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Insulin Einstellung Probleme/Fragen
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am 26.04.2019 11:10:40 | IP (Hash): 131881676
Hallo zusammen,
ich bin 52 Jahre alt und seit 01.2019 Typ 1 (war ca 15 Jahre Typ 2) und laut meiner Diabetes Ärztin, in der
"fein-Einstellung".
Mich plagen Fragen,Unsicherheit und Probleme die ich mir erhoffe, hier lösen zu können.
Bevor jmd. nach meiner Ärztin fragt, ich lebe auf dem Land, in meiner Umgebung gibt es nur 2 Praxen wobei die eine voll ist. Meine Ärztin ist ok, jedoch glänzt Sie nicht mit Ruhe und vor allem verständlichem erklären..leider^^
Derzeit bin ich Arbeitslos weil mein Job als Fernfahrer (nein ich habe kein Übergewicht), während der Einstellung und laut ihr, auch künftig, nicht wirklich machbar sei. Also verbringe ich seit Jan. den Tag damit meinen Körper und den Begleiter Typ 1, näher kennen zu lernen und vor allem zu verstehen.
Eines meiner größten Probleme ist der Ständige Wert der wie er will hoch und runter geht..
Wie lange dauert so eine Insulin-Einstellung?
Gibt es reale Chancen dass ich wieder in meinen Beruf kann ?
Das Arbeitsamt empfiehlt mir einen neuen Beruf zu erlernen..mit 52 ?
Wäre toll wenn ich hier Menschen finden würde, die mir mit Ihren Erfahrungen helfen können besser zu verstehen. Danke -
am 26.04.2019 12:46:21 | IP (Hash): 1559313136
Lies dir mal diese Infos durch, vielleicht findest du dabei einige nützliche Anregungen;
https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene.html
Anfangen musst du beim Basalinsulin. Wenn das nicht einigermaßen stimmt, dann hast du kaum Chancen für eine gute Einstellung. Deshalb solltest du, falls noch nicht geschehen, zuerst einen Basalratentest z.B. nach dieser Anleitung machen:
https://www.diabetesinfo.de/fortgeschrittene/therapie/basalinsulin/basaltest.html
Wenn die Basalrate für alle Tageszeiten einigermaßen passt, dann kannst du an den Feinabgleich mit dem Mahlzeitinsulin gehen. Da gibt es etliche Stellschrauben. Dazu solltest du dann aber deine Fragen besser mit speziellen Angaben zum Insulin, Essen und BZ-Verlauf stellen.
Viel Erfolg, Rainer1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 26.04.2019 16:57:07 | IP (Hash): 34289236
Wie ich Dich lese, warst Du auf Deinem Bock gut eingestellt. Das heißt, Du kannst einen 40-Tonner überall fahren, wo’s nach vorn weiter geht und wo rechts und links noch ne handbreit, ok, besser n halber Meter, Platz ist. Und so ähnlich kannst Du dir das auch mit der Insulin-Einstellung vorstellen: das heißt zwar Einstellung (beim LKW heißt das ja nicht mal so), und der Arzt kann Dir ne erste grobe Richtung geben, aber passend machen musst Du. Rainer hat Dir da schon ne gute Info dafür raus gesucht.
Wer so wie Du mitten im Leben im Brummi zum Insulin einberufen wird, nimmt das meistens als Abschied vom Brummi. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So hat hier z.B. mal ein flashbang05 mitgeschrieben. Der war mit Leib und Seele Bundespolizist im aktiven Dienst. Der konnte natürlich nicht entlassen werden, aber normal war und ist in sonem Fall die Beförderung zum Schreibtischtäter im geregelten Innendienst. Denn bei nem ernsthaften Einsatz kann der Leiter dem Übeltäter ja nicht einfach zurufen, mal ein weilchen stehen zu bleiben, bis er gemessen, gespritzt und gegessen hätte. Also hat der flashbang05 sich im Zeitrahmen von nem guten Jahr systematisch angekobelt, wie er seinen Blutzucker auch unter übelsten Einsatzbedingungen zuverlässig im brauchbaren Bereich halten konnte, hat das dann unter engster Überwachung ein halbes Jahr lang im konkreten Dienst vorexerziert, und hatte dann 2 Jahre weiter seinen geliebten alten Job mit allen Führer- und Waffen- und sonstigen Scheinen zurück: Es ist nicht die Regel, aber es geht! Daumendrück :)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 27.04.2019 19:16:38 | IP (Hash): 1097706679
Hallo Nibius,
ja, die Feinabstimmung mit den Insulinen per ICT (ist das bei dir der Fall ?) ist nicht so ganz einfach, aber durchaus verständlich mit gut überprüfbaren Parametern
Deine Ärztin könnte dich stationär überweisen, wo du das lernen kannst.
Selber wurde/werde ich ambulant eingestellt.
Empfehlen möchte ich dir dieses Buch (war mein Schulungsbuch (allerdings in älterer Auflage), wodrin ich immer noch nachblättere zu Dosierung und Überprüfung.
https://www.amazon.de/Gut-leben-mit-Typ-1-Diabetes-Basis-Bolus-Therapie-ebook/dp/B0796XMKWL
Deinen Beruf kannst du wieder ausüben:
"Die neue Leitlinie zeigt auch Möglichkeiten auf, wie Unterzuckerungen vermieden werden können, um die Fahrtauglichkeit wiederzuerlangen: Eine Umstellung der Medikamente, die Schulung der Unterzuckerungswahrnehmung oder ein Messgerät zur kontinuierliche Glukosemessung (CGM)
Eine vorübergehende Fahruntauglichkeit liegt bei schweren Stoffwechselentgleisungen, in der Einstellungsphase auf Insulin, aber auch bei anderen wichtigen Therapieumstellungen oder Dosisänderungen vor – sie gilt, bis der Blutzuckerstoffwechsel stabil ist."
https://www.diabetes-news.de/nachrichten/neue-leitlinie-diabetiker-im-strassenverkehr
Dokumentieren der BZ-Werte zum Selbstlernen und zur Vorlage bei Hausarzt & Gesundheitsprüfung für Führerschein ist da ganz wichtig.
Ein gutes Hilfsmittel ist da so ein Blutzuckertagebuch (handschriftlich zu führen)
- siehe Seite 6 - so ähnlich sieht auch meines aus (statt Blutdruck ist das für mich eher ein 'freies' Feld für Bemerkungen wie z.B. Was gegessen - vor oder nach Mahlzeiteninsulin gespritzt; Hitze ~ Insulin wirkt schneller & per Schwitz UZ-Symptome nicht so wirklich bemerkbar)
https://www.diabetes-ratgeber.net/multimedia/109/103/174/128464044049.pdf
Unterwegs sollen INSULINER immer schnelle Kohlenhydrate zur Hand haben, wenn sich per körperlicher Symptome ein Unterzucker anbahnt und die Sinne schwinden.
Traubenzucker ist da kompakt das einfachste, was man in jeder Tasche auf kleinstem Raum mitnehmen kann.
Gruß Elfe -
am 27.04.2019 19:47:16 | IP (Hash): 1390632209
Elfe schrieb:
..., wenn sich per körperlicher Symptome ein Unterzucker anbahnt und die Sinne schwinden.
