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Schwerpunkt: Diskriminierung wegen Diabetes?

Dick, dumm, Diabetes?!

Mit Diabetes kann man in manchen Situationen diskriminiert und benachteiligt werden. Aber ist jede Ungleichbehandlung gleich Diskriminierung? Wie sieht es in juristischer Hinsicht aus? Und wie kann man sich gegen diskriminierendes Verhalten wehren? Rechts-Experte Oliver Ebert gibt darauf Antworten.

Unhöfliche und taktlose Menschen nehmen kaum Rücksicht darauf, ob jemand eine Krankheit hat oder sonst benachteiligt ist. Gerade Menschen, die gewissen Schönheitsidealen nicht entsprechen oder die stark übergewichtig sind, werden häufig herabsetzend angesprochen oder verächtlich angeschaut. Aber handelt es sich dabei um Diskriminierung? Oder sind das eher Grobheiten und Beleidigungen ohnehin rücksichtsloser Menschen, die sich gegen jedermann so verhalten? Tatsächlich hängt die Einordnung meist vom Einzelfall und den jeweiligen Umständen ab.

Diskriminierung: Definition
Das Wort Diskriminierung wurde ursprünglich wertneutral verwendet, erst seit wenigen Jahrzehnten ist der Ausdruck negativ besetzt. Seither versteht man unter einer Diskriminierung meist eine Herabsetzung, Benachteiligung oder sachlich nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung bestimmter Personen oder Personengruppen.

Der Staat ist durch das Grundgesetz zur generellen Gleichbehandlung aller Menschen verpflichtet. Ungleichbehandlungen dürfen nur im Ausnahmefall erfolgen, insbesondere nur dann, wenn dies zum Erreichen eines legitimen Zwecks erforderlich ist und dies mit anderen Mitteln nicht erreicht werden kann. Einige Formen von Ungleichbehandlung sind allerdings nicht nur rechtlich geboten, sondern auch legitim.

Ein Beispiel ist der erhöhte Kündigungsschutz schwerbehinderter Menschen: Dies stellt eine (positive) Ungleichbehandlung im Vergleich zu nicht behinderten Menschen dar, die solchen Schutz nicht genießen.

Nicht jede Ungleichbehandlung ist eine Diskriminierung

Nicht jede Ungleichbehandlung birgt daher eine Diskriminierung. Hier weiterlesen

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