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Intervallfasten
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am 24.06.2024 17:19:16 | IP (Hash): 1109287683
Ach weißt du Kelly, du machst dich hier täglich unsympathischer, indem du dich als allwissend erhebst. Einmal sind es die Ärzte, denen du Unwissen bescheinigst, jetzt ist es Thomas und ich. Vielleicht solltest du dich erst mal informieren, bevor du hier andere maßregelst.
Ich z. B. faste seit den 70ern regelmäßig...ich mache Heilfasten nach Buchinger, weiß also sehr genau, wovon ich rede.
Intervallfasten ist derzeit Trend und noch lange kein Lebensstil und nicht geeignet, langfristig betrieben zu werden. So wie du es betreibst, wirst du über kurz oder lang in den Sparflammeneffekt fallen...falls du da nicht schon bist.
Sehr gespannt bin ich, wie lange du es beibehalten kannst, wenn du eines Tages dein Wunschgewicht erreicht hast. Immerhin willst du 50 kg abnehmen und hast ja offenbar auch schon einen Diabetes entwickelt...heißt im Klartext, dass dein Lebensstil der Vergangenheit nicht das war was du heute hier predigst.
Dass du seit einer Weile mit dem E-Bike fährst ist in Ordnung, aber keine besondere Leistung. Auch ich fahre alles was geht mit dem Fahrrad, ein ganz normales Tourenrad mit Kettenschaltung, das ich mit Muskelkraft betreibe...aber ich habe es nicht nötig, das hier an die große Glocke zu hängen...
Bearbeitet von User am 24.06.2024 18:46:46. Grund: . -
am 25.06.2024 12:14:46 | IP (Hash): 72970431
Hallo Zuckerle!
Die Verwendung des Begriffs "Sparflammeneffekt" löst bei mir immer ein wenig Missmut aus. Meist wird er synonym für einen verringerten Energiebedarf in Folge einer (umfassenden) Gewichtsreduktion verwendet. Auf der anderen Seite eröffnet seine Verwendung Tür und Tor für Missverständnisse aufgrund der Schwurbelei von allerlei nicht-wissenschaftlichem Bro-Science-Unfug. Natürlich haben z.B. zwei gleich große und gleich alte Personen, von welchen beispielsweise eine 80 kg und die andere 160 kg wiegt, einen unterschiedlichen Energiebedarf. Bei einer Gewichtsreduktion ist der durch das Abnehmen geringere Energiebedarf aber absolut nicht bedenklich, sondern ganz natürlich und logisch, denn wer schließlich weniger mit sich heruMTRägt, braucht selbstredend auch weniger Energie. Natürlich muss zum Halten des Gewichts die Energiezufuhr nach einer Reduktion des Körpergewichts an den aktuellen Bedarf angepasst werden und jeder dem das gelingt, tut natürlich gut daran, den Kalorieverbrauch nicht weiterhin sehr niedrig zu halten, sofern das Wunschgewicht und ein gesunder KFA erreicht wurde (Muskelverlust, hormonelle Schieflage, etc. lassen grüßen). Sofern Du DAS mit einem "Sparflammeneffekt" meinst, gebe ich Dir absolut recht. Alles andere wäre aber unwissenschaftlicher Unfug.
PS: Ich betreibe bzw. betrieb selbst Jahre lang Intervallfasten und habe absolut keine Probleme mit einem angeblich eingeschlafenen Stoffwechsel ergo Gewichtszunahme, etc. gehabt. Im Gegenteil: Mir ging es überraschend gut und ich fühlte mich im Bauchbereich, vor allem morgens, viel weniger "aufgebläht", schlanker. Abgesehen von meinen Erfahrungen täten Übergewichtige unserer Wohlstandsgesellschaft überaus gut daran, mal einige Stunden nix zu essen, die Bauchspeicheldrüse, Leber, etc.damit zu entlasten und den Insulinspiegel einige Zeit flach zu halten. Leider tun das aber die wenigsten.
Bearbeitet von User am 25.06.2024 12:25:12. Grund: Korrektur -
am 25.06.2024 16:01:34 | IP (Hash): 1109287683
Hallo Leia Cake,
nein, so war das nicht gemeint. Was du beschreibst, ist der Grundumsatz, der hat mit dem Sparflammeneffekt nichts zu tun.
