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Kann ich je wieder „normal“ essen?

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    am 09.09.2021 06:13:15 | IP (Hash): 1592350600
    Hallo zusammen!

    Hier eben die Vorgeschichte:

    Im Sommer 2018 habe ich mein drittes Kind entbunden. In dieser Schwangerschaft entwickelte ich eine Schwangerschaftsdiabetes, welche ich mit viel Bewegung und Ernährungsumstellung gut im Griff hatte-ich benötigte kein Insulin.
    Nach der Geburt stillte ich. Die BZ Werte waren erstmal okay. HBA1C lag immer um 5.4-5.6. habe ich vereinzelt nachgemessen lagen sie immer im Prädiabetischen Bereich.
    Anfang des Jahres war ich beim Endokrinologen. Ergebnis: Hyperinsulinämie.
    Ich habe jetzt ca 8 kg abgenommen, mit Ernährungsumstellung und Sport/Bewegung. Meine Werte waren gut. Mein Nüchternwert ging von durchschnittlich 107 auf zwischen 82 und 94 runter, und selbst wenn ich mir einen Schokoriegel gönnte blieben sie gut. Ich bin im Kaloriendefizit und habe mir gestern ein Bratwurstbrötchen gegönnt. 2,5 Stunden danach war mein Wert noch bei 130.

    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder such mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt.

    Ach so. Ich versuche am Tag nicht über 150g Kohlenhydrate zu kommen. Esse wesentlich gesünder mit mehr Obst und vor allem Gemüse, trinke mehr Wasser und grünen Tee.

    Wenn ihr noch was wissen wollt, fragt einfach ☺️
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    am 09.09.2021 09:03:06 | IP (Hash): 2054801245
    Watermelon89.41 schrieb:
    Kann ich je wieder „normal“ essen?
    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder auch mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt.

    Hallo Wassermelone,

    vielleicht kannst du das, wenn du die restlichen 45kg geschafft hast, vielleicht auch nicht. Das musst du dann sehen. Wahrscheinlicher ist, dass diese Sachen deinen BZ auch dann noch nach oben schießen lassen.

    So weit die schlechte Nachricht, es gibt aber auch eine gute. Als Ausnahmen kannst du dir solche Sachen auch leisten, wenn sie deinen BZ stark ansteigen lassen. Du musst nur aufpassen, dass die Ausnahmen nicht zur Regel werden. Wenn du deinem BZ nur selten mal höhere Ausflüge erlaubst, dann wird dabei nichts Schlimmes passieren.

    Weiter Erfolg beim Abspecken, Rainer
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    am 09.09.2021 09:08:47 | IP (Hash): 1592350600
    Rainer schrieb:
    Watermelon89.41 schrieb:
    Kann ich je wieder „normal“ essen?
    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder auch mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt.

    Hallo Wassermelone,

    vielleicht kannst du das, wenn du die restlichen 45kg geschafft hast, vielleicht auch nicht. Das musst du dann sehen. Wahrscheinlicher ist, dass diese Sachen deinen BZ auch dann noch nach oben schießen lassen.

    So weit die schlechte Nachricht, es gibt aber auch eine gute. Als Ausnahmen kannst du dir solche Sachen auch leisten, wenn sie deinen BZ stark ansteigen lassen. Du musst nur aufpassen, dass die Ausnahmen nicht zur Regel werden. Wenn du deinem BZ nur selten mal höhere Ausflüge erlaubst, dann wird dabei nichts Schlimmes passieren.

    Weiter Erfolg beim Abspecken, Rainer



    Danke für Deine Antwort!
    Nein, diese Ausnahmen sollen Ausnahmen sein. Geburtstage oder wenn man mal ausgeht. Das war tatsächlich vorher meine Standardernährung. Ich fühle mich mit der jetzigen Ernährung so viel besser als mit der vorigen. Das passt schon. Ich würde ja gerne testen wie ich eine kleine Portion Vollkornnudeln vertrage, habe aber da echt Angst.

    Gut, dann bin ich mal optimistisch dass sich dass im schlanken Zustand normalisiert-auch wenn die Wahrscheinlichkeit scheinbar etwas kleiner ist 😊
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    am 09.09.2021 09:15:57 | IP (Hash): 1040372874
    Hi,

    das NOrmal gibt es nicht. Normal ist für jeden was anderes.

    Du kannst auch euch jetzt Nudeln und Pizza essen, da macht eben dann die "Dosis" das Gift.

    Mit weniger Gewicht machst du es deinem Stoffwechsel auf jeden Fall erheblich einfacher. Wie gut sich das dann alles einpendelt kann dir jetzt aber niemand sagen.

    Aber selbst wenn es nicht 100% in den Gesunden Bereich zurück geht, ich persönlich bin der Meinung das man sich auch mal Blutzuckerspitzen erlauben kann ohne das man deswegen massive Gesundheitliche Probleme befürchten muss. Einmal in der Woche eine (ganze) Pizza mit entsprechender Blutzuckerspitze über 200 wird dich nicht umbringen auch nicht langfristig gesehen.

    Das Problem ist dann eher das man dann schnell auch wieder in "normales" Essverhalten zurückfällt.

    Und je häufiger der BZ den gesunden Bereich verlässt umso höher das Risiko das er ihn dann über kurz oder lang wieder dauerhaft verlässt.

    Grundsätzlich würde ich daher sagen, du isst JETZT normal, aber natürlich darf man sich auch mal was "gönnen" aber es darf eben nicht mehr zum Standard werden.

    Gruß Tobias

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    am 09.09.2021 09:17:39 | IP (Hash): 2054801245
    Watermelon89.41 schrieb:
    Ich würde ja gerne testen wie ich eine kleine Portion Vollkornnudeln vertrage, habe aber da echt Angst.

    Probiere es aus - Angst brauchst du dabei wirklich nicht zu haben.

    Alles Gute, Rainer
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    am 09.09.2021 14:22:25 | IP (Hash): 1487376100
    hmmmm wo fange ich an


    alsooooo erstmal zur wassermelone

    nein, du und eigentlich jeder andere hier kann bzw sollte nie wieder "normal" essen
    (was auch immer "normal" ist? das zeug von dem man krank und übergewichtig wurde?)

    außer man will weiterhin krank und übergewichtig bleiben, dann schon.
    (kann jeder für sich entscheiden)


    zu rainer:
    "ausnahmen" wirst du bei einem adipösen grad 3 menschen nicht hinbekommen
    niiiie und schon garnicht auf dauer.never ever
    damit kenn ich mich rein zufällig aus lol
    letztes jahr hatte ich noch einen BMI von 40+

    einem alkoholiker bietest du auch keinen gelegentlichen schnaps an


    und nix anderes ist das nur in dem fall mit lebensmitteln bzw kohlehydraten.
    es ist eine sucht von der es keine "heilung" gibt.

    sobald dieser mensch seiner sucht was "gönnt"
    ist der drops genauso gelutscht wie bei einem alkoholiker.

    es gibt nicht umsonst eine milliarden "diäten"industrie
    die gäbe es nicht wenn jeder nur in maßen essen würde.

