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Eure Tricks bei Kohlehydraten

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    Mitglied seit: 25.08.2024
    am 26.08.2024 15:16:20 | IP (Hash): 1336936000
    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin noch sehr neu in dem Thema und versuche gerade ein paar gesunde Alternativen zu meiner Kohlehydrate Sucht zu finden.

    Bis jetzt habe ich den Tip bekommen Nudeln, Kartoffeln, Reis immer am Abend zuvor zu kochen und erst am nächsten Tag zu essen. Das reduziert wohl den glykämischen Index sehr!

    Kann denn wer leckere Nudeln empfehlen die auf Linsen, Kichererbsen Basis etc. basieren? Die REWE Produkte hatte ich schon mal durchprobiert und dann tatsächlich als ungenießbar empfunden.

    Bei DM habe ich online Linsen Penne entdeckt und auch ein CousCous dass aus Linsen bzw. Kichererbsen hergestellt wird. Hat damit schon jemand Erfahrung gemacht?

    Ich versuch den Übergang etwas geschmeidiger zu machen und Ziel wäre es dann die Kohlehydrate wirklich auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Mein Diabetologe meinte, aktuell sollte ich aufgrund meines hohen Langzeitzuckers von 9.1% die Kohlehydrate komplett meiden. Aber das ist echt so abrupt nicht zu schaffen, da ich auch noch unter eine Essstörung leide.

    Ich freue mich sehr auf Eure Erfahrungen.

    Herzliche Grüße,
    CoCo
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    am 26.08.2024 15:41:08 | IP (Hash): 491399864
    Wie ich dem Michel schon geschrieben hab, ist das hier ne super Fundgrube https://www.glucosegoddess.com/science
    Wenn das Englisch nicht reicht, hilft Google super, und wenn du unbedingt was auf Deutsch brauchst, heißen die ersten Schritte "Der Glukose Trick"

    Nachfrage:
    Apropos Essstörung: Wäre da nicht die Newcastle Diät ganz besonders vorteilhaft, indem sie den Input auf 3mal täglich einen Becher z.B. Optifast begrenzt? Damit hättest du nach 1 Woche komplett gesunden Blutzucker völlig ohne Medikamente und nach weiteren um 10 Wochen konsequent in der Spur den Diabetes komplett ausgeschaltet. Dann würde dieselbe Menge KHs, die deinem Blutzucker heute über 240 mg/dl schießt, weniger als 140 mg/dl Spitze machen.


    ----------------------------------------------
    Gestartet mit mehr als HbA1c 15,5 in 01.1991, ärztlich eingestellt Basal-Bolus ab 1998 mit Hba1c um 7 und um 140 IE/Tag Insulin. Gegen vielfachen ärztlichen Rat seit 2002 mit wenigen Ausnahmen 7/24 zwischen 60 und 140 mg/dl und HbA1c um 5 mit aktuell um 20 IE/Tag Insulin. - Das Reframing vom Typ 2 ist mein Hobby und mein T2D mein bester Gesundheits-Coach :)
    Bearbeitet von User am 26.08.2024 16:19:52. Grund: Nachfrage
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    am 26.08.2024 16:53:33 | IP (Hash): 724341997
    Ich habe relativ abrupt auf lowcarb umgestellt.
    Nudeln/ Kartoffeln vorkochen bringt kaum etwas, besser ist es die Ernährung konsequent umzustellen.
    D.h. kein Getreide, kein Reis, keine Kartoffeln. Haferflocken pushen oft den Blutzucker hoch, das sollte man messen.
    Eiweißbrot u. Ä. Gibt es in sehr großer Auswahl im Handel, statt Vollkornbrot o.ä.
    Nudeln: es gibt z.b. KH arme Nudeln von Steiner's. Diese Firma bietet auch Lowcarb Brot etc. an. Oder Konjaknudeln/-reis.
    Nudeln aus Hülsenfrüchten sind wie vieles Geschmackssache, man darf nicht erwarten, daß sie wie echte Nudeln schmecken. Ich kaufe manchmal Linsennudeln bei Aldi.
    Ich backe mein lowcarb Brot überwiegend selbst und esse jedoch eher wenig davon, denn ich wollte meine Gewohnheiten ändern.
    Ich habe meine Ernährung auf überwiegend Gemüse umgestellt, dazu Fleisch, Eier, Käse, etwas Nüsse, Beeren und gute Öle. Hülsenfrüchte in Maßen. Milchprodukte vertrage ich kaum (eigentlich nur Käse) , wären auch empfehlenswert.
    Backwaren nur lowcarb, nicht täglich, fast alles selbst gebacken da es mir zu wenig Auswahl an z.b. lowcarb Kuchen gibt und ich manche Zutaten nicht vertrage.
    Man jann wunderbar lowcarb Pizza backen, oder eine Quiche mit lowcarb Boden.
    Ideen:
    Z.b. morgens Rührei mit Champignons oder ein Müsli aus Saaten und Nüssen und ein bisschen Haferkleie statt Haferflocken, auch als Porridge kochbar. Dazu Beeren.
    Mittags oft Rohkostsalat/Gemüsesalat mit etwas Feta oder Kichererbsen oder Bohnen. Lässt sich gut vorbereitet und zum Arbeitsplatz mitnehmen.
    Abends z.b. Gemüsepfanne mit Fisch oder Fleisch.
    Keine Zwischenmahlzeiten, besser mindestens 4 Stunden Abstand zwischen den Mahlzeiten.
    Klingt anspruchsvoll, ist es auch, aber mit starkem Willen zu erreichen.

