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Nun soll ein Fasten Test gemacht werden

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    am 21.06.2019 11:42:14 | IP (Hash): 1475805379
    wollte mich mal nach meinem Termin in der Charité melden , der Arzt meinte ich habe eine sehr hohe Insulin Ausschüttung beim OGTT Test gezeigt , jetzt wollte man sich besprechen wegen einem 72 stündigen Fasten Test .
    Hatte schon mal im Januar 2018 einen fasten Test machen müssen den man abbrechen musste wegen unterzuckerung, warum macht man ihn nochmal wenn der andere abgebrochen werden musste . Hat von euch jemand Erfahrung mit dem Fasten Test ?
    Jetzt wissen sie das ich zu viel Insulin produziere aber keiner weiß warum , ein Glück sind die jetzt auch der Meinung das es nicht mit der Ernährung zusammen hängt , morgens stehe ich auf und hab das Gefühl das ich einen Helm auf dem Kopf habe und wenn ich was gegessen habe ist es weg .
    Grüße von Patricia
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    am 21.06.2019 12:19:18 | IP (Hash): 1559317459
    Patricia26 schrieb:
    Hatte schon mal im Januar 2018 einen fasten Test machen müssen den man abbrechen musste wegen unterzuckerung, warum macht man ihn nochmal wenn der andere abgebrochen werden musste.

    Die Frage "warum" kann relativ einfach beantwortet werden:
    Dein Arzt weiß sonst nichts, was er tun kann.

    Der 72h-Fasten-Test dient nur dem Nachweis oder dem Ausschluss eines Insulinoms, eines (meist gutartigen) Tumors der endokrinen Zellen der BSD. Ein Insulinom wird auch nur in wenigen Fällen wirklich festgestellt, aber für die "normalen" Ärzte sind damit die diagnostischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Wenn der Test wieder abgebrochen werden muss, bekommst du sowieso keine Aussage. Ich würde mich an deiner Stelle wahrscheinlich weigern, mich noch mal der Tortour zu unterziehen oder zumindest vom Arzt eine gute und schlüssige Antwort fordern, was der erneute Test bringen soll und was für Erkenntnisse er tatsächlich bringt, wenn er nicht bis zum Ende ausgeführt werden kann.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.06.2019 12:19:30. Grund: .
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    am 21.06.2019 12:53:39 | IP (Hash): 1475805379
    Ich fühle mich sehr hilflos
    Mein diabetologe schickt mich in die Charité weil er nicht weiß warum ich täglich mehrmals unterzuckerung habe , die Charité meinte wenn ich keinen Fasten Test machen möchte dann könnte man mir nicht helfen . Da der Test im Januar 2018 abgebrochen werden musste will Frau Dr sehen ob ich unter dem Fasten Test auch zu viel Insulin ausschütte .
    Nun weiß ich nicht weiter so wie es seit 1 1/2 Jahren ist und ich Angst habe irgend wo hin zu gehen weil ich laufend unterzucker ist es keine Lebensqualität mehr .
    Bekomme den Traubenzucker oder auch in flüssiger Form nicht mehr runter , wenn ich ihn genommen habe ist der Zucker für 20-30 Minuten da dann geht es wieder abwärts.
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    am 21.06.2019 19:11:36 | IP (Hash): 1949516927
    Hallo Patricia,
    verstehe sehr gut, daß du dir allein von dem Fastentest keinen Erfolg versprichst, sogar Angst davor hast.
    Da 'eigentlich' erwartet, genügend Zuckerhaltiges mit ins Krankenhaus nehmen, daß du dir selbst schnell helfen kannst, bis sich denn mal Pflegepersonal und Arzt bequemt.

    Du hättest in der Charité zumindest 'einen Fuß in Tür',
    um eben auch andere Fachabteilungen zu Rate zu ziehen - umfangreiche Untersuchungen per Bildgebung oder großes Blutbild und auch deine Magenproblematik dazu beurteilen zu lassen.

    War bei mir jedenfalls so (zweimal in Uniklinik) und wurde in mehrere Fachabteilungen geschickt, jenseits der Fragestellung zum jeweiligen Überweisungsgrund.
    Und - fragen, fragen, fragen - nicht abspeisen lassen und alle Aspekte ansprechen.

