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Diabetes? BZ leicht erhöht Insulin stark erhöht
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campi30
Rang: Gastam 10.09.2009 15:47:34
genau...der GI bei Brötchen ist 70...beim Traubenzucker 100.....deswegen ist auch klar dass wenn ich 2 Liter Cola trinke mein BZ net über 140 geht
und deswegen sage ich doch dass ich meine ,dass bei jedem 2. bei oGTT der BZ über 140 geht! von campi30 -
Jürgen
Rang: Gastam 10.09.2009 16:13:56
Und deswegen sag ich, dass das mit dem GI theoretische Erbsenzählerei ist, denn ich kenne ne ganze Reihe Diabetiker und gehöre selbst auch dazu, bei denen der Genuss von KHs zusammen mit Fett für keinen verlangsamten Übergang ins Blut sorgt.
Mein Fazit: selbst ausprobieren und selbst messen! von Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 10.09.2009 22:36:09
Moin Jürgen,
> Jürgen schrieb:
> hast Du schon mal gehört, dass intaktes
> ProInsulin bestimmt worden wäre?
Es scheint sich schon so langsam etwas mehr herumzusprechen. Und wer den Verdacht hat, dass seine Beta-Zellen schwächeln, könnte ggf. auf den Gedanken kommen, den Test mal selbst zu bezahlen. Ein erhöhter Proinsulinwert sollte dann, auch bei recht unauffälligen BZ-Werten als dringender Hinweis verstanden werden.
Dieses gilt wohl ganz besonders vorrangig in der Verlaufskontrolle, vor allem unter Sekretagoga (z.B. Sulfonylharnstoffen).
> Noch dazu bei BZs noch unterhalb der
> Diagnosereife?
Da wäre es wohl sinnig als Screeningmethode in der Prophylaxe für Risikogruppen.
> Vielleicht erinnerst Du dich: Im Anfang, geht die > Mär, habe der Typ2 viel zu viel Insulin.
Ich erinnere mich! ;-)
Ist aber keine Mär, sondern ist so.
> Dr. DeFronzo hat zwar vor nem knappen Jahr
> in seiner Dankesrede ... vorgetragen,
> dass schon im Stadium des Prädiabetes nur
> noch etwa 20% der Betazellmasse eines ...
> Menschen ... Dienst tun.
Da kann ich Dr. De... nach meinem Kenntnisstand glatt beipflichten. So wurde mir das bei meiner "Bekehrung" zum Typ 1 auch gesagt. Mitte der 80er des letzten Jahrhunderts.
> aber wie lange wird das daueren, bis
> diese Erkenntnis in den Schwerpunktpraxen
> hierzulande (und auch im diabetesinfo ;-)
> angekommen ist?
Was bringt Dich auf die seltsame Idee, dass diese Binsenweisheit nicht bekannt sei?
> Und vor allem, bis die Standardtherapie
> darauf Rücksicht nimmt oder gar aufbaut?
Wie sollte die Standardtherapie die 20% Marge, die ja beim Typ 2 vlt. auch, wegen der höher erforderlichen Insulinspiegel höher liegen mag?
> Das Proinsulin hat mich übrigens damals
> bei meiner 140-120-100-Entwicklung
> angetrieben.
Ja klar, jede Reduktion des Sekretionsdrucks auf die Betazellen sollte positiv sein.
Sowie eine Verbesserung ihrer Funktionalität, beispielsweise durch die Erhöhung des GLP-1 Spiegels.
Gruß
Joa -
campi30
Rang: Gastam 10.09.2009 22:58:58
also kann man mit werten von oGTT
100
190
114
auch an typ 1 erkrankt sein?? von campi30 -
Jürgen
Rang: Gastam 11.09.2009 01:19:13
Moin Joa,
Zitat aus diabetesinfo, das Du ja inhaltlich auch mit trägst:
>Der Insulinmangel ist das führende Problem eines
>unbehandelten Typ-1 Diabetes, wohingegen bei einem
>unbehandelten Typ-2 zunächst ein Insulinüberschuß
> vorliegt, der später infolge Erschöpfung der
>Betazellsekretion in einen Zustand des absoluten
>Mangels übergehen kann (wird).
Das ist die gängige Lehrmeinung. Daraus folgt logisch, dass der unbehandelte Typ2, also der nach dem Überschreiten der Diagnose-Schwellen, zunächst einmal keine Beeinträchtigung der Insulinproduktion hat und dass die erst infolge weiterer Überlastung eintritt.
Und dem widerspricht Dr. DeFronzo (und längst nicht nur er!) diametral, wenn er davon ausgeht, dass dem werdenden Typ2 lange vor Erreichen der Diagnose-Schwellen eben schon im Stadium des Prä-Diabetes bis zu etwa 80% seiner Beta-Zellen abhanden gekommen sind.