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    am 09.09.2021 15:09:48 | IP (Hash): 281481309
    specki schrieb:

    nein, du und eigentlich jeder andere hier kann bzw sollte nie wieder "normal" essen
    (was auch immer "normal" ist? das zeug von dem man krank und übergewichtig wurde?)

    außer man will weiterhin krank und übergewichtig bleiben, dann schon.
    (kann jeder für sich entscheiden)



    Sehe ich auch so. Ohne die Ernährung dauerhaft umzustellen und sich eine diabetesgerechte Ernährung anzugewöhnen , dabei heraus zu finden was einem schmeckt und gut tut, wird es nicht gehen.

    Eine Ernährungumstellung hat wohl dann funktioniert, wenn man "das alte normale" erst gar nicht mehr will und dem "alten normalen" nicht hinterher trauert, weil man eine neue Ernährung gefunden hat, die einen auch glücklich macht, bzw. Glücksgefühle vermittelt und sättigt.
    Auf wesentlich gesünderem Wege.

    "Der Weg ist lang ... wenn man "Glück" hat..."
    Nach Vorne sehen, statt dem Vergangenem nachtrauern... auf dem hoffentlich noch langem Weg der vor einem liegt.
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    am 09.09.2021 16:08:56 | IP (Hash): 633108556
    Im Gegensatz zu Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin und "richtigen" Drogen kann man das Essen eben nicht komplett weg lassen.

    Und ob es Sinn macht das eine Extrem durch ein anderes Extrem zu tauschen!?

    Das man nicht wieder in ein Essensmuster verfallen darf das einem viele Kg zu viel eingebrockt hat und (vielleicht) auch nicht ganz unschuldig ist an Diabetes sollte selbstverständlich sein.

    Wer sich ausgewogen und Gesund ernährt kann sich aber auch als Diabetiker vereinzelte Ausreiser erlauben ohne das man deswegen gleich mit einem Beim im Grab steht.

    Am Ende muss jeder individuell für sich einen Weg finden mit dem der Langfristig Leben kann.
    Wenn dazu eben auch mal eine Pizza oder Pasta gehört dann ist das eben so.
    Besser als wenn man sich Jahrelang zu etwas zwingt was man vielleicht gar nicht möchte, denn dann ist die Gefahr groß das das Pendel irgendwann wieder in die Gegenrichtung schlägt.
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    am 09.09.2021 18:43:54 | IP (Hash): 2140105154
    Die Frage ist, was du unter "normal" verstehst.

    Wenn deine frühere "normale" Ernährung aus 3 Marmeladen-Brötchen und O-Saft zum Frühstück, Mittag Nudeln/Pizza und abends Wurst- und Käsebrote bestand, dann wird es schwierig. Das ist mit Diabetes in dieser Form nicht wirklich praktikabel.

    Aber, andererseits heißt es nicht, dass man strikt auf alle Kohlenhydratbeilagen verzichten muss. Sinnvoll kombiniert mit reichliche Gemüse und Eiweiß, sowie anschließender Bewegung kann man sicher dennoch viele Gerichte essen, ohne dass der Blutzuckerspiegel extrem ansteigt. Das musst du einfach ausprobieren, indem du dir die genaue Speisezusammensetzung notierst und deinen Blutzucker beobachtest.

    Für mich persönlich, ist die Tellermethode sehr gut geeignet, um trotz externen Insulins (habe Typ3c/Typ1 daher benötige ich unbedingt Insulin) meine Blutzuckerspitzen nicht zu stark ansteigen zu lassen. Das bedeutet eine Mahlzeit bei mir besteht aus 50% Gemüse, 25% Eiweiß und 25% Kohlenhydratbeilage, am liebsten bei mir tatsächlich Nudeln, da sie bei mir den Blutzucker nicht zu stark ansteigen lassen. Andere haben hingegen mit Kartoffeln bessere Erfahrungen gemacht, das musst du ausprobieren.

    Bei Nudeln, Reis und Kartoffeln hilft es übrigens diese einen Tag vorher vorzukochen und dann am nächsten Tag aufgewärmt zu essen. Durch das Kochen und wieder abkühlen bildet sich resistente Stärke, die den Blutzucker weniger stark ansteigen lässt.

    Ausnahmen finde ich persönlich total wichtig, auch für die Psyche und Motivation dabeizubleiben an der langfristigen Ernährungsumstellung. Wichtig ist halt, dass es wirklich Ausnahmen bleiben.
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    am 09.09.2021 21:47:10 | IP (Hash): 281481309
    Turbotobi schrieb:
    Im Gegensatz zu Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin und "richtigen" Drogen kann man das Essen eben nicht komplett weg lassen.



    Vorab gesagt, was ich jetzt ausführe ist allgemein gemeint und eben nicht speziell auf Wassermelone gemünzt.

    Eßstörungen gehören zu den Suchterkrankungen.
    Wenn bei einem schwer übergewichtigen Menschen eine Eßstörung vorliegt, kann er auch nichts anderes tun wie jeder andere Süchtige. Die Wahrscheinlichkeit das einem massiven Übergewicht eine Eßstörung zugrunde liegt ist jedoch sehr hoch. Er muß sich von seinem Suchtmittel fern halten, will er seine Suchterkrankung stoppen, denn eine Heilung gibt es bei keiner Suchterkrankung.
    Ob nun mit oder ohne Diabetes oder sonstigen Erkrankungen.
    Es ist egal ob man nun auf Schnaps, Nikotin, sonstige Drogen
    oder z.B. Snickers oder Chips, etc. abfährt.
    Das wäre dann bereits ein Rückfall, wenn sich ein Süchtiger seinen Stoff "mal gönnt".
    Es hat auch nichts mit extrem zu tun, wenn jemand die Suchtstoffe meidet, die ihn triggern
    und sein Suchtgedächtnis wieder aktivieren. Damit einen erneuten Suchtdruck auslöst und sich geradewegs in einen Kontrollverlust hinein begibt.
    Der Mensch muß Nahrung zu sich nehmen, da führt kein Weg dran vorbei.
    Er muß dabei aber nicht genau jene Dinge essen, nach denen er süchtig ist.
    Zumeist ist das die Verbindung von Fett und Zucker oder Fett und Salz in allen möglichen Kombinationen. Oft verpackt als Kuchen, Pizza, Snickers, Hamburger und Pommes
    und was es da noch so alles gibt.

    Turbotobi schrieb:
    Und ob es Sinn macht das eine Extrem durch ein anderes Extrem zu tauschen!?



    Was genau ist denn mit Extrem gemeint ?
    Die Dinge zu meiden die einem nachweislich nicht gut tun ?