Spätestens DANN brauchen Bundespolizist und Berufskraftfahrer einen anderen Job. Denn ausreichend für ihren Job können sie ihren BZ nur dann steuern, wenn sie solche Situationen für die Dauer ihrer jeweiligen Arbeitszeiten unter allen Bedingungen VOLL ausschließen können.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 29.04.2019 10:32:32 | IP (Hash): 131881676
Hallo, erst mal herzlichen Dank an alle, die sich auf meine Fragen gemeldet haben.
Meine Dia-Ärztin hat mir Humalog und für Langzeit Abasaglar verschrieben.
Von dem Langzeitinsulin spritze ich 14 IE jeden Abend.
Vom Beginn der Typ 1 an führe ich ein Tagebuch, in dem ich nicht nur Essen, Zeiten und Werte eintrage, sondern auch Reaktionen und Wohlbefinden (weil mich häufig Kopfschmerzen plagen). Was ich festgestellt habe, ich kann tagelang das selbe essen und dennoch sind Reaktionen absolut unterschiedlich. Besondere Probleme habe ich ab der 3. Std. nach dem Essen, wo der Zucker bis in die 4. und 5. Std. wieder steigt.
In der Nacht liegt mein Wert bei 110 (zwischen 3 und 4 Uhr) und gegen morgen 7 Uhr bei freundlichen 120 bis 140. Aber ! Sobald ich mich aufrichte steigt der Pegel innerhalb 3-5 Minuten auf 150 bis 170.
Wenn ich nur Korrektur spritze, bleibt er bei 140 bis 160. Aber sobald ich auch nur an einer Scheibe Brot rieche^^, kann ich spritzen was ich will, er steigt bis 200 und mehr. Problem ist dabei, wenn ich nach den Spritz-Plan gehe, kämpfe ich 2-3 Std. nach dem Essen also in Richtung Mittag, gegen den Unterzucker. Ja und da geht das Spiel erst richtig los. Esse ich dagegen an, steigt er und ich muss wieder nachspritzen.
Ich habe wenigstens seit kurzem die Piekserei hinter mir gelassen und den Libre 2 am Arm. Jedoch sind die Unterschiede im Bereich ab 80 (fallend) sehr bedenklich mit Unterschiede zur Blutmessung bis zu 20-25.
Als Berufskraftfahrer im Fernverkehr liebt und braucht man Ordnung, ohne diese ist man (so behaupte ich) kein gewissenhafter Fahrer. Diese Eigenschaft macht für mich die Sache unendlich schwer, weil ich mit der aktuellen "Unordnung" nicht richtig klar komme.
Ich finde auch, das die Diabetes Schulung bei mir zu spät nach hinten liegt, ich habe diese erst am 20.05. und will nicht hoffen, das es da Infos gibt, die mir meine aktuelle Situation verbessert hätten.
Meine Ärztin hat noch Urlaub, ich werde Sie danach aufsuchen und kritische Fragen stellen...sollte ich abermals unbefriedigt aus der Praxis gehen, werde ich diese wechseln.
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am 29.04.2019 11:08:55 | IP (Hash): 131881676
Hallo Rainer, herzlichen Dank für den Link. Endlich etwas wo einfach erklärt und vor allem offene Fragen beantwortet. Ich werde mich heute damit beschäftigen und würde mich freuen, wenn Unklarheiten sind, mich nochmal melden zu dürfen.
LG.Nibius (Michael) -
Elfe
Rang: Gastam 29.04.2019 19:29:50 | IP (Hash): 1097706679
Hallo Nibius,
du hast also zwei Insuline und wirst nach ICT behandelt.
Im Moment befindest du dich noch in der Anfangsphase per 'einfachem' Spritzplan, der so manches miteinander vermischt, was du im weiteren Verlauf besser verstehen und auch besser mit Umgehen kannst.
Am Anfang tastet man sich an die Dosis der zwei Insuline vorsichtig heran, um nicht Unterzuckerungen zu riskieren, die du so und im Beruf schon mal gar nicht gebrauchen kannst.
Das Libre immerhin ermöglicht dir, mal schnell den Zucker per Tendenz zu messen.
Ist allerdings Gewebezucker, hinkt dem Blutzucker gemessen per Fingerpieks hinterher. Das lernt sich, wie du diese Werte beurteilen kannst.
Die Dosen werden mit dem Arzt besprochen und anhand deiner Aufzeichnungen angepasst. Also Geduld und nicht sofort Praxis wechseln (da nicht unbedingt anders).
Die Schulung ist 'nur allgemein' bzgl. wo sind Kohlenhydrate drin, wie beeinflussen andere Bestandteile wie Eiweiß/Fett/Ballaststoffe den Blutzucker, wann soll man Mahlzeiteninsulin spritzen: Ess-Spritz-Abstand; Vor oder Nach Mahlzeit - ggfs. teilen; Zeitpunkt für Korrekturinsulin; Überprüfung Nacht-Zucker als Hyporelevant u.a.m..
Kann es sein, daß du als 15 Jahre mit Typ 2 eher an schwerverdauliches Essen gewöhnt bist ?
Nichts dagegen einzuwenden, nur Umgang mit kurzwirkendem Mahlzeiteninsulin erfordert da eine Anpassung s.o..
So Anfangsannahmen wie Korrekturfaktor Insulin 1) und anheben durch Zusatz-KHs 2) muss man per Messung selbst herausfinden, da jeder Organismus anders reagiert.
Mein Anfangskorrekturwert von Annahme 1 Einheit Insulin senkt den BZ um 50 mg/dl liegt seit vielen Jahren stabil bei 40 mg/dl - also durchaus vorsichtig einzusetzen, darf ich übrigens lt. Arzt erst nach 4 h.
Lt. Schulung einem UZ mit 2-3 Zusatz-BEs entgegensetzen zu müssen, ist bei mir nicht der Fall - benötige nur 1ne zum Anheben von 50 auf 100 mg/dl - erspart das Gegenspritzen.
~
Irgendwie logisch ist das Ganze schon, wenn auch nicht so ordentlich, wie wir das gerne hätten.
Da gibt es zu viele biologische Vorgänge im Organismus, z.T. mit Gegenhormonen zum Insulin gegen Morgen und Stress z.B., die den BZ ansteigen lassen.
Im übrigen bevorzuge ich Levemir als Basalinsulin in 2 Dosen morgens und abends in unterschiedlicher Menge, weil mein Grundstoffwechsel über 24 h eben nicht so gleichmäßig ist.
Tagsüber mit allem möglichen konfrontiert, nachts schlafen - ergibt 7 Einheiten morgens und 3,5 Einheiten vor Zubettgehen. Anhand meiner Aufzeichnungen konnte ich so ein 'neues' gleichmäßig wirkendes Basal abwehren.
Ist ein Zwiegespräch zwischen Arzt und Patient.
~
LKW-Fahrer als Liebe ?
Kann ich nicht unbedingt nachvollziehen, wenn man sich die Bedingungen ansieht - Staus sowieso - Fahrtzeiten bzw. Überschreitung - irgendwo Rast/Parkplatz finden … Ist aber deins, wo die Liebe hinfällt :-)
Du hast jedenfalls Talente, die du auch ohne Umschulung per Beruf in neuer örtlicher Stelle gut einbringen könntest - Lagerung von Gütern per sinnvoll.
