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Intervallfasten
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am 30.01.2024 00:47:01 | IP (Hash): 1904521947
@Zuckerle:
Du solltest dich vielleicht mal über die Methode Intervallfasten informieren, bevor du dich dazu äußerst.
Intervallfasten sollte tatsächlich - und das sagen viele kompetente Fachleute - im besten Fall eine lebenslange Ernährungsumstellung sein. Nur hält das nicht jeder durch.
Natürlich kann man dadurch den Körper heilen. "Deine Nahrung soll deine Medizin sein". Eben weil man mit zwei Mahlzeiten pro Tag auf bestimmte Zeiten begrenzt (damit meine ich tägliche Essenszeiten) nicht mehr wahllos irgendwelches Essen (wenn man das so nennen kann) in sich hineinfuttert, sondern sicher an guter und reichhaltiger Nahrung interessiert ist.
Mich erinnert das an die Situationen bei Verwandten, wo der Tisch am Sonntag sich biegt vor Fleisch, verschiedene Sorten, möglichst viel und das bitte möglichst billig... nein, danke!
Ich würde die Bezeichnung Intervallfasten lieber gegen "gesunde, körpergerechte und sinnvolle Ernährungsform" tauschen. Oder findest du es normal, wenn jemand, der 8 Stunden im Büro hockt, 3x täglich isst?! Diese Form taugt für Handwerker, Landwirte etc., die den ganzen Tag körperliche Arbeit leisten. Es muss dem Lebensstil angepasst sein.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 30.01.2024 09:25:38 | IP (Hash): 1446167479
Ja, das ist es eben: Die meisten Leute sind einfach uninformiert. Sie hören „Fasten“, verwechseln das mit „Hungern“ und kriegen wahrscheinlich allein bei der Vorstellung, auf Essen verzichten zu müssen, einen Fressanfall. 😀
Aber genauso wenig, wie Fasten etwas mit Hungern zu tun hat, hat Intervallfasten etwas mit Verzichten zu tun. Man kann alles essen, was man möchte. Wenn das natürlich Tüten voller Süßigkeiten und Chips sind oder nur immer Fertiggerichte oder Pizzadienst, statt selbst zu kochen, dann ist es wahrscheinlich ein Verzicht, wenn man sich dieses Gift nicht mehr zuführt.
Wenn man aber einigermaßen vernünftig isst, gibt es keinen Verzicht. Man beschränkt nur seine Essenszeiten und muss keine Kalorien zählen. Ich schreibe zwar meistens alles auf, was ich esse, aber das ist zu meinem eigenen Vergnügen. Ich könnte das auch lassen. Man isst, wenn man Hunger hat, und hört auf zu essen, wenn man satt ist. Das reicht völlig aus.
Mit Diabetes ist es etwas anders, weil man da eher in Richtung weniger Kohlenhydrate gehen sollte, aber das hat mit dem Diabetes zu tun, nicht mit dem „time-restricted eating“.
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am 30.01.2024 09:43:58 | IP (Hash): 190148729
Kelly nochmal: Warum sitze ich deiner Meinung nach im Glashaus? -
am 30.01.2024 11:03:51 | IP (Hash): 1538924060
Kelly schrieb:
Wenn man aber einigermaßen vernünftig isst, gibt es keinen Verzicht. Man beschränkt nur seine Essenszeiten und muss keine Kalorien zählen. Ich schreibe zwar meistens alles auf, was ich esse, aber das ist zu meinem eigenen Vergnügen. Ich könnte das auch lassen. Man isst, wenn man Hunger hat, und hört auf zu essen, wenn man satt ist. Das reicht völlig aus.
Time-restricted-eating kann nach meinem Verständnis durchaus gleich viel oder sogar mehr Essen bedeuten, als mit den üblichen 3 Mahlzeiten pro Tag.
Fasten bedeutet nach meinem Verständnis dagegen immer weniger bis nichts essen. Intervallfasten verstehe ich entsprechend als das Weglassen der Mahlzeit(en) im jeweiligen Fasten-Intervall und damit auch den Wegfall des entsprechenden Anteils am gesamten Kalorien-Budget.
