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Hilfe mein Gewicht

  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 03:33:10
    Hollo,

    seit dem ich"Typ2" Insulin spritze steigt mein Gewicht ständig.

    Habe mich so eingestellt,dass mein BZ nach dem Essen zwei Stunden später unter 140 liegt, mein HbA1c liegt zw. 5,6 und6.5.

    Abends esse ich keine KH mehr ,die Nachtwerte und der
    morgendliche BZ liegen zw. 80-120.

    Was mache ich falsch?


  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5074
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.01.2012 09:43:05
    Hallo Gast,

    Glückwunsch zu deiner guten BZ-Führung - den Rest schaffst du auch noch.

    Nicht das gespritze Insulin, sondern die gegessenen Kalorien und besonders die KH lassen dein Gewicht ansteigen. Dabei hilft es wenig, die KH nur abends einzuschränken. Das ist eine reine Werbeaussage des SIS-Konzepts, die mit nichts wissenschaftlich untersetzt ist. Im Gegenteil ist es sogar klar erwiesen und den meisten Diabetiker bekannt, dass die Wirkung der KH auf den BZ morgens am stärksten ist.

    Du solltest lieber die KH zu allen Mahlzeiten moderat reduzieren. Das erleichtert dir die gesunde BZ-Führung und den Kampf um dein Gewicht. Falls du Erfahrungsberichte und Anleitung für eine KH-reduzierte Ernährung haben willst, dann kann ich dir das LOGI-Forum empfehlen.

    Beste Grüße, Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 09:57:58
    Jeden Tag einen schönen Salat, viel Gemüse, ein wenig Obst und mediterrane Kost und ein paar Mal die Woche joggen, radeln und schwimmen. Sollst sehen, was da bald die Pfunde purzeln. :)

    Gruß Hanna
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 16:33:47
    Hallo danke für die Antworten,

    abends esse ich keine KH hauptsächlich um einen besseren BZ-Verlauf
    in der Nacht zu haben,außerdem haben die nächtlichen Heißhunger- Attacken
    bei mir deutlich nachgelassen.
    Aber wo ich eigentlich hinaus will ist ,dass Insulin bei Typ2 -Diabetes eine
    Gewichtsverringerung verhindern soll ,so verstehe ich Aussagen im Internet.

    Bin recht verzweifelt, als ich Insulin spritzen musste war mein Gewicht 76kg
    und jetzt nach fast 12 Jahren liege ich bei 90kg.Mein Hausarzt schweigt
    bzw. wechselt sofort das Thema.
    So bin ich für Eure Tipps und Hinweise sehr dankbar.

    L.G. Klaus.






  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 16:54:44
    Moin Klaus,

    mit Insulin sorgen wir dafür, dass Glukose ordentlich und bei gesund niedrigem Blutzucker verarbeitet werden kann. Und zu der ordentlichen Verarbeitung gehört auch, dass all die Glukose, die gerade nicht als Zelltreibstoff verbraucht oder als Glycogen in der Leber und den Muskeln gespeichert wird, genial gewicht- und platzsparend in Triglyzeride umgebaut und in die diversen Schwimmhilfen eingelagert wird.

    Für uns Typ2 ist das deswegen ein bisschen gemeiner, weil unsere Typ2-fehlgesteuerten inneren Zuckerfabriken in Leber und Nieren häufig schon so viel liefern, dass wir für unsere normale Glukoseversorgung eigentlich kaum bis gar keine KHs mehr zu essen brauchten und dass dann schon kleinere gegessene Mengen nicht mehr verbraucht und gleich eingelagert werden.

    So kann ich z.B. mein Gewicht nur halten, wenn ich meistens eher 6 als 8 BEs am Tag esse, und schon mit öfter mal 8-10 fängt bei mir das Zunehmen an, obwohl der Arzt mir 12-14 als tägliche Untergrenze empfiehlt.

    Auf ein gutes 2012, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 17:36:02
    Hallo Jürgen

    Du schreibst : Für uns Typ2 ist das deswegen ein bisschen gemeiner, weil unsere Typ2-fehlgesteuerten inneren Zuckerfabriken in Leber und Nieren häufig schon so viel liefern, dass wir für unsere normale Glukoseversorgung eigentlich kaum bis gar keine KHs mehr zu essen brauchten.

    Meine Frage an dich: Wo holen die Leber und Nieren dan die Stoffen her die Sie im Zucker umsetzen und ans Blut liefern.

