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Intervallfasten
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am 14.01.2024 07:44:04 | IP (Hash): 781228459
Es gibt verschiedene Ansätze zum Intervallfasten, doch alle haben eins gemeinsam: In der Fastenperiode isst man nichts und hat deshalb auch nicht mit Insulinausschüttungen zu kämpfen, in welcher Weise auch immer. Für Diabetiker also ideal, was das betrifft.
Ich habe dieses Jahr am 2. Januar damit angefangen, und ohne dass ich auf die Kalorien geachtet habe, sind die auch extrem runtergegangen. Meistens liege ich so zwischen 500 und 800 Kalorien. Ich hatte aber auch ein paar Tage mit Ausreißern dabei, vor allem als ich Magenschmerzen hatte. Da habe ich Zwieback und Banane gegessen, und das hat die Kohlenhydrate ganz schön in die Höhe getrieben. Was für Diabetiker natürlich nicht gut ist, auch wenn sich die Kalorien dabei in Grenzen gehalten haben, einmal ca. 1300 und einmal ca. 1200 Kalorien. Aber Kalorien spielen dabei ja keine so große Rolle wie der Blutzuckerspiegel.
In anderer Weise spielen Kalorien schon eine Rolle, denn ich möchte abnehmen. Jedes Kilo vor allem Bauchfett macht den Diabetes schlimmer. Mit dem Abnehmen habe ich auch wesentlich mehr Erfolg als mit dem Blutzuckersenken. Es purzelt ein Kilo nach dem anderen. In den langen Fastenperioden (ursprünglich hatte ich 18:6 geplant, jetzt ist es meistens 20:4 oder sogar 21:3) hat der Körper gar keine andere Wahl, als auf sein gespeichertes Fett zurückzugreifen, um die Energie zu erzeugen, die er braucht.
Ich bin mal gespannt, wie sich das in drei Monaten entwickelt haben wird. Stichtag 31. März. Dann sollte hoffentlich nicht nur das Gewicht, sondern auch der Blutzuckerspiegel gesunken sein.
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am 14.01.2024 08:59:29 | IP (Hash): 2112195232
Ich drücke die Daumen das das so gelingt wie du es haben willst !
Ja, ein netter Nebeneffekt des Intervallfastens ist das man an solchen Tagen recht leicht ein Kaloriendefizit erreicht, durch die ausgefallene Mahlzeit (bei mir ist das immer das Frühstück).
Und wenn sich das zwischendurchgesnacke in Grenzen hält oder ausfällt, müsste man schon ganz gut "laden" an den verbleibenden 2 Mahlzeiten.
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am 14.01.2024 10:06:30 | IP (Hash): 781228459
Genau. Dabei ist das Fasten wirklich eine große Hilfe. Und bei mir auch das Metformin, das ja noch zusätzlich appetitzügelnd wirkt. Wie ich festgestellt habe, ist auch der Mate-Tee, den ich jetzt morgens als Ersatz für meinen Milchkaffee trinke, sattmachend. Also mit Hunger habe ich wirklich nicht zu kämpfen.
Eher mit dem Begehren zu essen. Weil essen an sich für mich schon immer eine schöne Sache war, die ich sehr genossen habe. Das tue ich jetzt immer noch, denn die Sachen, die ich mir koche, finde ich sehr lecker, auch wenn ich da jetzt ein bisschen auf den Blutzucker achte und es beispielsweise kein Brot mehr zur Suppe gibt, aber es ist eben nur eine sehr kurze Periode, in der ich esse. Danach bin ich so satt, dass ich nichts mehr zu mir nehmen kann.
Ich habe schon mehrmals in meinem Leben gefastet, aber mit Intervallfasten habe ich erst vor 10 Jahren das erste Mal angefangen, und das lief auch ohne Metformin damals genauso. Ich hatte keinen Hunger. Da habe ich ebenfalls sehr schnell sehr viel abgenommen, aber dann blieb das Gewicht stehen. Mal sehen, wie es diesmal läuft. -
am 14.01.2024 11:05:05 | IP (Hash): 2112195232
Ich bin ziemlich sicher, abnehmen ist strenggenommen nur eine reine Kalorienbilanz. Für das abnehmen kommt es gar nicht so sehr darauf an aus weclhen Speisen sich diese Kalorien generieren, es interessiert nur die Zahl. Auf der einen Seite das man verbraucht und auf der anderen Seite das was man zuführt.
Als ich noch 30kg Übergewicht herumgeschleppt habe hat das mit der Bilanz allerdings nicht so gut funktioniert, mein Stoffwechsel war seltsam träge in beide Richtungen.
