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Hohe Werte nach dem Frühstück
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Jürgen
Rang: Gastam 05.01.2010 01:59:59
Moin Chrissi,
je nach Art und Größe kostet mich ein Frühstücksbrötchen 12-15 Einheiten Apidra. Spritze meistens auf der Bettkante und frühstücke meistens etwa 30-45 Minuten später. Ausgangs-BZ je nach Tageszeit zwischen 6 eher 80 und 9 Uhr eher 110mg/dl.
Bisdann, Jürgen -
.Jürgen
Rang: Gastam 05.01.2010 14:46:34
hatte 12-16 heißen sollen. Eigentlich brauche ich nur 2-Schritt-Pens von .Jürgen -
Chrissi
Rang: Gastam 05.01.2010 20:28:32
@ Jürgen:
Dann brauchst du ja auch sehr viel für ein Brötchen, hmmm!!!
Mein Arzt (ebenfalls 1er) meinte für 16 Einheiten könne er sich sooo richtig satt essen!
Irgendwie frustriert mich momentan alles, es nervt mich ungemein das es einfach nicht so klappt wie ich es will und somit bin ich auch nicht so dizipliniert wie sonst....haaaaaach, Teufelskreis, hoffentlich krieg ich wieder die Kurve!!!
Danke für die Antworten, freue mich immer über Euer Feedback! :-)
LG von Chrissi -
Jürgen
Rang: Gastam 05.01.2010 21:05:59
Sattessen geht auch ohne viel Spritzen, 4 IE heute mittag fürn großen Teller Rotkohl mit Sauerbraten (was haben mir die Kartoffeln gefehlt, für die ich früher den Braten liegen gelassen hätte!). Aber anschließend 10 IE fürn kleines Schälchen Birnenkompott. von Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 06.01.2010 00:20:47
Hallo Chrissi,
> Chrissi schrieb:
> @ Jürgen:
> Dann brauchst du ja auch sehr viel
> für ein Brötchen, hmmm!!!
Achtung bei Vergleichen zwischen Typ 1 und Typ 2. Einiges lässt sich nur sehr bedingt vergleichen.
Jürgen hat vermutich einen gestörten Fettstoffwechsel und eine (auch deswegen) mythische Insulinresistenz.
Du hast vermutlich eine fettsäuren-/ hormonellbedingte Resistenz am Morgen in der Folge gewisser basaler Insulinmängel im Vorlauf.
Ich halte den auf solchen Unterschieden beruhenden Erfahrungsaustausch für höchst interessant, aus Typ 1 Sicht aber für ziemlich sinnbefreit.
Solltest Du aber neben einem Typ 1, auch einen Typ 2 Dein Eigen nennen dürfen, das wäre das, was als Doppeldiabetes charakerisiert wurde, kannst Du Etliches aus Jürgens Erfahrung für Dich übertragen.
Gruß
Joa -
Chrissi
Rang: Gastam 06.01.2010 09:06:22
Achso, er ist Typ 2, ui das wusste ich nicht oder habe es überlesen! :-)
LG von Chrissi -
Jürgen
Rang: Gastam 06.01.2010 12:28:08
Moin Joa,
im Prinzip bleibt sich's unter den Typen recht ähnlich. Auffällig sind halt die Richtung Typ2 größeren Mengen, die sich aber auch sonst nicht wirklich vergleichen lassen. Nicht alle Typ1 haben die selben Faktoren und ebenso nicht alle Typ2. Aber ohne passende Basal-Versorgung ist der Bolusbedarf, egal wie typmäßig begründet, immer erheblich höher, als Bolus plus passender Basal-Anteil zusammen. Und ohne passendes Basal wirkt der Bolus auch sehr viel träger. Aber das ist halt, was man mit der immer passenderen Basal-Zugabe als Betroffener erst einmal erfahren muss.