    Nach meine Meinung muss man diese Stoffen dan auch durch den Mund zuführen. Somit ist es immer eine Frgae von wieviel nimmt mann zu sich und wieviel verbrannt man. Leider ESSEN und KÖRPERLICHE ANSTENGUNG.

    LG

    Hajo
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 09.01.2012 17:59:08
    Rainer schrieb:
    Im Gegenteil ist es sogar klar erwiesen und den meisten Diabetiker bekannt, dass die Wirkung der KH auf den BZ morgens am stärksten ist.



    Tut mir leid, Rainer, aber das ist Blödsinn!

    Der Grund für die morgens scheinbar schlechtere Wirkung des Insulins wird in Schulungen nicht genannt, weil die Voraussetzung für BE-Faktoren nicht erwähnt wird: die Faktoren hängen nämlich keineswegs von der Tageszeit ab, wie der Name suggeriert, sondern vom Abstand zur letzten größeren Insulingabe! Tja, und der ist morgens nun mal am längsten ...

    Ich habe das ganz deutlich gemerkt, als ich mit meiner neuen Insulinpumpe bis mittags schlief, mit einem genauso guten BZ wie morgens aufstand, aber nach dem späten Frühstück viel zu hoch rauskam - und das immer wieder! Natürlich hatte ich den zeitlich passenden BE-Faktor von mittags verwendet. Dann nahm ich den von morgens (es handelte sich ja in beiden Fällen um die erste Mahlzeit des Tages), aber das Ergebnis paßte immer noch nicht. Schließlich fand ich einen Diabetologen, der mir den Hintergrund für meine Erfahrung erklären konnte: Nach einer Insulingabe lagert die Leber erst mal Zucker ein. Nach etwa zwei Stunden schaltet sie auf Zuckerfreisetzung um - und das führt zu einer gewissen, zunehmenden Insulinresistenz. Basierend auf dieser Info baute ich mir ein neues BE-Faktorenschema auf und kann jetzt beliebig lange schlafen oder aufs Essen verzichten! Mein BZ paßt ;-)


    Viele Grüße

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:13:14
    Moin Hajo,

    Du hast vollkommen recht: Nix kann ansetzen, was wir nicht einfüllen, und zwar Gramm für Gramm.

    Die Menge macht's. Nur gibt es Kombinationen, mit denen viele von uns zu mehr Einfüll-Menge neigen, z.B. häufig mit mehr KHs, und die eher weniger bewerten, weil sie ja im Gegensatz zu Fett und Eiweiß als gesund gelten.

    Bei uns Typ2 sind die KHs deswegen die etwas größere Herausforderung, weil die innere Glukose-Ausgabe häufig schon 2-3mal so viel wie gesund an Glukose liefert und davon dann schon ein Teil in Form von Fett eingelagert wird.
    Klar müssen wir INSULINER auch für diese intern ausgegebene Glukose spritzen, was wir zu einem guten Teil zusammen mit den KHs auf dem Teller machen und dabei die vielen notwendigen Einheiten häufig als der Insulinresistenz geschuldet interpretieren.

    Auf ein gutes 2012, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:15:30
    Meine Theorie ist ja, dass auch die nächtliche Bettwärme den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern mit Dawn-Phänomen in die Höhe treibt. Wie ich darauf komme? Jetzt im Winter benötige ich deutlich weniger Insulin über den Tag als an warmen Sommertagen. Leider konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, im Winter mal eine Nacht ohne Bettdecke zu schlafen, um das mal zu testen.

    Mir ist auch keine wissenschaftliche Arbeit zu dieser These bekannt. Vielleicht sollte ich mal ein paar schlaue Medizinprofs bitten, das zu untersuchen.

    Gruß, der Björn
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:21:42
    Moin Katja,

    wenn mit der gleichen Scheibe Brot mein BZ morgens um 80-100mg/dl ansteigt und abends nur um 60-80, haben die KHs morgens eine stärker erhöhende Wirkung auf meinen BZ als abends.

    Wie kommst Du darauf, dass so eine Erfahrung Blödsinn sei, wenn (nicht nur) ich das so und ähnlich) messen kann?

    Auf ein gutes 2012, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 18:36:36
    schrieb:
    Wie kommst Du darauf, dass so eine Erfahrung Blödsinn sei, wenn (nicht nur) ich das so und ähnlich) messen kann?


