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Amfänger verzweifelt

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 22.01.2019 13:54:44 | IP (Hash): 264745915
    Hallo ihr Lieben,

    ich bin 25 Jahre alt. Vor ca 2 Monaten bekam ich die Diagnose Diabetes. Erstmal war Typ 2 vermutet. Nachdem ich die Tabletten überhaupt nicht vertragen habe und meine Werte auch nicht sanken, wurde eine Laboruntersuchung angeordnet ubd es stelle sich doch Typ 1 heraus.

    Nun bin ich seit ca. 3 Wochen am Insulin spritzen, seit 3 Tagen sinken meine Werte immer wieder unter 90, dabei fühle ich mich nicht gut. Ich bin seit 3 Wochen krank geschrieben... Wie soll ich denn wieder arbeiten, sport machen ...

    Ich leide unter schlimmen Kopfschmerzen..

    Geht es nur mir so? Fühle mich als wäre ich zu sensibel, alleine und empfindlich oder sowas. So lange Krankgeschrieben...

    Wie waren eure Anfänge?

    Liebe Grüße
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 22.01.2019 13:55:19 | IP (Hash): 264745915
    *Anfänger
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    Mitglied seit: 27.11.2018
    am 22.01.2019 18:17:26 | IP (Hash): 1523580171
    Wie waren denn Deine Werte bei der Diagnose? Eventuell brauchst Du einfach Zeit, um Dich an die niedrigeren Werte zu gewöhnen. Wenn Du sehr unsicher bist, geh nochmal zum Diabetologen.
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 22.01.2019 19:26:46 | IP (Hash): 746151637
    Hallo Mine,
    wie hoch waren deine Blutzuckerwerte ?
    Und wie schnell wurden diese jetzt bis 90 mg/dl gesenkt ?

    Was wir spüren, sind keine absoluten Werte, sondern der Unterschied.
    Meine Blutzuckerwerte von über 400 mg/dl wurden langsam gesenkt, auch der Augen zuliebe.
    Und die INSULINER-Schulung hatte ich erst, als ich schon wieder zur Arbeit musste.
    War nicht einfach, nach Arbeitstag noch in die Abendschule.
    Im Nachhinein dennoch ganz o.k., weil sozusagen Live und in Farbe, wo so Theorie eigentlich nicht wirklich passte (Stress senkt bei mir den BZ z.B.).

    Kopfschmerzen sind eher kein Symptom, ev. andere Ursachen wie Flüssigkeitsmangel oder PMS.
    Schnelle Hilfe könnte sein: Großes Glas Wasser trinken, Tasse Kaffee wirkt anregend auf die Durchblutung, Japanisches Heilpflanzenöl auf den Schläfen einreiben und unbedingt hinlegen mit Augen zu (tränen sonst) und entspannen.

    Sensibel & empfindlich zu sein, sind auch ganz typische Unterzuckerungsanzeichen.
    Dann befindet sich der Organismus bereits im Notfallmodus per Tunnelblick, das Denken fällt dann schwer.
    Jeden, der mich anspricht, kann ich dann gar nicht per Anliegen wahrnehmen.
    Fixiert auf "brauche Zucker".

    Damit umzugehen, ist zu lernen.
    Da gibt's durchaus logische Erklärungen und Hilfestellung durch Arzt und Schulung.

    Liebe Grüße Elfe
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    am 22.01.2019 19:46:39 | IP (Hash): 1099732074
    Hallo Mine,

    ich bin zwar nicht Typ 1 Diabetiker, sondern Typ 2.
    Muss aber auch seit Anfang Dezember zu Actrapid zu den Mahlzeiten spritzen, dazu seit Jahren noch Langzeitinsulin ,Metformin und Forxiga.
    Ich hatte vor der ICT-Therapie, also vor dem spritzen zu den Mahlzeiten Nüchternwerte von 280-300 mg/dl. Jetzt liegen meine Werte nüchtern zwischen 120-140 mg/dl.
    Die ersten drei bis vier Wochen nach dem ich mit dem Actrapid begann, hatte ich auch so meine Schwierigkeiten
    Ungefähr zwei Stunden nach dem spritzen bekam ich Schwindelanfälle und mir wurde kotzübel.
    Ich dachte anfangs an Unterzuckerung, was aber nicht der Fall war.
    Mein Körper musste sich erst an die fast normalen Werte gewöhnen. Ich war ja viel zu lange mit den viel zu hohen Werten unterwegs. Du bist doch bestimmt in einer Schwerpunktpraxis für Diabetologie in Behandlung? Dort bekommst du ja deine Schulungen und dein Diabetes wird dort auch vernünftig eingestellt.
    Zwei Monate sind noch keine lange Zeit, besonders, wenn man nicht gleich den Typ 1 erkannt hat.
    Es wird dir bestimmt bald besser gehen. Diabetes ist nun mal eine Krankheit die Geduld und ein gewisses Maß an Disziplin erfordert.