Werden per Stellanzeigen dringend gesucht, auch selbst per Internet vor Ort zu finden.
Liebe Grüße aus Stau-Land NRW -
am 30.04.2019 17:13:22 | IP (Hash): 131881676
Hallo und Gruß in´s Stau Land, was leider zutreffend ist :-))
Sehr viel Info die du mir da mitteilst, daher fange ich mal oben an^^
Den Libre habe ich die letzten Wochen immer wieder verglichen, so dass ich in etwa weis wo und in welcher Höhe er in etwa Unterschiede hat. Die Unterzuckerung, habe ich leider
mind. 1 x innerhalb 10 Tage/Schnitt + 1-3 x die Woche wo ich es abwenden kann/konnte.
Wie bereits erwähnt, war ich ca. 15 Jahre Typ2 und so schlecht habe ich mich nicht ernährt. Also diese Typischen "Trucker-Geschichten" treffen bei mir nicht zu. Ob es Kaffee oder fast Food war, beides habe ich mit Übersicht zu mir genommen. Meine einzigste Schwäche war und ist es heute noch, Schokolade bzw. Süßes generell, aber auch hier nicht in ungesunden Massen.
Den Doc werde ich erst mal beibehalten weil mir einige Meldungen von hier Hoffnung machen, gravierende Stolpersteine alleine bewegt zu bekommen. In Punkto Schulung erhoffe ich mir mehr zu verstehen und vor allem damit umzugehen.
28mg% steht bei mir auf dem Plan was 1 IE im/den Blutzucker senkt.
Zum Job...ja aus Liebe^^ Sicherlich hat der Beruf seine Schattenseiten und vor allem Probleme die nicht besser oder weniger werden. Aber, die kleine Ecke "Freiheit" die es in diesem Beruf tatsächlich noch gibt, macht alles Wett. Zu deinem Vorschlag, muss ich nochmal erwähnen, dass ich Ländlich wohne/lebe...sprich in meiner Umgebung einen Job in der Art zu finden wäre mit Autofahren verbunden und dies wiederum bei den Löhnen welche in der Branche gezahlt werde, nicht unbedingt lohnend. -
Elfe
Rang: Gastam 30.04.2019 19:45:50 | IP (Hash): 1097706679
Hallo Nibius,
welchen BZ-Wert nennst du Unterzucker ?
Hatte da zwei Schulungsmeinungen: Grundschulung 50 mg/dl, Hyposchulung 60 mg/dl.
Diese Panikmache der Referentin fand ich zu Anfang schon echt übel.
Habe dann meine Mitpatienten gefragt, wie das denn so ist. Ein schon seit Jugend betroffener Typ 1er hat mich dann beruhigt - halb so wild.
Nachdem ich per Symptome einige durchlebt habe, genau.
Meine Typ 1er-Diagnose als Erwachsene (LADA) war für mich auch ziemlich plötzlich.
Wurde ambulant eingestellt (anfangs schnelles Mahlzeiteninsulin) und musste mit PKW quer durch die Stadt, um zum Arbeitsplatz zu kommen.
Auweia - Unterzucker hinterm Steuer und hatte Angst, irgendjemand zu verletzen per Anfahren.
Damals gab es das Libre noch nicht, konnte mich nur auf körperliche Symptome verlassen - im Zweifelsfall dann 1 BE Traubenzucker einwerfen (die unverpackten Dextro-Minis dabei, anstatt diese Täfelchen, die einen per Auspacken vom Straßenverkehr ablenken).
Erst Traubenzucker und dann messen, wurde mir so eingeschärft.
Mit einer Zusatz-BE kann man per BZ-Steigerung gar nicht so viel falsch machen.
Jedenfalls ist mit dem Mahlzeiteninsulin nur wenig 'verboten':
Flüssige Kohlenhydrate und so Gummizeugs. Das sind so meine UZ-Helferleins: 5 Gummibärchen = 1 BE, 200 ml-Saft = 2 BE bei wirklich tiefen BZ-Werten weit unter 50 mg/dl.
Schokolade da kein Problem - enthält auch Fett - lässt sich gut händeln.
Fast Food auch o.k. - McDonalds hatte damals schon Nährwertangaben auf den Produkten stehen - KH-Angabe x Faktor zur Berechnung der Insulindosis - Super :-)
Allerdings spare ich mir die Pommes per KH-Gehalt zugunsten eines Burgers ;-).
~
Habe keine Vorurteile gegenüber Trucker.
Ganz im Gegenteil, betrachte den Beruf mit sehr viel Mitgefühl.
Händeringend wird hier vor Ort seit Jahren unter den Kommunen entlang der stark befahrenen Autobahn gestritten, wo denn bitte ein Rastplatz mit LKW-Parkplätzen gebaut werden kann.
Und letztens bei quer durch die Republik fahrend mit PKW (nicht Bayern) gesehen, Auffahrt auf rechte LKW-Spur Stau - wieviel Zeit kostet das !?
Wenn deine übliche Strecke nicht so problematisch ist, durchaus für dich positiv überdenkbar.
Gruß Elfe -
am 30.04.2019 20:47:21 | IP (Hash): 1614893240
Elfe schrieb:
Auweia - Unterzucker hinterm Steuer und hatte Angst, irgendjemand zu verletzen per Anfahren.
Damals gab es das Libre noch nicht, konnte mich nur auf körperliche Symptome verlassen - im Zweifelsfall dann 1 BE Traubenzucker einwerfen (die unverpackten Dextro-Minis dabei, anstatt diese Täfelchen, die einen per Auspacken vom Straßenverkehr ablenken).
Erst Traubenzucker und dann messen, wurde mir so eingeschärft.
Besser: Warnblinker, anhalten (irgendeine Möglichkeit findet sich immer) dann essen und dann messen.
So wird es auch Führerscheinneulingen mit Typ1 eingeschärft...
Ich weiß, wie schwer das sein kann und beim ersten Mal ist man damit wahrscheinlich auch total überfordert...Mein Diabetes ist deutlich älter als mein Führerschein, konnte als vorher schon üben ;)
Aber es ist mit Sicherheit schlimmer, für Verletzungen oder den Tod eines anderen Menschen verantwortlich zu sein!
Da es in einer Hypo eventuell mit der Vernunft nicht mehr so ganz klappt, habe ich für mich feste Regeln:
Fällt der Wert auf dem CGMS unter 80-90 mg/dl, Zucker einschmeißen (liegt i.A. in Reichweite), ab unter 70mg/dl, nach Möglichkeit zum Anhalten umsehen. Unter 60mg/dl Warnblinker, anhalten. Bei Hyposymptomen, die nicht zum Wert/Verlauf oder passen oder keine CGMS-Werte, so schnell wie möglich anhalten!
Bearbeitet von User am 30.04.2019 20:53:36. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 01.05.2019 19:29:12 | IP (Hash): 1352790943
Hallo Heike,
du hast ja sooo recht !
Mich hat man mit Anfangseinstellung jedenfalls viel zu früh auf die Menschheit (Arbeit) losgelassen.
'Grüne Welle' ausnahmsweise, war nix mit anhalten …
Ist mir auch wirklich nur einmal passiert, hab' mich so erschrocken, Passanten am Rand nur noch als Schemen wahrzunehmen.