    Weil du und die drei anderen, die du kennst, nicht der Nabel der Welt sind! Katja kennt vermutlich von sich und 3 anderen, dass es nicht so ist. Könnte es sein, dass es bei einem so und bei dem anderen anders ist? Zumindest wäre ich mit Verallgemeinerungen sehr, sehr vorsichtig! Und da bist du doch relativ fix, oder?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 21:16:33
    na wenigstens haben wir ja dich, um ständig nichtssagendes zu verbreiten.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 09.01.2012 22:30:49
    #Gast 13: Jo, dein Posting dient dann sicher der allgemeinen Aufklärung - sprich Volksbelustigung! Wenn jemand eine Frage stellt, dient das Forum der Antwort und genau das habe ich getan (Gottseidank interessiert dein unqualifiziertes Dazwischengequake keinen!). Aber es macht richtig Spass auf jede Antwort (egal von wem) deine subjektiv gefärbte "Quasselei" zu vernehmen - da kommt richtig Freude auf! Was vermutest du zu sein? Vermutlich können wir froh sein, nicht zu wissen, wer du sein könntest...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 10.01.2012 02:30:14
    Danke für die Antworten und zankt euch nicht. Ist doch klar,dass es verschiedene Meinungen gibt,sonst wäre es zu einfach!
    Die KH weiter reduzieren,wie in einigen Beiträgen geschrieben,würde bedeuten
    möglichst ganz darauf zu verzichten,ich werde es versuchen.

    L.G. Klaus.


  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 10.01.2012 08:26:22
    Hallo Klaus,

    wieviel KH isst du denn jetzt ungefähr?

    Wenn du schon wenig KH isst und die noch weiter reduzieren sollst, dann stehst du vor der schwierigen Frage, was du überhaupt noch essen kannst. In dieser Situation kann ich dir wärmstens LCHF empfehlen. Das ist noch ein bisschen schärfer low carb als LOGI, dafür aber sowohl für die BZ-Führung als auch für das Abnehmen noch wirkungsvoller - sieh es dir einfach mal an.

    LG Rainer
  • Gast

    Rang: Gast
    am 11.01.2012 14:02:08
    Hallöchen :)

    Glückwunsch, deine Werte sind ja top!
    Bei mir wurde im Sommer 2011 Typ 1 diagnostiziert und seitdem habe ich über 15kg an Gewicht verloren. Trotz der Krankheit fühle ich mich so richtig wohl in meinem Körper, so schlank war ich nie. Bei mir lag es allerdings daran, dass ich Angst hatte vorm spritzen und daher Sachen gegessen habe für die ich nichts spritzen musste wie z.B. Salate am Abend und tagsüber nur Kleinigkeiten. Deswegen nur bedingt als "Diät" zu empfehlen.
    Hab mich allerdings immer noch nicht so recht an die Krankheit gewohnt und deswegen sind meine Werte auch noch miserabel. Ich schaff es einfach nicht so recht mich damit anzufreunden.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 11.01.2012 19:54:56
    Hallo,

    ich weiß nicht, ob man sich mit einem Diabetes wirklich anfreunden kann. Ich sehe ihn als ungebetenen, aber ständigen Begleiter, mit dem ich mich arrangieren muß. Natürlich hat er manchmal seinen eigenen Kopf und treibt mich fast zur Verzweiflung, aber dann läuft es auch wieder eine zeitlang wie geschmiert. Mein Mann sagt, ohne meinen Diabetes hätte er nie so viel über Stoffwechsel und Ernährung gelernt ;-)

    Die Angst vorm Spritzen kenne ich nur allzu gut: sie begleitet mich seit Jahrzehnten. Ich habe deshalb 39 Jahre lang nur zweimal am Tag gespritzt und deshalb nach Zeit- und Mengenplan essen müssen (CT). Danach bin ich zur Pumpentherapie gewechselt. Gespritzt habe ich immer nur mit Hilfsmitteln: erst mit einem Spritzautomaten für Glas-, später einem für Einmalspritzen, dann mit einem automatischen Pen (den ich aber fast nie benutzt habe). Haselmeier bietet sie heute noch an: http://www.diapen.com/index.php?id=11. Den Katheter der Pumpe setze ich ebenfalls mit einem Automaten. Damit habe ich das Problem des Einstichs gelöst, weil das automatisch geht :-)

    Zu mir: ich bin 50 und habe seit 49 Jahren Diabetes - aber keinerlei Folgeschäden.


