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unterschiedliche ergebnisse
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Jana
Rang: Gastam 08.05.2010 21:40:39
hallo liebe profis :-)
ich bin derzeit schwanger (12. woche) und der arzt bat mich übers wochenende ein zuckerprofil anzufertigen. also nüchtern messen. und in bestimmten abständen nach den mahlzeiten.
bei mir ist die veranlagung bekannt. aber durch gewichtskontrolle und sport und ernährung, habe ich normale werte (hba1c 5,2 nüchtern immer zwischen 85 und 90)
habe aber auch immens abgenommen..bevor ich das tat hatte ich eine gestörte glukosetoleranz, daher das wissen, dass die veranlagung besteht. aber gut, neue situation durchs schwanger sein.
ich habe jetzt 3 tage gemessen die nüchternwerte waren immer um die 88. und 1 stunde nach dem essen war ich um die 110 und 2 stunden danach wieder so bei 90.
nun gingen mir die teststreifen aus und die apotheke bekommt erst am montag die neuen. also habe ich mit einem anderen gerät, das ich noch inklusive teststreifen daheim hatte ( streifen noch nicht über dem verfallsdatum) weitergemessen und erhalte auf einmal seitdem werte 2 stunden nach dem essen um die 119. was vorher nie der fall war, sondern exakt seit dem anderen gerät.
kann das nun sein, dass das damit zusammenhängt???? so viel unterschied kann doch da nicht sein?
ich danke schon mal um eure einschätzung :o) von Jana -
Rudi
Rang: Gastam 08.05.2010 22:35:19
Soweit mir bekannt ist die Toleranz der Geräte im Bereich +/- 15% angesiedelt (manche sprechen gar von 20%). Da du eh erst was nach dem WE ändern könntest - mach dich nicht verrückt und gut ist's. von Rudi -
Jürgen
Rang: Gastam 08.05.2010 22:43:54
Moin Jana,
Glückwunsch zum Familienprojekt :-)
Tanzt nur der 2-Stunden-Wert so aus der Reihe, oder sind die anderen auch so ein Stück höher?
Bisdann, Jürgen -
Jana
Rang: Gastam 08.05.2010 23:27:34
hallo :-)
nein, verrückt mache ich mich nicht. weil egal ob 116 oder 90 das sind ja nun keine dramatischen werte :o)
also das war jetzt nur dieser 2 stunden wert.
jetzt war er bei 94.
also vom schnitt her habe ich beobachtet beim alten gerät, dass auch bei reichhaltigem essen oder mal sünden wie nougathörnchen der 1 stunden wert nie die 120 knackte..der 2 stunden wert nie die 100 knackte. und daher war ich so irritert, dass prompt bei nem anderen gerät dann was anders ist. wie kann man eigentlich relativ sicher gehen welche werte passen? ich mein, ich fände es mist, wenn ich höhere werte hätte, bei denen man agieren müsste, aber das gerät niedriges zeug anzeigt.
ja und danke für die glückwünsche. noch kann ich den babybauch hinter meiner speckfalte nicht sichten *hihi* von Jana -
gtwe5
Rang: Gastam 09.05.2010 01:21:50
>>wie kann man eigentlich relativ sicher gehen welche werte passen?<< Wenn du zeitgleich mit einer Blutabnahme beim Arzt (BZ-Wert) deine Messeisen testest, hast du einen recht genaue Vergleichsmöglichkeit. -
thomas2002
Rang: Gastam 09.05.2010 01:43:28
hallo jana, suche dir bitte eine diabeteserfahrene gynäkologe, ein richtigen diabetologen und kh. btw gibt es entwicklungsbedingte insulinresistenzen. die ärzte können dir sagen wann, den rest must du selbst austesten. messen ist ein guter anfang von thomas2002 -
Jana
Rang: Gastam 09.05.2010 01:48:26
habe die ergebnisse alle mal angesehen. mit dem anderen gerät sind sie ALLE deutlich höher.
ich bin bereits bei einer diabetologin. + frauenarzt mit zuckerschwerpunkt. ab montag und dienstag werde ich mehr wissen. wollte nur schon mal vorher bissi mit leuten reden, die erfahrung haben.