Die menschlichen Stoffwechselvorgänge sind nicht so einfach und schlicht, wie manche User sich das vorstellen. So ist der menschliche Körper in der Lage, seine Stoffwechselvorgänge soweit herunterzufahren, dass er eine, auch länger andauernde, Hungersnot überstehen kann. Er kann dann allerdings nicht unterscheiden, ob Hungersnot ist und wie lange die dann evtl. dauern wird, oder ich eine vorrübergehende Diät mache.
Wenn jemand z. B. eine 1000-kcal-Diät macht, lernt der Körper, diese 1000 kcal so gut auszuwerten, dass er damit gut überleben kann. Fährt er dann runter auf 800 kcal, weil er noch mehr abnehmen möchte, dann wird der Körper auch mit 800 kcal auskommen. Bei 1000 nimmt er dann wieder zu. Das ist ein ziemlich unguter Teufelskreis...und man nennt ihn "Sparflammeneffekt". Es ist ziemlichz schwer, dann wieder auf ein normales Maß zu kommen, das dann aus dem normalen Grund- und Leistungsumsatz besteht und keine Gewichtsveränderung mehr verursacht.
Beim Heilfasten greifen andere Vorgänge...und natürlich muss man das irgendwann beenden, auch wenn Kelly was anderes meint...
Ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt....
Nachtrag, weil vergessen:
Der Sparflammeneffekt tritt natürlich nur dann ein, wenn man unterhalb seines Grundumsates bleibt.
Bearbeitet von User am 25.06.2024 19:07:45. Grund: Nachtrag1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.06.2024 16:38:10 | IP (Hash): 137752813
Zuckerle schrieb:
Wenn jemand z. B. eine 1000-kcal-Diät macht, lernt der Körper, diese 1000 kcal so gut auszuwerten, dass er damit gut überleben kann. Fährt er dann runter auf 800 kcal, weil er noch mehr abnehmen möchte, dann wird der Körper auch mit 800 kcal auskommen. Bei 1000 nimmt er dann wieder zu. Das ist ein ziemlich unguter Teufelskreis...und man nennt ihn "Sparflammeneffekt".
Ernsthafte Frage:
Ich hab damals nach 1 Woche DUY Newcastle Diät die Leberfunktion schlagartig erheblich verbessern können und in insgesamt etwa 3 Monaten in der Spur 25 kg abgeschmolzen. Und seitdem habe ich wohl weitere 5 kg mehr verbraucht als gegessen.
Wie ich dich verstehe, müsste ich doch seit nun 4 Jahren auf Sparflamme laufen, mit welchen Konsequenzen - außer dass ich inzwischen bei 16-20 Einheiten Insulin gesamt pro Tag bin?
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 25.06.2024 17:39:16 | IP (Hash): 74004444
hjt_Jürgen schrieb:
Zuckerle schrieb:
Wenn jemand z. B. eine 1000-kcal-Diät macht, lernt der Körper, diese 1000 kcal so gut auszuwerten, dass er damit gut überleben kann. Fährt er dann runter auf 800 kcal, weil er noch mehr abnehmen möchte, dann wird der Körper auch mit 800 kcal auskommen. Bei 1000 nimmt er dann wieder zu. Das ist ein ziemlich unguter Teufelskreis...und man nennt ihn "Sparflammeneffekt".
Ernsthafte Frage:
Ich hab damals nach 1 Woche DUY Newcastle Diät die Leberfunktion schlagartig erheblich verbessern können und in insgesamt etwa 3 Monaten in der Spur 25 kg abgeschmolzen. Und seitdem habe ich wohl weitere 5 kg mehr verbraucht als gegessen.
Wie ich dich verstehe, müsste ich doch seit nun 4 Jahren auf Sparflamme laufen, mit welchen Konsequenzen - außer dass ich inzwischen bei 16-20 Einheiten Insulin gesamt pro Tag bin?
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :)
mit "Sparflamme" ist hier in den Diskussionen vermutlich der metabolische Hungerstoffwechsel gemeint - den dürftest du während der Newcastle Diät gehabt haben. Was du in Folge, nach dem Abschmelzen und bis heute hast ist einfach nur einen verringerten Grundumsatz.