    Schritt für Schritt!

    Falls die Eßstörung großen Raum einnimmt, sollte diese parallel behandelt werden (verschiedene Möglichkeiten, je nach Art der Eßstörung)

    Letztendlich ist es deine Entscheidung und Gesundheit.
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    am 26.08.2024 17:36:40 | IP (Hash): 1336936000
    Danke für Eure Rückmeldungen.

    Bei einer Essstörung Optifast - unmöglich! Ich muss wahnsinnig aufpassen, dass ich keine Suchtverschiebung erleide. Mein Zustand ist leider sehr komplex und ich bin natürlich deshalb auch in Therapie seit Jahren.

    Die Website von Glucose Goddess muss ich mir mal näher anschauen. Danke für den Tip!

    Ich versuche gerade die Regeln von Metabolic Balance weitgehendst einzuhalten bzw. diese mit Intervall Fasten zu mischen. Muss mich etwas herantasten, was meinem Körper aktuell besser gefällt. Ich habe MB mal vor vielen Jahren sehr erfolgreich gemacht und mein Stoffwechsel war in kürzester Zeit wieder auf Hochbetrieb.

    Diese acht Regeln gelten:
    1. Drei Mahlzeiten pro Tag
    2. Fünf Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten
    3. 60 Minuten Zeit nehmen pro Mahlzeit
    4. Jede Mahlzeit mit einem Bissen Eiweiß beginnen
    5. Nur eine Art Eiweiß pro Mahlzeit
    6. Nicht nach 21 Uhr essen
    7. Ausreichend Wasser trinken
    8. Obst zur Mahlzeit essen, nicht zwischendurch

    Zu den Alternativen bzgl. den Standard Kohlehydraten hätte ich noch ein paar Fragen. Ich habe mich jetzt mit Haferflocken eingedeckt, da die Ernährungs docs das mit den Hafertagen empfehlen. Was ist denn der Unterschied von Haferflocken zu Haferkleie hinsichtlich BZ? Glykämischer Index vielleicht?

    Eigentlich ernähre ich mich zu Hause vegetarisch bzw. nach Möglichkeit vegan und ohne Eier wegen meinem Eppstein Bar Virus. Meine Baustellen sind sehr vielfältig, was die Sache nicht leichter macht.

    Aber ich Danke Euch sehr für Eure Anregungen und freue mich auf weitere Inputs.

    Herzliche Grüße,
    CoCo
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    am 26.08.2024 19:12:43 | IP (Hash): 724341997
    Haferflocken jagen oft den Blutzucker hoch, Haferkleie deutlich weniger. Ich bekomme zudem viel Hunger auf Haferflocken. Und natürlich bei lowcarb auch zu viele Kohlenhydrate.