Einerseits habe ich nicht so zugenommen wir ich eigentlich hätte zunehmen müssen - nach den Speisen und Getränken die früher so an der Tagesordnung waren hätte ich eigentlich längst das Gewicht eines Kleinwagen haben müssen. Andererseits hab ich auch kaum oder gar nicht abgenommen wenn es mal Phasen der Diätversuche oder Hungerkuren gab
Tatsächlich blieb das Gewicht relativ stabil mit einer leichten Tendenz nach oben, im Laufe der Jahre und Jahrzehnte hat sich das allerdings summiert nach oben und ist immer mehr geworden.
Einmal durch den Teufelskreis durchbrechen, schnell richtig viel Gewicht abnehmen und in den Normalbereich gekommen, auf einmal funktioniert der Stoffwechsel plötzlich ganz anders. Ich kann jetzt sehr schnell abnehmen oder aber auch zunehmen, das lässt sich tatsächlich gut steuern.
Mit der Remission des BZ haben sich ganz offensichtlich nebenbei noch ein paar andere metabolische Funktionen repariert.
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 14.01.2024 12:56:26 | IP (Hash): 781228459
Bei mir steht in dem Gentest, den ich vor kurzem habe machen lassen, dass ich leicht zunehme und schwer abnehme. Genetisch. Wenn ich faste bzw. intervallfaste, gilt das mit dem Abnehmen jedoch bis zu einem bestimmten Grad nicht. Das geht in den ersten Monaten sehr schnell. Dann blieb es stehen. Danach habe ich dann das Gewicht auch sehr lange ohne großen Aufwand gehalten. Allerdings nicht mehr abgenommen. Obwohl da noch einiges gewesen wäre.
Und dann habe ich leider wieder zugenommen, obwohl ich eigentlich nichts Entscheidendes an meinem Essen geändert habe. Ich habe allerdings praktisch den ganzen Tag über Milchkaffee getrunken. Das sind zwar nicht viele Kalorien, aber der Milchzucker hat das Insulin hochgehalten. Das war kontraproduktiv. Diesmal werde ich diesen Fehler nicht machen. In den Fastenperioden nur Tee, Wasser, evtl. Gemüsebrühe. Kaffee mit Milch und alles andere nur in der Essensperiode.
Das sagt auch Jason Fung, der damit schon vielen Patienten geholfen hat:
Jason Fung - Diabetes rückgängig machen
https://www.amazon.de/Diabetes-r%C3%BCckg%C3%A4ngig-machen-Ern%C3%A4hrungsprogramm-nat%C3%BCrlich/dp/3742306499
Bearbeitet von User am 14.01.2024 12:59:23. Grund: Ergänzung -
am 14.01.2024 16:14:08 | IP (Hash): 1004415160
Wenn wir mit weniger essen abnehmen, finden wir das toll. Aber das Abnehmen wird natürlich auch weniger, wenn wir nicht gleichzeitig immer weniger von weniger essen. Das heißt: ohne immer weniger vom weniger entspricht irgendwann die Menge, die wir zum Abnehmen essen, der normalen Menge für das neue, geringere Gewicht, wo das Abnehmen dann aufhört. Ist also dann die neue Normalmenge für die neue Kelly. Und wenn die dann aber wieder normal wie vorher isst und damit praktisch wieder die alte Kelly füttert, dann hat sie bald auch die alte Kelly wieder zurück :(
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Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D. -
am 14.01.2024 17:09:47 | IP (Hash): 1973125947
Ja, das ist logisch, aber ich habe mein Essen nicht geändert. Nur die Anzahl und die Frequenz der Milchkaffees. Die wurden immer mehr. Kalorienmäßig fiel das kaum ins Gewicht mit der fettarmen Milch. Trotzdem habe ich wieder fast auf mein altes Gewicht zugenommen.
Jason Fung sagt, das ist das Insulin, das ich damit getriggert habe, weniger die Kalorien.
Als ich das erste Mal Intervallfasten gemacht habe, habe ich nicht bewusst auf Milchkaffee verzichtet, aber mein Verlangen danach wurde von allein weniger, je weniger Kalorien ich aß und je mehr Gemüse ich aß. Ich habe damals sogar direkt nach dem Aufstehen einen Milchkaffee getrunken, auch wenn ich noch nichts gegessen habe. Und später zum Frühstück dann einen zweiten. Nach dem Mittagessen meist einen dritten. Trotzdem habe ich sehr gut abgenommen, auch wenn der erste Milchkaffee eigentlich in der Fastenperiode lag und sie hätte unterbrechen müssen. Vielleicht ist das auch geschehen, aber es hatte offensichtlich keinen Einfluss, weil die Fastenperioden insgesamt zwischen dem letzten Mal essen und dem ersten Milchkaffee am nächsten Tag anscheinend lang genug waren. Und die Kalorien meist unter 1.000.