Mit 70kg braucht man ganz einfach weniger Energie als mit 100kg.
Das hat aber nichts mit "Sparflamme" zu tun, das ist völlig normal.
Die "Sparflamme" ist vermutlich ein genetisches Notfallprogramm.
Unsere Vorfahren in der Steinzeit hatten auch schlechte Zeiten, die werden wohl öfters mal tagelang nichts zu essen bekommen haben.
Unwahrscheinlich das die Urahnen grosse Fettreserven an den Hüften hatten. Jeder Hunger wäre also wohl direkt an die Eiweissreserven gegangen - Muskelabbau und das wäre in der Steinzeit verhängnisvoll gewesen.
Da hat sich die Natur etwas einfallen lassen damit es nicht zum Massensterben kommt wenn mal 2 oder 3 Tage das Essen ausfiel.
Was man heute nach einer Diät wie Newcastle bedenken muss, ist das man 1.) weniger Kalorien braucht als vorher da man ja abgeschmolzen hat (verringerter Grundumsatz) und 2.) dem Körper etwas Zeit lassen muss bis der Körper kapiert das die "Hungersnot" vorbei ist.
Nach allen Diäten wird empfohlen langsam wieder hochzurampen und seine Ernährung zu ändern.
Man muss seinem (neuem) Kalorienbedarf entsprechend zu essen - also definitiv klar weniger als vor der Diät.
Sonst steht man bald wieder da wo man anfing oder sogar noch schlimmer.
Diese ganzen Diäten, Leberfasten , etc. machen nur Sinn wenn man nach der offiziellen Diät genau darauf achtet wieviel man isst, für immer.
Man erfindet sich ja praktisch neu, wiegt 30 kilo weniger und das muss sich unbedingt auch im Speiseplan wiederspiegeln sonst ist das alles umsonst.
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am 25.06.2024 19:12:03 | IP (Hash): 1109287683
Danke Gunter...genau so ist es...sehr gut erklärt... -
am 25.06.2024 19:52:30 | IP (Hash): 137752813
Wenn man sein Zielgewicht mit größerem Energieaufnahme-Defizit und schnellerem Abnehmen erreicht hat und das für die weitere Zukunft halten will, bietet folglich die Waage die zielführende Info zur neuen alltäglichen Gesamtmenge. Und die kann durchaus mehr oder weniger weit von der Menge abweichen, die noch so gesunde Apps dafür ausgeben.
Habe ich das so zutreffend zusammengefasst?
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Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002. Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein ungewollt engster Lebenspartner und unerwartet bester Gesundheits-Coach :) -
am 25.06.2024 22:28:06 | IP (Hash): 74004444
ja die Waage ist die wichtge Rückmeldung und danach muss man sich dann richten und alles weitere anpassen. 1 bis 2x die Woche reicht vollkommen sonst macht man sich selber verrückt. Die Gewichte schwanken von Tag zu Tag teilweise recht unlogisch, wirkliche Änderungen sieht man nur über jeweils ein paar Tage.
Nach der Diät hat es einige Monate gedauert bis der Stoffwechsel wieder "stabil" funktioniert hat, da ging es zunächst einmal noch weiter nach unten. Ich habe vermutlich zunächst einmal zu wenig gegessen die wochen danach.
Dann irgendwann ging es plötzlich wieder aufwärts auf der Waage wo ich dachte das es eigentlich stabil sein müsste. Was bedeutete das ich portionsmässig wohl etwas zu hoch war. Hab dann wieder leicht reduziert.
Irgendwann hatte sich das alles stabilisiert und seitdem (seit 7 bis 8 Monaten) geht es geradeaus weiter.
Die Apps helfen schon ein bisschen, so ganz falsch liegen die nicht.
Aber es ist schwer die aufgenommenen kcal präzise auszurechnen, man kann das nur so ungefähr einigermaßen genau erfassen.
Und dann ist ein stabiler stoffwechsel und auch ein einigermassen stabiles Gewicht eine Grundvorraussetzung das das Ding richtig rechnet.
Also direkt nach der Diät und in Phasen wo man noch 5 Kilo im Monat abbaut ist die App eher ein "Schätzeisen".
DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50 -
am 25.06.2024 23:24:12 | IP (Hash): 1109287683
hjt_Jürgen schrieb:
Wenn man sein Zielgewicht mit größerem Energieaufnahme-Defizit und schnellerem Abnehmen erreicht hat und das für die weitere Zukunft halten will, bietet folglich die Waage die zielführende Info zur neuen alltäglichen Gesamtmenge. Und die kann durchaus mehr oder weniger weit von der Menge abweichen, die noch so gesunde Apps dafür ausgeben.
Habe ich das so zutreffend zusammengefasst?
Das kann ich nicht beurteilen, weil ich deine Schachtelsätze nicht verstehe... -
am 26.06.2024 10:45:12 | IP (Hash): 72970431
Hallo Zuckerle!
Okay, jetzt verstehe ich Dich schon etwas besser ;)
Unser Körper kann nicht unterscheiden, ob akut eine Hungersnot vorhanden ist, oder einfach versucht wird, den KFA zu reduzieren um sich wohler zu fühlen und den eigenen Gesundheitszustand zu verbessern; da stimme ich Dir voll und ganz zu. Er merkt lediglich, dass weniger Nahrung zugeführt wird, als er braucht und greift folglich auf seine Fettreserven als ausgleichende Energiequelle zur Deckung des Bedarfs zurück. So überlebt der Mensch schon seit zig Jahren und dieser Überlebensmodus hat entscheident dazu beigetragen, dass seine Rasse der Erde bis heute erhalten geblieben ist.
Es gibt aber keinen "magischen Schalter", durch den der Fettstoffwechsel anhand der Erreichung oder Nichterreichung einer bloßen Zahl ein- oder ausgeschaltet wird, d.h., die Fettverbrennung, und somit auch die Fettab- oder zunahme, läuft beständig weiter; selbst wenn die gesamte tägliche Kalorienzufuhr eine zeitlang unter dem Grundumsatz gelegen hat. Ich hatte selbst Phasen, in denen ich meine Energiezufuhr auf wenige hundert Kalorien, sprich deutlich unter meinem Grundumsatz, reduziert habe. Hätte sich der Körper daran festgebissen bzw. so weit "adaptiert", dann würde ich heute nach zahlreichen Fressorgien wohl mit 300 kg dastehen ;)
Wie gesagt ist der abgesunkene Energiebedarf und die geringere Energieverbrennung beim Sport auf das verringerte Gewicht als "Anpassung" zurückzuführen. Um das Ausmaß dieser Anpassungen schon während einer Diät oder Ernährungsumstellung so gering wie möglich zu halten, ist es deswegen auch wichtig, zusätzlich zu ausreichend Protein körperliche Bewegung und Sport in den Alltag zu integrieren, damit der Grundumsatz und folglich auch der Leistungsumsatz nicht zu stark abfällt und dem Muskelverlust entgegengewirkt wird. Je nach Körperfettanteil kann oder sollte darüber hinaus einer oder mehrere "Refeed-Tage" pro Woche eingehalten werden, damit dem Körper signalisiert wird, dass genügend Nahrung vorhanden ist. Ob das aber langsam (mit zB 500 Kalorien weniger am Tag) oder schnell (essen unterm Grundumsatz) geschieht, ist - auch bezogen auf den langfristigen Erfolg - eher sekundär. Viele Programme arbeiten, insbesondere bei der Therapie von schwerstgewichtigen Patienten, mit hohen Kaloriendefiziten. Der Körper beißt sich in der Folge aber nicht an gewissen Kaloriengrenzen fest. Vielmehr reagiert er "dynamisch" auf die aktuelle Situation und seinen aktuellen Bedarf.
PS: Der angeblich so enorm hohe Ruhestoffwechsel in Folge von vielen Trainingssessions im Fitnessstudio ist natürlich ein gerne überschätzter Faktor. Da machen 10 kg mehr Muskelmasse (entspricht 130 Kalorien höherer Verbrauch in Ruhe) für den Grundumsatz keinen allzu großen Unterschied, wenn ich dafür durchs (gleichzeitge) Abnehmen von 10...15 kg Fett (ca. 40 bis 60 Kalorien) weniger Fett mit mir schleppe.
Bearbeitet von User am 26.06.2024 10:54:00. Grund: Korrektur