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    am 30.01.2024 19:22:40 | IP (Hash): 1904521947
    Das war bei mir ja ähnlich... .
    Nicht gefrühstückt, höchstens mal am Wochenende, dann den ganzen Tag Kaffee mit viel Milch, und spät abends dann recht unkontrolliert gegessen. Das war auch eine Art Ersatz-Befriedigung nach dem Job.Ich habe schon gerne gekocht, auch für meinen Mann und meinen Sohn, aber eher auch deftig. Gewohnheit eben. Die letzten 15 Jahre.
    Vorher immer schlank, kein Problem, das Gewicht zu halten, immer Top-Figur, viel Sport und Bewegung.
    Mit Intervallfasten (wenn wir das so nennen...) habe ich erst kurz nach meiner DM-Diagnose begonnen, also etwa Mitte Oktober/Anfang November. Und es tut mir und meinem Körper unglaublich gut, feste Essenszeiten zu haben. Da kommt auch nicht vorher - kein Termin, keine Physio, kein Anruf, NICHTS. Das ist die Zeit, mein Essen gemütlich und mit Lust vorzubereiten, mich kurz darauf einzustimmen und dann schön serviert zu genießen.

    LG
    Nada

    Typ 2 - 2x1000mg Metformin
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    am 30.01.2024 19:57:29 | IP (Hash): 880573512
    Ich mache das Intervallfasten mind. 5x die Woche, das Frühstück fällt da aus.
    Am Wochenende frühstücke ich wenn ich Lust dazu habe und im Urlaub ebenso.
    Also, ich handhabe das frei und nicht stur nach irgendeinem Plan. Es ist auch keine Abnehmkur (ich will ja auch gar nicht weiter abnehmen), es ist nur einfach so, das man mit einer Mahlzeit weniger pro Tag seine Tageskalorien nur schwierig erreicht, das geht überhaupt nur mit 2 sehr grossen Portionen oder einigen Snacks zwischendurch. Also der Abnehmeffekt ist da eher ungewollt und passiert ganz automatisch.

    Ich mache das in erster Linie weil ich mich wohlfühle mit diesem System, das ist überhaupt kein Leiden und Hungern, das ist eine reine Gewöhnungssache und ich glaube der BSD tut es auch mal gut wenn sie mal Ruhe hat und nicht schuften muss. Könnte sein das diese Essenspausen ein guter Baustein sind in der Diabetes-eigentherapie.



    DM Typ 2 - 1x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 31.01.2024 10:10:48 | IP (Hash): 1781887398
    Das ist ja das Schöne am Intervallfasten: dass es so flexibel ist. Man kann Fastenfenster und Essfenster hinschieben, wo man will. Wie es eben am besten für einen ist. Und man kann es auch handhaben, wie man will. Eher mit festen Essenszeiten oder eher mit flexiblen Essenszeiten, je nach Bedarf.

    Ich habe keine festen Essenszeiten, sondern ich fange dann an zu essen, wenn ich Hunger bekomme. Und ab da geht dann das Essfenster los. Meistens ist das so um halb elf oder auch elf. Manchmal wird es auch halb zwölf oder zwölf. Spielt alles keine große Rolle. Ich richte mich da einfach nach meinem Körper.

    Ebenso mit dem Aufhören. Ich höre irgendwann am Nachmittag auf, wenn ich satt bin. Kein Stress, kein Druck, nur ein lockeres Gerüst, damit man einen gewissen Anhaltspunkt hat.
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    am 04.02.2024 08:42:06 | IP (Hash): 1897798185
    Leia_Cake schrieb:
    Die YouTube-Videos des mir bekannten Sten Ekberg sind aus meiner Sicht - ähnlich jenen von Eric Berg - nicht zu empfehlen. Fakten werden ausgelassen oder verdreht, unbegründete Äußerungen getätigt und auch insgesamt ist sein „Content“ eher „Mainstreamhalbwissen“, wie es auch diverse Fitnessmagazine weitergeben.
    Von Verweisen auf Studien und kontextbezogene Empfehlungen haben die Herren auch noch nichts gehört. Ich halte von ihnen nicht und ihren Videos nicht viel und rate ab, ihnen allzu viel Bedeutung beizumessen 👎


    Man darf nicht vergessen, dass sowohl Ekberg als auch Berg keine Ärzte sind. Sie sind beide Chiropraktiker. Dafür gibt es in englischsprachigen Ländern auch einen Doktor. Zudem sind Übertreibungen und Verallgemeinerungen, Pauschalisierungen jeder Art und das Weglassen von Fakten, die einem nicht passen, in Amerika etwas ganz Normales.
    Deshalb vertraue ich da lieber auf Dr. Jason Fung, der ein studierter Arzt ist, Nierenspezialist und ebenfalls ein Anhänger von Low Carb und ganz besonders Intervallfasten oder "Time-restricted Eating".