    @ Jürgen:
    Gast schrieb:
    wenn mit der gleichen Scheibe Brot mein BZ morgens um 80-100mg/dl ansteigt und abends nur um 60-80, haben die KHs morgens eine stärker erhöhende Wirkung auf meinen BZ als abends.



    Prüf doch einfach mal nach, wie hoch Dein BZ steigt, wenn Du erst mittags frühstückst - natürlich ohne vorher etwas anderes gegessen zu haben! Ich bin mir sicher, daß Deine Scheibe Brot ihn um mehr als 80-100mg/dl steigen läßt.

    Viele Grüße

    Katja
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    am 11.01.2012 20:28:50
    hallo Katja,
    zum Thema "Scheibe Brot":
    Wieso bist du dir da so sicher ?
    Ich hab mal für Jürgen getestet. ;-)
    1te Scheibe Brot um 09:00 --- nach 2h + 20mg/dl --- nach 3h wieder auf Ausgangswert
    dazwischen nichts.
    2te Scheibe Brot um 17:00 --- nach 2h + 20mg/dl --- nach 3h wieder auf Ausgangswert

    Grüße
    Havier

    --- in der Not ess ich die Wurst auch ohne Brot ---
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    am 12.01.2012 00:34:10
    Hallo Havier,

    Dein Ergebnis widerspricht auf jeden Fall Rainers und Jürgens Aussage, daß Kohlenhydrate morgens stärker wirken als zu anderen Zeiten! Träfe deren Aussage zu, sollte Dein BZ morgens stärker ansteigen als abends. Genau das hatte ich bezweifelt.

    Meine Aussage ging insofern noch etwas weiter, als daß man einfach mal das Frühstück zur üblichen Zeit ausfallen läßt, um es mehrere Stunden später nachzuholen. Dann merkt man noch sehr viel deutlicher, wie minimal (sofern überhaupt vorhanden) der Einfluß der Tageszeit auf die BE-Faktoren ist.

    havier schrieb:
    Wieso bist du dir da so sicher ?


    Als ich frische Pumpenträgerin war, hat mich immer wieder böse überrascht, daß ein Frühstück um 8:00 einen ganz anderen pp. BZ zur Folge hatte als dasselbe Frühstück nach dem Ausschlafen um 14:00 Uhr. Monatelang suchte ich vergebens nach der Ursache. Nachdem ich sie gefunden und meine BZ-Faktoren auf eine neue Basis gestellt hatte, kann ich essen (ausfallen lassen), wann und wie ich will - mein BZ ist hinterher trotzdem im grünen Bereich! Außerdem kenne ich andere Diabetiker, die ihren Tagesablauf ebenso flexibel gestalten wie ich, das aber mit katastrophalen BZ-Werten bezahlen. Verwundert stellen sie fest, daß ihr BZ nach ein, zwei Tagen in der Diabetesklinik wie auf Schienen läuft - und nach der Entlassung ist das alte Chaos wieder da. Aber mein BE-Faktoren-Schema ist halt kein Stoff, der in Diabetesschulungen gelehrt wird. Statt dessen scheinen die Grundlagen der üblichen BE-Faktoren der strikten Geheimhaltung zu unterliegen :-(

    Viele Grüße

    Katja
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    am 12.01.2012 03:05:37
    hallo Katja,
    wie immer bei DM kann man nichts verallgemeinern. Vor einem Jahr, also am Anfang meiner Karriere lief das schon so dass ich Morgens bei den Werten heftig zulegte und schon bei einer Scheibe Brot einen Spitzenwert erhielt.

    Mittlerweile hat sich mein BZ-System aber anscheinend wieder in einen stabilen Zustand eingependelt und ich esse durchaus wieder 1-2 Scheiben (dunkles) Brot zwischendrin ohne dass ich über die 120 rausche. Und das bei verminderter I.E.-Dosis.

    Es ist gibt also nicht nur von Mensch zu Mensch Unterschiede sondern auch im eigenen BZ-Leben kann das mal so und mal so verlaufen. Allerdings galube ich schon dass mein striktes KH-armes Essen einen entscheidenden Anteil an den jetzt guten Werten hat.

    Das ganze System ist einfach zu komplex dass man es auf einen Nenner bringen könnte.