Wo du nach deiner Schilderung noch immer abnimmst, schaffst du wohl auf für dich auskömmliche Art ein erhebliches Kalorien-Defizit. Und mit dem Abnehmen wirst du auch sicher den Teil vom höher als gesunden BZ los, der bei dir an den zuvielen Kilos hängt.
Ob du auf diese Weise auch deine persönlichen Einschaltgrenzen in Leber und Betazellen unterschreiten und deine T2D ausschalten kannst, bleibt abzuwarten.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :) -
am 30.01.2024 13:03:32 | IP (Hash): 1446167479
Ja, das werde ich dann sehen. Das Abnehmen ist jetzt nur der erste Schritt, denn eigentlich muss niemand so erhebliches Übergewicht haben, wie ich es die größte Zeit meines Lebens hatte. Aber man wusste eben zu wenig darüber, wie das zustandekommt. Dass die Gene da mitspielen, ist zwar mittlerweile klar (hätte ich das nur früher gehabt, diese Möglichkeit, das zu testen), aber man kann auch nicht alles auf die Gene schieben.
Bei uns zu Hause wurde zwar immer frisch gekocht, aber sehr deftig, weil ich aus einer Bauernfamilie stamme, die aber nicht mehr auf einem Bauernhof lebte. Es wurde gekocht, als würden alle noch den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten, während mittlerweile alle Bürojobs hatten. Und schon sammelten sich die Kilos an. Auch ohne Snacks und Chips aus der Tüte oder Süßigkeiten.
Dass Intervallfasten mir so sehr liegt, konnte ich damals noch gar nicht wissen, weil das noch gar kein Thema war. Das ist erst in den letzten Jahren aufgekommen. Dennoch hatte ich auch vorher schon oft unbewusst Intervallfasten gemacht, da ich ja noch nie gefrühstückt habe und das Mittagessen fast immer meine erste Mahlzeit war.
Aber abgenommen habe ich dabei nicht, denn ich habe in der Essenszeit die falschen Sachen gegessen. Ich habe viel gearbeitet, habe selten bis nie gekocht, schnell mal abends eine Pizza gegessen und ein Glas Wein getrunken, mittags vielleicht nur einen Becher Hüttenkäse und eine Buttermilch. Das hat für mich gereicht, um NICHT abzunehmen. Oftmals habe ich auch sehr spät gegessen, weil ich erst sehr spät von der Arbeit nach Hause kam, 23 Uhr, 24 Uhr.
Jetzt, wo ich das Intervallfasten bewusst mache, ist das ganz anders. Erstens arbeite ich nicht mehr, weil ich in Rente bin, und bin deshalb nicht mehr an irgendwelche Bürozeiten gebunden. Zweitens koche ich mit Blick auf die Zutaten immer selbst, und drittens esse ich abends überhaupt nichts mehr. Da purzeln die Kilos ganz von selbst und ohne dass ich mich quälen muss, weil ich immer satt bin. Mal sehen, wie lange das so geht.
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am 30.01.2024 19:22:40 | IP (Hash): 1904521947
Das war bei mir ja ähnlich... .
Nicht gefrühstückt, höchstens mal am Wochenende, dann den ganzen Tag Kaffee mit viel Milch, und spät abends dann recht unkontrolliert gegessen. Das war auch eine Art Ersatz-Befriedigung nach dem Job.Ich habe schon gerne gekocht, auch für meinen Mann und meinen Sohn, aber eher auch deftig. Gewohnheit eben. Die letzten 15 Jahre.
Vorher immer schlank, kein Problem, das Gewicht zu halten, immer Top-Figur, viel Sport und Bewegung.
Mit Intervallfasten (wenn wir das so nennen...) habe ich erst kurz nach meiner DM-Diagnose begonnen, also etwa Mitte Oktober/Anfang November. Und es tut mir und meinem Körper unglaublich gut, feste Essenszeiten zu haben. Da kommt auch nicht vorher - kein Termin, keine Physio, kein Anruf, NICHTS. Das ist die Zeit, mein Essen gemütlich und mit Lust vorzubereiten, mich kurz darauf einzustimmen und dann schön serviert zu genießen.