Deshalb ab da die unverpackten Minis an Board, die kann man auch so gut einwerfen. -
am 01.05.2019 20:03:44 | IP (Hash): 688434943
Es gibt immer eine Möglichkeit. Punkt!
Man handelt sich vielleicht ein Hupkonzert ein oder die Damen/Herren in grün (heute blau) stellen komische Fragen. Aber das ist alles halb so schlimm!
Ich habe schon mitten auf der Straße gestanden (vor CGMS und bei 40°C die Hypo erst gemerkt, als ich kaum noch was gesehen habe). Egal, ich habe gestanden und niemanden mehr gefährdet - höchstens verärgert und damit kann ich gut leben.
Das Problem ist ja, dass wir in einer Hypo nicht mehr unbedingt vernünftig und logisch handeln - neben den falschen/ nicht mehr vorhandenen Sinneswahrnehmungen... Und bis der Traubenzucker wirkt, dauert es ja auch ein paar Minuten... Aber klar, besser Traubenzucker einwerfen, als gar nichts zu unternehmen.
Und das sollten wir uns immer wieder bewusst machen!
Bearbeitet von User am 01.05.2019 20:13:01. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
Elfe
Rang: Gastam 02.05.2019 18:01:17 | IP (Hash): 1352790943
Um wieder den Dreh zum Fragesteller Nibius hinzubekommen:
Umschulung ist nicht notwendig aufgrund der neuen Behandlung mit zwei Insulinen,
da ansonsten Verlängerung des LKW-Führerscheins mit 50 Jahren* per Gesundheitsprüfung geklappt hat.
Gewusst wie - die Insuline gut dosieren - körperliche Unterzuckersymptome wahrnehmen ! und gegensteuern. Libre unterstützend nutzen.
Dokumentieren, dann sollte die Krankschreibung bzw. Tauglichkeitsprüfung zum LKW-Fahren positiv ausfallen.
*Weiß das nur deshalb, weil ein Familienmitglied seinen LKW-Führerschein verlängern wollte (nicht beruflich genutzt (bei der Bundeswehr erworben), sondern in der großen Familie den Umzugs-LKW kreuz & quer durch das Land fährt). -
am 02.05.2019 21:26:59 | IP (Hash): 131881676
Moin Elfe,
also Unterzucker nenne ich generell alle Werte bei denen es mir nicht gut geht..sprich das übliche, unwohl sein bis hin zum Zittern usw.
Zu beginn der Einstellung, hatte ich dies schon bei um die 90 bis 100 mg/dl . Heute, nach dem sich mein Köper an das "neue" gewöhnt hat, beginnt es bei 68 bis 65 mg/dl
Ich trinke kein Alkohol weis aber sehr wohl was ein Kater ist und den habe ich bis zu 1 Std. lang nach einer Unterzuckerung. Ich werde am kommenden Montag bei meiner Ärztin einlaufen und ihr auf den Zahn fühlen. Dieser ständige Kampf mit dem auf und ab und vor allem bei unteren Werten die dann wie aus dem nichts nach 3-5 Std. nach oben jagen, kann was nicht stimmen.
Ich muss auch ehrlich sagen dass ich derzeit nicht wüsste, wie ich mit was für einen Job auch immer, klar kommen sollte. Es mag blöd klingen, aber zuvor ging es mir besser :-) -
am 02.05.2019 23:03:53 | IP (Hash): 2124617225
Bin nicht Elfe
Demnach hast Du dich schon länger in höheren Zuckerregionen rumgetrieben, also meistens um 200 oder drüber?
Ok, jetzt schreibst Du, dass leichtes Miesfühlen bei Dir aktuell so knapp unter 70 anfängt. Und das ist das, was Du aufm Bock absolut ausschließen willst. Denn auch wenn Dich an nem Unfall mit som leicht miesen Gefühl keine Schuld treffen würde, weil die übrigen Beteiligten das schon passend erledigt hätten, würdest Du für den Rest Deiner Tage in trüben Zeiten immer wieder denken, dass Du dem großen Krach ohne dieses doofe Gefühl und die damit verbundenen leicht behinderten Reflexe schon spätestens 300m vorher souverän aus dem Weg gefahren wärst. Die andern hätten sich alleine krachen können.
Also wär für mich an Deiner Stelle für’s erste 90-100 die Untergrenze mit Luft für gelegentliche Ausflüge bis an 70. Jetzt fehlt noch eine für Dich machbare Obergrenze.
Und was jagt jetzt aus welchem Nichts nach 3-5 Stunden nach oben? Wie hoch ist da oben? Und was hast Du in diesen 3-5 Stunden gemacht?
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
am 03.05.2019 13:59:38 | IP (Hash): 131881676
Erst mal sorry^^...Hallo Jürgen
Mein Hba1 lag bei 11,9 und Tagesschnitt bei 350/400 bis ? (laut Ärztin)
Ich sehe es genauso wie du, auf keinen Fall werde ich auch nur 1 Tonne auf der Str. bewegen solange ich keine 99% Sicherheit zur Diabetes inne habe. Es geht hierbei nicht um das anhalten, Warnblinker einschalten oder mal eben einen Traubenzucker einwerfen. Wenn ich eines bislang über den Hoch und runter Wert gelernt habe, dann iss es nicht das unwohl sein oder zittern was einem Sorgen macht , sondern die Konzentration die fehlt ! Ob ich nun einen 40 Tonner oder einen Fiat 500 fahre, schon 60 Kmh sind wenn es um Konzentration und Reaktion geht, Lichtgeschwindigkeit.
Ich wiege mein Essen ab, berechne die BE und spritze laut Plan (15 Minuten vor dem Essen je nach Wert).
Dann esse ich und messe 2 Std. später einen traumhaften Wert der so bei 130 bis 145 liegt..manchmal auch weniger. Ab der 3-4 ab und an auch später Std. steigt er meist bis in die 240 bis 250.
Ich führe Buch und stelle fest dass es nicht am Essen liegt, denn die gleiche Mahlzeit einige Tage später zeigt ein völlig anderen Verlauf. Dieses "hoch" gehen ist nicht jeden Tag.
In diesen 3-5 Std. habe ich nix gemacht. Ich wollte laufen gehen, hat mir jedoch meine Ärztin während der Einstellung nicht erlaubt. Sie nennt es Ruhe-Einstellung. -
am 03.05.2019 17:47:33 | IP (Hash): 1473148504
SUPER! Dann hast Du schon ne Menge erreicht, gratuliere :)
Der "Rest" ist formale Fleißarbeit. Wenn Du so anderthalb Stunden nach dem Essen anfängst, in 20-Minuten-Schritten zu testen, siehst Du etwas genauer, wann Dein BZ vom Sinken wieder zum Steigen umdreht.
Wenn an diesem Umkehrpunkt so etwa der Wert von vor dem Essen erreicht wird, hat die Spritzmenge zum Essen gepasst. Wenn höher, muss die Spritzmenge in kleinen Schritten größer, bis sie passt. Klar, umgedreht, wenn der Wert niedriger als vor dem Essen.
Mit der Zeit brauchst Du keine längeren Messreihen mehr, sondern weißt, wann Du Deinen Talwert höchstwahrscheinlich triffst, und kannst damit zuverlässig sehen, wie gut die Dosierung vor dem Essen gepasst hat.