    Achso, ja, hier ging es ja um Gewicht. Ich bin eher der schlanke Typ. Hatte aber vor der Diagnose Stück für Stück zugenommen. Das steigerte sich noch ein paar Monate lang nachdem ich von DM wusste und dann begann die kg-Kurve rapide zu sinken und hat sich jetzt bei 84kg (192cm) eingependelt.
    Wahrscheinlich auch ein Erfolg der wenigen KHs denn mit Bewegung kann ich eher nicht protzen ;-)


    Grüße
    Havier
  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.01.2012 05:20:27
    Hallo,
    Gast #18 schrieb......
    also anfreunden werde ich mich mit diese Krankheit bestimmt auch nie,
    aber der Gedanke an die Folgeschäden erschreckt sehr , wenn
    die aber da sind ist alles zu spät!!!!!!!!!!!
    Werde es so wie Du machen auf KH möglichst verzichten.

    Von dem unterschiedlichen Insulinbedarf pro BE im Tagesverlauf wie es Katja und Havier beschrieben
    kann ich nur zustimmen,benötige morgens gleich mehr als tagsüber.
    Waran das liegt weis ich nicht genau,nehme aber an, dass es morgens zu
    einer grösseren Zuckerausschüttung durch die Leber kommt, warum die aber
    unterschiedlich von Morgen zu Morgen ist keine Ahnung.
    Liegt der morgendliche BZ auch gering über 100 spritze ich gleich 6 E. Humalog unabhängig was ich noch für das Frühstück brauche ,dann spritze ich recht konstant tagsüber pro BE, die körperl. Aktivitäten mal nicht berücksichtigt,das ist dann
    wieder ein Kapitel für sich.

    Danke Euch L.G. Klaus.



  • Gast

    Rang: Gast
    am 12.01.2012 16:41:18
    Moin Katja,

    ich brauch definitiv für die gleiche Scheibe Brot morgens am meisten Insulin, mittags am wenigsten und abends wirkt mein Bolus messbar flacher und länger. Bedeutet eine tageszeitliche Veränderung der Wirkkurve, zu der sich dann selbstverständlich noch die tätigkeitsbezogene Veränderung gesellt, sehr deutlich, seit ich seit kurzem wieder wie der hier ne Stunde am Tag sporteln kann.

    BEs muss ich für Beiträge wie diesen hier immer rekonstruieren. Denn die rechne ich eigentlich nicht, sondern ich spritze aus der Erfahrung für das, was ich sehe. Wo ich mir nicht sicher bin, mess ich selbstverständlich ne Stunde später nach, und wenn ich da dann Regelbedarf finde, regel ich den und merk mir das für's nächste Mal von vornherein für die initiale Dosis. Klar funzt das mit dem Merken mit der häufigeren Wiederholung immer besser - und insgesamt immerhin so gut, dass ich zur Zeit mit ner BE-Faktorenbreite über den Tag von etwa 2-6 und ner BZ-Schwankungsbreite zwischen präprandial minimal um 60 (meistens 70) und postprandial maximal um 160 (meistens 140) hin komme und zuverlässig seit Jahren unter HBA1c 5,5.

    Auf ein gutes 2012, Jürgen
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 12.01.2012 18:04:35
    Hallo Havier,

    natürlich schwanken auch meine Einheiten, z.B. wegen des Zyklus oder weil ich in den letzten 6 Jahren erst (ungewollt) massiv abgenommen, mein Ausgangsgewicht inzwischen aber wieder erreicht habe. Das System bleibt davon allerdings unbeeinflußt! Mein geringster BE-Faktor lag in der ganzen Zeit irgendwo zwischen 1,7 und 2,1 IE/BE (aktuell 1,9). Die Berechnung der übrigen erfolgte immer nach demselben Schema, also + 0,1 IE nach 5, 8, 10, 12 und 14 Stunden, danach stündlich. Auch meine Basalrate war immer konstant. Nur das Niveau veränderte sich deutlich: lag die niedrigste vor etwa drei Jahren bei 7,2 IE/Tag, liegt sie aktuell bei 19,2 oder 19,8. Die höchste lag damals bei 14,4 und heute bei 22,2 IE/Tag.

    Ob ich kohlenhydrat- oder fettbetont esse, hat viel weniger Einfluß auf meinen postprandialen BZ als die Stabilität meines Insulinbedarfs! Steigt dieser, lande ich praktisch IMMER zu hoch; beim Sinken habe ich regelmäßig nach ein bis drei Stunden Hypos. Ist er aber stabil, kann ich mit einer Nudelorgie genauso gut umgehen wie mit einer größeren Schokoladenvernichtungsaktion!


