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HbA1c normal, Blutzuckerwert (nüchtern) normal, aber 2Std Wert viel zu hoch. Warum?

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    Mitglied seit: 16.08.2020
    am 17.08.2020 01:41:27 | IP (Hash): 1914986568
    Ich würde mich freuen wenn ich hier Antworten finden kann, vielleicht weis jemand warum meine Werte normal sind bis auf den 2 Std wert?

    September 2019:
    HbA1c 5.4
    Glukose Nüchtern 4.5
    Die Werte 2 Std nach dem Essen sind aber deutlich zu hoch, die gingen rauf bis auf 12 mmol/l
    Der Arzt hat aus einer weiteren Blutuntersuchung gesehen dass meine Bauchspeicheldrüse ausreichend Insulin produziert ich also Typ 2 Diabetes habe.

    Der Arzt meinte ich könne ja die Ernährung Umstellen und schickte mich nach Hause ohne weiteren Abklärungen.

    April 2020 (6 Monate Später, Standard Bluttest im Militär)
    HbA1c 5.2 (-0.2 tiefer als halbes Jahr zuvor)
    Glukose Nüchtern 4.7 (0.2 höher als halbes Jahr zuvor)
    Werte nach dem Essen unbekannt da ich nicht messe.

    Ist es richtig dass der Artzt mir keine Medikamente gegeben hat und einfach nach Hause geschickt hat?
    HbA1c ist ja in Ordnung, also alles kein Problem? Meine 2 Stundenwerte bedeuten doch dass ich bereits Diabetes habe?

    Besten Dank Euch erfahrenen Forumsteilnehmer für einen Tip ob ich mir sorgen machen muss und allenfalls nochmals zum Arzt gehen muss.
    Danke!



    Bearbeitet von User am 17.08.2020 01:50:48. Grund: Fehler im Text
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    am 17.08.2020 11:10:00 | IP (Hash): 1784906990
    https://diabetesinfo.de/fortgeschrittene/grundlagen-fortgeschrittene/hba1c.html Zitat daraus:
    "Ein schlechtes HbA1c zeigt eindeutig eine schlechte Einstellung, während ein normwertiges HbA1c noch kein Beweis für eine gute Einstellung ist. Von einer guten Einstellung kann man nämlich nur dann sprechen, wenn keine größeren Schwankungen aufgetreten sind. (BZ-Spitzen gelten als potentiell zytotoxisch und mitverantwortlich für Gefäßschädigungen) Und da BZ-Spitzen nicht allzulange dauern, die Glykierung aber erst nach etwa 4 Stunden irreversibel wird tauchen diese Spitzen nicht im HbA1c auf."

    Am besten also so essen & trinken, dass in der Spitze jeweils um ne Stunde danach für ein paar Minuten max 7-8 mmol/l erreicht werden. Weil die Mengen dafür seeehr individuell sind, wirst Du wohl um systematisches Selbermessen und Selberabmessen nicht rumkommen.
    Klar kannst Du auch schauen, ob ein Arzt Dir dafür schon die eine oder andere Medi verschreibt. Aber in der normalen Diabetes-Behandlung sind 12 mmol/l ne Stunde oder zwei nach dem Essen nix besonderes, sondern eher völlig normal.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 18.08.2020 13:21:04 | IP (Hash): 72970431
    Sorry, wenn's nicht stimmt, aber ist das nicht schon wieder so eine Hba1c-Tatjana-Sockenpuppen-Geschichte, die darauf abzielt, die Diagnose mittels Hba1c runter zu ziehen?

    Der Schreibstil und die Behauptung, der Arzt hätte "ihn" einfach nach Hause geschickt, deuten jedenfalls darauf hin.

    Wie gesagt: Wenn's nicht so ist, tut's mir leid...
    Bearbeitet von User am 18.08.2020 13:24:23. Grund: .
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    am 18.08.2020 14:07:09 | IP (Hash): 1914986568
    Hallo,

    Ich verstehe Deine Reaktion auf meine Frage nicht wirklich.

    Ich habe mich für Heute einen neuen Termin geben lassen beim Arzt um das Thema nochmals durchzusprechen.

    Ich bin vor einem Jahr davon Ausgegangen dass alles in Ordnung ist solange der Hba1c Wert im grünen Bereich ist und schlicht und einfach beim Essen angefangen Zucker zu meiden und generell etwas gesünder zu Essen.

    Scheinbar reicht dass ja nicht(?) und gemäss der Antwort von Jürgen muss auch der Nüchternwert, beziehungsweise der 2 Std Wert im grünen Bereich sein damit ich gesundheitlich im grünen Bereich bin.

    Warum sollte ich ein Interesse haben hier etwas vorzulügen, der Arzt schickte mich nach Hause und sagte es reicht die Ernährung ein wenig umzustellen und alle 6 Monate den Hba1c Wert zu messen.

    Ich bin danach für fast ein Jahr im Aulsand Arbeiten gegangen und habe das Thema ehrlichgesagt auch ein wenig verdrängt. Jetzt will ich dem auf den Grund gehen.