LG
Nada
Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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am 30.01.2024 19:57:29 | IP (Hash): 880573512
Ich mache das Intervallfasten mind. 5x die Woche, das Frühstück fällt da aus.
Am Wochenende frühstücke ich wenn ich Lust dazu habe und im Urlaub ebenso.
Also, ich handhabe das frei und nicht stur nach irgendeinem Plan. Es ist auch keine Abnehmkur (ich will ja auch gar nicht weiter abnehmen), es ist nur einfach so, das man mit einer Mahlzeit weniger pro Tag seine Tageskalorien nur schwierig erreicht, das geht überhaupt nur mit 2 sehr grossen Portionen oder einigen Snacks zwischendurch. Also der Abnehmeffekt ist da eher ungewollt und passiert ganz automatisch.
Ich mache das in erster Linie weil ich mich wohlfühle mit diesem System, das ist überhaupt kein Leiden und Hungern, das ist eine reine Gewöhnungssache und ich glaube der BSD tut es auch mal gut wenn sie mal Ruhe hat und nicht schuften muss. Könnte sein das diese Essenspausen ein guter Baustein sind in der Diabetes-eigentherapie.
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 501 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 31.01.2024 10:10:48 | IP (Hash): 1781887398
Das ist ja das Schöne am Intervallfasten: dass es so flexibel ist. Man kann Fastenfenster und Essfenster hinschieben, wo man will. Wie es eben am besten für einen ist. Und man kann es auch handhaben, wie man will. Eher mit festen Essenszeiten oder eher mit flexiblen Essenszeiten, je nach Bedarf.
Ich habe keine festen Essenszeiten, sondern ich fange dann an zu essen, wenn ich Hunger bekomme. Und ab da geht dann das Essfenster los. Meistens ist das so um halb elf oder auch elf. Manchmal wird es auch halb zwölf oder zwölf. Spielt alles keine große Rolle. Ich richte mich da einfach nach meinem Körper.
Ebenso mit dem Aufhören. Ich höre irgendwann am Nachmittag auf, wenn ich satt bin. Kein Stress, kein Druck, nur ein lockeres Gerüst, damit man einen gewissen Anhaltspunkt hat.
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am 04.02.2024 08:42:06 | IP (Hash): 1897798185
Leia_Cake schrieb:
Die YouTube-Videos des mir bekannten Sten Ekberg sind aus meiner Sicht - ähnlich jenen von Eric Berg - nicht zu empfehlen. Fakten werden ausgelassen oder verdreht, unbegründete Äußerungen getätigt und auch insgesamt ist sein „Content“ eher „Mainstreamhalbwissen“, wie es auch diverse Fitnessmagazine weitergeben.
Von Verweisen auf Studien und kontextbezogene Empfehlungen haben die Herren auch noch nichts gehört. Ich halte von ihnen nicht und ihren Videos nicht viel und rate ab, ihnen allzu viel Bedeutung beizumessen 👎
Man darf nicht vergessen, dass sowohl Ekberg als auch Berg keine Ärzte sind. Sie sind beide Chiropraktiker. Dafür gibt es in englischsprachigen Ländern auch einen Doktor. Zudem sind Übertreibungen und Verallgemeinerungen, Pauschalisierungen jeder Art und das Weglassen von Fakten, die einem nicht passen, in Amerika etwas ganz Normales.
Deshalb vertraue ich da lieber auf Dr. Jason Fung, der ein studierter Arzt ist, Nierenspezialist und ebenfalls ein Anhänger von Low Carb und ganz besonders Intervallfasten oder "Time-restricted Eating".
"Type 2 Diabetes Remission - Top 5 Keys | Reverse Diabetes | Jason Fung"
(https://youtu.be/IlrTgea_vgs?si=Ad3uBrzCKFhx5V_N) -
am 04.02.2024 09:32:08 | IP (Hash): 1057708477
Kelly schrieb:
Deshalb vertraue ich da lieber auf Dr. Jason Fung, der ein studierter Arzt ist, Nierenspezialist und ebenfalls ein Anhänger von Low Carb und ganz besonders Intervallfasten oder "Time-restricted Eating".