    Haferkleie enthält mehr Betaglucane als Haferflocken und weniger Kohlenhydrate. Betaglucane senken den Blutzuckerwert.

    Diese Haferflocken Tage wirken nur, wenn man sie Vorschriftsmäßig absolviert - nicht als einzelne Mahlzeiten zwischendrin.

    Den höchsten Wert an Betaglucanen enthalten Kölln Haferkleieflocken, schau mal im gut sortierten Handel. Ich nutze sie z.b. zum Binden von Suppe, oder 1 EL im Saaten-Porridge.

    Vegetarier oder Vegan mit lowcarb kombiniert ist eine große Herausforderung.

    Ich esse seitdem wieder mehr Fleisch, aber bei mir war es eine freiwillige Wahl und daher anders als bei dir.

    Als weitere Eiweißquelle zählen Seitan, Gebäck mit hohem Gluten- oder Weizeneiweißanteil (backe ich selbst), evtl. Sojaprodukte (habe ich wenig Erfahrung dank Allergie) , schwarzes Bohnen-Tempeh, Lupinen.
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    am 26.08.2024 20:39:20 | IP (Hash): 1336936000
    Danke für Deine ausführliche Erklärung.

    Ich muss echt noch viel lernen was das Thema Ernährung und Diabetes angeht. Tatsächlich versuche ich keine Zwischenmahlzeiten einzulegen bzw. maximal 3 Mahlzeiten am Tag und optimal auf 16:8 umzusteigen. Aber ich brauch etwas Ruhe um die Hafertage einzulegen. Momentan geht das nicht.

    Die Überlegung wieder etwas Fleisch in meinen Speiseplan einzubauen, hatte ich auch schon.

    Mein Ziel ist es, wieder zu erlernen auf meinen Körper zu hören und zu gucken wie er auf das alles reagiert. Vielleicht sind dann auch wieder Eier und etwas Fleisch drin.

    Momentan nehme ich einen Tag nach dem anderen, für alles andere fehlt mir die Kraft.

    Danke nochmals für Deine hilfreichen Informationen!

    Liebe Grüße,
    CoCo
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    am 27.08.2024 09:26:43 | IP (Hash): 546815261
    Hallo CoCo,

    Herzlich willkommen hier! Du hast schon einen großen Schritt gemacht, dass du dich hier angemeldet und uns deine Geschichte erzählt hast! Du wiegst tatsächlich 96 Kilo mehr als ich, ich würde dir liebend gerne ein paar abnehmen, diese abspecken und meine Zuckerwerte dadurch verbessern 😉.

    Spaß beiseite. Ich schließe mich voll und ganz der Fränkin an. Versuche alles was du kannst um KH zu reduzieren. Ich würde empfehlen, hierauf erstmal den Fokus zu setzen. Esspausen sind auch wichtig, aber du solltest dich nicht überfordern.

    Außerdem ist Bewegung super nützlich und wichtig, hier ist wenig schon mal viel!!! Besser als gar keine!

    Bleib dran, das wird, Schritt für Schritt. Liebe Grüße Ulla
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    am 27.08.2024 16:44:00 | IP (Hash): 1627776210
    CoCoHatFragen schrieb:
    Ich versuch den Übergang etwas geschmeidiger zu machen und Ziel wäre es dann die Kohlehydrate wirklich auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Mein Diabetologe meinte, aktuell sollte ich aufgrund meines hohen Langzeitzuckers von 9.1% die Kohlehydrate komplett meiden. Aber das ist echt so abrupt nicht zu schaffen, da ich auch noch unter eine Essstörung leide.




    Hör lieber auf deinen Arzt. Ein sehr kluger Rat.

    "Aber das ist echt so abrupt nicht zu schaffen, da ich auch noch unter eine Essstörung leide. "

    Verlangt deine Essstörung nach leckeren Nudeln? Echt?
    Ich halte das für Quatsch, ehrlich gesagt. Und angesichts deines hohen HbA1c von 9.1%
    würde ich an deiner Stelle nicht mit dem Schicksal verhandeln und auch keine faule Kompromisse schließen. Lass dich auf den Rat deines Arztes ein und geh dein BZ-Problem schleunigst an. Spätschäden sich nicht lustig!