    Turbotobi schrieb:

    Am Ende muss jeder individuell für sich einen Weg finden mit dem der Langfristig Leben kann.



    Da stimme ich voll und ganz zu.
    Was eben nicht ohne Nahrungsumstellung geht, was immer auch eine Änderung seines Eßverhaltens bedeutet.



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    am 10.09.2021 08:13:28 | IP (Hash): 1487376100
    da stimme ich dir voll und ganz zu
    aaaaaaaaaber,hier fühlt sich kaum einer angesprochen auuußer sie sind stark übergewichtig

    sind sie es nicht sondern nur mit "wohlstandsspeck" gesegnet oooder vielleicht sogar normagewichtig
    und "nur" diabetiker kommt es keinem in den sinn diese lebensmittel zu meiden bzw ganz
    wegzulassen.

    sucht ist sucht ob man damit richtig fett und krank wird oder "nur" krank!

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    am 10.09.2021 12:30:46 | IP (Hash): 72970431
    maddi schrieb:


    Was genau ist denn mit Extrem gemeint ?
    Die Dinge zu meiden die einem nachweislich nicht gut tun ?




    Versuche das einmal jemandem zu erklären, der unter einer Sucht leidet. ;-)

    Jeder Alkoholiker, Drogenabhängiger oder deutlich übergewichtiger Mensch, also mehr oder weniger jeder, der sich mit seinem Verhalten selbst schadet, weiß in nahezu aller Regel ganz genau, dass das was er/sie tut, nicht gut für ihn/sie ist. Bei meiner Schwester z.B. ist seit 1 1/2 Jahren eine NAFLD, also eine Nicht-alkholische Fettleber, bei ausgeprägter Adipositas (BMI: 46 !!!) bekannt. Sowohl das warnende Zureden von Ernährungsexperten im Krankenhaus als auch im Privatbereich hilft da nicht, obwohl ich ihr mit 70 kg Gewichtsverlust und allgemein gesunder Ernährung versuche, ein Vorbild zu sein. Trotzdem schaufelt Sie weiterhin massenweiße Weißbrot, Tiefkühlpizza, Eis, Süßigkeiten und sonstiges Unzeug in sich rein. Sie möchte erst dann tätig werden, wenn sie gesundheitliche Probleme (Diabetes, Herzprobleme, o.ä....) dazu zwingen. Das psychisch schmerzende und Sorgen bereitende Problem an der ganzen Sache ist, dass man nichts dagegen machen kann! Jede/r ist für sich selbst verantwortlich! Außerdem ist der Erfolg im Sinne einer Änderung der Gewohnheiten und - in diesem Fall - des Gewichts meiner eigenen Erfahrung nach abhängig von vielen Faktoren, dazu gehören - und das nur unter anderem - folgende:
    1. Die (eigene) Motivation
    2. Stress (wobei das immer wieder gerne mal als Ausrede für eine vermehrte Futteraufnahme verwendet wird!)
    3. Arbeitslos oder berufstätig (bei permanentem Daueraufenthalt zu Hause isst man einfach mehr!)
    4. Welche gesunden Alternativen zu Weißbrot, Süßgkeiten, fetthaltigen Lebensmitteln und Snacks habe ich, besser gesagt: Welche schmecken mir? Keiner, der Gemüse und Obst hasst, Proteine vermeidet und den Geschmack von Vollkornbrot oder braunem Reis nicht ausstehen kann, wird auf Dauer (gesunden) Erfolg haben!
    5. Halte ich - wie die meisten schlanken Personen auch - eine gesunde Balance aus viel Bewegung und gesunder Ernährung - und wie lange: dauerhaft oder nur kurze Zeit?
    6. Stichwort Balance: Ernähre ich mich insgesamt gesund bei nur gelegentlichen (1 - 2 Mal pro Woche) Ausflügen zur Pizzeria, Burgerbude, o.ä?
    7. Informationsstand des Patienten bzgl. Gewichtsreduktion und gesundem Ess- und Bewegungsverhalten: Das Internet liefert sehr viele weitverbreitete Mythen, die sich hartnäckig halten. Gerade in Zeiten, in denen wir global immer dicker werden kann das ein Hindernis sein! Gute und vor allem wissenschaftlich fundierte bzw. begründete Seiten sind die Ausnahme!

    Das alles muss hinterfragt werden. All die guten Vorsätze und eine meterhohe Motivation helfen aber meistens nicht, wenn das - und das ist oft der Fall - gleichzeitig zugrunde liegende psychologische Problem als Wurzel des ganzen Übels nicht beseitigt oder zumindest irgendwie durch anderweitige Kompensation überwunden wird. Bei Alkohol und all den anderen Süchten ist es - mehr oder weniger - das gleiche. Deswegen ist es beileibe nicht so einfach - ob mit oder ohne Diabetes - einfach auf dem Wissen was mir gut tut und was nicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Vor allem bei einer starken Ausprägung des jeweiligen Suchtverhaltens wird's schwer.

    My2Cents
    Bearbeitet von User am 10.09.2021 12:34:41. Grund: .
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    am 10.09.2021 14:19:28 | IP (Hash): 281481309
    Mitglied schrieb:

    Versuche das einmal jemandem zu erklären, der unter einer Sucht leidet. ;-)



    Das ist ja die Krux.
    Meist fühlen die nahestehenden Menschen das Leid, der Betroffene selbst jedoch leidet nicht unter seiner Sucht. Er ärgert sich nur, dass man ihn nicht "in Ruhe sein Ding machen läßt" und ihn nervt.
    Es gibt etwas das sich Krankheitsgewinn nennt. So lange der vermeintliche Gewinn.. und wenn er auch nur aus angenehmen Glücksgefühlen besteht, überwiegt, wird kein Leid empfunden.
    Oder empfundes Leid nicht der eigenen Sucht zugeschrieben.
    Es muß "Klick" machen.
    Ob und wann ein "Klick" auftaucht steht dabei in den Sternen.
    Tatsächlich weiß keiner warum es einige Menschen schaffen aus einem Suchtverhalten auzusteigen und
    andere nicht. Wieder andere ewig Karussel fahren, mit "guten und schlechten Zeiten".
    Einen generellen Ausstieg aus der Sucht gibt es nicht, man kann nur sein Suchtverhalten einstellen und die Suchtstoffe meiden. So lange ruht dann auch die Sucht. Fängt man wieder an , ist man wieder mittendrin. Und fährt Karussel.

    Mitglied schrieb:
    Sowohl das warnende Zureden von Ernährungsexperten im Krankenhaus als auch im Privatbereich hilft da nicht,



    Eine Sucht, das Wesen einer Suchterkrankung muß verstanden werden.
    Warnen hilft nichts.
    Jeder Mensch muß seine eigenen Lebenserfahrungen sammeln,
    das kann ihm keiner abnehmen oder für ihn übernehmen.
    Und wer will schon suchtkrank sein oder als suchtkrank angesehen werden ?
    Bevor ein Mensch nicht für sich selbst begreift, begreifen/erkennen will, dass er suchtkrank ist
    und dies, so schmerzhaft eine solche Erkenntnis/Bewußtwerdung auch ist ,
    nicht akzeptiert, (also im Grunde nicht selbst akzeptiert ,mit all seinen Anteilen)
    wird es m.E. nicht Klick machen können.
    Die Voraussetzungen dafür fehlen dann einfach.