    "Type 2 Diabetes Remission - Top 5 Keys | Reverse Diabetes | Jason Fung"
    (https://youtu.be/IlrTgea_vgs?si=Ad3uBrzCKFhx5V_N)
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    am 04.02.2024 09:32:08 | IP (Hash): 1057708477
    Kelly schrieb:
    Deshalb vertraue ich da lieber auf Dr. Jason Fung, der ein studierter Arzt ist, Nierenspezialist und ebenfalls ein Anhänger von Low Carb und ganz besonders Intervallfasten oder "Time-restricted Eating".


    Trotzdem redet er zum Teil sachlich völligen Quatsch,
    1.) denn in unserem Organismus läuft kein Glukosespeicher über wie ein zu voller Kühlschrank. Wenn Menschen ohne Typ 2 viel mehr Glukose in sich reinstopfen, als sie verbrauchen, haben sie trotzdem einen gesunden Blutzucker, weil bei denen alle Glukose, die nicht gebraucht wird, in Fett umgewandelt und als Fett gespeichert wird. Die Regelung dafür funktioniert bei uns mit T2D so nicht. Und sie funktioniert auch dann nicht so, wenn wir ihn erfolgreich zurück gedreht haben.
    2.) denn Protein ist nur so lange keine Glukose, wie der Organismus das direkt gebraucht, also z.B. in Muskeln, die direkt genutzt werden. Aus allem Protein, was nicht direkt gebraucht wird, werden keine Muskeln, sondern auch einfach nur Glukose und daraus bei gesunden Menschen Fett und bei uns mit T2D gern zum Teil auch zu hoher Blutzucker.

    Mir ist klar, dass komplizierte Vorgänge vereinfacht dargestellt werden müssen, wenn man damit ein breiteres Publikum erreichen will. Aber die Vereinfachung hat für mich dort ihre Grenzen, wo statt des tatsächlichen Prozesses eine plausible Phantasie ausgegeben wird.

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    Typ 2 Diagnose 01.1991, Basal-Bolus seit 1998, HbA1c 5,5 und besser seit 2002.
    Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein engster Lebenspartner und bester Gesundheits-Coach :)
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    am 04.02.2024 10:00:26 | IP (Hash): 1897798185
    Das Problem ist: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es KEINEN Überlauf gibt. Und er spricht nicht von Glucose, sondern von Insulin. Das ist ja nun ein großer Unterschied. Das Insulin ist der Übeltäter, nicht die Glucose.

    Das erklärt er sehr ausführlich (und nicht vereinfacht, weil das ein medizinischer Kongress war) hier in diesem Vortrag:
    "Reversing Type 2 Diabetes | Jason Fung": https://youtu.be/6KS7M0s2fJM?si=FO9b8-62jxT-JGoS
    In dem Vortrag zitiert er auch die Ergebnisse von Taylor, und die unterstützen seine Hypothese voll und ganz. Der Twin Cycle ist für Fung genauso existent wie für Taylor.

    Man muss sein Denken vom Zucker weg auf das Insulin lenken. Der Zucker ist nicht das Problem. Das Insulin ist das Problem. Je weniger Insulin, desto weniger Diabetes Typ 2. Natürlich nicht KEIN Insulin. Dann ist es Typ 1. Aber normal hohes Insulin ist gesundes Insulin. Und schon ist der Typ 2 verschwunden. Jedenfalls die Symptome. Den Schalter, der uns genetisch zu Diabetikern macht, können wir ja nicht beeinflussen.

    Wenn man immer vom Zucker aus denkt und wie man ihn runterkriegen kann (indem man z.B. Insulin spritzt), geht das am Problem vorbei. Semaglutid beispielsweise ist da wesentlich besser. Aber das gibt es ja noch nicht lange.

    Warum funktioniert Fasten bzw. Intervallfasten oder auch die sehr kalorienarme Taylor-Diät bei Typ2 so gut? Weil dadurch das Insulin runterkommt.
    Bearbeitet von User am 04.02.2024 10:04:25. Grund: Ergänzung
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    am 04.02.2024 16:21:41 | IP (Hash): 1057708477
    Kelly schrieb:
    Das Problem ist: Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass es KEINEN Überlauf gibt.


    Wofür brauchst du einen wissenschaftlichen Beweis? Dass alle Glukose ausschließlich durch die Leber in den Kreislauf gelangt? Das ist völlig unstreitig. Überfließen kann also nur die Leber.

    In der Leber wird - wieder völlig unstreitig - ein großer Teil der Glukose, egal ob neu gegessen oder via Glukoneogenese selbst gemacht, im eigenen Glykogenspeicher gespeichert. Und ein weiterer mehr oder weniger großer Teil wird - wieder völlig unstreitig - direkt in Triglyzeride=Fett umgebaut.
    Und ein kleiner Teil wird in den Kreislauf entlassen, eben im Rahmen eines postprandialen kleinen BZ-Hügels.