    Nebenbei, was verstehst du unter Hba1c-Tatjana-Sockenpuppen-Geschichte?
    Sorry, bin neu in der Thematik und auch neu in diesem Forum, bin auber für alle Hilfe dankbar.

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    am 18.08.2020 15:29:39 | IP (Hash): 1318109534
    Hallo,

    wurden die 12mmol/l beim Arzt im Rahmen eines Oralen Glukosetoleranztests gemessen? Oder hast du diese selbst daheim gemessen?

    Wann hat man wirklich Diabetes und wann nicht. Das ist keine immer so klar beantwortenbare Frage.
    Dein HbA1C sagt aus, dass dein Blutzucker die meiste Zeit des Tages in einem super Bereich liegt, kurzfristige Anstiege nach dem Essen bspw., werden hierbei aber weniger berücksichtigt.

    Variante A): deine 12mmol/l nach dem Essen wurde mit deinem Handmessgerät gemessen, also nicht beim Arzt, diese können +-15% Toleranz aufweisen. Nehmen wir jetzt mal an, dass dein Gerät eher oberhalb dieses Toleranzbereiches misst, hieße es, dass die 12mmol/l eigentlich nur 10mmol/l sind und diese darf auch ein gesunder Mensch nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten erreichen, ohne gleich Diabetes zu haben

    Variante B): du könntest natürlich Diabetes im absoluten Frühstadium haben. Das würde bedeuten, dass dein Körper grundsätzlich selbst schafft, den Blutzucker im normalen Bereich zu halten, aber nach dem Essen Probleme hat. Sollte dies der Fall sein, dann würden die Nüchternwerte und HbA1C Werte erst langsam und allmählich hochgehen.

    Momentan kann man nicht genau sagen, welche Variante bei dir auftritt.
    Sollte Variante B vorliegen und du tatsächlich Werte um die 12 mmol/l nach dem Essen haben, könnte man dich natürlich auch schon Diabetiker nennen. ABER, was ändert sich für dich an dieser Benennung? Du musst viertel- bis halbjährlich zum Arzt und dort wird geschaut, wie sich die Werte entwickeln. Ansonstens heißt es erstmal nur: mehr Bewegung, gesündere Ernährung, Übergewicht abbauen, wenn vorhanden. Und damit brauchst du ja nicht warten, ob du jetzt eine Diabetes Diagnose hast, oder nicht. Damit kannst du gleich anfangen. Schaden tut es auf keinen Fall, solltest du langsam einen Diabetes entwickeln, dann wirken sich diese Maßnahmen positiv aus. Und genau dies, hat dir ja auch schon dein Arzt empfohlen. Tabletten gibt es bei Typ2 erst, wenn die allgemeinen Maßnahmen (Bewegung, Ernährung, Gewichtsabnahme) keine großen Erfolge bringen.

    LG July
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    am 15.12.2020 20:31:29 | IP (Hash): 2080054839
    Besten Dank an July für die Antwort.

    An alle:
    Ich weiss es ist eine Weile her, aber aufgrund eines längeren Auslandseinsatzes im Militär konnte ich erst jetzt einen Oralen Glukosetoleranztest in einem Labor machen:

    (OGTT) Datum: 15.12.2020
    HbA1C Wert 5.1 (super!)
    Glukose nüchtern (12 Stunden nichts gegessen / getrunken) 4.72 (super)
    1 Stunden nach 75g Glukose 13.3 mmol/L (Diagnose Diabetes)
    2 Stunden nach 75g Glukose 9.2 mmol/L (Diagnose Diabetes)

    Mein HbA1C hat sich über die letzten 18 Monate sogar verbessert, von 5.3 auf aktuell 5.1.
    Nüchtern Blutzucker war auch nie ein Problem.

    Ich habe die letzten 18 Monate angefangen etwas gesünder zu Essen, dass heisst die Kohlenhydrate zu senken (Weniger Weissbrot, kaum zuckerhaltigen Getränke, keine Besuche mehr beim Burger Brater).
    Damit werden die üblen Blutzuckerspitzen von mehr als 10mmol/L praktisch ganz vermieden, meistens bleibe ich unter 9 mmol/L.
    Ich Esse aber noch regelmässig Pasta und Pizza und auch von gelegentlichem Alkoholkonsum ( 1 Flasche Wein pro Woche) kann ich nicht die Finger lassen. Nobody is perfect ;-)

    Wie seht Ihr dass? Ist dass ein Problem wenn die Blutzuckerspitzen weiter bestehen, solange HbA1C und nüchtern Zucker in Ordnung sind?
    Variante 1: Weiter so
    Variante 2: Mit Metformin oder ähnlichem Medikament die Blutzuckerspitzen senken?

    Ich bin eigentlich kein Freund von Medikamentöse Behandlung wenn kein grosser Nutzen zu erwarten ist. Sprich: Sind die Blutzcukerspitzen unschädlich werde ich weiterhin alle 6 Monate das HbA1C messen und erst bei einem Anstieg über 6 mmol/L mir Medikamente verschreiben lassen.

    Ja, ein Facharzt könnte mir da weiterhelfen, aber... Im Auslandseinsatz ist der Zugriff auf einen Spezialisten schwieriger als Zuhause. Deshalb bin ich super Dankbar für Eure Gedanken / Erfahrungen in diesem Bereich!