Mit dem Wiederanstieg nach dem Absinken nach dem Essen sagt Dir Dein BZ, dass da zu der Zeit dann Basal fehlt. Klar lässt sich auch das vorsichtig mit mehr davon passend ausgleichen. ABER bitte nicht alles auf einmal, sondern schön nacheinander. Denn Insulin ist Insulin, und wenn Du mehr vom Basal nimmst, wirkt das natürlich auch während des Essens und da zusammen mit dem Insulin, was Du dafür spritzt. - Daumendrück :)
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 03.05.2019 18:25:50 | IP (Hash): 1352790943
Hallo Nibius,
denke, daß deine Einstellungsphase durch die Ärztin nicht gut verläuft.
1) 'Ruheeinstellung'.
Ich selber wurde auf Arbeitstage eingestellt mit anderen Herausforderungen und brauchte da weniger Insulin als an Ruhetagen (Wochenende, Urlaub). Hatte also zwei unterschiedliche IE/BE-Faktoren über den Tag, hieß aber auch an freien Tagen um 6 Uhr Wecker stellen, messen, ggfs. Gupf wegspritzen.
Kann also sein, selbst wenn du die Ruheeinstellung hinbekommst, daß das im Arbeitsalltag anders verläuft.
2) 'Spritzplan, Spritzessabstand, nach 2 h Kontrollmessung'
Einzelheiten lassen sich kaum per 'Plan' händeln, da gibt es viel zu viele persönliche Einflussgrößen per Stresshormone u.a.. Und auch der persönlich zu ermittelnde Korrekturfaktor des Mahlzeiteninsulins wird da mit eingerührt.
2 h nach Insulinspritze zu messen ist viel zu früh. Die Wirkdauer liegt bei bis zu 5 h und nach 3 h messe ich und korrigiere ggfs. (dürfte das lt. Arzt erst nach 4 h).
M.E. passt diese Wirkung auch gut zu normalen Mahlzeiten, da die Kohlenhydrate per Verdauung auch Zeit brauchen, um von Stärke (Mehrfachzucker) sich im messbaren Einfachzucker zu zeigen.
Lt. Tabelle im Schulungsbuch (Link schon geschickt): Einen Spritzessabstand von 15 min muss ich erst ab einen BZ-Wert ab 250 mg/dl berücksichtigen, ansonsten schätze ich die Mahlzeit per Verdaulichkeit ein - z.B. mit viel Fett/Eiweiß erst nach der Mahlzeit spritzen.
https://www.diabetesde.org/ueber_diabetes/therapie_bei_diabetes/alles_ueber_insulin/verschiedene_insuline
~
99 % Sicherheit !?!
Habe ich bis heute nach vielen Jahren nicht erreicht, trotz aller Genauigkeit per Wiegewaage und Rechnerei.
Auf jeden Fall habe ich mir angewöhnt, vor Unternehmungen (egal welche, ob zu Fuß oder Auto - wirklich Klein-PKW ;-)) nochmal den BZ zu messen und Traubenzucker immer greifbar dabei zu haben.
Die Symptome Richtung UZ sind diffus, aber bei mir am zuverlässigsten per Augen zu erkennen, wenn Tageslicht auf einmal blendet, weit vor irgendwelcher anderen Schwäche.
Gruß Elfe
@Jürgen: Bin nach-wie-vor mit deiner Methode nicht einverstanden. Du berücksichtigt nicht die wichtigen Parameter der Wirkungskurven von Insulin und Nahrungsaufnahme.
Könnte dir das Leben echt einfacher machen, anstatt dem BZ hinterher essen zu müssen.
Zumal das für Viele echt nicht Alltagstauglich ist.
Bearbeitet von User am 03.05.2019 18:33:32. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 03.05.2019 21:01:59 | IP (Hash): 799796086
Hallo Nibius,
ich tippe wie Jürgen darauf, dass dein Basalinsulin erhöht und natürlich dann der Bolus etwas reduziert weden muss. Das ist ein Problem, dass du zusammen mit deiner Ärztin ganz besttimmt in den Griff bekommen wirst. So etwas geht nur nicht von heut auf morgen.
Wenn deine Ärztin beim nächsten Termin die Insulindosen verändert, dann frage ihr Löcher in den Bauch, wie und warum sie was ändert. Dabei kannst du bestimmt viel lernen und kommst deinem Ziel, die Insulinmengen zukünftig bei Veränderungen selbst anpassen zu können, ein Stück näher.
Dass deine Ärztin zuerst die passenden Einstellung zunächst ohne große sportliche Aktivitäten finden will, ist voll in Ordnung. Sport und kräftige Bewegung wird dann ein weiteres Problem, das du erst im zweiten Schritt angehen kannst, wenn die Grundeinstellung einigermaßen stimmt.
Viel Erfolg, Rainer -
am 03.05.2019 21:13:44 | IP (Hash): 1473148504
@elfe
Dem BZ hinterher essen hab ich in der Tat öfter ausgiebig gemacht:
Also das Insulin für die Hausnummer 2 Scheiben Frühstücksbrot vor mir auf dem Teller mit Butter und Schinken gespritzt und dann davor gesessen und in 10-Minuten-Schritten den BZ gemessen. War mit Altinsulin, bsp Actrapid, besonders langweilig, denn da hat mein BZ von nüchtern Hausnummer 100 erst nach etwa 100 Minuten zu sinken begonnen und war nach 2 Stunden zwischen 90 und 80. Da hab ich dann zu essen begonnen.
Mit schnellem Analog wie Humalog, Apidra, Novorapid geht mein Frühstücksbeispiel schneller. Da beginnt BEI MIR das Sinken von 100 schon nach etwa 40 Minuten. Nach etwa 50 Minuten sind 90-80 erreicht, also meine Höhe zum Essen.
Mit dem selben Hinterheressen hab ich herausgefunden, dass die Zeit vom Spritzen bis zur ersten messbaren Wirkung zu allen weiteren Mahlzeiten BEI MIR mit schnellem Analog 15-20 Minuten dauert.
Natürlich mache ich das heute längst nicht mehr bei jedem Frühstück und jedem Essen so. Aber ich richte mich seit Jahren mit gutem Erfolg eben nicht nach allgemeinen Annahmen, sondern nach diesen z.T. weit davon abweichenden persönlichen Erkenntnissen. Wenn ich dann meistens am frühen Nachmittag das erste Mal am Tag stichprobenartig einmal schaue, wie mein BZ in dem Rahmen liegt, den ich dann jeweils aktuell erwarte, würdest Du das wirklich allen Ernstes als dem BZ hinterheressen bezeichnen wollen?
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 03.05.2019 21:21:14. Grund: Ergänzung -
Elfe
Rang: Gastam 04.05.2019 18:50:22 | IP (Hash): 1352790943
@Rainer
Mitnichten hat Jürgen sich auf Basalinsulin reduziert, sondern sich auf Mahlzeiteninsulin bezogen, was du selbst nicht anwendest !
Hallo Jürgen,
nein, 'Hinterheressen' natürlich nicht in deinem aktuellen Beitrag.
Aber du hast über Jahre so viele Beiträge geschrieben - mit ganz unterschiedlichen Thesen, daß mir jedenfalls der Kopf schwirrt.
