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Diabetes? BZ leicht erhöht Insulin stark erhöht
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Jürgen
Rang: Gastam 11.09.2009 13:19:06
pure Neugier:
1. warum hast Du schon länger Deinen Langzeitwert bestimmen lassen?
2. was würde es für Dich für einen Unterschied machen, welchem Typ Du nun angehören solltes? von Jürgen -
ss
Rang: Gastam 11.09.2009 14:01:30
Joa schrieb:
>>>Es wird halt immer etwas absonderlich, wenn wir alten Männer, aus unverstandenen Zusammenhängen heraus skurrile, eigene Glaubenssätze basteln. ;-)<<<
Sehr schön. Der Angesprochene wird dies aber schwerlich zur Verhaltensänderung beim Basteln seiner absonderlichen Glaubenssätze nutzen.
Auch bei Abnahme der Betazellmasse kann der Insulinspiegel und das schädliche Proinsulin doch pathologisch erhöht sein. Die Hyperinsulinämie ist meistens lange Zeit symptomatisch für einen Typ2 bis zum Sekundärversagen der Betazellen.
Für den Liebhaber technischer Metapher:
Mit 20% Tankinhalt kann ein Auto ebenso Höchstleistung erbringen wie mit vollem Tank.
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Jürgen
Rang: Gastam 11.09.2009 14:26:00
Die technische Metapher ist im Prinzip gut, danke :-)
Aber hier geht es nicht um irgendwas im Tank gespeichertes, sondern um den Motor, also etwa den 10-Zylinder, der nur noch auf 2 Zylindern läuft. Wenn wir dann für's etwas passendere Bild 50 km/h als normal im Stadtverkehr sehen, würden 10 Zylinder bei der dann üblichen Hyperkilometrie von 70-80 kaum mehr als Leerlaufdrehzahl brauchen, während die 2 schon um ein Vielfaches näher an ihrer Leistungsgrenze wären. von Jürgen -
Autofreak
Rang: Gastam 11.09.2009 16:06:48
***Aber hier geht es nicht um irgendwas im Tank gespeichertes, sondern um den Motor, also etwa den 10-Zylinder, der nur noch auf 2 Zylindern läuft.*** Falsch, da die 2 Zylinder (die 20%) die anderen 8 auch noch mitbewegen müssten (da diese eben nicht im Leerlauf, sondern in voller Drehzahl mitlaufen) und das ist bei der BSD nicht so. von Autofreak -
campi30
Rang: Gastam 11.09.2009 18:07:38
der Langzeitwert wurde desöfteren bei Kontrolle meiner Blutwerte bestimmt ( wegen dem erhöhten Blutdruck und Betablocker ).....wie im anderen Thread geschrieben...wenn der Langzeitwert innerhalb von 2 Jahren von 5,2 auf 6,2 steigt kann es auch Typ 1 sein oder?.... von campi30 -
Joa
Rang: Gastam 11.09.2009 22:42:22
> ...wenn der Langzeitwert innerhalb von 2 Jahren
> von 5,2 auf 6,2 steigt kann es auch Typ 1 sein
> oder?....
Es *kann* auch irgendein Typ 3 sein.
Beim Typ 1 wird die langsame Verlaufsform des LADA oft erst mal als Typ 2 fehldiagnostiziert.
Mehr Klarheit birngt die Bestimmung der den verschiedenen Diabetestypen zugeordneten Ausfallsmerkmale.
Typ 1:
Autoimmunantikörper
Typ 2:
z.B.
Hyperinsulinismus
verzögerte Insulinantwort
Sekretionsstarre
Proinsulin
Gruß
Joa -
Jürgen
Rang: Gastam 12.09.2009 11:16:45
Moin Joa,
mal etwas ausführlicher zum Verständnis:
Proinsulin => das noch ungeteilte Produktions-Duo aus Insulin und C-Peptid. Proinsulin ist wahrscheinlich meistens schon lange vor jeder BZ-Auffälligkeit nachweisbar. Gesund werden diese beiden Moleküle vor der Ausgabe getrennt. Diabetisch defekt funzt das Trennen nicht.