    PS: bin 47 Jahre Alt, kein Uebergewicht und ansonsten Gesund.

    Besten Dank schon im Voraus Euch allen!

    Markus

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    am 15.12.2020 21:19:43 | IP (Hash): 19109484
    Wenn Du meinem Diabetologen vor 30 Jahren über den Weg gelaufen wärst, hätte der nen Riesenspaß an Deiner Sorte Diabetes gehabt. Der kommt nämlich deutlich außer der Reihe von Standard T1 und T2 ;)

    Meine alte T2 Erfahrung sagt, dass Du dir Deine Medikamentenfreiheit umso länger erhalten können wirst, je länger Du die Stundenspitzen nach dem Essen meistens deutlich unter 8-10 mmol/l halten kannst, am einfachsten nach diesem Rezept https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar Das ist vor allem dann wichtig, wenn Deine physische Einsatzfähigkeit wichtig für Deinen Job ist. Am Schreibtisch dürfen auch INSULINER ;)

    Ein Facharzt würde Dir wahrscheinlich bei der Klassifizierung Deines Diabetes weiterhelfen, zumindest weiterhelfen wollen. Aber unter fachärztlicher Anleitung hättest Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit möglichst bald einen HBA1c über 6. Mit unter 6 weiß ich nur von Betroffenen (Korrektur) recht kurz nach sehr früher Diagnose und solchen, die seit Jahren beim Dok nur noch die Medikation abholen, die sie für den BZ-Verlauf und HBA1c brauchen, den sie haben wollen.

    Mit meinem alten Diabetologen bin ich längst übereingekommen, dass er meine HBA1c aktuell 5,1 zwar für behandlungsmäßig falsch hält - er würde und könnte bei aller Erfahrung nicht dazu anleiten - aber als mein erstaunlich gut funktionierendes Ding respektiert und mir Teststreifen und Insulin nach Bedarf rezeptiert.

    Wenn Du kein Zuckerwasser trinkst, wirst Du ne Stunde nach Deinem Wein keine besonders hohe Spitze messen :)

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    Bearbeitet von User am 15.12.2020 21:23:43. Grund: Korrektur
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    am 15.12.2020 21:48:27 | IP (Hash): 2080054839
    Danke Jürgen für deine Antwort.

    Die Info von www.bloodsugar101.com finde ich sehr sinnvoll. Natürlich ist Low Carb Ernährung der richtige Weg, darüber sollte kein Zweifel bestehen.

    Ich werde dass mit dem Blutzucker Testen auf verschiedene Lebensmittel weiterführen um zu sehen welche Lebensmittel für mich ein No Go sind.

    Als Beispiel:
    Mit einem Cheeseburger und Pommes vom gelben M komme ich spielend auf die 12mmol/ L. Die früher regelmässigen wöchentliche Besuche sind seit der Erst Diagnose längerem gestrichen.
    Komischer weise bringt mich eine Fette Grosse Pizza nur auf ca. 8 mmol/L nach den üblichen 2 Stunden. Liegt also mal drin.

    Ich arbeite noch daran die Werte von bloodsugar101 einzuhalten, aber ich befinde mich auf gutem Weg, sagen wir mal in der Hälfte).

    Ps: Ich gratuliere zu deinem HBA1c von aktuell 5,1! Machst du das alleine mit Low Carb Ernährung?
    Falls Ja, hast du anfangs Medikamente genommen?

    Lieber Gruss und weiter so!

    Markus
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    am 15.12.2020 22:32:21 | IP (Hash): 2080054839
    Noch eine Nachtragsfrage.
    Blutzuckerspitzen sind scheinbar langfristig ziemlich ungesund.

    Die Blutzuckerspitzen kann man brechen indem man

    A) wenige Kohlenhydrate isst.
    B) Glinide (Prandiale Glukoseregulatoren) wirken extrem kurz, nämlich nur für den Zeitraum der Mahlzeit. Diabetiker müssen sie nur dann einnehmen, wenn sie tatsächlich etwas essen, also immer vor den Hauptmahlzeiten. Ein strikter Essensplan ist nicht erforderlich und der Alltag lässt sich so freier gestalten. Die Medikamente vermeiden Blutzuckerspitzen während der Mahlzeit, senken den Zuckerspiegel aber nicht kontinuierlich. Quelle: https://www.diabetes-muenster.de/diabetes/arzneiwegweiser.html

    Wäre Variante B nicht ein einfacher praktischer Weg, vor allem da ja bei mir einzig und alleine die Blutzckerspitzen problematisch sind? Angenommen ich vertrage das Medikament, könnte Ich dann "bedenkenlos" auch mal wieder high Carb essen? Oder einfach dass Medikament nur nehmen wenn mangels alternativen low Carb nicht geht? Hat jemand Erfahrung oder eine Meinung dazu?
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    am 15.12.2020 23:04:14 | IP (Hash): 19109484
    Wir brechen da nix, sorgen nur für ein bisschen niedriger, und wie Du's machst, is im Prinzip wurscht. Allerdings geht LC komplett in eigener Regie, während Medis nen autorisierten Verschreiber brauchen und solche Leute generell den Hang zum vorschreibenden Einmischen in die Verwendung haben und auch ne recht feste Vorstellung davon, in welcher Reihenfolge sie die Medis mit ihren Patienten ausprobieren. In der Sache sind Glinide für Deinen Fall wahrscheinlich sehr brauchbar, stehen allerdings nicht an erster Stelle in der diabetologischen Reihenfolge. Also probier mal, was geht, und Daumendrück!