    Es ist nicht so schwer. Jürgens Rat eine schnelle fastKH-freie "Kur" zu machen, (Newcastle Diät) oä
    ist sehr erfolgversprechend gegen hohen BZ.

    (Ich selber kam so mit einem NBZ von ü 400mg/dl innerhalb von 10 Tagen auf etwa 150mg/dl und nach 2 Monaten um 120mg/dl, dann zügig unter 100mg/dl. Da ging dann auch recht schnell das Gewicht runter, in den 3 Monaten waren es über 10kg. Ohne Qual.
    Nach einem Jahr :
    HbA1c von 11,8% auf 5,2%,
    Gewicht gut 30 kg minus.
    NBZ 85mg/dl.
    Gesundheitlicher Gewinn=unbeschreiblich.
    Ich muss halt schon dranbleiben, entbehre aber nichts. Im Gegenteil.)

    KH füttern deinen Blutzucker, der hohe Blutzucker füttert deinen Hunger und der dein Übergewicht.
    Willst du abnehmen, musst du den BZ runterbringen. Je schneller, desto einfacher ist es.
    KH sind nicht essentiell im Gegensatz zu Protein und Fett.

    Nährstoffe, Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine und Mineralien braucht der Mensch und wenn der Körper hier einen Mangel feststellt, meldet er Gelüste und Hunger / Heißhunger an. Solange, bis er einigermaßen kriegt, was er unbedingt braucht.

    Wer sich nährstoffreich ernährt, bekommt was er benötigt und kommt sogar mit weniger Essen (Kcal) aus.
    Zufrieden, ohne Hunger und wilde Gelüste. Qualität statt Quantität!

    "Bei einer Essstörung Optifast - unmöglich!"
    Das klingt nach Ausrede, entbehrt jeder Logik, die Methode ist ja unbestritten. Es ist maximal 1-2 Tage etwas hart, aber das geht anderen genauso. Da muss man durch und kann das auch, wenn einem klar ist, um was es geht: Gesundheit und Leben.
    Es muss nicht Optifast sein, jede Ernährung mit allen benötigten Nährstoffen bei geringsten Kalorien wird es tun.
    Oder aber für 3-12 Monate eine carnivore Ernährung probieren (was auch fürs Immunsystem hilfreich wäre und vielfältige andere Beschwerden lindern/heilen kann).

    Du musst an deiner Ernährung etwas ganz gewaltig ändern, wenn du gesund werden willst. Weiter so wird nicht funktionieren.
    Du fragst nach Tricks und Auswegen, willst einen geschmeidigen Übergang, wohl am liebsten nur eine kleine halbherzige Änderung - das ist nicht der richtige Weg aus deinen festgefahrenen Gewohnheiten. Ist nicht böse gemeint.

    Gib dir einen Ruck. Auf zu neuen Ufern!
    Du schaffst das.

    Nachtrag:
    Und nein, eine Stoffwechselerhöhung durch «Metabolic Balance» wird deine Pfunde nicht purzeln lassen bei dem BZ den du hast. Der muss erst runter. Offenbar hat es beim letzten Mal nicht so gut geklappt, sonst wärst du nicht da, wo du bist, sondern bei Normalgewicht. Die werben ja mit NON-JOJO.
    Danach kannst du es ja machen, aber bedenke, eine Portion «reines Roggenvollkornbrot ohne Hefe» hat mehr als 30g KH/100g.
    30 g KH - damit kannst du ein Kilo Blumenkohl/ Spinat/ Champignons/ Zuccini essen, mit einem Löffel Butter drüber und ein paar großzügigen Scheiben Fleisch dazu und hast immer noch KH übrig, dass du deinen Kaffee danach mit einer Sahnehaube versehen kannst. Darum geht es.

    Hast du ein Blutzucker-Messgerät? Bei mir wäre eine Scheibe Brot ein Anstieg um 50mg/dl, geschätzt. Haferflocken sind noch schlimmer, aber manche können sie gut vertragen. Obst zu den Mahlzeiten? Eine Handvoll Beeren vielleicht in den Naturjoghurt, aber alles andere hat viel zuviel KH.