Trotzdem redet er zum Teil sachlich völligen Quatsch,
1.) denn in unserem Organismus läuft kein Glukosespeicher über wie ein zu voller Kühlschrank. Wenn Menschen ohne Typ 2 viel mehr Glukose in sich reinstopfen, als sie verbrauchen, haben sie trotzdem einen gesunden Blutzucker, weil bei denen alle Glukose, die nicht gebraucht wird, in Fett umgewandelt und als Fett gespeichert wird. Die Regelung dafür funktioniert bei uns mit T2D so nicht. Und sie funktioniert auch dann nicht so, wenn wir ihn erfolgreich zurück gedreht haben.
2.) denn Protein ist nur so lange keine Glukose, wie der Organismus das direkt gebraucht, also z.B. in Muskeln, die direkt genutzt werden. Aus allem Protein, was nicht direkt gebraucht wird, werden keine Muskeln, sondern auch einfach nur Glukose und daraus bei gesunden Menschen Fett und bei uns mit T2D gern zum Teil auch zu hoher Blutzucker.
Mir ist klar, dass komplizierte Vorgänge vereinfacht dargestellt werden müssen, wenn man damit ein breiteres Publikum erreichen will. Aber die Vereinfachung hat für mich dort ihre Grenzen, wo statt des tatsächlichen Prozesses eine plausible Phantasie ausgegeben wird.
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.02.2024 10:00:26 | IP (Hash): 1897798185
Das Problem ist: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es KEINEN Überlauf gibt. Und er spricht nicht von Glucose, sondern von Insulin. Das ist ja nun ein großer Unterschied. Das Insulin ist der Übeltäter, nicht die Glucose.
Das erklärt er sehr ausführlich (und nicht vereinfacht, weil das ein medizinischer Kongress war) hier in diesem Vortrag:
"Reversing Type 2 Diabetes | Jason Fung": https://youtu.be/6KS7M0s2fJM?si=FO9b8-62jxT-JGoS
In dem Vortrag zitiert er auch die Ergebnisse von Taylor, und die unterstützen seine Hypothese voll und ganz. Der Twin Cycle ist für Fung genauso existent wie für Taylor.
Man muss sein Denken vom Zucker weg auf das Insulin lenken. Der Zucker ist nicht das Problem. Das Insulin ist das Problem. Je weniger Insulin, desto weniger Diabetes Typ 2. Natürlich nicht KEIN Insulin. Dann ist es Typ 1. Aber normal hohes Insulin ist gesundes Insulin. Und schon ist der Typ 2 verschwunden. Jedenfalls die Symptome. Den Schalter, der uns genetisch zu Diabetikern macht, können wir ja nicht beeinflussen.
Wenn man immer vom Zucker aus denkt und wie man ihn runterkriegen kann (indem man z.B. Insulin spritzt), geht das am Problem vorbei. Semaglutid beispielsweise ist da wesentlich besser. Aber das gibt es ja noch nicht lange.
Warum funktioniert Fasten bzw. Intervallfasten oder auch die sehr kalorienarme Taylor-Diät bei Typ2 so gut? Weil dadurch das Insulin runterkommt.
Bearbeitet von User am 04.02.2024 10:04:25. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 04.02.2024 16:21:41 | IP (Hash): 1057708477
Kelly schrieb:
Das Problem ist: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es KEINEN Überlauf gibt.
Wofür brauchst du einen wissenschaftlichen Beweis? Dass alle Glukose ausschließlich durch die Leber in den Kreislauf gelangt? Das ist völlig unstreitig. Überfließen kann also nur die Leber.
In der Leber wird - wieder völlig unstreitig - ein großer Teil der Glukose, egal ob neu gegessen oder via Glukoneogenese selbst gemacht, im eigenen Glykogenspeicher gespeichert. Und ein weiterer mehr oder weniger großer Teil wird - wieder völlig unstreitig - direkt in Triglyzeride=Fett umgebaut.
Und ein kleiner Teil wird in den Kreislauf entlassen, eben im Rahmen eines postprandialen kleinen BZ-Hügels.
Mit T2D wächst der Hügel zum Gebirge, weil nur mit T2D die Leber quasi überläuft.