Ja, du hast vieles ausprobiert - abnehmen, LCHF u.a.m. - Libre genutzt und nun wieder abgesetzt … .
Ich schaue nicht so sehr wie du, wann der Blutzucker sinkt in Minuten.
Sondern wie passt verdauungstechnisch die Mahlzeit mit dem Mahlzeiteninsulin in Wirkung zusammen.
Bin sofort auf schnelles Analoga Novorapid eingestellt worden mit entsprechenden Spritzzeitpunkten.
Im Normalfall vor der Mahlzeit, bei mehr verlangsamenden Bestandteilen per Fett + Eiweiß nach der Mahlzeit.
Teilen oder ggfs. FPEs berücksichtigen zu müssen, ist mir allerdings wirklich zu lästig, deshalb nicht allzu schwer verdauliche Mahlzeiten.
Kann mir gut vorstellen, daß die Umstellung von besonders langsam wirkenden KHs (als 2er) mit Verwendung von Mahlzeiteninsulin durchaus ein Umdenken erfordert.
Dieses Insulin hat eine begrenzte Wirkung bis zu 5 h, da sind je nach dem die KHs per Blutzucker noch gar nicht messbar (Pizza braucht bis zu 7 h (Beispiel aus der Schulung), Fleisch macht mir auch besondere Probleme (deshalb reduziert)).
Nach 3-4 h ab Spritze kontrolliere ich den BZ und reagiere entsprechend.
Keine Ahnung, was du mit allgemeinen Annahmen meinst - was du ja gerne in deinen Texten als 'fach-offiziell' bezeichnest und schimpfst.
Mit Nutzung von Insulinen gilt es, diese dosieren zu können, was mit dem Arzt besprochen wird - alle 3 Monate, 4 x im Jahr.
Manches per Internetrecherche ist da obsolet.
Ergänzend dazu ist natürlich auch das Basalinsulin zu sehen.
Das soll nur den Grundstoffwechsel abfangen, keine Essens-KHs.
Um das selber austesten zu können, gibt es den Basalratentest mit Handlungsanweisungen für sich persönlich. Nix Frühstück o.a. Mahlzeiten - nur Basal spritzen und gucken.
Habe gerade mein Abend-Basalinsulin (Levemir) von 3,5 auf 3 gesenkt.
Nur eine halbe Einheit (Witz für so manchen hier), macht dennoch sehr viel aus für mich im Tagesverlauf.
Schon morgens Unterzucker, den man als BZ-Wert so oder so mit sich rumschleppt, trotz vermeintlich guter Mahlzeiteninsulin-Anpassung (lt. Arzt).
Mit dem Rat, eine Einheit bei nachfolgender Mahlzeit nicht zu berechnen - als 'Anheben' zu sehen, tue ich mich schwer.
Als Gemeinsamkeit haben wir wohl alle eher Angst vor hohem BZ.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 04.05.2019 18:54:57. Grund: Korrektur Schreibfehler -
am 04.05.2019 21:24:11 | IP (Hash): 1865568642
Elfe schrieb:
Keine Ahnung, was du mit allgemeinen Annahmen meinst - was du ja gerne in deinen Texten als 'fach-offiziell' bezeichnest und schimpfst.
Mit Nutzung von Insulinen gilt es, diese dosieren zu können, was mit dem Arzt besprochen wird - alle 3 Monate, 4 x im Jahr.
Gruß Elfe
Vor höherem als dem BZ, den ich als höchstes haben will, muss ich keine Angst haben. Dafür brauche ich meinen BZ mit meinem Spriz- und Ess- und Bewegungsverhalten nur so zu steuern, dass er die Obergrenze nicht überschreitet, die ich nicht überschritten haben will.
Wenn ich in meinem Frühstücksbeispiel mit dem Analog als Bolus sofort nach dem Spritzen esse, beginnt die Insulinwirkung tatsächlich erst dann, wenn mein BZ mit Start bei 100 schon bei 200 und damit weit auf dem Weg nach 300mg/dl ist.
Mit den 40-50 Min Spritz-Ess-Abstand reicht die Spitze dagegen nur bis um 200, und wenn ich die 2 Scheiben auf 2mal mit ner Stunde dazwischen aufteile, bleibt die Spitze sogar in MEINEM persönlichen 24/7 Zielbereich unter der Nierenschwelle.
Und was das passt, ändert sich nicht in Quartalsschritten, sondern manchmal von einem Tag auf den anderen.
Als mein Dok mich kurz vor Weihnachten am 3. Tag mit meiner Gürtelrose im Gesicht besuchte, war seine erste Frage: Und was macht der Blutzucker? Ist abgegangen wie ne Rakete, oder?
War da ein bisschen schwer von Begriff und hab etwas sparsam geguckt: Neenee Herr Doktor, der BZ ist weitgehend normal, aber gestern hab ich dafür zweieinhalb mal so viele Einheiten wie normal gebraucht. Das hatte ich bei meiner Krankmeldung in der Praxis angegeben und gedacht, dass seine Damen ihn wohl gebrieft hätten.
Anyway, mit dem normalen Einstellungsverhalten, das ich gerne bemeckere, wie Du so schön bemerkst, wäre er in der Tat wie ne Rakete abgegangen, ganz wie der Dok erwartet hatte.
Und genauso würde mit dem normalen und noch so gewissenhaften Einstellungsverhalten mein BZ häufig U-Boot gespielt haben, wenn sich der Insulinbedarf plötzlich deutlich verringert.
Deswegen halte ich die ärztliche Einstellung zwar für gut für alle, die nicht mehr wollen, aber wer deutlich mehr braucht, wie der Bundespolizist, von dem ich geschrieben hab, und wie der Brummipilot hier, der muss UND KANN SICH DIESES MEHR SELBST MACHEN! Und das geht nun mal ausschließlich mit dem systematischen Beobachten und Austesten, wie sich der jeweils eigene BZ unter welchen Umständen verhält. Nicht nur von Mahlzeit zu Mahlzeit und Snack zu Snack, sondern auch dazwischen!
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 06.05.2019 19:47:32 | IP (Hash): 1352790943
Hallo Jürgen,
klaro müssen wir selber irgendwie systematisch das Blutzuckerverhalten nebst Mahlzeit und Insulineinheiten dokumentieren - zum selbst einschätzen und eben auch dem Diabetes-Arzt Daten an die Hand zu geben zur Beratung.
Meine Denke ist, daß die Mahlzeit per Verdauung und KHs letztendlich und das verabreichte Insulin sich in Wirkung irgendwie treffen müssen.
Die Wirkungskurve des Insulins können wir im Beipackzettel lesen bzw. zusätzlich im Internet recherchieren.
Die Verdauung ist jedoch per Veranlagung sehr unterschiedlich - hatte bei Essen im Steakhouse mal ein sehr unschönes Erlebnis: Steak + Pommes, Pommes entsprechend nach dem Essen gespritzt, gerade noch ins Hotel geschafft, Schwitzattacke und Schwäche. Mit Traubenzucker gegen UZ halbe Nacht reagiert um morgens dann über 300 mg/dl korrigieren zu müssen °~°
Seit dem sehe ich eher zu, daß Mahlzeit nicht so schwer verdaulich ist und KHs zur Insulinmenge passt.
Frühstück ist bei mir werktags ein Müsli auf Haferflockenbasis (1,3 KE).