    Fruchtzucker wird übrigens anders als Glucose verstoffwechselt und wird direkt in der Leber zu Fett verarbeitet, sollte erst mal ganz weggelassen werden. Interessanterweise, kann Verzuckerung durch Fructose nicht beim HbA1c gemessen werden, obwohl diesbezüglich mindestens genauso schädlich wie Glucose.

    Keine Angst vor Fett essen. Fett wird nicht zu Bauchfett, das wird als Energie verbrannt, wird vom Gehirn, Haut, dem Gewebe und der Verdauung usw benötigt.
    Bauchfett entsteht durch überflüssige Glucose, die die Leber erst lebernah für später als Fett einlagert und wenn kein Bedarf/Nahrungsmangel eintritt, auf Dauer auf die Rippen gepackt. Die menschliche Speicherfähigkeit ist nahezu unendlich. Gesund ist es das nicht und große Fettspeicher und verfettete Organe ziehen allerlei Krankheiten nach sich.

    Hoher Blutzucker verhindert den Abbau von Fett, da wir es ganz schwer mit dem Abnehmen. Deshalb ist es vor allem wichtig, den BZ zu senken, darauf zielt eben die Newcastle Diät ab und der Rat deines Diabetologen.

    Mein Rat:
    → schreibe dir alle Nährwerte auf die du zu dir nimmst. Alle. Jeden Tag. Fett, Protein, KH.
    → Alles abwiegen. Auf einem Nährwertrechner alles nachschlagen und KEINE verarbeiteten LM.
    → Halte die Ernährung einfach, aber abwechslungsreich.
    → Erhalte dir die Motivation, die du offensichtlich gerade hast.
    → Hab nichts im Vorrat, was du nicht essen darfst/möchtest.
    → Für Anfälle empfehle ich Fettiges.
    → Wer Fressanfälle schon einplant und "leckere" Sachen dafür einkauft, hat schon verloren.
    → Wenn du strauchelst, dann ändert das nichts am GesaMTPlan. Morgen ist ein neuer Tag.
    → Steck dir Ziele, die erreichbar sind.
    → Gibt nie auf, es hängt einfach zu viel am Gelingen.
    → Täglich BZ messen. Morgens und 2 Stunden nach dem Essen.
    → Nach dem Essen ein Spaziergang hilft ungemein, den Blutzucker nicht steigen zu lassen.

    --------------------------------------------------------
    DM2 in Remission ohne Medikamente
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    Mitglied seit: 22.06.2022
    am 27.08.2024 18:16:43 | IP (Hash): 1207107412
    Henrie schrieb:

    Hör lieber auf deinen Arzt. Ein sehr kluger Rat.

    Du musst an deiner Ernährung etwas ganz gewaltig ändern, wenn du gesund werden willst. Weiter so wird nicht funktionieren.

    Mein Rat:
    → schreibe dir alle Nährwerte auf die du zu dir nimmst. Alle. Jeden Tag. Fett, Protein, KH.
    → Alles abwiegen. Auf einem Nährwertrechner alles nachschlagen und KEINE verarbeiteten LM.
    → Halte die Ernährung einfach, aber abwechslungsreich.
    → Erhalte dir die Motivation, die du offensichtlich gerade hast.
    → Hab nichts im Vorrat, was du nicht essen darfst/möchtest.
    → Für Anfälle empfehle ich Fettiges.
    → Wer Fressanfälle schon einplant und "leckere" Sachen dafür einkauft, hat schon verloren.
    → Wenn du strauchelst, dann ändert das nichts am GesaMTPlan. Morgen ist ein neuer Tag.
    → Steck dir Ziele, die erreichbar sind.
    → Gibt nie auf, es hängt einfach zu viel am Gelingen.
    → Täglich BZ messen. Morgens und 2 Stunden nach dem Essen.
    → Nach dem Essen ein Spaziergang hilft ungemein, den Blutzucker nicht steigen zu lassen.