    Gruß Helmut
    Bearbeitet von User am 22.01.2019 19:48:34. Grund: Rechtschreibung
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    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 22.01.2019 23:37:32 | IP (Hash): 264745915

    Meine Werte waren bei fast 400 und der Langzeitwert bei 11.6

    Ich bin einmal die Woche beim Dia-Doc, jedoch mache ich mir trotzdem sorgen. Ich bin schon so lange AU geschrieben, soll im Sommer meine Abschlussprüfung schreiben und jetzt im Februar nach Bad Mergentheim...

    P.s ich weiß nicht wie ich allen antworte
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    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 22.01.2019 23:40:05 | IP (Hash): 264745915

    Meine Werte waren bei fast 400 und der Langzeitwert bei 11,6

    Nun schwanken meine Werte zwischen 70 und 150

    Ich bin einmal die Woche beim Dia-Doc, jedoch mache ich mir trotzdem sorgen. Ich bin schon so lange AU geschrieben, soll im Sommer meine Abschlussprüfung schreiben und jetzt im Februar nach Bad Mergentheim...

    P.s ich bin hier noch neu und muss noch ein bisschen herausfinden wie diese Seite aufgebaut ist. Aber einen großen Dank für die schnelle Hilfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 23.01.2019 01:21:50 | IP (Hash): 746151637
    Hallo Mine,
    deine Werte sind gut, schon fast zu niedrig, würde mein Arzt mir sagen.
    Mein Zielwert ist 100 mg/dl, so bei 70 schon fast Unterzuckerungsanzeichen.
    Mit 150 mg/dl bist du noch weit weg von Nierenschwelle mit 180 (mein so persönlicher Grenzwert), aber dennoch Ausreißer mit weit an die 300, kurzzeitig nicht schlimm.

    Deine Dia-Dok Betreuung ist wöchentlich, schon mal gut.
    Aber ambulante Schulung wird nicht vermittelt/angeboten ? (Stationär mit Kochkurs eigentlich nicht nötig).

    Bis zum Sommer hast du noch Zeit, auch für kurzen Aufenthalt in der Klinik.
    Geht so oder so - nur - um richtige Dosis des Insulins, passend zum Essen als erstes, mit anderen zweitrangigen Parametern.

    Gruß Elfe
    P.S.: Deine Beiträge können wir alle öffentlich lesen und auch antworten.
    'Private Nachrichten' wären in Zwiesprache auch möglich.
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    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 23.01.2019 13:37:44 | IP (Hash): 1710130165
    Danke. Jede Woche beim Doc wird das auch mit Schulung verbunden.

    Da ich erst im November fast meinen Partner durch eine Krankheit verloren hätte, bin ich alleine in dieser "Schulung". Ich habe also gar keinen Kontakt zu anderen Diabetiker.

    Mein Krankenhaus Aufenthalt wird demnach auch mit psychologischer Betreuung stattfinden.

    Ich bin nur schon so lange Zuhause und von Tag zu Tag wird meine Laune schlechter. Ich habe mit meinen Doc gesprochen, der lässt mich aber trotzdem nicht arbeiten. Jetzt kann es sogar sein, dass ich durch die Fehltage in der Berufsschule nicht zur Prüfung zugelassen werde.

    Es ist alles so viel. So viele Sorgen und Ängste die ich habe. Gerade macht sich der Gedanke breit, das ich kein normales Leben mehr führen kann...das immer die Diabetes im Vordergrund steht.

    Wie geht ihr damit um? Hattet ihr auch so Schwierigkeiten das zu akzeptieren, ich weine so viel und ...ach keine Ahnung
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    am 24.01.2019 00:45:50 | IP (Hash): 746151637
    Hallo Mine,

    hat dein Doc dir gegenüber begründet, warum er dir Beruf und Schule nicht zutraut ?
    Unbedingt nachfragen !

    Auch Ärzte sind, wie wir, durch ihren Charakter geprägt.
    Bei meinem Arzt braucht's schon so'n 'Kopf unterm Arm' für AU.