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    am 16.12.2020 08:26:20 | IP (Hash): 72970431
    Hallo Mark!

    Entschuldige bitte, aber Deine Geschichte klingt extrem unplausibel.

    Ein perfekter Hba1c und Nüchternwert zwischen 80 und 90 mg/dl. Besser kann man's ja fast nicht machen, aber dann doch OGTT bei 240 mg/dl nach einer Stunde und über 160 mg/dl nach zwei Stunden?

    Da passt etwas nicht. Kurioser Vergleich, aber: Es ist logischerweise ausgeschlossen, auf allen Vieren ganz langsam von Deutschland nach China zu kriechen, aber trotzdem schon in einer Stunde dort zu sein.

    Daher meine Frage:

    Wurden Erkrankungen ausgeschlossen, die das Hba1c nach unten verfälscht haben könnten? (tgl. Einnahme von hochdosiertem Vitamin C über 1000mg, Leberzirrhose, Hämolyse/Hämolytische Anämie,....?). Wenn ja, dann ist der A1c für den Eimer.

    Hast Du drei Tage vor dem OGTT kohlenhydratreich, also mind. 150 Gramm tgl. verzehrt? Wenn nein, dann ist der OGTT nicht zu gebrauchen.

    Die Leitlinien der DDG, auch die neuesten, schließen einen Diabetes bei Hba1c unter 5,7 und Nüchternmessung unter 100 am gleichen Tag, zur gleichen Stunde das Vorliegen eines Diabetes mit befriedigender Sicherheit aus. Du wärst mit Deiner Geschichte, falls keine Störungsquellen vorliegen, ein absoluter Ausnahmefall.

    Außerdem würde der Arzt bei 2 unabhängigen und wirklich ganz tollen Werten aber miesem OGTT so wie ich das sehe keine Diabetes-Diagnose stellen, sondern nachprüfen, ob eine mögliche Störungsquelle vorliegt. Sollte eine Einflussquelle gefunden werden, sollte Der Diabetologe/Arzt nach eigenem Wissen und Gewissen einen Parameter auswählen, der Deine Zuckerstoffwechsellage adäquat, d.h. ohne Störquelle, wiedergibt.

    Ich bleibe aber dabei, dass eine Diabetes-Diagnose mittels OGTT bei einem perfekten Hba1c von 5,1 Prozent OHNE Vorliegen von "patientenspezifischen Einflussgrößen" empirisch nicht belegbar, weil schlicht und ergreifend nicht möglich ist.

    Ich sehe gerade, dass es einen ähnlichen Fall schon mal hier https://www.onmeda.de/forum/diabetes/2919572-diagnose gegeben haben soll: Dieser ist nahezu ident, mit dieser Geschichte und auch dort hat einschließlich dem Forendoc Dr. Keuthage niemand geglaubt, dass Werte in dieser Konstellation tatsächlich möglich sind.

    Daher bleibt nur die logische Schlussfolgerung, dass die Werte verfälscht sind oder die Geschichte so wie sie hier dargestellt wurde, nicht stimmen kann.
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    am 16.12.2020 08:51:55 | IP (Hash): 677825420
    Aber weil es möglich ist wurde der hba1c doch von der ddg in den neuen Empfehlungen reklassifiziert. Umgekehrt habe ich noch nie gehört dass der bz zu das der hba1c zu hoch und der ogtt zu niedrig war.
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    am 16.12.2020 09:07:52 | IP (Hash): 72970431
    Hallo Daniela!

    Wo hast Du das denn gelesen? =)

    Ich finde auf Seite 11 folgende Grafik, die ich Dir gerne beschreibe:

    Falls Symptome des Diabetes oder ein erhöhtes Diabetes-Risiko bestehen, sollte eine venöse Gelegenheits-Plasmaglukose, der Nüchternwert und/oder das Hba1c bestimmt werden. Zitat: "Aus praktischen Gründen empfiehlt die Kommission Labordiagnostik der DDG und DGKL eine gleichzeitige Messung von Glukose und Hba1c-Wert, da sich diese Parameter ergänzen".

    Liegt der Nüchternwert unter 100 mg/dl und der Hba1c-Wert bei weniger als 5,7 Prozent ist die Diagnose "Kein Diabetes" zu stellen.

    Bei Werten zwischen 100 und 125 mg/dl und Hba1c-Werten zwischen 5,7 und 6,4 Prozent ist von einem Prädiabetes bzw. einem Graubereich, wo Diabetes oder nicht beides sein kann, auszugehen. Erst dann ist zusätzlich ein OGTT erforderlich, der bei 2-Stunden-Werten unter 140 mg/dl "kein Diabetes", zwischen 140 und 199 mg/dl "Prädiabetes" und über 200 mg/dl "Diabetes" aussagt.