Proinsulin gilt als super förderlich für Adipositas und Arteriosklerose und hat nur etwa ein Zehntel der BZ-senkenden Wirkung des abgetrennten Insulins. Es hat mit seiner geringen BZ-Senkwirkung, die ja durch die praktisch 10fache Mehrausgabe ausgeglichen werden muss, wahrscheinlich einen erheblichen Anteil an einer möglichen Betazellüberlastung.
Verzögerte Insulinantwort => ist eigentlich gar nicht verzögert, sondern der Sofort-Teil der Antwort, der aus dem Darm kurz vor dem Übergang der Glukose die passende Menge Insulin bestellt (Inkretin-Effekt), ist diabetisch gestorben. Damit geht die Last der neuen Glukose voll auf den BZ-gesteuerten basalen Regelkreis, in dem Insulin halt ganz normal erst ausgegeben wird, wenn der BZ steigt. In dem Fall nicht einen Deut langsamer als sonst.
Sekretionsstarre => ?
Hyperinsulinismus => mehr Insulinbedarf pro Gramm Glukose, aber die meisten Leute, die das haben, haben damit absolut keine Schwierigkeiten und nicht die leiseste BZ-Auffälligkeit, sondern lediglich entsprechend ihrem Mehrbedarf an Insulin mehr Betazellmasse :-)
Bisdann, Jürgen -
Joa
Rang: Gastam 12.09.2009 13:43:33
Hallo Jürgen,
[Zitat = Jürgen]
Verzögerte Insulinantwort => ist eigentlich gar nicht verzögert, sondern der Sofort-Teil der Antwort, der aus dem Darm kurz vor dem Übergang der Glukose die passende Menge Insulin bestellt (Inkretin-Effekt), ist diabetisch gestorben. Damit geht die Last der neuen Glukose voll auf den BZ-gesteuerten basalen Regelkreis, in dem Insulin halt ganz normal erst ausgegeben wird, wenn der BZ steigt. In dem Fall nicht einen Deut langsamer als sonst.
[/Zitat]
Du solltest Deine, manchmal querverdrahteten Zusammenhangshypothesen auch als die Deinigen kennzeichnen. Nicht immer gleich als erwiesene Wahrheiten.
> Sekretionsstarre => ?
Reduzierte Erstantwort, fehlende Betazellkapazität zur zeitnahen Senkung des BZ und Tendenz einer nachgehend zu langen Insulinwirkung aus den Betazellen.
> Hyperinsulinismus => sondern lediglich
> entsprechend ihrem Mehrbedarf an
> Insulin mehr Betazellmasse :-)
Für diese Hypothese bist Du aber jetzt beweispflichtig. Dass hieße, dass auch der Typ 2 genetisch mit einer massiv erhöhten Ausstattung an Beta-Zellen einherginge?
Eine gewisse Logik könnte man erwarten, wenn die genetische Anlage, die die Anzahl der zellständigen Insulinrezeptoren prägt auch für die angemessen passende Anzahl der Inselzellen, bzw. der Menge der Beta-Zellen sorgen würde.
Dann wäre das, für sich, aber kein diabetesrelevantes Thema.
Gruß
Joa -
Joa_
Rang: Gastam 12.09.2009 14:43:52
Nachtrag:
Auch beim Typ 1 Diabetes, mit und ohne Resistenzkomponente lässt sich der individuell unterschiedlich hohe Insulinbedarf anhand der benötigten Tagesgesamtmengen an Insulin erkennen.
Ursache ist, wie erwähnt, dass die genetisch bestimmte Anzahl der Insulinrezeptoren auf den Zellen von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
Sind mehr Rezeptoren vorhanden finden auch mehr Insulinmoleküle eine Andockstelle, bevor sie durch Enzyme wieder abgebaut worden sind.
Das hat aber weder mit Typ 1 noch mit Typ 2 irgendeinen ursächlichen Zusammenhang.
Beim Typ 2 sind, soweit ich das sehe, einzig Resistenzfaktoren und Störungen der Funktion der Beta-Zellen von Interesse.
Gruß
Joa von Joa_ -
anonym
Rang: Gastam 12.09.2009 14:58:42
fakt iss das man durch Viren auch Diabetes typ 1 und zig andere aI Krankheiten bekommen kann....und viren kannman sich überall holen...auch beim sex.... von anonym