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    DM2 in Remission ohne Medikamente



    Dem kann ich mich nur anschließen. Super beschrieben!
    Sei mutig und gehe es an.
    LG
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    Mitglied seit: 09.09.2023
    am 27.08.2024 18:33:49 | IP (Hash): 314730014
    Meine genetische Veranlagung war bereits einige Jahre bekannt.
    Der Langzweitwert des Blutzuckers geriet aber erst 2022 in einen kritischen Bereich.
    Ende dieses Kalenderjahres konnte mein Körper offenbar rein gar nichts mehr abbauen.
    Ich konnte bei der Gewichtszunahme förmlich zusehen.

    Die richtigen Worte meines Hausarztes und meine Panik bezüglich der gesundheitlichen Folgen bewirkten ein unverzügliches Handeln.

    Weil ich mich selbst für relativ maßlos halte, musste ich eine strenge Trennlinie ziehen. Einfach gesagt, ich teilte Lebensmittel in "gut" und "böse".

    Neulich habe ich eine junge Frau kennengelernt mit Traumfigur. Ich habe sie gefragt, wie sie das macht, wie sich ernährt. Sie freute sich über mein Kompliment, lachte, und meinte, sie esse eigentlich alles. ABER (dabei hob sie einen ihrer Zeigefinger): "In Maßen!".

    Genau das ist mein Problem. Ich bin maßlos und brauche deshalb diese Trennung. Esse ich das eine Mal eine Kartoffel, sind es beim nächsten Mal zwei. Usw.

    Die Einordnung in "gut" und "böse" ist relativ leicht und nachvollziehbar.
    Obst ist genauso tabu wie jegliche Mehlspeisen.
    Alles mit Stärke wurde verbannt.
    Nudeln oder auch Haferflocken – oder Kleie? Warum? Viel zu viel KH.
    Ich verstehe überhaupt nicht, wie man als Diabetiker (Typ 2) überhaupt noch Nudeln oder Pizza essen kann (will).

    Ich habe sicher den Vorteil, dass ich fast alle Lebensmittel gut vertrage und mir nur wenige Produkte nicht schmecken.

    So habe ich als Grundnahrungsmittel Speisequark (20% da weniger Milchzucker als Magerstufe) und Buttermilch eingeführt.

    Insgesamt komme ich pro Tag auf 50 bis 90 g KH. Beeren rechne ich ein, Gemüse und Rohkost allerdings nicht.

    Irritationen bezüglich zu wenig kcal habe ich seit spätestens heute endgültig verworfen.

    Bei den Fetten achte ich auf "gute", gesunde Fette, einfach ausgedrückt auf eine gute Bilanz zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten. Olivenöl und Nüsse beispielsweise sind hier perfekt.

    Sonstige Regeln wie zeitliche Abstände zwischen den Mahlzeiten habe ich nie berücksichtigt.

    Alles, was meinem ernährungstechnischen Plan durchkreuzen könnte, habe ich aus Küche und Vorratskammer entfernt. Im Laufe der Zeit kamen Lebensmittel hinzu, die ich zunächst gar nicht auf dem Zettel hatte: ab und an Leberwurst, Rotwein, Saaten Crisp von Brandt sowie Bitterschokolade (99%) sind Beispiele. Süßungsmittel lehne ich genauso ab wie typische Nahrungsergänzungsmittel.

    Ich habe das schon mehrfach geschrieben: Ich habe nie bewusst eine Diät gemacht, sondern einfach nur die Spreu vom Weizen getrennt (wobei ich bildlich gesprochen eher die Spreu gegessen habe ;-)

    Die Kilos sind in atemberaubender Geschwindigkeit vor allem ab dem dritten Monat gepurzelt. Mein HbA1c fiel in diesem Zeitraum von 9,7 auf den Schwellenwert 5,7. Zwischenzeitlich lag der Wert bei 5,1, aktuell bei 5,3.

    PS: Hätte ich bewusst irgendeine Diät angefangen, wäre ich gescheitert. Wenn ich die einzelnen Erfahrungsberichte hier im Forum lese, muss ich jedoch feststellen, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss. Meinen scheine ich einigermaßen (und schnell) gefunden zu haben.

    -- Typ DM 2 - aktuell keine und bisher noch nie Medikamente - HbA1c unter 5,7 -- Stand: 08/2024
    Bearbeitet von User am 28.08.2024 01:40:37. Grund: Fehler bereinigt.
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