    Liegt der Zuckerwert bei einer Gelegenheitsmessung bei über 200 mg/dl, nüchtern bei 126 mg/dl aufwärts und/oder der Hba1c-Wert bei 6,5 Prozent und höher, ist die Diabetes-Diagnose mit ausreichender Sicherheit zu stellen.

    Wie geschrieben glaube ich also immer noch nicht, dass Werte wie Mark sie hier geschildert hat, in dieser Konstellation ohne Verfälschungen beim OGTT (durch kohlenhydratarme Ernährung in den Tagen davor) oder des Hba1c (durch Hämolyse/Hämolytische Anämie, Leberzirrhose,....) möglich sind. Da der spitzenmäßige Hba1c von 5,1 Prozent gut zum Nüchternwert von ca. 85 mg/dl passt, gehe ich gemeinhin eher von einem Fehler beim OGTT aus.
    Bearbeitet von User am 16.12.2020 09:09:32. Grund: j
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    am 16.12.2020 11:31:40 | IP (Hash): 563859155
    Auch wenn ich vor Jahren da gerne um jeden Kaiserbart eifrig mitgestritten habe, kann ich das Hickhack um Diagnose oder nicht beim Diabetes heute nicht mehr wirklich verstehen.
    Denn praktisch geht es doch nur darum, den Blutzucker so gesund wie möglich zu steuern, wenn die Automatik das aus welchen Gründen auch immer für die jeweils betroffene Person nicht ausreichend macht. Und was er dafür tun kann, war doch hier die Frage vom Steller, oder?

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    am 16.12.2020 16:14:07 | IP (Hash): 677825420
    Mitglied schrieb:
    Hallo Daniela!

    Wo hast Du das denn gelesen? =)

    Ich finde auf Seite 11 folgende Grafik, die ich Dir gerne beschreibe:

    Falls Symptome des Diabetes oder ein erhöhtes Diabetes-Risiko bestehen, sollte eine venöse Gelegenheits-Plasmaglukose, der Nüchternwert und/oder das Hba1c bestimmt werden. Zitat: "Aus praktischen Gründen empfiehlt die Kommission Labordiagnostik der DDG und DGKL eine gleichzeitige Messung von Glukose und Hba1c-Wert, da sich diese Parameter ergänzen".

    Liegt der Nüchternwert unter 100 mg/dl und der Hba1c-Wert bei weniger als 5,7 Prozent ist die Diagnose "Kein Diabetes" zu stellen.

    Bei Werten zwischen 100 und 125 mg/dl und Hba1c-Werten zwischen 5,7 und 6,4 Prozent ist von einem Prädiabetes bzw. einem Graubereich, wo Diabetes oder nicht beides sein kann, auszugehen. Erst dann ist zusätzlich ein OGTT erforderlich, der bei 2-Stunden-Werten unter 140 mg/dl "kein Diabetes", zwischen 140 und 199 mg/dl "Prädiabetes" und über 200 mg/dl "Diabetes" aussagt.

    Liegt der Zuckerwert bei einer Gelegenheitsmessung bei über 200 mg/dl, nüchtern bei 126 mg/dl aufwärts und/oder der Hba1c-Wert bei 6,5 Prozent und höher, ist die Diabetes-Diagnose mit ausreichender Sicherheit zu stellen.

    Wie geschrieben glaube ich also immer noch nicht, dass Werte wie Mark sie hier geschildert hat, in dieser Konstellation ohne Verfälschungen beim OGTT (durch kohlenhydratarme Ernährung in den Tagen davor) oder des Hba1c (durch Hämolyse/Hämolytische Anämie, Leberzirrhose,....) möglich sind. Da der spitzenmäßige Hba1c von 5,1 Prozent gut zum Nüchternwert von ca. 85 mg/dl passt, gehe ich gemeinhin eher von einem Fehler beim OGTT aus.





    Schau dir die Bewertungen des hba1c von 2010 bis 2018 mal an bzw die alten diagnose fliessdiagramme und die Interpretation der ddg von dieser Zeit, verglichen mit der heutigen. Dann wirst du erkennen was eine reklassifizierung ist. Damals sollte er als alleiniges diagnosekriterium zählen. Dies hat sich erledigt.
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    am 17.12.2020 11:20:15 | IP (Hash): 72970431
    Die Aussagefähigkeit des Hba1c aufgrund der derzeitigen EMPFEHLUNG der gleichzeitigen Bestimmung des Nüchternwertes "Reklassifizierung" zu nennen, ist fragwürdig. In den Empfehlungen von 2019 hat die DDG bei auffälligen Nüchternwerten oberhalb der Toleranzgrenze von 126 mg/dl (und höher) zur Bestimmung des A1c geraten. Lag der trotz hoher Nüchtern- oder Zufälligskeitsglukose bei unter 5,7 % war ein Diabetes dennoch mit befriedigender Sicherheit auszuschließen.

