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Herausforderungen bei der Insulintherapie älterer Diabetiker durch körperliche Veränderungen
Informationen bereitgestellt im Namen von Dr. Kenneth Strauss, Endokrinologe, Director of Safety in Medicine bei der European Medical Association und European Medical Director bei Becton Dickinson
Die Einhaltung der verordneten Dosis ist bei insulinpflichtigen Diabetikern entscheidend für die Blutzuckereinstellung. Schwankungen der Blutzuckerkontrolle können zu Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel ist besonders für ältere Diabetiker gefährlich. Mögliche Begleiterscheinungen sind Krampfanfälle; eine Einweisung ins Krankenhaus oftmals weitere Konsequenz. Im Extremfall kann die Hypoglykämie sogar zum Tod des Patienten führen. Das Insulin muss in die Fettschicht unter der Haut, in das sogenannte Unterhautfettgewebe, und nicht in den Muskel verabreicht werden. Das gewährleistet eine gleichmäßige Aufnahme des Medikaments und trägt zur Stabilisierung der Blutzuckerwerte bei.
Stabile Werte erreichen, aber wie?
Die Anwendung der richtigen Injektionstechnik reduziert Phasen der Unterzuckerung zugunsten stabilerer Blutzuckerwerte. Die beste Voraussetzung für eine zuverlässige Injektion der korrekten Insulindosis in das Unterhautfettgewebe: Die Verwendung von qualitativ hochwertigen, kurzen (zum Beispiel vier Millimeter) Pen-Nadeln in Verbindung mit einer geeigneten Injektionstechnik. Das kann das Risiko einer Injektion in den Muskel nachweislich senken. Im Gegensatz zum Unterhautfettgewebe , dessen Dicke erheblich variieren kann, ist die Haut unabhängig von Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index und ethnischer Zugehörigkeit durchschnittlich zwei Millimeter stark. Qualitativ hochwertige Nadeln geben die erforderliche Insulindosis zuverlässig ab. In der Anwendung sind sie weniger schmerzhaft, da sie das Risiko einer Gewebeverletzung reduzieren. Dadurch können Ängste in Verbindung mit Injektionen gemindert werden.
Was darüber hinaus zu bedenken ist: Der Körper älterer Patienten verändert sich. Alterserscheinungen sind ein Verlust an Muskelmasse und eine verminderte Elastizität der Haut. Bei Diabetikern mit reduziertem Unterhautfettgewebe muss die Haut bei der Verabreichung der Injektion unbedingt ordnungsgemäß angehoben werden. Studien haben gezeigt, dass vier Millimeter lange Pen-Nadeln – die kürzesten verfügbaren Nadeln – die Haut zuverlässig durchdringen und das Unterhautfettgewebe erreichen , das tendenziell dünner ist . So wird das Insulin zuverlässig abgegeben und das Risiko einer Injektion in den Muskel deutlich reduziert.
Werden die Injektionen durch einen Pflegenden verabreicht, empfiehlt sich die Verwendung von Sicherheits-Pen-Nadeln. Ein integrierter Sicherheitsmechanismus vermindert das Stichverletzungsrisiko für Patienten und Pflegende.
Systematische Rotation der Injektionsstellen
Grundsätzlich gilt: eine Nadel pro Injektion, keine Wiederverwendung. Verbleibt die Nadel im Pen, kann Luft in die Kartusche eindringen oder Insulin austreten; bei vorgemischtem Insulin kann sich die Zusammensetzung verändern; bei wiederholter Nutzung kann die Nadel verstopfen. All diese Faktoren können zur Verabreichung fehlerhafter Dosen führen. Auch die Injektionsstellen müssen systematisch wechseln. Wiederholte Injektionen an der selben Stelle können zu verhärtetem Fettgewebe (Lipohypertrophie) führen, was die ordnungsgemäße Aufnahme der Insulindosis durch den Körper beeinträchtigen kann. Sobald derartiges verhärtetes Gewebe an den Injektionsstellen erkannt wird, müssen Pflegende dem betreuenden Arzt umgehend Bericht erstatten.
Aufgabe des Pflegepersonals: Ängste nehmen
Die optimale Blutzuckereinstellung ist das wichtigste Ziel bei der Diabetes-Therapie. Eine geeignete Injektionstechnik in Verbindung mit der Verwendung optimierter Nadeln und verlässlichem Monitoring leistet hierzu ihren Beitrag. Intelligent konzipierte und qualitativ hochwertige Medizinprodukte sind von entscheidender Bedeutung für eine sichere und verträgliche klinische Versorgung älterer Diabetiker. Nicht zuletzt können dadurch Ängste und Abwehrhaltungen gegenüber der Therapie reduziert werden.
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