Die meisten Übergewichtig haben und kriegen keinen T2D, denn deren Lebern haben keine T2D Fettschwelle, die sie überschreiten könnten. Deswegen geben diese Lebern nie zuviel oder gar zunehmend zuviel Glukose in den Kreislauf, sondern da wird alle Glukose, die nicht direkt im Glykogenspeicher zwischengelagert werden kann, sofort in Fett umgewandelt.
Du hast übrigens recht: Der Übeltäter ist nicht sosehr die Glukose, wie vielmehr das Insulin. Nur können wir das Insulin nicht messen und zuverlässig davon ausgehen, dass bei uns mit T2D praktisch immer mehr Insulin in Umlauf ist, als gesund beim gleichen BZ gebraucht wird. Und vor allem davon, dass jeder BZ-Anstieg eine deutlich höhere Insulin-Ausgabe bewirkt. Mit gesundem BZ machen wir uns das für uns mögliche Minimum an größerem Insulinumsatz.
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am 04.02.2024 17:10:47 | IP (Hash): 1897798185
Es gibt entweder "Lock and Key", das alte Modell, das davon ausgeht, dass die Zellen so eine Art Schloss haben, das vom Insulin aufgeschlossen werden muss. Nur dann kommt die Glukose in die Zellen und kann dort ihren Dienst tun. Also spritzt man Insulin, damit das geschehen kann, weil der Körper nicht mehr genug Insulin zur Verfügung stellt.
Oder es gibt das "Overflow"-Modell, wobei man davon ausgeht, dass es schon zu viel Insulin im Körper gibt und jedes weitere Zuführen von Insulin ungefähr so ist, als wollte man in einen schon vollen Zug noch mehr Leute reinstopfen. Irgendwann ist die Zelle/der Zug voll, und es geht einfach nichts mehr rein.
Das ist eigentlich alles. Beide Modelle sind nur Spekulationen und nicht bewiesen. Mit dem Intervallfasten (oder einer VLCD, also einer Ernährung mit sehr wenig Kalorien) ermöglicht man es dem Körper, wieder selbst genügend Insulin zur Verfügung zu stellen, und das ist das Ende der Geschichte. Weniger Insulin, weniger Fetteinlagerung in Leber, Bauchspeicheldrüse oder die sonstigen Fettzellen des Körpers. Weniger Insulin, und endlich funktioniert die Fettverbrennung wieder. Also nimmt man ab, das Fett um Leber und Bauchspeicheldrüse und im restlichen Körper verschwindet, und ab einem gewissen Zeitpunkt ist man in Remission.
Bearbeitet von User am 04.02.2024 17:15:13. Grund: Ergänzung -
am 04.02.2024 17:29:41 | IP (Hash): 1057708477
Kelly schrieb:
Oder es gibt das "Overflow"-Modell, wobei man davon ausgeht, dass es schon zu viel Insulin im Körper gibt und jedes weitere Zuführen von Insulin ungefähr so ist, als wollte man in einen schon vollen Zug noch mehr Leute reinstopfen. Irgendwann ist die Zelle/der Zug voll, und es geht einfach nichts mehr rein.
Das Modell hat 2 Haken:
1. Insulin hat einmal im Blut eine Halbwertzeit von nicht ganz 5 Minuten. Nach 10 Minuten ist von 2 Einheiten nur noch 1 im Blut und noch 5 Minuten weiter nur noch 0,5 und... Für einen hohen Insulinspiegel muss also beständig wahnsinnig viel nachgeliefert werden, und diese fortlaufende Lieferung muss eine Ursache haben, von der ich in dem Modell nix sehe.
2. Warum haben Menschen ohne T2D unendliche Züge und unendliche Koffer und...? Also warum haben sie keine solchen Begrenzungen ihrer Nahrungsaufnahme? Warum haben die meisten von denen, die irgendwann nicht mehr durch die Tür passen, KEINEN Overflow, keinen T2D?