    @ Klaus:

    An Deiner Stelle würde ich mal beobachten, ob es einen Zusammenhang mit dem Abstand der letzten abendlichen Mahlzeit vom Frühstück gibt! Das sollte den unterschiedlichen morgendlichen Insulinbedarf erklären.

    Die Zuckerausschüttung der Leber zeigt sich vor allem am BZ-Wert beim Aufwachen. Mein Insulinbedarf ist rund um die Uhr konstant, aber die BE-Faktoren schwanken trotzdem in der beschriebenen Weise. Wie gesagt, die BE-Faktoren (Einheiten pro BE) hängen NICHT von der Tageszeit ab, sondern vom Abstand zur letzten insulinpflichtigen Mahlzeit. Würde ich alle vier bis fünf Stunden (auch nachts!) eine oder zwei BE essen, hätte ich rund um die Uhr einen BE-Faktor von 1,9 IE/BE! Äße ich nur alle achtzehn Stunden, wäre ich immer mit 2,7 IE/BE dabei.

    Viele Grüße

    Katja
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 12.01.2012 18:28:57
    Hallo Klaus,

    Folgeschäden sind keine zwangsläufige Folge des Diabetes! Ich hatte früher auch panische Angst vor Erblindung oder Dialyse, was angesichts der katastrophalen Statistiken in den 70er Jahren auch nicht verwunderlich war. Ich habe mich damals an eine Bemerkung meines Vaters geklammert, der mir von einer Medaille für 25 Jahre Diabetes ohne Folgeschäden erzählt hat. Ich habe sie nie bekommen, obwohl ich die Kriterien erfüllte. Allerdings hatte ich sie auch nie beantragt ;-)

    Erst nach 30 Jahren Diabetesdauer wurde eine beginnende Retinopathie (einige Mikroaneurysmen, Cotton-Wool-Herde) festgestellt. Okay, in den Jahren zuvor war meine Diabeteseinstellung nicht gerade optimal gewesen, allerdings auch nicht grottenschlecht. Jedenfalls habe ich es geschafft, die Veränderungen durch eine bessere Einstellung wieder weg zu bekommen :-) Inzwischen staunt mein Augenarzt jedes Mal wieder, daß man meinem Augenhintergrund 49 Jahre Diabetes nicht ansehen kann! Dasselbe gilt auch für meine Nerven und meine Nieren.

    Einen Wermutstropfen gibt es aber: das gibt es nicht geschenkt! Dazu gehören Wissen und ständige Motivation! Aber ich investiere lieber jetzt etwas mehr Zeit in den Diabetes als später in Diabetes UND Folgeschäden!

    Der Diabetes ist nie mein Freund geworden. Aber ich habe ihn als Begleiter akzeptiert, den ich mir zwar nicht ausgesucht habe, der aber immer dabei ist und sein wird. Und auf jeden Begleiter muß man halt hin und wieder Rücksicht nehmen - das ist bei Menschen oder Hunden auch nicht anders!

    In diesem Sinne

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.01.2012 00:30:44
    schrieb:
    daß man meinem Augenhintergrund 49 Jahre Diabetes nicht ansehen kann! Dasselbe gilt auch für meine Nerven und meine Nieren.


    Das ist ja richtig toll ("leider" nur für dich!). Wenn man mal schaut, wieviele Beitrage du verfasst hast und in wievielen davon du dich (zu Recht?) selbst lobst, weil du das unsägliche Glück hattest, neben deinem geglückten DM-Management auch genetisch entsprechend veranlagt zu sein. Nur mal so am Rande - das ist ein "Schlag" für jeden, der sich bemüht hat, seinen Dm "gesund" zu führen und trotzdem Spätschäden bekommen hat. Genau wie bei vielen BZ-Differenzen bei versch. Diabs, hat auch da jeder andere "Ambitionen". Nicht dass du mich falsch verstehst: ich finde es für dich schön, dass es einem Langzeit-DMler richtig gut geht, aber dein ständiges "hipp-hipp-hurra" ist ein Ar***-Tritt für alle anderen (die es so nicht gelöst haben - und mit "Schuld" hat das nichts zu tun!). Und nach wie vor: dein Weg war/ist einer - aber nur weil er bei dir geklappt hat, muss er nicht allgemeingültig sein (bei jeglicher Beachtung der bekannten "Regeln"). In diesem Sinne - es grüsst eine, die 52 Jahre Typ1 mit einem Bypass überstanden hat (aber nicht ständig deshalb Wellen schlägt!)