der grösste witz ist ja, weil ihr sagtet messgerät und laborwert abgleichen. absolut richtig. meine ärztin rief am freitag an, dass ich wohl noch mal diese woche blut abnehmen lassen müsse, weil der typ, der die proben abholt sie über nacht im auto vergessen hat. ja spinn ich denn? sowas kann mich rasend machen und aufregen. sind wohl die schwangerschaftshormone ;o))) von Jana -
Katja
Rang: Gastam 09.05.2010 04:40:25
Hallo Jana,
ich hatte vor einigen Monaten das "Vergnügen", mehrere Tage lang gleichzeitig(!) mit dem Gerät eines anderen Herstellers messen zu müssen. Das andere Gerät zeigte fast immer teils deutlich höhere Werte an als meines - obwohl das Blut immer aus demselben Blutstropfen stammte! Nur in seltenen Fällen waren die Werte praktisch gleich hoch. In meinen Therapieentscheidungen habe ich mich nach meinem Gerät gerichtet, weil ich das ja sonst auch immer mache.
In der Gebrauchsanweisung zum Gerät und/oder im Beipackzettel der Teststreifen sollte stehen, wie groß die Meßtoleranz zur Labormessung ist. Bei meinem Gerät liegt sie bei ±20%. Hinzu kommt, daß manche Geräte plasma-kalibriert sind und andere nicht. Auch das wirkt sich auf die Höhe der Meßergebnisse aus.
Viele Grüße
Katja -
Jana
Rang: Gastam 09.05.2010 13:07:16
guten morgen! :-)
das mit dem plasmakalibriert ist ein gutes stichwort.
das wollte ich euch experten auch fragen.
ich sprach gestern mit einem freund, der apotheker ist.
er meinte das accucheck aviva nano sei plasmakalibriert das pura nicht. die werte bei der plasmakalibrierung seien immer ca 15 % höher.
nun frage ich mich, warum wird bei dem einen plasmablut gemessen beim anderen nicht?
ist das ein finanzieller grund? ist das mit plasma für die hersteller billiger?
welche werte sind denn dann originaler? die nichtplasma oder die plasma? von Jana -
thomas2002
Rang: Gastam 09.05.2010 13:50:22
afaik messen alle geräte das gleiche, werden dann jedoch umgerechnet oder nicht. sinn würde es machen, wenn die werte die gleiche grössenordnung hätten, wie die des labors von thomas2002 -
Joa
Rang: Gastam 09.05.2010 17:25:53
Hallo,
> ... die werte bei der plasmakalibrierung seien immer
> ca 15 % höher.
10% bis 15%. Genau ist es wohl meist so bei 11-12%.
> nun frage ich mich, warum wird bei dem einen
> plasmablut gemessen beim anderen nicht?
Wie Thomas schon sagte, messen die User-Geräte immer in kapillarem Blut.
Bei Laborgeräten hat man sich irgendwann mal darauf verständigt, deren Werte entsprechend einer Messung in Blutplasma (zentrifugiertes Blut) zu messen.
> welche werte sind denn dann originaler?
Vollblut entspricht den tatsächlichen Verhältnissen.
Unter Plasma verändern sich halt die Grenzen für Diagnose- und Ziel- /Normwerte entsprechend.
Gruß
Joa -
Jana
Rang: Gastam 09.05.2010 17:31:40
@joa:
also wenn ich dich richtig verstehe, wenn ich ein gerät für daheim verwende das NICHT plasma kallibriert ist, sind meine werte näher an der realität?
:-) von Jana -
Joa
Rang: Gastam 10.05.2010 01:23:46
Hallo Jana,
> wenn ich ein gerät für daheim verwende
> das NICHT plasma kallibriert ist, sind
> meine werte näher an der realität?
Fragen Sie Radio Eriwan:
Im Prinzip ja, aber ...
Der Unterschied zwischen Vollblut und Plasma besteht darin, dass aus Plasma ein Anteil fester Bestandteile herauszentrifugiert wird. Glucose ist nicht dabei.
Ein Liter Vollblut ergibt dann irgendwas um 0,8xyz Liter Plasma. Beides enthält dann aber die gleiche Anzahl von Glucosemolekülen.
Bei der Messung zählst Du aber immer die Glucosemenge bezogen auf den ganzen Liter der zu messenden Flüssigkeit.
