aggressivereren Alkoholwerbung. Wo denn? Wann hast Du denn die letzte Schnapswerbung (Vodka, Cognac, Weinbrand, Klarer etc.) im TV gesehen. Erzähl mal.

    Fuchs