Pressemitteilung
Bei Diabetes Füße gut pflegen und Verletzungen vorbeugen
„Tag des Fußes“ am 28. Juni 2017
Selbst kleinste Verletzungen am Fuß dürfen nicht unterschätzt werden: „Innerhalb weniger Tage können daraus unbemerkt schwere Infektionen mit tiefen Wunden entstehen. Sie können zum Absterben des betroffenen Gewebes führen und die Amputation einzelner Zehen oder größerer Teile des Fußes notwendig machen“, warnt Professor Haak. Wundheilungsstörungen der unteren Extremitäten bei Menschen mit Diabetes stellen eine besondere Herausforderung dar. „Laut Untersuchungen sind 50 bis 70 Prozent aller Amputationen der unteren Extremität Folge einer diabetischen Stoffwechselstörung“, erklärt der Diabetologe. „Bei 85 Prozent aller Amputationen bei Menschen mit Diabetes ging ein diabetisches Fußsyndrom voraus.“
Solche Verletzungen gilt es zu vermeiden. Neben jährlichen ärztlichen Untersuchungen der Füße seien zur Vorbeugung des DFS insbesondere sorgfältige Fußpflege und geeignetes Schuhwerk wichtig. Daher rät Professor Haak Menschen mit Diabetes und einer schon bestehenden Neuropathie von Barfußgängen und Sandalen ab. Anstatt dessen seien spezielle Schuhe und das Verhindern von Druckstellen auf der Fußsohle durch weiche Fußbettung auch im Sommer unverzichtbar. „Außerdem empfehle ich jedem Menschen mit Diabetes, täglich seine Füße genau anzuschauen“, sagt Professor Haak. Ein Spiegel erleichtert dabei gerade älteren oder stark übergewichtigen Menschen die Selbstuntersuchung. Wer eine Fußverletzung bemerkt, solle möglichst rasch seinen behandelnden Arzt aufsuchen. Zu den geeigneten Ansprechpartnern zählen die Fußambulanzen nach den Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft und Diabetologen.