Dann reicht es auch, nur eine Deziliter (dl) zu nehmen, weil Du dann nicht so lange Moleküle zählen musst. Daher nimmst Du von jeder der beiden Flüssigkeiten jeweils die gleiche Menge, einen dl. Dann zählst Du in beiden Flüssigkeiten, Vollblut und Plasma die Glucosemoleküle und rechnest das Gewicht in mg (Milligramm) aus. Das Gewicht eines Moleküls kennst Du nämlich.
Im Unterschied hast Du dann zwei unterschiedliche Werte, die beide genau den gleichen Glucosegehalt im Blut darstellen.
Entsprechend der schrittweisen Umstellung aller Messgeräte auf die Plasmareferenz werden unterdessen die Diagnosewerte für Diabetes auch schon entsprechend angepasst.
Zunehmend finden sich in der Übergangszeit z.B. Angaben für den morgendlichen Nüchternwert
Plasma = 100 - 110
Vollblut = 90-100
Ansonsten hab ich aber auch plasmareferenzierende Geräte, die bei oder unter den Werten von einem vollblutreferenziertem Gerät landen, oder vollblütige Geräte, die einem plasmatischem Gerät nicht den Vortritt lassen mögen.
Also man sollte da keine Religion aus einzelnen Werten machen, sondern immer großräumiger schauen.
Auf alle Fälle ist es heutzutage schon so, dass die User-Geräte so gut geworden sind, dass sie kaum noch ungenauer messen, als Laborgeräte.
Gruß
Joa -
Jana
Rang: Gastam 10.05.2010 02:53:06
@joa:
wow....du kennst dich ja aus.
ich danke dir sehr für diese wirklich SEHR informativen hinweise! von Jana -
tzhtu
Rang: Gastam 10.05.2010 03:03:47
>>Auf alle Fälle ist es heutzutage schon so, dass die User-Geräte so gut geworden sind, dass sie kaum noch ungenauer messen, als Laborgeräte.<< genau, wenn man eine 15-prozentige differenz in beide richtungen als "kaum ungenauer" ansieht... -
Joa
Rang: Gastam 10.05.2010 03:26:53
> Jana schrieb:
> ich danke dir sehr für diese wirklich SEHR
> informativen hinweise!
Fein, dass Du da durchgestiegen bist. *thumb_up*
Beim Durchlesen eben fand ich, dass ich das recht verquastet eingetastet habe. :-(
Ansonsten bist Du aktuell, wie weiter oben ja schon erwähnt, in einer Phase der Schwangerschaft, die sich eher durch erhöhte Insulinempfindlichkeiten auszeichnet.
Auch bei einer schon gestörten Glucosetoleranz also eher zu einer Verbesserung der Insulinwirkung bei Dir (und Nachwuchs) führt.
Die Insulinresistenz schlägt dann halt irgendwann zwischen 20ter und 27ter SSW zu.
Die Empfehlung wäre wohl dann ganz klar, sofort mit Insulin zu substituieren. Und zwar so, dass Du nach Möglichkeit nicht sonderlich über den derzeitigen Werten für Nüchtern und pp landest, die Du aktuell so hast. Wobei pp dann aber durchaus etwas höher liegen können dürfte.
Ausreißer, schon gar vereinzelte, sind nach aller Erfahrung die ich als Laie so mitbekommen habe, sicherlich völlig undramatisch. Zumal die kritischste Phase der Schwangerschaft, nämlich die erste, in der deutlich überhöhte BZ-Werte der Mutter am massivsten auf die Gene der Zellen des Fötus durchschlagen, bei Dir dann schon ziemlich vorüber sein sollte. Und in dieser kritischen Phase bist Du ja noch spitzenmäßig gut dabei.
Vielleicht schaust Du mal in die Ausführungen von Dr. Teupe zur Schwangerschaft bei Typ 1er Diabetikerinnen rein.
Das ist zwar vielleicht nicht alles 1:1 auf Dich, zutreffen mag, aber die Basics sind schon informativ, sicher auch für Dich.
Irgendwie ist Diabetes halt doch auch nur Diabetes.