    Eine Selbsterkenntnis führt danach jedoch nicht in eine automatische Verhaltensänderung.

    Der Mensch kann auch versuchen sich mit seiner Sucht zu arrangieren
    und seine Sucht (vergeblicherweise) immer wieder erneut versuchen zu kontrollieren.
    Abstinezverhalten - "Belohnung" - darauf folgender Kontrollverlust (früher oder später) :
    Denn wenn eine Dosis des Suchtstoffes einmal keine großen Auswirkungen hatte, dann .. die nächsten ja auch nicht ?
    Was dann zu besagter Karusselfahrt führt:
    Abstinenzverhalten-"Belohnung"- Kontrollverlust- Abstinenzverhalten-"Belohung" ( .. "zum durchhalten und irgendwann muß es doch mal klappen die Droge kontrollieren zu können") - Kontrollverlust - Abstinezverhalten , etc .- und ewig grüßt das Murmeltier.
    Die Karusselfahrt immer schön begleitet vom Gefühl des immer wieder Versagens.
    Mal steigt man auf, mal ab und dreht sich dabei im Kreis.
    Während die Schäden, die mit einer Sucht einher gehen, immer weiter voran schreiten.
    Alle Mühe vergebens, weil nicht eingesehen oder akzeptiert oder begriffen wird,
    das es ebene keine Heilung bei einer Suchterkrankung gibt.
    "Nur" ein aussteigen und ausgestiegen bleiben.

    Die Vorstellung ohne Suchtmittel zu leben erscheint einem Süchtigen grausam.
    Er kann sich nicht vorstellen ohne "den Partner Sucht",
    den er liebevoll Zuckerschnecke oder sonstwie nennt, zu leben.
    Zynischer Weise vermittelt die Sucht auch noch Geborgenheit.

    Und damit hat der süchtige Mensch sogar recht, er kann es sich nicht vorstellen.

    Darum gibt man süchtigen Menschen auch zu bedenken,
    dass sie es sich gar nicht erst versuchen sollen ,sich ein Leben ohne ihr Suchtmittel vorzustellen.
    Denn das lenkt nur ab, entmutigt, weckt Ängste. Und ist nicht vorstellbar.
    Der Rat für suchtkranke Menschen lautet daher : Versuch dir nicht dein Leben ohne xxxx vorzustellen, sondern lebe es einfach ohne xxxx . Tag für Tag.
    Irgendwann kannst du dann zurück blicken und weißt wie es ist, ohne xxxx zu leben.
    Die Chance xxx erst gar nicht mehr zurück zu wollen und zu erkennen wie man getäuscht, belogen und betrogen wurde durch xxxx .Und man feststellt ohne xxxx viel glücklicher zu sein ist ausreichend vorhanden.

    Es braucht keine Vorstellungskraft, nur den Mut zu handeln.

    Den treuen Partner Sucht aufzugeben kann zu enormen Verlustängsten
    und Gefühlen der Einsamkeit führen.
    Außerdem muß Mensch auch noch erlernen oder neu lernen mit seinen Gefühlen klar zu kommen
    und diese ohne das Suchtmittel tatsächlich verarbeiten zu lernen.
    So viel zu den psychischen Aspekten einer Sucht.

    Die körperlichen Aspekte sind auch noch vorhanden.

    Insgesamt keine einfache Angelegenheit sich selbst am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen.
    Ist wie laufen lernen.
    Erst krabbeln, dann hochziehen und sich fest haltend aufrecht stehen.
    Die ersten wackeligen Schritte, mit auf den Hintern plumpsen und auf die Nase fallen - ist garantiert.
    Man muß immer wieder aufstehen,
    bis man es endlich gelernt hat frei und selbstständig zu laufen.
    Und selbst dann kann man hinfallen und sich das Knie aufschlagen.
    Zum Schluß der abgedroschene Kalenderspruch: Der Weg ist das Ziel.
    Das Ziel Heilung gibt es nicht.
    Einen echten Willen seine Sucht zu bekämpfen kann ein süchtiger Mensch erst entwickeln,
    wenn er es geschafft hat eine gute Weile von seinem Suchtstoff die Finger zu lassen
    und den Suchtdruck überwunden hat.
    Und hernach alles dafür tut diesen nicht mehr aufkommen zu lassen.
    Und sollte der doch kommen, diesen ignoriert, bis er wieder abhaut.
    Einfacher geagt als getan, aber da führt kein Weg dran vorbei.
    Ohne eine gewisse Härte gegen sich selbst ,
    wird man keinen Erfolg ( Stop/ lahm legen der Suchterkrankung) für sich gewinnen können.
    Eine Sucht kann man nur auf eine Weise beherrschen,kontrollieren und dominieren -
    Man läßt die Finger vom Suchtstoff und hält einen Suchtdruck aus.
    Auch wenn die ganze Welt um einen herum säuft, frisst , raucht und sich sonstwas in den Körper jagdt.
    Man muß nicht immer blindlings mit der Herde mitlaufen.
    Und dabei versuchen seine Sucht zu verstecken und versuchen unauffällig zu sein.
    Bei manchen mag das ein Leben lang funktionieren, bei der Mehrheit klappt das nicht.

    Irgendwann muß man seinen Rücken strecken, sich gerade machen
    und seinen eigenen, holprigen, Weg gehen .. oder auch mal kriechen, egal.
    Dann kriecht man halt mal, so kommt man auch auf seinem eigenen Weg voran.