    Weil aber die immer brav von der DDG postulierten Störquellen, wie ich sie teilweise oben auszugsweise beschrieben habe, zu falsch-niedrigen oder falsch-hohen A1c-Werten geführt haben könnten, falls sie denn vorliegen, wird jetzt eben ergänzend zu einem normalen A1c-Ergebnis auch die Bestimmung des Nüchternwertes oder umgekehrt empfohlen. Ich kann Dir genau wie Tollister (fast) versprechen, dass dies eben auch aufgrund der patientenspezifischen Störquellen und auch dann wenn diese nicht vorlagen, schon vor den aktuellen Empfehlungen und damit auch in den Jahren 2010 bis 2018 gängige Praxis beim Diabetologen oder Allgemeinmediziner war. Bei einer Routineuntersuchung hatte mein Arzt ja auch beide Werte mitbestimmen lassen, ohne, dass ich zu diesem Zeitpunkt wusste, was der A1c überhaupt ist. Durch VIEL Recherche in der letzten Zeit bin ich aber in das Thema schon relativ gut reingekommen.

    Unter Reklassifizierung ist definitonsgemäß (im medizinischen Kontext) "durch eine erneute Untersuchung zu einer anderen Diagnose gelangend" gemeint.

    Das ist hier nicht der Fall.

    Deswegen halte ich es ohne Einflussgrößen nach wie vor für unwahrscheinlich, dass gleich zwei unabhängige Werte "kein Diabetes" und einer "Diabetes" aussagen soll und alleine aufgrund von Überschreiten eines Wertes die Diagnose Diabetes gestellt wird. Alleine weil zwei : eins, sprich zweimal nein, einmal ja, würde nur ein erfunder Mediziner der Ursache für die offensichtliche Störquelle nicht auf den Grund gehen wollen, weswegen ich die Story von Mark als Spambeitrag von Tatjana unter neuem Namen und mit falschen Angaben verbuchen würde.
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    am 17.12.2020 11:25:15 | IP (Hash): 72970431
    Mein lieber Jürgen: Die Eröffnung des Threads diente eher wieder einmal dazu, unter neuem Namen nach eigenem Nicht-Wissen Unsinn zu verbreiten, dass Diabetes auch bei normalem Hba1c-Wert und Nüchternglukose möglich ist. Auch die angebliche Diagnose des Arztes bei verschiedenen Ergebnissen deutet darauf hin. Leider wird dem Treiben des Ein-Frau/Mann-Tatjana-Michael74-Zimmerei-und-weiß-ich-nicht-alles-Gespann einfach kein Riegel vorgeschoben.

    @Mitglied: Danke für Deine nochmalige Intervention. Es ist nur leider sinnlos mit einem Troll zu diskutieren, da es das erklärte Ziel dieser Personen ist, Unsinn zu verbreiten oder (manchmal unfreiwillig) witzig zu sein. Nur leider klappt das halt in einem medizinischen Forum nicht so gut, wo Ratsuchende schnell zu Hypochondern werden könnten, weil man ihnen falsche Infos liefert. Tatjana (née DanielaW) ist seit mindestens 2013 hier und bei Onmeda aktiv und hat weit mehr als einmal die Geduld der Forenteilnehmer auf die Probe gestellt. Auch Dr. Keuthage, der ein echter Diabetologe war und hoffentlich noch ist, hat sie widersprochen. Das ging sogar so weit, dass er mal in einem Thread recht genervt "Schon wieder diese Hba1c-Geschichte?" von sich gab. Daher spare Dir bitte Deine Mühe und Schreibkraft bei dieser "Sorte" Mensch und halte es wie Rainer, der offenbar klug genug ist, die Threads des Trolls zu identifizieren und letztlich konsequent zu ignorieren.

    LG
    DT
    Bearbeitet von User am 17.12.2020 11:37:01. Grund: .
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    am 17.12.2020 15:04:07 | IP (Hash): 72970431
    Hat Daniela oder Tatjana recht?

    glg
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    am 17.12.2020 15:11:49 | IP (Hash): 72970431
    Nein, hat sie nicht. Zur Begründung siehe oben.
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    am 17.12.2020 21:30:55 | IP (Hash): 713277672
    Guten Abend @ Alle!
    Ich verfolge mit Interesse der Diskussion und Danke für die Interessanten Beiträge.
    Mir ist inzwischen bewusst dass meine Geschichte untypisch ist, deshalb habe ich auch hier im Forum Rat gefragt.
    Ich bin kein Troll oder ähnliches und würde auch gerne zwecks Beweises meine Labor Resultate hier als Bild hochladen. Leider akzeptiert das Forum keine Bilder. Wenn jemand will, schick ich diese gerne auf Eure E-Mailadresse.

    Mein

    So zurück zum Thema:
    Mir ist auch noch nicht ganz klar wie ich solche höchst unterschiedliche Werte HBA1C/ Nüchtern BZ/ BZ nach dem Essen habe, aber ich habe inzwischen einige Hinweise.

