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Leichte Auffälligkeiten

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 21.08.2019
    am 21.08.2019 20:05:43 | IP (Hash): 107926261
    Hallo zusammen.
    Ich bin weiblich, 30 und habe heute leichte Auffälligkeiten meiner BZ Werte festgestellt.
    Es fing an das ich ca. 3h nach dem Frühstück (Körner-Vollkornbrot, Veggie-Aufstrich, Hühnerwurst, 1 kl. Kaffee mit Hafermilch) Schwindel, Benommenheit, und Koordinationsprobleme feststellte. Blutdruck war mit 121/77 Puls 59 bestens, Blutzucker war bei 2,1 mmol/l.

    Als Direktmaßnahme habe ich ca. 100ml Orangensaft getrunken, 2 Kartoffeln mit etwas Tomatenketchup gegessen, und danach noch 1 Scheibe Körner-Vollkornbrot mit Aufstrich und roter Paprika und 250ml Wasser getrunken. Danach 1h später gemessen war der BZ wieder okay 8,2 mmol/l (kl.8,9) und 2h nach der Mahlzeit bei 6,2 mmol/l (kl.6,7).

    Zum Mittag (12:15) habe ich 200g Backfisch gegessen, 1h später war der BZ bei 6,4 mmol/l (kl.8,9) und 2h nach dem Essen bei 5,1 mmol/l (kl.6,7) also auch okay.

    Um 16:30 war der BZ dann erst bei 6,9 mmol/l, um 17:00 Uhr direkt vor dem Abendessen bei 5,7 mmol/l (3,9-5,8). Zum Abendessen gab es selbst gemachtes Sandwich (ca. 100g Brot, div. Gemüse als Belag und 2 Wiener). Gemessen 1h nach dem Essen war der BZ bei 9,6 mmol (kl.8,9). Dann war ich ca. 45 min spazieren und danach 2h nach dem Essen war der BZ bei 6,0 mmol (kl.6,7).

    Außer 1 Kaffee morgens trinke ich sonst nur Wasser, keine Säfte, kaum/seltenst mal was süßes, kein Süßstoff, kein Fastfood, keine Knabbersachen, kaum Fett. Mit dem Hund bin ich täglich 3x draußen. (Entschuldigt falls das zu viel Text war, das Thema ist Neuland für mich).

    - Ist bei dem niedrigen Wert von heute Vormittag (2,1 mmol/l) und der geringen Erhöhrung von 1h nach dem Abendessen (9,6 mmol) eine Abklärung ratsam?

    - Oder kann das evtl. durch Messfehler kommen? Weil die BZ Werte 1h und 2h nach dem Mittagessen völlig in Ordnung waren. (Gemessen mit Gluco Test Plus).

    Ich wäre euch dankbar, wenn mir jemand was dazu sagen könnte/würde.
    LG Jelly.
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    am 21.08.2019 20:52:22 | IP (Hash): 773230620
    Hallo Jelly,

    es gibt absolut keinen Grund, bei einem einzigen Wert mit einem Handmessgerät nervös zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um einen Messfehler gehandelt hat, ist sehr groß. Wenn du wirklich nur 2,1mmol/l {38mg/} gehabt hättest, wäre dir mehr als nur ein bisschen schwindlich gewesen. Wenn dir wieder so ein Wert über den Weg läuft, dann mache unbedingt eine Kontrollmessung.

    An den anderen Werten ist nichts groß auszusetzen. Von Diabetes ist damit weit und breit nichts zu sehen. Du kannst ja mal weiter beobachten, wie weit deine Werte 3 Stunden nach so einem Frühstück runter gehen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 21.08.2019 20:52:46. Grund: .
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    am 22.08.2019 07:36:29 | IP (Hash): 107926261
    Danke Rainer!

    Ich habe heute früh nüchtern gemessen (einfach zur Kontrolle) und da war auch alles in Ordnung. Ich meine bei 5,3 mmol/l wäre ich gewesen.

    Bei bestimmten Erkrankungen soll zwar auch bei nicht-Diabetikern so ein niedriger BZ Wert auftreten, aber ich denke dann würde das häufiger auftreten und das ist es bisher nicht.

    LG Jelly.

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    am 22.08.2019 11:26:23 | IP (Hash): 363002240
    Jelly schrieb:
    Bei bestimmten Erkrankungen soll zwar auch bei nicht-Diabetikern so ein niedriger BZ Wert auftreten, aber ich denke dann würde das häufiger auftreten und das ist es bisher nicht.


    Ja, das ist richtig. Aber die Diagnostik ist in solchen Fällen äußerst schwierig. Oft kommt nichts raus, außer dass die Betroffenen jahrelang von einem zum anderen Arzt geschickt werden. In diese Tretmühle muss man sich wirklich erst begeben, wenn die Unterzuckerungen häufig auftreten und das normale Leben stark beeinträchtigen. Hier im Forum haben auch schon mehrere Betroffene ihr Leid geklagt.

    Der einfachste und auch gar nicht so seltene Fall wäre der einer alimentären bzw. reaktiven Hypoglykämie, einer verspäteten und dann überschießenden Insulinantwort auf die Mahlzeit. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass der BZ in der Spitze (ca. nach 1 Stunde) sehr hoch ist und nach 3 ... 4 Stunden sehr niedrig wird. Dabei ist es durchaus möglich, dass so etwas beim Frühstück ausgeprägter auftritt als bei den anderen Mahlzeiten. Dagegen kann man aber relativ einfach etwas unternehmen. Wenn man so isst, dass die BZ-Spitze nicht so hoch geht, dann ist auch der nachfolgende Abfall geringer. Bei manchen hilft ballaststoffreich (Vollkorn) ganz gut, aber leider nicht bei allen. Mehr Fett und mehr Eiweiß ist auch hilfreich und kein Problem, wenn du dadurch nicht die Gesamtkalorien erhöhst.