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    am 10.09.2021 20:06:45 | IP (Hash): 1673596168
    Also da muss ich doch etwas widersprechen. Ich habe durch Ernährungsumstellung 25 Kilo abgenommen. Dann hat’s etwas angefangen zu stocken. Habe fast 2 Jahre maximal 50g KH am Tag gegessen und wenn dann nur aus Gemüse oder mal Hülsenfrüchten. Nachdem ich fast mein Zielgewicht erreicht hatte, hab ich mir ab und zu mal was gegönnt. Mal mit der besten Freundin zum Lieblingsitaliener mit Lasagne, Pizza und Rotwein, mal einen selbstgemachten Milchreis mit Kirschen, mal ein Eis an der Eisdiele im Sommer. Das Ganze mal einmal die Woche, mal einmal im Monat. Aber eben als Ausnahme und mit Genuss. Außerdem mit viel Bewegung. Ergebnis war dass ich die restlichen 5 Kilo auch noch abgenommen habe und meine Lebensqualität enorm gestiegen ist. Meiner Erfahrung nach gehen Ausnahmen auch ohne dass „der Drops wieder gelutscht ist“. Aber wenn man natürlich merkt dass die Ausnahme wieder die Regel wird, muss man gegensteuern.
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    am 10.09.2021 21:54:04 | IP (Hash): 1487376100
    freut mich das du das geschafft hast.(das meine ich wirklich)
    und du bist jetzt der meinung du bist "geheilt"?
    und schaffst es locker dir ab und an mal was zu "gönnen"(ich haße das wort)?

    ich hab da mal ein blödes beispiel

    aaaalso, du brichst dir ein bein(was kompliziertes)
    kannst dich nicht mehr so viel bewegen wie jetzt und das auch 3-6 monate(is ja was kompliziertes)
    in der zeit kommt auch noch weihnachten und geht und tante erna hat auch noch geburstag und backt extra für dich auch noch deine lieblingstorte.so!

    wieviel kilo hättest du in der zeit wieder zugenommen?

    und sowas bescheuertes passiert ja immer mal, arbeitslosigkeit,krankheit etc etc
    und manchmal 17 sachen auf einmal.
    und wer steht immer parat bei alle dem?
    die sucht!

    das selbe beispiel in meinem fall würde nicht dazu führen das ich zunehme
    a) hab ich die gut 33 kilo ohne sport abgenommen
    b) muß ich mir nix "gönnen"
    (solange mein kohlehydrateknopf auf aus ist brauch ich das nicht, wenn er an wäre garantiere ich für nix)
    c) würde meine imaginäre tante erna nicht extra einen kuchen für mich backen (oder ich hau sie) lol
    aaaaber,ich bilde mir nicht ein "geheilt " zu sein.

    ICH habe 2 möglichkeiten,mit kohlehydraten fett und krank
    oder ohne kohlehydrate nicht mehr fett und nur noch ein bisschen krank.

    mist, jetzt hab ich den faden verloren :-)




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    am 11.09.2021 13:33:26 | IP (Hash): 745242237
    So langsam wirds hier abenteuerlich. Watermelon hat ein Problem und hat eine ernst gemeinte Frage gestellt. Als Antwort schwadroniert ihr hier über Sucht, Beinbruch und den Kohlehydratknopf. Das sind alles keine Antworten auf die gestellte Frage und helfen Watermelon keinen Schritt weiter.

    Bitte @maddi und @specki...macht doch einen eigenen Thread auf, in dem ihr dann eure Weisheiten austauschen könnt...danke...
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    am 11.09.2021 14:02:10 | IP (Hash): 25322286
    Ich bin inzwischen auch schon dahinter gekommen das dieses Forum für einige neue User keine wirkliche Hilfe ist. Und bedauerlicher Weise werden hier auch etliche Beiträge einfach kaputt geschrieben.


    Mein 3D-Sammel-Forum: https://3d-forum-grafikworks.forumieren.de
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    am 11.09.2021 15:19:58 | IP (Hash): 1673596168
    Dein Beispiel ist in der Zwischenzeit schon passiert. Habe mehrere Wochen flach gelegen. In der Zeit gab es eben keine Ausnahmen. Ich habe kein Gramm zugenommen. Ich bin immernoch ein eigenständiger Mensch und entscheide was ich esse und was nicht. Wenn bei dir die „Sucht“ sooo schlimm ist, dass es bei dir nur so geht, dann ist es wahrscheinlich für dich das beste das so zu machen. Das kann man aber bei weitem eben nicht pauschalisieren. Es gibt nicht DIE einzig wahre Ernährungsweise die für jeden das beste ist. Ich zum Beispiel habe Nierenprobleme. Keto ist da leider raus. Low Carb haben meine Ärzte immer unterstützt und mir ging’s damit gut. Jetzt bin ich schwanger und muss einen gewissen Anteil KH essen. Der nächste hat es mit der Galle und muss fettarm essen. Auch das wird schwierig mit Keto. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die passenden Ernährungsformen. Es gibt außerdem einen himmelweiten Unterschied zwischen der Ernährung die mich krank gemacht hat: Literweise Cola und Limo, Fast Food, Fertigessen, Süßigkeiten usw. und einer moderaten kohlenhydrathaltigen Ernährung wie jetzt grade: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und ausgewähltes Obst in Maßen und eben MAL ne Pizza. Außerdem sind Kohlenhydrate a) nicht alle gleich und b) nicht per se immer schlecht für jeden. Meine Meinung (nachdem ich 1 Jahr keine roten und gelben Paprika gegessen habe, weil die mehr KH haben als die grünen). Inzwischen hab ich glaub ich einfach einen guten Mittelweg gefunden. Aber ich gebe zu, das muss nicht für jeden praktikabel sein.


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    am 12.09.2021 19:44:28 | IP (Hash): 2140105154
    Zuckerle schrieb:
    So langsam wirds hier abenteuerlich. Watermelon hat ein Problem und hat eine ernst gemeinte Frage gestellt. Als Antwort schwadroniert ihr hier über Sucht, Beinbruch und den Kohlehydratknopf. Das sind alles keine Antworten auf die gestellte Frage und helfen Watermelon keinen Schritt weiter.

    Bitte @maddi und @specki...macht doch einen eigenen Thread auf, in dem ihr dann eure Weisheiten austauschen könnt...danke...



    Ich stimme dir da total zu.

    Ich persönlich hadere hier immer mal wieder, ob ich überhaupt noch in diesem Forum mitschreiben möchte. Aber ich tue es mittlerweile hauptsächlich aus dem Grund, dass ich bestimmte komische Aussagen/Ansichten einiger User hier so nicht unkommentiert stehen lassen möchte. Besonders Neulinge können dadurch schnell verunsichert werden und ich möchte insb. den Neulingen möglichst hilfreiche Tipps und Antworten auf ihre Fragen geben.

    Meine Diabetespraxis rät mittlerweile übrigens total von bestimmter Diabetes-Foren ab, weil da so viele komische Ansichten vertreten werden.
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    am 13.09.2021 14:44:53 | IP (Hash): 281481309
    July95 schrieb:

    Ich persönlich hadere hier immer mal wieder, ob ich überhaupt noch in diesem Forum mitschreiben möchte. Aber ich tue es mittlerweile hauptsächlich aus dem Grund, dass ich bestimmte komische Aussagen/Ansichten einiger User hier so nicht unkommentiert stehen lassen möchte. Besonders Neulinge können dadurch schnell verunsichert werden und ich möchte insb. den Neulingen möglichst hilfreiche Tipps und Antworten auf ihre Fragen geben.

    Meine Diabetespraxis rät mittlerweile übrigens total von bestimmter Diabetes-Foren ab, weil da so viele komische Ansichten vertreten werden.