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Bearbeitet von User am 04.02.2024 17:30:21. Grund: , -
am 05.02.2024 11:41:05 | IP (Hash): 39621275
Na ja, das Modell wird immer nur in Zusammenhang mit Diabetes erwähnt. Bei den Leuten, bei denen es funktioniert, gibt es ja keinen Overflow. Da kommt genau so viel Insulin in die Zelle, wie die Zelle braucht. Manchmal wird bei dem alten Modell, dem mit dem Schloss und dem Schlüssel, die Erklärung gegeben, dass das Schlüsselloch wie mit einem Kaugummi zugeklebt ist, wenn man Diabetes hat. Und dann geht der Schlüssel nicht mehr rein. Aber das sind alles nur Krücken, um sich zu erklären, was sich die Wissenschaftler eigentlich nicht erklären können.
Es wird ständig Insulin nachgeliefert, weil die Leute ständig essen. Ein Snack nach dem anderen. Und solange Nahrung reinkommt, wird das Insulin getriggert. Deshalb funktioniert das Ganze ja dann schnell wieder, wenn man fastet. Oder wenn man die Drinks von Taylor zu sich nimmt und sonst nichts. -
am 05.02.2024 15:54:34 | IP (Hash): 1059000138
Kelly schrieb:
Es wird ständig Insulin nachgeliefert, weil die Leute ständig essen. Ein Snack nach dem anderen. Und solange Nahrung reinkommt, wird das Insulin getriggert. Deshalb funktioniert das Ganze ja dann schnell wieder, wenn man fastet. Oder wenn man die Drinks von Taylor zu sich nimmt und sonst nichts.
Auch wenn man nicht isst, wird ständig Insulin nachgeliefert. Denn Lebr und Nieren produzieren beständig Glukose aus Eiweiß. 2 Teile Protein werden 1 Teil Glukose und 1 Teil Wärme für unsere Körperwärme.
Glukoneogenese heißt die Produktion, und die Leber macht auf diese Weise allein um 10 Gramm Glukose pro Stunde.
UND die Hauptaufgabe vom Insulin ist nicht das Ausstopfen irgendwelcher Zellen mit Glukose. Denn die Zellen, die für die Aufnahme von Glukose Insulin brauchen, können genauso gut Fett als Energielieferant nutzen. Die sind also auf die Glukose gar nicht angewiesen. Und die Zellen, die auf Glukose angewiesen sind, wie z.B. die roten Blutkörperchen, brauchen zur Aufnahme von Glukose kein Insulin.
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am 05.02.2024 16:33:24 | IP (Hash): 39621275
Ich weiß jetzt nicht genau, was Du damit sagen willst. Dass das Insulin-Niveau nicht runtergeht, wenn man fastet? Weil man eben nichts isst? Ich glaube, da spricht doch die eine oder andere Erkenntnis aus irgendwelchen Studien dagegen.
Natürlich ist es so, dass eventuell sehr viel mehr Glucose zur Verfügung steht, wenn man Fett verbrennt beim Fasten. Der Blutzuckerspiegel kann also durchaus hochgehen. Wobei dem Insulin dann auch nichts anderes übrigbleibt als ebenfalls hochzugehen, um dem entgegenzuwirken. Aber auf längere Sicht wird beides runtergehen, der Zucker und das Insulin.
Zellen können Fett nicht einfach so verwenden. Es muss zuerst in Glukose umgewandelt werden. Was nicht geschehen kann, wenn der Insulinspiegel hoch ist. Denn Insulin stoppt die Fettverbrennung. Insulin will Fett einlagern, nicht verbrauchen.
Ob es nun die Hauptaufgabe von Insulin ist, die Glukose in die Zellen zu bringen, ist irrelevant. Es ist EINE Aufgabe von Insulin, das zu tun. Deshalb nehmen alle Diabetiker, die Insulin spritzen, zu. Wenn man jemanden dick machen will, muss man ihm nur Insulin verschreiben. Denn dann wird alle Energie, die nicht sofort verbraucht werden kann, in die Fettdepots geschoben, und kein Gramm Fett wird da rausgeholt, weil das Insulin das nicht zulässt. Insulin ist ein Masthormon, kein Abnehmhormon.