Ansonsten sind bei mir zwei Scheiben Graubrot am Abend eher die Ausnahme - 1,5 reichen auch mit entsprechendem Belag und Rohkost/Obst. Abendlicher Appetit auf Schokolade oder Chips lassen sich mit 2 KE x Faktor mit Mahlzeiteninsulin auch gut händeln.
Habe heute übrigens auch die Tagesbasal-Gabe reduziert im eine Einheit.
Hängt irgendwie mit dem hormonellen Geschehen im Organismus zusammen, denke ich.
Brauche im Sommer weniger Basal als im Winter* - Bolus eher Mahlzeiten-abhängig.
~
Hast du die Gürtelrose gut überstanden ?
Hatte letzten Sommer auch eine (die zweite) - tut so weh !
Behandlung lag auf Tabletten innerlich, Salbe äußerlich und Schmerzbehandlung, Narben sind heute noch zu sehen, ein Dermatologe hat sich darum gekümmert.
BZ-Erhöhung hatte ich da auch nicht feststellen können, hat meinen Diabetologen auch nicht weiter interessiert.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 07.05.2019 16:24:29. Grund: *Korrektur Schreibfehler -
am 08.05.2019 09:15:17 | IP (Hash): 740101739
Elfe schrieb:
Die Wirkungskurve des Insulins können wir im Beipackzettel lesen bzw. zusätzlich im Internet recherchieren.
Aber da steht offiziell nirgendwo was von 40-50 Minuten SEA wie bei mir zum Frühstück, und ich weiß von anderen, bei denen das mirgens noch länger dauert. Oder dass bei machen der BE-Faktor mit der Dosis zunimmt und bei anderen abnimmt.
WICHTIG: Vor dem Frühstück! Also noch kein Einfluss von irgendwelchen schnelleren oder langsameren Verdauungsprozessen!
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Elfe
Rang: Gastam 09.05.2019 18:33:59 | IP (Hash): 2137331243
hjt_Jürgen schrieb:
Elfe schrieb:
Die Wirkungskurve des Insulins können wir im Beipackzettel lesen bzw. zusätzlich im Internet recherchieren.
Aber da steht offiziell nirgendwo was von 40-50 Minuten SEA wie bei mir zum Frühstück, und ich weiß von anderen, bei denen das mirgens noch länger dauert. Oder dass bei machen der BE-Faktor mit der Dosis zunimmt und bei anderen abnimmt.
WICHTIG: Vor dem Frühstück! Also noch kein Einfluss von irgendwelchen schnelleren oder langsameren Verdauungsprozessen!
Stimmt schon. Kenne den Begriff Spritz-Ess-Abstand eher durch euch hier im Forum und nicht durch die Schulung.
Aber so rückwirkend nachgedacht fällt mir doch noch eine Erinnerung ein - visavis - mit einem seit Jugend-1er Schulungsteilnehmer (als LADA-Frischling), den ich damals im Supermarkt zufällig getroffen habe - wie geht's usw. im Gespräch.
Er hatte mir erzählt, daß er erst Novorapid spritzt und dann noch jede Menge Zeit hat zum Einkaufen.
:-o da wäre ich schon längst umgekippt - muss nach Spritze sofort i.d.R. sofort etwas essen.
Unterschied zwischen uns: Menge des Bauchfettes.
Bei ihm schon recht gut an Wölbung zu sehen, im Gegensatz zu mir untergewichtig.
Das Insulin muss ja nun mal erst über das Unterhautfettgewebe in den Kreislauf gelangen.
Der BE-Faktor nimmt per Dosis nicht ab oder zu !
Nennt man nicht umsonst 'Faktor', um BEs entsprechend multiplizieren zu können.
Der Faktor über 24 h ändert sich aber per Biorhythmus und ist nicht fix.
Hängt auch von der Mahlzeit in Zusammensetzung ab bzgl. Verdaulichkeit, daß sich Zucker und Insulin auch wirklich treffen.
Um das noch mal deutlich zu betonen: Dosierung des Insulins ist die Herausforderung.
Meinen 2er Mitmenschen sind solche Feinheiten jedenfalls nicht bekannt per Spritzplan. -
am 09.05.2019 19:32:18 | IP (Hash): 1053701372
Elfe schrieb:
Der BE-Faktor nimmt per Dosis nicht ab oder zu !
Nennt man nicht umsonst 'Faktor', um BEs entsprechend multiplizieren zu können.
Der Faktor über 24 h ändert sich aber per Biorhythmus und ist nicht fix.
Der Faktor ist nix Mathematik, sondern eine gedankliche Hilfskonstruktion, die meistens zur alltäglichen Behandlung passt - wie auch das Messen vor dem Essen, nicht weil es da so zielführend für die Dosierung wäre, sondern weil es als Routine eben zusammen mit dem Spritzen vor dem Essen mit Abstand am häufigsten befolgt wird.
Wer wie der Brummipilot seinen BZ zuverlässig enger steuern will, tut gut daran, den tatsächlichen Verlauf dieses seines BZ zu erkunden und sich danach zu richten.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 09.05.2019 19:53:28 | IP (Hash): 2137331243
Du bist so stur und eingefahren in deiner Denke, nebst Vorurteilen, mit simplen eher technischen Vorgaben, die du per biochemischer Vorgänge so gar nicht erfassen kannst.
Bearbeitet von User am 09.05.2019 19:58:09. Grund: + -
am 09.05.2019 20:17:44 | IP (Hash): 1398187179
Die 6 BE Regel:
Ich kenne sie so, dass man ab der sechsten BE den Faktor reduzieren soll. Ist mir auch schon in einem MDK-Beurteilungsbogen für Pumpe/CGMS begegnet.
Dr. Teupe rät, bei hohem glykämischen Index und mehr als 3BE den Faktor zu erhöhen.
Persönlich nutze ich weder das eine noch das andere: Selten über 6 BE und hohen Glykämischer Index (z.B: Gummibärchen) decke ich mit DEA/SEA und Splitten ab. -
am 09.05.2019 20:40:38 | IP (Hash): 1053701372
Elfe schrieb:
Du bist so stur und eingefahren in deiner Denke
Bekenne mich schuldig, Euer Ehren. Aber aus vielen tausend Erfahrungen von vielen hundert Mitschreibern in vielen Foren, und nicht zuletzt aus vielen Fachaufsätzen und -büchern, in denen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Compliance diskutiert werden.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;) -
Elfe
Rang: Gastam 09.05.2019 23:20:36 | IP (Hash): 2137331243
Eventuell ist (d)ein Problem, in den tausenden Einzelmeinungen die Spreu vom Weizen trennen zu können.
Bearbeitet von User am 09.05.2019 23:23:48. Grund: - -
am 10.05.2019 12:25:40 | IP (Hash): 247134489
DAS ist die Herausforderung: Als Neuling meint man, dass es beim Diabetes, seiner Diagnose und seiner Behandlung Gesetzmäßigkeiten geben müsse, feste Größen, an denen sich die Ärzte und mit deren Anleitung auch wir Betroffene uns orientieren können.