    Ich bin hier gerade mal knappe 14 Tage im Forum angemeldet, damit fühle ich mich als Neuling angesprochen. Als Neuling bin ich eher perplex und erstaunt, dass hier scheinbar unliebsame Themen, die oft mit Diabetes Typ 2 einher gehen und mit der Ernährung zu tun haben, nicht erwünscht sind, wenn sie einen unangenehm berühren könnten. Wobei sich ja keiner bei dem Aspekt Eßstörung/Sucht angesprochen fühlen muß und sich keinen Schuh anziehen muß, der nicht auf seinen Fuß paßt.

    Hilfereiche Tipps kann man auch geben, selbst wenn es User oder Themen ( In und mit Bezug zu Diabetes) gibt die einem nicht in den eigenen Kram passen.
    Ob diese nun alt oder neu sind.

    Und wer will ausschließen, dass die gegebenen Hinweise bezüglich einer Eßstörung/Sucht nicht doch für den einen oder anderen hilfreich sein könnten ?!

    Als Neuling schreckt es mich eher ab, wenn hier nicht offen diskutiert werden könnte
    und das in einem Forum !
    Denn dazu sind Foren ja an sich da.


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    am 13.09.2021 14:56:49 | IP (Hash): 745242237
    Nun maddi...dies hier ist kein Suchtforum. Es geht um Diabetes.

    Und wenn, wie hier in diesem Thread, eine Frage gestellt wird, dann sollten sich die Antworten auch auf die gestellte Frage beziehen. Sprich: Bleibt beim Thema. Wer zur Frage, oder dem Thema nichts zu sagen hat, der schreibt eben einfach nichts dazu.

    Ich persönlich finde es sehr störend, ja geradezu unanständig, dass du und specki dann hier über Sucht herumschwadroniert. Was dazu geführt hat, dass der Thread total zerissen ist, und die eigentliche Frage nicht mehr thematisiert ist.

    Wenn für dich Sucht ein Thema ist, dann mach bitte einen Thread dazu auf, dann kann dort über Sucht und Essstörung geschrieben werden. Oder aber, tu das in einem Suchtforum.
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    am 13.09.2021 15:46:28 | IP (Hash): 281481309
    Die Frage lautete : " Kann ich je wieder „normal“ essen? "

    Zu Recht wurde die Gegenfrage gestellt, was denn unter und mit ""normal" essen" gemeint ist.

    Und Nein, es ist nicht unanständig oder gar unmoralisch,
    wenn es im Verlauf eines Threads, mit dieser Fragestellung ,
    AUCH zum Aspekt der Eßstörung(en) / zum Thema Sucht/Suchtverhalten kommt.
    Und im Verlauf extra darauf hingewiesen wird !, dass das hier keiner der Threadeinstellerin mal eben "diagnostiziert".
    Es ist weder unanständig, noch komisch, noch annormal, noch unmoralisch wenn der Aspekt bei der Fragestellung aufkommt. Im Gegenteil es ist völlig normal.
    Komisch finde ich es, wenn man diesen Aspekt tabuisieren will und in eine unmoralische und abnorme Ecke schieben will.




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    am 13.09.2021 17:15:21 | IP (Hash): 294178764
    Normales Essen ist das, was die meisten von uns jeden Tag normal essen. Also genau das, was jeden Tag mehrheitlich an Lebensmitteln und Essen verkauft/gekauft wird.
    Warum sollte also jeden Tag ne Pizza Sucht oder kein normales Essen sein? Oder jeden Tag n Stück Kuchen? Oder jeden Tag ne Tüte Chips? Oder … ?

    Bei den meisten von uns ist Gewohnheit, was wir alltäglich essen. Unser Organismus hat sich einschließlich aller unserer Darmbewohner seit gefühlt immer drauf eingestellt und reagiert meistens unangenehm, wenn wir von dieser Gewohnheit deutlich abweichen. Klar, dass wir allein deswegen dabei bleiben. Da halte ich schon für sehr gewagt, die Gewohnheit in die Nähe von Essstörung oder gar Sucht zu rücken. Vor allem auch hier im Diabetes-Forum im Zusammenhang mit Typ 2! Denn es gibt bisher keinen einzigen Nachweis dafür, dass eine Ernährungsform den nachweislich verursacht oder verhindert.

    Wenn bei uns mit Typ 2 weniger Essen und Abnehmen zu weniger zu hohem bis gesundem BZ führt, ist das das jeweils persönlich passende Behandlungs-Verhalten, das das Symptom "hoher Blutzucker" verringert, aber nicht die Ursache abstellt, die den BZ mit mehr Einverleibung über alle gesunden Grenzen hinaus ansteigen lässt. Denn Übergewicht, auch extremes (s. "die Fettlöserin" z.B. in Amazon Bücher) macht in der überwiegenden(!) Mehrzahl aller Fälle keinen Typ 2. Die meisten dicken und übergewichtigen Menschen haben nun mal keinen Typ 2 und kriegen auch keinen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 13.09.2021 21:37:26. Grund: Ergänzung
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    am 13.09.2021 22:53:41 | IP (Hash): 281481309
    Zumindest scheinen Fachkliniken und Fachärzte für Diabetologie die Thematik ernst zu nehmen.

    Störungen des Essverhaltens
    und Essstörungen bei Diabetes
    Prof. Dr. Bernhard Kulzer
    Diabetes-Klinik Bad Mergentheim
    Forschungsinstitut Diabetes-Akademie Bad Mergentheim (FIDAM)

    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/user_upload/Essstoerungen_diabetologenkurs_9_2020_kulzer.pdf

    Ganz unbekannt ist die Thematik in der Allgemeinheit auch nicht.
    Ich habe auch nicht behauptet das eine Eßstörung zu Diabetes Typ 2 führt.
    Allerdings bleibt die Ernährung , wenn man Diabetes hat, das zentrale Hauptthema.
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    am 13.09.2021 23:17:20 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:
    Normales Essen ist das, was die meisten von uns jeden Tag normal essen. Also genau das, was jeden Tag mehrheitlich an Lebensmitteln und Essen verkauft/gekauft wird.
    Warum sollte also jeden Tag ne Pizza Sucht oder kein normales Essen sein? Oder jeden Tag n Stück Kuchen? Oder jeden Tag ne Tüte Chips? Oder … ?



    Das mag eine Norm sein, also etwa was "die Mehrheit" vielleicht macht, als normal muß man das dennoch nicht ansehen.
    Für mich war es noch nie normal jeden Tag fast food zu essen. Ob nun Pizza, Döner, Currywurst, Schokocroissants, Hamburger, Chips, Schokoriegel und was es sonst noch alles gibt.
    Ich finde es auch nicht normal stets sehr viel mehr Kalorien zu sich zu nehmen als der Körper braucht.
    Wenn ich an einem Tag eine Pizza und ein Stück Kuchen oder einen Döner und einen Schokoriegel essen würde, ob Diabetiker oder nicht, wäre mein persönlich benötigter Grundumsatz damit bereits hart am Limit. Nur eine Kleinigkeit dazu und ich wäre drüber. Davon mal ab, das mir kotzübel werden würde und mein Darm darauf sehr ungehalten reagieren würde.