    @Mitglied
    Deine Frage: Wurden Erkrankungen ausgeschlossen, die das Hba1c nach unten verfälscht haben könnten? (tgl. Einnahme von hochdosiertem Vitamin C über 1000mg, Leberzirrhose, Hämolyse/Hämolytische Anämie,....?). Wenn ja, dann ist der A1c für den Eimer.
    Anämie habe ich keine, aber am unteren Grenzwert vom Bereich.
    Leber ist ok, wurde getestet. hochdosiertes Vitamin C nehme ich nicht ein. Bauchspeicheldrüse wurde per MRI getestet ohne Befund.

    Deine Frage: Hast Du drei Tage vor dem OGTT kohlenhydratreich, also mind. 150 Gramm tgl. verzehrt? Wenn nein, dann ist der OGTT nicht zu gebrauchen.
    Ja, habe ich. Zudem messe ich bei Kohlenhydratreicher Mahlzeit selbst um die 13mmol. Soltle also stimmen

    Ich Messe seit gestern wie von Jürgen empfohlen nach JEDEM Essen wie hoch der Blutzucker geht.
    Je nach Essen bekomme ich extrem unterschiedliche Werte. Bei mir sind’s wohl die schnell verfügbaren Kohlenhydrate welches für den Starken Anstieg verantwortlich sind. Vermeide ich diese oder noch besser stelle ich auf LOW Carb um, dann sind die Werte nach dem Essen fantastisch tief.
    Da ich schon seit einiger Zeit Zucker / Weissbrot / Weisser Reis e.t.c möglichst vermeide kann es möglicherweise schon sein dass der HBA1C Wert trotz hohem OGGT so tief ist.
    Beispiel meiner Messwerte Gestern:
    Mittagessen (wenig aber nicht ohne Carb. Salat, Käse, Speck, Schwarzbrot) von 5.3 mmol auf 6.2 mmol
    Abendessen (Mozzarella, Tomaten, Speck, Schwarzbrot, Natur Jogurt) von 5.0 mmol auf 6.2 mmol

    Beispiel meiner Messwerte Heute:
    Mittagessen (Salat, Fleisch wenig Pasta) von 5.9 auf 5.3 (!) dies mit 1h marschieren nach dem Essen
    Abendessen (3/4 Pizza) von 4.3 auf 8.1 nach dem Essen. Pizza scheint wohl nicht auf meinem zukünftigen Speiseplan zu stehen…

    Mir ist es am Schluss egal ob ich jetzt per Definition Diabetes habe oder nicht. Für den Betroffenen (mich) ist es wichtig zu wissen wie damit umzugehen. Ich werde vernünftig Essen, mich also an die Kohlenhydrate rantasten bis zu Grenzwert und versuchen täglich 45 Minuten Bewegung zu haben.
    Falls (Ich weiss ist schwierig…) ich das so durchziehen kann brauche ich meiner Meinung weder Medikamente noch weitere ärztliche Beratung.

    Wenn das jemand anders sieht, bin ich um diese Meinung ebenso interessiert.

    Schönen Abend!
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    am 17.12.2020 22:03:18 | IP (Hash): 713277672
    Hallo Mitglied,

    Wie in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, hat der Endokrinologe Mitte 2019 eine umfangreiche Untersuchung angeordnet. Ein paar Werte waren etwas über dem Limit (Östradiol E2, SHGBG, Cortisol, C-Peptid) Deshalb wurde ein MRI der Bauchspeicheldrüse gemacht. Der Befund war unauffällig.

    Wie gesagt, auch Dir biete ich gerne an meine Unterlagen zu sichten (hoffe das klappt mit dem verlinken auf flickr):
    https://live.staticflickr.com/65535/50731080297_a1f86633cd_b.jpg
    https://live.staticflickr.com/65535/50730983906_d512a8665a_b.jpg

    Die anderen von mir erwähnten Dokumente (oggt Test) sind auch nicht ein Fantasiebeitrag.

    LG

    Markus
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    am 18.12.2020 08:13:09 | IP (Hash): 72970431
    Hallo Mark!

    Mein lieber Markus, es tut mir sehr sehr leid, dass ich dachte, Du wärst ein Fake von Tatjana.

    Sie hat den letzten Jahren, wie von Tollister schon erwähnt, viel Unruhe gestiftet. Sowohl hier als auch auf Onmeda tauchten immer wieder die gleichen Fragen und haargenau die gleichen Diskussionen um das Hba1c auf. Unter dem Decknamen Zimerei wurde von ihr schon ein ganz ähnlicher Fall wie oben verlinkt geschildert. Auf Nachfragen kamen dann in den Folgeposts meist keine oder nur sehr unspezifische Antworten. Ich - und bestimmt auch Tollister - wollten Dich keineswegs kränken, bitte entschuldige.

    Es wäre trotzdem für mich sehr interessant zu wissen, was denn der Arzt genau gesagt hat und warum er, wissend, dass zwei komplett konträre Werte bzw. 2 Mal nein zur Diagnose, 1 Mal ja zur Diagnose gleich den Schluss gezogen hat, dass Diabetes vorliegt. Wurden Anämien, Hämolyse, etc. ausgeschlossen? Liegen Unterlagen zur Untersuchung der Erythrozyten, Hämoglobin, etc. vor? Der Hämatokrit-Wert ist ja unter dem Norm-/Referenzbereich. Das könnte grundsätzlich schon mal grundsätzlich auf eine Einflussquelle hinweisen.