Wo siehst Du eigentlich in der bisher bei uns geltenden Lehrmeinung zu Typ2 einen Hinweis darauf, dass der vor Erreichen der Diagnose-Schwellen überhaupt ein Betazell-Defizit aufweisen könnte? Ganz zu schweigen von so einem großen?
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 11.09.2009 02:21:26
Hallo Jürgen,
>Zitat aus diabetesinfo, das Du ja inhaltlich > auch mit trägst:
>> [ Zitat aus diabetesinfo]
> Das ist die gängige Lehrmeinung.
Aaaber, was soll daran falsch sein?
> Daraus folgt logisch, dass der
> unbehandelte Typ2, also der nach dem
> Überschreiten der Diagnose-Schwellen,
> zunächst einmal keine] Beeinträchtigung
> der Insulinproduktion hat
Wer hat Dir das denn eingeredet??
Daraus folgt logisch, dass der unbehandelte Typ 2 beim Auftreten pathologischer Blutzuckerwerte (noch immer) zugleich pathologisch überhöhte Insulinspiegel aufweist.
> und dass die [Beeinträchtigung der
> Insulinproduktion] erst infolge weiterer
> Überlastung eintritt.
Habe ich noch nie so gehört oder gelesen.
Natürlich wird die Beeinträchtigung der Insulinproduktion (=das Betazellsterben) nach der Manifestation pathologischer Werte erst so richtig deutlich. Durch zunehmende Verschlechterung der Lage.
> Und dem widerspricht Dr. DeFronzo (und
> längst nicht nur er!) diametral, wenn er
> davon ausgeht, dass dem werdenden
> Typ2 lange vor Erreichen der Diagnose-
> Schwellen eben schon im Stadium des
> Prä-Diabetes bis zu etwa 80% seiner Beta-
> Zellen abhanden gekommen sind.
Ich denke, Dein zitierter Doc hat da der Öffentlichkeit schlicht den allgemeinen Kenntnisstand der Diabetologie seit Anno Tabak vermittelt.
Es wird halt immer etwas absonderlich, wenn wir alten Männer, aus unverstandenen Zusammenhängen heraus skurrile, eigene Glaubenssätze basteln. ;-)
Gruß
Joa -
campi30
Rang: Gastam 11.09.2009 08:03:59
auf jeden Fall denke ich dass die Threadstarterin weit entfern von Diabetes ist.....bei nem 2 Stunden wert von 96!!!!!! von campi30 -
Jürgen
Rang: Gastam 11.09.2009 09:49:09
Moin Campi,
wie weit, wird der weitere Verlauf zeigen. Ihre BZ-abhängige basale Regelung funzt noch super, aber Ihre alimentäre, also futterbasierte und BZ-unabhängige Insulinausgabe hat schon erheblich nachgelassen. Sonst wäre der 1-Stunden-Wert deutlich unter 140 mg/dl.
Ob und wie lange Stefanies Organismus auf diesem Stand stabil bleibt und nun nicht immer höhere und zeitlich längere Spitzen produziert, bis die schließlich die Definition zu Diabetes überschreiten, bleibt abzuwarten.
Für etwas mehr "Sicherheit" könnte natürlich, wie Joa anregt, einen Pro-Insulin-Test machen, der am aussagefähigsten zusammen mit dem 1-Stunden-oGTT-Wert wäre, also 1 Stunde in Ruhe nach dem Input.
Bisdann, Jürgen -
Jürgen.
Rang: Gastam 11.09.2009 11:46:56
Moin Joa,
auch in den Typ-Definitionen des DDG finde ich nur beim Typ1 die Schreibe von erheblich weniger Beta-Zellen.
Beim Typ2 ist lediglich von mehr oder weniger Sekretionsstörungen die Schreibe. In dem Zusammenhang finde ich aber an keiner Stelle einen Hinweis auf ein Beta-Zell-Defizit, sondern immer nur auf die Beobachtung, dass die Insulinantwort auf neues Futter zeitlich verzögert eintritt.
Nach DDG ist Typ1 gekennzeichnet durch Beta-Zell-Verlust, während bei Typ2 erst nach jahrelangem Verlauf ein Nachlassen der Insulinsekretion zu beobachten ist.
Natürlich kann ich auch Tomaten auf den Augen haben. Deswegen wäre vielleicht hilfreich, wenn Du mich mit der Nase auf so eine Stelle stoßen würdest, die in den DDG-Leitlinien genau so ausdrücklich wie für Typ1 auch für Typ2 die Binsenweisheit des erheblichen Beta-Zell-Verlustes von Anfang an benennt.
Bisdann, Jürgen von Jürgen. -
anonym
Rang: Gastam 11.09.2009 12:44:07
ich habe vieleicht Typ1.....woher will man wissen dass es net typ 1 iss.....vor nem halben Jahr fings doch an.....höherer NBZ.......vor 2 Jahren immer nen Langzeitwert von 5,2 ( der war doch suer ) und nen NBZ von 82....und dann ..NBZ 99....Langzeit 6,2...... von anonym