    Bearbeitet von User am 13.09.2021 23:19:36. Grund: Rechtschreibfehler
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    am 14.09.2021 09:15:06 | IP (Hash): 13425187
    maddi schrieb:
    hjt_Jürgen schrieb:
    Normales Essen ist das, was die meisten von uns jeden Tag normal essen. Also genau das, was jeden Tag mehrheitlich an Lebensmitteln und Essen verkauft/gekauft wird.
    Warum sollte also jeden Tag ne Pizza Sucht oder kein normales Essen sein? Oder jeden Tag n Stück Kuchen? Oder jeden Tag ne Tüte Chips? Oder … ?



    Das mag eine Norm sein, also etwa was "die Mehrheit" vielleicht macht, als normal muß man das dennoch nicht ansehen.


    Bitte überprüfe einmal Dein Verständnis von den Begriffen, die Du verwendest!

    Normal ist keine Norm, sondern das, was die meisten Menschen meistens machen. Wenn Du einfach so ohne weiteren erklärenden Zusatz von normalem Essen schreibst, können wir das nur so verstehen. Normiert wäre nach ner Norm.

    Wenn Du Essen meinst, das FÜR DICH normal ist, musst Du uns Dein normales Essen schon voll umfänglich beschreiben, damit wir nachvollziehen können, was Du uns mit dem Hinweis darauf mitteilen willst.
    Wenn ich von normalem Frühstück schreiben und damit eigentlich meins meinen würde, könntest Du mit meiner Schreibe eigentlich nix anfangen, wenn Du nicht wüsstest, dass mein normales Frühstück aus gut 200 g gehäckselten Karotten und um 80 g Käse besteht.

    ----------------------------------------------
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    am 14.09.2021 14:38:02 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:

    Normal ist keine Norm, sondern das, was die meisten Menschen meistens machen.


    Ich bleibe dabei. Eine Norm mag das sein, was die meisten Menschen machen. Normal muß das jedoch nicht sein. Mehrheit ist nicht gleich Normalität. Eine Mehrheit kann auch völlig unnormal reagieren und damit eine neue Norm installieren.

    Normal ist keine Norm, sondern das, was die meisten Menschen meistens machen. Wenn Du einfach so ohne weiteren erklärenden Zusatz von normalem Essen schreibst, können wir das nur so verstehen. Normiert wäre nach ner Norm.

    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn Du Essen meinst, das FÜR DICH normal ist, musst Du uns Dein normales Essen schon voll umfänglich beschreiben,



    Nein, das muß ich an der Stelle hier nicht, denn ich habe den Thread und die Fragestellung
    ja nicht eröffnet.
    Die Fragen die im Eingangsposting von Watermelone gestellt wurden lauten, ich zitiere :
    " - Kann ich je wieder „normal“ essen?
    Mein Nüchternwert ging von durchschnittlich 107 auf zwischen 82 und 94 runter, und selbst wenn ich mir einen Schokoriegel gönnte blieben sie gut. Ich bin im Kaloriendefizit und habe mir gestern ein Bratwurstbrötchen gegönnt. 2,5 Stunden danach war mein Wert noch bei 130.
    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder such mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt." Zitat Ende.

    Für mich sind Pizza, Schokoriegel, Bratwurstbrötchen nicht normal, auch wenn das Millionenfach oder gar Milliardenfach täglich verzehrt wird, auf dem gesamten Globus.
    Denn nur weil alle das essen, heißt das nicht, dass das für mich gut und richtig ist.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. [/quote]
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    am 14.09.2021 14:58:59 | IP (Hash): 72970431
    maddi schrieb:

    Ich bleibe dabei. Eine Norm mag das sein, was die meisten Menschen machen. Normal muß das jedoch nicht sein. Mehrheit ist nicht gleich Normalität. Eine Mehrheit kann auch völlig unnormal reagieren und damit eine neue Norm installieren.

    Normal ist keine Norm, sondern das, was die meisten Menschen meistens machen. Wenn Du einfach so ohne weiteren erklärenden Zusatz von normalem Essen schreibst, können wir das nur so verstehen. Normiert wäre nach ner Norm.

    Nein, das muß ich an der Stelle hier nicht, denn ich habe den Thread und die Fragestellung
    ja nicht eröffnet.
    Die Fragen die im Eingangsposting von Watermelone gestellt wurden lauten, ich zitiere :
    " - Kann ich je wieder „normal“ essen?
    Mein Nüchternwert ging von durchschnittlich 107 auf zwischen 82 und 94 runter, und selbst wenn ich mir einen Schokoriegel gönnte blieben sie gut. Ich bin im Kaloriendefizit und habe mir gestern ein Bratwurstbrötchen gegönnt. 2,5 Stunden danach war mein Wert noch bei 130.
    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder such mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt." Zitat Ende.

    Für mich sind Pizza, Schokoriegel, Bratwurstbrötchen nicht normal, auch wenn das Millionenfach oder gar Milliardenfach täglich verzehrt wird, auf dem gesamten Globus.
    Denn nur weil alle das essen, heißt das nicht, dass das für mich gut und richtig ist.



    Viele - wenn nicht sogar alle - Werte, die in der Medizin als "gesund" oder "normal" bezeichnet werden, richten sich nach Untersuchungen die herausfinden sollen, wie viele (gesunde) Leute sich im Schnitt (!) in diesem und jenen folglich als physiologisch definierten Bereich aufhalten. Gemäß diesen Erkenntnissen wird dann von Fachgesellschaften und co. ein als "normal" definierter (Referenz)Wert herausgearbeitet bzw. definiert, in dem sich meisten Patienten (= der Durchschnitt) aufhalten wird. Entsprechende Abweichungen von der Norm müssen vom Arzt im Kontext der patientenspezifischen Situation folgerichtig interpretiert werden.

    Jürgen's Beitrag dazu sagte doch schon völlig richtig aus, was der Begriff "Norm" definiert.

    Warum sollen Pizza, Schokoriegel und Bratwurstbrötchen nicht normal sein? Niemand behauptet, dass tägliche Fressorgien mit Fett, Zucker und ungünstigen Kohlenhydraten gesund sind. Die nächste Frage wäre: Was würdest Du als "normal" bezeichnen? Die alte Ernährungspyramiden-Weisheit von 3x tgl. KH in Form von Brot, Reis und Nudeln, 1,5 Liter Wasser/Tee und nur ein paar Gramm Proteinen in Form von Fisch, Eiern, Hülsenfrüchten und Milchprodukten? Da würden heute viele Ernährungsmediziner in Zeiten von Übergewicht, Diabetes, Insulinresistenz und Fettleber-Erkrankungen widersprechen!

    maddi schrieb:


    Nein, das muß ich an der Stelle hier nicht, denn ich habe den Thread und die Fragestellung
    ja nicht eröffnet.