    Mit T2D wächst der Hügel zum Gebirge, weil nur mit T2D die Leber quasi überläuft.
    Die meisten Übergewichtig haben und kriegen keinen T2D, denn deren Lebern haben keine T2D Fettschwelle, die sie überschreiten könnten. Deswegen geben diese Lebern nie zuviel oder gar zunehmend zuviel Glukose in den Kreislauf, sondern da wird alle Glukose, die nicht direkt im Glykogenspeicher zwischengelagert werden kann, sofort in Fett umgewandelt.

    Du hast übrigens recht: Der Übeltäter ist nicht sosehr die Glukose, wie vielmehr das Insulin. Nur können wir das Insulin nicht messen und zuverlässig davon ausgehen, dass bei uns mit T2D praktisch immer mehr Insulin in Umlauf ist, als gesund beim gleichen BZ gebraucht wird. Und vor allem davon, dass jeder BZ-Anstieg eine deutlich höhere Insulin-Ausgabe bewirkt. Mit gesundem BZ machen wir uns das für uns mögliche Minimum an größerem Insulinumsatz.

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    am 04.02.2024 17:10:47 | IP (Hash): 1897798185
    Es gibt entweder "Lock and Key", das alte Modell, das davon ausgeht, dass die Zellen so eine Art Schloss haben, das vom Insulin aufgeschlossen werden muss. Nur dann kommt die Glukose in die Zellen und kann dort ihren Dienst tun. Also spritzt man Insulin, damit das geschehen kann, weil der Körper nicht mehr genug Insulin zur Verfügung stellt.

    Oder es gibt das "Overflow"-Modell, wobei man davon ausgeht, dass es schon zu viel Insulin im Körper gibt und jedes weitere Zuführen von Insulin ungefähr so ist, als wollte man in einen schon vollen Zug noch mehr Leute reinstopfen. Irgendwann ist die Zelle/der Zug voll, und es geht einfach nichts mehr rein.

    Das ist eigentlich alles. Beide Modelle sind nur Spekulationen und nicht bewiesen. Mit dem Intervallfasten (oder einer VLCD, also einer Ernährung mit sehr wenig Kalorien) ermöglicht man es dem Körper, wieder selbst genügend Insulin zur Verfügung zu stellen, und das ist das Ende der Geschichte. Weniger Insulin, weniger Fetteinlagerung in Leber, Bauchspeicheldrüse oder die sonstigen Fettzellen des Körpers. Weniger Insulin, und endlich funktioniert die Fettverbrennung wieder. Also nimmt man ab, das Fett um Leber und Bauchspeicheldrüse und im restlichen Körper verschwindet, und ab einem gewissen Zeitpunkt ist man in Remission.
    Bearbeitet von User am 04.02.2024 17:15:13. Grund: Ergänzung
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    am 04.02.2024 17:29:41 | IP (Hash): 1057708477
    Kelly schrieb:
    Oder es gibt das "Overflow"-Modell, wobei man davon ausgeht, dass es schon zu viel Insulin im Körper gibt und jedes weitere Zuführen von Insulin ungefähr so ist, als wollte man in einen schon vollen Zug noch mehr Leute reinstopfen. Irgendwann ist die Zelle/der Zug voll, und es geht einfach nichts mehr rein.


    Das Modell hat 2 Haken:

    1. Insulin hat einmal im Blut eine Halbwertzeit von nicht ganz 5 Minuten. Nach 10 Minuten ist von 2 Einheiten nur noch 1 im Blut und noch 5 Minuten weiter nur noch 0,5 und... Für einen hohen Insulinspiegel muss also beständig wahnsinnig viel nachgeliefert werden, und diese fortlaufende Lieferung muss eine Ursache haben, von der ich in dem Modell nix sehe.
    2. Warum haben Menschen ohne T2D unendliche Züge und unendliche Koffer und...? Also warum haben sie keine solchen Begrenzungen ihrer Nahrungsaufnahme? Warum haben die meisten von denen, die irgendwann nicht mehr durch die Tür passen, KEINEN Overflow, keinen T2D?

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    Bearbeitet von User am 04.02.2024 17:30:21. Grund: ,
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    am 05.02.2024 11:41:05 | IP (Hash): 39621275
    Na ja, das Modell wird immer nur in Zusammenhang mit Diabetes erwähnt. Bei den Leuten, bei denen es funktioniert, gibt es ja keinen Overflow. Da kommt genau so viel Insulin in die Zelle, wie die Zelle braucht. Manchmal wird bei dem alten Modell, dem mit dem Schloss und dem Schlüssel, die Erklärung gegeben, dass das Schlüsselloch wie mit einem Kaugummi zugeklebt ist, wenn man Diabetes hat. Und dann geht der Schlüssel nicht mehr rein. Aber das sind alles nur Krücken, um sich zu erklären, was sich die Wissenschaftler eigentlich nicht erklären können.

    Es wird ständig Insulin nachgeliefert, weil die Leute ständig essen. Ein Snack nach dem anderen. Und solange Nahrung reinkommt, wird das Insulin getriggert. Deshalb funktioniert das Ganze ja dann schnell wieder, wenn man fastet. Oder wenn man die Drinks von Taylor zu sich nimmt und sonst nichts.