Natürlich kann man wenigstens theoretisch nach Typenlehre aufdröseln, aber mit der Zuordnung wird’s bei Späterberufenen immer weniger eindeutig. Nicht zuletzt deswegen ist der möglichst gesunde BZ-Verlauf mit möglichst wenig Insulin-Einsatz eine recht brauchbare typenübergreifende Richtschnur für das systematische Lernen via Trial & Success.
D.h. etwa für's nächtliche Basal, dass das nur mit Pumpe vielleicht noch passender geht, wenn der BZ damit in der Umgebung von 1 Uhr (meistens empfindlichste Zeit) zuverlässig gerade knapp über der persönlichen Hypogrenze bleibt. Oder wenn's der Nachtschwärmer so spät/früh spritzt, dass sein Wirkanlauf mit dem allmorgentlichen BZ-Anstieg zusammen fällt.
Schönen Rest von 2010! Jürgen -
markus nerger
Rang: Gastam 06.01.2010 20:33:01
Jürgen, wenn du Typ 1 und Typ 2 fast gleichstellst wirst du wohl bald gegrillt (ohne Kartoffeln) werden. :-) von markus nerger -
Joa
Rang: Gastam 06.01.2010 23:39:36
Moin Jürgen,
selbstverständlich hast Du Recht, dass es durchaus Vergleichbarkeiten gibt.
Hier hast Du aber Deine Faktoren als Typ 2 kommentarfrei neben die von User(in) Chrissi genannten Größen gestellt. Für Dich war sein/ihre Ausgangslage dabei transparenter als umgekehr.
Und die Ausgangslage von Chrissi lässt mich die Faktoren zum Frühstück als resistenzgeprägt annnehmen.
Wie Du auch richtig geschrieben hast, überhöhter Bolusbedarf erklärt sich oft mit einem basalen Mangel.
Leider hat User/in Chrissi die vorgehenden Fragen ignoriert, so dass weitere Annahmen zur Sachlage ebenfalls sinnbefreit wären. Sie braucht für ein Brötchen, wir nehmen 4 BE an, 8 IE. Das könnte am Morgen durchaus noch so grade einem Typ 1 (nicht 1c) entsprechen. Hier aber, bei 8 IE Levemir als Basis gegen 20/21 Uhr ist doch der Basalmangel im Dawn und zum Aufstehen programmiert.
8 IE Levemir entsprechen bei einem User von nicht unter 40 kg Lebendgewicht einer Dosisgröße von =< 0,2 IE/kg. Schaut man sich die Wirkkurvendarstellung von Novo Nordisk zu Levemir an, gipfelt diese Dosisgröße nach spätestens 3 Stunden und fängt nach spätestens 4 Stunden dann an langsam zu verflachen.
Auf alle Fälle ist, wie Userin Anita feststellte, der höhere Insulinbedarf des Menschen im Dawn so nicht abdeckbar.
Und somit ist es wohl auch nicht verwunderlich, wenn es nach dem Frühstück auf der Ebene einer basalmangelbedingten Insulinresistenz überhöhte Werte gibt.
Dir ist ja noch im Sinn, wie sich eine angepasste Insulinierung der Hormone des Aufstehphänomens (RAAS) bei Dir bemerkbar gemacht hat.
Im übrigen dann auch ein Beispiel für Übertragbarkeiten zwischen den insulinpflichtigen Typen.
Und den 1c wollen wir natürlich immer noch nicht vergessen. ;-)
Gruß
Joa
p.s.
In Althausen gibt es auch eine Gruppenschulung für insulinierende Typ 2. :-)) -
Chrissi
Rang: Gastam 07.01.2010 09:25:10
@Joa:
Ich hatte geantwortet, ist irgendwie verschwunden oder der PC hing :-(
Ich bin seit zwei Jahren Typ 1, 29 Jahre, weiblich, normalgewichtig!
Spirtze Humalog zum Essen und seit kurzer Zeit 8 Einheiten Levemir vor dem Schlafen gehen, meistens gegen 22 Uhr und 6 Einheiten Morgens beim Frühstück so um 7 Uhr.
Mien Brötchen hat ca 3 BE, laut Kalorientabelle vom Kamps.
Grüßle von Chrissi