Somit kann man nichts Besseres tun als zu fasten, wenn man abnehmen will, und dadurch den Insulinspiegel niedrig zu halten, damit das Insulin nicht mehr alle Energie in die Fettdepots schiebt, sondern die Energie, die der Körper braucht, da rausholt, weil von außen nichts zugeführt wird. Und schon nimmt man ab. -
am 05.02.2024 16:55:50 | IP (Hash): 1059000138
Abnehmen und Fett verbrennen bedeutet, dass die Zellen, die sich aus Fett mit Energie versorgen können, genau das tun. Da wird nirgendwo Fett vom Insulin rausgeholt und zunächst in Glukose umgewandelt und dann mit Hilfe von Insulin in die Zellen gestopft, damit sie es verbrennen.
Verbrennen bedeutet im Zusammenhang mit unserem Organismus immer “nutzen”. Und die Muskelzellen und die meisten Hirnzellen brauchen keine Glukose, sondern können sich direkt und ohne Insulin aus Fett versorgen.
Die Hauptaufgabe vom Insulin im Zusammenhang mit Glukose ist das Umwandeln von Glukose in Fett. So gibt es keine Glukosebelastung im Kreislauf, und unsere Fettspeichermöglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Das kannst du schön an Menschen wie der “Fettlöserin” sehen.
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am 06.02.2024 08:34:16 | IP (Hash): 381570955
Das tut das Insulin ja auch nicht. 😀 Das Insulin stoppt die Fettverbrennung. Insulin MACHT Fett. Es speichert das Fett. Rausholen des Fettes geht nur, wenn das Insulin sehr niedrig ist und deshalb nicht dazwischenfunkt. Das Gehirn braucht keine Glukose? Es kann sich aus Fett versorgen, ohne dass das vorher in irgendwas umgewandelt wird, womit das Gehirn etwas anfangen kann? Wo steht das denn? -
am 06.02.2024 11:40:50 | IP (Hash): 632057551
hjt_Jürgen schrieb:
Und die Muskelzellen und die meisten Hirnzellen brauchen keine Glukose, sondern können sich direkt und ohne Insulin aus Fett versorgen.
Das ist natürlich so Quatsch oder zumindest missverständlcihe formuliert.
Gehirn und Muskeln brauchen mal in erster Linie Glukose, sogar sehr viel, ohne Gukose geht im Körper gar nichts, das ist das "Benzin" für unsere kleinen Motoren.
Wenn wir wenig Glukose (Kohlenhydrate) von aussen zuführen und auch zu wenig andere Nährstoffe (Fasten), macht der Köprfer selber welche und dann kommen die anderen vorhandenen Nährstoffe ins Spiel, unter anderem das was da so verfügbar ist - körpereigene Eiweisse und Fette z.B.
Sowohl Eiweisse als auch Fette müssen aber zunächst einmal biochemisch ungewandelt werden.
Mit "Fett" kann der Körfer auch nichts anfangen, das wird erst mal zerlegt und die Einzelteie des fetts interessieren da.
Der Stoffwechsel ist schon ein bisschen komplexer und noch nicht mal zu 100% verstanden, das ist auf jeden Fall nichts was man mit einem Satz beschreiben kann. -
am 06.02.2024 12:02:09 | IP (Hash): 1280866937
Gunter21 schrieb:
Das ist natürlich so Quatsch oder zumindest missverständlcihe formuliert.
Gehirn und Muskeln brauchen mal in erster Linie Glukose, sogar sehr viel, ohne Gukose geht im Körper gar nichts, das ist das "Benzin" für unsere kleinen Motoren.
hier mal ein bisschen Nachhilfe https://de.wikipedia.org/wiki/Ketogene_Di%C3%A4t
mit vielen interessanten Infos und Erfahrungen auch hier, wo nicht gehungert und auch nicht unbedingt abgenommen, sondern einfach alltäglich ketogen gegessen wird https://forum.lchf.de/
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am 06.02.2024 13:26:57 | IP (Hash): 381570955
Ja, die Keto-Leute ... Die erzählen so einiges. Weil es in ihre Ideologie passt. Genauso erzählen die High-Carb-Leute genau das Gegenteil. Weil es in IHRE Ideologie passt. Da muss man sich seine eigene Meinung bilden.