    Du kannst ja mal ein bisschen messen, ob bei dir besonders beim Frühstück Anfänge von alimentären Hypoglykämien zu beobachten sind und ob du mit Ernährung gegensteuern kannst.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 22.08.2019 11:26:40. Grund: .
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    am 23.08.2019 00:18:22 | IP (Hash): 1459082598
    Hallo Jelly,

    so wie ich dich verstanden habe, hast du keine Diabetes-Diagnose und versuchst, BZ-Werte selbst gemessen, einzuordnen.
    Das ist gar nicht so einfach:
    - ein Handmessgerät lässt bis zu 15 % plus/minus Abweichung zu.
    - öffentlich zugängliche BZ-Werte beziehen sich auf bereits bestehende Diabetes-Diagnose.
    UZ lagen in meinen INSULINER-Schulungen bei 2,8 - 3,3 mmol/l
    Habe allerdings auch schon einen leuchtenden Wert von 27 mg/dl = 1,5 mmol/l überstanden.
    200 ml O-Saft dann per Tetrapack (und Strohhalmverpackung aufbekommen).
    UZ-Symptome bessern sich fühlbar in Minuten-Schnelle, messen dann nach ca. 10-15 Minuten, bis sich der Zucker auch in der Fingerblutkapillare zeigt.
    Geraten wird auch, dann eine Zusatz-BE zu essen z.B. halbe Scheibe Brot, halbe Banane … ca. 10 g KH, die ich selbst allerdings nicht brauche.
    Sehe zu, daß UZ angehoben wird - wie beschrieben: Bei ca. 2 mmol/l dann 200 ml O-Saft; bei 2,8 mmol/l brauche ich nur ca. 10 g Zucker entsprechend 100 ml O-Saft oder lieber 5 Gummibärchen ;-)

    Gruß Elfe
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    am 23.08.2019 11:54:57 | IP (Hash): 1983084228
    Elfe schrieb:
    - ein Handmessgerät lässt bis zu 15 % plus/minus Abweichung zu.

    Hallo Jelly,

    ehe du anfängst, den Taschenrechner zu zücken, solltest du zwei weitere Vorschriften aus der DIN beachten, die Elfe aus irgend einem Grund unter den Tisch fallen lässt:

    1. Bei Werten unter 100 mg/dl {5,6 mmol/l} darf die Abweichung absolut bis zu +/- 15 mg/dl {0,8 mmol/l} betragen. Bei deinen gemessenen 2,1 mmol/l spielen die +/- 15 % keine Rolle.
    2. Nur 90% der Werte müssen in diesem Toleranzbereich liegen, es können also auch bei DIN-gerechten Geräten durchaus bis zu 10% Mondwerte dabei sein. Zum Glück tritt das bei den Markengeräten viel seltener auf, aber einzelne Messfehler können auch bei denen nicht ausgeschlossen werden.

    Es bleibt also dabei, dass man aus einem einzigen mit dem Handmessgerät gemessenen Wert gar nichts schließen kann. Für dich wird erst dann interessant, wenn du diesen Wert in ähnlichen Situationen reproduzieren kannst.

    Beste Grüße, Rainer


    Bearbeitet von User am 23.08.2019 12:36:09. Grund: .
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    am 23.08.2019 19:11:10 | IP (Hash): 2145928405
    @Rainer
    Warum sollte ich Jelly mit Informationen überfrachten, die sie so ev. genau nicht wissen möchte ?

    Die DIN Norm ist wie sie sie ist. Punkt.
    Auch Drogerien verkaufen mittlerweile Blutzuckermessgeräte mit Sensoren, die durchaus günstiger zu kaufen sind.

    Wichtig ist das gesamte Messsystem = Gerät + Sensoren.
    Auf meinen Contour next-Sensoren steht der Zielbereich drauf, wobei der Normalbereich am wichtigsten ist (soll lt. Arzt 100 mg/dl (5,6 mmol/l) einhalten). Liegt der Blutzucker weit tiefer oder weit höher, sieht man das auch so - ohne sich noch weiter mit %-Abweichung abmühen zu müssen.
    Zielwert - Zielbereich / mg/dl - mmol/l
    Normal: Zielwert 126 zu 112-139 / 7 zu 6,2-7,8
    Tief: Zielwert 42 zu 37-46 / 2,3 zu 2,1-2,7
    Hoch: Zielwert 370 zu 329-410 /20,5 zu 18,3-22,9
    Außerdem muss man sich vor Augen führen, daß mit Minimengen da eine chemische Reaktion stattfindet und kleinste Stromstärkeänderung hoch gerechnet wird - von 0,6 µl Blut auf Deziliter oder Liter.
    https://flexikon.doccheck.com/de/Blutzuckermessgerät
    Eigentlich schon toll, daß wir überhaupt zuhause messen können :-)

    Laborwerte sind genauer in der Messung, da man diese Geräte eichen kann.
    Soll ich dir, Herr Doktor Rainer, noch mehr erklären zu Messtechnik ?
    Wohl nein ;-) da du (nicht nur) hier ja bevorzugst, nur mit deinem offensichtlichen Google-Wissen zu glänzen.
    Bearbeitet von User am 23.08.2019 19:16:45. Grund: .