    Ich will Dich wirklich nicht ärgern oder provozieren, aber: Wenn wir hier schon eifrig diskutieren, sollten wir auch argumentieren können, "was?", "warum?" und "wieso?" meinst Du nicht? ;-)
    Bearbeitet von User am 14.09.2021 15:07:05. Grund: .
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    am 14.09.2021 22:08:01 | IP (Hash): 1360810373
    Wenn hier schon über Esstörungen diskutiert wird, werfe ich mal den Begriff Orthorexie in den Raum.

    Orthorexie : ist eine neue Form der "Esstörung", sich zwanghaft so gesund wie möglich ernähren zu wollen.

    Bei manchen Beiträgen hier im Forum, könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich in diese Richtung geht.
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    am 15.09.2021 20:23:41 | IP (Hash): 1487376100
    da hast du voll recht, wenn man von etwas keine ahnung hat soll man einfach mal die klappe halten.

    um was ging es hier?

    melone is viel zu dick und hat diabetis und stellt die frage
    ob sie irgendwann wieder normal essen kann?


    da stellt sich in ihrem fall die frage was normal ist?
    wenn sie das meint wovon sie massivst übergewichtig und krank geworden ist?
    dann lautet die antwort wohl nein.

    und weisst du woher ich das weiss?

    weil ich bis letztes jahr genauso fett und krank war.punkt!

    ICH weiss wie schwer es ist bzw unmöglich mit einer normalen "diät" abzunehmen
    und dieses gewicht zu halten.

    und solange man sich als kranker und übergewichtiger mensch noch gedanken darüber macht
    ob man irgendwann "normal" essen kann hat man das problem eigentlich noch nicht wirklich
    erkannt oder ernstgenommen.


    siehe hier die diabetiker zb die sich den ganzen tag gedanken darüber machen was sie wieviel und wann
    essen, damit ihr bz nicht so hochgeht.
    wieviel kuchen man noch essen kann,ob 2 flaschen bier schaden etc etc etc etc etc etc
    hauptsache man kann sein leben noch so "normal" als möglich leben
    und einfach verdrängt das man schon krank ist.

    ob es dann eine sucht oder esstörung ist, da kann man drüber diskutieren bis einer blau anläuft.
    nichts desto trotz ist dieser mensch nunmal jetzt krank .
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    am 15.09.2021 21:04:11 | IP (Hash): 1912763261
    Vielleicht liest die Wassermelone ja hier noch manchmal mit und schlägt die Füße überm Kopf zusammen, über was wir uns hier alles so zu Essstörungen und gar Sucht abmelken.
    Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass sie sich vorstellt, dass sie in der Haut der neuen und endlich gut 50 kg leichteren eben diese zur Freude vom Jojo wirklich wieder so füttern wollte wie vor Jahr(en) die alte ;)

    ----------------------------------------------
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    am 16.09.2021 08:04:54 | IP (Hash): 72970431
    Das Problem ist, dass viele Abnehmbedürftige das verbesserte Körpergefühl und die kognitiven Veränderung durch das reduzierte Volumen der körpereigenen Schwimmhilfen mangels eigener Motivation, Durchhaltevermögen und/oder vielen anderen da reinspielenden Aspekten nie kennenlernen. Würden sie auf ein "normales" Format abschrumpfen, würden vermutlich die meisten davon alles tun, um nicht wieder zuzunehmen. Die Schwierigkeit liegt m.E. gar nicht so sehr in der Diät, die - sofern von Erfolg gekrönt - hochmotivierend sein kann, als vielmehr darin, dass sich der/die Abnehmwillige spätestens nach dem erfolgreichen Abschmelzen damit konfrontiert sieht, dass das, was während des Rundumschlages gegen die Fettpolster getan wurde, bis ans Lebensende fortgeführt werden muss. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass es das aber allemal wert ist. In diesem Sinne alles Gute für die Wassermelone und ich hoffe auf regelmäßige Updates zu Deiner Situation! ;)
    Bearbeitet von User am 16.09.2021 08:05:58. Grund: .
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    am 16.09.2021 11:18:13 | IP (Hash): 281481309
    July95 schrieb:
    Wenn hier schon über Esstörungen diskutiert wird, werfe ich mal den Begriff Orthorexie in den Raum.

    Orthorexie : ist eine neue Form der "Esstörung", sich zwanghaft so gesund wie möglich ernähren zu wollen.

    Bei manchen Beiträgen hier im Forum, könnte ich mir vorstellen, dass es tatsächlich in diese Richtung geht.



    Wenn ich mir eine Eßstörung aussuchen könnte, wüde mir diese wohl die angenehmste sein.
    Davon mal ab sucht sich kein Mensch keine Erkrankung/Krankheit aus. Der "böse" Begriff, der mit einem
    S beginnt und mit einem t endet, auf den hier einige hoch allergisch zu reagieren scheinen, ist eine Erkrankung/Krankheit. Ich verurteile oder werte keine Menschen ab, die mit einer Erkrankung kämpfen.
    Krank werden kann jeder Mensch, Das ist kein Makel.
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    am 16.09.2021 11:39:57 | IP (Hash): 1982793655
    maddi schrieb:
    Wenn ich mir eine Eßstörung aussuchen könnte, wüde mir diese wohl die angenehmste sein.


    Weil es keine allseits anerkannt gesunde Ernährungsform gibt, müsstest Du wie ein Pinpong-Bällchen zwischen den vielen Möglichkeiten hin und her springen und mit jeder neuen Warnung und Empfehlung Deine jeweils aktuelle ggf. neu ausrichten. Das Spiel mündet nicht selten in hypochondirsche Selbstbeobachtung, die jedes noch so kleine Unwohlsein sofort an irgendeinem Teil der aktuellen Ernährungsform festmacht und zur Veränderung zwingt. - Meinst Du wirklich, dass so etwas auch nur entfernt angenehm sein könnte?

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    am 16.09.2021 12:16:27 | IP (Hash): 281481309
    hjt_Jürgen schrieb:

    Meinst Du wirklich, dass so etwas auch nur entfernt angenehm sein könnte?



    Ich denke keine Erkrankung/Krankheit ist angenehm.
    Ich jedenfalls kenne keinen Menschen der gerne krank ist, mich eingeschlossen.
    Aber wie gesagt, kein Mensch sucht und kann sich eine Erkrankung/Krankheit aussuchen.
    Und eine Erkrankung/Krankheit sehe ich weder als verachtenswert noch als Makel an.
    Es ist ein Zustand, mit dem ein Mensch fertig werden muß. Ob er will oder nicht.
    Das haben Erkankungen/Krankheiten nun mal so an sich.
    Find ich pesönlich doof, kann ich aber nicht ändern. So ist es halt, das Leben.
    Stets voller Herausforderungen.