    Andererseits, hast Du 3 Tage vor dem OGTT mindestens 150 Gramm Kohlenhydrate gegessen? Wenn nein, wäre der für den Eimer.

    LG
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    am 18.12.2020 08:42:42 | IP (Hash): 72970431
    Hallo Mark!

    Sorry, ich habe erst jetzt gesehen, dass Du auf Seite 2 einen Beitrag hinterlassen hast.

    Die Geschichte wundert mich trotzdem noch ein wenig, da diese Werte trotzdem absolut nicht zusammenpassen.

    LG
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    am 18.12.2020 08:49:27 | IP (Hash): 677825420
    MArk schrieb:
    Hallo Mitglied,

    Wie in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, hat der Endokrinologe Mitte 2019 eine umfangreiche Untersuchung angeordnet. Ein paar Werte waren etwas über dem Limit (Östradiol E2, SHGBG, Cortisol, C-Peptid) Deshalb wurde ein MRI der Bauchspeicheldrüse gemacht. Der Befund war unauffällig.

    Wie gesagt, auch Dir biete ich gerne an meine Unterlagen zu sichten (hoffe das klappt mit dem verlinken auf flickr):
    https://live.staticflickr.com/65535/50731080297_a1f86633cd_b.jpg
    https://live.staticflickr.com/65535/50730983906_d512a8665a_b.jpg

    Die anderen von mir erwähnten Dokumente (oggt Test) sind auch nicht ein Fantasiebeitrag.

    LG

    Markus



    Hallo Markus
    Was hier passiert ist, wenn du Threats vergangener Jahre liest, keine Seltenheit. Damals ist Purea, welche die gleichen Werte wie Du jetzt hast, systematisch von Jürgen und Rainer als Lügner und Verleugnen dargestellt worden, heute machen dies halt Mitglied und Trollister. Ich werde hier ständig als eine Tatjana dargestellt, aber was solls.
    Ich würde an Deiner Stelle versuchen einen Termin bei einem fähigen Diabetologen zu finden, um mich nochmal richtig durchchecken zu lassen anstatt Dir hier Infos zur Diagnose zu holen. Dafür gibt es Ärzte.
    Ich wünsche Dir alles 👍
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    am 18.12.2020 15:15:46 | IP (Hash): 677825420
    TanzWut schrieb:
    Hat Daniela oder Tatjana recht?

    glg



    Wenn hat Daniela Recht, auf Grund der neuen Bestimmungen welche in unserem Labor umgesetzte werden. Bis vor 4 Wochen hat der hba1c unter 5,7 bzw über 6,5 gereicht.
    Ich habe die Threats von Tatjana auch gelesen, aber sie schreibt das gleiche wie purea und letztendlich haben beide recht.
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    am 18.12.2020 18:26:19 | IP (Hash): 799797191
    So wieder zurück zum Thema:

    Hallo Markus,

    die ganze Diskussion kann dich ziemlich kalt lassen, sie gehört sowieso nicht hier in deinen Thread. Deine Werte passen zusammen. Da dein BZ zwar in 1 Stunde hoch ansteigt, aber deine BSD noch gut in der Lage ist, ihn innerhalb von 1 ... 2 weiteren Stunden wieder gut nach unten zu drücken, wird im HbA1c-Wert nicht viel davon zu sehen sein. Sehr wahrscheinlich ist bei dir die Phase 1 der Insulinausschüttung nach der Mahlzeit nicht mehr in Ordnung. Die sorgt normal dafür, dass der BZ nach dem Essen nicht so stark ansteigt. Wenn du weiter Essen würdest, ohne dir um deine Mahlzeiten Gedanken zu machen, dann würde mit der Zeit daraus sehr wahrscheinlich ein Typ2-Diabetes entstehen. Wenn du aber durch geeignete Mahlzeiten dafür sorgst, dass der BZ in der Spitze nicht so stark ansteigt, dann kannst du noch lange leben, ohne eine Typ2-Diabetes zu entwickeln, vielleicht sogar immer. Das leicht erhöhte nüchterne C-Peptid passt übrigens auch gut zum Gesamtbild.

    Woher hast du übrigend die Einschätzung, dass du bereits Typ2-Diabetes hast? Wenn dein Arzt dir das gesagt hat, dann ist es so, weil er die Diagnose stellt. Allerdings solltest du, wenn sich die Diagnose so weit von den Grenzwerten der Leitlinie entfernt, nachbohren, wie er das begründet. Mit einem 2h-oGTT-Wert von 9,2mmol/l {165mg/dl} bis du noch sehr weit vom Diagnose-Grenzwert 11,1mmol/l {200mg/dl} entfernt. Damit liegst sogar noch näher am Eingangswert für Prädiabetes 7.8mmol/l {140mg/dl}. Der 1h-oGTT-Wert wird für die Diagnose nach den Leitlinien überhaupt nicht betrachtet. Bei dir ist er aber insoweit interessant, dass man die starke Senkung und daraus die gute Leistung deiner BSD und natürlich die gestörte Phase 1 der Insulinausschüttung ersehen kann.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 18.12.2020 18:29:54. Grund: .