Als die Gewichtsabnahme dann stehenblieb, habe ich nichts an meinem Essen geändert und das Gewicht auch lange gehalten. Abgenommen habe ich nicht mehr, obwohl mir das sehr recht gewesen wäre. Zugenommen aber auch nicht.
Bis ich dann immer mehr Milchkaffee getrunken habe, fast jede Stunde einen, über den ganzen Tag, zumindest so 8 Stunden lang oder mehr (Stress bei der Arbeit). Da begann ich zuzunehmen, trotz identischem Essen. Obwohl das wie gesagt kalorienmäßig gar nicht so groß zu Buche schlug.
Das werde ich diesmal vermeiden. Nur ist es im Moment ein bisschen erschreckend, da das Metformin noch zusätzlich den Appetit dämpft und ich jetzt auf einer Mahlzeit am Tag bin. Frühstück gegen halb elf. Roggenvollkornbrot, Quark, Tomate. Kommt auf ungefähr 300 Kalorien. Mehr kann ich nicht essen.
Aber vielleicht lässt die appetitzügelnde Wirkung des Metformins ja auch mal irgendwann nach. Die ist doch sehr heftig. Wenn nicht ... na ja. Es dauert eine lange Zeit, bis mein Fett abgebaut ist, da muss ich mir noch keine Sorgen machen, dass ich verhungere. 🤣
Bearbeitet von User am 14.01.2024 17:17:52. Grund: Ergänzung -
am 14.01.2024 18:57:17 | IP (Hash): 1284547058
Der Milchkaffee hat ja eigentlich nicht viel kalorisches, da müsste schon eine Menge Milch drin sein.
Aber irgendwelche Fastenperioden könnte er schon unterbrechen bzw. stören.
Was mir noch einfällt, viellicht hast du ja auch eine Leberverfettung? Die könnte das Abnehmen verkomplizieren, kannst du ja mal abklären lassen.
Wobei das Abklären du dir eigentlich auch sparen kannst, es gibt gegen die NAFLD ohnehin keine Pillen - die Leber entfettet sich ja auch über eine Fastenkur und das machst du ja eh schon, mit oder ohne NAFLD.
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am 14.01.2024 19:48:27 | IP (Hash): 1004415160
Kelly schrieb:
.. aber der Milchzucker hat das Insulin hochgehalten.
Er mag ein bisschen dazu beigetragen haben, aber der Hauptantrieb für die Insulinausgabe ist der blutzucker.
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Nur für Menschen mit T2D kurz auf den Punkt: Typ 2 Diabetes ist mit genetischen Speichergrenzen von Geburt an eingebaut. Unter diesen Grenzen ist er gesund ausgeschaltet und darüber diabetisch eingeschaltet. - Remission ist nach dem Abbau der Speicherinhalte unter diese individuellen(!) Grenzen und damit "wieder" der ausgeschaltete T2D.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 15.01.2024 08:00:03 | IP (Hash): 1973125947
Das meinte ich. Zucker ist Zucker. Wenn ich durch den Milchkaffee jede Stunde Zucker zuführe, kann der Blutzuckerwert nicht runterkommen. Auch wenn der Milchzucker nicht extrem viel Zucker ist, aber ich denke, das reicht. Deshalb soll man keine Milch bzw. keinen Kaffee mit Milch trinken, solange man in der Fastenperiode ist.
Angeblich kann man Kaffee mit Sahne trinken, weil das hauptsächlich Fett ist. Fett triggert das Insulin nicht und unterbricht das Fasten deshalb nicht. Aber Zucker jedes Mal. Wobei auch Sahne ein paar KH enthält. Genauso wie fettarme Milch. Insofern frage ich mich, ob das überhaupt ein Unterschied ist. Spielt für mich aber keine Rolle, weil ich keinen Kaffee mit Sahne trinke. Wenn, dann mit Milch.
Mal sehen, ob das alles so stimmt. Das müsste sich ja zeigen, wenn ich jetzt Milchkaffee nur noch trinke, wenn ich auch etwas esse. Bzw. es wird sich dann zeigen, wenn ich wieder mehr esse. Was ich mir im Moment gar nicht vorstellen kann. Sobald ich eine Kleinigkeit gegessen habe, fühle ich mich durch das Metformin so voll, dass ich dann nur noch trinken kann. Und auch das nur mit Mühe, weil ich immer das Gefühl habe, mein Magen läuft über oder platzt gleich.