Mit zunehmender Erfahrung offenbart sich dann, dass alle scheinbar festen Größen im Zusammenhang mit Diabetes willkürlich gesetzt sind. Und zwar willkürlich auf der Grundlage mehr oder erstaunlich weniger genauer Beobachtungen der Erfahrungen zahlenmäßig erstaunlich kleiner Gruppen von Betroffenen nach der jeweils vorherrschenden Statistik.
Und mit wieder noch mehr Erfahrung, dass Gruppenerfahrungen einander sogar widersprechen und dabei gleichzeitig für die jeweils Betroffenen nachmesslich zutreffen können. Also z.B. dass der BE-Faktor für die einen mit der Zunahme der BEs zunimmt und für die anderen abnimmt und sich für wieder andere überhaupt nicht verändert.
Der Neuling, der die tatsächlich z.T. gewaltigen Verschiedenheiten als Möglichkeiten unter nominell gleich Betroffenen auf dem Schirm hat, kann völlig unvoreingenommen an die systematische Beobachtung seines alltäglichen BZ-Verlaufs gehen und auf der Grundlage nach und nach daran, ihn immer zuverlässiger in dem Rahmen zu halten, den er anstrebt.
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Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
Bearbeitet von User am 10.05.2019 22:31:39. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 13.05.2019 10:43:02 | IP (Hash): 131881676
Hallo, erst einmal vielen Dank für die zahlreichen Wortmeldungen.
Ich halte es wie am Buffet, schauen und mir aus jeder Ecke etwas (nützliches/hilfreiches) auf den Teller packen :-)..und da muss ich sagen, seid Ihr um Längen besser wie meine Ärztin !
Was ist in den letzten Tagen passiert ?
Vergangene Woche habe ich wie angekündigt, meiner Ärztin Löcher in den Bauch gefragt... zu meiner Freude habe ich sogar einen Großteil davon verstanden^^
Sie hat mir (wie auch ihr) erklärt, das mein Körper, Mahlzeiten und Einflüsse so manchen Wert verändern und vor allem beeinflussen. Insbesondere der Aspekt Fette hat mich sehr überrascht.
Was mich fassungslos gemacht hat, war ihre Freude über meinen "möglichen" Hb1 Wert der laut Libre bei etwa 7,5 liegt. Ich dachte der ist zu hoch. Nun gut, sie meinte, ich müsse jetzt das Basal in Einklang bringen und ordnete an, meine Abend Dosis von 14 IE auf 16 zu erhöhen. Über den Basal Test (nix essen) soll ich schauen, ob sich der Wert hält, ansonsten auf bis zu 18 IE erhöhen.
Das mach ich nun seit Dienstag letzter Woche und habe schon am Folgetag festgestellt, das der Tagesverlauf nicht mehr ein sorgenvolles hoch und runter auf dem Libre anzeigt.
Für mich stellt sich nun die Frage, ob ich mit 16 IE/24Std. eine "gesunde" Dosis rein haue und ob ich dieser Andordung meiner Ärztin vertrauen kann ?
Als "Frischling" in diesem Forum bitte ich um Nachsicht, wenn ich ab und an mit Fragen komme, über die ihr sicherlich nur den Kopf schütteln werdet^^
Zum Job/LKW fahren..
ich hoffe es aktuell über zu bewerten, bin jedoch der Meinung richtig zu liegen, in dem ich sage, ein
Typ 1 ,also ich, hat auf der Straße mit einem 40 Tonner nix zu suchen. Unterzucker bemerke ich erst ab 69/65 mg/dl (Libre) und essen dauert gefühlt Stunden bis sich der Wert wieder fängt. Der Zeitaufwand, der für Kontrolle und Regulierung dafür nötig ist, wäre im "normalen" Ablauf eines LKW Fahrers nicht zu händeln. Ganz zu schweigen von den unregelmäßigen Uhrzeiten, an denen schlafen und Arbeitsbeginn wechseln.
Meine Ärztin meinte, das die Injektion vom Basal in den Oberschenkel (dünn kaum Fett) bei Männern typisch wäre. Das dieses mit unter unangenehm bis schmerzhaften Nebenwirkungen normal wäre.
Stimmt das ?
Sie meinte ich könne es auch in Richtung Po oder Bauch verabreichen...? -
am 13.05.2019 12:14:51 | IP (Hash): 991063678
Das klingt gut. :=)
Du kannst deiner Ärztin vertrauen und die Basaldosis auf 18IE erhöhen falls die 16IE noch nicht für einen stabilen BZ ohne Essen ausreichen.
Die Spritzstelle für das Basalinsulin kannst du dir nach deinen Vorlieben aussuchen. Bei mir kommt nur der Bauch in Frage.
Alles Gute, Rainer -
Elfe
Rang: Gastam 13.05.2019 19:59:13 | IP (Hash): 1631674831
Hallo Nibius,
was deine Ärztin sagt, ist schon stimmig.
Wie schon geschrieben, verlangsamen Fette + auch Eiweiß + unverdauliche Ballaststoffe den Übergang von Zucker/Stärke-haltigem ins Blut.
Bzgl. Fett ist so ein altes Vorurteil aus früheren Jahrzehnten.
In meiner 1er-Grundschulung hatte ich echt gestaunt: Wenn Süß, dann eher Buttercremetorte.
Mein 2er-Tantchen hatte damals nur so ein Obst-Bisquit-Törtchen 'genehmigt' bekommen, wäre aus heutiger Sicht vollkommen daneben.
Einen Langzeitwert per HbA1c lässt sich nur über Blutprobe bestimmen, wie sich das wirklich im Organismus auswirkt.
Was so ein BZ-Messgerät anzeigt ist nur ein Rechenwert - gemessene BZ-Werte geteilt durch Anzahl.
Unter 6,5 zu bleiben wäre gut - das ist der Diagnosewert.
Basalinsulin soll wirklich nur den Grundstoffwechsel abfangen.
Deshalb das Auslassen von mindestens einer Mahlzeit, um KH + Bolus-Insulin ausschließen zu können.
Dabei wird zwischen Überprüfung morgens/kein Frühstück, tagsüber/kein Mittagessen, nachts/kein Abendessen unterschieden. Nicht alles auf einmal, sondern Dritteln.
Einen 24 h gleichmäßigen Grundstoffwechsel halte ich persönlich für unwahrscheinlich und habe eben keins der neueren Basalinsuline, sondern Levemir, was 2 x pro Tag gespritzt werden muss - so ca. 2 zu 1 per Einheiten morgens und abends.
Immerhin trägst du das Libre, was dir recht schnell die Tendenz anzeigt ohne Fingerpieksen.
65 mg/dl sind so knapp vor Unterzucker, da könntest du schon mal eine BE zuckerhaltiges einwerfen.
Daß du gefühlte Stunden brauchst, um dich körperlich besser zu fühlen, kann daran liegen, daß deine BZ-Werte zu hoch liegen und du daran gewöhnt bist (den Unterschied nehmen wir körperlich wahr) oder deine KHs zur Anhebung nicht schnell genug wirken (dann wirklich Traubenzucker oder flüssig, was wir sonst nicht sollen).
Basal in den Oberschenkel zu spritzen macht schon Sinn, da mit ICT die Bauchregion per Mahlzeiteninsulin schon ausgiebig genutzt wird.
Kurze Pen-Kanülen ab 4 mm könntest du mal versuchen, ohne auf Muskel zu treffen für schlanken Oberschenkel.
Gruß Elfe