Selbst wenn man Low Carb isst, ist das Ziel nicht unbedingt, ketogen zu leben. Und solange man nicht in Ketose ist, trifft es definitiv nicht zu, dass das Hirn ohne Glukose überleben kann. Wenn man in Ketose ist, kann das Gehirn tatsächlich auch Ketonkörper nutzen. Aber auf keinen Fall Fett. Auch da muss das Fett erstmal in Ketonkörper umgewandelt werden.
Das bedeutet natürlich im Umkehrschluss, dass man keine Glukose essen muss. Kohlenhydrate braucht niemand wirklich. Der Körper kann das, was er braucht, aus anderem, das er hat, herstellen.
Momentan baut mein Körper sehr viel Fett ab, aber das wird in Glukose umgewandelt und dann entsprechend verwendet. Somit habe ich momentan eventuell sogar mehr Zucker im Blut als vorher. Aber wenn das Fett abgebaut ist, wird da nicht mehr viel kommen. Dann muss ich doch das eine oder andere von außen zuführen. Das dauert aber sicher noch ein paar Monate. Auch wenn mein Fett sich fast wie Butter in der Sonne verflüchtigt. 😎
Und da bin ich der Diskussion hier wirklich dankbar. Die Erfahrungen einiger hier, die sehr viel abgenommen und ihren Diabetes damit in Remission gebracht haben. Auch das, was Taylor herausgefunden hat. Zuvor wäre ich wahrscheinlich mit den Kalorien nicht so tief gegangen, wie ich es momentan tue. Denn es wird doch sehr vor Diäten gewarnt, die so wenig Kalorien enthalten.
Dabei wird allerdings die reine Kalorienreduktion als Grundlage genommen, nicht Fasten und auch nicht Shakes für eine gewisse Zeit, wie es Taylor mit seinen Probanden gemacht hat. Das ist eine ganz andere Ausgangslage. Über die ich mir vorher nicht so richtig bewusst war. Erst die Diskussion in diesem Forum hat mich darauf gebracht.
Bearbeitet von User am 06.02.2024 13:36:42. Grund: Korrektur1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 06.02.2024 14:47:43 | IP (Hash): 1532091295
https://www.aerzteblatt.de/archiv/201673/Gegen-Diabetes-und-Adipositas-Dein-Freund-der-Ketonkoerper
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DM2 in Remission ohne Medikamente -
am 06.02.2024 15:32:46 | IP (Hash): 1280866937
Kelly schrieb:
Momentan baut mein Körper sehr viel Fett ab, aber das wird in Glukose umgewandelt und dann entsprechend verwendet. Somit habe ich momentan eventuell sogar mehr Zucker im Blut als vorher.
Das ist völlig unzutreffend, wie du hier lesen magst
https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-31-2011/wie-aus-fett-zucker-werden-kann#:~:text=Fetts%C3%A4uren%20auf%20demselben%20Weg%20wie,Dr
Die Glukose für deinen noch immer höher als gesund normalen Blutzucker, die du nicht isst, liefern dir Leber und Nieren mit wenigstens 10 Gramm pro Stunde aus Protein.
Und die meisten Verbraucher nutzen bei "ketogen" statt der Glukose schlicht ganz normale Fettsäuren zu ihrer Energieversorgung. Ketonkörper=aufbereitetes Fett brauchen auf Dauer praktisch nur wenige.
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am 07.02.2024 09:10:41 | IP (Hash): 1282716003
Henrie schrieb:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/201673/Gegen-Diabetes-und-Adipositas-Dein-Freund-der-Ketonkoerper
Superartikel, Henrie! Da wird ja sozusagen alles zusammengefasst, was wir hier auch schon besprochen haben. Ich glaube zwar nicht, dass ich Ketonkörper produziere (ich weiß gar nicht, wie man die messen kann), aber ich merke es sehr deutlich, dass ich jetzt weniger Kohlenhydrate esse. Ich bleibe auf jeden Fall immer unter 100g am Tag. Oftmals sogar unter 50g. Und lange bis sehr lange Fastenperioden zwischen 18 und 23 Stunden. Sodass der Körper richtig Fett aus meinen Depots rausholen kann. Was er ja auch fleißig tut.