    Gruß Elfe
    Bearbeitet von User am 21.06.2019 19:20:47. Grund: Korrektur Schreibfehler
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    am 21.06.2019 20:27:44 | IP (Hash): 1270616719
    So ein stationärer Test läuft unter Aufsicht und kann nur dann funktionieren, also verwertbare Ergebnisse zeigen, wenn Du eben zwischendurch keine Glukose einwirfst. Du bekommst einen Zugang gelegt, und dadurch im Notfall Glukose direkt in die Vene, von wo sie dann innerhalb von 2-3 Minuten wirkt. Also keine Angst, dass Du da noch im letzten Moment irgendwas runterwürgen musst! Daumendrück!

    Nachtrag: Wichtig ist in der Vorbesprechung die Besprechung der bisherigen Aktionen und die plausible Erklärung, warum die kein verwertbares Ergebnis gebraucht haben und warum diese Aktion nun eines bringen soll und kann. Und auf den Notfallzugang für die Glukose würde ich bestehen, wenn er entgegen meiner Erwartung nicht von vornherein angeboten werden sollte!

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    Alle Aussagen bezüglich Diabetes und Behandlung in diesem Beitrag sind mutmaßlich, denn ich bin kein Arzt. Genauso wie ich von einem mutmaßlichen Mörder schreiben muss, wenn ich gesehen hab, wie einer einen anderen erschossen hat. Denn zum Mörder darf den nur zum entsprechenden Ende eines ordentlichen Verfahrens ein ordentlicher Richter ernennen ;)
    Bearbeitet von User am 21.06.2019 20:40:01. Grund: Nachtrag
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    am 29.06.2019 23:34:21 | IP (Hash): 1497761095
    Hallo Patricia,

    anderer Gedanke:
    Habe heute einen Artikel im aktuellen Juni-Heft der Apotheken Umschau gelesen mit Thema
    "Innere Narben - Verwachsungen - Operationen im Bauchraum können schmerzhafte Verklebungen verursachen. Zu wenige Patienten kennen dieses Risiko"

    Der Artikel reißt zumindest das Thema an - du hattest geschrieben, daß die BZ-Probleme erst nach Magen- und Zwerchfell-OP aufgetreten sind, vermutlich Magenentleerungsstörung - zu schnell einerseits und auch per deiner Symptome 'nichts essen können'.

    Ev. mal ansprechen in der Charité, die das stationär vor Ort untersuchen können.
    Gruß Elfe
    Link zum Thema (Umschau nicht online verfügbar)
    https://deximed.de/home/b/magen-darm-trakt/patienteninformationen/bauchraum/verwachsungen-im-bauchraum-adhaesionen/
    Bearbeitet von User am 29.06.2019 23:38:25. Grund: Link
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    am 16.07.2019 12:10:21 | IP (Hash): 202944437
    Allgemein finde ich Intervall-Fasten ganz geil, um den BZ niedrig bzw. im Optimal-Bereich zu halten. Habe dies allerdings in einer Zeit ausprobiert, die sehr entspannt war und nicht vom Arbeitsalltag bzw. Stress geprägt war.


    Ich habe damals bis 14/15 Uhr nichts gegessen, bis ich um diesen Zeitraum gemerkt habe, dass mein Zucker zu niedrig ist. Dann habe ich eine kleine Mahlzeit zu mir genommen, welche reich an Kohlenhydraten und Protein war, damit der Zucker wieder in den Optimal-Bereich kommt. Dann habe ich ca. eine Stunde danach mein Training absolviert im Gym und danach habe ich richtig viel gegessen, nicht nur um Insulin zu spritzen, um so den Muskelaufbau zu fördern (keine Angst, ich bin Typ 1 Diabetiker, genetisch bedingt seit meinem 10. Lebensjahr und nicht weil ich das Insulin als Doping genutzt habe :P) und um meine Nährwertziele zu erreichen.


    Im Endeffekt habe ich durch das Intervall-Fasten keine großen Sprünge auf der Waage gemacht, aber meine Optik hat sich stark verbessert bezüglich meinem Körperfettanteil und meiner Muskulatur. Kann ich nur jedem Empfehlen.


    72 Stunden nichts essen ist aber natürlich hart. Insofern man sich null bewegt vielleicht auch möglich durchzuhalten. Ich würde die Ärzte ausquetschen bis aufs Blut, wenn ich die Vermutung hätte, dass sie gar nicht wissen was sie tun.

    Fasten könnte laut Dr. Probst ebenfalls zur Heilung führen, auch bei Typ 1 Diabetes. Das ist jedoch wieder eine ganz andere Baustelle... (Ich würde meine Leistungsfähigkeit des Gehirns nicht opfern für eine "Heilung" bzw. Wiederherstellung der Insulinproduktion - so sehe ich das bezüglich dem "richtigen Fasten"...)