    In der Schulungsphase und Feinabstimmung mit Insulin war ich schon wieder in Vollzeit tätig, Schulung nach Arbeit und sonstige Termine freigeschaufelt per Gleitzeit.
    Sehr anstrengend.
    Und auch mal grenzwertig mit Auto zur Arbeit, Unterzucker am Steuer ~ schlimm.
    Lässt sich aber auch per öffentlichen Nahverkehr bewältigen, trotz umständlich und mehr Zeitplanung.

    Möchte dich ermuntern, eben auch dein Umfeld beim Arzt anzusprechen.
    Hat eben auch Einfluss auf den Blutzucker, nicht nur Essen und BZ-Werte.
    Mein Arzt hat mit mir schon jede Menge aushalten müssen, u.a. Weinkrämpfe.
    Wartet dann ab und holt mich wieder auf den Boden der Tatsachen und Logik zurück.

    Gruß Elfe
    P.S.: Psychologe ist nicht so meins. Habe mich aus bestimmten Gründen mal eingelesen, aber so praktisch nicht mein Ding. Hatte bei Klinikaufenthalt (nicht wg. Diabetes) die Möglichkeit genutzt. Sitzt dann da mit gespitzten Bleistift und lässt einen erzählen. Nachfragen zu früheren Ereignissen, nö - kam mir vor wie Vorgabe des aktuellen behandelnden Arztes.
    Finde da den menschlichen Organismus segensreich.
    Das Gehirn sortiert unnützes weg und behält die wichtigen Dinge.
    Wiederkauen von verdrängten/verarbeiteten Ereignissen kann ich nichts abgewinnen.
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    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 24.01.2019 13:13:58 | IP (Hash): 1074023339
    Ja er kennt alles, ich bin da sehr offen. Auch meinem Arbeitgeber gegenüber. Mein Doc meint, das ich zu unsicher bin und meine Werte zu sehr schwanken und ich noch nicht einschätzen kann was ich wann zu tun habe. Und das wäre zu gefährlich...

    Der Doc lässt auch nicht weiter mit sich reden, ich habe versucht ihm klar zu machen, dass ich gerne Arbeiten möchte, aber er hält mich für zu instabil....
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    Beiträge: 7
    Mitglied seit: 22.01.2019
    am 24.01.2019 13:15:06 | IP (Hash): 1074023339
    Ja er kennt alles, ich bin da sehr offen. Auch meinem Arbeitgeber gegenüber. Mein Doc meint, das ich zu unsicher bin und meine Werte zu sehr schwanken und ich noch nicht einschätzen kann was ich wann zu tun habe. Und das wäre zu gefährlich...

    Der Doc lässt auch nicht weiter mit sich reden, ich habe versucht ihm klar zu machen, dass ich gerne Arbeiten möchte, aber er hält mich für zu instabil....
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    Mitglied seit: 13.05.2016
    am 24.01.2019 19:11:31 | IP (Hash): 746151637
    Hallo Mine,
    schon gut, daß du von deiner Seite her alles ansprichst.
    Dein Doc versteht dich aber nicht.
    Und es ist SEINE Verantwortung, dir Sicherheit zu geben !

    So eingebläut wird einem Anfänger die Unterzucker-Gefahr und deshalb Traubenzucker immer dabei haben (halte mich immer noch daran).
    Das merkt man körperlich per Schwitz, Zittern und Unwohlsein - dann zuerst Zucker und anschließend BZ messen - wird einem auch eingebläut.
    Hohe Werte kann ich selber körperlich nicht fühlen, messe aber regelmäßig.
    Ca. 3 h nach Essen und Mahlzeitinsulingabe und kann dann korrigieren.

    So wurden mir jedenfalls diese zwei Grundlagen vermittelt und musste in den Job.
    Feinheiten wurden erst später vermittelt und erlernt.

    Vielleicht ist der Doc nicht der richtige für dich - muss zwischen beiden Seiten passen.

    Was du trotzdem regeln kannst
    - Wie sind die Zulassungsbedingungen zur Prüfung - Berufsschulstunden Anzahl Pflicht ?
    - Bezgl. Arbeit gibt es das 'Hamburger Modell' mit reduzierter Arbeitszeit
    http://www.einfach-teilhaben.de/DE/StdS/Ausb_Arbeit/ArbPl_sichern/Wiedereingliedern/wiedereingliedern_node.html

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 24.01.2019 20:01:16. Grund: +