Auch wenn er nur gestörte Glucosetoleranz genannt wird. ;-)
Ach ja, der Link zu Teupe, der geht so:
http://www.chrostek.de/neuesalthausen/
typ1-u-schwangerschaft
Gruß und
toi, toi, toi
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 10.05.2010 09:34:01
Moin Jana,
klar irritieren scheinbar große Messabweichungen und dann auch noch von einander abweichende geräteinterne Berechnungen, und man fragt sich, wie das denn sein kann. Ein bisschen verständlicher wird die Geschichte vielleicht, wenn Du dir vergegenwärtigst, dass 94mg/dl nichts anderes bedeutet, als dass pro Liter Deines Blutes gerade 0,94 Gramm Glukose unterwegs sind. Und diese 0,94 Gramm hat die Geräte-Streifen-Kombi aus weniger als 1 Gramm Deines Blutes ausgelesen. Ich finde toll, dass sich das mit so handlichen Mitteln so bis auf 0,15g genau bestimmen lässt, zumal die Abweichungen meistens wirklich kleiner ausfallen :-)
Ich will jetzt nicht für Schlendrian plädieren, sondern nur etwas von der nagenden Sorge abtragen, die manche Gyns hervorragend aufbauen können. Aber noch vor 20 Jahren (da waren die Vorläufer unserer heutigen Selbstmessgeräte schon seit etwa 5 Jahren am Markt, aber noch lange nicht bei jedem INSULINER) hatten Schwangere mit Diabetes die Vorgabe der Glukosefreiheit des Urins.
Dazu muss frau wissen, dass erst über einem BZ von 160-180mg/dl (1,6-1,8g pro Liter Blut) Glukose im Urin nachweisbar werden kann. Mit dem glukosefreien Urin waren diese Frauen damals also einigermaßen sicher nur irgendwo unter 160, und damit galten die meisten Werte, um die heute schon mancher Tanz veranstaltet wird, als super gesund. Und die meisten Babys sind damals doch auch gesund zur Welt gekommen, sogar die meisten Schwangerschafts-Diabetes-Babys, obwohl man bis um die Jahrtausendwende die meisten Schwangerschafts-Diabetesse wahrscheinlich voll übersehen hat.
Ok, die gesunde Obergrenze von 140mg/dl 1 Stunde nach dem Essen hat man zuletzt eingeführt, um auch wirklich alle denkbaren negativen Einflüsse auszuschließen. Und sie machen als möglichst gut einzuhaltende Obergrenze insofern vor allem auch ganz praktischen Sinn, dass sich der Blutzucker darunter sehr viel unaufgeregt ruhiger steuern lässt, als wenn frau ihn nach dem Ausflug an die 200 den Tag wenigstend 3mal erst wieder einfangen muss.
Daumendrück, Jürgen -
Jana
Rang: Gastam 10.05.2010 09:45:15
guten morgen ihr lieben!
heute habe ich besprechung mit der diabetologin über das zuckerprofil etc. aber ich bin jetzt infomässig ja schon mal gut gewappnet ;o)
@joa:
du schriebst die kritischste zeit der SS sei ja am anfang, die ich ja so gut wie rum hab.
vielleicht hab ichs nun auch falsch verstanden: heisst das die höchsten werte, wenn man welche erwarten würde, wären in dieser zeit? weil richtig getestet wird ja meist ab der 20. SSW
hab die werte eben noch mal durchgesehen und bin bisher eigentlich beruhigt. die nüchtgernwerte sind zwischen 85 und 90. der höchste wert eine stunde nach dem essen war 116 der höchste nach zwei stunden war 92.
wenn ich bedenke was ich für werte VOR der 35 kg gewichtsabnahme hatte, kann ich nicht begreifen, wie man so viel speck so lange drauf haben konnte.....
da hatte ich vorher 114 ca als nüchtern..eine stunde nach zuckerlösung 138 und zwei stunden danach um die 130. von Jana -
Jana
Rang: Gastam 10.05.2010 22:36:08
ich habe mir jetzt mal den spass gemacht und mit ein und demselben blutstropfen mit beiden geräten gemessen.
das plasmakalibrierte zeigte mir 131 an (1 stunde nach dem essen)
und das andere, das pura zeigte mir 105 an.
ich finde das einen heftigen unterschied und hoffe wirklich, dass mir das pura den realistischeren wert anzeigt. von Jana